Zur Klausurtagung „Kommunikation im DPV“ im westfälischen Münster waren 18 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland angereist. Der Einladung gefolgt waren Vertreter/innen der DPV-Ressorts „Sport“, „Jugend“, „Schiedrichter“ und „Gleichstellung“, darüber hinaus Vertreter/innen der Landesverbände BaWü, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nord und NRW. Abgerundet wurde das Feld durch fünf Kandidaten, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit im neu zu konstituierenden „DPV-Kommunikationsausschuss“ erklärt hatten. An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank für die vielen Bewerbungen, die auf die Ausschreibung des DPV erfolgt waren! Geleitet wurde die Klausurtagung vom DPV-Vizepräsidenten Kommunikation, Christoph Roderig.

Die Eingangsfrage „Was sind die Ziele der Kommunikation im DPV?“ ließ sich sehr einfach mit dem Zweck des Verbandes beantworten: „Die Förderung des Boule- und Pétanque-Sports in Deutschland“. Eine engere Definition des Begriffes hatte zum Ergebnis: „Alles ist Kommunikation“. Soll heißen, nicht nur Veröffentlichungen auf der Homepage des Verbandes, Flyern oder sonstigem Info-Material, sondern auch das Auftreten der Verantwortlichen, der National-Spieler/innen auf internationalem Parkett, das Erscheinungsbild von Wettbewerben wie Deutschen Meisterschaften, Masters-Turnieren oder dem Länderpokal, vermitteln Botschaften.

„Kommunikation“ ist also nicht nur einseitig, sondern spiegelt sich z.B. auch in den Teilnehmer/innen bei Turnieren wieder: einheitliche Spielkleidung, der Umgang miteinander, ein sportlich faires Auftreten – und das gelebte Bewusstsein, dass man sich nicht auf einem der vielen „Spaß-Turniere“ irgendwo in Deutschland befindet, sondern bei einem Wettbewerb des Deutschen Pétanque Verbandes.

Um es kurz zu machen: eine Ist-Analyse der beschriebenen Faktoren hatte zum Ergebnis, dass es hier sogar noch Verbesserungspotenzial gibt. Selbiges lässt sich umso leichter heben, je besser und enger u.a. die Vereine als Ausrichter von DPV-Wettbewerben bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden. Der zukünftige DPV-Kommunikationsausschuss wird Material erarbeiten, das es leichter macht, Pressemitteilungen zu erarbeiten, Print-Medien zum Event zu erstellen, Sponsoren aus dem Umfeld der Veranstaltung zu gewinnen und die lokale Presse, Funk und sonstige Publizisten vor Ort zu haben. Auch in der Nachberichterstattung ist Unterstützung geplant – und natürlich hat es sich längst etabliert, dass ein Team der DPV-Kommunikation vor Ort ist, um Partien live im Internet zu übertragen und die Interessierten zuhause auch mit weiteren Neuigkeiten zu versorgen.

Reger Austausch bei der DPV-Klausurtagung Kommunikation am 8. und 9. Februar 2020 in Münster/Westfalen.

Aus dem Kreis der Teilnehmer/innen wurde ausdrücklich bedauert, dass am zweiten Tag einer Deutschen Meisterschaft in der Regel die meisten Teams abreisen, sobald sie ausgeschieden sind. Dies ist einer wünschenswerten Atmosphäre bei der Sieger-Ehrung der Deutschen Meister natürlich nicht zuträglich. Hier wird überlegt, wie man Anreize schaffen kann, dass möglichst viele Pétanque-Freunde noch dabei sind, wenn die Pokale für die Besten der Saison übergeben werden. Auch die Choreografie im Zusammenhang mit den Endspielen wurde als verbesserungsfähig angesehen, dies ist ebenfalls eines der ersten Themen im Kommunikationsausschuss.

Neben den Diskussionen über das „Große und Ganze“ in der DPV-Kommunikation, wurden auch einige Details besprochen. So berichtete ein Teil der in ihren Landesverbänden und Vereinen aktive Publizisten z.B., dass es Außenstehende oft irritiert, im Pétanque-Sport „so viele“ Deutsche Meisterschaften vorzufinden. Als ein kleiner Schritt, diese Irritationen abzuschwächen, wurde vorgeschlagen, die Titel Deutscher Meisterschaften leicht abzuwandeln. Nicht mehr „Deutsche Pétanque Meisterschaft Doublette“ oder „Deutsche Pétanque Meisterschaft Triplette“, sondern „Deutsche Meisterschaft Doublette“ oder „Deutsche Meisterschaft Triplette“. Dass es sich um „Pétanque“-Meisterschaften handelt, sollte sich den Betrachtern von Plakaten oder den Lesern entsprechender Berichte von selbst erschließen.

