Gelungene Premiere – wegweisend für die zukünftige Planung

Hoch hinaus möchten bei DPV-Master-Turnieren alle – einem ist dies sehr gut gelungen!

Der TV Fürth 1860 e.V. ist ein relativ kleiner Bouleclub mit etwa 40 Spielern. Seit 15 Jahren veranstaltet der Verein ein großes RL-Turnier, das im Schnitt von 40-70 Teams besucht wird. Der Schritt zur Anmeldung zu einem Masters Turnier war für die Mittelfranken eher ein kleiner. Denn die Arbeit im Vorfeld bleibt mehr oder weniger gleich, unabhängig davon, ob sie 60 oder 160 Teams empfangen. Dennoch hatten die Mitglieder große Lust darauf, die Qualität des Turniers zu verbessern und den höheren Status eines Masters zu wagen. Besonders motivierend war hierbei die Tatsache, dass es bislang kein DPV-Mastersturnier in Bayern gab. Schaut man sich die Turnierlandschaft deutschlandweit an, stellt man fest, dass es einerseits lizenzfreie und gesellige Großturniere (z.B. Grand Prix d’Allemagne) gibt, andererseits die „reinen“ Sportveranstaltungen für Top-Spieler (DM, Landesmeisterschaften, Länderpokal etc.). Reizvoll erschien den Fürthern die Aufgabe, diese beiden Enden miteinander zu verknüpfen. Deshalb sind sie kreativ geworden und haben ihren Platz, das Catering-Angebot und das Ambiente einer kompletten Überarbeitung unterzogen – sehr zur Freude vor allem der Teilnehmer/innen, die das Ganze auch in seinem Ursprung kennen.

Mit 85 Teams fiel die Teilnehmerzahl dann etwas übersichtlicher aus, aber die Randbefindlichkeit des Turniers – geografisch und auch zeitlich im Turnierkalender – trugen dazu bei. Außerdem war die Wettervorhersage deutlich schlechter als das Wetter (kein Regen). Über den Termin, falls es ein nächstes Mal gibt, gilt es zu diskutieren. Auch, ob es eventuell eine zweitägige Veranstaltung werden kann.

Holte sich konzentriert den Pott im Tireur-Wettbewerb: Vincent Probst

Nach einer zügigen Auslosung startete das Masters um 10.00 Uhr mit einer kurzen Begrüßung des Fürther Bürgermeisters Markus Braun. Keine Zeitbegrenzung und ein schwerer Boden (die Nacht davor hatte es durchgängig geregnet) brachten mit sich, dass die ersten Spiele zäh verliefen und zu Wartezeiten führten. Um es erträglich zu gestalten, loste die Turnierleitung vor und veranstaltete einen Tireurwettbewerb während der Cadrage. Viele Toptireure schossen Löcher, da zig Augenpaare erwartungsfroh auf sie gerichtet waren. Bei einem Einsatz von 1 € waren am Ende 143 € im Pott, die Vincent Probst (MKWU München) – als einer der wenigen in sich ruhend – mittels 4 sauberer Retros einkassierte.
Nach den Cadragen begann gegen 15:00 Uhr im Baumsystem das A-, B-, C- und D-Turnier.

Live-Übertragungen gab es leider nur auf Facebook – nicht konform mit der DPV-Maxime.

Ab dem Achtelfinale gab es Live-Übertragungen auf Facebook, die Jannik Schaake von „Petanque aktuell“ kommentiert ins Netz stellte. Ein DPV-, ein BPV-Schiedsrichter und ein Anwärter begleiteten das Turnier.
Im Finale spielten Horb gegen München, ein Bundesligaduell zwischen Sascha Rosentritt/Tobias Müller und Régis Pfortner/Vincent Probst. Letztere hatten zum Ende der Partie die Möglichkeit, durch einen „Schuß für Schluss“ als Mastersgewinner vom Platz zu gehen, was ihnen nicht gelang. Durch ihr konzentriertes Spiel waren am Ende die Horber erfolgreicher. Dieser letzte Wettkampf war gesäumt von vielen begeisterten Zuschauern und endete unter Flutlicht um 22 Uhr.

Der Flammkuchen war eine gern genommen Alternative zu den sonst obligatorischen Bratwürsten und Steaks. Auch ein eigens engagierter Masseur hatte alle Hände voll zu tun. Anfangs zierten sich alle, dann sprach sich schnell herum, wie wohltuend seine Arbeit ist.
Links die Turniersieger Sascha Rosentritt und Tobias Müller, rechts die Finalisten Régis Pfortner und Vincent Probst.

