Neue Triebe an der Pflanze DPV

Nichts ist beständiger als der Wandel

Signale für einen Wandel im DPV gingen nicht nur von dem im Vorfeld kleingeredeten Länderpokal 55+ aus, dessen Premiere zu einem solchen Erfolg wurde, dass die Sportler/innen der teilnehmenden Landesverbände die nächste Auflage nicht erwarten können. Von den „Alten“ war die Rede, von „Ausgrenzung“ und „Respektlosigkeit“. Im Ergebnis war es eine Verbeugung vor den Legenden des Deutschen Pétanque-Sports, ein Aufeinandertreffen von Routiniers, das unter sportlichen Aspekten hinter keinem sportlichen Großereignis im DPV zurücksteht.

v.l.n.r.: Schneider, Jacobs, Jochum

Legenden im Sportbetrieb des DPV sind auch die langjährigen Vorstandsmitglieder im Landesverband Saar, Ralf Schneider, Volker Jacobs und Harald Jochum. Die Wenigsten wissen, wie sehr der Präsident, Vize-Präsident und der Schatzmeister aus dem kleinen Landesverband mit der großen Nähe zum Pétanque-Mutterland Frankreich in über 25 vergangenen Jahren der Geschichte des DPV, diese beeinflusst haben. Ein Großteil des Regelwerks im Deutschen Pétanque wurde in dieser Sterne-Küche zubereitet und als das serviert, was heute Grundlage unserer Wettbewerbe ist.

Verantwortung in jungen Händen: Maurice Racz

Alle drei zogen sich auf dem letzten Verbandstag im Saarland zurück und übergaben den Staffelstab an Nachfolger, die näher an den u.a. durch Internet und Social Media beeinflussten Herausforderungen, die solche Ämter mitbringen, dran sind. Der DPV wünscht dem neuen Team unter der Leitung von Christoph Maurer ein glückliches Händchen und viel Erfolg. Gallionsfigur in der Verjüngung des Vorstandes hier ist mit Sicherheit der Espoirs-Spieler Maurice Racz, der als neuer Jugendwart im Saarland bereit ist, den großen Herausforderung in diesem Amt gerecht zu werden.

Ein weiterer Blick in die Landesverbände geht nach Hessen. Hier wurde – nach Elisabeth Kamrad in Baden-Württemberg – eine weitere Frau zur Präsidentin gewählt. Claudia Auer wird ab sofort die Entwicklung hier hauptverantwortlich begleiten – auch ihr gelten die gedrückten Daumen aus dem DPV-Vorstand.

Frauenpower an den LV-Spitzen: Elisabeth Kamrad und Claudia Auer.

Ein Wermutstropfen in diesen Erfolgsmeldungen kommt aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz. Trotz hervorragender Zahlen und beeindruckender Bilanz in Sachen Projektmanagement – insbesondere bei der Breitensportentwicklung – konnte hier nur lückenhaft ein neuer Vorstand ab 2019 motiviert werden. Nach dem Rücktritt des Präsidenten und weiterer Vorstandspositionen, konnten nicht alle Ämter lückenlos neu besetzt werden. Der DPV sagt hier jegliche Unterstützung zu, die dabei helfen kann, die Dynamik dieses Landesverbandes nicht durch fehlende Köpfe auszubremsen.

 

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