Einträge von Christoph Roderig

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Einführung einer 2. Deutschen Pétanque Bundesliga?

Der Sportausschuss hat sich seit der im März 2019 im Hauptausschuss des DPV begonnenen Debatte um die Einführung einer zweiten Bundesliga intensiv mit verschiedenen Vorschlägen aus den Reihen der Landesverbände und einzelner Boulefreunde befasst. Im Ergebnis legt der Sportausschuss dem Hauptausschuss zwei Varianten zur Diskussion vor. Variante I (in Form der Varianten Ia und Ib) richtet vorerst keine zweite Bundesliga ein, stattdessen wird die erste Bundesliga um vier Mannschaften erweitert. Variante II sieht die Einführung einer eingleisigen zweiten Bundesliga vor.

Verworfen wurden im Laufe der Diskussion Überlegungen, eine zweite Bundesliga mehrgleisig einzurichten, d.h. in verschiedene Regionalligen (Nord/Süd oder Nord/Mitte/Süd) zu unterteilen. Solche Modelle würden die Zahl der Mannschaften, die in der Bundesliga gebunden sind, von heute 12 auf mindestens 32 Mannschaften steigern. Dies erscheint mit Blick auf den mit einer Bundesligateilnahme verbundenen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand für die Spielerinnen und Spieler und ihre Vereine unrealistisch und würde die Landesligen in nicht vertretbarem Maße schwächen. Darüber hinaus erfordert ein so großes Feld bei gleichzeitiger Regionalisierung eine deutlich höhere Anzahl an Schiedsrichtern und DPV-Verantwortlichen.

Sowohl die bisherigen Diskussionen im Hauptausschuss des DPV als auch die Befragung der Bundesliga-Mannschaften der Saison 2019 zeigen, dass die grundsätzliche Idee der Einführung einer zweiten Bundesliga mehrheitlich befürwortet wird. Gleichzeitig wird es dabei aber als wichtig erachtet, die finanziellen Belastungen und den Reiseaufwand für die Vereine im Blick zu behalten.

Der reguläre Spielbetrieb einer zweiten Bundesliga könnte (frühestens) mit der Saison 2022 starten. Mit einem Beschluss zur Einführung und der neuen Bundesliga-Richtlinie auf dem Verbandstag 2020 würde die Bundesliga-Saison 2021 zur „Übergangssaison“, an deren Ende die Zusammenstellung der zweiten Bundesliga erfolgt. Der Sportausschuss schlägt den Landesverbänden vor, die vorgelegten Varianten im Jahr 2020 zu diskutieren und auf der Sitzung des DPV-Hauptausschusses im Oktober 2020 eine Entscheidung über die Varianten herbeizuführen, so dass zum Verbandstag im November 2020 eine entsprechende Bundesliga-Richtlinie zur Beschlussfassung vorbereitet werden kann.

VARIANTE 1a: AUFSTOCKUNG DER 1. DPB AUF 16 MANNSCHAFTEN

  • Aufstockung der ersten Bundesliga auf 16 Mannschaften
  • Regionalisierung in zwei Bundesliga-Gruppen
    (Bundesliga Nord und Bundesliga Süd)
  • Änderung des Modus: drei Spieltage in Gruppen
    Jeder gegen Jeden (Vorrunde = sieben Begegnungen), am vierten Spieltag Halbfinals und Finals der vier Gruppenersten und Gruppenzweiten
    (Finalrunde = zwei Begegnungen)

Als langfristige Entwicklungsperspektive ist die Einführung einer zweiten Bundesliga möglich. Dabei setzt sich mit je acht weiteren Mannschaften pro Region die Struktur der ersten Bundesliga nach unten fort (-> 2 x 8 = 16 Mannschaften in 1. DPB plus 2 x 8 = 16 Mannschaften in 2. DPB). Zwischen erster und zweiter Bundesliga erfolgen die Auf- und Abstiege direkt, für den Aufstieg aus den Landesverbänden in die zweite Bundesliga wird wie gewohnt eine Aufstiegsrunde durchgeführt.

