Am 22. November 2020 fand der ordentliche Verbandstag der DPV-Landesverbände statt – natürlich in virtueller Form. Vertreter/innen aller Landesverbände sowie das vollständige DPV-Präsidium, versammelten sich vor den heimischen Monitoren. Ergänzt wurde die Runde durch einige Beauftragte des DPV: Susanne Schmidt (Gleichstellung), Herbert Dressbach (Bundesliga und Länderpokal), Heinz Zabel (Video- und Live-Berichterstattung) sowie Volker Hübchen (Lager und Archiv). Der DBBPV-Präsident Joachim Kamrad und das DPV-Ehrenmitglied Peter Blumenröther nahmen ebenfalls als Gäste an diesem Verbandstag teil. Etwa 30 Menschen gleichzeitig in einer Video-Konferenz, das erfordert eine Menge Disziplin und Organisationstalent.

DPV-Präsident Michael Dörhöfer eröffnete pünktlich den Verbandstag und berichtete von dem Stand der „Hausaufgaben“, die nach dem letzten Hauptausschuss durch die Landesverbände aufgegeben wurden.

  1. Der Geschäftsverteilungsplan wurde gendergerecht umgestellt, alle anderen Dokumente werden nach und nach angepasst. Es wird noch kleine Korrekturen geben zur Verdeutlichung der Aufgaben.
  2. Die Entwicklung der Fördermittel und der eingesetzten Eigenmittel wurden graphisch dargestellt. Es konnte ein deutlicher Fördermittelzuwachs ohne Steigerung der eingesetzten Eigenmittel verzeichnet werden. Offensichtlich werden dadurch die Aktivitäten im Bereich DBBPV respektive die Hygienekonzepte des DPVs und des DBBPVs honoriert.
  3. Ein Hygienekonzept ist derzeit in Abstimmung mit dem DOSB / TÜV Rheinland und soll im Dezember im Grobkonzept fertiggestellt sein. Dies soll Vereine und Verbände bei der Verhandlung mit den zuständigen Behörden unterstützen.

Der DPV-Präsident bedankte sich bei allen Funktionären für die geleistete Arbeit in einem vermeintlich ruhigem Geschäftsjahr 2020. Natürlich waren die sportlichen Events in 2020 rar gesät, allerdings die überregionalen Aufwände und die organisierten Maßnahmen deutlich aufwendiger.

Der Präsident des LV Nord, Andreas Creutzberg, unterstrich dies und bedankte sich im Namen aller Landesverbände beim Präsidium und den Beauftragten für die hervorragende Arbeit in 2020.

Die Berichte der Präsidiums-Mitglieder waren den Landesverbänden im Vorfeld zur Verfügung gestellt worden.

Das „nichts los“ war, wurde auch durch den Tätigkeitsbericht des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation nicht bestätigt. Über 120 Mitteilungen und Berichte, über 50 Spielreportagen, finden sich auf der neu aufgesetzten Homepage des DPV seit Anfang 2020. Hier natürlich der durch den Landesverband NRW dominierte Länderpokal 55+, als vorläufig letztem organisiertem Wettkampf im DPV. Es finden sich dann aber halt auch eine ganze Reihe von Informationen über das „Boule in der Pandemie“ – und breiten Raum greift darüber hinaus die „Fête de la Pétanque“ in Fürth. Hier waren sich auf dem Verbandstag alle einig, dass diese Tage des Breitensports, eingerahmt vom „Deutschland-Cup 55+“ am ersten und dem „Deutschland-Cup Espoirs und Senioren“ am zweiten Wochenende keine Eintagsfliege bleiben sollen. Ein herzlicher Dank ging an dieser Stelle noch einmal an die Verantwortlichen vor Ort, allen voran Klaus Junge und Ulrich Blendinger vom TSV 1860 Fürth e.V.

Die größte Aufmerksamkeit bekam naturgemäß der Bericht des DPV Vizepräsidenten Hartmut Lohß, der wiederum wie gewohnt keine Gründe zur Beanstandung lieferte. Selbiges bestätigten auch die Kassenprüfer Klaus-Dieter Kielgast, Heiko Kastner, René Franke und Achim Fischer. Im Anschluss an deren Berichte wurde der DPV-Vorstand einstimmig durch die Landesverbände entlastet.

