DPV-Espoirs gegen die neuen „Masters“

EM-Vorbereitung beim „International de Wallonie“ in Malmedy

Vom 25. bis 27.09. hatten die DPV-Espoirs Gelegenheit, am hochkarätig besetzten „International de Wallonie“ in Malmedy teilzunehmen. In Vorbereitung auf die EM-Espoirs spielten Moritz Rosik (Düsseldorf sur place), Robin Stentenbach (1. BPC Bad Godesberg) und Manuel Strokosch (BC Niedersalbach).

Hier der Bericht von Trainer Leo Kroll, der in Vertretung der in Bulgarien engagierten Bundestrainer das DPV-Team betreute.

Mit einiger Verspätung ging es am Freitagabend mit dem „Concours de Tir“los. Ein hervorragend aufgebauter Parcours, umrahmt von Tribüne und VIP-Bereich, bildete die eindrucksvolle Kulisse. Devant-Schüsse wurden gnadenlos durch springende Kugeln bestraft. Manuel musste das am eigenen Leib erfahren und kam auf ernüchternde 21 Punkte. Das relativierte sich jedoch, als die Großen der „Branche“ max. 34 Punkte vorlegten. Trotzdem reichte es nicht für die ersten Acht. Fünf Punkte mehr – und er wäre dabei gewesen. Parallel gab’s ab 20 Uhr ein „Freizeitturnier“ mit ca. 220 (!) Tripletten.

Am Samstag startete das Hauptturnier um 9 Uhr mit Poule-Vorrunden. Das Los bescherte dem DPV-Trio unbekannte Mannschaften, aber was heißt das schon bei einem solchen Turnier. Der erste Gegner, eine französische Mannschaft, wurde von unseren Jungs schwindelig gespielt und schlicht überrumpelt. Nach kurzer Führung des Gegners: Viererpack, Fünferpack und Ende. Nächste Mannschaft war ein zäher „belgischer Brocken“. Die Partie, lange ausgeglichen, ging zu 10 verloren. Also Barrage. Eine belgische Mannschaft, die nicht sehr spektakulär spielte, aber konsequent jeden Fehler ausnutzte und immer besser ins Spiel kam. Bis zum 3:11. Wir bekamen das Cochonnet, spielten extrem kurz, was den Gegner in Schwierigkeiten brachte, holten Schritt für Schritt auf und gewannen 13:11. Der Gegner war sehr enttäuscht.

Malmedy_2015_dpv-espoirs
Französische Rekordweltmeister trafen auf deutsche Nachwuchs-Hoffnungen

Danach obligatorische Mittagspause bis 14 Uhr. Beim Mittagessen wurde noch gewitzelt: Es wäre toll, jetzt einen richtig großen Gegner zu bekommen. Unser Wunsch ging in Erfüllung. Philippe Quintais, Philippe Suchaud und Emmanuel Lucien, frischgebackene Sieger des „Masters de Pétanque 2015“, warteten im „Carré d‘Honneur“ auf uns. Große Kulisse mit vielen Zuschauern. Wir wussten, dass wir nur gewinnen konnten, und spielten locker, aber nicht überheblich auf. Die drei Herren, noch etwas träge von der Mittagspause, waren überrascht, als unsere Jungs mit 3:0 in Führung gingen. Nächste Aufnahme, ein Fehler von uns, und die drei zeigen, was mit den Kugeln möglich ist. Fünferpack. Danach ein hart erkämpfter Punkt für uns. Der Gegner rächt sich mit einem Sechserpack. 4:11. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und schießen die “Sau“ ins Aus. Danach 4:12, 4:13 . Beifall und Anerkennung von den Rängen. Es war toll, ein solches Turnier spielen zu dürfen. Vielen Dank für die Einladung.

Von: Thomas Schorr, Vizepräsident Sport

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