VARIANTE 1b: AUFSTOCKUNG DER 1. DPB AUF 16 MANNSCHAFTEN

  • Aufstockung der ersten Bundesliga auf 16 Mannschaften
  • Regionalisierung in zwei Bundesliga-Gruppen
    (Bundesliga Nord und Bundesliga Süd)
  • Änderung des Modus: drei Spieltage in Gruppen
    Jeder gegen Jeden (Vorrunde = sieben Begegnungen), am vierten Spieltag Halbfinals und Finals der vier Gruppenersten und Gruppenzweiten (Finalrunde = zwei Begegnungen)

UMGANG IM ÜBERGANGSJAHR 2021 (Variante 1a)

UMGANG IM ÜBERGANGSJAHR (Variante 1b)

–> wie oben, der PV Ost wird der Gruppe DPB-Nord zugeordnet.

VARIANTE 2: EINFÜHRUNG EINER ZWEITEN BUNDESLIGA

  • Einführung einer eingleisigen (nicht regionalisierten) zweiten Bundesliga analog zur ersten Bundesliga
  • Beibehaltung des Modus in der ersten Bundesliga, außer Anzahl der Auf- / Absteiger:
  • aus der ersten Bundesliga steigen zwei (statt bisher drei) Mannschaften in die zweite Bundesliga ab, um stabile Entwicklung an der Spitze zu ermöglichen
  • aus der zweiten Bundesliga steigen vier Mannschaften (statt drei) ab, um dynamische Entwicklung in den Landesverbänden zu ermöglichen.

UMGANG IM ÜBERGANGSJAHR 2021

Option 1

  • im Übergangsjahr 2021 erfolgt in der 1. DPB kein Abstieg
  • im Übergangsjahr 2021 wird keine Bundesliga-Aufstiegsrunde gespielt
  • die 2. DPB wird aus den Landesmeistern gebildet (10), die beiden übrigen Startplätze gehen an die Vizemeister aus den beiden lizenzstärksten Landesverbänden BaWü und NRW.

Option 2

  • im Übergangsjahr 2021 steigen zwei (drei / vier) Mannschaften aus der 1. DPB in die 2. DPB ab
  • im Übergangsjahr 2021 wird wie gewohnt eine Bundesliga-Aufstiegsrunde gespielt 
  • die zwei (drei/vier) bestplatzierten Teams der Aufstiegsrunde steigen in die 1. DPB auf, die übrigen Landesmeister in die 2. DPB, die verbleibenden Startplätze in der 2. DPB gehen an die Vizemeister aus BaWü und NRW.

Es wurde ein Online-Forum eingerichtet, in dem jede/r die Varianten diskutieren kann, der oder die sich mit Klarnamen dort anmeldet – hier klicken.

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Aktuelle Meldungen zum Umgang mit der Krise

Termine zum organisierten Wettkampfsport

Das DBBPV- und das DPV-Präsidium stehen im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen in den Landesverbänden. In regelmäßigen Video-Konferenzen wird an einer einheitlichen Linie zum Umgang mit der Corona-Krise und ihren Auswirkungen auf den Pétanque-Sport in Deutschland gearbeitet. Innerhalb dieses Kreises ist man sich einig, dass es keine „Alleingänge“ geben soll, was bedeutet, dass der offizielle Spielbetrieb in Deutschland entweder vollständig oder gar nicht wieder gestartet wird.

Es liegt auf der Hand, dass individuell angesetzte Turniere zu einem aktuell nicht zu verantwortenden „Boule-Tourismus“ führen würden. Der derzeitige Stillstand wird dazu genutzt, dezidiert die Zeit zu planen, die nach einer Normalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu Verfügung steht, um einzelne Wettbewerbe, die ausfallen werden, eventuell nachzuholen.

Die nächste Konferenz der Verantwortlichen findet am 8. April statt. Es herrscht weiterhin Einigkeit darüber, keine Termine zu planen, ab denen ein Spielbetrieb wieder möglich sein könnte, sondern lediglich solche, zu denen weitere Informationen folgen.