Bei den anschließenden Wahlen ging es um die Bestätigung des DPV-Vizepräsidenten Inneres, Dirk Engelhard, der in der laufenden Periode als Ersatz für die aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedene Bettina Tittes eingesprungen war. Dirk Engelhard hat in der noch kurzen Zeit seines Wirkens bereits enorm viel im Zusammenhang mit DPV-Breitensport-Aktivitäten auf den Weg gebracht. So war zum Beispiel die gesamte „Themenwoche Breitensport“ in Fürth unter seiner Ägide ins Leben gerufen und durchgeführt worden. Nicht nur hierfür erntete er reichlich Komplimente und wurde entsprechend einstimmig vom Verbandstag in seinem Amt für die kommenden drei Jahre bestätigt.

Ebenfalls neu gewählt werden musste der Vorsitzende des DPV-Verbandsgerichtes. Über lange Jahre hatte Michael Fey (NRW) diesen Posten inne, der allerdings bereits vor geraumer Zeit angekündigt hatte, hierfür nicht mehr zur Verfügung stehen zu wollen. Der DPV bedankte sich u.a. mit einem kleinen Geschenk bei Michael Fey für die geleistete Arbeit. Es war klar, dass es nicht einfach werden würde, einen annähernd ähnlich kompetenten Menschen zur Neubesetzung dieses Amtes zu finden. Dies ist aber gelungen. Mit Simon Bergmann erreichte den DPV-Verbandstag aus Berlin eine Bewerbung, die es nicht schwierig machte, auch ihn einstimmig in diese Position zu wählen. Simon Bergmann bringt umfangreiche Erfahrung als Justiziar im Dienst des Sportes mit in das Amt. Unter anderem gehören der DOSB, die FIFA, weitere nationale und internationale Verbände, Vereine und Spitzensportler zu seinen Klienten.  Der DPV freut sich, solch einen hochkarätigen Nachfolger für die großen Fußabdrücke, die Michael Fey hinterlassen hat, gewonnen zu haben.

Den Wahlen folgte die Vorstellung des Rekord DPV-Etats für die Saison 2021.  Sowohl der DOSB als auch das Bundesministerium für Inneres haben wegen der Pandemie zusätzliche Budgets zur Verfügung gestellt, um den Spitzensport in Deutschland wettbewerbsfähig zu halten. Der Anteil dieser Mittel darf allerdings auch nur an diesen Zweck gebunden verwendet werden. Dieser Posten hat zwar einen beachtlichen Anteil von etwa 40 %, es bleiben aber auch ausreichend Mittel zur besonderen Förderung von Leistungen, die nicht direkt dem Spitzensport zugeordnet werden. Drei wesentliche Punkte zur Investition in die Zukunft hat der DPV-Verbandstag in diesem Zusammenhang aufgegriffen: eine höhere Förderung der Breitensport-Aktivitäten, dasselbe für die Jugendarbeit und den Auftrag zur Entwicklung einer leistungsstarken Verbandssoftware. Ziel ist es neue sportliche Angebote für die Mitglieder, Vereine und Landesverbände zu schaffen und gleichzeitig den administrativen Aufwand bei der Organisation deutlich zu senken.

Die DPV-Verbandssoftware wird eine zentrale Lösung für alle Landesverbände und deren angeschlossenen Vereine sein. Hier werden regional und national die Mitglieder mit und ohne Lizenz, genauso wie die von LV zu LV unterschiedlichen Gebühren, verwaltet. Die Liga-Ergebnisse, quer über alle Landesverbände, von der Kreisliga bis zur Landes- und Bundesliga werden hier erfasst, verwaltet und veröffentlicht. Die Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften und Masters-Turniere werden hier ebenso zentral verwaltet und veröffentlicht, wie die jeweils aktuelle DPV-Rangliste und die regionalen Ranglisten aus den Landesverbänden. Diese Software-Lösung wird modular aufgebaut und zunächst in Baden-Württemberg und dem Saarland in einen Testbetrieb genommen, bevor sich weitere Landesverbände anschließen. Im ersten Jahr hat der DPV-Verbandstag hierfür einen Etat-Posten von 30.000,– Euro beschlossen. In den Folgejahren ist geplant die laufenden Kosten zur Hälfte vom DPV und zur anderen Hälfte – abhängig von der jeweiligen Mitgliederzahl –  von den Landesverbänden getragen. Auch das Leistungsportfolio dieser gemeinschaftlichen Software-Lösung soll regelmäßig erweitert werden. In der Spitze ist es das Ziel, mit Hilfe der Software eine vollständig kontaktlose Turnierleitung zu realisieren. Keine Warteschlangen oder Aufläufe bei der Auslosung, Ergebnismeldung oder Bekanntgabe der nächsten Runde mehr. Weder bei Deutschen Meisterschaften noch bei Veranstaltungen der Landesverbände – am Ende soll dieses Leistungsmerkmal von jedem Verein genutzt werden können.

