Am letzten Wochenende ermittelten die Landespétanquejugenden aus ganz Deutschland ihre „Masterteams“ in den Altersklassen Cadets (U15), Juniors (U18) und Espoirs (U23). Am Samstagmorgen gab es letzte Änderungen in den Aufstellungen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der dpj Linus Schilling, den Präsidenten des NPV Wilfried Falke, den DPV-Schiedsrichter Detlef Pohl und den Vertreter des Ausrichters Gerhardus Vorgers konnte pünktlich um 10.15 Uhr begonnen werden. Die verschiedenen Altersklassen spielten verschiedene Systeme (abhängig von der Teilnehmerzahl). Alle Altersklassen spielten zunächst „Jeder gegen Jeden“, wobei die Junioren so bereits ihr Endklassement ermittelten. Bei den Cadets und den Espoirs folgten noch die Halbfinal- und Finalspiele.

Alle Spielergebnisse:

CadetsJuniors Espoirs

Leider spielte das Wetter vor allem am ersten Tag nicht besonders gut mit, sodass den Teilnehmenden einiges abverlangt wurde. Dennoch blieb die Stimmung gut und die Jugendlichen zeigten teilweise Leistungen auf höchstem Niveau. Die freundlichen Gastgeber von NINO Sport e.V. blieben immer freundlich und sorgen für das leibliche Wohl.

Neben Linus Schilling waren vom dpj-Vorstand Andreas Endler, Nathalie Grothoff, Martin Kuball (der als Bundestrainer sichtete) und Jan Mensing vor Ort. In der Mittagspause am Samstag konnte Linus noch seinen Vorgänger Sven Lübbke begrüßen, dem er für seine Arbeit als Vorsitzender der dpj von 2013 bis 2017 dankte.

Aufgrund des reibungslosen Ablaufs konnte die Siegerehrung bereits gegen 14:30 beginnen.

Auf das Treppchen kamen:

3. Platz Cadets


Bayern (Julian Gammer, Clemens Huber, Matthias Weiss)


NRW (Elias Kulinna, Mathis Schulz, Luca Jöris, Len Kremser)

2. Platz Cadets


NiSa (Marlon Waskow, Marlin Kniebes, Alexander Feuerbach, Katie Kuipers)

1. Platz Cadets


Hessen (Felix Kraus, Aron Flechsig, Marlon Ohl, Leila Woitynek)

3. Platz Juniors


Bayern (Sophie Gammer, Lea Dörhöfer, Vinh Nguyen, Gabriel Huber)

2. Platz Juniors


BaWü (Louis Strifler, Kai Steinhard, Laura Caliebe, Sarah Caliebe)

1. Platz Juniors


NiSa (Pascal Neu, Julian Hermelink, Dominik Klar, Malte Steglich)

3. Platz Espoirs


Bayern (Sebastian Junique, Laurent Vigneau, Christoph Probst, Paul Möslein)


BaWü (Aaron Bales, Ron Reinert, Leon Gotha, Maximilian Lang)

2. Platz Espoirs


Saar (Daniel Burkardsmaier, Eileen Jenal, Maurice Racz)

1. Platz Espoirs


Hessen (Fabienne Baier, Marco Kowalski, Paul Bonifer, Robin Zimmer)

Es war wieder eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

Die Haupt- und Ehrenamtlichen haben bereits eine Menge Zeit in die Vorbereitungen der Teilnahme des DPV an den Weltmeisterschaften 2019 in Almeria investiert. Die jeweiligen Checklisten der einzelnen Ressorts wie „Reiseplanung“, „Betreuung der Aktiven“, „Kommunikation“, „Internationaler Austausch“ etc. füllen viele Seiten. Diese werden nun nach und nach abgehakt, bevor sich die Delegation auf den Weg macht. Ein riesiger Aufwand für eine ganze Reihe von Menschen, die dafür eine Menge Know-How und Zeit zur Verfügung stellen. In welchem Verhältnis kann das Ergebnis zu diesem Aufwand stehen? Christoph Roderig im Gespräch mit Michael Dörhöfer, Präsident des Deutschen Pétanque Verbandes.

