Der Deutsche Pétanque Verband präsentiert seine Aktivitäten zukünftig in neuen Online-Gewändern. Im Rahmen der Hauptausschuss-Sitzung vom 16. März 2019 hatten die Vertreter der Landesverbände den DPV-Vorstand mit dieser Maßnahme beauftragt. Der neue Auftritt soll moderner und flexibler sein, außerdem müssen aktuelle Schwachstellen in Sachen Sicherheit behoben und für die Zukunft ausgeschlossen werden. Überzeugt wurden die Vertreter der Landesverbände und des DPV durch eine Präsentation von Marco Ripanti, Geschäftsführer der Online-Dienstleister „42medien“, denen auch der entsprechende Auftrag erteilt wurde.

Marco Ripantis Firma bekam den Zuschlag zu diesem Auftrag nicht nur, weil er selbst seit über 30 Jahren aktiver Pétanque-Sportler (1999 Deutscher Meister Tête) ist, und entsprechend weiß, welche Prioritäten ein solcher Auftritt setzen muss. Die 42medien ist darüber hinaus auch für andere Verbände verschiedenster Sportarten aktiv und bringt umfangreiche Erfahrung u.a. darin mit, wie sich über eine Internet-Präsenz auch wirtschaftliche Vorteile erwirken lassen.

Neben technischen Details ist es eines der Ziele, die derzeit getrennten Präsentationen des Deutschen Pétanque Verbandes und der Deutschen Pétanque Jugend wieder zusammen zu führen. Außerdem soll der Kreis derer, die Administratoren-Rechte für den Auftritt bekommen, breiter aufgestellt werden. Der DPV-Vorstand verspricht sich hiervon eine größere Vielfalt und Frequenz an Informationen, sowie zeitnähere Berichterstattungen von geplanten, laufenden oder durchgeführten Events.

In Absprache mit dem DPV-Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, Christoph Roderig, wurde das Modell einer Überarbeitung des bestehenden Auftritts verworfen. Der DPV möchte einen echten Neustart seiner Präsentation und sieht hier wesentlich mehr Gestaltungsspielraum in einer frisch installierten Basis, als auf Grundlage der bestehenden Präsenz. Ob und in welchem Umfang Informationen, die älter als fünf Jahre sind (natürlich abgesehen von Statistiken, Protokollen und anderen langfristigen Erhebungen) in den neuen Auftritt übernommen werden, wird sich aus der laufenden Arbeit an der neuen Internetseite ergeben. Eventuell wird ein, vom eigentlichen Auftritt unabhängiges, Archiv eingerichtet.

Marco Ripanti, Pétanquesportler und Geschäftsführer der 42medien.

Für die 42medien ist die Erstellung der neuen Präsentation keine große Herausforderung, seit mehr als 20 Jahren sind die Profis in allen möglichen Bereichen von Industrie und Handwerk über den Dienstleistungs-Sektor und eben den Sport erfolgreich. „Wir trauen uns zu, den neuen Auftritt bereits vor dem vierten Quartal 2019 online stellen zu können“, so Marco Ripanti. „Wir können sicher voraussetzen, dass die Abstimmungsprozesse auf einem so professionellen Level laufen, dass an dieser Stelle keine Verzögerungen zu erwarten sind.“

DPV-Präsident Michael Dörhöfer bei seinem Vortrag zur FFPJP-Hauptversammlung 2019.

Rund 500 Zuhörer aus dem organisierten Pétanque-Sport in Frankreich hatte der Präsident des Deutschen Pétanque Verbandes, Michael Dörhöfer, bei deren jährlichem Kongress in Troyes/Aube. Und es war mehr als freundlicher Applaus, den er für seine Ausführungen erhielt, ein beachtlicher Teil der Vertreter aus allen Teilen des Landes zeigte sich sehr angetan.

Es war eine Premiere, dass ein Deutscher Verbandspräsident in diesem Rahmen zu einem Vortrag eingeladen wurde. Und so spann Dörhöfer zunächst einen recht großen Bogen darüber, wie der Pétanque-Sport in Deutschland Fuß fassen konnte. Das französische Militär, das nach 1945 in Deutschland verblieben war, fand genauso Erwähnung, wie die begeisterten Urlauber, die aus Frankreich mit Boule-Kugeln nach Hause gereist waren. Einen weiteren Schub erhielt der Spiel-Sport durch das Möbelhaus IKEA, das in kürzester Zeit über eine Million Freizeitkugeln unter die Deutschen brachte – auch diese Anekdote war den wenigsten Zuhörern bekannt.

Der DPV-Präsident kam aber auch schnell auf den organisierten Wettkampf-Sport in Deutschland zu sprechen. Er beschrieb die Funktion der Aufteilung in

Die Tribüne der Delegierten im Kongress-Zentrum.

die zehn Landesverbände, in denen über 20.000 Boulisten organisiert sind. Die Vielzahl der Disziplinen, in denen Deutsche Meisterschaften durchgeführt werden, Tét, Doublette, Doublette-Mixte, Triplette, Triplette 55+, Triplette Damen, Tireur sowie die Jugend-Wettbewerbe, sorgte ebenso für Erstaunen wie der Hinweis auf die vielen Ligen in den Landesverbänden, aus denen die Bundesliga und hier die Teilnahme der Deutschen Meister an Europäischen Wettbewerben erwächst.