Die Software bringt darüber hinaus den wichtigen Effekt, den Aufwand der Ehrenamtlichen in den verschiedenen Gremien wesentlich zu reduzieren. Dies kann ein wichtiges Instrument dazu sein, die Hemmschwelle bei der Entscheidung für die Übernahme eines Ehrenamtes wesentlich zu senken. Diese Lösung ist gleichzeitig so ausgelegt, dass bestehende, funktionierende und bewährte Systeme, mit denen in einzelnen Landesverbänden teilweise schon lange gearbeitet wird, integriert werden können. Es soll ausdrücklich nicht das ganze „Rad neu erfunden“ werden.

Der DPV-Verbandstag startete um 10:00 Uhr morgens und endete gegen 16:30 Uhr, nur unterbrochen von einer einstündigen Mittagspause. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – in schwierigen Zeiten wie diesen gilt es, besonders kreativ zu sein, neue Impulse zu setzen und sich für die Zukunft stabil zu positionieren. Die DPV-Landesverbände haben sich selbst und ihr Präsidium an diesem Sonntag hierfür bestens ausgestattet.

Am 24. November 2019 fand in Düsseldorf der DPV-Verbandstag statt. Gemeinsam mit den Vertretern der Landesverbände (nur Ost und das Saarland fehlten entschuldigt) zog der DPV-Vorstand die Bilanz eines ereignisreichen Jahres 2019. Hierbei lohnte sich sowohl ein Blick auf die Ergebnisse, die die DPV-Teams auf internationalem Parkett eingefahren hatten, als auch „hinter die Kulissen“ des Sportbetriebs. Und natürlich schaute man auch „nach vorn“: welche Schwerpunkte will man in Zukunft zum Thema „Förderung des Pétanquesports“ setzen?

Den Reigen der Berichte eröffnete Martin Schmidt, der das Amt des DPV-Vizepräsidenten Sport bis zu diesem Verbandstag kommissarisch inne hatte und sich später zur Wahl stellte. Sein Thema war unter anderem die erfolgreiche Premiere des Länderpokals 55+, der nun eine feste Größe im Wettkampf-Kalender des DPV wird. Weiterhin verwies Martin auf die erfolgreiche Besetzung der Ämter des Bundesliga- und Länderpokal-Beauftragten, sowie eines Beauftragten für die Rangliste. Mit Herbert Dressbach und Marcus Faltermann konnten hier ebenso engagierte wie kompetente Mitstreiter gefunden werden. Ebenfalls wieder neu ins Leben gerufen wurde der DPV-Sportausschuss, in dem neben Hubert Dressbach(Hessen), Jürgen Hatzenbühler (Rhld.-Pfalz) und Uwe Büttner (Bayern), mit Ingeborg Weber (BaWü) und Sabine Friedel (Ost) auch zwei Frauen aktiv sind. Der Sportausschuss wird sich zunächst um die notwendige Aktualisierung der Sportordnung und Richtlinien kümmern, hat aber auch das Thema „2. Bundesliga“ auf der Agenda.

Weiterhin ging Martin auf die Kaderarbeit ein, die aus seiner Sicht in Zusammenarbeit mit den Leistungsportreferenten und Bundestrainern auf einem erfolgreichen Weg ist. Für das Thema „sauberer Sport“ werden aktuell noch ehrenamtliche Helfer aus den Landesverbänden gesucht, u.a. um den Umgang mit der sportlichen Rechtsliteratur breiter aufzustellen.