CR: Mischa, die offizielle Delegation des DPV zur WM in Spanien besteht aus den vier Spieler*innen, dem DPV-Vize Sport und zwei Trainern. Tatsächlich sind doppelt so viele Verantwortliche aus unserem Nationalverband vor Ort. Was steckt dahinter, so eine große Gruppe zu dem Event zu schicken?

MD: Um bei Deinen Worten zu bleiben: der DPV „schickt“ die offizielle Delegation zur WM, plus meiner Person, der ich als Präsident den Verband in internationalen Angelegenheiten im Gespräch mit den Verantwortlichen der Dachverbände und den anderen Nationalverbänden vertrete. Alle anderen Mitreisenden tun dies aus einer eigenen Motivation heraus – Du ja auch. Insbesondere die Co-Trainer investieren einmal mehr ihre Freizeit und Geld um unsere gemeinsamen Ziele zu unterstützen.

CR: Und die gemeinsamen Ziele sind fünf WM-Titel, deshalb der ganze Aufwand?

MD: (lacht) Langsam! Das oberste Ziel ist es zunächst einmal, dass sich unsere Spieler und Spielerinnen zu jeder Zeit wohl fühlen. Dass sie Spaß an den Wettbewerben haben, dass sie befreit aufspielen können, dass sie jederzeit Ansprechpartner haben, sei es vor, während oder nach einer Partie. Und dass dieser Anspruch immer aufwändiger erfüllt werden muss, liegt unter anderem an Leuten wie Dir!

Die Ruhe vor dem Sturm am (noch) leeren Austragungsort der Pétanque-Weltmeisterschaften 2019

CR: An mir? Ich habe mit den Teams doch überhaupt nichts zu tun, wir sind doch nur zur Berichterstattung vor Ort?!

MD: Eben! Du hast Dir mit Heinz Zabel vorgenommen, möglichst dicht, möglichst umfangreich und vor allen Dingen zeitnah bis live von den Geschehnissen in Almeria zu berichten. Ihr habt umfangreiches technisches Equipment dabei, mit dem jede Kugel, die vom DPV geworfen wird, zeitgleich auf unsere Homepage, bei Youtube und Facebook übertragen wird.

Vor zwanzig Jahren, da kamen ein Sascha, Kim, Klaus und Andi aus Monaco zurück und 14 Tage später hatten die Vereine die Zeitschrift „Pétanque International“ in der Post, in der dann stand, wie es ungefähr gelaufen ist.

Heute kleben hunderte von Menschen vor den Monitoren und sind live dabei. Ich kann von der Tribüne aus während der laufenden Spiele schon auf meinem Handy lesen, wer alles in den Kommentaren bei Facebook moniert „Warum haben die nicht geschossen, warum haben die nicht gelegt, warum drehen die nicht?“ – die Spielerinnen und Spieler lesen das spätestens eine Viertelstunde nach der Partie. Und um das gleich vorweg zu nehmen: natürlich lesen die auch die „Bravo! Weiter so! Toll gemacht!“ usw. usf. – aber sie stehen halt heute auf dem Platz und wissen ganz genau, wer in diesem Moment alles zuschaut. Das hat eine ganz andere Qualität als in der Vergangenheit, selbst vor 10 Jahren standen noch nur im Nachgang Ergebnisse auf der DPV-Homepage – heute bist du als Aktive/r in der laufenden Partie vor einer Kulisse, die zehnmal größer ist, als die Zuschauer, die in der Halle das Spiel verfolgen.

Also: eine dichte Begleitung und Betreuung der Spieler und Spielerinnen ist heute wichtiger denn je, insofern bin ich froh und dankbar, dass wir mit Susanne Schmidt eine Frau – insbesondere als Ansprechpartnerin für die Spielerinnen – im Team haben. Und auch Susanne hat niemand vom DPV dahin „geschickt“, sondern sie begleitet auf eigenen Wunsch ihren Mann und freut sich, wenn sie darüber hinaus als Ansprechpartnerin für die Teams einen Beitrag zum Erfolg leisten kann.

CR: Bleiben wir beim Thema „Erfolg“ – welche Chancen rechnest Du Dir für den DPV aus?