DOSB reagiert auch für Trainerlizenzen auf Corona

Dass auch das Bildungswesen der Spitzenverbände mit den Auswirkungen von Kontaktverboten zu kämpfen hat, braucht man kaum erwähnen. Allerdings ergeben sich durch die geänderten und unplanbaren Umstände auch viele organisatorische Unwägbarkeiten, die nichts mehr so lassen, wie es war.

Neben der grundsätzlichen Absage aller Veranstaltungen des DPV bis zum Zeitpunkt von weiteren Entscheidungen des Präsidiums und damit auch der Veranstaltungen zur Trainerausbildung, hat der DOSB-Vorstand am 23. März 2020 beschlossen, die Vorgaben für die DOSB-Lizenzverlängerung und für die maximale Ausbildungsdauer während der Corona-Krise dahingehend zu verändern, dass die Ausbildungsträger bei Bedarf DOSB-Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages verlängern können.

Ebenso kann die Ausbildungsdauer von DOSB-Lizenzausbildungen, die aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden können oder unterbrochen sind, um ein Jahr und damit auf maximal 3 Jahre verlängert werden.

Vereinsversammlungen zukünftig auch virtuell zulässig

Derzeit sieht das Vereinsrecht im BGB vor, dass Mitgliederversammlungen nur als Präsenzversammlungen möglich sind. Nur in der Versammlung können die Vereinsmitglieder ihre Mitgliederrechte ausüben. Wer nicht persönlich kommt, kann bislang nicht abstimmen. Der Gesetzgeber hat nun eine Lösung erarbeitet, die diese Regelung (zumindest vorübergehend) aufhebt.

Künftig sollen virtuelle Mitgliederversammlungen möglich sein, zu denen sich Vorstand und Mitglieder online zusammenschalten können. Mitgliedern soll auch ermöglicht werden, ihre Stimmen schriftlich vor Beginn der Mitgliederversammlung abzugeben.

Weitere Informationen finden sich in der PDF-Datei, die sich mit einem Klick auf das Bild laden lässt.

Neuer Termin für die World Games in Birmingham

Die International World Games Association (IWGA) und das Birmingham Organising Committee (BOC) haben vereinbart, die XI World Games, die ursprünglich vom 15. – 25. Juli 2021 geplant waren, auf den Zeitraum vom 7. – 17. Juli 2022 zu verschieben.

Auch hierzu finden sich weitere Informationen in der PDF-Datei (Klick auf das Bild).

DPV-Kaderarbeit in der Isolation

Der DPV-Leistungssportausschuss wird in den nächsten Tagen erste organisatorische Wege beschreiten, die den Beteiligten auf Grund der erzwungenen persönlichen Distanzierung zwar in der einen oder anderen Form neu entgegen kommen werden, die aber die DPV-Kader mit zeitgemäßen Mitteln auch zu neuen Ufern der Wahrnehmung von Gemeinsamkeiten und Gemeinsinn bringen können.

Dazu werden u.a. gehören:

  • Zugang zu Webspace auf denen die Spieler/innen persönliche Trainingsanleitungen finden.
  • die Möglichkeit eigene Videos oder andere Dokument hochzuladen, die mit anderen geteilt werden können,
  • Ausschreibung eines Ideen-Wettbewerbes mit Prämierung von Beiträgen für die Homepage

Im Kern geht es bei dieser Art der Kaderarbeit darum, einen regelmäßigen Austausch zu gewährleisten und das Miteinander der Teams lebendig zu halten.

Über die Wirksamkeit dieser Instrumente, die dazu dienen sollen, das erforderliche Training als Vorbereitung nicht nur für internationale Einsätze lebendig zu halten, wird auf der DPV-Homepage laufend berichtet. Sicher lassen sich die Ergebnisse aus dieser Art der Kaderarbeit auch für die Landesverbände oder Vereine nutzen.

Espoir-Bundestrainer Daniel Dias hat per Videobotschaft ein Konzept vorgestellt, das bereits auf breite Zustimmung stößt. 