Wurde mit einem herzlichen Dank verabschiedet, der ehemalige DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke.

Der DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke, erlebte seinen letzten Verbandstag in dieser Funktion, er erklärte, sich aus Zeitgründen nicht mehr zur Wiederwahl stellen zu können. Seinem Ressort war es in 2019 einmal mehr gelungen, den reibungslosen Ablauf sämtlicher Deutschen Meisterschaften sicherzustellen. Ein Highlight war hierbei mit Sicherheit die DM Triplette in Bad Pyrmont, die vom Ambiente und der Gastfreundlichkeit her die Messlatte für solche Wettkämpfe sehr hoch gelegt hat. Auch für das Jahr 2020 konnte Wilfried wieder Ausrichter für alle Deutschen Meisterschaften gewinnen und wusste darüber hinaus zu berichten, dass die bewährte Unterstützung durch den DM-Beauftragten Alfons Schulze-Niehues dem Verband erhalten bleibt. Der Kopf des DM-Teams fordert hierzu allerdings eine Optimierung der Logistik rund um das DM-Equipments, ein entsprechendes Konzept ist in Arbeit.

Ebenfalls kommissarisch hatte Christoph Roderig das Amt des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation seit einigen Monaten übernommen. Er konnte persönlich nicht anwesend sein, hatte aber einen ausführlichen Bericht seiner Tätigkeiten eingereicht, in dem es u.a. um die Live-Übertragungen von sportlichen Highlights im deutschen und im internationalen Pétanque mit DPV-Beteiligung ging. Mehr als 100 Begegnungen haben es im Verlaufe des Jahres auf die heimischen Monitore der Fans geschafft. Rund 200.000 Aufrufe in diesem Zeitraum sind eine beachtliche Zahl für eine Randsportart wie es das Pétanque in Deutschland nach wie vor ist. Mit gut 200 redaktionellen Beiträgen zwischen Januar und November 2019 (Vorjahr: 132) hat sich auch die Frequenz der Berichterstattung auf der DPV-Homepage erheblich gesteigert. Auch Roderig kündigt in seinem Bericht an, einen Kommunikations-Ausschuss ins Leben rufen zu wollen und darüber hinaus weitere Mitstreiter in Sachen Öffentlichkeitsarbeit im DPV zu akquirieren. Nicht zuletzt bedauerte er, dass aus Kapazitätsgründen die Berichterstattung im Bereich des Damen-Pétanque auf nationaler Ebene in 2019 zu kurz gekommen ist und versprach Besserung.

Für DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer war ein Highlight seiner Arbeit im Jahr 2019 die Einladung zu einem Vortrag beim französischen Kongress im Heimatland des Pétanque-Sports. Einige hundert Verantwortliche der lokalen Verbände und Vereine interessierten sich für seinen Bericht zu den Strukturen im deutschen Pétanque, zu den Entwicklungen, die hierzu geführt haben, sowie zu den Zukunftsplänen des DPV als zweitgrößtem Pétanque-Verband der Welt.

Weiterhin vertrat Dörhöfer den DPV beim Europäischen Verband in Luxemburg und war als Chef d’Equipe bei den Weltmeisterschaften in Spanien sowie den Europameisterschaften in Frankreich vor Ort. Zu letzteren hat der DPV historisch die meisten Medaillen seiner Geschichte gewinnen können und lag am Ende damit im Medaillenspiegel auf Platz 1, noch vor starken Pétanque-Nationen wie Frankreich, Spanien oder Schweden.

Repräsentative Termine nahm der DPV-Präsident auch in Deutschland, bei der Jugend-DM, der DM 55+, dem Jugend-Ländermasters sowie dem Länderpokal wahr. Er war außerdem zu Gast bei den großen nationalen Turnieren in Düsseldorf und Travemünde, beim Verbandstag im Saarland und in Rheinland-Pfalz, sowie bei einer groß angelegten Breitensport-Veranstaltung in NRW, die über drei Tage angelegt war.