MD: Da muss ich mich leider zunächst wiederholen: das hängt vor allen Dingen von der mentalen Disposition unserer Teams ab. Wir alle wissen, dass Luzia Beil, Carsta Glaser, Robin Stentenbach und Manuel Strokosch zu den talentiertesten und besten Pétanque-Spielern Deutschlands zählen. Insbesondere der Auftritt von Manuel bei der letzten Têt-EM ist allen noch in guter Erinnerung und für jedermann – siehe oben – auch jederzeit noch einmal online zu betrachten. Seine sensationellen Spiele gegen den Belgier Joel Merchandise, sein extrem selbstbewusster Auftritt selbst gegen einen mehrfachen Weltmeister wie den Franzosen Henry Lacroix, das waren Partien, die deutsche Pétanque-Geschichte geschrieben haben. Das weiß ein Manuel Strokosch auch, das hat der auch im Hinterkopf. Und dass eine Partie Pétanque zu über 90% „im Kopf“ gewonnen wird, das wissen wir alle.

Wie geht nun ein Manuel bei der Têt-WM in Spanien damit um, wenn er gegen Joel Merchandise gelost wird? Er weiß, dass ganz Pétanque-Deutschland denkt: „Ach, den hat er doch im letzten Jahr zweimal locker geschlagen!“ Das ist doch dann nachvollziehbar, dass es extrem anspruchsvoll für die Coaches wird, diesen Spieler von all dem befreit auf den Platz zu schicken. Manuels Lockerheit ist es vor allen Dingen, die ihn so erfolgreich macht – und die muss unbedingt beschützt und erhalten werden! Gleiches gilt für einen Robin Stentenbach, nach seinem Sensationserfolg mit der Nationalmannschaft bei der letzten Triplette-WM in Kanada, als die „auf dem Papier“ haushoch überlegenen Madegassen ebenso haushoch mit 13:1 geschlagen wurden. Carsta und Luzie kann man ohne Weiteres mit einbeziehen, wenn es darum geht, welche Erwartungshaltung den Teams gegenüber herrscht, angesichts ihrer Erfolge aus den Vorjahren.

Soll heißen: wir werden bei den Weltmeisterschaften in Spanien genau so erfolgreich sein, wie es uns gelingt, unsere Teams locker und befreit in die Wettbewerbe zu schicken. Und was die technische und taktische Qualität des DPV-Kaders angeht, braucht sich hier auch auf internationalem Niveau niemand mehr verstecken – das sollte jederzeit zumindest für einen Platz auf den Siegertreppchen reichen.

Die offizielle Präsentation der Deutschen Delegation zu den Weltmeisterschaften 2019 in Spanien.

CR: Worauf freust Du Dich persönlich am meisten bei diesen Weltmeisterschaften?

MD: Ich selbst freue mich am meisten, wenn es mir gelingt, das eine oder andere Spiel – nicht nur des DPV-Kaders – selbst anschauen zu können. Die Termine zu den Meetings des Internationalen und des Europäischen Pétanque-Verbandes sind bei diesen Weltmeisterschaften dicht auf dicht. Und es werden keine Kleinigkeiten besprochen, das dürften zum Teil recht zähe Besprechungen werden. Aber so etwas weiß man ja, bevor man Verantwortung in so einem dynamischen Verband wie dem DPV übernimmt – insofern möchte ich das nicht als Beschwerde verstanden wissen, sondern nur als Antwort auf Deine Frage danach, worauf ich mich freue!

CR: Letzte Frage: was könnte bei solchen internationalen Events wie diesen Weltmeisterschaften aus Deiner Sicht besser gemacht werden?

MD: Zunächst einmal wird es immer schwieriger, Ausrichter für Europa- oder Weltmeisterschaften zu finden, weil dies wirklich sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Insofern würde ich mir niemals ein Urteil darüber erlauben, wie „gut“ oder „weniger gut“ solche Events organisiert sind oder waren. Alle geben sich die allergrößte Mühe – und für das Engagement und die Ergebnisse muss man vor allen Dingen erst einmal dankbar sein.

