Außerordentliche Bundesdelegiertenversammlung in Siegburg

Treffen zur Abstimmung der neuen DPV-Satzung - Richtigstellung

Aufgrund zum Teil erheblicher Irritationen bei einzelnen Teilnehmern der außerordentlichen BDV zur Abstimmung der neuen Satzung müssen hier kurz folgende Punkte ergänzend hinzugefügt werden:

1. Die Zahl der Teilnehmer war nicht limitiert, die einzelnen LV haben aus Kostengründen selber entschieden, mit wievielen Delegierten sie zu diesem Treffen anreisen.

2. Rheinland-Pfalz war mit einem Vertreter anwesend.

3. Die Darstellung der Abstimmung zwischen den LV und dem DPV im Vorfeld dieser Sitzung ist mißverständlich – selbstverständlich handelte es sich hierbei nicht um irgendwelche Absprachen oder Vereinbarungen, die einzelne Punkte der außerordentlichen BDV vorweg genommen hätten.

Ansonsten wurden keine Darstellungen bemängelt, die Fehlinterpretationen zulassen könnten.

Treffen zur Abstimmung der neuen DPV-Satzung

Am 20.11.2004 fand im Siegburger Hotel Kasserole eine außerordentliche Bundesdelegierten-Versammlung statt, deren einziger Tagesordnungspunkt die Verabschiedung der neuen Satzung des DPV war. Insgesamt fast 3 Jahre lang hatten die Gremien über den Entwurf neuer Direktiven für den Status, die Aufgaben und deren Umsetzung innerhalb des Nationalen Pétanque Verbandes gearbeitet. Das DPV-Präsidium hatte sich im Vorfeld der aktuellen Sitzung noch einmal mit den Landesverbänden abgestimmt und wesentliche Änderungswünsche ausdiskutiert und entsprechend angepasst. Auf dieser außerordentlichen Bundesdelegierten-Versammlung ging es jetzt also um die Feinabstimmung letzter Diskussionspunkte.

Begrenzte Teilnehmerzahl pro Landesverband

Unter anderem vor diesem Hintergrund hatten die Landesverbände also auch beschlossen und angekündigt, mit maximal der Hälfte der Teilnehmer anzureisen, die üblicherweise die Ländervertreter auf dieser Hauptversammlung repräsentieren.

So ergab es sich dann, dass pünktlich zur Eröffnung der Sitzung um 11.00 Uhr die Landesverbände mit folgender Anzahl von Vertretern anwesend waren:

Baden Württemberg: 3,

Berlin: 1, Hessen: 3,

Nord: 2,

Hessen: 3,

Niedersachsen: 2,

NRW: 5

Rheinland Pfalz: 1.

Die Saarländer hatten Ihre Teilnahme abgesagt, ebenso die Thüringer, die aufgrund ihres noch aktuellen Status als außerordentliches Mitglied des DPV ohnehin noch nicht hätten mit abstimmen dürfen – und die Bayern fehlten zunächst unentschuldigt.

Für das DPV-Präsidium waren anwesend: Präsident Klaus Eschbach, Vizepräsident Lothar Beckmann, Jugendwart Uli Stratmann und Pressewart Christoph Roderig. Der Sportwart Gerald Benz hatte sein verspätetes Eintreffen angemeldet und nahm ab 14:45 Uhr teil, der Kassenwart Peter Blumenröther war in seiner Eigenschaft als Vertreter des LV Berlin anwesend. Ergänzt wurde der geschäftsführende Vorstand des DPV durch Didier Specht, den Leiter der Geschäftsstelle.

Bayern steckte mit dem ICE im Funkloch-Tunnel

Gegen 13:00 Uhr meldeten sich dann die Bayern telefonisch im Hotel und ließen sich entschuldigen, weil sie mit ihrem Zug bis dahin 3 Stunden lang in einem Tunnel gesteckt hatten, von dem aus sie auch nicht mit dem Handy telefonieren konnten. Diese beiden Delegierten erreichten dann die außerordentliche BDV ziemlich mitgenommen gegen 15:15 Uhr – nach 8 Stunden Anreise.

Grundsätzlich hatten alle Anwesenden wie beschrieben schon Wochen vorher Gelegenheit gehabt sich mit dem Entwurf der neuen Satzung auseinanderzusetzen. Trotzdem ergaben sich noch einige grundsätzliche Formulierungen zu denen immer noch keine Einigung erzielt werden konnte und über die noch einmal heftig diskutiert wurde.

So zum Beispiel der Vorschlag, dass der DPV zukünftig DBPV heißen solle, nämlich „Deutscher Boule und Pétanque Verband„. Dieser Vorschlag war eingebracht worden, weil einzelne Teilnehmer der Meinung waren, dass sich aussenstehende Personen unter dem Begriff „Boule“ schneller ein Bild machen könnten, als lediglich mit der Bezeichnung „Pétanque“, die sich im Zusammenhang mit unserem Kugelsport noch nicht so sehr durchgesetzt hat.

Nicht zuletzt ein Einwand aus Nord, dass nämlich das was wir als Sport und Spiel betreiben „Pétanque“ ist und nach den „Pétanque“-Regeln abläuft, gab den Ausschlag, dass in einer Abstimmung die Entscheidung dafür fiel, den National-Verband auch zukünftig „nur“ DPV zu nennen, ohne das „B“ in der Mitte.

Erweiterte Zuständigkeiten in Rechtsfragen

Weitere strittige Punkte bezogen sich auf die neuen Rechtsorgane – so zum Beispiel das neue Berufungsgericht, auf Art und Umstand von möglichem Ausschluss von Mitgliedern und um die Zugrundelegung der anerkannten Gemeinnützigkeit als Voraussetzung einer Mitgliedschaft im DPV. Hier spielten aber vor allen Dingen einzelne Begrifflichkeiten und Formulierungen eine Rolle.

Mitgliederversammlung anstatt Bundesdelegiertenversammlung

Nicht zuletzt war es dann ein Thema, wieviele Teilnehmer jedes einzelnen Landesverbandes in welcher Art und Weise und mit wievielen Stimmen zu den zukünftigen Verbands-Situngen (früher: Bundes-Delegierten-Versammlung) anreisen und abstimmen dürfen. Auch hier wurde schließlich demokratisch entschieden.

In weiten Teilen völlig neues Konzept des DPV

Die neue Satzung – und damit der neue „Kopf und Körper“ des DPV – ist nunmehr allen Landesverbänden mit allen abschließenden Umformulierungen und Änderungen vorgelegt worden, mit der Bitte um Prüfung von eventuell verbliebenen Tippfehlern oder „unglücklichen“ Formulierungen.

Grundsätzlich ist aber diese neue Satzung von allen Landesverbänden abgestimmt und genehmigt und wird am 29.11.2004 notariell beurkundet.

Im direkten Anschluß daran wird sie auf der Homepage des DPV veröffentlicht werden.

Nun können dann auch alle Ordnungen vollständig überarbeitet werden (dies ist bereits im Gange) und ebenfalls zeitnah, spätestens zur nächsten Verbands-Sitzungen (früher BDV) im Internet und als gedrucktes Werk zur Verfügung gestellt werden.

Das DPV-Präsidium bedankt sich bei allen, die über lange Zeit an der neuen Satzung mitgearbeitet haben, ebenfalls bei den Landesverbänden und deren Vertretern für die konstruktive Unterstützung und freut sich über die verbesserten sportlichen und organisatorischen Möglichekeiten unseres Nationalverbandes in der Zukunft.

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