Insbesondere dem Boule- und Pétanque-Breitensport in Deutschland will Michael Dörhöfer zukünftig eine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Abschließend bedankte sich der DPV-Präsident bei allen Aktiven, die im Vorstand und in den Landesverbänden daran mitwirken, den Pétanque-Sport in Deutschland nach vorne zu treiben. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Herkules-Aufgabe, dem Dachverband DBBPV e.V. neues, nachhaltiges Leben einzuhauchen, sind auch hier die Weichen für die zukünftige Förderung durch die öffentliche Hand bestens gestellt.

Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Schmidt fehlte ebenfalls entschuldigt, aber auch sie hatte einen umfangreichen Bericht zu ihrer Arbeit zur Verfügung gestellt. Das Ziel ihres Ressorts ist es, Multiplikator*innen in den einzelnen Landesverbänden zu finden, die Stützpunkt-Trainings und -Turniere für Frauen durchführen. Mit Ingeborg Weber, Lisa Kamrad und Simone Kempf konnte Susanne Referentinnen für ein erfolgreiches Netzwerktreffen in Groß Gerau gewinnen. Hier wurden Lege- und Schieß-Trainings durchgeführt, sowie die grundsätzliche Organisation von Stützpunkt-Trainings für Frauen besprochen. Weitere geplante Netzwerktreffen in zwei Landesverbänden konnte aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden. Ein nächstes Ziel ist es nun, Anfang 2020 solche Veranstaltungen durchzuführen. Den Abfragen des DOSB zur Verbandsstruktur im Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit im Ehrenamt konnte Susanne Schmidt für den DPV gerecht werden und wies darauf hin, dass dieses Thema unterjährig durchgängig begleitet werden muss.

Der DPV-Vizepräsident Finanzen, Hartmut Lohß, hatte den Delegierten bereits im Vorfeld einen ausführlichen Bericht zur finanziellen Lage des DPV zur Verfügung gestellt. Er berichtet unter anderem von einer unberechtigten Kürzung der Fördermittel in 2018, die aufgrund einer Nichtbeteiligung an den World Games zustande gekommen worden war und erst im Nachgang korrigiert werden konnte. Dies hatte zur Folge, dass die Einstellung der Rücklagen angepasst werden musste. Weitere Einnahmeverluste musste der DPV aufgrund eines vorübergehenden personellen Ausfalls in Kauf nehmen, Einnahmen aus Bildungsangeboten blieben aus, da diese erst zeitverzögert umgesetzt werden konnten.

Insgesamt war sein Bericht sowie die Etat-Planung für 2020 gegenüber den Vertreter/innen der Landesverbände aber schlüssig, die Kassenprüfer Achim Fischer, Heiko Kastner und Klaus-Dieter Kielgast bestätigten ihm eine einwandfreie Führung der Finanzen im DPV – und am Ende führte dies dann auch zur einstimmigen Entlastung des DPV-Vorstands für das abgelaufenen Jahr.

Wahlen zum DPV-Präsidium

Ganz – und nicht mehr ganz – neue Köpfe im DPV-Vorstand: Martin Schmidt, Bettina Tittes und Christoph Roderig.

Für den ausscheidenden DPV-Vizepräsidenten Inneres, Wilfried Falke, kandidierte auf Vorschlag des Präsidiums Bettina Tittes aus NRW. Dort war sie im Landesverband vor allem im Bildungsbereich und in der Frauenförderung tätig und engagierte sich darüber hinaus als C-Trainerin für eine leistungsorientierte Verbesserung des Pétanque-Sports der Frauen. Sie wurde einstimmig gewählt.

Eher pro Forma erfolgte dann die Wahl von Martin Schmidt, der – wie beschrieben – bereits seit geraumer Zeit kommissarisch das Amt des DPV-Vizepräsidenten Sport inne hatte. Auch die Entscheidung, ihn ordentlich in das DPV-Präsidium zu berufen fiel einstimmig.

In Abwesenheit wurde ebenfalls einstimmig Christoph Roderig zum neuen DPV-Vizepräsidenten Kommunikation gewählt.