Jenseits der Online-Berichterstattung wird darüber nachgedacht, ein Print-Medium für die Pétanque-Szene in Deutschland ins Leben zu rufen. Quartalsweise oder dreimal im Jahr soll es auf diese Art jeweils Zusammenfassungen aus sportlicher aber auch organisatorischer Sicht des DPV und der Landesverbände geben. Dass dieser Weg der Information längst nicht so „tot“ ist, wie viele im Zeitalter des Internet behaupten, konnte Christoph Roderig am Beispiel anderer „Special Interest“-Publikationen belegen, die sich in ihrer Leserschaft allergrößter Beliebtheit erfreuen. Die Idee wurde in der Runde überwiegend begeistert aufgenommen, Martin Beikirch aus Berlin bietet sich an, die grafischen Arbeiten zu übernehmen, Antje Freudenthal aus dem LV BaWü stellt sich zur redaktionellen Leitung des Mediums zur Verfügung. Es kann allerdings noch kein konkreter Termin genannt werden, wann die erste Zeitschrift erscheint.

Machte sich eifrig Notizen zur späteren Diskussion im Kommunikationsausschuss: DPV-Vizepräsident Christoph Roderig.

Zurück zum Medium Internet erklärte der DPV-Beauftragte Heinz Zabel zunächst rudimentär die Funktionalität der DPV-Homepage, insbesondere, wie hier Beiträge veröffentlicht und einzelne Seiten modifiziert werden. Durch eine spezielle Applikation, das jüngst installiert wurde, gestaltet sich dies kinderleicht – und der DPV darf sich auf eine besondere Vielfalt freuen, wenn es um die zukünftige Berichterstattung geht.

Gleiches gilt für die Präsenz des DPV-Ressorts „Kommunikation“ bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Hier soll das Team auf drei Personen aufgestockt werden, da sich zu zweit gerade einmal eine spannende Live-Übertragung realisieren lässt, viele weitere Informationen aber „auf der Strecke“ bleiben. Weiterhin unterstützt wird das Team vor Ort zukünftig von einem Kollegen am heimischen Schreibtisch. Es wird spannend sein, zu beobachten, welche Qualitätssteigerung entlang dieser neuen Strukturen möglich sind.

Breiten Raum nahm auch das Thema „Kritik“ ein, mit dem Publizisten seit jeher zu tun haben, das aber in Zeiten von Social Media regelmäßig ein wesentlich höheres Volumen erreicht. Hier gibt es den Rat, sich zunächst einmal anzuschauen, von wem die jeweilige Kritik im Einzelnen kommt, wenn man diejenigen nicht ohnehin schon kennt. Ein kurzer Blick auf die Online-Profile der entsprechenden Personen reicht in der Regel zur Entscheidungsfindung, ob es sich lohnt, hier in eine längere Diskussion einzusteigen. Interessant war auch die Erkenntnis, dass es im „richtigen Leben“ – auf Turnieren und zu anderen Anlässen – nach Jahren der „Funkstille“ Komplimente für die Kommunikation des DPV „hagelt“, andererseits aber in Social-Media selten ein gutes Haar an selbiger gelassen wird. Ein zumindest etwas „dickeres“ Fell sollte man also schon mitbringen, wenn man unter seinem Klarnamen veröffentlicht. 

Das Boulodrôme des SC Gremmendorf e.V. in Münster.

Zum Abschluss des theoretischen Teils der Klausurtagung wurde noch die Übertragungstechnik gezeigt und erklärt, mit der die Live-Berichterstattung auf die Monitore der Daheimgebliebenen gestreamt wird. Und damit es nicht gar zu „trocken“ wurde, machte sich die Runde im Anschluss an das Abendessen auf den Weg zum Boulezelt des SC Gremmendorf e.V. im Südwesten Münsters. Hier gilt ein besonderer Dank dem Leiter der Boulesparte des Vereins, Ingo Holz, der den Platz und das Zelt für die Teilnehmer geöffnet hat und während der Exkursionen mit Rat und Tat zur Seite stand.