Was mir tatsächlich ein bisschen fehlt und wo ich mir mehr versprechen würde, ist die Präsenz deutscher Fans bei Einsätzen des DPV-Kaders. Bei vielen anderen Nationen, wie z.B. den Niederlanden oder den Teams aus dem hohen Norden Europas, reisen ganze Gruppen zu Unterstützung ihrer Mannschaften von den Tribünen aus mit. Bei uns sieht es da doch regelmäßig sehr dünn aus, das finde ich schade. Gleichzeitig habe ich natürlich auch Verständnis dafür, dass nicht jeder „mal eben“ quer durch Europa reist um sich vier Tage lang Pétanque-Sport anzusehen. Andererseits verpassen die Leute viel mehr, als ein paar Spiele. Welt- und Europameisterschaften sind auch immer gute Gelegenheiten, neue Pétanque-Verrückte kennenzulernen, sich auszutauschen, gegenseitig einzuladen usw. – und zum Ende der jeweiligen Wettkampftage geht es in dieser Community auch immer um einen gemeinsamen geselligen Teil, den man mal erlebt haben sollte.

Andererseits sinkt mit einem Engagement wie dem von Heinz und Dir auch noch mehr die Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen, wenn man bequem alles von zu Hause aus auf dem Monitor verfolgen kann. Nicht falsch verstehen: ich finde das toll, was Ihr leistet – aber es widerspricht natürlich ein ganz kleines bisschen meinem Wunsch nach mehr deutschen Fans vor Ort!

Darf ich Dich in diesem Zusammenhang jetzt auch einmal etwas fragen?

CR: Bitte!

MD: Warum machst Du das? Ich meine, letztes Jahr habe ich Dich an einem Mittwoch angerufen und gefragt, ob Du am folgenden Montag zur Berichterstattung für eine Woche mit nach Kanada fliegen würdest. Du hast Dich in Deiner Firma und bei Deiner Familie kurz abgemeldet und warst unterwegs.

Jetzt setzt Du Dich mit Heinz Zabel in ein Wohnmobil, weil Ihr Euer ganzes Equipment nicht in einen Flieger bekommt, und fährst über 5000 km hin und zurück für eine Woche durch Europa, um die Pétanque-Szene in Deutschland auf dem Laufenden zu halten und das Abschneiden des DPV bei diesen Weltmeisterschaften zu dokumentieren.

Ich finde das toll, ganz viele Leute finden das toll – trotzdem interessiert es mich, was Dich antreibt, diese Strapazen in Kauf zu nehmen, die mit solchen Einsätzen auch einher gehen.

CR: Weißt Du, ich habe mich immer schon darüber geärgert, wenn von internationalen Pétanque-Events zu wenig oder gar nichts berichtet wurde. Wenn man ewig hinter Ergebnissen herrennt oder verzweifelt versucht herauszufinden, wann der DPV gegen wen als nächstes spielen muss. Aber es nutzt ja nichts, über schlechte Zustände nur zu meckern, man sollte zumindest auch einmal vormachen, wie es vielleicht besser geht. Und das ist es, was mich antreibt. Natürlich habe ich auch eine Idee, dass unser Engagement von heute: Deines, meines, das von Heinz Zabel, das der Trainer, Coaches und Begleiter, einen Beitrag zu einer verstärkten „Mitmach“-Kultur im DPV leisten können. Vielleicht gelingt es uns durch unseren Einsatz, Menschen zu motivieren, ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Förderung des Pétanque in Deutschland beizutragen. Ich freue mich in meiner Kernkompetenz „Kommunikation“ z.B. riesig über das Engagement von Jannik Schaake mit seiner Internetseite „Pétanque aktuell“. Das ist ein junger Mann, ein aktiver Spieler im DPV-Kader, der ein Stück weit vielleicht auch irgendwann die Zukunft der Kommunikation im DPV aktiv mitgestalten wird. Von Menschen dieses Kalibers brauchen wir mehr. Und wenn man Engagement einfordert, dann sollte man es – zumindest eine Zeit lang – auch einmal vorgelebt haben.

Die Auswahlmannschaften mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen treffen sich in Nordhorn zum Jugendländermasters.

Bei den Cadets sind Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, NRW, und Rheinland-Pfalz am Start.

In der Altersklasse der Juniors kommen Nord, Ost (erstmals beim JLM dabei!) und das Saarland hinzu.

