This entry is part 4 of 4 in the series von K. Eschbach

Phuket Games

Das Großereignis (Bildergalerie) hat schon lange seine Schatten vorausgeworfen. Seit fast einem Vierteljahr wurden die beiden Pétanque-Plätze in Saphan hin komplett erneuert und der Hauptplatz mit 12 Terrains komplett überdacht. Bis dahin war nur etwas mehr als die Hälfte überdacht.
Dann wurden die Phuket Games in der ganzen Stadt groß beworben – mit Plakaten und überlebensgroßen Darstellung des Maskottchens bei der Ausübung der verschiedensten Sportarten.

Besonders auffällig war die Werbung rund um die Austragungsorte der verschiedenen Sportarten, z. B. in Saphan Hin, wo Pétanque, Spektakraw und Beach-Volleyball ausgetragen wurden.

Da ich von allen Befragten keine brauchbare Antwort bekam, machte ich mir die Mühe, das Plakat auf unserem Platz zu übersetzen – google hat geholfen! Da stand: Willkommen Trainer, Ausbilder und Sportler zum Finale des 35., jährlichen Wettkampfes auf nationaler Ebene vom 1. bis 9. Dezember 2560 (2017).

Das erklärte auch, warum die Jugendlichen des Phuket Pétanque Club seit Wochen so eifrig trainierten. Die Betreuer notierten fleißig Resultate, damit sie die optimalen Teams für das Großereignis zusammenstellen konnten. Ich musste öfters am Freitag mein Turnier eine Stunde später beginnen, weil das Training noch nicht beendet war.

Je näher der 1. Dezember rückte, umso mehr verwandelte sich Saphan Hin in eine riesige Zeltstadt. Hunderte von Tischen zur Verpflegung der Delegationen und die entsprechenden Küchen dazu, Verkaufsstände für alles rund um die Sportarten und natürlich auch für alles Mögliche und Unmögliche. Und wo viele Menschen anzutreffen sind, fehlen natürlich auch die motorisierten Garküchen nicht, die hier das große Geschäft witterten.


Saphan Hin wurde weitläufig abgesperrt und nur wenn man sich auskannte, konnte man durchkommen. Dann rollten die Busse aus ganz Thailand an, es war für mich interessant, anhand der Nummernschilder die Städte herauszufinden. Aus Nordthailand fand ich 4, aus dem Isaan 9, aus Zentralthailand 6, aus Ost ebenfalls 6 und aus dem Süden nochmals 6 Städte, aus denen sich Schülerinnen und Schüler qualifizierten. Die Jugendlichen aus dem Norden und Nordosten hatten teilweise eine Anreise von bis zu 1500 km in den Süden nach Phuket. Ich habe mir die Zeit genommen (und mich in Geographie in der neuen Heimat etwas weitergebildet) die Orte auf einer Karte einzutragen, hier das PDF.

Leider konnte ich nirgends eine Info bekommen, wie viele und welche Sportarten insgesamt vertreten waren. In dem Gebäude mit der großen Aufschrift „Press Center” saßen nur jede Menge Kids, die an den Computern spielten. Bei Pétanque kam ich etwas weiter: Teams aus 17 Städten (Local School Teams) sind angetreten für Einzel, Doublette, Triplette und Mixte, Jungs und Mädchen, in den Altersklassen 14 – 16 und 17 – 18 Jahre.

Phuket holte in den 18 Wettbewerben 4 Gold und 3 Silbermedaillen. Das ist ein beachtlicher Erfolg und zeugt von der Spielstärke hier in Phuket. Leider habe ich auch hier kein Gesamtergebnis oder eine Statistik finden können. Nicht mal eine eigene Homepage für das Sport-Event konnte ich finden, lediglich einig private facebook-Einträge.

Ich war an drei Tagen auf den Plätzen und am Ende bei der großen Siegerehrung mit dabei. Diese wurde vorgenommen von lokaler Politik-Prominenz.


