Vom 2. bis 5. Mai 2019 finden im spanischen Almeria gleich fünf Weltmeisterschaften statt: Doublette Damen, Doublette Herren, Doublette Mixte, Tét Damen und Tét Herren.

Die Spielerinnen Carsta Glaser und Luzia Beil werden für den DPV an dreien dieser Wettbewerbe teilnehmen: beide als Doublette Damen, Carsta am Tét Damen und Luzia mit Robin Stentenbach am Doublette-Mixte. Vierter im Bunde ist der DPV-Kaderspieler Manuel Strokosch.

Natürlich habe alle Vier bereits intensive Trainings- und Vorbereitungseinheiten hinter sich. Luzia und Carsta haben allerdings darüber hinaus das Wochenende vom 6./7. April dazu genutzt, gemeinsam an zwei Turnieren teilzunehmen – begleitet wurden sie hierbei von DPV-Coach Frank Lückert.

Zunächst führte ihr Weg nach Geinsheim in Hessen, wo an diesem Tag 103 Doublette-Teams um die vorderen Plätze kämpften. Schon die zweite Partie (nachdem die erste souverän gewonnen worden war) verlangte hier den Damen einiges ab, denn der Boule-Gott ist bekanntlich mit den Schwächeren – und das waren in diesem Fall die Gegner des DPV-Teams. Zweimal schießt dieses Team unglücklich die eigene Kugel – und bewegt so beide Male die Zielkugel versehentlich auf eine Position, die unser Team Punkte kostet. Es war ein zähes Ringen, das Carsta und Luzia über die Stationen 3:7, 7:7, 10:7 am Ende mit 13:11 für sich entscheiden können.

Diese Partie wird zwischen Coach und Spielerinnen ausführlich analysiert und man findet den einen oder anderen Punkt, an dem man taktisch hätte vorteilhafter agieren und reagieren können. Die Analyse trägt jedenfalls Früchte, das dritte Spiel geht mit 13:01 nach einem fehlerfreien Auftritt an die DPV-Damen.

Im 4. Spiel, dem Halbfinale, ist dann überraschender Weise „die Luft raus“. Nach einer 8:1-Führung müssen sich Carsta und Luzie 9:13 geschlagen geben. Dabei hatten die beiden beim Stand von 8:12 noch fünf Kugeln, der Gegner keine mehr. Trotzdem kann hier nicht mehr als ein Punkt errungen werden. Dass es in Sachen „Fitness“ also noch „Luft nach oben“ gibt, erkennen Spielerinnen und Coach als einen ganz klaren Auftrag in dieser Endphase der WM-Vorbereitung.

Ein dritter Platz bei einem Turnier mit über 100 Mannschaften ist allerdings alles andere als ein Warnsignal in Sachen Leistungsstärke!

Carsta Glaser, Coach Frank Lückert und Luzia Beil.

Sonntags beim Turnier in Bornheim/Pfalz

Direkt am nächsten Tag ging es weiter zu einem Doublette-Turnier mit 54 Teams, die in 5 Runden Schweizer System gegeneinander antraten. Hier schlagen die DPV-Damen im ersten Spiel ein starkes französisches Team mit 13:6.

In der nächsten Partie geben unsere Spielerinnen in der ersten Aufnahme gleich 4 Punkte ab – auf internationalem Parkett sicher nicht empfehlenswert, den Gegner direkt solchen Rückenwind zu bescheren.  Dabei bleibt es dann aber auch, mit 13:4 wird auch dieses Spiel gewonnen.

Auch in der dritten Partie kommt es zunächst zu einem 1:4-Rückstand – mit Sicherheit ein Thema in der Analyse. Hier ist es dann auch so, dass sich der gegnerische Tireur nicht gerade sportlich verhält. Ein Mittel dagegen ist es dann, ihn abzudecken, wenn die eigene Spielerin im Kreis steht. Carsta und Luzia bleiben in der Folge souverän, geben noch ein paar Punkte ab, siegen aber auch hier schließlich mit 13:9.

Das vierte Spiel wird mit 13:4 gegen erwartungsgemäß starke Gegner gewonnen, der letzte Sieg in Runde 5 bleibt leider verwehrt, die Partie wird mit 5:13 verloren. Aber auch hier ist der dritte Platz eher Ansporn als Anlass zur Sorge. Bei solchen Vorbereitungen ist es auch wichtiger und hilfreicher, letzte Schwachstellen zu identifizieren, als jeweils Pokale mit nach Hause zu bringen.

Es war aufschlussreich und mit Sicherheit ein brauchbarer Anschub um die letzten Vorbereitungen auf einen Podestplatz in Spanien noch gezielter anzugehen.