WM – Vorbereitungsturnier Santander Spanien

Zweiter Platz von Manuel Strokosch im Tireurwettbewerb

VI. Internationales Turnier in Zurita de Piélagos Santander/Spanien)

WM-Vorbereitungsturnier 4. bis 6. September 09

Ramón Pila, spanischer Nationalcoach der Jugend und Espoirs lud uns, die Bundestrainer Gudrun Deterding und Miguel Casado, mit dem Jugendnationalteam (Moritz Rosik, Daniel Schurr, Manuel Strokosch und Niclas Zimmer) ein, nachdem er es in Rubí (Barcelona) im Juni gesehen hatte. Er ist außerdem Präsident des regionalen kantabrischen Verbandes.

Eingeladen hatte er ebenso die Nationalteams Frankreichs und Hollands. Sein spanisches Team war natürlich auch mit von der Partie. Dass die spanischen Regionalaufgebote oftmals genauso stark besetzt sind wie die „selección“ wussten wir bereits von Rubí.

Insgesamt nahmen 14 Auswahlmannschaften an diesem Turnier teil, die in zwei Gruppen à sieben Teams „jeder gegen jeden“ spielten.

Am Flugplatz von Bilbao wurden wir persönlich von Ramón abgeholt, der uns ins 90 km entfernte Städtchen brachte.

Am Abend fand die Begrüßung und anschließend die Auslosung im altehrwürdigen Ratssaal der Gemeinde statt. Der Bürgermeister hatte durch großzügige finanzielle Bezuschussung dieses Turnier erst möglich gemacht. Auch ließ er es sich nicht nehmen, seiner Freude über das Erscheinen der deutschen Delegation Ausdruck zu geben, da er selbst sieben Jahre als Auswanderer in NRW gelebt hatte.

Am gleichen Abend begann der Tireurwettbewerb, den Manuel Strokosch mit 34 erzielten Punkten als Zweiter abschloss. Damit stand er schon im Halbfinale. Nur der Europameister des letzten Jahres, Juan Carlos Sogorb aus Valencia, war mit 45 Zählern besser.
Interessante Variante der spanischen Version: Die Punkte aus allen Durchgängen, von der Qualifikation bis zum Finale, werden aufaddiert, d.h. es gewinnt der am konstantesten schießende Akteur. Der Schusswettbewerb ging dann erst am Sonntag weiter.

         Vor dem Spiel gegen Katalonien

Früh am Samstagmorgen war der erste Gegner Asturien. In vier Aufnahmen konnten unsere Jungs die Partie für sich entscheiden und blieben dabei deutlich unter der vorgegebenen Zeit von 60 Minuten. Zwei kantabrische Teams konnten wir ebenso sicher bezwingen. Gegen Spanien zogen wir erstmals mit 8:13 den Kürzeren, weil die Spanier mit dem glatten, vermeintlich einfachen

Rollerboden besser zurecht kamen. Das schnelle Geläuf wurde uns auch gegen das katalonische Team zum Verhängnis. Gegen die starken Valencianern, die das Internationale Jugendturnier in Rubí gewonnen hatten, mussten wir unbedingt gewinnen, um nicht auf den Gruppensieger des anderen Poules zu kommen. Das gelang auch mit einem knappen 7:6.

         Die Galicier zwangen uns in die Knie

Das Viertelfinale wurde noch am Samstagabend auf dem steinigen und sehr anspruchsvollen Teil des Boulodromes gespielt, dessen Bahnen uns aber deutlich besser lagen als den meisten Gegnern. Dort war es für uns etwas unglücklich, knapp und wegen des Zeitspiels gegen die starke Regionalauswahl Galiciens war Endstation. Trotzdem eine wertvolle Erfahrung für die WM, deren Vorrunde ebenfalls mit Zeitlimit gespielt werden wird.

Das eine Halbfinale am Sonntagmorgen bestritten Frankreich und Spanien, das die Franzosen zu 0 gewannen. Sie wirkten wesentlich konzentrierter als die spanischen Gegner. Das andere Halbfinale spielten Katalonien gegen unseren Viertelfinalbezwinger, wobei die Katalanen den Galiciern kaum Entfaltungsmöglichkeiten boten.

Die Katalanen knüpften im Finale da an, wo sie im vorherigen Spiel aufgehört hatten. Beim Stand von 1:6 wechselten die Franzosen aus und schon bekam das Spiel ein anderes Gesicht. Sie gaben keinen Punkt mehr ab und siegten sicher.

           Manuel neben dem Bürgermeister

Zwischen Halbfinale und Finale wurde noch der Tireurwettbewerb eingeschoben. Manuel konnte dabei im Halbfinale den Abstand auf Juan Carlos auf sechs Punkte verringern. Die bis dahin auf dem 3. und 4. Platz liegenden Tireure aus Valencia und Kantabrien hatten gegen Manuels 33 Punkten keine Chance. So kam es zum Showdown gegen den Europameister. Weitere drei Punkte konnte Manuel auf das erste Bild aufholen, dann noch einen. Doch dann legte Juan Carlos los und schoss Carreaux. Am Ende konnte der Spanier mit 39:29 weitere 10 Punkte drauflegen. Trotzdem hat Manuel eine sehr konstante Leistung gezeigt. Das Publikum war vom Finale und seinen Protagonisten begeistert.

Der Bürgermeister erschien zur Siegerehrung wieder auf der Bildfläche. Die Besten wurden namentlich geehrt und bekamen einen Pokal. Gespräche wurden geführt, wobei uns nun auch für das nächste Jahr eine Einladung nach Valencia ins Haus steht. Auch dort wird es bald einen Internationalen Vergleich geben.

   Unbezwungen: das französische WM-Team

Der Tranfer zum Flughafen wurde direkt im Anschluss von der spanischen Organisation wieder vorgenommen. Erschöpft, zufrieden und an Erfahrung reicher bestiegen wir den Flieger nach Frankfurt. Eine Zeitlang konnten wir die herrliche Steilküste der Biscaya von einem wolkenlosen Himmel bestaunen. In Frankfurt ging es weiter in die Züge zu den verschiedenen Regionen             in Deutschland.

Wir bedanken uns beim Präsidenten des kantrabischen Verbands Ramón Pila, seiner Frau Maite, Vorsitzende des ausrichtenden Clubs „AD El Roble Zurita de Piélagos“ und allen Helfern.

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