Anfrage über das DPV-Kontaktformular

Als letzte Meldung in diesem Block noch eine Nachricht, die den DPV über das Kontaktformular auf der Homepage erreichte – und die eines von vielen hoffnungsvollen Signalen für die „Nach-Corona-Zeit“ ist:

Nachricht: Hallo

Ich bin der Gastwirt auf der Tennisanlage des TC an der Sieg. Da die Mitgliederzahlen im Tennis zurückgehen, wurde ein Platz von fünfen stillgelegt. Dort sollen jetzt 3-4 Bouleplätze entstehen. Kann ich von ihnen Informationen zum Bau und Materialbedarf erhalten. Freundliche Grüße Achim K.

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Angemessen ausgestattet

Mit wachsender Begeisterung war auch der DPV-Vorstand „Zaunkönig“, als das Team des Internet-Portals petanque-aktuell.de unter der Leitung von Jannik Schaake einen Online-Schuss-Wettbewerb in Zeiten von „Social Distancing“ ins Leben gerufen und durchgeführt hat. Klare Auflage war und ist natürlich auch hierbei, dass persönliche Kontakte mit Menschen, mit denen man nicht ohnehin überwiegend zusammen ist, ausgeschlossen sind.

Dabei waren für die Zuschauer an den heimischen Bildschirmen nicht nur die Schießkünste unterhaltsam. Sehenswert war auch von Fall zu Fall die Entstehung der vorgeschriebenen Aufbauten, entlang derer die Distanzen per Live-Übertragung belegt werden mussten. Es wurden keine Mühen gescheut, die Entfernung von max. 10 m notfalls auch mit einem 2m-Zollstock abzumessen. Ebenfalls auffällig war außerdem, dass die meisten Boulesportler in Deutschland bis drei zählen können, einige allerdings nicht dreimal bis zehn. Witzig war es allemal – und auch das eine oder andere Ergebnis, zumal von einigen DPV-Kaderspielern, konnte echt überzeugen.

Nun möchte der DPV zumindest einen kleinen Beitrag zu dieser Aktion leisten, und vor allen Dingen die involvierten Schießer und Schießerinnen mit dem richtigen Handwerkszeug ausstatten. Deshalb wurde beschlossen, den TOP-71 aus diesem Wettbewerb jeweils ein 10m-Maßband zu spendieren. Denn Ihr seid – insbesondere in Zeiten wie diesen – eine gelungene Werbung für unseren Sport.

Auf Jannik Schaakes Wunsch bekommen die Maßbänder noch einen Aufdruck mit dem DPV-Logo und der passenden Parole „Ich halte durch!“ Alle gemeinsam werden wir alles dafür tun, dass wir noch lange Zeit viel Freude am schönsten Sport dieser Welt haben. Aber erst gilt es nun noch weiter durchzuhalten!

Euer DPV Präsidium

Fin des compétitions jusqu’au 30 juin

FFPJP beschließt: Keine Meisterschaften in 2020

Der Französischer Pétanque Verband hat beschlossen, dass in Frankreich in der Saison 2020 keinerlei Meisterschaften durchgeführt werden. Außerdem werden alle sonstigen Wettbewerbe bis zum 30. Juni 2020 abgesagt.

In einer offiziellen Pressemitteilung heißt es:

Nach einer Analyse der gegenwärtigen Situation und den Unsicherheiten in Bezug auf Ausgangssperren, deren Dauer und den Bedingungen, unter denen wieder zu einem normalen Leben zurückgekehrt werden kann, behält die Sicherheit und Gesundheit unserer Aktiven im Verband höchste Priorität.

Prävention ist hier von wesentlicher Bedeutung. Niemand kennt heute ein Datum oder eine einheitliche und klar definierte Form, in der unser Land nach einer Erholung wieder zur Normalität zurück findet.