Zum dritten Mal sind die Espoirs dabei. In diesem Jahr sind es wieder sieben Teams aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Wenn Berlin nicht hätte absagen müssen, wären erstmals alle 10 Landesfachverbände beim JLM dabei gewesen. Aber so können wir uns noch steigern.

Wir freuen uns, beim Ausrichter Nino-Sport e.V. aus Nordhorn nach 2013 (Oldenburg) mal wieder in Niedersachsen zu Gast sein zu dürfen.

Gemeldet sind unter anderem die amtierenden Deutschen Jugend- bzw. Espoirsmeister Alexander und Maria Hein (1.BC Tricolore), Luca Jöris (PUR Lintorf), Mathis Schulz (BV Ibbenbüren), Fabio Trampler (BV Ibbenbüren), Sophie Oyu Maaß (APBC Schwerin), Quentin Nitsch (Idstedter PC), Paul Kruck (Idstedter PC), Marco Kowalski (1. PC Petterweil), Leon Gotha (FT Freiburg), Daniel Burkardsmaier (PC Messidor Saarbrücken), Valentin König (VFSK Oppau) und Paul Möslein (Mechenhard).

Komplettiert wird das Feld u.a. durch die Deutsche Vizemeisterin im Tireur der Damen Mercedes Lehner (FT Freiburg) und die Halbfinalistinnen der EM Damen Eileen Jenal (BC Niedersalbach) und Luzia Beil (MKWU München).

Das komplette Teilnehmerfeld.

Spielbeginn ist am Samstag um 10:15 Uhr und am Sonntag um 09:00 Uhr. Die Siegerehrung findet etwa zwischen 15:30 und 16:00 Uhr statt.

Ausrichter und Teilnehmende freuen sich über möglichst viele Zuschauer/innen am Platz (Westfalenstraße 27 – 48529 Nordhorn).

Es ist ein strammer Zeitplan, der die Spieler*innen und Verantwortlichen des DPV bei den insgesamt fünf Weltmeisterschaften im spanischen Almeria erwartet. Insbesondere für Carsta Glaser und Manuel Strokosch, die in den Têt-Wettkämpfen antreten, kann es mitunter „Schlag auf Schlag“ gehen. Spätestens ab den 1/8-Finale wird es richtig „knackig“. Hier laufen Samstags die ersten Partien im Tête von 9.00 bis 10.15 Uhr, gleich anschließend geht es von 10.15 bis 11.30 Uhr weiter mit den Doublette der Damen und Herren. Direkt danach folgen von 11.30 bis 12.45 Uhr noch die Doublette Mixte-Begegnungen.

Eine Herausforderung nicht nur für die Aktiven auf dem Platz. Auch DPV-Vize Martin Schmidt und Bundestrainer Philipp Zuschlag werden längst nicht in der gewohnten Ruhe die Spieler*innen auf Begegnungen vorbereiten und nach den Spielen die wichtigen Besprechungen durchführen können. Ein schwacher Trost ist es, dass es ja allen teilnehmenden Nationen so gehen wird.

Der Zeitplan der fünf Wettbewerbe im spanischen Almeria.

Etwas beherrschbarer wird dieser stramme Zeitplan durch die umfangreiche Unterstützung, die die Delegation vor Ort erfährt. Alle drei Co-Trainer, Andreas Kreile, Sebastian Lechner und Frank Lückert, nehmen sich die Zeit, ebenfalls dabei zu sein. Susanne Schmidt, die Frauenbeauftragte des DPV, begleitet ihren Mann Martin und steht natürlich ebenfalls allen mit Rat und Tat zur Seite. Ergänzt wird die Gruppe durch Christoph Roderig und Heinz Zabel, die zur Berichterstattung für die daheim gebliebenen vor Ort sind. Bis auf die Tatsache, dass Christoph und Heinz mit einem großen Wohnmobil anreisen, das der Delegation auch als Rückzugsort dienen wird, werden die beiden aber aufgrund ihrer eigenen Aufgaben kaum einen Beitrag zur Unterstützung des Teams leisten können. 

