Spring Meeting CEP und FIPJP

27./28. März 2010 in Paris

Was im vergangennen Jahr als ein Versuch gestartet wurde – und aus meiner Sicht war es ein Erfog – setzten die Leitungsgremien der beiden Verbände am Wochenende fort.

19 Tagungsordnungspunkte standen auf der Einladung – wieder einmal ein Mammutprogramm von 9 bis 18:30 Uhr.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Themen des Tages.

Nach der Eröffnung der Sitzung durch den Präsidenten Flemming Jensin
wurde das Protokoll des letzten Kongresses in Nizza nochmals besprochen und Generalsekretär Loek van Tiggelen machte einen sportlichen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Aus deutscher Sicht besonders angenehm der Meistertitel unserer Espoirs-Damen in Düsseldorf. Und noch etwas möchte ich weiter geben: alle von der CEP, die in Düsseldorf waren, äußerten sich begeistert über diese Veranstaltung was Organisation, Durchführung und sportliches Niveau betrifft. Ein großes Lob für Düsseldorf und den DPV!

Die Aktuelle finanzielle Situation war als Trésorier mein Part. Auffallend war, dass der Haushalt um 30 % gewachsen ist, dass Ausgaben und Einnahmen sich die Waage halten. 3200 Euro Sonderausgaben für den Coupe Yves Montand und das neu angeschaffte Turnierleitungssystem gingen auf Kosten der Rücklage, so dass es in diesem Jahr eher wieder etwas Luft gibt. Für die übersichtliche Darstellung und Präsentation durfte ich den Dank des Präsidiums entgegennehmen.

Beim letzten Kongress machte ich den Vorschlag, die Kasse in Zukunft von zwei Kassenprüfern in Augenschein nehmen zu lassen. Jetzt wurde beschlossen, dies im Sommer beim Kongress umzusetzen.

Die Bezahlung der Schiedsrichter ist auch bei der CEP ein Dauerthema, weil die Voraussetzungen in den einzelnen Mitgliedsnationen sehr unterschiedlich sind und bisher eindeutige Vorgaben fehlten. Aktueller Anlass war eine „Reklamation” der Oberschiedsrichterin bei der EM Herren, die sich unterbezahlt fühlte.

Ein weiteres Dauerthema ist Entwicklung des EuroCup. Mit dem Wachsen der Teilnehmerzahlen und dem verständlichen Wunsch der teilnehmenden Vereine, nicht nur eine Begegnung zu machen, wurde letztes Jahr die Vorrunde nicht im KO-System, sondern in Gruppen ausgetragen. Dass dabei bei der ersten Runde aus den 3er-Gruppen nur ein Team weiter kam, gefiel – zu Recht – nur wenigen. Auch Saarwellingen hatte darunter zu leiden. Wenn aber Finnland und Österreich nach Nizza müssen, steht das Endergebnis schon vorher fest.

Die Anmeldungen zum EuroCup sind immer auf das Spring Meeting terminiert.
In diesem Jahr hatten 21 Nationen Ihre Meister gemeldet, macht mit Titelverteidiger DUC de Nice, der ja bekanntlich bei der Finalrunde vor einer Woche in Frankreich ”nur” Dritter wurde, 22 Teams.

Es gab es einen neuen Vorschlag zur Gruppenbildung, der festlegt, wie in Zukunft bei einer bestimmten Menge von gemeldeten Teams zu verfahren ist.

Auslosung EuroCup, v.l.n.r.: Vizepräsident Mike Pegg aus England, Joseph Cantarelli (F), Präsident Flemming Jensin (DK), Generalsekretär Loek van Tiggelen (NL), Fabio Ballauco (I), Patrice Haulotte (B) und Bruno Fernandez (SK).

Mit ein Höhepunkt ist immer die Auslossung des EuroCups. Die restlichen drei Finalteilnehmer von 2009 wurden zunächst in die jeweils drei Dreier- und Vierergruppen gelost. Es wird jeder gegen jeden spielen, bie beiden Besten haben sich qualifiziert. In diesem Jahr wurde Düsseldorf auf Platz B1 gelost, was Heimrecht bedeutet. Als Gegner werden kommen der neue französische Meister CMO Bassens (Bordeaux), Cloub Bouliste aus Monaco, und der Vertreter Sloveniens, BSD Fuzine Medvedi. Die gesamte Auslosung ist hier zu sehen.

Die Entwicklung der Espoirs macht weiter Fortschritte. Es bleibt bei der CEP
bei der Entscheidung, die EM Espoirs alle zwei Jahre auszutragen, de der Weltverband jetzt ebenfalls in den Startlöchern für eine Weltmeisterschaft steht. Bis zum Kongress am 19. August 2010 melden die Nationen ihre Teams für die Quali Woche 12 in 2011. Auslosung ist beim Kongress. Die Finalrunde ist am 42. Wochenende in Dänemark für Frauen und Männer.

