WM Gent 2017 – Von „Wiederholungstätern“ und „Neulingen“ – Vorbericht

Eine „neue“ Weltmeisterschaft und das deutsche Team

Die erste „Kombinations“-Weltmeisterschaft beginnt am Donnerstag um 8:30 Uhr in Gent, in der Topsporthal Vlaanderen, in der schon 2012 die Europameisterschaft der Frauen ausgetragen wurden. Damals scheiterte die deutsche Mannschaft im Viertelfinale gegen Schweden, während Indra Waldbüßer beim Tir de Precision die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen konnte.

 

Indra Waldbüßer, Doublette Frauen und Tete-a-Tete

Für Indra bestimmt eine gute Erinnerung und vieleicht auch ein Stück Extra-Motivation an diesem Ort ein ähnlich schönes Ergebnis zu erreichen. Wir würden uns über eine „Wiederholungstäterin“ freuen. Muriel Hess muss wohl auch als Wiederholungstäterin gelten: schon 2008 bei der ersten Europameisterschaften der Espoirs konnte sie sich eine Vize-Europameisterschaft zusammen mit ihrem Team in Saint-Jean-d’Angély, Frankreich holen.

Muriel Hess, Doublette Frauen und Mixte

Den Titel in dieser Klasse sollte es dann noch zweimal in dieser Klasse geben, 2009 in Düsseldorf und 2011 in Roskilde. Und 2013 machte sie es dann Indra nach und holte sich ebenfalls Bronze im Tir in Montauban, Frankreich.

Moritz Rosik, Doublette Männer und Tete-a-Tete

Moritz Rosik läuft noch unter „Neuling“, wobei das natürlich nur für eine WM Tete-a-Tete gilt. Er ist ebenfalls einer der Spieler, der schon im Espoirs-Alter 2015 in Nieuwegein, Holland, ebenfalls Bronze mit seinem Team gewinnen konnte und so auch schon eine ganze Menge internationale Erfahrung mitbringt.

Raphael Gharany

Rapahael Gharany konnte 2016 bei der Europameisterschaft Tete-a-Tete seine erste Bronze-Medaille gewinnen und wir würden uns über eine Wiederholung im Mixte zusammen mit Murile Hess bei dieser WM natürlich mehr als freuen.

Fritz Gerdsmeier, Coach Doublette Mixte

Und nun zu den Mischungen aus „Neulingen“ und „Wiederholungstätern“ im Hintergrund. Neuling im Pétanque auf internationaler Bühne, aber Wiederholungstäter was große Sportereignisse betrifft, ist Fritz Gerdsmeier, der als Coach im Mixte zur Verfügung steht. Fritz Gerdsmeier ist seit 10 Jahren mit Leib und Seele bei unserer Sportart dabei, wobei er zuvor eine ganz große Karriere in einer Olympischen Disziplin, nämlich im Ringen, hatte. Eine riesige Menge von Erfolgen, Teilnahmen und natürlich auch entbehrungsreichen und trainingsharten Tagen lassen ihn als optimale Besetzung erscheinen, was die Unterstützung am Spielfeldrand betrifft. Wer die Karriere von Fritz nachvollziehen möchte, dem sei sein Wikipedia-Eintrag empfohlen.

Marco Schumacher, Coach Doublette Männer und Tete-a-Tete

Marco Schumacher hingegen ist Neuling auf internationaler Ebene, was die Sicht vom Rand betrifft. Natürlich hat er in seinem Landesverband ebenfalls diese Rolle schon eingenommen, aber nun bei der WM als Coach für Tete-a-Tete und Männer-Doublette, ist auch für ihn Premiere, die er aber nach dem Sparring-Wochenende in Luxemburg mit Sicherheit meistern wird.

Stefan Deuer, Coach Doublette Frauen und Tete-a-Tete

Stefan Deuer hingegen blickt nun auf sein erstes Jahr als Bundestrainer zurück und kann alle Facetten dieses Amt schon sein eigen nennen. Für ihn ein Stück Routine, die aber immer wieder glücklicherweise durch den Wettkampf unterbrochen wird.
Als Unterstützung der Coaches wird Daniel Dias eine weitere Beobachtungsrolle übernehmen. Daniels analytischer Blick auf das Geschehen bringt uns hoffentlich das Quentchen Vorteil, der unseren Spierinnen und Spielern hilft noch erfolgreicher zu agieren.

Und zu guter letzt noch zwei „Unterstützer“ im Hinter- wie im Vordergrund.
Ganz besonders freut es uns, dass der neugewählte Präsident Mischa Dörhöfer bei dieser WM dabei sein wird. Er, als Debütant, wird zum einen natürlich unsere Sportler mit ganzem Herzen unterstützen, aber Deutschland-Fans aufgepasst, gute unterrichtete Kreise wissen von einem großen Koffer mit Unterstützer-Material, die jeder, der ihn erkennt, bei ihm auch nachfragen kann. Nur solange Vorrat reicht!
Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler wird auch dieses Mal wieder dabei sein und hoffentlich sich nicht mit Problemen wie angefahrenen Flugzeugen oder Krankheit herumschlagen müssen. Debütant wäre für ihn das falsche Etikett. Schon 2006 als Unterstützer beim Nordseecup in Frederikstad und 2008 bei der ersten EM der Espoirs in Saint-Jean-d’Angély dabei, blickt er nun auf über 10 Jahre internationale Events zurück, wobei ein Höhepunkt der Gewinn der Espoirs-Frauen in Roskilde als verantwortlicher Bundestrainer und die Bronzemedaille von Indra Waldbüßer in Gent ebenfalls als verantwortlicher Bundestrainer war. Aber nicht nur die Höhepunkte sind der Reiz dieser Veranstaltungen, sondern die immer wieder kehrende Begegnung mit vielen interessanten und offenen Menschen, wobei schon einige als Freunde zu bezeichnen sind, sind das Salz dieser Arbeit.
Freuen wir uns nun auf spannende Wettkämpfe und erfolgreiche Teams.
Wir werden unser Möglichstes tun, um alle Interessierten in der Heimat zeitnah über unsere Begegnungen zu informieren. Natürlich werden wir auch in den sozialen Netzwerken entsprechende Informationen verbreiten.

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