Nach der 2.ten Runde

im „CEP- SHOOTING“ hat sich das Team „Germany 1“ an die Spitze nach Treffern gesetzt. Sie erzielten mit 239 Treffern ein herausragendes Ergebnis. Auch in der Gruppentabelle ist das Ergebnis großartig, hier liegt Germany 1 in ihrer Gruppe A auf Rang 2 hinter Israel. Auch das Team „Germany 2“ kann sich mit 219 Treffern sehen lassen. Der Stand nach zwei Runden ist der 4.te Platz. Unser Team 2 erzielte ebenfalls in ihrer Gruppe D den 2.ten Rang.

Im gesamten Wettbewerb liegen beide deutschen Teams (Germany 1 Platz 4 und Germany 2 Platz 6) sehr gut im Rennen.

weitere Infos….

 

Treffer-Tabelle

Gesamttabelle

Gruppentabelle

Für den vom Dänischen Pétanque Verband initiierten und von der CEP durchgeführten Online-Wettbewerb im Präzisionsschießen wurde eine eigene Unter-Seite eingerichtet.

Unter „Meisterschaften“ -> „Europetanque (Corona) Precision Shooting Challenge 2020″ werden die jeweiligen Ergebnisse laufend aktualisiert – es lohnt sich, zwischendurch dort – oder mit einem Klick hier – reinzuschauen.

Beim Online-Wettbewerb im Präzisionsschießen, den der Europäische Pétanque Verband mit Unterstützung durch den Dänischen Pétanque Verband durchführt, nehmen 23 Teams aus 14 Nationen teil.

Die Vorrunde wurde ganz klar durch die DPV-Teams dominiert. Im Durchschnitt aller Mannschaften wurden 104 von möglichen 150 Punkten geschossen. Auf Platz 1 fand sich hier zum Abschluss das Team DPV 1 mit insgesamt 126 Punkten, dicht gefolgt von England 1 mit 125 Punkten. Auch DPV 2 findet sich mit 112 Punkten im oberen Bereich der Ergebnis-Liste. Die „Rote Laterne“ teilt sich nach der Vorrunde das Team aus Lettland mit Österreich 2, die jeweils insgesamt 76 Punkte schossen.

Alle Ergebnisse der Vorrunde

In der Runde 2 des Wettbewerbs schießen nun die Teams direkt gegeneinander. Hier tritt die Mannschaft DPV 1 gegen die Ukraine an, die die Vorrunde mit 82 Punkten beendet haben. DPV 2 misst sich mit England 1, deren 125 Punkte aus der Vorrunde eine klare Ansage waren. Alle Ergebnisse liegen am Sonntag-Abend vor.

Die Auslosung der Runde 2

Euro-Pétanque (Corona) Precision Shooting Challenge

Neuer europäischer Wettbewerb

Der Dänische Petanque Verband hat in Zusammenarbeit mit der CEP einen europäischen Wettbewerb für die angeschlossenen Verbände Europas organisiert, bei denen nationale Teams in der Zusammensetzung mit je einer Schützin bzw. Schützen aus den verschiedenen Altersgruppen jeweils 30 Schuß abgeben und die Gesamtpunktzahl über das Weiterkommen entscheidet.

Natürlich findet der Wettkampf jeweils in heimischen Gefilden statt und wird wie schon üblich in diesen Zeiten auf Facebook im virtuellen Raum durchgeführt.

Die beiden deutschen Teams wurden von den jeweiligen Bundestrainer aus den Kadern ermittelt und zu zwei Teams zusammengestellt, die Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler in einem kleinen Motivationsvideo auf der neuen Kaderplattform SLACK einschwor.

Ab heute dem 1.07.2020 wird dann in Facebook geschossen, wo Matthias Laukart schon einmal bei einem Shooting des dänischen Verbandes teilgenommen hatte.

Please see this example: https://www.facebook.com/matthias.laukart/videos/3312185562133466/

Or see some of the other videos on this Facebook page which illustrates how the shooting takes place: https://www.facebook.com/groups/884171238766292/

Wir alle sind auf die Ergebnisse des Wettbewerbes gespannt und sind uns sicher, dass unser Team sein Bestes geben wir und über die 3 Runden möglichst lang in das Geschehen eingreifen wird.