Auch die Bürgermeisterin Somjai Suwansupana war mit dabei und wir hatten auch eine kurze Unterhaltung, denn in der Zwischenzeit kennt sie mich von vielen Veranstaltungen, bei denen ich als Fotograf dabei bin. Der Vorstand des Klubs Khun Lek war sehr stolz, dass ich der Bürgermeisterin sagte, dass der Verein eine sehr gute Jugendarbeit macht.

Die Jugendarbeit beginnt hier in den Schulen. Im Sportunterricht wird neben vielen anderen Sportarten eben auch Pétanque trainiert. Ich habe davon schon berichtet, als ich bei diversen Radtouren mitspielen konnte. Im Alter von 10 bis 18 hat Phuket mindesten 30 Jugendliche, von denen täglich mindestens die Hälfte auf dem Platz ist und trainiert – nicht nur spielt. Ich bin mir sicher, da ist auch ein nächster Condo mit dabei! Sein kleiner Bruder Marc übt ja schon fleißig.


Phuket ist eine Sportstadt, die nächste große Veranstaltung ist auch schon Geschichte:Phukethon – ein Marathonlauf über verschiedene Distanzen – bei über 35 Grad schon eine Herausforderung. Aber die LäuferInnen sind schon da und warten auf den Startschuss. Diese Gruppe hat sich originelle Trikots vom letzten gelaufenen Halbmarathon zugelegt – vielleicht um den Gegner zu irritieren.


Phukethon ist Asiens größtes internationales Marathon-Festival und 2017 erstmals in Thailand. In Phukethon gab es verschiedene Arten von Festivalaktivitäten, natürlich die internationalen Marathonlaufstrecken von 42,195 km, 21,1 km, 10 km. Hinzu kommt das Runtainment-Programm; wie Jelly Beach Run 5 km und Fun Run – Color Fun Run, und Running Expo mit mehr als 80 internationalen Sportmarken, ein Musikfestival und ein Food-Festival, alles zusammen in Phuket an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom 8. bis 10. Dezember im Saphan Hin Park.

Alle Fotos hier.

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Im letzten Jahr musste ich mein Phuket Masters aufgrund des Todes von König Bhumipol absagen, weil am vorgesehenen Tag Feierlichkeiten in Saphan Hin stattfanden. In diesem Jahr hat es geklappt, was mich besonders für die 3 Spielerinnen und Spieler des BC Etenheim gefreut hat. Hier die Bildergalerie des Tages.

Austragungsort in diesem Jahr Froggy’s Restaurant und Bar, weshalb ich die Teilnehmerzahl auf 7 reduzieren musste.

Mit dabei die Gäste aus Dubai, Thailand mit einem Team des Phuket Petanque Club, die Spielgemeinschaft  Ile Naiharn und die Amis de Pétanque für Frankreich, die Schweiz und für Deutschland BSJT und die Ettenheimer. Eine internationale Truppe mit Spielern aus Frankreich, Thailand, Deutschland, Belgien, Äthiopien und der Schweiz.

Ein Team bestand aus 2 Doublettes. Mindestens 4 und max. 5 Spieler, Männer oder Frauen, waren vorgesehen. Bei 5 Spielern bestand die Möglichkeit, einen Auswechselspieler einzusetzen. Die Reihenfolge wurde bei der Einschreibung der Teams ausgelost.


Jedes Team spielte gegen jedes andere nach einem vorher festgelegten Spielplan. Für jedes gewonnene Spiel gab es einen Punkt, d.h. in jeder Begegnung konnten man 2, 1, oder 0 Punkte erreichen oder anders ausgedrückt: zwischen max 12 Punkten und keinem war alles möglich.
Alle Spiele liefen mit Zeitbegrenzung 50 Minuten plus eine Aufnahme bei Gleichstand. Von allen 52 Spielen waren nur 2 Begegnungen beim 50-Minuten-Pfiff nicht beendet.


