Nicht der große Medaillenregen bei Espoirs und Jugend bei den Europameisterschaften 2018. Aber sehr gute und gute, wenn auch unglückliche Platzierungen lassen das Team zu Recht feiern. Weiterlesen

Alle drei Teams des DPV beenden den 1. Wettkampf-Tag mit einer positiven Sieges-Bilanz.

Das Team der Junioren holte nach der knappen Niederlage von 8:10 gegen Monaco und dem ebenso hart erkämpften 13:10-Sieg gegen England noch einen deutlichen 13:1-Sieg gegen Andorra. Anschließend musste sich unser Nachwuchs nach zähem Ringen den starken Spaniern mit 11:13 geschlagen geben. Versöhnlich endete der Tag aber für diese Mannschaft mit einem sicheren 13:7-Sieg gegen die Türkei. 3:2 Siege sind angesichts der knappen Niederlagen für diese Mannschaft ein gutes Ergebnis.

Denkbar knappe Niederlage der Junioren mit 11:13 gegen Spanien.

Das Damen-Espoir-Team weist nach dem ersten Tag im Wettbewerb „Jeder gegen Jeden“ ebenfalls positive Bilanz vor. Dem erkämpften 13:11-Sieg gegen die Türkei folgte der deutliche Erfolg von 13:3 gegen die Tschechische Republik. Anschließend mussten sich die Belgierinnen unseren starken Damen mit 13:5 geschlagen geben.

Eine heftige Klatsche kassierte dieses DPV-Team allerdings anschließend mit eine 0:13 gegen die beeindruckend souverän aufspielenden Spanierinnen. (Hier hat sich durch unsere verteilte Kommunikation – ein Teil der Berichte wurde in Deutschland geschrieben – leider ein heftiger Fehlerteufel eingeschlichen, wofür wir uns vor allem bei der Mannschaft entschuldigen! Auf Grund eines falsch gemeldeten Ergebnisses der CEP-Turnierleitung, hat die Redaktion zuhause leider eine kleine Fehlermeldung produziert.) Das war leider falsch. Wahr ist:

Unser Team hat dann gegen die mitfavorisierten und vom Publikum frenetisch unterstützten Spanierinnen auf Augenhöhe agiert und in einem harten Kampf erst spät die Dominanz der Spanierinnen anerkennen müssen. Was ein 8:13 nach sich zog.

Das Freilos für unsere Mannschaft in der letzten Runde des Tages bot dann Gelegenheit, diese Niederlage zu verarbeiten. Hier heißt es also in der Zwischenbilanz 3:1 Siege.

Nach schwungvollen Siegen gegen starke Gegnerinnen kassierten unsere Espoir-Damen ein Fanny durch Spanien.

Das Herres-Espoirs Team des DPV war mit einem deutlichen 13:0 gegen die Niederlande in den Tag gestartet. Anschließend musste man sich mit 10:13 den überraschend starken Spielern aus Finnland geschlagen geben. Auch die folgende Partie gegen die Türkei war ein Nervenkrimi. Nach Ablauf der Zeit stand es in der letzten Aufnahme 10:9 für die Türken. Hier gelang es den DPV-Spielern aber mit 2 Punkten die Aufnahme und das Spiel zum Endstand 11:10 einzufahren. In der letzten Begegnung des Tages ging es gegen die Schweiz. Ein souveräner 13:6-Sieg war das Ergebnis – und eine neue Wortschöpfung erblickte ebenfalls das Licht der Welt: „Die Schweiz haben Leon und ich eben schön ko surplacet!“, strahlte Pascal nach dem Spiel. Die Zwischenbilanz von 3:1 Siegen beschert dem DPV-Team aktuell den 4. Platz in der Tabelle ihres Wettbewerbes.

Beim 9:10 in der letzten Aufnahme der Partie machen die Herren-Espoirs zwei wichtige Punkte zum 11:10 gegen die Türkei.

Beide haben die Bahn 2, die im offiziellen Stream dieser Europameisterschaft gezeigt wird, gezogen. Weiterlesen

Die ersten Triplette-Partien im Süden Spaniens sind gelaufen, die Espoirs-Damen ließen hierbei nichts anbrennen. Nach einem hart umkämpften Spiel gegen die Türkei gingen sie mit 13:12 als Siegerinnen vom Platz. Den Gegnerinnen aus der Tschechischen Republik hingegen ließen sie kaum eine Chance, 13:3 hieß es hier nach einer ebenso kurzen wie deutlichen Partie. Mit zwei Siegen im Rücken geht es also für diese Mannschaft weiter.