Germany Team A

Peter Weise,
Anna Lazaridis,
Sascha Koch,
Eileen Jenal und
Gabriel Huber

Germany Team B

Armin Hogh,
Tess Hauptvogel,
Matthias Laukart,
Leon Gotha und
Mercedes Lehner

Timetable:
Seed Round (shooting at 7 meters): Wednesday, July 1st – Thursday, July 2nd 20.00 GMT
Draw: Friday, July 3th 20.00 GMT

more…

General rules:
Three boules are placed in line with a space between them – about 50 cm apart – see sketch above.
The specified distances, 7m, 8m and 9m from the circle to the targets are measured with a tape measure.
10 rounds of 3 shots must be fired from left to right against each target boule – 1, 2 and 3.
1 point is scored per shot that hits the target boule.
The player live-streams (videos) the measurement and the shooting with a smartphone or an iPad to the
Facebook group Euro-Pétanque (Corona) Precision Shooting Challenge 2020

more…

Share on facebook

Am 27.06.2020 fand der jährliche Kongress der CEP (Confédération Européenne de Pétanque) statt, diesmal als Zoom-Konferenz mit 29 stimmberechtigten Teilnehmern. Der DPV wurde durch den Präsidenten Michael Dörhöfer vertreten, die Ausrichtung und besonders die Technik unterstützte der Sportdirektor des DPV, Jürgen Hatzenbühler.

Nach Begrüßung und Genehmigung des Protokolls 2019 stellte der Präsident der CEP, Mike Pegg, den Jahresbericht vor.
Als eine besondere Herausforderung nannte er die Probleme mit internationalen Lizenzwechseln, bei denen häufig Betrugsversuche mit manipulierten Geburtsdaten und Namen auftauchten. Der Prozess für den internationalen Lizenzwechsel wurde im Mai neu aufgesetzt und auch schon verprobt, wie es funktioniert, ist hier nachzulesen. Zu den Teilnahmen an diversen nationalen Tagungen wies er auf eine Fülle von neuen Ideen hin, die er mitnehmen konnte und bedankte sich bei allen Funktionären für die geleistete Arbeit

Der Jahresbericht der Generalsekretärin führte in bewährter Art die durchgeführten Meisterschaften und den Euro-Cup sowie deren Sieger und Platzierte auf.


Gratulation an „unsere“ erfolgreichen Teilnehmer:

  • Präzisionsschiessen Espoirs Damen: 1. Platz – Eileen Jenal
  • Espoirs Herren: 2. Platz – Leon Gotha, Paul Möslein, Marco Kowalski, Pascal Müller
  • Espoirs Damen: 3. Platz – Luzia Beil, Eileen Jenal, Dominique Probst, Jennifer Schüler
  • Präzisionsschiessen Espoirs Herren: 3. Platz – Pascal Müller

Der Bericht des Kassenwartes zeigte keine Besonderheiten; dank eines Zuschusses des Luxemburger Sportministeriums konnte ein leichter Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben erreicht werden und nach der Korrektur zweier Fehlbuchungen aus 2018 zeigt sich die CEP solide aufgestellt. Die ausgeglichenen Budgets für 2021 und 2022 wurden – wie der Jahresabschluss 2019 von der Versammlung genehmigt.

 

Danach erfolgten die Berichte der Kommissionen für:

  • Technik: kleine Anpassungen der Regeln für EM und Euro-Cup, Shorts sind nun erlaubt.
  • Schiedsrichter: die in 2019 für 2020 geplanten Seminare mussten abgesagt werden, dafür wird an einem späteren online-Seminar gearbeitet.
  • Trainer: Das im letzten Jahr erfolgreiche „Coaching for Coaches“ musste ebenfalls abgesagt werden, der Einsatz von Videokonferenzen und -seminaren wird geprüft.
  • Medizinisches / Doping: 100 Alkoholkontrollen, davon 100 negativ.
  • Marketing: Der Markenname, die EM und die Medienrechte sollen mit Sponsoren und Werbenden verknüpft werden; wegen der Absage der EM wird nun an der Strategie für 2021 und die Folgejahre gearbeitet.