Möglich wurde das Turnier nur durch die Zusage von 50% aller Vereinsmitglieder, vor dem, am und nach dem Turnier mitanzupacken. Gefreut hat es die Fürther, dass einige von weither mit dem Wohnmobil angereist sind. So konnte das lange Boulewochenende mit dem Herbstturnier in Burgthann am 3.10. und dem Fürther Biergarten-Miniturnier verknüpft werden.

Der TSV Fürth 1860 e.V. hat eine gelungene Premiere geschafft – und es gilt zukünftig: Wer die Strecke nach Fehmarn zum Masters bewältigt, schafft es auch bis nach Mittelfranken!

Das Endergebnis gibt es hier.

Ein Bericht von Uli Blendinger, TV Fürth 1860
Fotos: Anton Krämer, Drohnenfoto: Christian Hoyer.

Wenn man irgendwo auf der Welt nach „Germany“ fragt, sprechen die Menschen dort von Lederhosen und Weißbier. Wenn man Pétanque-Spieler in Deutschland nach Bayern fragt, sprechen die Menschen vom Münchener Hofgartenturnier. Und auch wenn Letzteres eines der Schönsten im Lande ist, wird es Zeit, sich auch mal anderen Abwurfkreisen im blau-weißen Südstaat zu widmen. Eine nächste günstige Gelegenheit: Fürth!

Mit vielen Innovationen jenseits der geworfenen Kugeln konnten die Pétanque-Sportler des TV Fürth 1860 e.V. die Verantwortlichen im Deutschen Pétanque Verband davon überzeugen, ein DPV-Masters 2019 in Mittelfranken ausrichten zu lassen. Damit findet zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte dieser Serie eines der Turniere im Landesverband Bayern statt. Und es ist das erste DPV-Masters in der Disziplin Doublette!

Das Spielgelände des TV Fürth am Europakanal.

Durch die nördliche Lage im südlichsten Bundesland verkürzen sich hier auch die Anfahrten erheblich. Die Pétanque-Pilger aus NRW, Niedersachsen, dem LV Ost oder Hessen, die sich alljährlich auf den Weg nach Travemünde oder München machen, dürfte die Distanz kaum erschrecken.

Rund um den Spieltag am Samstag, dem 5. Oktober 2019, erwartet die Spielerinnen und Spieler ein großartiges Ambiente mit vielen zusätzlichen Aktionen. Schon am Freitag-Abend starten ab 19.00 Uhr Miniturniere, im Verlaufe derer sich alle schon einmal mit den Böden des Fürther Boulodrômes vertraut machen können – denn die haben es in sich. Gleich sieben unterschiedliche Bodenbeläge verlangen hier ein breites Spektrum an Technik, wenn man jeweils die besseren Kugeln im Bild haben möchte, als die Gegner.

Das DPV-Masters wird am Samstag durch einen zusätzlichen Tierur-Wettbewerb ergänzt. Für 2,- Euro Startgeld ist man dabei – und: „The Winner Takes it all!“

Schon am Freitag stehen den Gästen sämtliche Services zur Verfügung, die der TV Fürth zum Masters ins Leben gerufen hat: eine Espresso-Bar mit Kaffee und Kuchen, natürlich auch der obligatorische Getränkewagen für erfrischendere Flüssigkeiten, es werden Flammkuchen zubereitet, auf denen sich für die wenigen Nicht-Vegetarier auf Wunsch auch leckerer Speck in ausreichender Menge findet. Zelte und große Schirme schützen bei weniger gutem Wetter, der Kugelhändler „Boule und Wein“ ist mit seinen Angeboten vor Ort – und vieles mehr!

Ein besonderer Clou der Fürther („wir wollten das einfach mal testen“) ist ein professioneller Masseur, der sich von Fall zu Fall den müden Knochen des Teilnehmerfeldes widmen kann. Insbesondere zu Letzterem sind wir sehr gespannt, ob und in welchem Umfang er in Anspruch genommen wird – und ob es dieser Service in das feste Programm professioneller Pétanque-Turniere in Deutschland schafft.

