Länderpokal 2002 in Hungen

NRW gewinnt zum 3. Mal hintereinander und behält den Länderpokal.

Zum erstenmal gab es im Rahmen des Länderpokals einen Tireur-Wettbewerb nach den internationalen Regeln, wie bei der WM der Tireure. Je ein Spieler aus jedem teilnehmenden Landesverband konnte teilnehmen. Über Viertel- und Halbfinale gelangten schließlich Sascha Löh (Saarland) und Sascha Koch

(Hessen) in´s Finale, das Sascha Löh knapp gewann.

Als Schiedsrichter fungierten angenehm zurückhaltend Branco Danilowic und

Francois Dumas. .Die Vorbereitungen für den Länderpokal hatte die DPV-Vizepräsidentin Andrea Bärthlein getroffen. Leider konnte der Landesverband Hessen die Turnierleitung nicht übernehmen. So musste DPV-Sportwart Hubert Arians, uneigennützig ( da ohne Amt und Funktion!) unterstützt von seiner Frau Friederike Stein-Arians, die Turnierleitung übernehmen. Hierfür und für seine lebendige Moderation des Tireur-Wettbewerbs bekamen er und Friederike von den TeilnehmerInnen viel Beifall.

Der scheidende DPV-Präsident forderte Spielerinnen, Spieler und Verantwortliche auf Bundes- und Landesebene auf, die ehrenamtlichen Funktionäre in ihrer Arbeit zu unterstützen. Auch Kritik sei hierbei nötig, aber nicht als Vorwürfe oder persönliche Angriffe gegen die handelnden Personen. Die Landesverbände seien in Zukunft mehr gefordert, da die Anzahl der Mitglieder ständig wächst und der DPV auf Vorentscheidungen der Landesverbände angewiesen ist. Er lobte ausdrücklich die zunehmende, fundierte Sportarbeit mancher Landesverbände, wobei er NRW wegen der schon seit langem betriebenen systematischen Arbeit besonders hervorhob. Er bat alle, nicht nur die kurzfristigen Erfolge anzustreben, da erst Versuch, Erfahrung und daraus sich ergebende Änderungen dauerhafte Verbesserung bringen können. DPV-Präsident Lothar Beckmann begrüßte die Möglichkeiten des Internets, verurteilte jedoch die redaktionellen Auswüchse in manchen Foren und sogenannten Gerüchteküchen. Er bat alle verantwortlichen Homepage-Betreiber, anonyme Foren auszuschließen. Alle Boulespielerinnen und Spieler sollten sich gegen die unfaire, anonyme Art von Diskussionsforen aussprechen und sie verurteilen.Feigheit sei in unserem Sport unangebracht. Der Beifall der Spielerinnen und Spieler ließ erkennen, dass sie derselben Meinung sind.

Alle, nicht nur die siegreichen Teams, und die beiden erstplazierten Tireure erhielten reichlich Applaus. Der Dank an das Ehepaar Schmidt für die Bereitstellung der Halle und die Übernahme der Bewirtung wurde beantwortet mit dem Kompliment an alle TeilnehmerInnen, das es friedlicher auf der Welt zugehen würde, wenn alle Menschen so fair miteinander umgingen wie die BoulespielerInnen an diesem Wochenende.

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