Der Pétanque-Sport ist und bleibt voraussichtlich in Deutschland die am dynamischsten wachsende nicht-olympische Disziplin – auch dies fand im Vortrag des Präsidenten Erwähnung. In Frankreich ist hingegen das Wachstum proportional geringer. Ob und wie diese lokale Situation eine neue Dynamik bekommen kann, wäre auch ein spannendes Thema für einen länderübergreifenden Austausch.

Reihe vorne (v.l.n.r.): Claude Azema, Mike Pegg, Michael Dörhöfer, Lars Friis.

Michael Dörhöfer nutzte außerdem die Gelegenheit, einmal mehr für eine engere Kooperation und für Freundschaften der regionalen Verbände und einzelnen Vereine in Frankreich und in Deutschland zu werben. Sein Hinweis auf die großen deutschen Pétanque-Events, wie das Holstentor-Turnier in Travemünde oder das Hofgarten-Turnier in München, wollte er auch gleich als Einladung an die Franzosen verstanden wissen, Deutschlands Kugelwelt einmal zu besuchen.

Insbesondere dem deutsch/französischen Jugendaustausch widmete Dörhöfer dann noch einen separaten Teil seines Vortrages. Hier verwies er auf den fruchtbaren Austausch sowohl mit den Verantwortlichen in der FFPJP, als auch mit Claude Azema, dem Präsidenten des Internationalen Pétanque-Verbandes. Letzterer ist darüber hinaus eine der treibenden Kräfte, wenn es darum geht, dass Pétanque im Jahr 2024 olympische Disziplin wird. Mit einigen Bildern belegte Michael Dörhöfer, dass die dazugehörige Kampagne auch in Deutschland nach Kräften unterstützt wird.

Der Applaus, den der DPV-Präsident für seine Ausführungen erhielt, war – wie beschrieben – nicht nur höflicher Natur. Die Delegierten waren mit Sicherheit auch dankbar für die kurze Abwechslung durch diesen Ausflug in das Pétanque-Nachbarland. Denn die Hauptversammlung der FFPJP hat in diesem Jahr ein strammes Programm. So sind einige wichtige Posten im Vorstand neu zu besetzen. Interessant ist es hierbei, dass jedem Bewerber, der sich und seine Ideen vorstellen möchte, exakt 2 Minuten Zeit hierfür gegeben werden. Es läuft tatsächlich eine Uhr mit – und nach Ablauf der Redezeit wird ebenso konsequent wie unmittelbar das Mikrofon ausgeschaltet.

Einen emotionalen Höhepunkt erlebte der Kongress, als es darum ging, einen Nachfolger für den viel zu jung verstorbenen FFPJP-Präsidenten Michel Desbois zu bestimmen. Hier fiel die Wahl auf Joseph Cantarelli, einen engen persönlichen Freund von Desbois, der nun zunächst für die verbleibende Amtszeit des Verstorbenen die Geschäfte des Verbandes leitet. Aus der Sicht von Michael Dörhöfer eine ausgezeichnete Entscheidung. Er steht bereits seit längerem im Kontakt mit dem neuen Vorsitzenden und ist sich sicher, durch diese Partnerschaft die Ziele beider Nationalverbände besonders dynamisch weiter verfolgen zu können.

Was genau der aktuelle FFPJP-Präsident Joseph Cantarelli auf dem Smartphone von Mike Pegg bestaunt, ist nicht überliefert.

Ohnehin sind die Ergebnisse der vielen Gespräche am runden Tisch zwischen den Präsidenten des Internationalen Pétanque-Verbandes, des CEP, der FFPJP und des DPV am Rande dieses Kongresses schon Grund genug, die Teilnahme in Troyes/Aube als kleinen Meilenstein für den deutschen Pétanque-Sport zu werten. Weitere Informationen hierzu folgen.

Die Präsidenten des Dänischen, Europäischen und Deutschen Pétanque Verbandes, Lars Friis, Mike Pegg (in Begleitung seiner Frau Marie) und Michael Dörhöfer.

Der Vortrag, den der Präsident des Europäischen Pétanque Verbandes (CEP), Mike Pegg, im Vorjahr bei der Hauptversammlung des Französischen Pétanque-Verbandes (FFPJP) über seine Arbeit halten durfte, hat bei unseren Nachbarn im Mutterland des Pétanque „Lust auf mehr“ gemacht.

Man mag es kaum glauben, aber unter den einigen hundert Vertretern der einzelnen französischen Departements auf diesem jährlichen Treffen gibt es eine beachtliche Zahl von Menschen, die nur sehr wenig darüber wissen, dass und in welcher Form jenseits ihrer Staatsgrenzen organisierter Pétanquesport stattfindet.

