Jugendverbandstag in Heigenbrücken

 

Am 09./10.03.2019 trafen sich die Vertreter der Pétanquejugenden aus den Landesfachverbänden sowie die Mitglieder des Jugendvorstands zum jährlichen Jugendverbandstag (JVT). Diesmal waren wir im Tagungshotel Hochspessart in Heigenbrücken bei Aschaffenburg zu Gast. Da auf dem alten Termin des Jugendverbandstages inzwischen der Länderpokal stattfindet, hat die dpj beschlossen, ihren Verbandstag ab 2019 Anfang März abzuhalten. Bis auf Hessen waren alle Landesfachverbände vertreten und mit Maurice Racz aus dem Saarland und Leon Jentsch aus Niedersachsen konnte der Versammlungsleiter und dpj-Vorsitzende Linus Schilling wieder zwei neue und erfreulich junge Jugendwarte begrüßen. Neben regem Austausch, verschiedenen organisatorischen Dingen und einigen Änderungen im Regelwerk ging es um die Wahl von drei Mitgliedern des Jugendvorstandes. Andreas Endler wurde wieder zum stellvertretenden Vorsitzenden der dpj gewählt und Martin Kuball besetzt den Posten des Beauftragten für Leistungssport. Francisco Torres, der seit 2015 das Amt des Beauftragten für Breitensport ausgeführt hat, stellte sich nicht für Wiederwahl zur Verfügung. Wir danken in diesem Zuge Francisco für seine sehr engagierte und mit Hingabe ausgeführte Arbeit im dpj-Vorstand. Der Vorstand wird sich darum bemühen, diesen Posten möglichst bald kommissarisch zu besetzen.

Die große Runde …

young-meeting

 

Parallel zum JVT fand erneut das young-meeting statt, an dem erfreulicherweise 12 Jugendliche teilnahmen.

Am Samstag beschäftigten sich die Jugendlichen mit der übergeordneten Thematik eines Jugendcamps im Sommer. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es zunächst um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Was läuft gut im Sport, wie jugendfreundlich sind die Vereine, welche Trainingsmöglichkeiten gibt es und wo gibt es Verbesserungsbedarf. Schnell wurde klar: überall da, wo in den Vereinen schon einzelne Jugendliche aktiv sind, gibt es einen Kristallisationspunkt, der zum Teil weit über die eigentliche Region hinauswirkt.

Andreas moderiert.

Im zweiten Schritt wurden Probleme gesammelt und im gemeinsamen Gespräch daraus Wünsche abgeleitet. Ob mehr und besser ausgebildete Trainer und Trainingspläne, mehr Turniere, die sich vor allem an Jugendliche richten oder das bessere Kennenlernen junger BoulespielerInnen aus anderen Landesverbänden. Die Sammlung der Ideen und Vorschläge wurde immer länger.

 

Am Ende mussten sich die Teilnehmer jedoch begrenzen. Aus den gesammelten Vorschlägen mussten sich drei Kleingruppen einen Punkt heraussuchen und einen ersten Konzeptualisierungsvorschlag erarbeiten. So wurden zu den Themen Training, Öffentlichkeitsarbeit und Jugendturniere weiterführende Vorschläge erarbeitet, wie, wann und wer etwas zum erfolgreichen Jugendboule beitragen kann. Die Erarbeiteten Konzepte wurden abschließend der Gruppe vorgestellt und diskutiert.

In Kleingruppen wurden die Themen bearbeitet.

Am Sonntagvormittag arbeiteten beide Gruppen (JVT & young-meeting) zusammen und verteilten sich auf die Workshops „Leistungssport“ und „Breitensport“. In intensiver Arbeit fand ein Austausch zu den Begriffen, Erwartungen und Ideen für zukünftige Entwicklungen und Verbesserungen statt. Als Gast durften wir dazu auch den angereisten DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer begrüßen.

Nach dem Zusammentragen der Ergebnisse, einer Abschlussrunde und einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedete Linus Schilling die Teilnehmenden und wünschte eine gute Heimreise.

