Gute 14 Tage vor dem Start der jeweiligen Turniere hat der DPV-Leistungssportausschuss sowohl die Teilnahme unserer Nationalspieler auf Korsika, als auch bei der gerade gelaufenen „Marseillaise 2020″ abgesagt. Die Gründe sind naheliegend, die Entwicklung der Covid-19-Fallzahlen in den entsprechenden Gebieten ließ keine andere Entscheidung zu. Um trotzdem die mit den Teilnahmen zusammenhängenden Kader-Lehrgänge durchzuführen, trafen sich die Trainer und Spieler des Senioren-Herrenkaders in Mannheim.

Raphael Gharany, Matthias Laukart, Vincent Probst und Andre Skiba trafen sich bereits Freitags mit Bundestrainer Sebastian Lechner und (als Premiere) seinem neuen Assistenten Pascal Keller in Mannheim. Nach dem hohen Spaßfaktor beim letzten Treffen in München, wurden auch im Städtchen an Rhein und Neckar E-Scooter gemietet, mit denen die Gruppe die Stadt erkundete. Natürlich nicht ohne Zwischenstopps an interessanten Böden, wo lockere Partien gespielt wurden. Zum gemeinsamen Abendessen stieß auch DPV-Präsident Michael Doerhoefer zu der Gruppe.

Boule & Bike mit E-Scootern.

Zum Kaderlehrgang am folgenden Samstag hatten die Trainer in Absprache mit dem Sportdirektor auch zwei neue Gesichter als Kandidaten für die Nationalmannschaft eingeladen: Tobias Müller und Daniel Reichert. Die beiden fügten sich sowohl technisch als auch taktisch wunderbar in die Trainingseinheiten, der Umgang aller miteinander war von einer spürbaren „gleichen Wellenlänge“ geprägt. Mit den Ergebnissen und Erkenntnissen waren die Bundestrainer mehr als zufrieden.

Am Sonntag bot sich abschließend die Gelegenheit, mit zwei Teams an einem kleinen Turnier in Rastatt teilzunehmen. Hier siegte im Finale das Team Gharany/Müller/Skiba mit 13:6 gegen Laukart/Probst/Reichert.

Kurios: in der ersten Aufnahme sorgten satte Kracher für sechs Punkte beim Team Gharany. Beim Stand von 12:0 für die Mannschaft gab es dann ein Six-Pack vom Team Laukart zurück, ebenfalls möglich gemacht und garniert durch drei SurPlace.

Das 13:6 machte dann beide Teams froh, das Wetter war alles andere als Pétanque-freundlich –und die Abschlussgespräche liefen auch deshalb in besonderer Harmonie, weil alle froh waren, wieder trocken und warm auf einem Stuhl sitzen zu können.

Die Herren-Senioren-Nationalsmannschaft mit den beiden „Praktikanten“ Müller und Reichert.