So war es für die Verantwortlichen der FFPJP naheliegend, in diesem Jahr weitere Vertreter der nächstgrößeren europäischen Pétanque-Nationen einzuladen. Zu selbigen gehört neben Belgien, Spanien, den Niederlanden und Dänemark auch Deutschland.

DPV-Präsident Michael Dörhöfer nutzt also die Gelegenheit, vor den Repräsentanten im Kongress-Zentrum von Troyes einen Vortrag über die Entwicklung und Strukturen im Deutschen Pétanque-Verband zu halten. Darüber hinaus ist eine solche Veranstaltung natürlich bestens geeignet, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu pflegen und auszubauen. Neben Mike Pegg ist auch Claude Azema, Präsident des Pétanque-Weltverbandes, vor Ort, sowie weitere hochrangige Vertreter anderer Nationen.

Über den Verlauf der Veranstaltung und Ergebnisse der Diskussionen (natürlich wird auch „Pétanque als olympische Disziplin“ ein Thema sein) werden wir an dieser Stelle nach dem Wochenende berichten.

Das Präsidium des DPV hat am 24.05.2017 die folgenden vier Beschlüsse gefasst:

Die Lizenz des Spielers Geert Peers wird rückwirkend als ungültig erklärt.

Dem Team von Geert Peers werden der Titel Deutscher Meister Doublette 2017 und die in diesem Zusammenhang erspielten Ranglistenpunkte aberkannt.

Alle Spiele in der Deutschen Pétanque Bundesliga bei denen Geert Peers zum Einsatz gekommen ist werden entsprechend der DPB Richtlinie mit 0:13 verloren gewertet.

Die ungültige Lizenz von Geert Peers hat keine Auswirkungen auf die Ergebnisse des Länderpokals 2017.

Alle vier Beschlüsse wurden im Rahmen einer Telefonkonferenz mit fünf Stimmen einstimmig angenommen. Zwei Präsidiumsmitglieder fehlten entschuldigt.

Der Landesverband NRW ist informiert und beabsichtigt bezüglich der Titel auf den vorgelagerten Ebenen ebenfalls zu reagieren.

Vom belgischen Verband wurden wir zwei Tage nach der DM darüber informiert, dass Geert Peers in Belgien gesperrt ist und daher keine Lizenz beantragen durfte.

Aus den beim ausstellenden Landesverband Bayern vorliegenden Unterlagen war das nicht zu erkennen. Es ergeht daher ausdrücklich kein Vorwurf an den LV Bayern.

Auf Grund der vorliegenden Unterlagen hätte wohl jeder Landesverband die Lizenz ausgestellt. Auch eine Kontrollnachfrage beim DPV hatte keine Einwände ergeben.

Das Präsidium wird den Fall zum Anlass nehmen das Lizenzantragsverfahren beim Wechsel zwischen zwei Nationen zu überprüfen. Verbesserungsvorschläge werden bis zum Herbst erarbeitet und dann dem Hauptausschuss vorgelegt. Entsprechende Anträge werden gegebenenfalls auch an die CEP und den Weltverband gestellt.

Beim belgischen Verband läuft ein Verfahren gegen Geert Peers. Der DPV wird den belgischen Verband auffordern bei der Bemessung des Strafmaßes die Vergehen im Bereich des DPV zu berücksichtigen. Auf eine zusätzliche Bestrafung in Deutschland kann dann vermutlich verzichtet werden.

Das Präsidium bittet darum die Spielpartner, die Mannschaft und den Verein von Geert Peers nicht in Sippenhaft zu nehmen.

Die Sitzung war für 20Uhr30 anberaumt, begann aber erst um 21Uhr30. Bis morgens um 1Uhr30 gab es nur zwei Entscheidungen: die Mitglieder des Exekutiv-Komitee waren gewählt und die WM Tahiti 2014 wird nicht auf 2015 verschoben sondern ersatzlos gestrichen.
Einzig neues E-K Mitglied ist Gerard Schneider (Luxembourg). Über diese Wahl freue ich mich ganz besonders, da ich überzeugt bin, dass er eine Modernisierung der FIPJP-Strukturen anschieben kann.
Flemming Jensin (Dänemark) verlor die Stichwahl gegen einen bisherigen Amtsinhaber sodass Gerard der einzig Neue ist.
Von 48 anwesenden Nationen votierten nur 10 Nationen für eine WM-Tahiti-2015.
(Europa 2, Afrika  4, Asien 1, Ozeanien 2, Amerika 1).
Die Abstimmung erfolgte namentlich, Deutschland hat gegen Tahiti votiert.
Bemerkenswert ist, dass aus Afrika die größte Unterstützung kam und nicht aus Ozeanien und Asien.

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Bereits am 16.10.2013 tagte der DPV Hauptausschuss und ein Tag später wurde ein außerordentlicher Verbandstag abgehalten.

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Am 20. und 21. Oktober tagte der DPV Hauptausschuss in Fulda und hatte dabei 25 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten.

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Der Verbandstag 2011 fand am 19. März erstmals in Fulda statt.

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Thüringen gewinnt den PräsiCup

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