Das kleine Boule-ABC nach Klaus Grieseler und Michael Hornickel

Ein herzliches Dankeschön an Klaus Grieseler, der sich die Arbeit gemacht hat, aus dem Französischen eine adäquate Erklärung ins Deutsche vorzunehmen und an Michael Hornickel, aus dessen Buch „Jeux de Boule – Pétanque und andere Kugelspiele“ ein kleiner Auszug der Begriffe hier Einfluss fanden.

Michael Hornickel war zwischen 1981 und 1987 je zweimal Deutscher Meister und Vize und vertrat Deutschland bei der WM 1981 in Nevers mit Ebi Toepfer und Olaf Fingerhut. Bei seinen Aufenthalten auf den Bouleplätzen in der Provence hat er den Boulomanen fleißig auf den Mund geschaut und alles notiert.

  • Additionner
    Der Gegner hat keine Kugeln mehr aber man selber hat noch welche, um das Ergebnis zu verbessern. Syn.: ajouter, remplir le sac.
  • Ajouter
    hinzufügen; weitere Punktgewinne erzielen, nachdem der Gegner bereits alle seine Kugeln verspielt hat.
  • Anglais (point de l¹)
    Wird ein Punkt genannt, der nicht gut erscheint, sich aber schließlich als schwer zu gewinnen herausstellt.
  • Arrive!
    Komm (an); Zuruf an eine zu kurz gespielte Kugel
  • Arriver En Chandelle
    Sagt man zu einer perfekt gespielten Kugel, die den Punkt macht.
  • Arrondir
    Der Kugel mit dem Handgelenk eine Drehung geben, was beim Schießen die Chancen zum Erzielen eines Carreau erhöht.
  • Arroser
    ( wörtlich übersetzt eigentlich: naßmachen, begießen ): Mit Erfolg auf alles schießen, was rumliegt.
  • Assommer
    Eine Kugel extrem hoch spielen, dass sie am Boden quasi so nah wie möglich am Ziel einschlägt. Syn.: sécher, bloquer, envoyer.
  • Avantage (avoir l¹)
    Im Vorteil sein; mehr Kugeln auf der Hand haben als der Gegner (Kugelvorteil)
  • Avion ( Envoyer Un )
    Ohne zu wollen eine Kugel sehr kräftig spielen, mit welchem Ergebnis auch immer. Syn.: bombe, train, TGV.
  • Avoir Des Mains De Pati
    Ungeschickt sein, zwei linke Hände haben.
  • Avoir Le Bati ( Oder Bati-Bati )
    Sagt man über einen Spieler, der Angst hat, gestresst ist in einer bestimmten Situation und dem es nicht gelingt, die dreizehn zu legen. Syn: avoir 40 de fièvre, avoir les commissions dans le filet, avoir le pendule, la tracante, être cardiaque, caguer au
  • Bacéler
    eine Kugel mit voller Kraft wegschießen
  • Baiser fanny
    Fanny küssen; eine Partie ohne Punktgewinn, also 0:13 oder 0:15, verlieren; auch: faire fanny, embrasser fanny
  • Balayer
    Per Reglement verbotene Präparation des Geländes wie Hindernisse aus dem Weg räumen oder die „Donnée platt machen“.
  • Barrage
    eigtl. Schleuse; Ausscheidungsspiele bei einem Turnier zur Erreichung einer günstigen Teilnehmerzahl (8, 16, 32, 64)
  • Belle (faire la)
    das Entscheidungsspiel austragen
  • Béni
    adj. mit viel Glück spielen
  • Biberon
    ( Eigentlich Schnuller ) Eine Kugel wird direkt an das Schweinchen gelegt, das nennt man Biberon. Man macht ein „bibe“. Syn: embouchonner, têter, faire un têtard, un têton.
  • Biberon (faire un)
    eigtl. Schnuller; eine Kugel so an die Zielkugel spielen, dass sich beide berühren.
  • Bille
    Kugel mit kleinem Durchmesser
  • Blesser
    Eine Kugel trotz Treffer nicht weit genug wegschießen
  • Bordures ( Faire Les )
    Kleine bzw. leichte Turniere spielen, bei denen keine allzu starken Gegner zu erwarten sind, um möglichst erfolgreich abzuschneiden. ( In Deutschland gab es mal den Redakteur einer nicht mehr existierenden Boule-Fachzeitschrift, der angeblich leichte Turn
  • Bouchon
    m Zielkugel
  • Boule devant, boule d¹argent
    alter Spruch unter Boulistes; eine kurz gespielte Kugel, die genau im Weg liegt, ist besser als eine Kugel hinter dem Ziel (alter Erfahrungswert).
