Wer irgendwas zu verwalten oder zu managen hat, der kennt das mittlerweile zur Genüge: Arbeiten und konferieren im virtuellen Raum. Cloud-Space lässt sich aber auch ganz praktisch im Sport einsetzen, so Jürgen Hatzenbühler, Sportdirektor des DPV. Die Bundestrainer und Nationalspieler sind auch jetzt schon fleißig auf der Cloud unterwegs.

Beschleunigt wird das natürlich durch die derzeit Corona-bedingte Einschränkung konkreter, physischer Trainingsmöglichkeiten. Aber auch ohne die Not der Pandemie war es an der Zeit, die digitale Ergänzung der Trainingsmöglichkeiten zu intensivieren. Daher stellt Hatzenbühler das Kaderwesen digital neu auf.

Die erweiterte Plattform wird vor allem die Kommunikation innerhalb des Kaders und zwischen den Trainern und Spielern ausbauen und vereinfachen. Statt vieler Wege wie mit E-Mail, SMS, WhatsApp, Facebook oder was auch immer wird es dann nur noch einen Ort geben, auf dem Nachrichten, Bilder, Videos ausgetauscht werden, sowohl vom PC wie auch vom Handy. Zum Beispiel kann sich eine Gruppe in einer virtuellen Konferenz gemeinsam ein Video anschauen und darüber diskutieren. Zudem lassen sich Lehrmaterialien hinterlegen, die dann bei Bedarf von den Teilnehmern allein oder in Gruppen genutzt werden können. Nützliche Anwendungen gibt es viele.

Natürlich werden durch die neuen technischen Möglichkeiten die physischen Trainings der Nationalspieler nicht überflüssig, betont Hatzenbühler, doch die Maßnahmen können unabhängig von Ort und Zeit vertieft und begleitet werden. Die neue Plattform basiert auf dem Messaging-Dienst Slack. Es läuft gerade die Einführung für die Trainer, danach sind die Spieler dran.