Im Zelt bekamen diejenigen, die Interesse bekundet hatten, die Live-Übertragungen des DPV zukünftig zu unterstützen, die Gelegenheit, den Umgang mit der Technik auszuprobieren.

Der Verlauf und die Ergebnisse dieser Übungen waren überwiegend sehr unterhaltsam. Ein Highlight war ein Kommentator, der so laut gesprochen hat, dass die Spieler/innen auf der sechs Meter entfernten Bahn jedes Wort mitbekommen haben. „Oh, schon das fünfte Loch in Folge, langsam sollte sich das Team entscheiden zu drehen!“ 

„Trockenübung“, anstatt live zu übertragen wurden Bild und Kommentar natürlich nur aufgezeichnet.

Man nahm es mit Humor. Selbstverständlich muss eine Live-Übertragung so kommentiert werden, dass die Protagonisten auf dem Platz nach Möglichkeit gar nichts davon mitbekommen. 

Ebenfalls lustig war ein Kommentator, der das falsche Spiel beschrieben hat. Um das „Gewusel im richtigen Einsatz“ einigermaßen zu simulieren, stand die Übertragungskamera in ca. 2,50 m Höhe an Bahn 1, auf der eine Partie gespielt wurde. Tatsächlich im Bild übertragen wurde aber die Partie dahinter, auf Bahn 2. Der Mann an der Kamera-Steuerung übertrug also nun sorgfältig die Geschehnisse auf Bahn 2, während der Kommentator beschrieb, was gerade auf Bahn 1 passierte. Insbesondere am nächsten Morgen, als die Aufzeichnungen noch einmal exemplarisch durchgegangen wurden, sorgte dies für große Heiterkeit.

Der DPV-Vizepräsident Kommunikation freut sich nun jedenfalls, neben der bewährten Hilfe durch den Beauftragten für Live-Berichterstattung und Video, Heinz Zabel, gleich fünf weitere Unterstützer für dieses Ressort gewonnen zu haben. Im Rahmen seiner nächsten Sitzung werden dem DPV-Vorstand die Kandidaten für den Kommunikationsausschuss vorgeschlagen – und alle haben sich eindrucksvoll als wertvolle Ergänzung des Teams erwiesen, so, dass einer tatsächlichen Nominierung nichts im Wege stehen sollte.

Der designierte DPV-Kommunikations-Ausschuss (v.l.n.r.): Michael Regelin, Martin Becker, Soeren Voigt, Martin Koch, Hein Fuhrmann.

Für die Pétanque-Sportler/innen im Verband bedeutet dies mehr Vielfalt und mehr Volumen rund um die Ereignisse im DPV. Und mit einer entsprechend weiter gesteigerten Präsenz, auch in anderen Medien als der DPV-Homepage, wird die Unterstützung der Arbeit im Verband gleichzeitig für potenzielle Sponsoren interessanter. Vielversprechende Gespräche laufen in diesem Zusammenhang bereits seit geraumer Zeit – und erste Verträge konnten schon geschlossen werden.

Tag 2 der Klausurtagung wurde ebenfalls noch kurz genutzt, um das Thema „Merchandising“ und „Fan-Shop“ für den DPV zu umreißen. Die ersten Schritte, die in diese Richtung gemacht werden, sind vielversprechend, das Ressort „Kommunikation“ ist guter Dinge, dass noch im ersten Quartal 2020 ein Online-Shop auf der Homepage eröffnet werden kann, der dann z.B. auch den Verantwortlichen im DPV: Trainer/innen, Spieler/innen, Funktionär/innen, die Möglichkeit eröffnet, ihre Ausstattung komfortabel über diese Quelle zu beziehen.

Die Klausurtagung endete relativ abrupt, weil insbesondere diejenigen, die mit der Deutschen Bahn angereist waren, schnellstmöglich vor dem anrückenden Sturm „Sabine“ flüchten wollten. Am Ende sind alle heil nach Hause gekommen und hatten einen großen Koffer neuer, toller Ideen mit dabei – dies wird für alle Pétanque-Begeisterten im DPV zeitnah spürbar werden.

Alfons Schulze-Niehues mit seinem Modell der „DM-Kiste“.