  • Boule sèche (tirer une)
    eine bestimmte Kugel aus einem Haufen Kugeln herausschießen, ohne die anderen zu berühren.
  • Bouliste
    Boules-Spieler, Kugel-Spieler
  • Boulodrome
    Kugelbahn; extra angelegter Boules-Platz
  • Boulomanes
    m pl. Boules-Spieler, Freunde des Boules-Spiels
  • Bourre ( Tirer La Bourre )
    Immer bis zum Ende spielen, nie teilen wollen, z.B. im Halb- oder Finale. In Frankreich ist das Teilen, wenn’s denn etwas spät wird, sehr beliebt; man will ja nicht zu spät zum Essen kommen.
  • Brancher
    Das bedeutet, den Gegner mit irgendwelchen Bewegungen in seinem Blickbereich zu irritieren, z. B. mit den Füßen zappeln oder die Hände bewegen oder sonstiges tun, um den gegnerischen Spieler in seiner Konzentration zu stören. Ist natürlich nicht erlaubt,
  • Braquage
    m Ablenkungsmanöver durch Anstarren des Gegners, während dieser spielt (verboten).
  • Bras-cassé
    m schlechter "tireur"
  • But
    m Ziel, Zielkugel
  • Cadrage (partie de)
    Ausscheidungsspiel (siehe barrage)
  • Cadre
    m Spielfeld beim Boule Lyonnaise
  • Cagade
    eine Kugel verfehlen und dabei auch noch alles erdenkliche Unheil zu seinem eigenen Nachteil anrichten
  • Canard ( Était Toujours Vivant... )
    Wird manchmal gesagt, um den Gegner ( auf nette Art ) zu irritieren; wenn man kurz vor einer Niederlage steht, der Gegner aber noch nicht gewonnen hat, z. B. "um halb sechs war die Ente noch am Leben" - damit hat man bei den Zuschauern immer Lacherfolg, b
  • Carambolage
    Zusammenstoß; ein Wurf, bei dem durch eine Kugel mehrere andere versetzt werden.
  • Cardiaque
    Nennt man Spieler, die keinen (Leistungs-) Druck aushalten.
  • Caressur (une boule)
    eine Kugel streicheln (oder streifen), ohne ihre Position zu verändern.
  • Carreau
    Das ist der perfekte Schuß. Deine Kugel trifft die gegnerische und nimmt exakt deren Platz ein. Synonyme: Arrêt, oeuf, brique, boîte, molinello, fly, flash, gel, rustine, ratamaù.
  • Carreau (faire un)
    eine Kugel derart werfen, dass sie genau den Platz der getroffenen Kugel einnimmt (carreau sur place)
  • Carrée (faire une)
    ein Spieler hintergeht seine Partner und spielt für den Gegner.
  • Casquette
    f Mütze; beim Schießen wird eine Kugel oben, auf der "Mütze" getroffen.
  • Casser
    eine Kugel mit viel Kraft werfen ("casse le jeu", casse le bouchon" oder "casse la boule")
  • Casser le bras
    eigtl. den Arm brechen; bedeutet aber soviel wie "aus der Fassung bringen" ­ irgendjemand stört den "tireur", so dass dieser nicht mehr trifft ("il me casse le bras").
  • Catenaccio ( Jouer Le )
    Sagt man über eine Mannschaft, die nie schießt, immer verteidigt. Ursprünglich war das die Bezeichnung für das Spielsystem der italienischen Fußballnationalmannschaft, basierend auf der bedingungslosen Verteidigung des eigenen Tors und nur dann anzugreife
  • Cercle
    m Abwurfkreis
  • Change la couleur!
    wechsel die Farbe!; Aufforderung an den Partner, ein "carreau" zu machen.
  • Changement De Main
    ( Handwechsel ) Sagt man, wenn der Leger keine Kugeln mehr hat und der Schießer weiterlegen muss.
  • Chargée
    Werden Kugeln genannt, die mit irgendwelchen verbotenen Substanzen gefüllt sind, um ihre Spieleigenschaften zu verbessern, z.B. mit Quecksilber, Öl oder Sand. Syn.: pleine, farcie, fadée.
  • Chattard
    Spieler, der andauernd Glück hat.