Der DPV freut sich jedenfalls über den Ideenreichtum der Fürther und empfiehlt allen, die einmal über den Tellerrand bayerischer Pétanque-Turniere schauen möchten, eine Teilnahme am vorletzten DPV-Masters 2019.

Ein letzter Tipp für alle, die auch einem ausgedehnteren Pétanque-Wochenende in Süddeutschland etwas abgewinnen können: bereits am Donnerstag, dem 3. Oktober 2019, findet im 30km entfernten Burgthann  ein Triplette-Turnier statt. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden sich mit einem Klick hier.

Bereits heute finden die 6. Fehmarn Open am idyllischen Ostsee-Hafen Burgstaaken der Insel statt. Knapp 230 Doublette-Mannschaften sind dort zu Gast.

Morgen ist Fehmarn dann Austragungsort des vierten DPV-Masters-Turnier der Saison 2019 – und hier werden analog zum heutigen Teilnehmerfeld mindestens 180 Tiplette-Teams erwartet.

Eine für deutsche Verhältnisse riesige Veranstaltung – und für den DPV Grund genug, auch einmal im Vorfeld die Menschen zu zeigen, die so etwas möglich machen – und sich hierfür ganz herzlich zu bedanken:

Das Team der Boulefreunde Fehmarn, rund um Frank Niebühr, erbringt für die Mammut-Veranstaltung organisatorische Höchstleistungen – und dies alles im Ehrenamt!

Düsseldorf liegt geografisch ziemlich genau so weit von München entfernt wie von Osterholz-Scharmbeck. Mannheim, Saarbrücken und weitere Wohnorte von DPV-Kaderspielern haben jeweils sehr ähnliche Entfernungen zur NRW-Landeshauptstadt – und auch dem Exil-Schweden Raphael Gharany kam der internationale Flughafen dort sehr entgegen. Ein guter Grund für den DPV-Trainerstab, ein Kadertreffen auf das Festival de Pétanque 2019 des Düsseldorfer Clubs SurPlace zu verlegen – es gab einiges persönlich zu besprechen.

Ein Thema der Workshops war das Abschneiden des Kaders auf internationalem Parkett in 2018. DPV-Präsident Michael Dörhöfer nahm hier u.a. Ehrungen für den 3. Platz bei der Frauen-Europameisterschaft vor, den Sieg im Nationen-Cup der U23 bei der EM, den 5. Platz der Herren bei der Triplette-WM in Kanada, sowie den 3. Platz von Manuel Strokosch bei der letztjährigen Tête-EM. Es wurde aber auch kritisch beäugt, zu welchen Gelegenheiten Teams weniger erfolgreich aufgetreten waren – und eine entsprechende Ursachenforschung betrieben. Nicht zuletzt war es ein Thema, welchen internationalen Einladungen der DPV in den letzten 18 Monaten gefolgt war – und zu welchen Terminen man vorläufig keine Delegation mehr schicken sollte. Gleichzeitig gab es reichlich Vorschläge zu Events, auf denen der DPV „eigentlich“ nicht fehlen darf. Konkrete Ergebnisse hierzu werden in der laufenden Saison zeitnah veröffentlicht.

Ein weiteres Thema war ein neues Konzept zur Kaderkleidung. Die Vorschriften der internationalen Verbände sind hier deutlich stringenter geworden. Aufgrund der großen Unterschiede zwischen den aktuellen Trikots der DPV-Kaderspieler/innen und den entsprechenden Jacken, hatte es zu diversen Gelegenheiten Diskussionen mit Ausrichtern gegeben, dass sich die Teams – zugunsten der einheitlichen Bekleidung – für eines von beiden vor einem Spiel entscheiden musste. Dies hatte häufig zur Folge, dass entweder jemand zu dünn oder jemand zu warm angezogen war, um den Vorgaben zu entsprechen. Ein entsprechendes Konzept der Verantwortlichen im DPV ist in Arbeit.

Das „Festival de Pétanque“ sollte aber auch aus sportlicher Sicht genutzt werden. Hier zeigten sich die DPV-Coaches unter der Leitung von Bundestrainer Philipp Zuschlag von ihrer experimentierfreudigen Seite. Es wurden Teams zusammengestellt, die in dieser Formation entweder selten oder noch nie zusammengespielt hatten – der sportliche Erfolg wurde hier hinter die Erkenntnisse aus diesen Konstellationen angestellt.

