Hier vorab kurz das Endergebnis.

Platz LV Siege / Punkte

1 Hess – 6 : 2 / 23 : 17

2 BaWü – 6 : 2 / 23 : 17

3 NRW – 5 : 3 / 25 : 15

4 Saar – 5 : 3 / 23 : 17

5 Berlin – 5 : 3 / 21 : 19

6 Rh-Pf – 3 : 5 / 17 : 23

7 Nord – 3 : 5 / 16 : 24

8 NiSa – 2 : 6 / 19 : 21

9 Bayern – 1 : 7 / 13 : 27

Alle Einzelergebnisse und die Teilnehmerliste zum Download:

>> Meldeliste

>> Länderpokal

Und hier der Bericht von Peter Blumenröther, der für den DPV vor Ort war:

[f]Länderpokal 2004 [/f]

Endlich weg von meinen eigentlichen Aufgaben als Kassenwart, weg vom Schreibtisch und hin zum Länderpokal. Selbst wenn ich selber keine Kugel geworfen habe, konnte ich doch endlich wieder zwei Tage dem Boule nahe sein, den Akteuren zusehen und viele angenehme Gespräche führen.

Der Saarländische Boule Verband hat die Veranstaltung sehr gut für den DPV ausgerichtet.

Der Hallenboden war genässt, Heizung und Licht perfekt. Ebenso perfekt das Team um Hermann Mohr. Die Einschreibung, die Turnierleitung und die Schiedsrichter arbeiteten effektiv und unauffällig. Die Teams halfen mit fairen Spielen und meist schneller Ergebnismeldung.

Im Clubheim wurde das vielerorts nur deftige Angebot durch ein schönes Salatangebot abgerundet, Sportler wollen sich ja bewusst ernähren.

Seit meiner Tätigkeit als DPV Kassenwart war dies die erste Veranstaltung, bei der alle Landesverbände das Startgeld vollständig und pünktlich bezahlt haben.

[f]Zum sportlichen der Veranstaltung, wie ich es wahrgenommen habe:[/f]

Hessen gewinnt bei Punktgleichheit durch den direkten Vergleich vor BaWü. Die Hessen schworen sich selbst auf den Sieg ein und machten von Anfang an Stimmung. Das mit 8:0 stärkste Senioren Team kam mit Florian und Christian Hennekemper sowie Michael Schmidt aus Hessen. Nach dem ersten Tag waren die Hessen und die Berliner mit je 4:0 die ungeschlagenen Teams. Hessen patzt am Sonntagmorgen gegen Nord und später gegen das erstarkende NRW. Neben dem erwähnten Top-Senioren Team waren Kader Amrane und natürlich Sascha Koch weitere Leistungsträger, während Werner Junge und Lara Eble nicht in Bestform waren.

Baden Württemberg war mit einigen Länderpokalneulingen dabei. Nur die Begegnungen gegen Hessen und das Saarland gingen verloren. Es wurde unspektakulär aber solide Boule gespielt und gerade auch gegen Hessen hart gekämpft; da hat nicht viel gefehlt !

Auch bei Rekordsieger NRW waren neue Gesichter zu sehen. Bestes Damen Team war Angelika und Daniela Thelen, Hanja Eurich sowie Ana Casado(7:1). Bestes Jugend Team war Martin Barr, Florian Korsch, Tilman Gottwald sowie Fabian Schneider (6:2). Es lag also wohl an den Senioren, dass NRW schon früh seine Favoritenrolle abgelegt hat. Spürbar war, dass die Sportler aus NRW doch wenigstens noch einen vorderen Platz erreichen wollten. Und dieser Wille führte dann tatsächlich zum Sieg auch gegen Hessen und dem letztendlich verdienten Platz 3.

Die Saarländer mussten in der letzten Begegnung nur die bisher sieglosen Bayern schlagen und der Titel wäre sicher gewesen. Lag es an der mangelnden Konzentration auf den Titel oder wurden die Bayern fatal unterschätzt ? Bayern gewinnt seine erste Begegnung und Saar rutschte auf den bitteren 4 Platz ab. Die Siege des Saarlands gegen BaWü und NRW, zeigen aber, dass der Griff nach dem Titel berechtigt war. Auch im Saarländischen Team wurden einige namhafte Spieler wie z.B. Sascha Löh und Dirk Hoppe nicht eingesetzt und neuen Spielern den Vorzug gegeben.

Berlin war über seinen fehlerlosen ersten Tag selbst erstaunt. Zumal die Galionsfigruen Dominique Tsuroupa, Hannes Bloch und Christian Hempel nicht in Top-Form waren.

So verlor Berlin gegen die besser platzierten Hessen, BaWü und Saar und ist deswegen korrekt auf dem 5 Platz gelandet. Auch hier waren alle Entscheidungen denkbar knapp.

Es ist Beachtenswert, wie dicht die ersten 5 Plätze bei einander sind.

Ab Platz 6 sind die Landesverbände mit negativen Siegpunkten, angeführt von Rheinland Pfalz mit den amtierenden Deutschen Meisterinnen sowie mit dem Tet-Vize Steffen Kleemann. Mit 5:3 hat jedoch die Jugend die meisten Siege für Rh.-Pfalz eingefahren. Eine geschlossenen Teamleistung war bei Rheinland Pfalz für mich nicht erkennbar, im Gegensatz zu Nord. Nord landete mit nur einem Sieg weniger auf Platz 7. Einige Leistungsträger waren nicht dabei, vielleicht wegen der extrem weiten Anreise. Trotzdem gewinnt Nord mit 3:2 gegen den Länderpokalsieger Hessen !

Die letztplatzierten Bayern verloren nie den Humor und wohl auch nicht ihren Siegeswillen. Nach sieben verlorenen Begegnungen gewinnen sie die Letzte und stürzen damit Saar vom Siegertreppchen ohne sich selbst nach vorne bringen zu können. Da können sich die Hessen nur bedanken. Sigi Ress führte die Leistung auf die fehlenden Hallen (= fehlende Trainingsmöglichkeit) in Bayern zurück

Insgesamt schien mir das sportliche Niveau unter dem der vergangenen Länderpokale. Einzelne Spieler brachten sehr gute Leistungen, jedoch harmonierten einige Teams nicht. Viele Spiele gingen eng aus, weil beide Teams nicht zwingend gespielt haben und entstandene Kugelvorteile nicht genutzt werden konnten. Durch einige Hängepartien schob sich das Ende der Veranstaltung weit nach hinten und bei der Siegerehrung waren verständlicherweise schon viele abgereist.

Danke nochmals an alle Spieler und Coaches sowie dem LV Saarland und seinem Organisationsteam sowie den Schiedsrichtern für die gelungene Veranstaltung,

es hat mir mit Euch Spaß gemacht.

Gruß aus Rüdersdorf bei Berlin

Peter Blumenröther

DPV – Kassenwart