  • Chiffon
    m Lappen; unentbehrlich zum Reinigen der Kugeln vor jedem Wurf
  • Cinéma (faire du)
    etwa "Theater spielen"; mit viel Getue und Gesten spielen (auch: faire le cirque)
  • Ciseau ( Schere )
    So werden Schüsse genannt, die ähnlich wie beim Billard zwei oder mehrere Kugeln treffen, die nicht in einer Linie liegen. Gute Spieler machen das bewusst, weil sie's können; anderen gelingt so ein Schuss auch mal - der Begriff bleibt der gleiche.
  • Cochonnet
    m Schweinchen, Zielkugel
  • Coller à une boule
    eine Kugel so spielen, dass sie an einer anderen anlehnt oder "klebt" ("boules collées")
  • Complémentaire
    Zusatzwettbewerb (für bereits ausgeschiedene Mannschaften und solche, die mal wieder zu spät gekommen sind)
  • Concours de boules
    Boules-Wettbewerb (Turnier)
  • Consolante
    f Trostrunde (von "consoler" = trösten)
  • Contre
    Konter
  • Contre (faire un)
    wenn nach einem gelungenen Schuss die getroffene Kugel noch einige andere herumliegende Kugeln verschiebt.
  • Contre Sec
    Wenn man eine Kugel schiesst, sie trifft und damit exakt die Eigene rauskontert, die den Punkt hatte. Syn.: contre-carreau.
  • Cornichon
    m kleine Gurke; selten gebräuchliche Bezeichnung für die Zielkugel
  • Coup De Main
    Die Kugeln so loslassen, dass sie durch Innen- oder Aussendrall der Hand einen ungewünschten Effet erhalten; allgemein kann man sagen, dass Rechtshänder meistens die Tendenz haben, ihre Kugeln nach links zu verziehen, während das bei Linkshändern genau um
  • Couper
    Wenn die Gegner mehrere Punkte liegen haben und man durch eine eigene gut gelegte Kugel die Punktzahl reduziert. Syn.: limiter.
  • Crochet ( Eigentlich: Haken )
    Wenn man eine Kugel wirft und sie nicht richtig los lässt ( die Kralle nicht auf kriegt ).
  • Défendre Le Point
    Eine gut gelegte Kugel verteidigen, indem man die vom Gegner besser gelegten wegschießt.
  • Démarquer
    Sich selbst einen sicheren Punkt kaputt machen.
  • Demi-portée
    f wurftechnischer Ausruck; die geworfene Kugel setzt etwa in der Mitte zwischen Abwurfkreis und Zielkugel auf.
  • Démonstration (faire une)
    einen Gegner ,"vorführen"; deklassieren
  • Désastre
    m Katastrophe: pathetische Bezeichnung einer ungünstig verlaufenden Spielphase
  • Devant De Boule
    Eine Kugel exakt vor eine gegnerische legen, damit die eigene näher am Cochonnet liegt.
  • Devant-de-boule
    seine Kugel so vor die gegnerische Kugel heranspielen, dass sie sich berühren. Der Gegner kann diese Kugel nun nicht wegschießen, ohne die eigene
  • Dispersante
    Man spielt eine "Zerstreuende", wenn der Gegner alle Kugeln gespielt und das Spiel dicht gemacht hat, als rafle oder demi-rafle um das Spiel aufzumachen, damit man noch den einen oder anderen Punkt legen kann. Natürlich ist das ein etwas dem Zufall überla
  • Donnée
    f die Stelle, an der die geworfene Kugel aufsetzen soll.
  • Doublette
    f Mannschaft mit zwei Spielern und drei Kugeln pro Spieler
  • Éclaircir le jeu (auch écarter le jeu)
    mit einem Schuss mehrere Kugeln aus der Nähe der Zielkugel wegschießen; das Spiel übersichtlicher und leichter gestalten.
  • Eclater
    Mit einem einzigen Schuß mehrere Kugeln treffen und wegschießen.
  • Effet ( Donner De L'Effet )
    Einer Kugel absichtlich eine Links- oder Rechtsdrehung verpassen, damit sie sich nach dem Aufkommen auf dem Boden nach links oder rechts bewegt, z. B. um gegnerische Kugeln oder ein sonstiges Hindernis zu umspielen. Ist nicht einfach!
  • Elimination Directe
    K.O.-System; nach einer verlorenen Partie fliegt man raus.