Last but not least muss natürlich auch DPV-Präsident Michael Dörhöfer den Verband vor Ort repräsentieren. Der Vorsitzende würde ganz sicher auch lieber dort im Kreis stehen als im Kreis zu sitzen, aber letzteres wird es wohl werden. Es sind nämlich eine ganze Reihe von Themen zu besprechen und Fragen zu klären, die das weltweite Pétanque insgesamt und jeden einzelnen Nationalverband individuell betreffen.

Am meisten freuen sich die DPV-Vertreter*innen allerdings auf die deutschen Fans, die ihr Kommen angekündigt haben. Auch wenn die Zeit hierzu denkbar knapp werden wird, ist das gemütliche Beisammensein zum Ausklang der jeweils anstrengenden Tage im Wettbewerb ein wesentlicher Bestandteil der Regeneration für alle Beteiligten!

Die Fieberkurve beim Blick auf gleich fünf Weltmeisterschaften mit deutscher Beteiligung ab dem 2. Mai 2019 in Almeria/Spanien steigt. Die Vorbereitungen sind längst abgeschlossen, letzte Tests und Trainings absolviert. Bis zum Wurf der ersten Zielkugel auf internationalem Parkett können die DPV-Spieler/innen und -Verantwortlichen frei entscheiden, wie sie die Zeit bis dahin verbringen. Bevor am 29. April in Frankfurt eine Maschine Richtung Südeuropa startet, macht sich nun auf eigene Initiative noch einmal ein ganzer Tross rund um unsere WM-Herren auf den Weg zum Vergleich auf heimischem Boden.

Manuel Strokosch und Robin Stentenbach werden am 27. April gemeinsam beim EBC Open in Köln antreten und gleich am nächsten Tag, dem 28. April, beim Doublette-Turnier in Krauthausen. Ebenfalls dabei sind der Bundestrainer Philipp Zuschlag in Begleitung seiner Kollegen Frank Lückert, Sebastian Lechner und Andreas Kreile. Die vier Verantwortlichen werden die Mannschaften auch in Spanien coachen.

Für alle, die die Gelegenheit nutzen möchten, eventuell gegen die DPV-WM-Herren anzutreten, hier noch einmal ein paar Informationen zu den Spielern:

Robin Stentenbach

Robin Stentenbach (24) war bereits 2014 Deutscher-Vize-Meister im Tête à Tête. Ebenfalls zweiter wurde er bei der Deutschen Meisterschaft Triplette 2017. Im selben Jahr holte er seinen ersten DM-Titel im Tête und belegte den 1. Platz bei den Deutschen Meisterschaften Doublette. 2015 und 2016 holte er für den DPV jeweils in der Altersklasse „Espoirs“ einen 3. Platz bei den Europameisterschaften und in 2018 erreichte er mit der Nationalmannschaft einen 5. Platz bei der Triplette-Weltmeisterschaft in Kanada.

Manuel Strokosch

Manuel Strokosch (24) wurde 2015 Deutscher Meister Doublette (damals siegte er im 1/8-Finale gegen Robin Stentenbach 13:09!). 2011 holte er bei der Jugend-WM den zweiten Platz, war an einem 3. Platz bei der EM-Espoirs ebenfalls beteiligt und 2018 folgte ein sensationeller 3. Platz bei der Tête-Europameisterschaft. Bei letzterem Wettbewerb besiegte Manuel u.a. die Pétanque-Ikone Joel Merchandise aus Belgien gleich zweimal und brachte einen der aktuell weltbesten Spieler, den mehrfachen Weltmeister Henry Lacroix aus Frankreich, mit einem 11:13 ordentlich ins Schwitzen.

Manuel und Robin treten nun also noch auf den zwei Doublette-Turnieren in NRW an, bevor sie sich einmal mehr dem Vergleich mit der Weltspitze im Pétanque stellen. Mancher mag sich fragen: Was, wenn die beiden letzten Tests nicht gut verlaufen? Was bedeutet das für die Spieler dann auf den Europameisterschaften? Nun: bei den Deutschen Meisterschaften Tête à Tête 2018 ist Manuel bereits in den Poules mit 11:13 und 12:13 ausgeschieden – kurz darauf folgte der 3. Platz bei der Europameisterschaft in derselben Disziplin.

