Die Damen-Mannschaft des DPV vor dem Spiel gegen Frankreich.

Wenn ein internationaler Ländervergleich wie diese Europameisterschaften der Damen in Odense für eine Mannschaft zu einem solchen Marathon-Lauf wird, wie es sich für das Team des DPV dargestellt hat, dann kann man da an irgendeinem Punkt keine Weltklasse-Leistungen mehr abrufen.

Allein die letzten vier Partien des Vortages hatten für unsere Damen eine Netto-Spielzeit von 480 Minuten, 8 Stunden! Die letzte Partie gegen Luxemburg geriet zu genau so einem Krimi, wie die drei davor.

Wir erinnern uns:

Deutschland – Schweden 12:13

Deutschland – Polen 13:12

Deutschland – Norwegen 13:11

Deutschland – Luxemburg 13:11

Obwohl diese Europameisterschaften als die der „kurzen Wege“ in die Geschichte eingehen wird: Spielfelder, Unterkünfte und Verpflegung jeweils weniger als 5 Min. Fußweg voneinander entfernt, waren unsere Damen (genauso wie ihre letzten Gegnerinnen aus Luxemburg) am Abend des ersten Tages zu spät zur Verpflegung gekommen. Bis 22.00 Uhr dauerte die Partie, Abendessen gab es allerdings nur bis 21.00 Uhr.

Beide Teams wurden dann allerdings noch im Hotel-Restaurant „außer der Reihe“ versorgt.

Für Lara Eble, die sich bei dieser Europameisterschaft einmal mehr als eine „Säule“ des deutschen Damen-Pétanque erwiesen hat, hieß es dann um 22:45 Uhr noch einmal anzutreten zur Tireusen-EM gegen die Niederlande.

Ganz knapp scheiterte sie hier mit 17:18 – allein ihre Punktzahl zeugt schon von dem Grad der Erschöpfung, in dem sie sich – genau wie ihre Team-Kolleginen – zu diesem Zeitpunkt befand.

Nach einer kurzen Nacht ging es dann heute morgen für das DPV-Team in’s Viertelfinale gegen Frankreich. Eine Mannschaft, bei der klar ist, dass mindestens 5 von 6 Kugeln kommen müssen – eine Leistung, die unsere Damen zu diesem Zeitpunkt nicht bringen konnten.

Die Französinnen spielten über weite Strecken auf absolutem Weltklasse-Niveau, ließen sich Zeit, wussten vor allen Dingen, dass sie es nicht eben mit den einfachsten Gegnerinnen dieser EM zu tun hatten.

Und sie sammelten ihre Punkte: 3:0, 4:0, 6:0, 8:0…

Es hat nicht sollen sein. Die DPV-Damen quälen sich durch die Viertelfinal-Partie gegen Frankreich.

Beim 8:0 gab es dann ein Auflehnen der deutschen Damen, in dieser Aufnahme wurde von Anfang an geschossen. Frankreich legte gewohnt souverän und Deutschland ließ sich auf keine Experimente ein, mit gut gelegten Kugeln dagegen zu halten. Ein Treffer folgte auf den nächsten…

Bis auf die berühmte „eine“ Kugel, die auch noch hätte kommen müssen…

Immerhin, nur einen Punkt machten die Französinnen nach diesem offensiven Spiel der deutschen Damen.

Doch sie ließen sich nicht beirren: 9:0, 12:0, 13:0… Die Mannschaft des DPV hatte diesem souveränen Spiel nichts entgegen zu setzen, nach 9 Aufnahmen (inklusive zweier Neuaufnahmen weil die Zielkugel ins Aus gegangen war), verabschiedeten sie sich ohne einen Punkt im Viertelfinale, dafür mit einer tollen und spannenden Leistung am Vortag, aus diesen Europameisterschaften mit dem 5. Platz.

Alle Ergebnisse des Viertelfinales:

Schweden – Schweiz 13:3

Spanien – Finnland 13:2

Belgien – Italien 13:10

Frankreich – Deutschland 13:0

Im Halbfinale standen sich gegenüber:

Spanien – Schweden 13:2

und

Frankreich – Belgien 13:11

Im Halbfinale der Tireusen-EM kommt es zu folgenden Begegnungen:

Frankreich – Finnland

Niederlande – Schweden

Die Halbfinale im Nationen-Cup:

Israel – Dänemark 1

Norwegen – Niederlande