Bericht zum IX. Internationalen Jugendturnier

für Verbandsmannschaften in Rubí

Der DFB steht am nächsten Sonntag im Finale, die DPV-Jugend stand bereits am letzten Sonntag im Finale in Rubí.

Am Freitag flogen vier Flieger von Düsseldorf, Frankfurt und Berlin nach Barcelona. Dort trafen sich die Spieler der deutschen Jugendnationalmannschaft, Frank Maurer, Julian Thomßen, Moritz Wiegand und Niclas Zimmer, mit der Bundestrainerin Gudrun Deterding und Bundesjugendwart Miguel Casado.

Bereits um 9 Uhr ging es am Samstag los. Wir erwischten eine relativ schwierige Gruppe mit Frankreich D und den Auswahlmannschaften A und B aus Katalonien. Gegen diese guten Teams mussten auch die ersten drei Spiele absolviert werden. Ernüchternde Bilanz: Alle drei Spiele wurden verloren. Zum Glück konnten gegen die beiden letzten Gegner die notwendigen zwei deutlichen Siege eingefahren werden, um im Poule den 4. Platz zu erreichen, der zum Einzug ins Achtelfinale berechtigte.

Als Viertplatzierter der Vorrunde mussten wir gegen einen Gruppensieger spielen. Das Spiel gegen Frankreich C verlief eigentlich relativ zufriedenstellend, trotzdem verloren mit 6:7 nach 55 Minuten Zeitspiel.

Zu unserem Glück gibt es bei diesem Turnier einen Hoffnungslauf. Allerdings durften wir jetzt nicht mehr verlieren. Gegen Katalonien G wurde kein Punkt zugelassen. In zehn Aufnahmen gewannen wir Fanny. Gegen Katalonien E gab es dann ein enges Spiel. Bei einer 8:7-Führung wurden nur drei Kugeln gebracht und wir brockten uns eine Viereraufnahme ein – 8:11. Nachdem die Zielkugel regelgerecht lag, wurde abgepfiffen, so dass wir mindestens drei Punkte machen mussten. Ein Surplace und zwei Fehlschüsse der Gegner ermöglichten uns vier Punkte, so dass wir dieses entscheidende Spiel 12:11 gewannen.

In den letzten fünf Spielen wurde endlich gut gespielt. Nach acht Spielen in der Sonne mit wenig Schatten war man am Abend richtig platt, so dass keine Zu-Bett-geh-Aufforderung nötig war. Am nächsten Morgen sollte es ebenso um 9 Uhr weiter gehen.

Im Viertelfinale fanden sich neben uns alle vier gestarteten französischen Teams, das spanische und zwei katalanische ein. Wir hatten es mit Katalonien A zu tun, die uns am Vortag zu 2 abgefertigt hatten. Diesmal hatten sie allerdings keine Chance. Wir gewannen zu 4.

Drei französische Mannschaften und das DPV-Team bestritten das Halbfinale. Wir trafen auf Frankreich C, das uns noch im Achtelfinalspiel mit 7:6 knapp das Nachsehen gegeben hatte. Auch hier bekamen wir unsere Revanche und besiegten sie zu 4. Diese zwei morgendlichen Spiele gaben uns Zuversicht, dass es im Finale gegen Frankreich A in diesem Jahr besser laufen könnte.

Bereits im letzten Jahr hieß das Finale Frankreich A gegen Deutschland. Im Publikum wurden Erinnerungen aus der letztjährigen Begegnung aufgefrischt.

 
Nach sechs Aufnahmen stand es 3:4 gegen uns. Es folgte eine enge Aufnahme, die Frankreich den Punkt bescherte. Die achte Aufnahme sah gut für uns aus. Durch drei gute Schüsse, darunter ein Surplace, lagen drei enge Punkte am Boden. Durch einen Streifschuss des französischen Tireurs wurde seine Schusskugel auf die Sau gelenkt und diese sprang von unseren Kugeln weg. Viel Platz ermöglichte Frankreich einen weiteren Punkt. Ab hier riss bei uns der Faden und wir verloren nach drei weiteren Aufnahmen das Finale und wurden wie im Vorjahr Zweite.

Anders als im letzten Jahr mussten wir uns diesmal durchbeißen und haben dies auch gut geschafft. Vor allem, wenn es darauf ankam, die letzte sich bietende Chance zu nutzen, zeigte das Team Charakter und eine starke kämpferische Leistung. Wir hoffen, mit zusätzlichen Trainingseinheiten die Stärken weiter zu pflegen und die ebenfalls vorhandenen Schwächen vergessen machen zu können.

v.l.n.r: Miguel Casado, Julian Thomßen, Niclas Zimmer, Moritz Wiegand, Frank Maurer, Gudrun Deterding.

Am späten Abend brachten dann wieder vier Flieger die müden Akteure nach Hause zurück.

Das Internationale Jugendturnier in Rubí war auch in diesem Jahr mit den Nationalteams aus Frankreich(1., 3., 4. Und 5.), Deutschland (2.), Spanien (5.), Luxemburg und Holland und starken Regionalteams (Katalonien 2 x 5. Platz) gut besetzt und ist vor einem Event wie die EM oder einer WM ein guter Prüfstein.

Die Organisation mit Abholung am Flughafen, Unterkunft und Verpflegung, Transport zwischen Spielstätte und Hotel oder Restaurant und Rückfahrt wieder zum Flughafen ist bestens. Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr Gelegenheit bekommen werden, das Jubiläumsturnier zu spielen.

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