Generalproben sind also in erster Linie dazu da, herauszufinden, wie man es nicht machen sollte. Wir wünschen allen Gegnern des DPV-WM-Teams in Köln und Krauthausen ein gutes Händchen und viel Glück!

Unter Einschreibung Masters können sich nun alle Teilnehmer anmelden. Die Voranmeldung hilft den Verantwortlichen und den Ausrichtern die Turniere optimal zu planen.

 

Lediglich zwei Einzelpartien gaben die Düsseldorfer am vergangenen Samstag beim Bundesliga Auftakt ab. Starke Leistung und zu Recht Platz 1. Doch auch die Bad Godesberger um Robin Stentenbach sind mit 3 abgegebenen Einzelpartien und ebenfalls 3 Siegen den Düsseldorfern knapp an den Fersen. Ebenfalls alle Spiele konnten die Saarbrücker gewinnen. Das Team um Manuel Strokosch machte es zwar stets eng, doch konnte am Ende des Tages drei Siege (3:2, 3:2, 3:2) verbuchen und rangiert ohne Niederlage auf Rang 3. 

Platz 1: Düsseldorf 

Platz 2: Bad Godesberg

Platz 3: Saarbrücken

Malsch und Osterholz enttäuschen

Einen etwas schlechteren Start erwischten die Favoriten aus Osterholz und Malsch. Beide verloren gleich zwei Partien zum Auftakt. Favoriten-Schreck Ibbenbüren konnte gleich in der ersten Begegnung 4:1 gegen Osterholz gewinnen und auch das Team aus Niedersalbach um Sascha Löh bescherte den Norddeutschen die zweite Niederlage (2:3). 
Bei den Malschern lief ohne den suspendierten Jean-Luc Testas auch weniger rund als zuvor. Zwei Niederlagen (2:3 Herxheim, 2:3 München) hagelte es auch für die BaWü-ler. Damit rückt die Meisterschaft für die beiden Favoriten bereits jetzt in große Ferne.

Noch keine Punkte für zwei Aufsteiger

Tromm und Mülheim konnten als Aufsteiger noch keine Punkte sammeln. Die immer stärker werdende Bundesliga hatte kein Nachsehen an diesem Tag und ließ beide Mannschaften mit leeren Händen und den beiden letzten Plätzen wieder nach hause fahren. 
Trotz allem ist die Saison noch lang und vieles kann noch passieren. Ein extrem schweres Programm liegt auch bereits hinter den Mülheimern, die sowohl gegen Bad Godesberg, Osterholz, als auch Düsseldorf ran mussten. 

Detailinformationen auf der Bundesliga-Seite

Quelle: peanque-aktuell.de

Die erste Runde ist gestartet – weitere Infos im Live-Kommentar:

Hallo liebe Pétanque-Freunde,

am Samstag um 9:00 Uhr startet die Deutsche Pétanque Bundesliga. 

In Düsseldorf treffen sich die Mannschaften von 1. BCP Bad Godesberg, SV Siemens Mülheim, BC Niedersalbach, BV Ibbenbüren, VFPS Osterholz-Scharmbeck und die Gastgeber von Düsseldorf Sur Place in der Halle in der Pariser Strasse 45, 40549 Düsseldorf.

In Rastatt in der Halle, Badener Strasse 70, 76437 Rastatt kämpfen die Mannschaften von MKWU München, PF Saarbrücken e.V., BC Tromm 1997 e.V., BC Herxheim, BF Malsch und PC Burggarten Horb um Punkte.

Alle Mannschaften und Gastgeber freuen sich über euren Besuch.

Der DPV wünscht auf diesem Weg allen Mannschaften eine gute Anreise, faire Spiele und eine erfolgreiche Saison.

Vom 2. bis 5. Mai 2019 finden im spanischen Almeria gleich fünf Weltmeisterschaften statt: Doublette Damen, Doublette Herren, Doublette Mixte, Tét Damen und Tét Herren.

Die Spielerinnen Carsta Glaser und Luzia Beil werden für den DPV an dreien dieser Wettbewerbe teilnehmen: beide als Doublette Damen, Carsta am Tét Damen und Luzia mit Robin Stentenbach am Doublette-Mixte. Vierter im Bunde ist der DPV-Kaderspieler Manuel Strokosch.