Für die Herren traten an:

Sascha Löh, Vincent Probst, Marco Lonken
Manuel Strokosch, Raphael Gharany, Moritz Rosik
Sascha Koch, Jan Garner, Jannik Schaake
Andre Skiba, Robin Stentenbach, Pascal Keller

Für die Damen:
Annal Lazaridis, Krista Bisoke, Lucia Beil
Verena Gabe, Carsta Glaser, Eileen Jenal
Lea Mischker, Corinna Mielchen, ergänzt durch eine Spielerin aus den Niederlanden
Julia Reimers, Kerstin Lisner, ergänzt durch eine deutsche Spielerin.

Das Festival de Pétanque ist natürlich längst eine feste Adresse, nicht nur, wenn es um die Quantität bei Pétanque-Wettkämpfen in Deutschland geht. Rund 500 Spieler und Spielerinnen kämpften in diesem Jahr um die vorderen Plätze. Qualitativ sorgten Namen wie Jean-Luc Testas und Philippe Jankowski (die das Triplette-Turnier gemeinsam mit Patricia Stöckbauer für sich entscheiden konnten), Till Goetze, Silvan Romain, Kees Koogje, Mika Everding und viele mehr, für Kugelsport auf höchstem Niveau. Alles andere als ein „Spaziergang“ also für die Nationalspieler des Deutschen Pétanque Verbandes – gerade vor dem Hintergrund, dass die DPV-Teams in der Zusammenstellung von ihren Coaches „überrascht“ wurden. Trotzdem schafften es Schaake/Koch/Garner ins Halbfinale, Probst/Löh/Lonken beendeten das Turnier im Viertelfinale – und Gotha-Jecle/Racz/Müller befanden sich im 8tel-Finale mit Claude Azema und seinem Team aus Monaco in bester Gesellschaft.

Der DPV-Referent Christoph Roderig nutzte die Gelegenheit der umfassenden Anwesenheit von Kader-Spieler/innen, um Einzelgespräche darüber zu führen, welchen Einfluss die Live-Übertragungen von Wettkämpfen auf die mentale Disposition der Teams insgesamt und der Spieler/innen im Einzelnen nehmen. Immerhin sei es doch etwas anderes, ob man vor einigen hunderten Zuschauern vor Ort antritt – oder in dem Bewusstsein, dass viele Weitere vor den Monitoren zuhause mitfiebern. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass diese Spiele gefühlt bis auf alle Ewigkeiten im Internet abgerufen und Kugel für Kugel nachträglich angeschaut werden können. Weitere Punkte waren hier die Positionen der Kameras, der Platz des Kommentators, dessen Lautstärke usw. usf. Natürlich wurden auch allgemein Anregungen aufgenommen, wie die Live-Übertragungen aus Sicht der Spieler/innen noch verbessert werden könnten.

Hoch konzentriert: DPV-Präsident Michael Dörhöfer trat beim Doublette-Turnier am Samstag mit Claude Azema, dem Präsidenten des Internationalen Pétanque Verbandes, als Doublette an.

Abschließend sei noch erwähnt, dass das Festival de Pétanque 2019 in Düsseldorf eine ganz besondere internationale Note durch die Anwesenheit von Claude Azema bekam. Der Präsident des Pétanque-Weltverbandes war einer Einladung des DPV gefolgt und nahm sogar selbst an den Wettbewerben teil. Samstags im Doublette mit DPV-Präsident Michael Dörhöfer und Sonntags als dritter Mann einer Equipe aus Monaco. Für Michael Dörhöfer eine schöne Gelegenheit, sich mit dem Chef über sämtliche Pétanque-Lizenzen weltweit einmal sehr direkt und persönlich über die Belange des deutschen und europäischen Pétanque auszutauschen.

Hier geht es zur Live-Übertragung ab 17:30 Uhr:

Unter Einschreibung Masters können sich nun alle Teilnehmer anmelden. Die Voranmeldung hilft den Verantwortlichen und den Ausrichtern die Turniere optimal zu planen.

 

Nachdem der DPV auch Doublette-Turniere in der Reihe der alljährlichen DPV-Masters zulässt, hat sich die Pétanque-Abteilung des TV Fürth mit ihrer offenen Stadtmeisterschaft für diese Serie beworben und qualifiziert.

