Senioren-WM Grenoble – die ersten Partien – stets aktualisiert!!

Ganz schlechter Start für die Deutsche Mannschaft

Der erste Spieltag, die erste Runde und die erste Partie wurden traditionell mit einem Sauwurf des heute wiedergewählten Präsidenten des Internationalen Pétanque-Verbandes Claude Azenar eröffnet. Um 9:30 Uhr hatte es heute morgen eine internationale Konferenz der Präsidenten aller Nationen gegeben, innerhalb derer es unter anderem um die Wahl des Vorsitzenden ging. Azenar konnte sich knapp mit 26 zu 22 Stimmen gegen den Belgier Meuwissen durchsetzen.

Nun aber zurück zu den Begegnungen der Weltmeisterschaft – die hießen in der ersten Runde des Tages wie folgt (Ergebnisse werden zum Teil noch nachgereicht – Partien laufen ncoh):

Frankreich A – USA: 13:1

Grossbritannien – Mali:

Spanien – Tchechische Republik: 13:1

Malaysia – Mauritius:

Seychellen – Argentinien:

Kambodscha – Polen: 13:6

Senegal – Komoren:

Schweiz – Australien:

Madagaskar – Kamerun: 13:2

Singapore – Schweden: 0:13

Portugal – Monaco: 13:4

Japan – Slowakei:

Tunesien – Dänemark: 13:1

Mauretanien – Slowenien:

Belgien – Ungarn: 13:4

Benin – Neuseeland:

Andorra – Algerien:

Finnland – Italien:

Elfenbeinküste – Holland: 13:6

Luxemburg – Thailand: 11:13

Frankreich B – Portugal:

Deutschland – Madagaskar:

Ein Blick auf unsere Gruppe zeigt, dass die Schweden sich für diese WM etwas vorgenommen haben – souverän schlagen sie die Gegner aus Singapur mit 13:0. Auch die Madegassen beweisen ihre Vormachtstellung im Deutsche Poule mit einem deutlichen 13:2 gegen Kamerun – denen sie allerdings Punkt für Punkt abringen mussten.

Deutschland spielt jetzt gegen Madagaskar in der Aufstellung Hannes Bloch, Kamel Bourouba, Kim Rieger – Sascha Koch sitzt zunächst mal auf der Ersatzbank…

Es steht 0:0.

Die Madegassen legen die erste Kugel ca. 12 cm rechts neben die Sau, die auf gute 10 m geworfen wurde.

Kamel schießt zwei Löcher.

Hannes legt eine schöne Kugel 30 cm direkt vor das Schweinchen.

Kim geht in den Kreis und schießt den Punkt der Madegassen weg – bleibt aber nicht liegen.

Madagaskar schießt, trifft und hat jetzt zwei Punkte am Boden.

Von den Deutschen kommen noch zwei Kugeln – Hannes geht in den Kreis.

Er spielt eine Kugel die ca. 40 cm hinter dem Schweinchen zu liegen kommt – macht damit aber den Punkt.

Auch diese Kugel wird von Madagaskar weg geschossen.

Au ha – das geht ja gut los… Drei Punkte liegen für Madagaskar am Boden – es kommt noch eine Deutsche Kugel.

Kim geht in den Kreis…

Kommt wieder heraus…

Diskutiert mit seinen Partnern…

Da ist guter Rat teuer – fast wäre es eine Option, die Sau zu schießen, damit Madagaskar „nur“ drei Punkte macht.

Aber Kim legt – seine Kugel macht 70 cm vor der Sau den Punkt.

Madagaskar schießt, trifft, bleibt aber nicht liegen.

3 Punkte am Boden für Madagaskar, zwei Kugeln kommen noch…

Und die werden sicher gebracht.

5:0 für Madagaskar.

Die Madegassen werfen das Schweinchen – wieder 10 m.

Ihre erste Kugel ist allerdings überraschen schlecht – landet gute 90 cm halb links hinter der Sau.

Hannes legt einen schönen Punkt, 20 cm links, gerade neben das Schweinchen.

Madagaskar legt noch einmal – obwohl die Kugel von Hannes wirklich auch gut geschossen werden könnte.

Auch die zweite gelegte Kugel ist nicht viel besser, rollt 80 cm rechts hinter die Sau.

Jetzt wird geschossen – und Hannes Kugel wird entsorgt.

Allerdings bleibt die Schußkugel nicht im Spiel – Hannes hat fast einen Meter Platz zum Legen.

Den nutzt er allerdings nicht, rollt durch, der Punkt ist immer noch rechts bei Madagaskar.