In Anbetracht dessen hat der Vorstand der FFPJP die folgenden Entscheidungen getroffen:

  1. Ausnahmslose Absage aller französischen Meisterschaften 2020. Die Ausrichter werden kontaktiert, um die Bedingungen für die Verschiebung von einem Jahr auf das andere und für die folgenden Jahre zu besprechen.
  2. Ab sofort bis zum 30. Juni 2020 Absage aller Wettbewerbe auf nationaler und regionaler Ebene, ebenso in den Departements.
  3. Sollten bis zum 30. Juni 2020 die gesundheitlichen Bedingungen einen organisierten Pétanque-Sport wieder zulassen, würden die Mannschaftswettbewerbe (Coupe de France, Coupe départementale, CDC, CRC, CNC), bei denen die Anzahl der Aktiven begrenzt ist, vorrangig durchgeführt. Die Modalitäten hierzu werden in einem föderalen Kommuniqué festgelegt.
Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidungen, angesichts der beispiellosen gesundheitlichen Krisensituation. Es ist unsere Pflicht und es ist uns wichtig, die Gesundheit der Spieler/innen zu schützen.
Wir werden umgehend informieren, sobald eine Rückkehr zum normalen Leben – die auch wir sehnlichst erwarten – in Sicht ist.
Wenn wir jetzt alle Regeln einhalten und zuhause bleiben, werden wir uns umso schneller auf den Spielfeldern wiedersehen.
Für den Vorstand des FFPJP, Joseph CANTARELLI
 

Verbandsarbeit in Zeiten von Social Distancing

Im Kampf gegen einen rapiden Anstieg der Infektionen mit dem Virus, der als „Corona-Krise“ die ganze Welt lähmt, steht Deutschland besser da, als viele andere Nationen. Ein Grund ist mit Sicherheit die konsequente Umsetzung des „Social Distancing“, also der Aufforderung, einander fern zu bleiben. Keine persönlichen Kontakte, keine Nähe von Menschen, die nicht ohnehin in einem Haushalt miteinander leben. Für die Verantwortlichen im Deutschen Pétanque Verband und in den zehn Landesfachverbänden ein ungewohnter Umgang miteinander. Persönliche Treffen und Gespräche finden über das Jahr verteilt sehr regelmäßig statt. Aber es geht natürlich auch anders: Telefon- und Video-Konferenzen erweisen sich als nicht allzu schlechte Alternative.

Das DPV-Präsidium tagte am 14. März 2020 in einer Telefonkonferenz, an der bis auf den DPV-Vizepräsident Jugend alle teilnehmen konnten. Ergänzt wurde diese Runde durch die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Schmidt und den Verbandssekretär Ulrich Reißer als Protokollführer. In dieser ersten Konferenz ging es natürlich auch um die Konsequenzen aus der Corona-Krise für den Pétanque-Sport in Deutschland. Es herrscht Einigkeit darüber, dass aktuell überhaupt nichts planbar ist. Ebenso einig sind sich die Verantwortlichen allerdings, dass jegliche Aktivitäten – seien es Zu- oder Absagen, Verschiebungen oder Verengung von Terminen – nur in enger Absprache mit den Landesverbänden entschieden werden können. Hier bedarf es vor allen Dingen einer einheitlichen Ansprache aller Gremien an die Spielerinnen und Spieler im DPV. Man nahm schnell Abstand von der Kristallkugel, die die Saison 2020 für den DPV nach wie vor ist, und widmete sich den Fakten.

Und diese Fakten sind erfreulich – insbesondere, wenn man sich die Entwicklung des Pétanque-Sports in Deutschland anschaut. Die aktuelle Statistik weist für das Jahr 2019 einen Anstieg von rund 3,4% bei den Mitgliedern der deutschen Boule- und Pétanque-Vereine aus. Waren es Ende 2018 noch 21747 Mitglieder insgesamt, so stieg diese Zahl zum Stichtag 31.12.2019 auf 22486. Deutschland bleibt stabil der zweitgrößte Pétanque-Verband in Europa. Weiterhin erfreulich ist der Anteil an weiblichen Aktiven im DPV – mit 6554 Spielerinnen entspricht dieser ebenfalls zumindest im europäischen Vergleich beeindruckenden 29%. Diese Zahlen und Entwicklungen verdankt der DPV den Aktivitäten in den einzelnen Vereinen, die wiederum tatkräftig von ihren Landesverbänden unterstützt werden. Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an alle ehrenamtlich Aktiven!