Natürlich habe alle Vier bereits intensive Trainings- und Vorbereitungseinheiten hinter sich. Luzia und Carsta haben allerdings darüber hinaus das Wochenende vom 6./7. April dazu genutzt, gemeinsam an zwei Turnieren teilzunehmen – begleitet wurden sie hierbei von DPV-Coach Frank Lückert.

Zunächst führte ihr Weg nach Geinsheim in Hessen, wo an diesem Tag 103 Doublette-Teams um die vorderen Plätze kämpften. Schon die zweite Partie (nachdem die erste souverän gewonnen worden war) verlangte hier den Damen einiges ab, denn der Boule-Gott ist bekanntlich mit den Schwächeren – und das waren in diesem Fall die Gegner des DPV-Teams. Zweimal schießt dieses Team unglücklich die eigene Kugel – und bewegt so beide Male die Zielkugel versehentlich auf eine Position, die unser Team Punkte kostet. Es war ein zähes Ringen, das Carsta und Luzia über die Stationen 3:7, 7:7, 10:7 am Ende mit 13:11 für sich entscheiden können.

Diese Partie wird zwischen Coach und Spielerinnen ausführlich analysiert und man findet den einen oder anderen Punkt, an dem man taktisch hätte vorteilhafter agieren und reagieren können. Die Analyse trägt jedenfalls Früchte, das dritte Spiel geht mit 13:01 nach einem fehlerfreien Auftritt an die DPV-Damen.

Im 4. Spiel, dem Halbfinale, ist dann überraschender Weise „die Luft raus“. Nach einer 8:1-Führung müssen sich Carsta und Luzie 9:13 geschlagen geben. Dabei hatten die beiden beim Stand von 8:12 noch fünf Kugeln, der Gegner keine mehr. Trotzdem kann hier nicht mehr als ein Punkt errungen werden. Dass es in Sachen „Fitness“ also noch „Luft nach oben“ gibt, erkennen Spielerinnen und Coach als einen ganz klaren Auftrag in dieser Endphase der WM-Vorbereitung.

Ein dritter Platz bei einem Turnier mit über 100 Mannschaften ist allerdings alles andere als ein Warnsignal in Sachen Leistungsstärke!

Carsta Glaser, Coach Frank Lückert und Luzia Beil.

Sonntags beim Turnier in Bornheim/Pfalz

Direkt am nächsten Tag ging es weiter zu einem Doublette-Turnier mit 54 Teams, die in 5 Runden Schweizer System gegeneinander antraten. Hier schlagen die DPV-Damen im ersten Spiel ein starkes französisches Team mit 13:6.

In der nächsten Partie geben unsere Spielerinnen in der ersten Aufnahme gleich 4 Punkte ab – auf internationalem Parkett sicher nicht empfehlenswert, den Gegner direkt solchen Rückenwind zu bescheren.  Dabei bleibt es dann aber auch, mit 13:4 wird auch dieses Spiel gewonnen.

Auch in der dritten Partie kommt es zunächst zu einem 1:4-Rückstand – mit Sicherheit ein Thema in der Analyse. Hier ist es dann auch so, dass sich der gegnerische Tireur nicht gerade sportlich verhält. Ein Mittel dagegen ist es dann, ihn abzudecken, wenn die eigene Spielerin im Kreis steht. Carsta und Luzia bleiben in der Folge souverän, geben noch ein paar Punkte ab, siegen aber auch hier schließlich mit 13:9.

Das vierte Spiel wird mit 13:4 gegen erwartungsgemäß starke Gegner gewonnen, der letzte Sieg in Runde 5 bleibt leider verwehrt, die Partie wird mit 5:13 verloren. Aber auch hier ist der dritte Platz eher Ansporn als Anlass zur Sorge. Bei solchen Vorbereitungen ist es auch wichtiger und hilfreicher, letzte Schwachstellen zu identifizieren, als jeweils Pokale mit nach Hause zu bringen.

Es war aufschlussreich und mit Sicherheit ein brauchbarer Anschub um die letzten Vorbereitungen auf einen Podestplatz in Spanien noch gezielter anzugehen.