Neues von CEP und FIPJP

Wichtige Tagung am Randes des EuroCup-Finales in Genua

Während in der Halle um Punkte für den Titel des Europameisters der Clubs gekämpft wurde, fand in einem Nebenraum im Bocciodrome Carupi dello Zerbino in Genua ein Treffen vonVorstandsmitgliedern der CEP und der FIPJP statt. Hintergrund: Nach dem internationalen Kongress in Dakar soll sich einiges bewegen – wenn auch in kleinen Schritten. Die Entscheidungswege der FIPJP sind manchmal etwas länger und Geduld ist erforderlich.

WMs alle 2 Jahre

Der DPV-Antrag beim Congres International in Dakar, der auch von den Niederlanden paralell gestellt wurde, ist angenommen. In Zukunft wird es in allen geraden Jahren die offene WM Triplettes geben. Salopp gesagt: die WM der Männer, die für Frauen nicht tabu ist. In den ungeraden Jahren finden die WMs der Frauen und der Jugend statt. Für das nächste Jahr bedeutet das: WM Jugend in Tunesien, WM Frauen in China – wenn nicht wieder die Türkei einspringen muss. Für die Espoirs wird es in absehbarer Zeit noch keine eigene WM geben, weil weltweit lediglich in Europa diese Altersgruppe schon aktiv ist. Das heißt für uns, dass auch in Zukunft die EM das höchste Ziel sein kann.

EMs als Qualifikation zur WM

Denkbar ist dieses Modell, ebenfalls ein DPV-Antrag, ab 2011. Das ist eine enorme Aufwertung der Kontinentalmeisterschaften. Allerdings muss die FIPJP zuvor noch die Quoten festlegen. Dieses Prozedere wird voraussichtlich am 4./5. April beim Spring Meeting stattfinden – die FIPJP gemeinsam mit den Präsidenten von Europa, Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Durch die Aufwertung der EM als Quali zur WM sind Nationen wie z. B. Russland oder Irland gezwungen, auch Mitglied der CEP zu werden, denn nur so können sie – vorausgesetzt sie schaffen die Quali – an einer WM teilnehmen.

Mehr Wert auf gute Zusammenarbeit

Dass die Zusammenarbeit CEP und FIPJP immer besser wurde und wird, ist das gemeinsame Ziel beider Verbände. Deshalb werden in Zukunft auch die Frühjahrstagungen, in denen das Programm des Jahres festgelegt wird, am selben Ort und zur selben Zeit abgehalten. Am Ende der Besprechungen steht dann ein gemeinsames Treffen mit Gedankenaustausch.

CEP-Meeting

Im Anschluss an dieses Meeting tagten die 7 anwesenden CEP-Vorstandsmitglieder. Das größte Problem für die CEP ist jedes Jahr das Finden von mindestens 2 Ausrichtern für die EMs – für 2009 also EM Herren und Espoirs. Deshalb hat Präsident Flemming Jensin einen Plan vorgelegt. Für bestimmte Regionen in Europa wird es in Zukunft direkte Ansprechpartner oder Verantwortliche geben. Im Zyklus von 5 Jahren soll jede der Regionen mindestens 1 Europa-Meisterschaft ausrichten. Die Regionen und die Zuständigen CEP-Vorstandsmitglieder sind:

Großbritannien und Irland – Mike Pegg (GB)

Skandinavien, Estland – Flemming Jensin (DK)

Luxemburg, Schweiz – Marco Longari (L)

Belgien, Niederlande – Patrice Haulotte (B)

Spanien, Andorra, Portugal – Hortensia Hermida Torres (E)

Frankreich – Edmond Seuillard (F)

Deutschland – Klaus Eschbach (D)

Italien, San Marino, Slovenia – Fabio Ballauco (I)

Osteuropa, Österreich – Bruno Fernandez (SK)

Israel, Türkei – Loek van Tiggelen (NL)

Bereits im Januar wird der erste Aufruf erfolgen. Dazu wird vom Executiv Komitee ein Weisbuch erstellt, das alle Informationen enthält.