Auch der DPV wird sich verstärkt dem Thema „Breitensport“ widmen, denn genau hier haben die positiven Entwicklungen der Mitgliederzahlen ihren Ursprung. So ist aus NRW ein neues Boule-Sportabzeichen in Arbeit, dass sich erheblich vom bekannten Pétanque-Sportabzeichen unterscheidet, dieses aber nicht ersetzen soll. Der DPV unterstützt die Aktivitäten aus diesem Landesverband aktiv und wird im Umlaufbeschluss auch alle weiteren LV hierzu aufrufen.

Im Rahmen der Telefonkonferenz des DPV-Präsidiums wurde auch der neue Kommunikationsausschuss konstituiert. Gleich fünf weitere Mitstreiter haben der DPV-Vizepräsident Christoph Roderig und der Beauftragte für Live-Berichterstattung Heinz Zabel im Rahmen einer Klausurtagung gewinnen können: Martin Becker, Hein Fuhrmann, Martin Koch, Michael Regelin und Soeren Voigt. Mit dieser Mannschaft wird die Berichterstattung rund um das Pétanque in Deutschland und auf internationalem Parkett noch umfangreicher und vielfältiger.

Nicht zuletzt berief der Vorstand in dieser Runde Volker Hübchen zum Beauftragten für Lager und Logistik des DPV-Archivs. Volker verwahrt und verwaltet zukünftig Unterlagen, Trophäen, Bilder und vieles mehr aus der über 35jährigen Geschichte des Nationalverbandes. Außerdem wird Martin Koch das Amt des Beauftragten für Trainerwesen von Jürgen Hatzenbühler übernehmen, der dadurch mehr Freiraum für andere Positionen gewinnt, die er im DPV bekleidet.


© cep

Eine Woche nach der Besprechung des DPV-Präsidiums fand eine weitere Telefonkonferenz statt, an der zusätzlich die Vertreter der Landesverbände sowie der Präsident des DBBPV, Joachim Kamrad, teilnahmen. Entschuldigt fehlten die LV Hessen, Nord und Saarland.

Zunächst einmal war es beeindruckend, wie diszipliniert insgesamt vierzehn Teilnehmer/innen gleichzeitig miteinander telefonieren können. Befürchtungen, dass es zu Stimmen-Wirrwarr und Missverständnissen kommen könnte, erfüllten sich nicht. Trotzdem werden solche Konferenzen zukünftig per Video über die Software „Zoom“ durchgeführt, hiermit lassen sich Diskussionen noch besser koordinieren.

Ein erstes Thema dieser großen Runde waren die Fördermittel, die dem DBBPV als Dachverband durch die staatlichen Töpfe in der Saison 2020 zur Verfügung gestellt werden. Joachim Kamrad berichtete, dass diese Mittel gemäß den Zahlen des Vorjahres bewilligt wurden. Als Reaktion auf die schwere Planbarkeit des organisierten Wettkampfsportes weltweit wird diese Unterstützung – anders als in 2019 – nicht projektbezogen gewährt, sondern als Gesamtbetrag, der flexibel genutzt werden kann.

Der DPV Vizepräsident Finanzen, Hartmut Lohß, erfreute die Teilnehmer/innen mit einer durchweg positiven Haushaltslage. Der Verband verfügt über sehr stabile bis komfortable Möglichkeiten die Saison 2020 auch unter den erschwerten Umständen der weltweiten Situation, mit Terminverschiebungen, neu zu bewertenden Teilnahmen an Wettkämpfen, Absagen und spontan neu ins Leben gerufenen Events zu bestreiten. DPV-Präsident Michael Dörhöfer betonte im Kreis der Vorstandsmitglieder der Landesverbände, dass dies eine gemeinsame Leistung aller sei und bedankte sich hierfür sehr herzlich.