Einpacken, weitermachen – die Espoirs-Damen nach dem Spiel gegen die Tschechische Republik.

Die Espoirs Herren hatten ebenfalls einen fliegenden Start. Gegen Holland gab das Team des DPV keinen Punkt ab. Recht schnell und noch deutlicher endete diese Partie mit 13:0 für unsere Hoffnungsträger. Zäher gestaltete sich da schon die zweite Begegnung gegen Finnland. Dieses Spiel lief durchgängig auf Augenhöhe, das Ergebnis von 10:13 für die Finnen hätte auch genau umgekehrt ausfallen können – ist es aber nicht. Hier heißt es also nach zwei Begegnungen 1:1 in Siegen für den DPV.

Nach dem sicheren Sieg gegen die Tschechien eilten unsere Espoirs-Damen direkt hinüber zum Spiel ihrer Team-Kollegen gegen Finnland. Gespannte Gesichter und tolle Unterstützung konnten allerdings nicht verhindern, dass dieses Spiel 10:13 verloren wurde.

Für die Jugend endete das erste Spiel gegen die starke Mannschaft aus Monaco sehr unglücklich. Nach Ablauf der Zeit konnten die Monegassen den Sieg mit 10:8 für sich verzeichnen. Ohne den Pfiff wäre hier für unsere Jüngsten im Wettbewerb sicher mehr drin gewesen.

Das DPV-Team mit den sehr netten Gegnern aus Monaco.

In der zweiten Partie wartete mit England – in der Vergangenheit ein eher beherrschbarer Gegner – ein Team auf unseren Nachwuchs, das durchaus nicht als Kanonenfutter angetreten war. England ist eines der schönen Beispiele dafür, wie sehr sich weltweit bei den vermeintlich „kleinen“ Petanque-Nationen das Niveau deutlich gesteigert hat. Nach einem zähen Kampf konnten die DPV-Junioren aber diese Partie mit 13:11 für sich entscheiden. Auch hier also zunächst eine ausgeglichene Bilanz mit 1:1 Siegen.

Unsere Mannschaft mit den Jungs „von der Insel“ – auffällig auf diesen Fotos, dass der Coach der Gegner jeweils erleuchtet wird – was aber offensichtlich keinen Einfluss auf das Ergebnis der Begegnungen hat.

Der erste Tag der Europameisterschaften für Junioren und Espoirs startete mit den Tireur-Wettbewerben.

„Gut lachen“ hatte hierbei der Schießer des Espoir-Teams, Pascal Müller. Er startete – trotz nur einem Treffer auf die Zielkugel – mit 39 Punkten in das Rennen. Dies sicherte ihm in der Gesamtwertung Platz 2 hinter dem Franzosen Tyson Molinas, der auf 45 Punkte gekommen war. Gleichzeitig ist Pascal hiermit direkt für das 1/4-Finale qualifiziert.

Weniger glücklich lief es für die Espoir-Schießerin Eileen Jenal. Ihr Einstieg in den Wettbewerb wurde bereits während des ersten Ateliers unterbrochen, weil die Schiedsrichter an der Matte, die den Zielkreis darstellt, etwas auszusetzen hatten. Über 5 Minuten wurde der wichtige „Flow“ in dieser Disziplin für Eileen unterbrochen, bis das Problem behoben war. Als sie dann endlich weitermachen konnte, waren andere Wettbewerbe längst abgeschlossen und die entsprechenden Protagonisten mit ihrer jeweiligen Entourage marschierten nacheinander, ca. 3 m von Eileens Abwurfkreis, an ihr vorbei.

Dies hatte mit einem fairen Wettbewerb nicht mehr viel zu tun, was auch die Verantwortlichen des DPV vor Ort bei der Jury reklamierten. Deren Einspruch wurde stattgegeben, Eileen durfte den ersten Durchgang des Tireur-Wettbewerbs wiederholen. Dafür, dass sie es hierbei mit lediglich 10 Punkten gerade so eben in die Repechage schaffte, waren mit Sicherheit auch die Ereignisse aus dem ersten Lauf mit verantwortlich. Trotzdem bleibt sie also für den DPV in diesem Rennen.