Es war ein Stück des Weges, den Deutschen Boule-, Boccia- und Petanque-Verband e.V. als Dachverband des Kugelsports in Deutschland wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen. Seit über einem Jahr gehörte (neben dem „Tagesgeschäft“) diese Neuausrichtung zu den Mammutaufgaben der Präsidien des DPV e.V. (Deutscher Pétanque-Verband) und des BBD e.V. (Boccia Bund Deutschland). Die seinerzeit jeweils frisch gewählten Präsidenten beider Spitzenverbände hatten sich früh entschlossen, aus dem Nebeneinander von Boule und Raffa endlich ein Miteinander zu machen.

Ähnlich wie Petanque (Boule) aus Frankreich importiert wurde, fand Raffa (Boccia) den Weg aus Italien nach Deutschland – wird allerdings noch vornehmlich in Süddeutschland gespielt. Während der DPV bundesweit über 20.000 Mitglieder zählt möchte der BBD in einer nächsten Etappe bald die 500 Mitgliedergrenze überschreiten, was vor allen Dingen dann gelingen wird, wenn auch in anderen Regionen Deutschlands Fans für dieses schöne Spiel gefunden werden.

Die „Größenunterschiede“ zwischen beiden Verbänden werden aber schnell kleiner, wenn man betrachtet, welche enorm professionelle Infrastruktur die Boccia-Spieler sich im Vergleich zum DPV bereits aufgebaut haben. Klein aber fein verfügt der BBD über eine Reihe von Hallen und hat sogar fahrbare Bahnen, die bei Wettbewerben eingesetzt werden. Mit großer Selbstverständlichkeit wird 2019 in Deutschland eine Jugend-Europameisterschaft ausgerichtet. Es gibt sowohl eine 1. als auch eine 2. Bundesliga, bis runter in eine Amateurliga – und es werden Deutsche Meisterschaften in fünf Disziplinen ausgerichtet. Auf internationale Events, Europa- und Weltmeisterschaften bereitet sich der BBD durch eine beispielhafte Kaderarbeit vor.

Der DPV muss hier trotzdem sein Licht nicht unter den Scheffel stellen: die Freunde der italienischen Kugelsport-Variante interessieren sich insbesondere für die professionellen Strukturen in der Organisation des Pétanque-Verbandes und dessen bundesweiten Ausbau über die Schaffung von Landesverbänden.

Es wurden eine Menge Synergie-Potenziale identifiziert, für die es sich lohnt, in einem gemeinsamen Haus der Kugelsportarten näher zusammen zu rücken. Beide Verbände setzen sich außerdem das Ziel eines zeitgemäßeren, moderneren Auftritts, der es unterstützen wird, attraktiver für neue Mitglieder – insbesondere auch jüngere Erwachsene, Jugendliche und Kinder – zu werden.

Dem guten Willen mussten Taten folgen: es musste u.a. eine neue Satzung, Geschäftsordnung und Finanzordnung erarbeitet werden. Was wie die Erstellung dreier Standard-Dokumente klingt, war hierbei eine echte Herkulesaufgabe, weil das Dach des Kugelsports in Deutschland schon länger keine Handwerker mehr gesehen hatte. Und das Ziel war es ja nicht nur, ein paar Ziegel auszutauschen, sondern es sollte auch eine topmoderne Dämmung plus Solar-Anlage für langfristige Freude aller Beteiligten – bis runter in den Breitensport beider Sportarten –sorgen.

Besonderer Dank für den erfolgreichen Abschluss dieser Arbeiten geht hier an Dirk Engelhard (NRW) und Uwe Büttner (Bayern), die federführend an der Entstehung der Dokumente mitwirkten. Auch gilt es für die Unterstützung aus dem LV BBPV (BaWü) und dem LV SBVS (Saarland) zu danken, die bereits in der Vergangenheit den Dachverband in seinem „alten“ Zustand tatkräftig unterstützten. Die Verantwortlichen in beiden Landesverbänden haben ebenfalls maßgebliche Beiträge dazu geleistet, dem DBBPV den Weg zur leistungsstarken Institution zu ebnen.