  • Embouchonner
    einen "biberon" nach dem anderen machen.
  • Encadrer
    mehrmals auf eine Kugel schießen, ohne sie zu treffen; die Kugel wird von den Einschlaglöchern "eingerahmt".
  • Envoyer Les Pieds
    Versuch, mit irgendwelchen Bewegungen die Gegner in der Konzentration zu stören oder einzuschüchtern. Sysn.: faire de la musique, du cinéma.
  • Être De Petite Vie
    Sich mit wenig zufrieden geben. "Mit ein oder zwei Punkten je Aufnahme sind wir zufrieden: on est de petite vie".
  • Faire les boules
    zur Ermittlung der Mannschaftszusammensetzung werfen alle Spieler gleichzeitig eine Kugel; die drei der Zielkugel am nächsten liegenden spielen zusammen usw.
  • Faire Les Maines
    Quasi allein gegen die Gegner spielen.
  • Faire Marche Arrière
    ( Rückwärtsgang einlegen ) Ein Retro schießen.
  • Faire Un Bon Repas
    Eine erfolgreiche Aufnahme machen.
  • Faire Un Renard
    ( einen Fuchs machen ) Einen schlechten Punkt legen. Syn.: faire un saucisson, pointer nulle part.
  • Fanny
    Eine Partie mit 13:0 beenden. In dem mir vorliegenden Glossar ist faire Fanny oder baiser Fanny so beschrieben, dass man die Partie verloren hat; nach meinen Beobachtungen auf französischen Bouleplätzen sagt man faire Fanny eher dann, wenn man eine Fanny
  • Fanny (embrasser, faire, baiser)
    ohne Punktgewinn verlieren
  • Fer ( Tirer Au Fer )
    Eisenschuss. Die Kugel des Schießers trifft die gegnerische Kugel, ohne vorher den Boden zu berühren. Syn.: tirer de coup, tirer dans l'oeil ( ins Auge schießen ) oder tirer dans la bouche ( in den Mund ).
  • Fer (tirer au; tirer plein)
    m eine Kugel aus der Luft voll ³aufs Eisen" treffen
  • Feu (faire du)
    sagt man über eine Kugel, die beim Aufprall Funken versprüht.
  • Filière ( Avoir La Filière )
    Einen Lauf haben, z. B. wenn eine Mannschaft bei den Auslosungen immer Glück hat, indem sie gegen nicht ganz so starke Gegner gelost wird. Syn.: prendre les bordures.
  • Frapper une boule
    eine Kugel wegschießen
  • Friser La Correctionelle
    Sagt man, wenn eine Kugel gerade noch so an einer gegnerischen vorbeirollt, um den Punkt zu machen. Hätte sie die gegnerische getroffen, wäre die Partie zu Ende gewesen. Wird auch gesagt, wenn man eine Partie noch gewinnt, die eigentlich schon verloren wa
  • Frotter
    eine Kugel wegschießen
  • Fusée
    ( Rakete ) Wird gesagt, wenn eine Kugel mit sehr viel Kraft als rafle gespielt wird oder auch wenn eine Kugel bei der Bodenberührung auf etwas hartes trifft und dann wie eine Rakete losgeht. Syn.: envoyer un train.
  • Gagne
    Die Dreizehn, Synonym für den Gewinn einer Partie.
  • Gagner le point
    den Punkt gewinnen; seine Kugel näher an die Zielkugel spielen als der Gegner
  • Galerie
    f Gesamtheit der Zuschauern, die eine Partie verfolgen.
  • Garder sa boule dans sa main
    die Kugel zurückhalten; sie beim Abwurf zu spät loslassen, wodurch sie zu hoch und nicht weit genug fliegt.
  • Garder ses boules
    seine Kugeln einbehalten; d.h. sie nicht spielen, weil der Punkt bereits gewonnen ist und mit den restlichen Kugeln höchstens noch Unheil angerichtet werden kann (sportlich?)
  • Goutte À Goutte, Avoir Le Goutte À Goutte
    Sozusagen das Zipperlein haben in dem Sinn, dass man die Partie wohl verlieren wird. Syn.: le docteur qui me soigne, eh bien... il est malade ( mein Hausarzt... na ja, er ist krank ).
  • Gratonner
    Sagt man zu einer Kugel, die in ihrem Lauf von mehreren Hindernissen immer wieder abgelenkt wird.