Ein kleines Sorgenkind ist die Technische Kommission. Mike Pegg wird weiterhin die Kommission leiten, die zu vergleichen ist mit dem Sportausschuss bei uns. Bisher sind erst 2 Mitglieder von Ihren nationalen Verbänden bestätigt. Mit der Bestätigung erklärt sich der Heimatverband bereit, für die anfallenden Kosten aufzukommen.

Beim Wechsel von Spielern von einem nationalen Verband zum andern gab einige Unklarheiten, die besprochen werden mussten.

Die FIPJP möchte gerne kontinentale Schiedsrichter haben. Hintergrund ist der, dass der Weltverband Hilfe braucht bei der Auswahl und Ausbildung. Die CEP hat beschlossen, keine neue Schiedsrichtereben einzuführen, denn ein internationaler Schiedsrichter braucht die selbe gute Ausbildung, egal ob er in Europa oder weltweit eingesetzt wird. Gerne sind wir bereit, gemeinsame Ausbildungen und Prüfungen durchzuführen.
In diesem Jahr sind auch wieder Wahlen in das CEP Präsidium.
Turnusgemäss stehen in diesem Jahr vom geschäftsführenden Präsidium der Präsident Flemming Jensin und ich zur Wiederwahl an. Vier weitere Stühle im Vorstand sind neu zu besetzen, für die es derzeit 2 Kandidaten gibt. Ich habe meine Bereitschaft zur Weiterarbeit in der CEP allerdings an ein paar Bedingungen geknüpft, die von den Anwesenden teils zur Kenntnis und teils voll unterstützt wurden.

Ein weiteres wichtiges Thema sind die Termine der nächsten Europameisterschaften:

EM Herren 2011 (mit Quali für die WM 2012) wird in Schweden
vom 11.–14. August  2011 in Göteborg stattfinden.

EM für Frauen und Jugend 2012 finden in Belgien statt und werden gemeinsam ausgetragen. Als Orte sind bis heute Antwerpen oder Brüssel genannt, entweder im August oder November.

EM Herren 2013 wird im Frühsommer in Italien in der neuen Halle in Rom stattfinden

Für 2015 gibt es eine Option von Bulgarien.

In der Vorbereitung des Treffens mit der FIPJP wurden neben dem o.g. Schiedsrichterthema auch das Thema der Zahlungsmoral einiger Mitgliedsnationen diskutiert werden und Probleme mit Lizenzen behandelt.

Aktuelle Infos zu den EMs Frauen und Jugend 2010

bei der EM Frauen in Ljubljana sind alle Teams im Hotel M Ljubljana untergebracht, gespielt wird in der Zalog Halle. Am Donnerstag 19.08.2010 ist der Europ. Kongress, die EM von Freitag bis Sonntag. Preise für Hotel, 3 Malzeiten und alle Transfers 90 Euro pP im Doppelzimmer und 105 im Einzelzimmer.

In Montauban wird die EM Jugend nicht in der Halle stattfinden, sondern im Cours Foucault, wo schon viele große Pétanque-Events stattfanden. Nur zur Not soll in die Halle ausgewichen werden, was zu verstehen ist, wenn man die Fotos gesehen hat.

Da es schon sehr spät geworden war, gab es zu dem Punkt Verschiedenes keine großen Diskussionen mehr.

Besprechung mit der FIPJP

In diesem Jahr tagte die FIPJP in einem anderen Hotel, weshalb wir uns am Sonntag um 9 Uhr auf den Weg machen mussten. Die unter Topp 17 genannten Themen wurden ausführlich besprochen und man hat nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Die genauen Ergebnisse der Sitzung vom Samstag der FIPJP werden wir erst nach Zusendung des Protokolles wissen. Aber zwei aus meiner Sicht possitive Ergebnisse möchte ich schon vorab mitteilen:

1. Zum Intern. Kongress 2010 in Taiwan wird es einen Antrag der FIPJP geben, dass in Zukunft bei WMs die Teilnehmer selber bezahlen für Essen und Hotels. Das war auch einer unserer Anträge vor zwei Jahren in Dakar, der damals noch abgelehnt wurde. Jetzt ist er leicht motifiziert, aber es gibt trotzdem Bedenken, dass der Antrag durchkommt, weil vor allem die afrikanischen Mitglieder dagegen sein werden und ja nicht alle europäischen Verbände (wegen der Quali) anwesend sein werden im fernen Taiwan.

2. Unser Protest zur Turnierleitung der WM Frauen 2009 hat zumindest ein Ergebnis: am 27. April um 9 Uhr werden Claude Azema und Claude Stirmel (der IT-Verantwortliche bei der FIPJP) zu mir nach Ettenheim kommen zum Nachhilfeunterricht in Sachen Schweizer System.

Soweit das Protokoll eines anstrengenden Wochenendes mit Abfahrt Samstag 4:30 und  Rückkehr Sonntag 21:50.

Print Friendly, PDF & Email