Fokus auf das Thema Breitensport

Zu Gast war beim DPV-Verbandstag auch Dirk Engelhard, derzeit Vorsitzender im Bildungsausschuss des Landesverbandes NRW. Er erläuterte die drei Säulen des dortigen Breitensportkonzeptes, das besonders durch vielfältige Bildungs-Maßnahmen, Projekte für Ältere und einzelne Förderprogramme sowie Trainingsangebote überzeugt.

Laut Engelhard sind es:
1. Boule als Breitensport
2. Boule als Gesundheitssport
3. Boule als Bildungsangebot
die die wesentlichen Stützpfeiler einer erfolgreichen Verbreitung unseres Sports darstellen.

Sein Vortrag konnte überzeugen und er betonte, die Inhalte und Ziele gerne allen Landesverbänden zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich lud er alle Interessierten herzlich ein, sich in diese Arbeit übergreifend einzubringen und wies auf finanzielle Mittel hin, die über die Ehrenamtspauschale hinaus in einem entsprechenden Budget öffentlicher Gelder verfügbar sind.

Abschließend wurde auf dem DPV Verbandstag 2019 noch ein Vorschlag vom Präsidenten des LV Berlin, Martin Beikirch, der gleichzeitig Organisator der erfolgreichen Turnier-Serie „Grand Prix d’Allemagne“ ist, unterbreitet.

Um den nicht organisierten Freizeitspielern im deutschen Pétanque einen weiteren Anreiz zu bieten, sich einem der vielen Vereine als Lizenzspieler anzuschließen, kann bei den GPdA-Turnieren ab 2020 eine höhere Anmeldegebühr für Spieler ohne Lizenz erhoben werden. Martin schwebt ein Betrag von 3,– Euro vor, die es mehr kosten könnte, als Nicht-Lizenzspieler an einem Turnier der GPdA-Serie teilzunehmen. Diese Zusatzeinnahmen sollen für die Jugendarbeit im Verein/Landesverband oder für andere, den Boulesport fördernde Maßnahmen eingesetzt werden.

Jugendverbandstag in Heigenbrücken

 

Am 09./10.03.2019 trafen sich die Vertreter der Pétanquejugenden aus den Landesfachverbänden sowie die Mitglieder des Jugendvorstands zum jährlichen Jugendverbandstag (JVT). Diesmal waren wir im Tagungshotel Hochspessart in Heigenbrücken bei Aschaffenburg zu Gast. Da auf dem alten Termin des Jugendverbandstages inzwischen der Länderpokal stattfindet, hat die dpj beschlossen, ihren Verbandstag ab 2019 Anfang März abzuhalten. Bis auf Hessen waren alle Landesfachverbände vertreten und mit Maurice Racz aus dem Saarland und Leon Jentsch aus Niedersachsen konnte der Versammlungsleiter und dpj-Vorsitzende Linus Schilling wieder zwei neue und erfreulich junge Jugendwarte begrüßen. Neben regem Austausch, verschiedenen organisatorischen Dingen und einigen Änderungen im Regelwerk ging es um die Wahl von drei Mitgliedern des Jugendvorstandes. Andreas Endler wurde wieder zum stellvertretenden Vorsitzenden der dpj gewählt und Martin Kuball besetzt den Posten des Beauftragten für Leistungssport. Francisco Torres, der seit 2015 das Amt des Beauftragten für Breitensport ausgeführt hat, stellte sich nicht für Wiederwahl zur Verfügung. Wir danken in diesem Zuge Francisco für seine sehr engagierte und mit Hingabe ausgeführte Arbeit im dpj-Vorstand. Der Vorstand wird sich darum bemühen, diesen Posten möglichst bald kommissarisch zu besetzen.

Die große Runde …

young-meeting

 

Parallel zum JVT fand erneut das young-meeting statt, an dem erfreulicherweise 12 Jugendliche teilnahmen.

Am Samstag beschäftigten sich die Jugendlichen mit der übergeordneten Thematik eines Jugendcamps im Sommer. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es zunächst um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Was läuft gut im Sport, wie jugendfreundlich sind die Vereine, welche Trainingsmöglichkeiten gibt es und wo gibt es Verbesserungsbedarf. Schnell wurde klar: überall da, wo in den Vereinen schon einzelne Jugendliche aktiv sind, gibt es einen Kristallisationspunkt, der zum Teil weit über die eigentliche Region hinauswirkt.