  • Grignoter
    nur Pünktchen für Pünktchen vorankommen
  • Gros-bras
    m ausgezeichneter Spieler, nur schwer zu schlagen
  • Handicap
    m Punktvorgabe, die einem schwächeren Gegner gewährt wird (aus dem Englischen)
  • Heureux
    adj. glücklich; mit Glück spielen
  • Hors jeu
    adj. abseits; so wird eine Kugel bezeichnet, die das erlaubte Spielfeld verlässt.
  • Ignominie Bouliste
    Wenn man eine völlig indiskutable Kugel spielt ( boulistischer Frevel ), große Katastrophe. Syn.: horreur des boules, Avoriaz.
  • Interdit
    ( verboten ) Gelände außerhalb des autorisierten Spielgeländes, wo Kugeln und Cochonnet aus sind.
  • Jeu provençal
    m wird auf 15 bis 21 Meter gespielt; der "pointeur" macht einen Schritt aus dem Abwurfkreis und muss beim Abwurf auf einem Bein stehen; der "tireur" wirft die Kugel nach drei Laufschritten ab
  • Jouer
    spielen, gleichermaßen für "pointer" und "tirer" gebräuchlich
  • Jouer La Gagne
    Die Dreizehn machen.
  • Jouer nature
    eine Kugel schön gerade spielen
  • Jouer Sous La Main
    Normale Wurfhaltung, bei der der Handrücken nach oben zeigt, die Kugel von den Fingern mit der Handfläche nach unten gehalten wird.
  • Lever La Main
    ( Heb' de Arm hoch ) Hinweis, die Schusskugel hoch genug zu werfen, wenn eine verdeckte Kugel geschossen werden soll ( beim Schuß à la sautée ).
  • Lever, Enlever La Gagne
    Versuch, dem Gegner die Dreizehn zu versemmeln.
  • Lmmjv
    Trainingsweltmeister. Man muss alle Buchstaben einzeln aussprechen. Es ist ein Begriff, der von Tahiti stammt und jene Spieler meint, die unter der Woche souveräne Leistungen zeigen, aber am Wochenende, bei den Turnieren, nur noch klägliche Ergebnisse erz
  • Long (être)
    zu lang spielen; die Kugel rollt hinter die Zielkugel.
  • Longue (jouer à la)
    andere Bezeichnung für "jeu provancal"
  • Lunette
    ( Brille ) Zwei Kugeln, die nahe beieinander liegen, mit einem einzigen Schuss entfernen.
  • Lyonnaise
    Spiel mit großen Bronzekugeln auf ganz ebener Spielfläche
  • Main Ouverte
    Mit der Hand unter der Kugel spielen, Handfläche nach oben.
  • Manger ( Bouffer ) La Feuille
    Bekommt ein Spieler gesagt, der für den Verlust der Partie verantwortlich ist ( beiß ins Gras! ).
  • Manger La Terre
    Das Maximum tun, um die Partie zu gewinnen.
  • Manquer Le Département
    Wird gesagt, wenn eine Kugel außerhalb des Spielfeldes landet.
  • Marque
    1.) Spielstand; 
  • Marquer
    Einen oder mehrere Punkte haben und sie auf dem eigenen Konto verbuchen. Bei der Frage nach dem Spielstand soll man zuerst die eigene Punktzahl und dann die des Gegners nennen.
  • Marquer les boules (le but)
    mittels zweier Striche, die um eine Kugel (oder die Zielkugel) in den Boden geritzt werden, kann deren Position immer genau bestimmt werden
  • Mêlé (concours à la m.)
    ein Wettbewerb, bei dem die Partner ausgelost werden.
  • Melons
    Sehr dicke Kugeln.
  • Mène
    Aufnahme; der Zeitraum zwischen dem Abwurf der Zielkugel und dem Wurf der letzten Kugel; am Ende einer Aufnahme werden die Punkte gezählt; für eine Partie werden mehrere Aufnahmen benötigt.
  • Mètre
    m Metermaß
  • Mettre Table
    ( Den Tisch decken ) So schlecht spielen, dass es für den Gegner ein leichtes ist, die Aufnahme zu gewinnen.
  • Milieu (jouer le)
    beim "triplette" die Spielposition zwischen dem "pointeur" und dem "tireur"; wer in der Mitte spielt, sollte beides, sowohl legen als auch schießen, gut können.
  • Mixte (concours)
    Wettbewerb, bei dem Männer und Frauen "doublettes" oder "triplettes" bilden; meist aber "triplette", aus zwei Männern und einer Frau gebildet.