Das ist im Wesentlichen neu: der Dachverband besteht zukünftig nur aus den Spitzensportverbänden DPV und BBD. Das Präsidium hat einen frei gewählten Präsidenten, zusätzlich neu einen Geschäftsführer und ebenfalls neu jeweils Athletenvertreter der Spitzen­sportverbände. Die neue Satzung (vorbehaltlich der Eintragung) wurde einstimmig verabschiedet und ein neues Präsidium für den DBBPV auf Vorrat ebenfalls einstimmig gewählt. 

Sie gaben dem DBBPV den abschließenden Feinschliff (v.l.n.r.): Ulrich Reißer, DPV-Verbandssekretär, Achim Fischer, Vizepräsident BBPV Baden-Württemberg, Hartmut Lohß, DPV Vizepräsident Finanzen und DBBPV Bundesschatzmeister, Bernd Stegmaier, BBD, Ralf Meier, BBD-Vizepräsident, Michael Dörhöfer, DBBPV- und DPV-Präsident, Giuseppe Garieri, BBD-Präsident, Jürgen Hatzenbühler, DPV-Sportdirektor – nicht im Bild: Reinhard Weih, BBD-Vizepräsident.

Neben dem neuen Präsidenten Joachim Kamrad  an der Spitze gibt es eine Reihe von neuen Präsidiumsmitgliedern. Bundesjugendwart wird Sven Orend von Seiten des BBD, der BBD-Vize-Präsident Ralf Meier wurde zum Athletenvertreter Boccia gewählt, DPV-Kaderspielerin Carsta Glaser wurde für das Pétanque in dieses Amt gewählt. Die Wahlen zu DBBPV-Vizepräsidenten fielen für den BBD auf Giuseppe Garieri und für den DPV auf Michael Dörhöfer. Jürgen Hatzenbühler wurde zum Bundesgeschäftsführer gewählt und Hartmut Lohß in seinem Amt als Bundesschatzmeister bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Insbesondere Joachim Kamrad wird als neuer DBBPV-Präsident eine Menge Impulse für den frisch sanierten Dachverband einbringen. Er bringt beruflich eine Menge Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichsten Institutionen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler  Ebene mit.

Die vielen neuen Gesichter, die in diesem Zusammenhang ihr Engagement für den Kugelsport in Deutschland einbringen wollen, werden nach erfolgter Eintragung der komplett überarbeiteten  Rechtsliteratur des DBBPV auch noch einmal ausführlicher persönlich vorgestellt. Alle Beteiligten freuen sich auf die zukünftig engere Zusammenarbeit und die sich hieraus ergebenden Synergien für einen weiteren, erfolgreichen Ausbau des Kugelsports in Deutschland. Alle, die dem Kugel-Virus auf die eine oder andere Art verfallen sind, sind herzlich eingeladen, dieses neue Team in den weitestgehend neuen Strukturen nach Kräften zu unterstützen.

Im September empfing Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Hallenser Engelbert Eising und den Husumer Wolfgang Lorenzen in Berlin – beide sind Silber- und mehrfach Bronze-Gewinner im Pétanque und Tischtennis bei den World Transplant Games in Newcastle (UK), die im August dieses Jahres stattfanden.

Für Eising und Lorenzen, die beide nierentransplantiert sind, ist der Sport nicht nur wichtig für die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch Ansporn. Mit der Teilnahme an diesen weltweit beachteten Meisterschaften schaffen sie ein Bewusstsein dafür, dass es sich lohnt die Hoffnung niemals aufzugeben.