Ein absolutes Highlight der Klausurtagung bot Alfons Schulze-Niehues, der die zukünftige „DM-Kiste“ präsentierte. In dieser sollen alle Materialien, die für eine Deutsche Meisterschaft gebraucht werden, zukünftig verstaut, transportiert und gelagert werden. Um das Ganze möglichst anschaulich zu präsentieren, hat er tatsächlich die Kiste inkl. sämtlichem Inhalt im Maßstab 1:10 nachgebaut. Ein Video seiner Präsentation folgt in Kürze!

Für seine Verdienste um die Entwicklung Deutscher Pétanque Meisterschaften wurde Alfons Schulze-Niehues im Rahmen der Klausurtagung geehrt – hier geht es zu dem entsprechenden Beitrag.

Silvana Lichte bietet dem Pétanque die nächste große Bühne

Mit dem, nicht zuletzt durch das Standard-Werk „Boule-Praxis“, international bekannten Trainer Norbert Koch hat sie schon als Kind viele Stunden beim Pétanque-Training verbracht. Ihre Auffassungsgabe, ihr Talent – und nicht zuletzt ihr Ehrgeiz – haben dafür gesorgt, dass ihr von dort aus der Sprung in die Nationalmannschaft gelungen ist.

Nun steht sie als Spielerin des SV Siemens-Mülheim e.V., wo sie aktuell Ihre Lizenz hat, als „Sportlerin des Jahres“ in eben dieser Stadt an der Ruhr zur Wahl.

Der DPV freut sich für Silvana und für unseren Sport, wenn möglichst viele Petanque-Enthusiasten ihre Stimme für sie abgeben. 

Zum Online-Voting geht es hier!

Gut zwei Monate vor dem Start in die neue Saison (18.04.2020) in den Petanque-Hallen von Gersweiler und Hamburg ist die Verteilung der Vereine auf die Spielstätten festgelegt.

Die Spielpläne sind in Vorbereitung und werden nach Fertigstellung direkt an die Vereine geschickt und zusätzlich auf der Bundesliga-Seite der Homepage des DPV veröffentlicht. Des Weiteren kommt das Formblatt zur Anmeldung ebenfalls per Mail an die Bundesligavereine.

In seiner Januar-Sitzung hat das Präsidium nach Diskussion die Bundesliga-Richtlinie verabschiedet. An der Diskussion über diese Richtlinie war auch der Sportausschuss beteiligt.

Wir bitten darum, diese Richtlinie allen Spieler*innen zur Kenntnis zu bringen. Es gibt einige Änderungen, die wichtig sind, u.a. zu Fristen, Spielkleidung und Meldungen.

Rückfragen dazu bitte beim DPB-Beauftragten, am besten per Mail.

Die namentlichen Meldungen der Spieler*innen bitte baldmöglichst, aber spätestens zu dem in der Richtlinie genannten Termin per Mail an den DPB-Beauftragter  (mit Kopie an Vize Sport).

 

Link zur Info „Wer spielt wo“.

 

Seit 1996 wird der Trainerpreis Baden-Württemberg verliehen. Mit ihm werden Trainerinnen und Trainer gewürdigt, die durch herausragende Leistungen, außergewöhnliche sportliche Erfolge ihrer Athleten sowie besondere pädagogische Fähigkeiten auf sich aufmerksam gemacht haben. Diese und mehr Faktoren vereint der Baden-Württemberger Pétanque-Trainer Klaus Endress auf sich – und der ganze DPV platzt vor Stolz darüber, dass ihm zum einen diese verdiente Trophäe verliehen wurde und er zum anderen dadurch dafür gesorgt hat, dass der Pétanque-Sport sich in so einem exklusiven Umfeld präsentieren konnte.

Winfried Götz (links), Landesgeschäftsführer der BARMER Baden-Württemberg, überreichte Klaus Endress den Sonderpreis dieser Institution.

Klaus Endress engagiert sich sowohl im Mannheimer SC Käfertal, als auch im TSV Badenia Feudenheim als Trainer. Darüber hinaus ist er kompetenter Ansprechpartner im Landesfachverband Baden Württemberg. Sein besonderes Augenmerk gilt der Jugendarbeit, fast ganzjährig – jedenfalls in der Freiluft-Saison – ist er mit Nachwuchstalenten  auf Turnieren präsent. Seine besondere Art, technische Feinheiten und taktisches Verhalten zu vermitteln, ist insbesondere deshalb so erfolgreich, weil er immer auch darauf achtet, dass die jungen Sportler/innen darüber nicht den Spaß am Spiel aus den Augen verlieren.