  • Mordre
    Mit mindestens einem Fuß die äußere Linie des Abwurfkreises übertreten.
  • Mort (le bouchon; la boule)
    tot, rollt die Zielkugel oder eine andere Kugel über die vereinbarte Spielfeldbegrenzung hinaus, so ist sie tot (sie ist aus dem Spiel und zählt nicht mehr)
  • Mort(E)
    Aus. Alles, was die Spielfeldbegrenzung verlässt.
  • Mozart ( C'Est Du )
    Sowohl beim Schießen als auch beim Legen traumhaft schön spielen.
  • Nocturne (concours en)
    adj. nächtlich; Wettbewerb, der nach Anbruch der Dunkelheit beginnt (unter Flutlicht).
  • Noyé
    ( Ertrunken ) Bezeichnung für den Verlust von Kugeln, die das Spielfeld verlassen.
  • Noyer le but
    die Zielkugel versenken; absichtlich oder unabsichtlich die Zielkugel so schießen, dass sie die vereinbarte Spielfeldbegrenzung überschreitet und das Spiel beendet.
  • Nul ( Point Nul )
    Wenn zwei Kugeln der gegnerischen Mannschaften die gleiche Distanz zur Sau haben.
  • Oblitérer
    Einem carreau ein weiteres folgen lassen. Angebracht, wenn man statt Carreau den Begriff timbre ( Briefmarke ) benutzt.
  • Oreille ( Tirer Sur L' )
    Aufs Ohr schießen, also seitlich treffen.
  • Oreilles (toucher aux)
    an den Ohren treffen; eine Kugel seitlich oben treffen. Die Franzosen sehen die Kugeln menschlich und haben so alle möglichen Bezeichnungen für die Stellen, an denen sie eine Kugel treffen können: trifft er sie oben, so ist das auf den Kopf; streift er si
  • Palet
    Gelungener Schuss, bei dem die Schusskugel nahe an der Stelle liegen bleibt, wo sie getroffen hat.
  • Palet (faire un)
    faire un carreau
  • Palet roulant
    m die geworfene Kugel rollt nach dem carreau noch etwas weiter.
  • Paquet
    m Packet, Bündel; tirer dans le p. = in einen Kugelhaufen schießen; prendre un p. = ein ganzes Bündel Punkte (also viele) verlieren
  • Partager
    (Teilen) Sich mit den Gegnern darüber verständigen, sich z.B. ab Halbfinale oder Finale die ausgesetzten Preisgelder zu teilen und nur noch um die Pokale oder Meistertitel weiter zu spielen. Syn.: fader, aller au fade, couper, tout mettre dans le sac, s'a
  • Perdre Contre Paté, Jambon, Beurre
    Gegen eine Mannschaft verlieren, die normalerweise auf viel niedrigerem Niveau spielt als man selbst. Syn.: (Perdre) contre Pim, Pam, Poum; contre trois cabanons, se mouiller avec un parapluie.
  • Pétanque
    f aus dem provenzalischen "péd tanco", also "pieds tanqués" = die Füße zusammen
  • Petit
    m der Kleine; Zielkugel
  • Pièce (Faire La)
    Auslosen, welche Mannschaft anfängt.
  • Pileton (Faire Un)
    Ein Carreau sur place schießen.
  • Plomber
    spieltechnischer Ausdruck; die Kugel wird in hohem Bogen geworfen, so dass sie nach dem Aufprall kaum noch weiterrollt; auf deutschen Boules-Plätzen häufig als ³plombieren" zu hören.
  • Point (avoir le)
    den Punkt haben; der Zielkugel am nächsten liegen
  • Pointer
    im Unterschied zu "tirer" (schießen) der Versuch, möglichst nahe an die Zielkugel heranzuspielen; Übersetzungsmöglichkeiten: auf den Punkt spielen, legen, platzieren, punktieren, ranlegen, setzen
  • Pointeur
    m Namen für s.o.; Leger oder Punktierer sagen manchmal deutsche Boules-Spieler.
  • Portée
    f die Kugel wird in hohem Bogen geworfen und kommt in der Nähe der Zielkugel auf.
  • Portée De Lapin
    Eine völlig unkontrolliert hoch gespielte Kugel, die überall runterkommt, nur nicht da, wo sie sollte.