Die Premiere eines DPV-Masters-Doublette-Turniers findet nun also – pünktlich zum 15jährigen Bestehen der „Spielgemeinschaft Boule-Freunde LIM Fürth“ – am 05. Oktober 2019 auf dem Vereinsgelände, Am Europakanal 50 in Fürth statt. Insider wissen, dass die Kugel-Freunde 2012 dem TV Fürth beigetreten sind und seitdem dort die Boule-Abteilung bilden.

Das Vereinsgelände der Franken bietet eine ganze Reihe von unterschiedlichen Böden und sucht also schon nach „Allroundern“, wenn es darum geht, am Ende auf den vorderen Plätzen zu landen.

Durch die jährlich stattfindenden Offenen Fürther Stadtmeisterschaften – natürlich diesjährig in der 15. Auflage – bringt der Verein auf jeden Fall die nötige Erfahrung mit, Gäste auch jenseits des Wettkampfes bestens zu versorgen.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Vereins – mit einem Klick hier.

Fünf der großen, populären Lizenz-Turniere in Deutschland haben sich für das Jahr 2019 als DPV-Masters-Turnier beworben und den Zuschlag erhalten. Der Reigen von bis zu 8 möglichen Veranstaltungen wird leider nicht gefüllt. Um regional noch breiter aufgestellt zu sein und mehr Interessierten die Möglichkeit zu geben, jenseits der Deutschen Meisterschaften Punkte für die DPV-Rangliste zu sammeln, werden zu den Masters ab diesem Jahr auch Doublette-Turniere zugelassen, wenn sie alle anderen Kriterien, die hierzu gelten, erfüllen.

Das Schweizer System erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Pétanque-Turnieren. Für ein DPV-Masters sind allerdings – aus gutem Grunde – als Spielsysteme ausschließlich KO-ABC(D) und Poules-ABC(D) zugelassen. Immerhin fließen die DPV-Ranglistenpunkte, die bei diesen Turnieren erkämpft werden können, in dieselbe Rangliste, die auch bei Deutschen Meisterschaften zum Tragen kommt. Hier sollen die Kriterien also nicht zu weit auseinander liegen.

© Edingen-Neckarhausen

Die DPV-Masters-Serie startet dieses Jahr am 1. Mai 2019 mit dem Schlosspokal in Edingen-Neckarhausen. Zu diesem Triplette-Wettbewerb traten im Vorjahr 104 Teams an – für den örtlichen Bouleclub – auch bei seiner 37. Auflage des Turniers – keine große Herausforderung. Mit viel Routine werden hier alle Gäste, sowohl was den Verlauf der Wettkämpfe angeht, als auch im Zusammenhang mit einer ausgezeichneten Verpflegung, durch den Tag begleitet. Eine besondere sportliche Herausforderung ist der Schlosspokal durch die hohe Zahl an guten bis sehr guten Spielern und Spielerinnen aus dem Pétanque-Mutterland Frankreich. Im letzten Jahr reiste allein eine Delegation vom Partner-Verein „Club Bouliste Drusenheim“ mit 32 Personen in einem Reisebus an. Der Weg nach Edingen-Neckarhausen lohnt sich also nicht nur wegen der Ranglistenpunkte, sondern auch vor dem Hintergrund des hohen sportlichen Niveaus dieses Pétanque-Turniers. Hier gibt es weitere Informationen zu dem Verein.

© Heinz Zabel, Münster

Weiter geht die DPV-Masters-Serie am 8. Juni 2019 beim Festival de Pétanque in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf. Auch dieses Triplette-Turnier besticht durch eine hohe internationale Beteiligung. Neben Franzosen und Belgiern finden auch immer wieder gute Spielerinnen und Spieler aus den Niederlanden, Schweden oder der Schweiz den Weg an das Rheinufer. Der Spielort ist schon als einzigartig zu bezeichnen. Neben dem Blick über den großen Strom auf die Wiesen der anderen Seite gibt es hier – durch den Höhenunterschied zwischen Promenade und Spielfeldern von ca. 4,50 m – fast einzigartige Möglichkeiten für die Zuschauer, dem Geschehen auf den Feldern zu folgen. Im Rekordjahr 2017 fanden 1.186 Teilnehmer/innen den Weg nach Düsseldorf – und auch für die 23. Auflage des Turniers in diesem Jahr wird mit einem ähnlichen Zulauf gerechnet. Kein Problem für die DM-erfahrene Turnierleitung und die leistungsstarke Truppe, die sich um die Verpflegung kümmert. Mehr zu dem Turnier über diesen Link.

