Die Spielfelder der Europameisterschaften der Damen in Odense/Dänemark.

In den ersten fünf Runden dieser Europameisterschaften kommt es für Deutschland zu folgenden Begegnungen: (die blauen Texte sind jeweils nachträglich aktualisiert)

Poule C

Deutschland – Israel: 13-5

Das Ergebnis einer Partie, in der die deutschen Damen von Anfang an dominierten, schnell in Führung gingen und nur in den letzten drei Aufnahmen einige Schwächen zeigten, die letzten drei Punkte waren am härtesten erkämpft.

Der Verlauf der Partie Deutschland – Israel: 2-0, 5-0, 5-1, 5-2, 7-2, 8-2, 10-2, 10-4, 12-4, 12-5, 13-5

Deutschland – Schweden 12:13

Eine Partie in deren Verlauf es zunächst Kopf-an-Kopf ging. Beim Stande von 8:6 dann ein Schuß für 5 Punkte der deutschen Mannschaft, leider ein Loch. Nacheinander dann Schwächen der einzelnen Spielerinnen, zuerst baut Dani Thelen ab, die Positionen werden gewechselt, Lara Eble schießt. Dann Leistungsrückgang bei Gudrun Deterding, schließlich auch bei Lara, die zunächst gut getroffen hatte. Es ist ein Hängen und Würgen, die Partie beim Stande von 11:10 für Deutschland immer noch völlig offen.

Auf der Nebenbahn sorgen die Damen von Dänemark 1 immer wieder für brandenden Applaus ihrer Fans. Sie spielen gegen Frankreich, liegen nach der ersten Aufnahme 0:2 zurück, holen danach aber 4 Punkte, 4:2, die Französinnen machen ein 5er-Päckchen, 4:7, Dänemark legt nach, 7:7, wird dann aber von Frankreich ausgebremst, 7:10, 7:13. Trotzdem, wie beschrieben, immer wieder Szenen-Applaus und großer Jubel von den Rängen, der nicht eben zum konzentrierten Spiel der DPV-Damen gegen Schweden (dies gilt natürlich für beide Teams) beigetragen hatte.

Der Verlauf der Partie Deutschland – Schweden: 2-0, 2-1, 2-4, 5-4, 5-6, 6-6, 8-6, 10-6, 11-6, 11-9, 11-10, 11-12, 12-12, 12-13

Bei den Europameisterschaften ist jetzt Mittagspause. Um 13:45 Uhr tritt Lara Eble im Tireusen-Wettbewerb im direkten Vergleich/K.O.-System für Deutschland gegen Israel an.

Die Runden 3-5 der Europameisterschaften starten wieder um 15:30 Uhr.

Deutschland – Polen 13:12

Das DPV-Team hat einen Krimi erster Güte hinter sich in diesem Spiel der 3. Runde. In der Partie gegen die überraschen starken Polinen (13:5 gegen Luxemburg, 13:6 gegen Israel gewonnen) bekamen die deutschen Damen zunächst kein Bein auf die Erde. In der Anfangsformation ohne Daniela Thelen, dafür Sahra Thies als Vorlegerin, Lara Eble als Tireuse, stand es nach einigen Aufnahmen schon 0:7 aus deutscher Sicht.

Das Team am Spielfeldrand musste reagieren und wechselte Gudrun Deterding für Dani Thelen aus. Dani ab dann als Schießerin, Lara als Milleu. Eine Medizin die wirkte, nach der folgenden Aufnahme stand es nur noch 4:7 für Polen, eine Aufnahme später waren die DPV-Damen mit 9:7 in Führung.

Aber es blieb spannend. Das deutsche Team wusste zwar die Schwäche der polnischen Tireuse auf Distanzen über 9m zu nutzen, trotzdem gewannen unsere östlichen Nachbarinnen das Schweinchen wieder zurück, führten schließlich mit 12:11.

