Bildbericht EM Frauen 2007 in Ankara, Türkei

4. Pétanque Europameisterschaften der Frauen

 
Anatolien – tausende von Jahren Kulturland der Menschheit, empfing im August 2007 dreiundzwanzig Nationen Europas zum Kugelwettkampf Pétanque. Hierzu lud die Hauptstadt der Türkei ein: Ankara, mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern nach Istanbul die zweitgrößte Stadt des Landes.
Industriestadt in einem Talkessel gelegen – ständig dem Smog und der trockenen, heißen Luft des Sommers sowie der Kälte des Winters ausgeliefert.
 
Luftbild von unserem Flieger aus – während des Sonnenuntergangs.

Ankara bei Nacht.
   Das Wappen der Stadt Ankara.
 
Werbung für die Pétanque Europameisterschaft in der Stadt. Dennoch und trotz der Tatsache, dass die türkischen Medien verstärkt Berichte sendeten, war die Zuschauerfrequenz leider sehr sehr niedrig.
 
Die Halle des “Sincan Youth Center” im “Wonders-Land-Park”, gerade wird die türkische Nationalhymne während der Eröffnungszeremonie abgespielt.
 
 Vor dem Einzug der Nationen galt es wieder einmal, das Gastgeberland entsprechend positiv in Szene zu setzen. Dies gelang durch eine farbenfroh gekleidete Tänzertruppe und dem Einzug der säbelbewehrten osmanischen Trompeter und Trommler.
Die Künstler, die alten Uniformen und Trachten Nachempfundenes trugen, wirkten manchmal folkloristisch, manchmal Furcht einflössend. Durchdringend waren die Trompetenstöße und Trommelwirbel, so dass man sein eigenes Wort kaum noch zu hören vermochte.

Natürlich durfte auch Gründervater Kemal (Pascha) Atatürk nicht fehlen, dessen blaue Augen ein Wochenende lang über die Spiele der vierten Pétanque Europameisterschaften der Damen wachten.

 Der Einmarsch der Nationen….
Team Deutschland:
  Die deutschen Damen:
Anna – Indra – Laura – Susanne

Momentaufnahme der Vier unter erschwerenden Lichtbedingungen im Hallengang

Teams von Israel bis hin zu Team Ukraine

 Teams Ungarn, Großbritannien, Deutschland

 Teams Frankreichs bis vor zu Team Österreich, die als Erste unter der englischen Bezeichnung “Austria” – gecoached übrigens von einem Deutschen – einlaufen durften.

Spieler und Coach der achtziger Jahre in Frankreich: Damals spielte Daniel Voisin Weltmeisterschaften und World-Games, sein Coach war Claude Azema. Zweimal WM-Gold und einmal World-Games-Gold waren die Belohnung der jahrelangen Zusammenarbeit.
Heute ist Voisin (links) Cheftrainer des deutschen Nationalteams und Azema (rechts) Präsident des französischen und internationalen Pétanque Verbands.
 Bilderfolge mit unserem DPV-Präsidenten Klaus Eschbach, der als Vizepräsident des Europäischen Verbandes für die korrekte EM-Organisation am Spieletableau verantwortlich war:

Wer es interpretieren will: (1)Anweisung….(2)Erstaunen….(3)Aufgabe
Kurz gefasst: Es war sehr schwierig mit unseren türkischen Kollegen. Von den Hotelzimmern über die Verpflegung bis hin zum gepflegten Turnierplatz und vernünftigen Einspielmöglichkeiten für die Sportlerinnen – Bei allen diesen Dingen mangelte es an Erfahrung und auch teils an Kreativität. Vieles musste erst hart errungen werden, wie z.B. bei den Hotelzimmern, die zuerst fast gar nicht vorhanden waren. Bei der Verpflegung zahlten wir alle einen unangenehmen gesundheitlichen Preis.
Die Auslosung:
 
 Deutschland erwischte den “brutalst-möglichen” Poule: Mit dem amtierenden Europameister 2005 und WM-Dritten von 2006 Frankreich,  die WM-Dritten von 2004, Israel,  die Nationen-Cup  Zweiten 2003 und späteren N.c.-Dritten von 2007, Estland, und die späteren Vize-Europameister 2007, Tschechien.
Trainer Daniel Voisin und mir war schon vorher klar: Das erste Spiel gegen Tschechien sollte vorentscheidend für Einzug oder Scheitern des Viertelfinals sein.
Bei einer Niederlage wäre das Weiterkommen in dieser “Todesgruppe” beinahe ausgeschlossen.
Genauso kam es dann auch…
Weiter geht es in Teil 2 mit z.B.
‘MONACOFRANZE’ und Kugeln im sogenannten ‘KATZENKLO’