Bei diesem Spielsystem gibt es ja kein Finale und um das Punktesammeln, sprich die Siege, besser sichtbar zu machen, klebte ich sog. Scalps auf eine vorbereitete Tafel, wie es früher beim Nordsee-Cup immer gemacht wurde. Dafür erntete ich viel Lob, weil doch einige mit den Tabellen weniger anfangen konnten.


Leider mussten wir die Runden zweimal unterbrechen, weil es der Wettergott am Samstag nicht so gut mit uns meinte. Aber das gab der guten Stimmung keinen Abbruch und in Froggy’s Bar war genug Platz und zweimal 15 Minuten Pause wurden genutzt um schnell einen Café zu trinken oder von dem von Den und ihrem Team aufgebauten Kalten Buffet zu naschen.


Pünktlich zur ausgerechneten Zeit waren die Spiele beendet und die Siege und Punkte addiert.
Die Siegerehrung nahm ich gemeinsam mit Marc aus Dubai vor. Alle Teams erhielten Medaillen zur Erinnerung und die besten 3 Teams zusätzlich Pokale.


Auch Den und ihr Team, die uns hervorragend versorgten, erhielten eine Erinnerungsmedaille.


Gold mit 9 von 12 möglichen Siegen wurde das Team Frankreich mit Thierry, Blaise, Serge und Christoph (nicht auf dem Bild).


Silber für Thailand – seit 4 Jahren erstmals nicht auf Platz 1 die Jungs aus Saphan Hin Oat, Gib, Hu mit ihrem Teamchef Jaeb.


Bronze für die Schweiz mit ihrem internationalen Team: Bruno, Pierre, Apinya und dem Original-Schweizer oder schweizer Original Chang.


Platz 4 für Dubai, die erstmals nicht auf dem letzten Platz landeten mit Beth, Peter, Alain, Teamchef marc und dem ehemaligen Stuttgarter Luay.


Platz 5 für Ettenheim mit 4 Siegen – die Urlauber Thomas, Romy und Rita und die Neu-Thailänder Jaev und Klaus.


Platz 6 mit 2 Siegen für die SG Ile Naiharn mit Jean-Jacques, Patrick, Wan und Didier.


Platz 7 für Deutschland mit dem gerade auf Urlaub weilenden Sebastian und mit Bernd, Matthias, und Jimmy mit einem Sieg.
Im Namen aller bedankte sich Luay bei mir für die Organisation und Spielleitung und der langanhaltende Applaus sagte mir, dass alle sehr zufrieden waren. Allgemeiner Wunsch: Im nächsten Jahr bitte wieder ein Phuket Masters.


Ein Teil der Spieler nutzte noch den Abend für ein gemütliches Beisammensein. Den hatte eine herrlich schmeckende Paella und andere Leckereien für uns vorbereitet.

Alle Fotos gibt es hier!

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Der Donnerstag hatte ein volles Programm. Statt um 8:00 Uhr begann der Kongress erst um 9:30. Diese halbe Stunde Verspätung fehlte dann wieder am Ende, um unter Div. noch einiges zu diskutieren.

Präsident Claude Azéma begrüßt die Delegierten und insbesondere die neuen Nationen Nepal und Iran, dankt dem Veranstalter China und hält seinen Jahresrückblick:
– Der langjährige Präsident der F.I.P. (Lyonnaise oder Volo) Christian Lacoste muste aus Krankheitsgründen zurücktreten. Neuer Präsident ist Frédéric RUIS, Frankreich.
– In Asien wurde die Asian Confederation (entspricht der CEP in Europa) von 19 Mitgliedsnationen gegründet. Aktuell sind es 25 Nationen. Noch keine Mitglieder sind Myanmar und Laos, die deshalb an der WM nicht teilnehmen konnten.
Dem Bericht konnte man entnehmen, dass der Präsident fast mehr weltweit unterwegs war als zu Hause in Frankreich.