Die Mitgliederentwicklung ist positiv, allerdings steigt der Anteil Ü55, der inzwischen bei zum Namen passenden 55% liegt, während der Anteil der U22 kontinuierlich auf nun knapp 5,5% gesunken ist. In einem länderübergreifenden Workshop sollen Wege gefunden werden, für jüngere Spieler attraktiver zu werden und diese wieder in größerer Anzahl für uns zu gewinnen.

Mike Pegg und der Großteil vom Präsidium wurden im Amt bestätigt, neu dabei ist der italienische Erfolgscoach Riccardo Cappaccioni. Wir wünschen dem neuen Präsidium alles Gute, bedanken uns herzlichst bei den Ausgeschiedenen und werden auch weiterhin mit Rat und Tat unterstützen.

Mehr zu den Kandidaten:

Termine und Orte für die Europameisterschaften 2021 und 2022 wurden wie folgt festgelegt:

Zunächst 2021:

  • EM der Veteranen
    und 7. EM der Männer / Triplette
    vom 19. bis 21. September in Albertville (F).
  • EM der Espoirs Triplette (m+w)
    und 12. EM der Junioren triplette (m+w)
    vom 3. bis 6. Juni in Santa Susanna (E).
  • Euro-Cup-Finale
    vom 2. bis 5. Dezember in Saint-Yrieix-Sur-Charente (F)

Und in 2022:

  • EM der Damen / Triplette
    vom 3. bis 5. Juni in Torrelavega (S)
  • EM Tete a tete
    und 1. EM Doublette und Doublette Mixte
    vom 13. bis 17. Juli in ´s-Hertogenbosch (NL)
  • EM der Espoirs Triplette (m+w)
    und 13. EM der Junioren Triplette (m+w)
    vom 29. September bis 2. Oktober in Almerimar (E).
  • Euro-Cup-Finale
    vom 1. bis 4. Dezember in Saint-Yrieix-Sur-Charente (F)

Mit dem TOP Sonstiges und nochmaligem Dank an die Teilnehmer wurde die Konferenz dann beendet.

Abschliessend noch das Stimmungsbild des DPV-Präsidenten:
Eine tolle Gemeinschaft, in der wir uns gut aufgehoben fühlen und in der wir gerne mitarbeiten, Danke für die positive Zusammenarbeit.

Der DPV plant in enger Abstimmung mit den Landesverbänden vom 12. – 20. September 2020 ein mehrtägiges Pétanque-Fest mit unterschiedlichen Turnier-Formen, Workshops, Vorträgen und einem kulturellen Rahmen-/ Unterhaltungs-Programm.

Sehr wahrscheinlich wird die DPV-Fête de la Pétanque auf dem großzügigen Gelände des TSV 1877 Waldhof-Mannheim stattfinden. Die Stadt und der Veranstaltungsort sind für alle Teilnehmer/innen gut erreichbar und verfügt über eine ausgezeichnete Anbindung via öffentlicher Verkehrsmittel. Der besondere Dank für die Bereitstellung der Plätze und Einrichtungen gilt dem Leiter der dortigen Boule-Sparte, Dieter Stohr. Ein entsprechendes Hygiene-Konzept mit sanitären Anlagen, Raum-Aufteilungen drinnen und draußen, Catering und sonstigen Erfordernissen in Krisen-Zeiten ist mit der DBBPV-Beauftragten Dr. Miriam Zago in Arbeit. An dieser Stelle muss allerdings schon erwähnt werden, dass die Durchführung sehr stark davon abhängt, wo Deutschland und insbesondere die betreffende Kommune zu diesem Zeitpunkt in Sachen „Covid-19-Bewältigung“ stehen. Den Planern und Planerinnen ist es klar, dass jeglicher Aufwand in dieser Sache kurzfristig umsonst gewesen sein kann. Trotzdem gilt der positive Blick nach vorne.

Eröffnet werden soll der Reigen mit einem „DPV 55+ Cup“. Hier treten die Veteranen in einem auf 128 Teams limitierten Feld am Samstag und Sonntag gegeneinander an. Jedes Team nimmt zu viert teil: drei Spieler/innen plus Ersatz, der auch in der laufenden Partie eingewechselt werden kann. Es werden für diesen Wettbewerb (genau wie für alle anderen) im Rahmen des Events keine Ranglisten-Punkte vergeben. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich niemand bemüßigt fühlen soll, dort teilnehmen zu müssen, um in der Rangliste nicht ins Hintertreffen zu geraten. Dafür werden bei diesem und den anderen Turnieren Preisgelder ausgeschüttet. Ebenfalls für alle Turniere gilt, dass den Ausgeschiedenen Mini-Turniere angeboten werden.