Andreas moderiert.

Im zweiten Schritt wurden Probleme gesammelt und im gemeinsamen Gespräch daraus Wünsche abgeleitet. Ob mehr und besser ausgebildete Trainer und Trainingspläne, mehr Turniere, die sich vor allem an Jugendliche richten oder das bessere Kennenlernen junger BoulespielerInnen aus anderen Landesverbänden. Die Sammlung der Ideen und Vorschläge wurde immer länger.

 

Am Ende mussten sich die Teilnehmer jedoch begrenzen. Aus den gesammelten Vorschlägen mussten sich drei Kleingruppen einen Punkt heraussuchen und einen ersten Konzeptualisierungsvorschlag erarbeiten. So wurden zu den Themen Training, Öffentlichkeitsarbeit und Jugendturniere weiterführende Vorschläge erarbeitet, wie, wann und wer etwas zum erfolgreichen Jugendboule beitragen kann. Die Erarbeiteten Konzepte wurden abschließend der Gruppe vorgestellt und diskutiert.

In Kleingruppen wurden die Themen bearbeitet.

Am Sonntagvormittag arbeiteten beide Gruppen (JVT & young-meeting) zusammen und verteilten sich auf die Workshops „Leistungssport“ und „Breitensport“. In intensiver Arbeit fand ein Austausch zu den Begriffen, Erwartungen und Ideen für zukünftige Entwicklungen und Verbesserungen statt. Als Gast durften wir dazu auch den angereisten DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer begrüßen.

Nach dem Zusammentragen der Ergebnisse, einer Abschlussrunde und einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedete Linus Schilling die Teilnehmenden und wünschte eine gute Heimreise.

Beim Verbandstag am Wochenende in Fulda standen die Präsidiums-Wahlen im Vordergrund. 
Zur Neuwahl stand das Amt des Präsidenten für den nicht wieder angetretenen Peter Blumenröther und das Amt des Vizepräsidenten das, bis zu ihrem Rücktritt vor wenigen Wochen, von Martina Becker begleitet wurde.

Zum Präsidenten des Deutschen Pétanque Verbands wurde Michael Dörhöfer, z.Zt. Präsident in Bayern, und als Vizepräsident Wilfried Falke, z.Zt. Präsident in Niedersachen, gewählt. Beide üben ihr Amt als LV-Präsident vorerst parallel weiter aus, wobei Michael Dörhöfer, auf der Bayern-Webseite, schon angekündigt hat bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Als weiteres neues Gesicht im DPV-Präsidium wurde Susanne Schmidt (Hessen) in das Amt der Frauenbeauftragte gewählt, welches zuvor auch Martina Becker inne hatte.

In ihren Ämtern bestätigt und wiedergewählt wurden:
Hartmut Lohß als Vizepräsident Finanzen, Holger Franke als Vizepräsident Schiedsrichterwesen sowie Ulrich Becker als Vizepräsident Kommunikation.

Am späten Nachmittag erfolge dann eine von Claudia Auer vorbereitete Verabschiedung des ehemaligen Präsidenten Peter Blumenröther bei dieser u.a. die Hauptrede unser Ehrenpräsident Klaus Eschbach, per Liveschaltung direkt aus Thailand, hielt.
Auch die ehemaligen Vizepräsidentinnen Martina Becker und Johanna Brauch waren vor Ort.

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Von den insgesamt 80 Tagesordnungspunkten konnten 77 abgearbeitet werden.

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Martina Becker (Hessen) wurde einstimmig zur Vizepräsidentin Inneres gewählt.

Ulrich Becker (Rheinland-Pfalz) wurde einstimmig bei einer Enthaltung zum Vizepräsident Kommunikation gewählt.

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Bereits am 16.10.2013 tagte der DPV Hauptausschuss und ein Tag später wurde ein außerordentlicher Verbandstag abgehalten.

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Am 21.10. fand in Fulda ein außerordentlicher DPV Verbandstag statt.  Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Besetzung des vakanten Postens Vizepräsident Schiedsrichterwesen.

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Das Protokoll des Verbantstages am 17.03.2012 in Rastatt steht zum Download bereit. 

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