In der Altersklasse Juniors startete Domino Probst in dem entsprechenden Wettbewerb. Ihre insgesamt 18 Punkte spiegeln auch bei Weitem nicht die Möglichkeiten dieser jungen Nationalspielerin wider, reichen aber hier ebenfalls für die Teilnahme an der Repechage. 

Die Tierur-Wettbewerbe bleiben also spannend für die Delegation des DPV und die interessierten Zuschauer zuhause.

Wieder einmal wird die Teilnahme der deutschen Spieler/innen nach Möglichkeit live bei Facebook übertragen – hier lohnt sich immer ein Besuch unter https://www.facebook.com/der.dpv oder https://www.facebook.com/Kaderdpv/

Vom 11. bis zum 14. Oktober 2018 spielen 19 Junior-Teams, 9 Espoirs-Frauen-Teams und 16 Espoirs-Herren-Teams um den Titel. Weiterlesen

Nach intensiven Beratungen und Auswertungen der zurückliegenden Saison haben die Trainer und Verantwortlichen die Teams für die diesjährigen Europameisterschaften bekannt gegeben.

Deutsche Mannschaften bei den internationalen Meisterschaften im Jahr 2016. Ein Überblick für alle mit Bildern und zusammenfassenden Texten. Hier zum Download:

thumbnail of Petanque Kompakt Jahresrückblick 2016

Tag 5 der aktuellen EM-Jugend 2016 in Monaco
(
Sonntag, 30.10.)

Spanien war auch heute eine Stufe zu hoch für uns: 6:13
Sicher hatten wir mehr Spielanteile als beim ersten Spiel gegen Spanien, aber leider haben alle Aktionen von uns nicht den gewünschten Effekt gebracht. Beide Teams hatten einen sehr nervösen Beginn und jeder wusste, dass er sich nicht sehr viele Ausrutscher leisten konnte, wenn er hier bestehen wollte. Ausrutscher waren auf ebenfalls auf beiden Seiten vorhanden – von uns kamen allerdings einfach etwas mehr Fehlkugeln oder eben wichtige Kugeln nicht. Die spanische Mannschaft war schlicht das abgezocktere Team und hat absolut verdient das Halbfinale erreicht.
Das Minimalziel war mit dem Viertelfinale erreicht – aber sobald das „hätte-wäre-wenn“ außen vor gelassen wird, war an diesem Wochenende das Viertelfinale auch das Maximum des Erreichbaren. Natürlich „hätte“ man Italien schlagen können und „wäre“ dann nicht gerade auf Spanien oder Frankreich gestoßen, sondern „hätte“ vieleicht die „machbaren“ Gegner, wie Belgien, Schweiz oder gar Tschechien als Viertelfinalgegner haben können – WAR aber eben nicht und damit können wir mit unseren Möglichkeiten an diesem Wochenende mit dem 5 Platz schlicht zufrieden sein.

Spanien hat „leider“ gegen uns doch sehr viele Energiereserven aufgebraucht, so dass sie ihrem Halbfinalgegner Frankreich kaum noch was entgegensetzen konnten und schließlich mit 2:13 untergingen.
Italien unterlag im zweiten Halbfinale nach ausgeglichenem Kampf Belgien – damit stehen Frankreich und Belgien im Finale.
Ohne vorweg greifen zu wollen, ist allerdings an diesem Wochenende Frankreich (wieder mal) konkurrenzlos. Aber in unserem Sport ist schließlich alles möglich, …

An dieser Stelle möchten wir uns erstens bei allen bedanken, die uns auch aus der Ferne mit vielen, vielen Grüßen und Zusprüchen unterstützt haben. Nicht zuletzt für die haben wir hier alles abgerufen, was wir auf dieser EM möglich machen konnten – wenn es auch noch längst nicht das Maximum dessen ist, was die Spieler/innen leisten können und auch in Zukunft sicher weiter anvisieren können und werden.
Ebenso möchten wir uns bei all den mitgereisten Eltern bedanken, die für alle Maßnahmen, die wir zur „Abschottung“ unserer Spieler/innen getroffen haben, um sie durchgehend über all die 4 Tage konzentriert Einzig auf die EM zu fokusieren, vollstes Verständnis zeigten und auch damit unsere Arbeit hier unterstützten.
Und schließlich wollen wir uns bei allen Spieler/innen Luzia, Eileen, Maurice und Leon bedanken, die sich hier in Monaco als würdige Vertreter Deutschlands über die ganze Zeit absolut diszipliniert und vorbildlich präsentiert haben. Dies schließt ebenso die komplette Vorbereitungszeit über das ganze Jahr mit ein, bei der sie sich speziell auf dieses Highlight mit allen Maßnahmen eingestimmt haben – dazu gehören allerdings durchaus alle Kaderspieler/innen der dpj und speziell die Nachrücker Sven Laube und Temur Kurbanov, die grundsätzlich hinter dem Team standen.