Die folgende Woche bietet dann zu unterschiedlichen Uhrzeiten Workshops, Seminare und Vorträge in Sachen Pétanque – sowohl in Bezug auf den Wettkampfsport, als auch (und insbesondere) in Bezug auf den Breitensport. Themen werden neben „Training“ und „Regelkunde“ auch „Turnierformen“ sowie die erfolgreichen Programme des Landesverbandes NRW „Bewegt älter werden“ und „Bewegt gesund bleiben“ sein. Letztere beschäftigen sich u.a. mit der spannenden Frage, wie es gelingt, mehr Menschen für das Boulespiel und den Pétanque-Sport zu begeistern. Abgerundet werden diese Tage durch die Möglichkeit, das neue „DPV-Breitensport-Abzeichen“ in Bronze, Silber oder Gold zu absolvieren – nähere Informationen hierzu folgen. Und natürlich werden über die ganze Woche unterschiedlichste Turnierformen angeboten.

Der Plan ist es, die Angebote so zeitlich versetzt zu gestalten, dass grundsätzlich jede/r die Möglichkeit hat, z.B. an allen Workshops einmal teilgenommen zu haben. Hierfür kann man einen oder mehrere Tage einplanen. Die Regelungen zum Besucher/innen-Fluss und der damit einhergehenden Maximal-Zahl von Teilnehmer/innen pro Tag werden noch ausgearbeitet. Voraussichtlich wird es eine Online-Anmeldung zu den einzelnen Events geben.

Abgerundet wird die DPV-Fête de la Pétanque am Wochenende vom 19. auf den 20. September 2020 durch einen DPV-Quartett-Cup. Auch hier können pro Team vier Spieler/innen gemeldet werden – und auch dieses Turnier ist auf 128 Mannschaften begrenzt. Ebenfalls werden keine Ranglistenpunkte vergeben, den ausgeschiedenen Teams bieten sich Miniturniere – und für die vorderen Plätze werden am Sonntag Preisgelder ausgeschüttet.

Für den Jugend-Bereich wird nach einer anderen Lösung gesucht, hier gibt es noch Diskussionen über Art und Ort diverser Veranstaltungen, die ebenfalls Rückenwind in die Saison 2021 geben sollen.

In der nächsten Video-Konferenz der DPV-Landesverbände mit dem Vorstand werden weitere Details besprochen. Unter anderem die Frage danach, mit welchen Instrumenten die LV ihre Teilnehmer/innen für die beiden DPV-Cups in Mannheim bestimmen. Ein Vorschlag ist es, dass sich dieser Verteilschlüssel an denen der üblichen DPV-Meisterschaften orientiert. Weitere Informationen folgen auf der DPV-Homepage.

Den Vereinen und LV, die bereits wieder Veranstaltungen durchführen dürfen, wünscht der DPV ein gutes Gelingen und sportlich bereichernde Momente mit ein- und umsichtigen Teilnehmer/innen. Bleibt alle gesund!

Der DPV-Nationaltrainer für die Senioren-Damen, Sönke Backens, hat seinen Kader bis auf zwei Positionen besetzt. Unterstützt wurde er bei diesen Entscheidungen durch Susanne Fleckenstein, die selbst mehr als zehn Jahre lang DPV-Nationalspielerin war und die sich nunmehr als Assistenztrainerin im Damen-Bereich zur Verfügung stellt, herzlichen Dank hierfür.

Das Senioren-Damen-Kader bildet nun ein leistungsstarkes Team, das sich aus den Spielerinnen Luzia Beil, Verena Gabe, Tess Hauptvogel, Eileen Jenal, Anna Lazaridis und Corinna Mielchen zusammensetzt.

Die Entscheidung für diese Konstellation ergab sich aus aktueller Leistungsstärke, zukünftigem Entwicklungspotential sowie umfangreichen Videoanalysen.