Und bei diesem Spielstand kam es dann zur dramatischsten Entscheidung für das deutsche Team. Die 13 lag für die Polinen am Boden, die noch drei Kugeln in der Hand hatten. Deutschland hatte nur noch eine Kugel, nämlich die von Lara Eble. Was tun? Angesagt war es entweder, die polnische Kugel weg zu schießen und den Gegnerinnen drei Versuche zu lassen, noch einmal die 13 zu legen (das Bild war recht eng), oder eine schwierige Devant-Kugel als Punkt zu legen, die dann ebenfalls nicht ohne weiteres zu entsorgen gewesen wäre.

Frei nach dem Motto: „In der Luft liegen keine Steine!“, entschieden die DPV-Damen sich für die erstere Variante. Lara Eble, die man spätestens nach diesem Spiel ruhigen Gewissens die „Bank von Odense“ nennen darf, ging in den Kreis und schoss ein blitzsauberes Carreau.

Die Polinen einigermaßen „von der Rolle“ nach dieser eiskalten Aktion der deutschen Damen, schießen zwei Löcher, verlegen die letzte Kugel – es steht 12:12.

In der letzten Aufnahme dasselbe quälende Hin und Her: Mal eine dramatische Situation für Polen, im Gegenzug eine zwingende Kugel die den deutschen Damen Kopfschmerzen macht. Die Partie ist die letzte der 3. Runde, die noch läuft, eine beachtliche Anzahl Spielerinnen anderer Nationen haben sich unter die Zuschauer gemischt, wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

Am Ende reicht es aber dann doch für die DPV-Damen zum 13:12-Erfolg.

Lara Eble nach der ersten Runde auf dem zweiten Platz bei der Tireusen-EM.

Und auch als Vertreterin des DPV bei der Europameisterschaft der Tireusen zeigt sich Lara Eble als souveräne Sportlerin auf internationalem Niveau. Nach der Vorrunde steht sie auf dem zweiten Platz, mit 21 Punkten hinter der favorisierten Französin Angeliqué Papon, die beeindruckende 33 Punkte geschossen hat. Auf Platz drei die Schweizerin Ludivine Maître, mit ebenfalls 21 Punkten, allerdings hinter Lara, weil sie weniger Carreaux geschossen hat.

Bei der Europameisterschaft der Teams geht es aus Sicht des DPV nun weiter mit der Partie gegen Norwegen, über die als nächstes zu berichten ist.

Deutschland – Norwegen 13:11

Obwohl die Damen des DPV ihre Gegnerinnen aus Norwegen eigentlich zu jeder Zeit „im Griff“ hatten, wieder eine Zitterpartie, die erkennbar knapp geendet hat. Nähere Informationen folgen, es geht in Odense sofort weiter mit der Partie gegen Luxemburg.

Deutschland – Luxemburg 13:11

Und auch diese Partie war kein Spaziergang für die Damen des DPV, nähere Informationen können auch hier nur nachgereicht werden. Durch den Sieg gegen Luxemburg ist das deutsche Team allerdings endgültig für das Viertelfinale dieser Europameisterschaften qualifiziert und trifft dort morgen als erstes gegen die starken Französinnen.

In der ersten Partie also gegen Israels Damen, die noch vor drei Wochen in der Hinrunde der World Games in Duisburg die Deutschen Damen mit 13:5 geschlagen hatten, sich dann aber im Spiel um die Bronze-Medaille wiederum mit 6:13 geschlagen geben mussten.

Gleich darauf gegen Schweden. Hier kam es zu den letzten Begegnungen während des Nordsee Cup 2005, die in der Hinrunde mit 13:9 für Deutschland und in der Rückrunde mit 13:12 für Schweden endeten.

Die ersten beiden Gegnerinnen des DPV-Teams sind also mindestens als spielerisch gleichwertig zu betrachten.

Hier geht es zu den weiteren Begegnungen.