Für uns ist hier zwar der Druck abgebaut, aber dennoch werden wir weiter nicht vergessen, dass wir nach wie vor als Botschafter Deutschlands und der dpj und des DPV hier sind: Jetzt gehen wir zwar erst mal mit allen Eis essen und genießen etwas die herrliche sonne und das Meer. Aber gleich danach werden wir vorbildlich wieder auf dem Boulegelände „in Rot“ auftreten und pünktlich das Finale begleiten und der Siegerehrung beiwohnen.
Auch heute Abend beim Abschlussdinner wird Deutschland als geschlossenes Team den Abschluss und unser durchaus zufriedenstellendes Abschneiden feiern.


Tag 4 der aktuellen EM-Jugend 2016 in Monaco
(
Samstag, 29.10.)

Gleich am frühen Morgen der erwartete Kracher fürs 5. Vorrundenspiel: Frankreich – und wir noch immer nicht auf der EM richtig „angekommen“ – heißt, keiner ist tatsächlich auf dem Level, das er eigentlich zu spielen in der Lage ist: 0:13, obwohl wir eigentlich gar nicht schlecht gespielt haben. Aber „gar nicht schlecht“ zu spielen ist für den Gegner auf diesem Niveau einfach zu wenig. Fast hätte man meinen können, Frankreich hätte immer zwei Kugeln mehr im Spiel, als wir. Ein oder zwei Fehlkugeln und schon bist du grundsätzlich im Hintertreffen, wenn von dort eben keine Aussetzer kommen – und die kamen nicht, zumal wir es nicht schaffen konnten, die Franzosen mal wirklich unter Druck zu setzen.“Zu Null“ liest sich immer sehr deutlich – Ganz so deutlich war es allerdings nicht. Tatsächlich hatten wir durchaus unsere Momente, in denen wir taktisch uns den Gegner zurecht legen konnten, aber die dann entscheidende Kugel zur Vollstreckung hat zu dem Zeitpunkt einfach gefehlt.

3:2 in der Vorrunde; Ranglisten-Platz 7 und damit für die Gruppenphase qualifiziert – wenn auch leider nicht als gesetztes Team.
In unserer Gruppe hatten wir die Türkei und Italien (als gesetztes Team) – demnach 2 Spiele gewinnen und wir hätten das Viertelfinale der EM als unser Minimal-Ziel erreicht.
Den Auftakt hatten wir mit Türkei recht souverän gemeistert: 13:7.
Italien sollte uns eigentlich liegen und wir hatten auch recht schnell die Situation im Griff. Allerdings ist Italien erfahren genug, um sich so schnell nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Umstellungen im italienischen Team und ihre dadurch offensiver gestalteter Spieltaktik konnten wir nicht in der gleichen Geschwindigkeit angleichen und verloren das Spiel schließlich mit 7:13.
Einfach kann Jeder – nur wir Deutsche nicht: Nachsitzen mit der Türkei als Play Off!
Uns war klar, dass es uns nicht ganz so einfach gelingen würde, die Türkei wieder, wie im ersten Spiel, zu „überrennen“. Tatsächlich hatten die Türken ihr Team in den Positionen verändert und präsentierte sich in völlig anderer Manier, wie wir es aus dem Auftaktspiel der Gruppenrunde angetroffen hatten. Natürlich steckte auch das verlorenene Spiel gegen Italien noch in den Köpfen fest und das Selbstvertrauen war nicht gerade auf dem höchsten Niveau, das genau in dieser Situation nötig gewesen wäre. Trotzdem entwickelte sich ein tatsächlich extrem spannendes Spiel mit allen Höhen und Tiefen, bei dem sich das deutsche Team in beeindruckender Weise nie aufgegeben hat: 0:4 – 2:4 – 3:4 – 3:5 – 3:6 – 9:6 – 10:6 – 11:6 – 11:8 – 11:12 – 13:12 – Viertelfinale!!!

Wie schon erwähnt:
Das Minimalziel ist damit erreicht – und jetzt erst recht – gerade deshalb!