Der wohl wichtigste Beschluss, der in dieser Konferenz gefasst wurde, ist es, dass der Länderpokal 2020 auf jeden Fall wieder in Deutschland stattfinden wird. Die Boulehalle im niederländischen Heerlen ist ein toller Ausrichtungsort mit ebensolchen Gastgebern, aber man ist sich einig, dass dieses Highlight der Saison wieder in heimischen Gefilden stattfinden soll. Verschiedene Modelle, an welchem Ort in welcher Form ausreichend überdachte Spielfläche zur Verfügung gestellt werden kann, hat der DPV-Sportausschuss in Arbeit.

Aus dem Sportausschuss, unter der Leitung von DPV-Vizepräsident Sport, Martin Schmidt, wurde auch ein neues Konzept für die Deutsche Pétanque-Bundesliga erarbeitet und vorgestellt. Es wird in einer der nächsten Veröffentlichungen auf der DPV-Homepage präsentiert und es ist in Planung, ein Online-Forum einzurichten, innerhalb dessen dann alle Interessierten die Möglichkeit bekommen, das Modell zu diskutieren – weitere Einzelheiten hierzu folgen.

Zum Abschluss der knapp einstündigen Telefonkonferenz wurde unter allen Teilnehmer/innen vereinbart, einheitliche Vorgehensweisen zu erarbeiten und auch nur diese zu kommunizieren. Mit Alleingängen ist in Zeiten wie diesen niemandem geholfen – und so bleiben das DPV-Präsidium und die Landesverbände über einen regelmäßigen „Jour Fix“ ebenfalls mit Hilfe der „Zoom“-Software im Kontakt und Austausch. Der nächste Termin ist als „loser Austausch“ am 01. April, zum Folgetermin am 08. April werden konkrete Themen besprochen, hier sind alle Landesverbände gebeten, für eine Präsenz in der Runde zu sorgen.

10. Europameisterschaft Triplette der Damen verschoben

In Absprache mit dem spanischen Verband hat der Europäische Pétanque Verband (CEP) die Triplette-Europameisterschaft der Damen verschoben. Der ursprünglich geplante Termin vom 4. – 7. Juni 2020 ist zusehends unrealistischer – nachgeholt werden soll die zehnte Auflage dieser Europameisterschaft nun vom 29. Oktober bis zum 1. November 2020. Auch für den DPV wird hier ein […]

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Aufmerksamkeit für das kleinste Detail

Den Namen „Mr. DM“ trägt er zu Recht, auch wenn seine Position offiziell „Beauftragter Deutsche Meisterschaften“ heißt: Alfons Schulze-Niehues aus Freckenhorst, einem beschaulichen Dorf im Herzen Westfalens in NRW.

Gerade erst ist er vom DPV für seine herausragenden Leistungen geehrt worden. „Inoffiziell“ auch dafür, dass er jahrelang bei 85 km/h in einen Geschwindigkeitrausch verfallen ist. Denn der Transporter, mit dem er das Equipment für Deutsche Meisterschaften kreuz und quer durch Deutschland gefahren hat, schaffte diesen Wert nur bergab.

Gleichwohl er kein Raser ist, hätte ihm ein bisschen mehr Geschwindigkeit zwischen Travemünde, Berlin, Furth im Wald oder Stuttgart und seinem Zuhause schon sehr gefallen. Allein, wie kommt die technische Ausstattung, die inzwischen bei Deutschen Petanque-Meisterschaften Standard ist, heil ohne seinen Transporter dort hin?

Die Lösung: per Spedition!

Aber Speditionen transportieren keine Einzelstücke, die brauchen kompakte Kisten, in denen alles verstaut wird.

Kisten? Nein: Eine Kiste, die sorgfältig geplant sein will!

Alfons Schulze-Niehues hat diese eine Kiste konzipiert und im Maßstab 1:10 nachgebaut, um die Entscheider im DPV von seinem Plan zu überzeugen.

Dass hierzu auch eine brauchbare Skizze gereicht hätte, ist heute nicht mehr wichtig. Zu viel Spaß macht es, Alfons dabei zu erleben, wie er seine „Puppen“-Kiste präsentiert.