„Transdia Sport Deutschland e.V.“ gibt Transplantierten und Dialyse-Patienten eine sportliche Heimat, denn Sport hat immer positive Auswirkungen für die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der körperlichen Leistungsfähigkeit, auf das Selbstbewusstsein sowie generell für die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Lebensqualität. Ganz besondere Highlights sind die aller zwei Jahre stattfindenden Weltspiele für Organtransplantierte sowie die Europäischen Spiele der Organtransplantierten und Dialysepatienten.
Bei den World Transplant Games in Newcastel 2019 nahmen 2300 Athleten aus 59 Nationen teil. Im Petanque Einzel konnte sich Wolfgang Lorenzen unter 46 Teilnehmern in seiner Altersklasse 60 – 69 Jahre den 9. Platz erkämpfen und Engelbert Eising den 28. Platz von 46 Teilnehmern in der Altersklasse 50 – 59 Jahre.

Die drei Bestplatzierten auf dem Siegertreppchen. Foto: Stefan Endrich

Als Doublette konnte das deutsche Team sogar Bronze erspielen, leider mussten sich Eising/Lorenzen gegen Van der Westhuizen/Lombard aus Süd Afrika geschlagen geben. Den ersten Platz erreichten hier die Thailänder Phakchiraphatthansasiri/Kailas.

Erst im Frühling hatte Engelbert Eising Unterstützung vom „Bamboule Halle e.V.“ erhalten, um einige Tricks zu erlernen. Zur gleichen Zeit ist Wolfgang Lorenzen im Verein  „Die Geest-Bouler“ eingetreten, um auch dort Unterstützung zu erhalten. „Für die erste Teilnahme im internationalen Wettbewerb waren wir sehr zufrieden“ sagte Eising. Im nächsten Jahr finden die Spiele für Dialysepatienten und Transplantierte in Dublin statt und die nächsten World Transplant Games im Jahr 2021 in Housten/Texas.

Bei der Deutschen Meisterschaft 2020 in Simmern (Rheinland-Pfalz), die von Transdia Deutschland e.V. ausgetragen wird, möchte das Petanque-Doublette Eising/Lorenzen nochmals starten.  

Ende des vergangenen Jahres standen rund 9.400 Patienten in Deutschland auf der Warteliste, um ein lebensrettendes Organ zu erhalten. Statistisch gesehen sterben täglich etwa 3 von ihnen, da für sie nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Ziel sollte sein in der Gesellschaft eine Akzeptanz für die Widerspruchsregelung bei der Organspende zu schaffen, wie sie in fast allen EU Nachbarländern schon praktiziert wird z.B. in Belgien, Bulgarien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei und Ungarn.

Deutsche Meisterinnnen Triplette

Deutsche Meisterinnen Melody Berger – Eileen Jenal – Mercedes Lehner

Im Finale setzte sich das Team Saar 01 mit 13:3 gegen NRW 06 durch.

Vizemeisterinnen Evelina Eckl – Anna-Maria Bohnhoff – Carolin Birkmeyer

Deutsche Meisterin Tireur

Deutsche Meisterin Tireur 2019: Anita-Dolores Barthelemy

Neue Deutsche Meisterin Tireur der Damen ist Anita-Dolores Barthelemy (BaWü). Im Finale setzte sie sich gegen Eileen Jenal (Saar) mit 29:17 durch. Mit einem Sauschuss auf 8m erspielte sie sich einen nicht mehr einholbaren Vorsprung und Eileen gratulierte als erste der neuen Deutschen Meisterin. 

 

Halbfinale DM Triplette

RhPf 01 gegen NRW 08

Die Titelverteidigerinnen Carsta Glaser, Anja Deubel und Dagmar Knobloch spielen im ersten Halbfinale gegen NRW 07: Carolin Birkmeyer, Anna-Maria Bohnhoff und Ewelina Eckl

NiSa 03 gegen Saar 01

Im zweiten Halbfinale spielen Barbara Sölter, Renate Schwarzbauer und Ursula Weiss (NiSa 03) gegen Eileen Jenal, Melody Berger und Mercedes Lehner

 

