5. Platz für unsere Damen in Genf beim Bol d’Or

Frank Rißmann berichtet von der 2. Teilnahme eines deutschen Damenteams

[img:377:links]Hier ein kleiner Bericht für alle Interessierten über das am 14. – 15. 02. 2004 durchgeführte Mini Bol d’Or Féminin Turnier in Genf. Modus Doublette, 2 Gruppen a 12 Mannschaften. Es wurde mit einem Zeitlimit von 40 min. oder einer Differenz von 13 Punkten gespielt. Der DPV stellte Daniela Thelen und erstmalig für das deutsche Team spielend, Hanja Eurich auf. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für das Halbfinale. Platz 3 + 4 einer jeden Gruppe, spielten die Plätze 5 – 8 aus.

Leider reichte es nur zu einem 5. Platz. Ich sage deswegen leider, weil die Mädchen mehr verdient hätten. Nach 11 Gruppenspielen hatten Daniela und Hanja nur 2 Spiele verloren

(29 von möglichen 33 Punkten) und waren damit nur dritter in ihrer Gruppe. In der Gruppe B hingegen reichte den Franzosen und Tunesiern die gleiche Punktzahl, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Weiter erreichten unsere beiden Mädels den höchsten Punktekoeffizienten, der mitunter dadurch zustande kam, das man dreimal seinen Gegner vor Ablauf der 40 Minuten vom Platz schickte. So auch geschehen im Spiel um Platz 5 gegen die Schweiz, die man mal eben 17 : 4 abservierte. [img:381:rechts]

Hier die Ergebnisse:

1. 8 : 4

2. 13 : 0

3. 10 : 5

4. 14 : 2

5. 3 : 13

6. 5 : 12

7. 16 : 3

8. 12 : 1

9. 11 : 4

10. 14 : 5

11. 13 : 7

12. 17 : 4

Allein die Zahlen lassen erahnen was Daniela und Hanja dort in Genf für ein Feuerwerk abbrannten. Eine grandiose Daniela (100 Treffer von 130 Schuss davon 20% Carreau sur place) erleichterte Hanja den Einstieg, die nach Startproblemen ihren Teil zum Erfolg beisteuerte. Die beiden Niederlagen kamen nach der ersten Pause (Vorstellung der Teams mit Begrüßungstrunk) zustande. Es ist immer einfach jemanden die Schuld zu geben, auf jeden Fall hatte man den Rhythmus verloren und lag schon nach drei Aufnahmen bei beiden Spielen hoffnungslos zurück. Zum Glück fanden Daniela und Hanja im letzten Spiel des ersten Spieltages zu ihrer alten Stärke zurück und schickten ihre Gegnerinnen vorzeitig in die Kabine (16:3).

[img:375:links]Am zweiten Spieltag blühten unsere Damen dann richtig auf. Hanja sagte schon beim Frühstück, dass es ein guter Tag werden wird, was die beiden dann auch nachhaltig unterstrichen (alle 5 Spiele gewonnen).

Der einzige Wermutstropfen war dann die Gruppenplatzierung, die uns schon ein wenig traurig stimmte. Umso erfreulicher gestaltete sich der schon oben erwähnte Abschluss. Hanja und Daniela ließen sich nach dem verpassten Halbfinale nicht unterkriegen und erspielten sich eindrucksvoll den hoch verdienten 5. Platz, und das wieder vor Ablauf der regulären Spielzeit (17:4 gegen die Schweiz).

Insgesamt war es ein sehr schönes Turnier und ich bin das ein ums andere mal auf unsere Mädchen angesprochen worden. Daniela und Hanja haben in Genf einen bleibenden Eindruck hinterlassen (auch charakterlich). Denn auch die Tunesier und die Franzosen waren wohl froh, dass die beiden nicht ins Halbfinale einzogen. Schon am Vorabend des Turniers (Freitagabend) haben Danni und Hanja 4 Spaßspiele gegen die Tunesier auf verschiedenen Böden gemacht, alle vier wurden zum Teil mit Bravour gewonnen.

Das Endspiel fand dann ohne Zeitlimit zwischen Tunesien und den Franzosen statt. Es war ein sehr hochklassiges Finale, indem die Tunesier 7:2 verdient führten. Allerdings kamen die Franzfrauen mit einen sehenswerten Royal ins Spiel zurück und gaben danach keinen Punkt mehr ab.

Es war für mich ein anstrengendes, aber sehr schönes Wochenende mit einem auf hohen Niveau spielenden DPV-Team.[img:379:rechts]

Frank Rißmann

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