Horb mit doppelter Premiere

Frauen beenden die DM-Saison 2017 am 23./24. September

Bundesligist PC Burggarten Horb (BaWü) erlebt am Wochenende nicht nur sein Debüt als DM-Gastgeber, sondern auch die Premiere der Frauen-DM im Tir de précision. Auf ihrer Vereinswebsite weisen die Horber u. a. auf die zahlreichen Baustellen und Umleitungen hin, die im letzten Teil der Anreise zusätzlichen Zeitaufwand verursachen. Die Einschreibung läuft wie gewohnt am Freitag (18 bis 20 Uhr) und am Samstag (8 bis 9:30 Uhr); für die Tireur-Starterinnen endet die Einschreibung am Samstag allerdings schon um 8:30 Uhr.

Starterfeld und Tireur-Wettbewerb

Wegen des Teilnahmeverzichts des LV Berlin und einer verspätet eingereichten Meldung kam es gemäß DM-Richtlinie (Abs. 2.1) zu einer Nachverteilung von Startplätzen: Fürs Triplette konnten BaWü, NRW und Hessen je ein zusätzliches Team melden; im Tir de précision durfte BaWü eine weitere Teilnehmerin nominieren. So ergeben sich folgende Teilnehmerfelder (in Klammern die 2016 errungenen Qualitätsplätze):

 LV BaWü Bay Hess NiSa Nord NRW Ost RhPf Saar
 3:3 17 (8) 6 (3) 8 (4) 6 (2) 3 (2) 14 (7) 2 (1) 3 (1) 5 (3)
 Tir 4 2 2 2 1 3 1 1 1

Für die Tireur-Konkurrenz erhielten die Landesverbände je angefangene 300 Lizenzspielerinnen einen Startplatz. 2018 kann die Siegerin ein persönliches Startrecht beanspruchen. Der Ablauf der neuen Meisterschaft folgt exakt dem Muster der offenen Tireur-DM: Aus einer Vorrunde für alle 17 Starterinnen qualifizieren sich die besten acht für vier Knockout-Duelle: 1. gegen 8., 2. gegen 7., 3. gegen 6. und 4. gegen 5. Danach entscheiden Halbfinale und Finale über die Medaillenverteilung.

Im Vorjahr vorn und wieder da

Die Titelverteidigerinnen (NiSa01), hier bei der NPV-Landesmeisterchaft 2017.

Lea Mitschker, Birgit Schüler und Daniela Volpini, die 2016 in Sankt Wendel – nicht unbedingt erwartet – den Meistertitel holten, gehen erneut als NiSa01 an den Start. Ihre damaligen Finalgegnerinnen, Marliese Milautzcki, Simone Seitz und Natascha Sieling, sind als Hess02 ebenfalls wieder dabei. Mit Diane McPeak-Ferkinghof, Heide Loebers und Karin Voigtländer (NRW02) greift auch ein Bronze-Team des Vorjahres erneut nach einer vorderen Platzierung. Verena Gabe, die Nr. 1 der DPV-Frauenrangliste und Bronze-Gewinnerin 2016, steht diesmal mit Lokalmatadorin Muriel Hess und Ann-Kathrin-Hartel als BaWü03 auf der Startliste.

Fakten zum Triplette-Starterfeld

Vereine. Die 192 Gemeldeten gehören 106 verschiedenen Vereinen an (Vorjahr: 111). Mit je fünf Starterinnen sind SKV Unterensingen (BaWü) und TV 1880 Dreieichenhain (Hess) am stärksten vertreten. Zu keiner anderen DM werden so viele Teams mit gemischter Vereinszugehörigkeit gemeldet wie hier; lediglich in zwölf Teams (19 %) spielen alle drei für denselben Club.

Altersverteilung. Elf DM-Teilnehmerinnen (5,7 %) zählen zu den Altersgruppen Jugend und Espoirs, vier weniger als 2016. Von 39 % auf 45 % geklettert ist hingegen der Anteil der Altersgruppe 55+. Das Durchschnittsalter steigt damit auf ca. 50,5 Jahre; deutlich darunter liegt nur das Aufgebot des LV Ost (42,7 Jahre), am deutlichsten darüber das NiSa-Aufgebot (54,1).

DPV-Ranking. Aus den Top 10 der DPV-Frauenrangliste stehen sieben Namen auf der Startliste; wegen ihres Einsatzes bei der parallelen Espoirs-EM in Frankreich mussten Eileen Jenal (2.) und Luzia Beil (7.) auf die DM-Teilnahme verzichten. 132 DM-Aktive (69 %) sind bereits im DPV-Ranking platziert. Mit 89 % (8 von 9) ist dieser Anteil im RhPf-Aufgebot besonders hoch.

Auslosungen und Ergebnisse werden ab Samstag zeitnah auf DM aktuell veröffentlicht.

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