Ergebnisse

Damen Triplette

1. Platz

2. Platz

3.Platz

5. Platz

BaWü 01

Heike Raab, Martina Maurer, Laura Weiser

BaWü 05

Gudula Hammer, Brigitte Amtmann, Katrin Schwinger

Nord 01

Bianca Barthel, Edeltraud Röske-Weber, Ulrike Rehberg

NRW 07

Diane McPeak-Ferkinghof, Heide Loebers, Karin Voigtländer

9. Platz

Bawü 03

Ildiko Szabo, Anita-Dolores Barthelemy, Sabrina Royer

Bawü 04

Brigitte Mezger, Ursula Ossig, Cornelia Severin

BaWü 11

Jeannette Maier, Maria Schirmeister, Antje Freudenthal

NiSa 05

Ute Laugallies, Marita Geers-Maurice, Iris Riepenhausen

NRW 01

Sandra Maghs, Andrea Kache, Krista Bisoke

NRW 06

Petra Dedy, Britt Ulrich, Angela Flieger

RhPf 05

Helga Germann, Astrid Lorig, Claudia Busch

Saar 02

Dominique Fox, Carmen Hauser, Elisabeta D´anna

Damen Tireur

Nach der Niederlage gegen Slovenien – die im ersten Spiel Belgien mit 13:4 geschlagen hatten – geht es nun für das DPV-Team gegen eben jene Belgier. Bereits im ersten Spiel dieser EM war unsere Mannschaft auf Belgien getroffen und hat in kurzer Zeit deutlich mit 1:13 verloren. Und auch in dieser Begegnung waren die Belgier rund um Claudy Weibel eine Nummer zu groß, 3:13 hieß es am Ende aus deutscher Sicht.

Hier gibt es eine Aufzeichnung der Begegnung:

 

Schon kurz nach dem tollen Sieg gegen Israel geht es für unser Team in den Poules weiter mit einem Spiel gegen Slowenien.

Nach über anderthalb Stunden zähem Kampf, geht das Spiel leider 7:13 verloren – hier geht es zur Aufzeichnung:

Die erste Partie des Tages gewinnt Deutschland mit 13:6 gegen Israel – hier geht es zur Aufzeichnung:

Das DPV-Team spielt in der 2. Qualifikationsrunde in einem Poule mit Belgien, gegen die die erste Partie dieser EM mit 1:13 verloren wurde. Aber die Mannschaft ist jetzt „warm“, das hat man in den Spielen gestern gesehen. Wir dürfen gespannt sein, wie ein erneutes Aufeinandertreffen ausgeht. In der ersten Partie geht es für die Deutschen allerdings zunächst gegen Israel.

Hier die Poules der zweiten Vorrunde:

In Schüttorf beginnt heute die 17. Deutsche Meisterschafte der Frauen. Gleichzeitig wird zum dritten Mal die Deutsche Meisterin im Tireur ermittelt. Mit etwas Wehmut in der Stimme begrüßte Ausrichter Manni Sundag die 192 Spielerinnen. Nach vielen Jahren als Vorsitzender der Bouleabteilung Schüttorf legt Manni nach der DM sein Amt nieder. Unter ihm richtete Schüttorf in den letzten Jahren regelmäßig Deutsche Meisterschaften aus und war für den DPV immer ein verläßlicher Partner. Für Deine Arbeit lieber Manni vielen vielen Dank vom DPV und sicherlich auch von allen Aktiven.

Der Tireur-Wettbewerb begann schon um 9 Uhr mit den ersten vier Schützinnen. Titelverteidigerin ist Gudulu Hammer aus BaWü.

Der Triplette-Wettbewerb hat um 10.15 begonnen. Titelverteidigerinnen sind Carsta Glaser, Anja Deubel und Dagmar Knobloch (RhPf01). Aktuelle Ergebnisse aus beiden Wettbewerben findet ihr wie immer auf DM-Aktuell .