Die wichtigste Neuheit aus dem Bericht der Generalsekretärin Céline Peronnet: In Zukunft muss die Kleidung bei der WM einheitlich und komplett sein (Hose und Trikot), Jeans sind verboten.
Michel Signaire legte den Finanzbericht vor, keine Beanstandungen, was auch der Kassenprüfer Jean-Luc Fuentes aus Monaco bestätigte.
Dr. Jean-Pierre Cervetti, (Medizin. Kommission) erklärte, dass die Kommission jetzt direkt dem Dachverband CMSB angegliedert ist und bat alle Nationen, die berichte über Dopingkontrollen zuzusenden. Im Hinblick auf Olympia ist das unabdingbar.
Victor Nataf (Technische Kommission) berichtete über zwei Trainerlehrgänge, die in Afrika abgehalten wurden und erwähnte die Möglichkeit, mit Frankreich – über ein Internat. Austauschprogramm – sportliche Unternehmungen mit finanzieller Unterstützung wahrzunehmen.
Reinold Borré (Schiedsrichter-Kommission) teilte mit, dass in Zukunft nur noch 16 internat. Schiris (12 Männer, 4 Frauen) für Weltmeisterschaften geplant sind – Qualität statt Quandität. Je Kontinentalverband aber mindestens einer, je einer soll auch in der Kommission mitarbeiten, die sich verstärkt mit Theorie und Praxis des Schiedsrichterwesens und dem Reglement beschäftigen soll. 

Céline stellte die Sieger der Weltmeisterschaften in Wort und Bild vor

Claude Azéma stellte weitere internat. Events für Pétanque vor:
Neu sind die Gymnasiades für Schüler von 14 – 17 Jahre in Marrakesch, ein Multi-Sport Event, organisiert von der International School Sport Federation ISF.
Ansprechpartner bei der FIPJP sind Victor Nataf, Karel Dohnal und Mutlu Turkmen.

Games of the Small States of Europe (GSSE) – 2017 in San Marino
World Games – 2017 in Warschau, Polen
SEA Games – 2017 in Kuala Lumpur, Malaysia
Mittelmeerspiele – 2018 in Tarragona, Spanien
Asian Games – 2018 in Jakarta; Indonesien
World Beach Games 2019 in San Diego, USA

 

Die kommenden Pétanque-Weltmeisterschaften:
2018 Triplette in Desbiens, Provinz Quebec, Kanada vom 13. bis 16. September
(da sich kurzfristig auch Benin als Ausrichter bewarb, wurde abgestimmt, 33 : 9 für Kanada)
2019 Jugend und Frauen in Cambodscha (der dortige Sporminister war extra angereist um für die Astragung zu werben)
2019 Doublette, Tête, Mixte in Tarragona, Spanien
2020 Triplette, 2 Bewerbungen aus New Caledonia und der Schweiz (Lausanne), abgestimmt wird nach der Präsentation der beiden.

 

Dann berichtete Azema über den Stand zu Olympia und warb darum, bekannte Sportler, Politiker, Künstler als Unterstützer und Multiplikatoren einzusetzen, die mit Fotos und Briefen werben. Es gibt einen Beschluss des IOC von 2000, dass bis 2028 die selben 28 Sportarten im Programm bleiben sollen. Für Paris wird demnächst die Organisations-Kommission gegründet, an die die Bewerbung geht. Diese prüft und leitet weiter an die Programm-Kommission, diese an die Experten-Kommission und diese empfiehlt dann der Generalversammlung. Ein langer Weg, Azema rechnet mindestens bis 2021.
Unter Diverses gab es Diskussionen über die unterschiedlichen Regelungen der FIPJP und CEP zum Einsatz bei Meisterschaften – Lizenz oder Pass.
Auf meine Frage nach dem Ergebnis des Kinder-Malwettbewerbs gestand Azema, dass die Sache bei ihm hängen blieb und versprach, die Angelegenheit nach der Rückkehr aus China publik zu machen. Die Preisträger sind gekürt, für die ersten 3 wird es eine Eintrittskarte zur Olympiade 2024 in Paris geben.

