World Games 2017 Wrozlav Polen

Tolles Event – 5. Platz beim Frauen-Wettbewerb

Nicht ganz haben sich unsere Erwartungen bei den World Games erfüllt. Eine schwere Auslosung und Wetterkapriolen stellen sich einer Halbfinalteilnahme in den Weg.

Ein schwerer Poule

Es waren dieses Mal auch die Umfeldbedingungen, die es Lea Mitschker und Indra Waldbüßer mit ihrem Coach und Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler verwehrten, dass eine mögliche Halbfinalteilnahme erreicht wurde.

Noch waren optimale Bedingungen

Der Tir, der schon am Samstag begann, war für Indra nicht der beste Start. Vor allem auf den kurzen Distanzen lies sie viele Punkte aus, so dass zwar gute 28 Punkte zum Schluß standen, die aber mit 2-3-Treffern auf kurz sogar die direkte Qualifikation bedeutet hätten. So blieb nur ein siebter Platz, allerdings in einem eng beieinanderliegenden Feld zwischen der Vierten mit 32 Pkt. und Indra.

Der zweite notwendige Qualifikationsdurchgang brachte dann zwar Besserung im Ausnutzen der kurzen Distanzen, zum Schluß fehlten dann leider die Punkte aus dem 5. Atelier. Nach zusätzlicher Diskussion mit der Protokollantin wurde das Ergebnis dann auf 23 Punkte festgesetzt. Die Chance war weg.

Lea und Indra – unser Team

Die schwere Auslosung der Gruppe mit Frankreich, Spanien und Madagaskar sowie das Unwetter, das die Spiele am Sonntag unterbrach und die Platzverhältnisse von jetzt auf nachher extrem veränderte, machten es schwer, trotz guten Beginns mit einem Sieg über das französische Duo mit Anna Maillard und Caroline Bourriaud mit 11:10, das Weiterkommen zu erreichen.

im ersten Spiel stand es dann 10:11 für uns

Im 2. Spiel gegen die Madegassinnen musste beim Stand von 5:10 unterbrochen werden und von dieser Unterbrechung erholte sich das Team nicht mehr.

Im darauffolgenden Barragespiel wiederum gegen Frankreich konnten keine Energien mehr freigesetzt werden und so kam das Aus. Ein 5. Platz war dann unser Endergebnis.

Parallelen zu Berlin

Der Glückwunsch für Gold geht an die Thailänderinnen, die in einem einseitigen Finale, das bekannte Doublette von der WM in Gent der Belgier, mit 13:1 abfertigten. Etwas wenig mehr Mühe hatten die Französinnen im Spiel um Bronze, wo sie aber letztendlich mit 13:3 sich das Edelmetall gegen Madagaskar sicherten.

Beim Schießen war es dann Caroline Bourriaud, die sich in der ersten Qualifikation schon mit 36 Pkt. direkt für das Halbfinale durchsetzte und dann nach einem 24:15 gegen Madagaskar und einem 43:38 gegen Thailand den goldenen Schlusspunkt für sich setzte.

Lea und Indra im Bus mit …

Im Herrenwettbewerb waren die Highlight die 67 Punkte von Diego Rizzi (1. Qualifikationsrunde) und die unglaubliche Aufholjagd von Lacroix, nach einer etwas schwachen 1. Qualifikation, die aber dann für ihn doch das Gold brachte. Er schlug Rizzi mit 55:53 im Halbfinale und nahm im Finale dem Thailänder das Duell mit 60:53 ab.

… der Mannschaft vom American Football

Überraschend das Ausscheiden der Belgier Weibel/Lorzano wie auch Quintais/Lacroix. Die Belgier scheiterten sang und klanglos an Polen und Madagaskar, während die Franzosen in der Barrage, die vorher besiegten Spanier ziehen lassen mussten.

Auch der spätere Sieg des Duos Dutto/Rizzi gegen Thailand war im Finale so nicht erwartet. Bronze sicherte sich dann Spanien gegen Madagascar, nachdem sie zuvor gegen Italien das Halbfinale verloren hatten.

Eröffnung im Stadion

Die World Games an sich waren ein sehr positives Erlebnis. Die Einbindung in die gesamte deutsche Mannschaft brachte viele Begegnungen und Kontakte. Auch das Kennenlernen von neuen Sportarten wurde von allen deutschen Sportlern genutzt. So hatten wir „Besuch“ natürlich von der DOSB-Mannschaftsleitung mit Vorstand Leistungssport Dirk Schimmelpfennig, die dem Sieg über Frankreich komplett beiwohnen konnten und hinterher sehr interessiert Indra und Lea befragten, aber auch von Sportlern und Coaches von American Foot- bis Korfball.

DOSB Präsident Michael Vesper mit Lea und Indra

Silber im Bouldern: Jan Hoyer mit Indra und Lea

Wir konnten auch an vielen Wettbewerben zuschauen und hatten u.a. das Glück den Silbermedallien-Gewinner Jan Hoyer beim Bouldern zu erleben.

Es war eine tolle Veranstaltung, die man jedem Sportler nur wünschen kann, dass er einmal daran teilnehmen darf.

#TeamD

Bedanken wollen wir uns natürlich beim Ausrichter Polen mit seinen vielen freundlichen und weltoffenen Freiwilligen und beim ganzen Team des DOSB von Mannschaftsleitung bis Mannschaftsbüro, die immer für uns da waren und bei kleinen Problemen immer sofort helfen konnten. 

Und natürlich bei den anderen Mitgliedern des TeamD, ob von Feldbogenschießen, Akrobatik, Korfball, Rettungsschwimmen und vielen anderen Sportarten.

Wir sind stolz mit Euch bei diesen World Games dabei gewesen zu sein.