Jetzt legt Kim einen schönen Punkt, links neben das Schweinchen.

Der wird weggeschossen, die Schußkugel bleibt im Bild.

Kim legt seine zweite Kugel – 90 cm zu kurz.

Kamel muss legen.

Seine Kugel kommt sehr schön – macht 35 cm rechts von der Sau den Punkt.

…und wird sicher entsorgt!

Die letzte Kugel der Deutschen kommt.

Kamel geht in den Kreis, spielt – und macht einen taktisch tollen Punkt, ca. 55 cm hinter dem Schweinchen.

Jetzt kommt aber noch eine Kugel von Madagaskar – der Tireur geht in den Kreis…

…und wieder kein Loch – das ist eine eisenharte Truppe, die Jungs aus Afrika, zwei Punkte…

7:0 für Madagaskar

Madagaskar wirft das Schweinchen wie gewohnt auf 10 m.

Wieder kommt die erste Kugel des Vorlegers nicht, bleibt 1,20 m zu kurz.

Hannes Kugel ist wunderbar, bleibt 25 cm rechts neben dem Schweinchen liegen.

Madagaskar legt noch einmal…

…diesmal zu lang – über 90 cm rechts hinter die Sau.

Hannes Kugel hat immer noch einen schönen Punkt.

Madagaskar legt weiter – und kommt mit einer Kugel, die 35 cm hinter dem Schweinchen liegt an zwei.

Jetzt wird geschossen – die Kugel wird allerdings nicht voll getroffen, rollt nur ein Stück nach links – der Punkt ist jetzt aber bei Madagaskar.

Kamel geht in den Kreis und schießt – ein Loch.

Kamel schießt noch einmal – und trifft die Sau – Neuaufnahme!

Immer noch 7:0 für Madagaskar.

Entfernung wieder 10 m – die erste Kugel der Madegassen wieder nicht so toll – aber immerhin nur knapp 35 cm hinter dem Schweinchen.

Hannes legt eine schöne Devant-Kugel – macht damit den Punkt.

Madagaskar entschließt sich weiter zu legen.

Jetzt kommt eine schöne Kugel des Pointeurs, macht 12 cm neben dem Schweinchen den Punkt.

Kamel schießt – und trifft – Punkt bei Deutschland.

Madagaskar schießt ebenfalls – DAS ERSTE LOCH!

Erst mit der zweiten Kugel wird entsorgt, die Schußkugel bleibt im Spiel, der Punkt ist jetzt ca. 5 cm hinter dem Schweinchen bei Madagaskar.

Kamel schießt, trifft auch – und…

…ein wunderschönes Carreau, der Punkt jetzt 30 cm rechts neben dem Schweinchen für Deutschland.

Und jetzt zeigt sich, was die Madegassen hier vorhaben – jedenfalls keine Punkte abgeben!

Sie schießen auf die Sau!!!

…und treffen, Neuaufnahme!

Immer noch 7:0 für Madagaskar…

Diesmal werfen die Madegassen die Sau so weit, dass ein Schiedsrichter zum Messen gerufen wird. Es sind allerdings 10 m.

Die erste Kugel von Madagaskar ist sehr gut, macht 10 cm rechts neben dem Schweinchen den Punkt.

Kamel geht in den Kreis und schießt die Kugel sicher weg, bleibt 1,5 m rechts vom Schwein als Punkt liegen.

Die nächste Kugel des Pointeurs von Madagaskar ist wieder grotten schlecht, rollt 70 cm links hinter das Schweinchen.

Hannes legt einen schönen Punkt 20 cm rechts neben die Sau.

Madagaskar schießt einen SurPlace, jetzt zwei Punkte am Boden für die Afrikaner.

Kamel geht in den Kreis und…

…schießt ein Loch!

Jetzt muss Hannes retten – und das macht er auch, legt eine wunderschöne Devant-Kugel und bleibt als Punkt liegen.

Madagaskar schießt und trifft.

Das Bild fliegt allerdings inklusive Schweinchen komplett durcheinander und es muss zunächst mal geprüft werden, wer überhaupt den Punkt hat.

Der Punkt ist 50 cm vom Schweinchen entfernt bei Madagaskar.

Kim geht in den Kreis und legt einen Punkt, 30 cm rechts von der Sau.

Der Tireur von Madagaskar trifft gewohnt sicher (bis jetzt ein Loch) und der Punkt ist wieder bei den Afrikanern.

Die nächste Kugel von Kim ist taktisch nicht schlecht – 45 cm links neben dem Schweinchen macht sie einen Punkt.

Madagaskar schießt – und…

…ein Loch!