 

 

 

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Ein verpasstes Großevent
Vor 14 Tagen traf ich Condo, den thailändischen Weltmeister aus Phuket auf dem Platz. Er erzählte mir, dass er in einer Woche nach Kuala Lumpur fliege zu den SEA Games und fragte mich, ob ich nicht mitkommen möchte.

Mitkommen gerne, aber das war dann doch etwas kurzfristig mit den Flügen usw. Außerdem ist in der Zeit Jaevs Sohn bei uns zu Gast – und er hat auch noch Geburtstag. Ein weiterer Grund, nicht nach Malaysia zu fliegen war, dass wir im November zur WM Frauen und Jugend mit dem thailändischen Team nach China reisen werden. Und die gemeinsame Deutschlandreise in diesem Jahr war wunderschön, aber extrem teuer. Also, habe ich schweren Herzens darauf verzichtet und jetzt ärgere ich mich. Warum?

Weil ich täglich von morgens bis abends im Fernsehen mitbekomme, was für eine tolle Sportveranstaltung wir verpassen. Zudem werde ich von Claude Azema und Nong, der thailändischen „Macherin”, täglich über alles was Pétanque betrifft, und was im Fernsehen bis jetzt noch nicht zu sehen war ???? , informiert. Das hat mich auf die Idee gebracht, von dem Event zu berichten. Und wenn es nur 10 Interessierte in Deutschland gibt, habe ich das gerne gemacht. Die Fotos in der Bildergalerie wurden mir von Claude Azema freundlicherweise zugeschicktüberlassen.

Außerdem, man sollte ruhig mal etwas über den Tellerrand, sprich Pétanque, hinausschauen.
Zuerst kurz etwas zur Geschichte der Südostasienspiele, die unter Olympischer Flagge laufen. Sie finden alle zwei Jahre statt. Am 22. Mai 1958, während der 3. Asienspiele in Tokio, beschlossen Vertreter Thailands, Burmas (Myanmar), der Föderation Malaya (Malaysia), Laos, Südvietnams und Kambodschas, einen südostasiatischen Sportverband zu gründen, um den Zusammenhalt in der Region zu stärken. Federführend war Laung Sukhumnaipradit, damals Vizepräsident des Thailändischen Olympischen Komitees.

Die ersten Southeast Asian Peninsular Games, an denen auch Singapur teilnahm, wurden 1959 in Bangkok abgehalten. 1977 stießen Indonesien und die Philippinen hinzu und der Name wurde in SouthEast Asian Games (SEA Games) geändert. Brunei wurde 1979 aufgenommen, Osttimor im Jahre 2003 bei den 22. Spielen.

In diesem Jahr, bei der 29. Ausgabe der SEA Games werden vom 14. – 30. August in 38 Disziplinen Medaillen Verteilt: von A wie Aquatics bis W wie Wushu. Der Ausrichter hat die Spiele werbemäßig hervorragend vorbereitet, für mich als Grafik-Designer ein Hingucker.

Für jede Sportart gibt es eine Abbildung mit dem Maskottchen Rimau, um den Geist der Spiele zu verkörpern. Für Kuala Lumpur 2017 ist das Maskottchen ein anmutiger und mächtiger malaiischer Tiger. Rimau ist gnädig, freundlich, wettbewerbsfähig und athletisch – Rimau ist ein echter Sportler.