Neben den Kinder und Jugendlichen, die durch Freude oder Familie an den Pétanque-Sport herangeführt wurden, betreut Klaus Endress seit 14 Jahren eine Kooperation mit den Feudenheimer und Käfertaler Grundschulen, wo aufgrund seiner Initiative Pétanque zum Sportunterricht gehört.

Der DPV gratuliert herzlich zu dieser tollen Auszeichnung für jahrelanges Engagement und bedankt sich noch einmal für die Möglichkeit dieses öffentlichkeitswirksamen Auftritts unseres schönen Spiel-Sports bei Klaus Endress!

1. Spieltag am 18. April 2020

Boulehalle Hamburg

Boulehalle Gersweiler

2. Spieltag am 23. Mai 2020

Bad König

Berlin Zehlendorf

3./4. Spieltag am 29./30. August 2020

Düsseldorf

Vom 03. bis zum 07.08.2020 gibt es die Möglichkeit im nördlichen Teil Deutschlands an einer C-Trainer Ausbildung Leistungssport Pétanque teilzunehmen. Weiterlesen

Vom 20. bis zum 24.04.2020 wird eine Ausbildung zum Erwerb der 2. Lizenzstufe im DOSB zum B-Trainer Ausbildung Leistungssport Pétanque angeboten. Weiterlesen

Für die DPV-Ranglistenturniere können noch Bewerbungen von interessierten Ausrichtern bis zum 15.02.2020 eingereicht werden. Die Teilnahme an diesen Turnieren ist für Lizenz-Spieler/innen im DPV besonders interessant, da diese in eine Einzelrangliste einfließen, die Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften und DPV-Ranglistenturnieren berücksichtigt. Aus dieser Einzelrangliste wird außerdem eine Vereinsrangliste generiert.

Als Effekt hieraus ergibt sich für die einzelnen Aktiven sowie die Vereine ein bundesweiter Vergleich zu deren sportlichem Erfolg über einen längeren Zeitraum hinweg. Die sportlich Verantwortlichen im DPV können diese Langzeit-Analyse als zusätzliches Kriterium für die Besetzung der Leistungskader nutzen.

Natürlich gelten bei Turnieren in einer Serie von diesem Gewicht bestimmte Kriterien, die der Richtlinie für DPV-Ranglistenturnieren entnommen werden können.

Die Bewerbung für ein DPV-Ranglistenturnier kann hier geladen, ausgefüllt und an den DPV geschickt werden:

Für das Jahr 2020 stehen als DPV-Ranglistenturniere bereits Stuttgart, Fürth, Fehmarn und Edingen fest, eine Bewerbung von Viernheim liegt vor, über die noch entschieden werden muss. Entlang der entsprechenden Richtlinie können noch bis zu sieben Termine vergeben werden.

Der DPV unterstützt die Werbung für DPV-Ranglistenturniere nicht nur durch eine besondere Darstellung auf der Verbandshomepage mit entsprechender Verbindung in die Social-Media-Kanäle, sondern auch durch Poster, Aufkleber und Flyer, die den Ausrichtern individualisiert zur Verwendung vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Es ist eine besondere Unterstützung des Pétanque-Sports in Deutschland, wenn der Kreis von 12 Turnieren geschlossen wird, um den Wert dieser Serie zu erhalten und auszubauen.

Vom 13. bis 15. Dezember 2019 fand in der Boulehalle Gersweiler/Saarland eine Sichtung und ein gemeinsames Training für die DPV-Jugend und -Espoirs-Kader statt. Bei den Espoirs (den „Hoffnungsträgern“) kommen aktuelle Spieler/innen in Frage, die zwischen 1997 und 2002 geboren sind, bei der Jugend sind es die Jahrgänge zwischen 2002 und 2007. Naturgemäß sind diese jungen Spieler/innen nur zeitlich begrenzt in den jeweiligen Kadern aktiv. Hier Mitglied zu sein ist aber perspektivisch natürlich auch ein Sprungbrett, um später im Seniorenbereich den DPV auf internationalem Parkett zu vertreten. Entsprechend mehr oder weniger aufgeregt waren insbesondere die „Neuen“ zu dieser Sichtung angereist.

