Bei einem inzwischen bedeutenden Treffpunkt europäischer Frauen-Mannschaften, dem Open de Pétanque UniCreditGroup pur Jeunes et Dames du „Käldall“ in Luxemburg, starteten neben unserem beiden National-Kader-Teams, dem Frauen-Espoir-Team mit Julia Würthle, Muriel Hess und Natascha Denzinger und dem Frauen-Team mit Judith Berganski, Carolin Birkmeyer und Indra Waldbüsser, eine große Zahl von starken europäischen Nationalmannschaften. So waren Luxemburg, Spanien, Schweden, Holland, Dänemark, Italien, Schweiz und Österreich, neben den, der europäischen Spielzone zugehörigen, Israelis und sogar die USA vertreten. Das Feld der 32 Mannschaften wurde durch spielstarke französische Auswahl-Teams der umliegenden Regionen, sowie Mannschaften aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ergänzt.

Die in vier Poules gemischten Mannschaften mussten dann am Samstag in 7 Spielen mindestens den 2. Platz für das am Sonntag vorgesehene A-KO-Turnier bzw. mindestens den 4. Platz für das B-KO-Turnier erreichen, bei denen durch frei geloste Viertel-, Halb- und Finale der Sieger ermittelt wurde. Alle Spiele bis auf die Finale waren auf 70 Minuten zeitbegrenzt, was dem Turnier einige Male besondere Würze gab.

 

Unsere Mannschaften, die als DPV 1 mit dem Espoir-Team und als DPV 2 mit dem Frauen-Team antraten, wurden von den Bundestrainern Klaus-Dieter Wiebusch und Jürgen Hatzenbühler betreut und gecoacht, die dieses Turnier auch zum Test für die kommenden Espoir Europameisterschaften und Frauen-Weltmeisterschaften nutzten.


 

DPV 1 musste sich unter anderem in seiner Gruppe mit Luxemburg, Italien und Israel auseinandersetzen meisterten diese Aufgabe am Samstag mit großer Bravour und gewannen alle Spiele in ihrer Gruppe. Ein makelloses 7:0 waren, wie der sichere Einzug ins A-Turnier, der Lohn.

 

DPV 2 hatte mit Österreich und Schweden sowie einer spielstarken Mannschaft aus Frankreich ein ebenso umfangreiches Programm. Während Österreich sich als leichte Hürde entpuppte war die Niederlage gegen das junge und unbekümmert aufspielende Team aus Nordrhein-Westfalen ein frühe Bürde, die absehen ließ, dass es evtl. nicht für eine Teilnahme am A-Turnier reichen würde. Nach einer sehr starken und kämpferischen Vorstellung gegen das französische Team aus Thionville, waren es dann die Schwedinnen, die vollkommen unbeeindruckt vom Wetter in einer Regenschlacht im letzten Spiel des Tages uns eine empfindliche Niederlage und den Gang ins B-Turnier brachten. 5:2 als Bilanz standen am Ende des Samstags.

 

Der Veranstalter des Turniers bietet auch immer einen Wettbewerb im Tir precision. Die Bundestrainer hatten Muriel Hess als Schützin benannt und diese belohnte das Vertrauen mit sehr guten 30 Punkten in der Qualifikation. Leider konnte Muriel am Sonntag im Halbfinale gegen die spätere Gewinnerin aus Italien nicht mehr ganz an die Leistung anknüpfen und schied im direkten Duell im Halbfinale aus.

 

Der Sonntag brachte dann für das Team DPV 1 das schwere Los der Schwedinnen. In einem packenden Spiel, dass nach Ablauf des Zeitlimits 6:6 stand, wobei unsere Mannschaft in der letzten Aufnahme der regulären Spielzeit die Möglichketi zum Gewinn der Partie hatte, wurde in einer denkbar engen Zusatzaufnahme das Spiel zugunsten der Schwedinnen entschieden. Nur Millimeter trennte unsere Mannschaft vom Halbfinale. Aber dieses Ausscheiden schmälert in keinster Weise den eindrucksvollen Auftritt unserer Espoir-Frauen, wenn auch am Ende „nur“ ein 5. Platz im A-Turnier stand.

 

Für das Team DPV 2 sollte die erste Aufgabe des Tages kein Problem darstellen und so war der sichere Einzug in das Halbfinale schnell hergestellt, in dem man nochmals auf die Mannschaft aus Thionville traf, die man am Abend zuvor in einem packenden Spiel schon ein Mal besiegt hatte. Wie es schien brachte dies unserer Mannschaft genügend Selbstvertrauen und Konstanz, so dass man diese Mal sogar mit einer gewissen Souveränität dieses Spiel gewinnen konnte.

Mit Dänemark im Finale als Gegner konnte man dann das souveräne Spiel fortsetzen und gewann deutlich mit einer schönen Leistung zu vier. Damit war eine gewisse Kompensation für den Samstag und das unnötig verlorene Spiel erreicht.

 

Das Spiel unserer Mannschaft, die konsequent und konzentriert die Aufgaben annahmen war für die Trainer ein sehr aufschlußreicher und sehr befriedigender Auftritt, der wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zu den folgenden Meisterschaften brachte.