40. Senioren-WM in Grenoble, das Spiel gegen San Marino

Deutschland startet überlegen und San Marino baut im Verlauf der Partie rapide ab.

Deutschland startet überlegen und San Marino baut im Verlauf der Partie rapide ab.

Als ob wir in der Bericht-Erstattung noch nicht gestraft genug wären, gefällt es unserem Team (vielleicht auch den Spielern aus San Marino) mit einer gelben Sau zu spielen. Will heißen – wir sitzen sowieso gezwungenermaßen Luftlinie 120 m vom Spielfeld weg und aufgrund der Tatsache, dass sich dieses Schweinchen nur in Nuancen von der Farbe des Bodens unterscheidet, erkennen wir jetzt gar nichts mehr!

Deutschland spielt in der Formation Kamel Bourouba, Hannes Bloch und Sascha Koch. Kim wird nach seinem beeindruckenden Auftritt bei der Tireur-WM erstmal geschont.

Und die Deutschen starten gut. Hannes Kugeln kommen sich an die Sau, Kamel trifft sauber und Sacha macht einen souveränen Eindruck als Milleu. Aber die Herren aus San Marino halten mit. Auch hier wird getroffen, lediglich der Vorleger bringt vielleicht von 5 Kugeln eine gute.

Deutschland gelingt es, durch saubere Carreaux in der ersten Aufnahme 4 Punkte zu machen. Die nächste Aufnahme läuft etwas unglücklicher – ein Schuß für zwei gelingt nicht und Sascha Koch verlegt beide Kugeln, trotzdem ein Punkt für Deutschland, 5:0.

In der dritten Aufnahme dann brechen die Spieler aus San Marino erheblich ein. Hannes legt eine Kugel etwas zu lang, gute 40 cm hinter die Sau. Der gegenerische Leger spielt allerdings noch länger, gute 70 cm. Er legt noch einmal und die Kugel bleibt 45 cm rechts neben der Sau liegen. Jetzt wird geschossen, aber – ein Loch! Und auch die nächste Kugel, jetzt des Milleus macht keinen Punkt, rollt einen halben Meter hinter das Schweinchen. Noch einmal wird gelegt – 80 cm zu lang. Erst die letzte Kugel von San Marino macht 35 cm vor der Sau den Punkt. Kamel schießt und trifft, die getroffene Kugel von San Marino kontert dabei noch eine zweite Kugel hinten im Bild mit raus. Kamel war mit seiner Kugel gut liegengeblieben, hat jetzt schon einen Schuß für zwei – leider ein Loch! Die Deutschen entschließen sich zu legen und Hannes macht einen Punkt. Auch Sascha bringt noch seine beiden Kugeln – vier Punkte für Deutschland! Es steht 9:0.

Die nächste Aufnahme ist schon die letzte. Es lässt sich kurz auf den Punkt bringen. Hannes legt eine gute Kugel, San Marino verlegt darauf drei Stück. Sie entscheiden sich dann zu schießen und ballern prompt eine eigene raus. Auch die nächsten beiden Kugeln aus San Marino sind eine einsame Katastrophe. Die erste rollt gute 1,3 m nach hinten durch. Die zweite geht sogar über 2 m nach rechts weg. Deutschland hatte im Verlauf dieser Partie zu diesem Zeitpunkt schon vier Punkte liegen, noch eine auf der Hand, die aber nicht mehr gebraucht wird. San Marino gratuliert und kann sich jetzt erstmal überlegen, warum sie bei dieser (nicht vorhandenen) spielerischen Leistung überhaupt nach Grenoble gekommen sind.

Deutschland gewinnt also 13:0 – aber dieses Ergebnis sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass San Marino als Gegner nicht stattgefunden hatte.

Trotzdem läßt sich feststellen, dass unser Team einen sehr geschlossenen Auftritt hatte, jeder Spieler brachte mindestens 70% seiner Kugeln – das läßt hoffen für die nun folgende Partie gegen Singapur.

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