Gleich vier (wenn man in dieser Altersklasse überhaupt davon sprechen kann) „alte Häsinnen und Hasen“ ergänzten und unterstützen die Kandidat/innen für das Espoir-Kader. Luzia Beil, Eileen Jenal, Pascal Müller und Marco Kowalski haben in den letzten Jahren eine Reihe Medaillen, Titel und ausgezeichnete Platzierungen für den DPV nach Deutschland geholt. Marco scheidet inzwischen aus Altersgründen als Spieler im Espoir-Kader aus, hat sich aber „nahtlos“ zur Unterstützung des Bundestrainers Daniel Dias direkt dort wieder eingefunden.

Gesichtet wurden in diesem Bereich die Spielerinnen Laura Caliebe (BaWü), Lea Dörhöfer (Bayern) sowie Annalena Fucec (Bawü) und außerdem die Spieler David Berndt (Berlin), Melvyn Lange (Nord), Björn Schwortschick (BaWü) sowie Ben Weiland (Hessen). Der erste Abend im Hotel diente dazu, einander kennenzulernen. Natürlich bekamen die erfahrenen Spieler/innen hierbei eine Menge Fragen gestellt, die sie gerne und ausführlich beantworteten. Aber auch umgekehrt wurde die Erwartungshaltung abgeklopft und z.B. darüber informiert, welche Erfahrungen die Neulinge bereits auf internationalem Parkett mitbringen.

In der Boulehalle absolvierten die Teilnehmer/innen – nach einem mehrdimensionalen Koordinationstraining zum Aufwärmen – Ateliers zum Legen und Schießen. Anschließend gab es einige Partien mit- und gegeneinander unter Beobachtung mit entsprechender Bewertung. Zum Auflockern wurde das Programm durch Bewegungsspiele und kleine Wettbewerbe jenseits der Kugeln ergänzt. Anfangs waren die Aspirant/innen für den Espoir-Kader noch sehr verhalten, was sich aber sehr bald löste und sie befreit aufspielen liess. Bei fast allen Teilnehmer/innen wurden gute bis sehr gute Leistungen beobachtet. Bundestrainer Daniel Dias will aber erst eine abschließende Auswertung der Beobachtungsbögen abwarten, bevor er nach den aktuellen Feiertagen veröffentlichen lässt, welche Spieler/innen das DPV-Espoir-Kader zukünftig ergänzen.

Sichtung für das DPV-Jugend-Kader teilweise als zweite Chance

Stefanie Schwarzbach und Martin Kuball hatten bewusst die neuen Aspiranten für den Jugend-Kader mit Spieler/innen gemischt, die bei der vorangegangenen Sichtung noch nicht ganz überzeugen konnten, um eine noch größere Leistungsdichte darzustellen. Hier waren bei den Mädchen Sophie You Maaß (Nord), Svenja Bauer (BaWü), Kim Stenzel (Hessen), Kati Kuipers (NiSa), Julia Gärtner ( BaWü) und Helena Reinert (BaWü) eingeladen. Tatjana Löffler (Saar) war aus dem bestehenden Kader für eine Spielerin eingesprungen, die leider absagen musste. Für die Sichtung der Jungen machten sich Ali Aliosman (Berlin), Leander Becker (RhPf), Luca Jörgs (NRW), Fabio da Silva (RhPf), Vinh Nguyen (Bayern), Leon Kühlwein (BaWü) und Jörn Finnay (BaWü) auf den Weg in das Saarland.

Die Auswahl kam zum Einen über Beobachtungen der Bundestrainer beim Jugend-Ländermasters und der DM Jugend zustande, zum Anderen wurde aber auch den Empfehlungen der jeweiligen Laüdesjugendwarte gefolgt.

In die abschließende Wertung zur Nominierung für den Jugend-Kader ab 2020 flossen Ergebnisse aus je zwei Lege- und Schießateliers ein, sowie eine Kombinationsübung Legen/Schießen. Weiterhin wurden Wertungspartien in der Formation Doublette gespielt, bei denen auch Aspekte wie Teamverhalten, eigene und gegenseitige Motivation, Präsenz auf dem Platz als Spieler/in und als Mannschaft sowie Eigeninitiativen protokolliert und bewertet wurden. Diese Verhaltensaspekte wurden von den Bundestrainern natürlich über das Wochenende verteilt auch jenseits des Platzes beobachtet.

Auch im Jugendbereich werden die Namen der Kaderspieler/innen Anfang 2020 veröffentlicht.

Zum Jahreswechsel ein kleines Video mit Impressionen von der Junioren- und Damen-WM 2019 in Phnom Penh, Kambodscha.