  • Porter Les Lises
    An Wettbewerben teilnehmen (seinen Einsatz zahlen) ohne jede Gewinnchance. Diese Unentwegten werden "PDM" genannt (Porteur de Mises). Letztlich ist aber jeder mal "PDM", oder?
  • Poule
    Gruppe von drei oder vier Mannschaften, in der darum gespielt wird, wer im A - oder B - Turnier verbleibt.
  • Poule De Luxe
    Gruppe mit mindestens drei starken Mannschaften. Promenade de santé: leichte Partie.
  • Poussette
    f die Zielkugel oder eine Kugel anstoßen und günstig verschieben
  • Préparer la donnée
    die Stelle, an der die Kugel aufschlagen soll, wird geprüft; häufig werden Steine verbotenermaßen entfernt.
  • Putain
    (Hure, Nutte) In der Provence oft gebrauchter Ausruf, wenn ein Wurf nicht so gelungen ist wie erwartet.
  • Quadrette
    Spielformation beim "Boule Lyonnaise", vier gegen vier; die meisten großen Wettbewerbe werden in dieser Formation ausgetragen.
  • Quadrillées (boules)
    Kugeln mit vielen Rillen
  • Rabaille/rabaillette
    unpopulärer Flachschuss; die Kugel wird mit viel Wucht auf eine gegnerische zugerollt.
  • Racler
    Eine Kugel so schießen, dass sie weit vor ihrem Ziel den Boden berührt. Syn.: ramasser, rapuguer, rafler, raspaille, rabaillette, bidoule.
  • Raclette/rafle (tirer à la)
    Flachschuss (s.o.); der so spielende Schütze wird abfällig "racleur" genannt.
  • Rafleur
    Spieler, der den "Schrappschuss" praktiziert; in Frankreich nicht gern gesehen, obwohl das Reglement diese Technik nicht verbietet.
  • Rail
    Gerät, mit dem man irreguläre Kugeln prüfen kann (z.B. gefüllte).
  • Rami
    Aktion, die ohne Glück nicht realisierbar wäre. Einen, dem so was öfter gelingt, nennt man "Ramirez".
  • Raspaille
    f Flachschuss (s.o.)
  • Recuire
    weichglühen; Kugeln werden nachträglich weichgeglüht, damit die Oberfläche nachgiebiger wird (verboten).
  • Recul
    Rückstoß: parabelförmiger Schuß, der mit 45 Grad-Winkel voll auf Eisen auf die Zielkugel trifft, sie raus schießt und dann selbst noch eine gewisse Strecke zurückläuft, z. B. zur Sau. Diesen Schuß zu praktizieren ist noch anspruchsvoller und, wenn gekonnt
  • Rentrer En Deux
    (Zu zweit ankommen) Beim Legen eine eigene Kugel so anspielen, dass daraus zwei Punkte werden. Syn.: charger une boule.
  • Reprendre le point
    den Punkt zurückgewinnen; seine Kugel wieder näher an die Zielkugel spielen als der Gegner
  • Reprise (faire la)
    bei Gleichheit der Kugeln den Punkt gewinnen
  • Rétro
    m das Zurückrollen der geworfenen Kugel in Richtung des Werfers nach einem "carreau"
  • Rond
    m Abwurfkreis (35-50 cm Durchmesser)
  • Rouler
    rollen; eine der drei Hauptwurfarten beim Legen (außerdem: portée und demi-portée)
  • Roulette (jouer à la)
    die Kugel vom Abwurfkreis bis zur Zielkugel rollen (s.o.)
  • Sautée
    Schwieriger Schuß, weil die zu schießende Kugel hinter einer anderen versteckt liegt. In der Provence wird, obwohl offiziell verboten, nach Turnieren oft noch ein „KYO“ gespielt, d. h. es werden auf zehn Meter Distanz zwei Kugeln so hintereinander gelegt,
  • Sautée (tirer à la)
    eine hinter einem Hindernis liegende Kugel oder Zielkugel schießen
  • Se Payer Un Beignet (Une Gaufre)
    Zum Spaß was schwieriges versuchen, obwohl es dem Spiel nicht angemessen ist.
  • Sècher Une Boule
    Eine Kugel so hoch spielen, dass sie nach dem Runterfallen liegen bleibt ohne weiter zu rollen (trockene Kugel).
  • Sept (7) À Djé N'En Gagne Djé
    Ausspruch, der in der Provence benutzt wird, um sich aufzumuntern, wenn man 0:7 zurückliegt : wer 7:0 führt, der stets verliert. Syn.: 7 arrête oder, mit der neun – il en a neuf, il est dans l’oeuf.