Nicht nur der DPV-Vorstand verneigt sich voller Ehrfurcht und Anerkennung vor dieser tollen Arbeit  – und bedankt sich aufs Herzlichste!

Aber seht selbst:

Update: DPV zur Corona-Pandemie

Aus gegebenem Anlass stellt der DPV noch einmal klar, dass es voraussichtlich mindestens in der ersten Jahreshälfte 2020 keinerlei Aktivitäten im organisierten Pétanque-Wettkampfsport des Nationalverbandes geben wird.

Das DPV-Präsidium wird solange kein Personal (Trainer, Schiedsrichter oder sonstige Unterstützer) zur Verfügung stellen, solange es seitens der in Deutschland verantwortlichen Institute und offiziellen Stellen keine belastbare Entwarnung in Sachen Corona-Pandemie gibt.

Deutsche Meisterschaften, die in diesem Jahr nicht termingerecht durchgeführt werden können, werden nicht nachgeholt.

Der erste Spieltag der Deutschen Pétanque Bundesliga fällt definitiv aus. Sollte es bis Ende Juni keine Perspektive geben, einen Spieltag durchzuführen, fällt auch die Deutsche Pétanque Bundesliga 2020 komplett aus.

Die Nationalspielerinnen und Nationalspieler sind aufgefordert, Trainings ausschließlich allein durchzuführen. Jegliche Treffen der Kader sind untersagt.

Es ergeht ein Appell an die Landesverbände, Veröffentlichungen von „Planspielen“ bei der Terminierung irgendwelcher Veranstaltungen zu unterlassen. Alles, was den Spielerinnen und Spielern in Deutschland das Gefühl vermitteln könnte, die Lage sei weniger ernst, als sie es ist, ist kontraproduktiv.

Es ergeht ein Appell an alle Pétanque-Sportlerinnen und -Sportler in Deutschland, jegliches gemeinsames Spiel zu unterlassen. Auch mit 3 m Abstand, die man sich vornimmt einzuhalten, bietet das Bild von mehreren Menschen, die einer Freizeitbeschäftigung nachgehen, Potenzial, andere Mitmenschen leichtfertiger mit der dramatischen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie umgehen zu lassen.

Es ergeht ein Appell an die Vereine, insbesondere ihre älteren Mitglieder der Jahrgänge bis 1955 und früher, also Menschen, denen sich das Internet als permanente Informationsquelle nicht erschließt, per Telefon oder E-Mail auf dem Laufenden zu halten. Gerade diese Altersgruppe ist extrem gefährdet, wenn sie sich nicht unter strenger Berücksichtigung aller Empfehlungen der Gesundheitsbehörden im öffentlichen Raum bewegt.

Es ergeht ein Appell an alle, dass in dieser schwierigen Zeit Isolation das wichtigste Mittel ist, die Verbreitung der weltweiten Epidemie zu verlangsamen. Mit Ruhe und Besonnenheit abzuwarten, das tägliche Leben ruhig langweiliger werden zu lassen, aufeinander zu achten.

Abschließend ergeht noch die Empfehlung, beim Einkauf im Supermarkt, bei Besorgungen in der Apotheke, bei allen dringen notwendigen Bewegungen im öffentlichen Raum, einfach einmal den Menschen zu danken, die da hinter den Tresen stehen – und (Zitat der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel) „… die buchstäblich den Laden am Laufen halten“.

Ein nächstes Update zur Terminierung der Veranstaltungen im DPV folgt am 15. April 2020.

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Gute Zeit für Regelkunde

Der Boule-Virus ist auch nicht zu unterschätzen. Tausende Kugelfreundinnen und -freunde drücken sich dieser Tage die Nase an der Scheibe platt oder ziehen einsam ihre Kreise, fernab von Gegnern oder Teampartnern. Denn eine gute Vorbereitung auf die Zeit, in der es dann endlich wieder los geht mit den Portées und Carreaux, ist ebenfalls nicht zu […]