Nur noch 7:1 für Madagaskar – 12 Punkte bis zum Sieg für unsere Mannschaft!

Unsere Spieler nutzen die Gunst des Sauwurfs um die Distanz zu wechseln – ca. 8,50 m.

Hannes erste Kugel ist nicht schlecht, 30 cm halbrechts hinter dem Schweinchen.

Doch die Kugel des Madegassen ist besser, macht 15 cm links neben der Sau den Punkt.

Kamel geht in den Kreis, schießt und trifft sicher – Punkt wieder bei Deutschland.

Aber auch die nächste Kugel der Madegassen macht an der selben Stelle den Punkt.

Kamel schießt – ein Loch…

Kim geht in den Kreis, schießt und trifft mit einem schönen Carreau.

Punkt jetzt 30 cm links neben der Sau bei den Deutschen.

Madagaskar schießt – das dritte Loch, wenn ich mich recht erinnere…

Jetzt wird gelegt – zu kurz, ca. 50 cm gerade vor dem Schweinchen.

Mit der vorletzten Kugel wird jetzt nochmal geschossen…

…und getroffen, Carreau, zwei Punkte für Madagaskar am Boden, die beste Kugel 50 cm vor der Sau.

Deutschland hat noch zwei Kugeln, Hannes geht in den Kreis, legt und…

…ein bißchen zu lang – schade, Hannes Kugel liegt 60 cm hinter der Sau an Zwei.

Beratung im Deutschen Team, die Strecke Kreis/Schweinchen wird mehrfach abgelaufen.

Jetzt ist Kim im Kreis – er legt, überholt die Kugel der Madegassen knapp und macht einen schönen Punkt.

Aber es kommt ja noch eine Kugel von Madagaskar, die schießen – und treffen.

8:1 für Madagaskar – wann kommt Sascha Koch??? Hier muss was passieren!!!

Die nächste Aufnahme, Madagaskar wirft die Sau natürlich wieder auf 10 m.

Und legt einen schönen Punkt 20 cm links neben das Schweinchen.

Kamel schießt und trifft, bleibt auch mit seiner Kugel als Punkt liegen.

Der wird allerdings wiederum von den Madegassen entsorgt – Punkt wieder bei den Afrikanern.

Hannes ist im Kreis, legt – und…

…viel zu lang – schade.

Seine nächste Kugel spielt er recht schnell hinterher – und –

…die rappelt auch durch, au weia!

Große Beratung!

Kim geht in den Kreis.

Er legt – einen wunderschönen Punkt 20 cm links neben das Schweinchen.

Diese Kugel liegt allerdings völlig frei von irgendwelchen Kontergefahren nach hinten.

Der Madegassische Tireur ist im Kreis, schießt – und…

…berührt Kims Kugel nur ganz leicht – der Punkt ist immer noch sicher bei den Deutschen.

Die Madegassen entschließen sich zu legen.

Die Kugel kommt sehr schön, ist ein bißchen lang, macht aber den Punkt.

Kamel ist im Kreis, schießt und trifft mit Carreau,

jetzt zwei Kugeln für Deutschland am Boden.

Es kommt noch eine Kugel vom afrikanischen Milleu.

Der legt einen schönen Punkt – das wird allerdings jetzt erstmal nachgemessen.

Ja, der Punkt ist bei Madagaskar.

Kim schießt für zwei, trifft auch, allerdings nur am „Hinterköpfchen“, die Kugel rollt ein Stück nach hinten – und..

…ja, es sind zwei Punkte für Deutschland und damit steht es jetzt.

8:3 für Madagaskar.

Pause, die Deutschen Spieler besprechen sich mit Daniel Leguet.

Jetzt spielen die Deutschen das Schweinchen auf 6 m.

Und wenn es den Madegassen noch so wenig passt (sie schreiten die Strecke ein paar Mal ab) der Sauwurf ist gültig.

Die erste Kugel von Hannes ist schön, bleibt 15 cm rechts neben der Sau liegen.

Madagaskar legt – ein bißchen lang, bleibt 20 cm halb links hinter dem Schweinchen.

Jetzt schießen sie. Einen Retro, blitzsauber, zwei Punkte am Boden für Madagaskar.

Hannes legt eine „goldene“ Devant-Kugel – wunderschön..

Der Madegassische Tireur geht in den Kreis, schießt und trifft – und nun?!?

Das ganze Bild ist durcheinander gewirbelt – man kann schlecht erkennen, für wen wo welche Kugeln liegen…

Aber Kim geht in den Kreis, der Punkt ist also offensichtlich bei Madagaskar.