Viertelfinalgegner ist wieder Spanien  –  Wir freuen uns allerdings auf  die Revanche!

PS:
Auch wenn die Spieler/innen ihre Handys ausschließlich im Hotel nutzen und sich auf dem Boulegelände voll auf ihre Aufgabe konzentieren:
Sie registrieren durchaus, wie viele Daheimgebliebene sich für ihre EM interessieren und ihre Spiele hier verfolgen (Likes, Seitenaufrufe, Nachrichten per soziale Medien, …)
Danke für die großartige Unterstützung, die unsere Spieler/innen zusätzlich motiviert und immer weiter voran treibt!

Tag 3 der aktuellen EM-Jugend 2016 in Monaco
(
Freitag, 28.10.)

Beim ersten Vorrundenspiel heute Morgen die Niederlande zu 5 geschlagen und anschließend gegen Israel ebenfalls mit lediglich 5 Gegenpunkten als Sieger vom Platz – das ließ sich doch ganz gut an.
Nach der Mittagspause hatten wir es im dritten Spiel mit Spanien zu tun. Allerdings waren die Spanier am heutigen Tag, ähnlich wie beim Internationalen Jugendturnier in Langenburg, für uns eine Nummer zu hoch: Mit einem klassischen Royal gleich in der ersten Aufnahme hatten sie uns schon „den Zahn gezogen“ und nach der übernächsten Aufnahme vollends überrollt – 0:13. Auch nach der gemeinsamen ausführlichen Analyse anschließend konnten wir nur sehr wenige Punkte finden, die wir in dem (leider nur kurzen) Spiel hätten ändern können, um der deutlichen Niederlage zu entgehen – wir mussten auch bei keineswegs ausgelassener Selbstkritik einfach anerkennen, dass Spanien ein nahezu perfektes Spiel gegen uns abgeliefert hatte.
Trotz all dem Schock nach der ernüchternden Niederlage konnten wir einen (positiven) Nebeneffekt für uns nutzen: Durch die kurze Spieldauer hatte das Team nun die Möglichkeit, sich für knapp eine Stunde ins Hotel zurückzuziehen, um dort abgeschottet von allen verwunderten Nachfragen („Wie konnte das passieren?„) wieder zur nötigen Ruhe und Gelassenheit zu finden.  Ganz deutlich bekamen das dann die Polen im vierten Spiel zu spüren, denen lediglich ein Punkt gegönnt wurde. Keineswegs waren alle Unsicherheiten komplett abgelegt und das Selbstvertrauen in vollem Umfang wieder vorhanden, aber die Teamgeschlossenheit war allen ganz deutlich anzumerken. Obwohl das Spiel ganz und gar nicht reibungslos als Selbstläufer durchgezogen werden konnte, war nicht ein Moment dabei, bei dem nicht bis zur letzten Kugel um jeden einzelnen Punkt gekämpft wurde und die Spieler/innen sich nicht bei jeder Kugel gemeinsam gepusht haben.
3 gewonnene und 1 verlorenes Spiel ist eine durchaus zufriedenstellende Bilanz des ersten Turnier-Tages. Die Bekanntgabe der letzten Vorrundenpaarungen wurde auf morgen früh festgelegt, um hiermit eventuellen Absprachen oder „Mauscheleien“ vorzubeugen.

Am Abend stand dann (um 17.30Uhr) noch die Repéchage an. Der anstrengend Tag war an Luzia leider nicht spurlos vorrübergegangen und hatte doch einige Energiereserven verschlungen: Auch hier kam Luzia nach durchaus vielversprechendem Beginn nicht über 21 Punkte hinaus und ist damit im weiteren Verlauf des Schusswettbewerbes ausgeschieden.
Hier kommt üblicherweise der inzwischen obligatorische Satz „Mit dem Ausscheiden konnte man sich ab hier Einzig auf den eigentlichen Team-Wettbewerb konzentrieren, …“ – durchaus richtig, aber doch natürlich im ersten Moment wenig tröstlich. Als Deutsche Tireur-Jugend-Meisterin hatte sich Luzia für diese EM selbstverständlich mehr ausgerechnet – sollte aber einfach nicht sein.
Nichts-desto-trotz war die Stimmung nach dem Abendessen und spätestens nach der gemeinsamen Abschlussbesprechung im Hotel wieder bestens und wir freuen uns auf den morgigen Tag – komme, was da wolle!