  • Serrer le jeu
    das Spiel eng machen; nachdem man den Punkt bereits aufgegeben hat, spielt man seine letzte Kugeln so, dass sie den Gegner behindern und es ihm fast unmöglich machen, noch mehr Punkte hinzuzufügen.
  • Sous-main (jouer)
    die Kugel wird so geworfen, dass die Handfläche in Richtung Boden zeigt.
  • Super-mêlée (concours)
    Boules-Wettbewerb, bei dem für jedes Spiel ein neuer Partner ausgelost wird.
  • Sur-main (jouer)
    die Kugel wird so geworfen, dass der Handrücken in Richtung Boden zeigt (etwa wie beim Kegeln); Gegenteil von "sous-main"
  • Table De Marque
    Wo man sich einschreibt und die Lizenz abgibt.
  • Taper
    eine Kugel wegschießen
  • Taule
    (Kittchen) - Anderer Begriff für Fanny; à la taule (ab in den Knast!).
  • Tenir (Faire...)
    Bei Zockpartien einem dritten, neutralen Spieler das eingesetzte Geld anvertrauen.
  • Tentir le point
    den Punkt haben; der Zielkugel am nächsten liegen
  • Termite
    Sagt man über einen ausgezeichneten Leger. Syn.: il mange le bouchon (er frisst die Sau).
  • Tête (prendre une boule sur la t.)
    eine Kugel oberhalb (am Kopf) streifen
  • Tête à tête
    Einzelspiel, einer gegen einen, drei Kugeln jeder
  • Tété Par Les Limaces
    Damit wird ein Spieler bezeichnet, der aufgrund seiner 'Lahmarschigkeit' keine Chance hat, eine Partie zu gewinnen.
  • Tête- À- Tête
    Spiel einer gegen einen.
  • Tirer
    schießen, wegschießen; eine störende gegnerische Kugel wegschießen
  • Tirer à cul
    berühren sich zwei Kugeln und liegen sie vom Abwurfkreis aus gesehen in einer Linie, so schießt man auf die erste Kugel, damit die zweite wegfliegt.
  • Tirer au fer; tirer plein fer; tirer au ventre
    beim Schießen eine Kugel voll treffen, ohne vorher den Boden zu berühren.
  • Tirer Cinquante Devant
    Einen Schuß so absichern, dass man etwa 50 cm vor der gegnerischen Kugel aufkommt, um nicht darüber zu schießen (wird nicht als Raffelschuß klassifiziert!).
  • Tirette (boulomètre à)
    m Messgerät aus Metall mit einem ausziehbaren Teil
  • Tireur
    m Schütze; er hat die Aufgabe, gegnerische Kugeln wegzuschießen.
  • Toucher (une boule, le but)
    eine Kugel oder die Zielkugel treffen
  • Tourner une boule
    einer Kugel Effet verleihen, sie andrehen oder anschneiden, damit sie eine Links- oder Rechtskurve beschreibt.
  • Travailler
    Einer gelegten Kugel Effet geben. Syn.: tourner, chanfreiner, remonter, donner le coup.
  • Triplette
    f das Spiel drei gegen drei, 2 Kugeln pro Spieler; fast alle großen Pétanque-Wettbewerbe, auch die Weltmeisterschaften, werden in "triplette" ausgetragen.
  • Trou
    Loch. Wer von uns hätte nicht schon viele gemacht. Das „Trou normand“ hat allerdings nichts mit Pétanque zu tun. Es entsteht beim Essen, wenn man eigentlich schon satt ist, aber noch so viele leckere Sachen auf dem Tisch stehen, dann gönnt man sich eine P
  • Trou (faire un)
    ein Loch machen; daneben schießen; ein ,Luftloch¹ schießen
  • Ventre (tirer au)
    in den Bauch schießen; eine Kugel voll treffen, ohne vorher den Boden zu berühren.
  • Vriller
    Der Kugel eine starke Drehung geben, so dass sie sich fast wie ein Kreisel dreht.
  • Vriller une boule
    einer Kugel beim Wurf Effet verleihen, so dass sie eine Links- oder Rechtskurve beschreibt.
  • Wagon
    Sagt man zu einer Aufnahme, bei der der Gegner viele Punkte macht.
  • Xxl
    Nennt man extrem dicke Kugeln (auch: melons).