Kim legt einen schönen Punkt, 20 cm halb links vor das Schweinchen.

Die nächstbeste Kugel liegt bei diesem Bild 55 cm halb links vor der Sau.

Jetzt der Milleu der Madegassen.

Er schießt und trifft. Nach wie vor ist nicht zu erkennen, wieviele Punkte Madagaskar jetzt am Boden hat.

Kim legt nocheinmal.

Wieder ein wunderschöner Punkt – unter 10 cm links vom Schweinchen.

Der Leger aus Madagaskar geht in den Kreis…

…und legt eine Kugel, die gute 40 cm zu lang nach hinten links geht.

Und wieder wird mit der letzten Kugel geschossen.

Madagaskar trifft – Deutschland muss spielen.

Kamel geht in den Kreis, legt, schade…

…ca. 10 cm zu kurz für einen Punkt – seine Kugel liegt an zwei.

Aber er hat ja noch eine… schießt – und..

Trifft – Punkt bei Deutschland.

Es steht 8:4 für Madagaskar – noch 9 Punkte bis zum Sieg der Deutschen.

Und in diesem Bericht gibt es jetzt leider auch eine Unterbrechung – ich muss mir weiterhin irgendwo eine Steckdose suchen, der Akku ist gleich leer. Die Bedingungen unter denen hier berichtet werden muss, sind eine einsame Katastrophe!

In aller Kürze, weil jetzt gleich wirklich der Akku alle ist und ich zum Aufladen mit dem Laptop ins Wohnmobil muss:

In der nächsten Aufnahme machen die Deutschen den nächsten Punkt – schön herausgespielt durch ausgezeichnetes Gegenschießen der Deutschen Tireure, Kim trifft, Kamel trifft und zum Schluß hat Hannes Bloch noch eine Kugel, der Punkt ist bei Madagaskar, aber Hannes legt souverän an eins.

Es steht 8:5 für Madagaskar.

Wieder werfen die Deutschen das Schweinchen auf 6,5 m.

Hannes legt eine schöne Kugel 20 cm halb links hinter die Sau.

Der Leger aus Madagaskar spielt eine Kugel – die verspringt und rollt einen guten Meter nach hinten durch.

Jetzt wird geschossen.

Treffer – und die Schußkugel bleibt im Bild, 80 cm hinter der Sau.

Hannes legt seine Kugel fast wieder an dieselbe Stelle, vielleicht sogar ein bißchen besser.

Darauf schießt Madagaskar einen SurPlace, jetzt 3 Punkte für die Afrikaner am Boden.

Die Deutschen denken nach – und entscheiden sich für einen Schuß auf die beste Kugel der Madegesen.

Es wird ein Casquette – eine „Kappe“.

Immer noch drei Punkte für Madagaskar. Die Schußkugel von Kamel ist weg.

Kim legt einen schönen Punkt gerade vor das Schweinchen.

Wieder schießen die Spieler aus Madagaskar einen Carreau – jetzt liegen vier Punkte für Madagaskar am Boden.

Kim legt.

Seine Kugel ist viel zu lang, rauscht durch das Bild, einen Meter nach hinten.

12 liegt immer noch für Madagaskar.

Jetzt eine kurze Diskussion – es kommen noch zwei Kugeln von Madagaskar.

Die taktische Entscheidung ist: Ein Sauschuß!

Lieber sollen die Madegesen zwei Punkte machen, als eventuell mehr oder sogar Schluß.

Der Sauschuß geht daneben.

Madagaskar hat mehr Platz als es bei den technischen Qualitäten der Spieler braucht und brauchen erst gar nicht mehr spielen.

Deutschland zeigt sich sehr sportlich und gratuliert, bevor die 13 gelegt wird.

Deutschland verliert also das erste Spiel gegen Madagaskar 5:13.

Jetzt geht es gegen die Schweden, die ja vorher Singapur zu 0 und in der Folge Kamerun zu 9 geschlagen hatten. Man darf gespannt sein, wie unsere Jungs diese erste Niederlage verkraften.

Philippe Quintais hatte in der Zeit, die es gedauert hatte bis es 8:4 für Madagaskar gegen Deutschland stand, mit seinem Team Frankreich B 13:1 gegen Portugal und 13:0 gegen Guinea gewonnen. Der Champion macht sich hier „keinen Streß“!

Ich sitze jetzt hier bereits im Wohnmobil, weil ich woanders keinen Strom her bekomme. Lasse mein Laptop jetzt alleine am „Saft“ und mach meine Notizen zunächst handschriftlich.

Später also mehr, alle Ergebnisse – auch von den anderen Begegnungen.

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