© Club Bouliste Berlin

Die nächste Station der DPV-Masters-Serie ist dann am 13. Juli 2019 der große Preis von Berlin auf dem Boulodrome in Tegel. Hier in der Hauptstadt findet sich die erste Sportstätte, die in Deutschland ausschließlich für den Boule- und Pétanque-Sport errichtet wurde. Bereits 1967 bauten französische Alliierte diese Anlage, um ihren Soldaten ein Stück Heimat in die Ferne zu geben. Seit einigen Jahren steht dort auf der Rue Doret auch eine Boulehalle, die in der kalten Jahreszeit zum Pilgerort, nicht nur für die Spieler/innen des Club Bouliste Berlin, wird. Auch hier dürfen sich die Gäste im Kampf um DPV-Ranglistenpunkte auf ein Team mit Jahrzehnte langer Erfahrung freuen, das nicht nur einen sportlich einwandfreien Ablauf sichert, sondern auch in der vereinseigenen Gastronomie für zufriedenen Gesichter sorgt. Hier geht es zum Club de Bouliste Berlin.

© Fehmarn Echo

Wer Meer erwartet, wird am 28. Juli 2019 sicher nicht enttäuscht, denn dann findet mit den Fehmarn Northern Open das nächste DPV-Masters auf der gleichnamigen Insel statt. Dieses „Kleine Schwester“-Turnier der Riesenveranstaltung in Travemünde, die jedes Jahr über 1000 Teilnehmer anzieht, hat sich zu einer festen Größe im deutschen Turnierkalender gemausert. Bereits zum sechsten Mal empfangen die Boulefreunde Fehmarn im idyllischen Hafen Burgstaaken ambitionierte Spielerinnen und Spieler nicht nur aus Deutschland. Eine rege Beteiligung gibt es auch und vor allen Dingen aus den skandinavischen Ländern, die hier nur eine kurze Fährfahrt entfernt liegen. Aber auch Franzosen, Belgier und Gäste aus den Niederlanden sorgen für eine besonders bunte Mischung im Teilnehmerfeld. Die einwandfreie sportliche Leitung des Turniers und die landestypischen Leckereien jenseits der Wettkämpfe sind nur zwei gute Gründe, sich auf den Weg an diesen hübschen nordöstlichen Zipfel zu machen. Anders als bei den anderen DPV-Masters ist hier allerdings eine Voranmeldung erforderlich. Mehr Infos zum Club gibt es hier.

© Jochen Dörsam

Abgerundet wird das diesjährige DPV-Masters-Spektakel am letzten Termin, dem 13. Oktober 2019, beim Schlossplatz-Turnier in Stuttgart. Bereits seit 2007 (damals im Rahmen einer „Französischen Woche“) bietet sich hier dem Pétanque-Sport die Möglichkeit, vor einer einzigartigen Kulisse und mit reichlich Publikum präsentiert zu werden. Ein echtes Erlebnis für alle sportlich ambitionierten Kugelwerfer/innen, die sich von den Wettervorhersagen im letzten Quartal des Jahres nicht abschrecken lassen – und im Schnitt waren das in den letzten Jahren immer mindestens 70 Teams. Für das leibliche Wohl sorgen am Rande der Wettkämpfe das „Café Künstlerbund“ und „Carls Brauhaus“ – auch hier bietet sich erfahrungsgemäß eine breite Palette an Nerven- und Kraftnahrung. Dass ein Turnier von solchem Gewicht im größten Landesverband des DPV auch in sportlicher Hinsicht auf der höchsten Stufe der Gewissenhaftigkeit geleitet wird, bedarf eigentlich keiner zusätzlichen Erwähnung. Hier geht es zum Boule-Club Stuttgart.

Wir wünschen allen Teilnehmer/innen, die sich auf die Wege machen, viel Erfolg im Kampf um DPV-Ranglistenpunkte! Hier noch einmal die Beispieltabelle zur Ranglistenwertung:

Die Ergebnisse des DPV Masters von Fehmarn sind in die Rangliste eingeflossen. Weiterlesen

Beim 2. Masters diesen Jahres hatte auch der Kader einen Großeinsatz. Kaderteams der Frauen, Espoirs-Frauen, Männer und Espoirs-Männer kämpften mit um den Sieg. Weiterlesen