Die Sitzung war für 20Uhr30 anberaumt, begann aber erst um 21Uhr30. Bis morgens um 1Uhr30 gab es nur zwei Entscheidungen: die Mitglieder des Exekutiv-Komitee waren gewählt und die WM Tahiti 2014 wird nicht auf 2015 verschoben sondern ersatzlos gestrichen.
Einzig neues E-K Mitglied ist Gerard Schneider (Luxembourg). Über diese Wahl freue ich mich ganz besonders, da ich überzeugt bin, dass er eine Modernisierung der FIPJP-Strukturen anschieben kann.
Flemming Jensin (Dänemark) verlor die Stichwahl gegen einen bisherigen Amtsinhaber sodass Gerard der einzig Neue ist.
Von 48 anwesenden Nationen votierten nur 10 Nationen für eine WM-Tahiti-2015.
(Europa 2, Afrika  
4, Asien 1, Ozeanien 2, Amerika 1).
Die Abstimmung erfolgte namentlich, Deutschland hat gegen Tahiti votiert.
Bemerkenswert ist, dass aus Afrika die größte Unterstützung kam und nicht aus Ozeanien und Asien.

Die Entscheidung für den Austragungsort der WM 2016 wurde in den frühen Morgenstunden auf Sonntag vertagt.
Bewerbungen lagen vor von: Tahiti, Laos, Tschad und Marokko. Wie bereits in den DPV Gremien besprochen, kommt für Deutschland sowohl Tahiti als auch Tschad nicht in Frage. 
Vor Ort habe ich mich für Marokko ausgesprochen. Von Laos lag keine Präsentation vor und ich habe auch keinen Vertreter des laotischen Verbandes vor Ort ausfindig machen können.
Marokko hat dazu  
im Gegenteil eine aussagekräftige Dokumentation vorgelegt und war mit einer ganzen Delegation anwesend und stand für Gespräche zur Verfügung.
Da ich nur zum Weltkongress nach Nizza gereist bin, flog ich am Samstagfrüh nach Deutschland zurück um in Frankfurt am DPV-Hauptausschuss teil zu nehmen.
Die Vergabe der WM erfolgte am Sonntag (25.01.) und das Ergebnis ist mir noch nicht bekannt.
Gemäß den Statuten der FIPJP habe ich die deutsche Stimmabgabe für Marokko an einen Kollegen delegiert.

Dies war meine erste Teilnahme an einem Weltkongress.  Er hat mich unangenehm an die Sitzungen des DPV von vor 1990 erinnert. Allein die Ansetzung auf 20Uhr30, im Anschluss an den langen Turniertag erwies sich als Flopp!  Statt Informationen, Konzepten und Empfehlungen von Ausschüssen gab es zahlreiche Vier-Augen Gespräche während des Tages aber keine inhaltliche Diskussion während des Kongresses. Das ist einerseits den FIPJP verantwortlichen vorzuwerfen. Andererseits habe ich mich teilweise  über die Vertreter der Nationalverbände gewundert – so hat ein Verbandsvertreter aus Ozeanien auf die Frage pro oder contra Tahiti vor versammeltem Kongress erklärt, er könne dazu ohne vorherige Rücksprache mit seinem Verband nichts sagen (die DPV Gremien haben das im Oktober letztes Jahr besprochen und ich bin mit einem klaren Mandat nach Nizza gereist!)
Die aktuelle WM TET wurde kurzfristig und überraschend eingeführt und auf meine Nachfrage, wie es den nach dieser WM konkret weiter geht und wann die nächste TET-WM stattfindet, gab es keine konkrete Aussage.

Seit meiner DPV-Präsidentschaft habe ich mich ganz überwiegend um nationale Belange gekümmert.
International habe ich mich bislang nur auf europäischer Ebene bewegt und die CEP mit ihrem Präsidenten Mike Pegg entwickelt sich erfreulich gut.
Auf Weltebene muss ich anerkennend zur Kenntnis nehmen, dass es viele engagierte und fleißige Menschen gibt, welche jeweils über hohe Kompetenzen verfügen.  Angefangen beim Präsidenten der FIPJP.   
Eine sinnvolle Struktur der FIPJP kann ich jedoch nicht erkennen.
Insofern sollte jedoch eine Strukturreform möglich sein. 
Der DPV muss darauf bestehen.
Als erster Schritt in diese Richtung ist bereits auf dem DPV-HA am Samstag den 24.01. (also am gleichen Tag als der Weltkongress beendet wurde)  die Einladung eines FIPJP Exekutiv –Komitee Mitgliedes zum DPV Verbandstag im März vereinbart worden und die Zusage liegt vor.

Infos zum DPV-Hauptausschuss (24.01.)  und zur DPV-Präsidiumssitzung (25.01.) folgen in Kürze.

In eigener Sache muss ich darauf hinweisen, dass ich als Präsident ehrenamtlich tätig bin und mir für die Teilnahme am Weltkongress 2 Urlaubstage genommen habe. Am Wochenende folgte meine Teilnahme an der Hauptausschusssitzung und an der Präsidiumssitzung. Dieser Bericht ist meiner Rastlosigkeit bei meiner späten Rückkehr am Sonntagabend geschuldet – selbstverständlich kann dieser Bericht nicht sein und es gab ihn zu einem Weltkongress in dieser Form bisher auch nicht!
Regelmäßig werden von den Sitzungen umfangreiche „Hausaufgaben“ mitgenommen, Nacharbeiten und Folgearbeiten sind unverzüglich erforderlich. Wer hat da die Zeit für eine geeignete Kurzinfo an die Verbandsangehörigen?  Auch dazu mehr im Bericht von den DPV Tagungen.

Und eines ist mir noch zu guter Letzt wichtig:
Neben meiner Funktionärstätigkeit konnte ich am Freitag auch einige Spiele der WM verfolgen.
Das deutsche Team hat mir super gefallen! 
Indra und Toufik haben m.E. ihre Leistung voll abgerufen und ich war beeindruckt, welchen Anteil die Trainer dabei erkennbar aktiv hatten.
Das war eine starke Gesamtleistung! Danke an Euch alle!

Peter BlumenrötherDPV-Präsident