Das Logo (oben unten links) basiert auf dem berühmten malaysischen Symbol, dem Wau-Bulan, eine Art Mond-Drachen und Synonym für die Ostküste des Landes. Anmutig, schön, mächtig und hoch oben, der Wau etabliert sich als etwas, das eindeutig die transzendente Kraft des Sports darstellt. Die Kombination von Streifen und Farbtönen in den Flaggenfarben der Teilnehmer soll in Kuala Lumpur 2017 Identität schaffen. Das Thema der Spiele ist Rising Together „zusammen aufsteigen“. Die Region hat einen langen Weg des Zusammenwachsens hinter sich. Es wird Zeit, gemeinsam für Frieden, Fortschritt und Wohlstand in Südostasien einzustehen. Kuala Lumpur 2017 wird ein wichtiger Meilenstein in der ASEAN-Region sein. Es sind auch die ersten SEA Games, bei denen gleichzeitig die ASEAN Para Games stattfinden.

Es gibt insgesamt 404 Goldmedaillen und entsprechend Silber und Bronze. Spitzenreiter ist Leichtatletik mit 45, gefolgt von den Schwimmwettbewerben mit 40. Den Radfahrern, der Gymnastik und dem Pencak Silak jeweils 20. Für Pétanque gibt es 7 Chancen Gold zu holen, im TaT, Doublette und Triplette jeweils für Mann und Frau und Doublette Mixte. Die Sportart mit den wenigsten Medaillen ist Polo, wo nur es nur einen Sieger gibt. Einige der Sportarten sind bei uns weniger oder gar nicht bekannt, deshalb am Ende des Berichtes ein paar Kurzinformationen.

In der Sparte Pétanque spielten alle 11 Teilnehmernationen in der Halle im Pudu Ulu Recreational Park. Wenn man die Ergebnisse betrachtet, muss man sagen, dass die Verfolger Thailand auf den Fersen bleiben. Für Thailand gab es diesmal nur zwei Goldmedaillen, 4 mal Silber und einmal Bronze. Sogar die erfolgsgewohnten Weltmeister-Frauen mussten sich in den Finals geschlagen geben. Dennoch bleibt, dank der letzten Goldmedaille im letzten Wettbewerb, Thailand auf Platz 1.

Männer
TaT
Muhamad Hafizuddin Mat Daud aus Malaysia besiege den Nachwuchsspieler Kiatkong Tanong, Jugendweltmeister 2013, aus Thailand, Platz 3 für Viuetnam und Kambodscha.

Doublette
Malaysia mit Saiful Bahri Musmin und Syed Akmal Fikri Syed Ali Gold vor Thailand mit Piyabut Chamchoi und Sunchai Chueanchuea. Platz 3 für Laos und Vietnam.

Triplette
Endlich Gold für Thailand: die Startruppe mit Samreang Sangsod, Thaloengkiat Phusa-at (Doppelweltmeister Tir), Thanakorn Sangkaew (Doppelweltmeister Jugend) und Suksan Piachan (Vizeweltmeister) vor Laos. Platz 3 für Malaysia und Kambodscha.

Frauen
TaT
Nguyễn Thị Thi, Vietnam, besiegte Uraiwan Hiranwong, ein thailändisches Nachwuchstalent. Platz 3 für Malaysia und Kambodscha.

Doublette
Gold für Cambodscha mit Ke Leng, Ouk Sreymom und Silber wieder mal für Thailand mit Pataratida Meepak unhd Weltmeisterin Phantipha Wongchuvej. Platz 3 für Vietnam und Laos.
Triplette
Die Überraschung: Laos wirft Thailand auf Platz 3 und siegt im Finale gegen Malaysia. Platz 3 Thailand und Vietnam.

Mixte
Gold für Thailand mit Aumpawan Suwannaphruk und Sarawut Sriboonpeng, Silber Kambodscha und Bronze für Malaysia und Laos.

Zum Schluss ein Blick auf die Abschlusstabelle. Thailand auf Platz 1 dank dem Mehr an Silber gegenüber Malaysia.