Der erste Tag – Triplette

Schon in der zweiten Runde kündigte sich an, dass die Vorrunde lange dauern würde. Viele spiele waren knapp und sehr lang. Tatsächlich endete die Barrage erst um 17 Uhr – eine Lange Pause für die Mannschaften, die bereits nach zwei Spielen im A oder B-Turnier waren. Schwer taten sich die Titelverteidigerinnen Carsta Glaser, Anja Deubel und Dagmar Knobloch. Nachdem gleich die erste Partie gegen NiSa 06 verloren ging blieb auch die Revange in der Barrage lange offen. Noch länger kämpften nur Lea Mitschker, Jenny und Birgit Schüler, die am Ende ihre Barrage mit 13:8 gegen BaWü 14 gewinnen konnten. Ebenfalls eine gelungene Revanche der ersten Begegnung. Mit Muriel Hess, Verena Gabe und Ann-Katrin Hartel musste sich aber auch ein Favoritenteam schon nach der Vorrunde aus dem A-Turnier verabschieden.

Das eine klar gewonnene Vorrunde kein Vorteil sein muss zeigte sich bei Team Bayern 1. Domino Probst, Stefanie Schwarzbach und Luzia Beil kamen nach der langen Pause nie so recht ins Spiel und verloren ihr 16tel-Finale gegen Team RhPf 05 deutlich zu 4:13. Die Achtelfinals beginnen morgen um 9 Uhr.

Der erste Tag – Tireur

Drei der 18 Schiesserinnen konnten über 30 Punkte in der Vorrunde erreichen. Das Beste Ergebnis konnte Domino Probst mit 37 Punkten erzielen. Knapp dahinter Lea Mitschker mit 35 Punkten und Eileen Jenal mit 34 Punkten. Auf Platz vier landete Anita-Dolores Barthelemy (27 Punkte) Am Abend wurden abschliessend noch die Viertelfinals geschossen. Während Domino mit 17:13 ihr Viertelfinale gewinnen konnte ohne ganz an die Leistung der Vorrunde anknüpfen zu können, musste sich Lea Mitschker mit 14:26 gegen Diane McPeak-Ferkinghof geschlagen geben. Ganz spannend wurde es im Duell von Eileen Jenal und Sabrina Royer. Nach vielen Führungswechseln konnte sich Eileen am Ende knapp mit 40:33 durchsetzen. Im letzten Viertelfinale traf Anita-Dolores Barthelemy auf Corinna Mielchen. Mit Tagesbestleistung von 44 Punkten konnte sich Anita hier gegen Corinna (27 Punkte) durchsetzen.

Die Halbfinals bestreiten morgen Anita-Dolores Barthelemy gegen Domino Probst und Eileen Jenal gegen Diane McPeak-Ferkinghof.

 

Nach einem „Holperstart“ gegen Belgien verteilte das DPV-Team gleich drei Fannys (13:0) gegen die Slowakei (das Team machte in den 5 Spielen dieser Vorrunde insgesamt 7 Punkte), Bulgarien und Schottland. Erst die Niederländer in der fünften Begegnung hatten unserer Mannschaft etwas entgegenzusetzen. 

Beim Stand von 8:7 (Zeitlimit plus zwei Aufnahmen) entschieden sich die Spieler aus unserem Nachbarland in der letzten Aufnahme, mit einem Sauschuss den Sieg einzufahren. Ein Husaren-Stück, das leider nicht gelang – drei Versuche dies zu bewerkstelligen kann man allerdings auch ruhigen Gewissens in so einer Situation als „Kamikaze“ bezeichnen.

So blieb der DPV-Auswahl am Ende dieser Aufnahme genug Platz (und eine unglückliche Agitation ihrer Gegner) hier noch sechs Punkte zu erzielen. 13:8 hieß es also zum Schluss für die Deutschen. Die vier Siege reichen locker für den Einzug in die nächste Runde dieser Europameisterschaft – für die daheim gebliebenen heißt es entsprechend weiter: „Daumen drücken!“

Hier die aktuelle Tabelle nach den fünf Spielen in der Vorrunde: