[f]Bericht von der 9. Deutschen Vereinsmeisterschaft am 25./26.10.03 in Gersweiler[/f]

Die 9. Deutsche Vereinsmeisterschaft fand dieses Jahr im Saarland statt. Der saarländische LV hat sich letztes Jahr um die Ausrichtung beworben, nachdem feststand, dass 2003 in Gersweiler eine entsprechend große Boulehalle fertiggestellt werden würde.

Selten – ich denke ich spreche auch im Namen der teilnehmenden Vereine – habe ich eine so gut

organisierte und spannende Veranstaltung erlebt.

Hermann Mohr, Präsident des LV Saarland, leistete mit seinem Team (Volker Jakobs, Monika Fritsch,

Gerd Hessedenz, Hansi Dörr und Alfred Lorenz als Schiedsrichter) ganze Arbeit. Volker Jakobs hat

in Eigeninitiative unser „EDV-Programm“ für die Deutsche Vereinsmeisterschaft auf Vordermann

gebracht,vieles vereinfacht und neue Formulare erstellt, so daß ich als DPV-Vertreterin fast

„arbeitslos“ war. Monika Fritsch saß unermüdlich an der Einschreibung und nahm Ergebnisse ent-

gegen, ebenso sorgten Hermann Mohr, Hansi Dörr, Gerd Hessedenz und Alfred Lorenz für einen

reibungslosen Ablauf.

Zum Turnierablauf:

Die Spiele und Begegnungen waren spannend wie noch nie.

Zunächst sah es am Samstag so aus als ob der SV Odin Hannover auf jeden Fall Deutscher Vereins-

meister werden würde. Düsseldorf sur place war anfangs nicht in der gewohnten Form, auch der

PC Viernheim hatte seine Anlaufschwierigkeiten. In der letzten Runde am Samstag Abend verlor aber Hannover gegen Düsseldorf, Rastatt gewinnt gegen Viernheim, so daß Hamburg und Hannover am Sonntag mit einem 4:1 ins Rennen gehen. Düsseldorf, Berlin und der PCNC mit einem 3:2 und Viernheim mit 2:3. Die 1.Runde am Sonntag bringt die nächste Überraschung: Hannover verliert gegen den PCNC Nbg und erreicht ein 4:2, Hamburg gewinnt, somit 5:1, Viernheim gewinnt (3:3), Düsseldorf gewinnt (4:2), Berlin gewinnt und erreicht somit ebenso 4:2. Es bleibt also spannend. Hamburg hat die Nase vorne. Alle beginnen zu rechnen, wer noch gegen wen spielen muss, wer gegen wen gewinnen kann….Hamburg verspielt seinen Vorsprung als es in der 7. Runde überraschend gegen Landau verliert.

Obwohl die Spieler des BC Landau hervorragend spielten war es ihnen bis zu diesem Zeitpunkt nicht

gelungen eine Begegnung für sich zu entscheiden. Hamburg bleibt also bei 5:2, Nürnberg setzt sich

gegen Saarwellingen durch, 5:2, Düsseldorf verliert gegen Viernheim, die am Sonntag wieder zu

ihrer alten Form gefunden haben, somit 4:3 für Düsseldorf und 4:3 für Viernheim. Berlin verliert

knapp gegen Hannover, somit erreicht Berlin ein 4:3 und Hannover ein 5:2. Punktetechnisch

liegen alle so eng beisammen, dass jede dieser Mannschaften noch für einen der Plätze 1-3 in Frage

kommen kann. Um es kurz zu machen: Nürnberg verspielt seine Chance in dem es die letzten beiden

Runden gegen Viernheim und Berlin verliert. Düsseldorf gewinnt die beiden letzten Runden, erreicht

ein 6:3, Hannover gewinnt ebenso und ist mit einem 7:2 und 19 gewonnenen Spielen nicht mehr ein-

holbar. Die letzte Runde Hamburg gegen Viernheim entscheidet wie die Plätze 2 – 5 verteilt werden.

Gewinnt Viernheim, haben Viernheim, Hamburg und Düsseldorf 6 gewonnene Partien. Düsseldorf wäre

aufgrund der besseren Siegpunkte 2. geworden, Viernheim 3. (vor Hamburg aufgrund des direkten

Vergleichs), 4. Hamburg, 5. Berlin. Nachdem die Hamburger Triplette gegen Viernheim verloren

hat und die Hamburger Tát gegen Viernheim gewinnen konnte, kommt es auf die Doublette Klaus Mohr /

Joao Fernandes gegen Werner Junge / Michael Tekath an. Den Anfang der Partie habe ich nicht

mitverfolgen können: Um 16.30 Uhr sind bis auf diese Doublette alle Spiele beendet. Dieses Spiel

dauert bis 17.35 (!) Uhr. Auf der einen Seite war dieses Spiel sehr spannend uns sehr amüsant,

auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob die Show, die hier geboten wurde, wirklich nötig

ist. Dadurch wurde die Begegnung extrem verzögert, einige Mannschaften reisten ab, da sie eine

weite Heimfahrt vor sich hatten und nicht abzusehen war, wie lange dieses Spiel wirklich dauern

würde. Nach wechselseitigen Chancen, Viernheim hatte schon das Aus auf der Hand, ebenso Hamburg,

konnte Hamburg die Partie 13:12 und somit die Begegnung 2:1 für sich entscheiden. Hannover wird erster und qualifiziert sich somit für die Teilnahme am Europapokal, Hamburg 2. und

Düsseldorf 3.

Auch wenn Landau nur 1 Begegnung gewonnen hat und Rastatt nur 2 merkt man doch wie hoch

das Niveau der Veranstaltung ist. Jeder kann jeden schlagen und die Plätzen 1 -6 liegen doch

sehr eng zusammen (siehe Einzelergebnisse).

Um 18.10 Uhr findet die Siegerehrung statt. Mit dieser Veranstaltung verabschiede ich mich

bei den Spielern als DPV-Vertreterin. Dies war meine letzte offizielle Vertretung bei einer

Deutschen Meisterschaft.

Andrea Bärthlein

(DPV-Vizepräsidentin)