 

ASIAN BOULES SPORT CONFEDERATION – ABSC
Es wurde aber nicht nur Pétanque gwspielt, auch die Funktionäre btachten einiges zu Stande: die ASIAN BOULES SPORT CONFEDERATION – ABSC wurde gegründet. Damit ist wieder ein neuer Kontinentalverband für den gesamten Kugelsport entstanden. In Europa ist man derzeit ja auch in der Gründungsphase für die CESB, Confédération Européenne du Sport des Boules. Zumindest habe ich für Mike Pegg Entwürfe für das neue Logo gemacht. Neuer Präsident in Asien ist Ton Sri Mohamad Noor (Malaysia), Deputy President und Treasurer General Cheah Ban Cheng (Malaysia) und Generalsekretärin Suphonnat Lamlert (Nong) aus Thailand.

Ein besonderes Dankeschön an Claude Azema, Präsident der CMSB für die Zuesndung und freundliche Überlassung der Fotos in der Galerie.

Hier noch die versprochenen Infos für die vielleicht nicht so bekannten Sportarten.

Pencak Silat ist eine malaiische Kampfkunst mit über 800 Einzelstilen. Zentrum des Pencak Silat ist Indonesien, hier hat auch der PERSILAT, der Weltverband des Pencak Silat, seinen Sitz. Die Pencak Silat Union Deutschland ist die Dachorganisation in Deutschland.

Sepak Takraw ist eine Mannschaftssportart, bei der sich zwei Mannschaften mit jeweils drei Spielern auf einem durch ein Netz geteilten Spielfeld gegenüberstehen. Ziel des Spiels ist es, den Flechtball mit den Füßen über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen und zu verhindern, dass Gleiches dem Gegner gelingt. Eine Mannschaft darf den Ball dreimal in Folge berühren, um ihn zurückzuspielen. Diese Sportart ist für mich ein absolutes Highlight – Akrobatik, Körperbeherrschung, Schnelligkeit! In Deutschland gibt es Vereine in Köln, Elmshorn, Berlin, Kielk, Bamberg, heidelberg und Hamburg, die dem Deutschen Sepaktakraw Verband angehören.

Flossenschwimmen gehört zu den Aquatics und st als Leistungssport die schnellste Möglichkeit, sich aus eigener Kraft im Wasser fortzubewegen. Mit Hilfe einer sogenannten Monoflosse aus Glasfiber, einer großen Einzelflosse, in der beide Füße fixiert sind, werden delphinähnliche Bewegungen ausgeführt und dabei Spitzengeschwindigkeiten von über 3 m/s erreicht. In Deutschland wird dieser Sport seit 2006 wird aus Gründen einer höheren Medienwirksamkeit offiziell als Finswimming bezeichnet, allerdings ohne größere Wirkung.

Muay Thai oder Thaiboxen ist eine Kampfkunst und der Nationalsport Thailands.
Das Muay Thai entwickelte sich aus traditionellen Kampfkünsten. Wenn Schwert und Speer unbrauchbar wurden, benutzte der Krieger seine Beine, Fäuste und Ellbogen zum Kämpfen. In Deutschland wird dieser Sport in über 100 Vereinene und Gyms angeboten, davon über 40 in NRW.

Taekwondo ist ein Kampfsport aus Korea. Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (tae), Handtechnik (kwon) und Weg (do). Obwohl es große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten gibt, unterscheidet sich Taekwando von diesen. Die Taekwondo-Technik ist auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt und die Fußtechniken dominieren deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten. In der Deutschen Taekwondo Union e.V., dem einzigen in Deutschland anerkannter Fachsportverband für olympisches Taekwondo, sind die LFV und Vereine in Deutschland organisiert

Wushu (Kriegskunst) ist eine Anfang der 1950er Jahre von der Regierung der Volksrepublik China anerkannte Zusammenstellung von einigen Formen der traditionellen chinesischen Kampfkünste und neu von einem Komitee erschaffenen Formen. Die Deutsche Wushu Federation e.V. (DWF) ist der offizielle deutsche Fachverband für modernes Wushu (in Deutschland vielfach unter dem Begriff Kung-Fu bekannt).