Titelverteidiger reisen in die Hauptstadt

Vorschau auf die 22. DM 2:2 mixte am 22./23. Juli

Eine Woche nach dem DPV Masters (Großer Preis) empfängt der traditionsreiche Club Bouliste de Berlin am 22./23. Juli die 22. Deutsche Meisterschaft im Doublette mixte an der Rue Doret in Berlin-Tegel. Rechtzeitig zu den beiden Großereignissen schafften es die Vereinsmitglieder, ihre ohnehin großzügig ausgestattete Anlage um zwölf Spielfelder zu erweitern. Bilder von den Arbeiten und spezielle Übernachtungshinweise für die DM-TeilnehmerInnen finden sich auf der Vereinswebsite.

Auch diesmal wird den Aktiven empfohlen, sich schon am Freitagabend vor Ort einzuschreiben. Am Samstag ist dies noch zwischen 8:00 Uhr und 9:30 Uhr möglich. Auslosungen und Resultate werden zeitnah auf DM aktuell veröffentlicht werden. Hier noch ein Blick auf die Startliste.

Die Titelverteidiger Susanne Fleckenstein (BC Lindenberg, Bay) und Diol Abdoulaye (PC Burggarten) gehen als BaWü02 an den Start. Während die Vorjahresfinalisten, die Saarländer Anne-Marie Gerhaher und David Monti, nicht erneut antreten, finden sich insgesamt 31 Teams auf der Startliste, die auch 2016 beim BC Tromm die Mixte-DM bestritten hatten, darunter auch die Halbfinalisten Carsta Glaser und Pascal Keller (nun BaWü16). 23 weitere DM-Teilnehmer des Vorjahres reisen in veränderter Aufstellung nach Berlin.

Weitere Favoriten. Gemessen an Rangliste und jüngsten Ergebnissen, könnten Verena Gabe, Nr. 1 der Frauen-Wertung, und Daniel Orth, Nr. 4 im DPV-Ranking, ein gewichtiges Wort bei der Medaillenvergabe mitsprechen. Das Duo (BaWü01) von den Allstars Rhein-Neckar Schwetzingen hatte zuletzt mit Muriel Hess das Viertelfinale der Triplette-DM in Schüttorf erreicht. Stark einzuschätzen sind auch Simone Klöpfer und Jens-Christian Beck vom BC Stuttgart, die die zweitmeisten RL-Punkte mitbringen und 2015, ebenfalls in Schüttorf, die Mixte-DM gewonnen hatten.

Mit Lea Mitschker (VFPS OHZ) und Indra Waldbüßer (BC Stuttgart) fehlen zwei Kaderspielerinnen in Berlin. Sie sind zeitgleich – ein paar hundert Kilometer weiter östlich – bei den World Games im polnischen Wroclaw für den DPV engagiert.

Bindungen. Zu den Besonderheiten der Mixte-Konkurrenz gehört die Teambildung: In 85 der 128 Teams (66,4 %) gehören beide Aktiven demselben Verein an. Zum Vergleich: Bei der offenen Doublette-DM ist dieser Anteil stets niedriger (zuletzt 54,7 %). Entsprechend gering ist auch die Zahl der Teams mit Aktiven aus verschiedenen Landesverbänden: Es sind gerade mal neun. Sieben davon hat allein der LV BaWü gemeldet. Mit Susanne Fleckenstein (Bay), Eileen Jenal (Saar), Ann-Kathrin Hartel (Hess) und Carsta Glaser (RhPf) stehen vier spielstarke „Externe“ im Aufgebot des größten Landesverbands. Außer Hessen haben alle übrigen Landesverbände ausschließlich eigene SpielerInnen gemeldet. Die Mixte-DM ist zugleich auch besonders familiär: In 24 Teams tragen beide Akteure denselben Nachnamen, womit die Zahl der partnerschaftlich verbundenen Mixte-Paare sicher nur zum Teil erfasst ist.

Altersverteilung. Immerhin 29 DM-Starter (11,3 %) gehören zu den Altersgruppen Jugend und Espoirs. Die Altersgruppe 55plus ist mit 69 Aktiven (27,0 %) vertreten. Im Vergleich der Landesverbände bilden Hessen (Altersschnitt 35,3 Jahre) und Niedersachsen/Bremen (Altersschnitt 52,8 Jahre) diesmal die Extreme. Mit 42,8 Jahren liegt das mittlere Alter aller DM-TeilnehmerInnen leicht über dem Vorjahreswert. Das Altersspektrum reicht diesmal von 12, dem Mindestalter für DM-Starter, bis 73 Jahre.

Vereine. Im Feld vertreten sind 113 Vereine, am stärksten der SKV Unterensingen (BaWü) mit sieben Aktiven, gefolgt von Freiburger Turnerschaft und BV Ibbenbüren (je sechs).

Ranking-Kandidaten. 78 der 256 DM-StarterInnen sind noch nicht in der DPV-Rangliste platziert. Besonders hoch ist dieser Anteil bei den Saarländern (8 von 12).

(Letzte Aktualisierung: 20.07.17)

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