Die neue Idee, die dahinter steckt heißt also zukünftig an die Mitgliedsnationen: Was könnt Ihr für uns tun und nicht nur was tun wir für Euch!

Neue Mitglieder für das Präsidium

Da die Stelle von Stephane Pintus durch sein Überwechseln zur FIPJP vakant ist, wirim nächsten Jahr ein neues Vorstandsmitglied gebraucht. Seit dem Ausscheiden von Reinold Borré aus dem selben Grund vor zwei Jahren, hatte ich in der CEP die Funktion des Vizepräsidenten übernommen – zusätzlich zu meinem Haupt-Job als Tresorier. Diesen Posten wollte ich gerne an ein anderes Vorstandsmitglied übergeben. Mein Vorschlag Mike Pegg oder Edmond Sevillard wurde akzeptiert, so dass beim Spring Meeting abgestimmt werden muss.

Neues Beitragssystem

Die meiste Zeit erforderte die Debatte über ein neues Mitgliedsbeitragssystem. Bereits bei der Mitgliederversammlung im August bei der EM Jugend in Nieuwgein hatte ich zwei Modelle vorgestellt und die Versammlung hatte sich für eines ausgesprochen – allerdings nur für die Beiträge von 2008. Ich wurde damals gebeten, die im Laufe der lebhaften Diskussion gemachten Vorschläge einzuarbeiten und für die kommenden Jahre ein endgültiges Modell auszuarbeiten. Ich legte 3 verschiendene Ideen vor und das Präsidium hat sich für Modell 2 ausgesprochen. So wird der Mitgliederversammlung ein gestaffeltes System (nach Lizenzmitgliedern) vorgeschlagen. Für rund 30 % aller Mitglieder (die kleinen Verbände) ändert sich nichts, für die Großen muss der Mitgliedsbeitrag angepasst werden. Von den Mehreinnahmen müssen die beiden neuen EMs finanziert werden und die Nationen mit den Komiteemitgliedern, die überall im Einsatz sind, sollen etwas entlastet werden.

Technische Kommission

Außerdem wurde die neue technische Komission verabschiedet, die sich in Zukunft um alle Belange rund um die EMs und den EuroCup kümmern soll. Unter Leitung von Mike Pegg (CEP) werden Patrice Haulotte (CEP), Victor Nataf (F), Stephane Pintus (MC) und Gustav Moens (B) die Arbeit aufnehmen.

Obut bald neuer Sponsor der CEP?

Zum Schluss wurde für die Tagungspunkte EM Herren 2009 und Sponsoring die Sitzung vertärkt durch Victor Nataf (F) und Jean-Claude Muscat (DUC). Victor berichtete über seine Vorgespräche mit OBUT als Sponsoring-Partner der CEP. Da die FIPJP vom thailändischen Konzern FBT in Zukunft als Hauptsponsor unterstützt wird, sucht OBUT neue Verbindungen. Deshalb wird es demnächst einen Vororttermin bei OBUT geben.

1. Europameisterschaft der Herren

Jean-Claude Muscat, Präsident des Traditionsclubs DUC de Nice, teilete mit, dass er in Nizza die erste EM Herren vom 24. – 26 Juli ausrichten möchte. Victor Nataf bestätigte, dass die FIPJP dieses Anliegen unterstützt. Eine Woche vor dem Termin findet in Nizza eines der größten franz. Turnier statt: Euro-Pétanque, limitiert auf 256 Teams. Dazu wird in der Innenstadt ein richtiges Boulodrome aufgebaut, mit Zuschauertribünen, Catering usw. Dieses ganze Equipement und vor allem das Know How des Ausrichters soll genutzt werden. Presse und Fernsehen sind vor Ort und die Teilnehmernationen werden auch von DUC de Nice zu diesem Turnier eingeladen. Dies wäre natürlich eine hervorragende Vorbereitung.

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