Eine Besonderheit ist es hierbei, dass Luzia Beil und Eileen Jenal – bis zum Erreichen der entsprechenden Altersgrenzen – sowohl im Espoirs- als auch im Senioren-Bereich eingesetzt werden können. Dies ist das Ergebnis aus der engen Zusammenarbeit der Damen-Coaches mit den zuständigen Trainern im Espoir-Kader, Daniel Dias und Marco Kowalski.

Wir wünschen der neuen Mannschaft – die auf zwei zusätzlichen Positionen noch ergänzt wird – eine aufschlussreiche und vor allen Dingen erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem hoffentlich bald wiederbeginnenden Weg Richtung Siegertreppchen.

Der aktuellen Situation ist es geschuldet, dass auch die DPV-Kader in die virtuelle Welt umziehen mussten, um Kontakt und den Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten. Auf einer gelungenen Plattform, die sicher auch nach den Krisen-Zeiten erhalten bleibt, werden Videos ausgetauscht, taktische Diskussionen geführt, Korrekturen weitergegeben und neue Aufgaben und Ziele verteilt.

Aber der Sport und Umgang miteinander am heimischen PC ersetzt noch nicht einmal ansatzweise die persönliche Begegnung. Zunächst für vier Spieler aus dem Senioren-Kader gab es nun ein Treffen mit Bundestrainer Sebastian Lechner, bei dem man sich endlich mal wieder direkt in die Augen schauen konnte.

Die Wahl zum Wiedersehen fiel auf die Weltstadt München. Der legendäre Hofgarten bietet reichlich Gelegenheit Abstand zu halten – und das Drumherum dieser tollen Stadt ist bestens für ein Beisammensein jenseits der Boule-Kugeln für die Aktiven geeignet.

Fast sportlich ging es dann bereits am Freitag-Abend los, nachdem André Skiba, Sascha Koch, Matthias Laukart und Vincent Probst eingetroffen waren. Der Wahl-Schwede Raphael Gharany konnte seine neue Heimat leider noch nicht verlassen und fehlte in mancherlei Hinsicht.

DPV-Präsident Michael Dörhöfer liess es sich nicht nehmen, mit den Spielern per E-Scooter einige interessante Plätze seiner Heimatstadt zu besuchen. Vom Chinesischen Turm ging es über das innerstädtischen Surfer-Paradies, der „Eisbach-Welle“, weiter entlang diverser Kirchen bis zum Marienplatz und dem Viktualien Markt. Ein gemeinsames Abendessen rundete den Empfang in Bayerns Hauptstadt ab.

Am Samstag ging es dann bei durchwachsenem Wetter in die Sparrings gegen eine Auswahl von Aktiven des Mechenharder Boule-Clubs. Dominique Probst, Vincent Behrens, Gabriel Huber und Paul Möslein hatten sich auf den Weg in den Münchener Hofgarten gemacht. Den aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass auch hier eine Reihe von Nationalspielern genannt wurden. 

Gabriel Huber im T-Shirt der Internet-Plattform Petanque-aktuell.de, auf der er dem Betreiber Jannik Schaake seit Wochen tatkräftig bei diversen Aktivitäten zur Seite steht.

Es wurden die unterschiedlichsten Formationen ausprobiert, taktische Varianten durchgespielt und besondere Wettkampf-Situationen simuliert. Die überwiegend jüngeren Mechenharder schlugen sich dabei tapfer, durften aber auch erkennen, dass ihnen noch ein paar Jahre technischer und taktischer Erfahrungen fehlen, um auf Augenhöhe mit den DPV-Senioren mithalten zu können.

Nichts desto trotz waren auch die Leistungen dieser Teams beachtlich und sorgten für eine ganze Reihe interessierter Zuschauer – am Ende wurde sogar Prominenz aufmerksam. Der Fernsehkoch Johann Lafer war zufällig mit einem Kamera-Team im Hofgarten unterwegs und wurde Zeuge des hohen technischen Niveaus.

Zunächst einmal musste der prominente Küchenchef eingestehen, dass er bis zu diesem Tag glaubte, zu wissen, was „Boule spielen“ bedeutet. Angesichts der Präzision, die er hier sowohl beim Legen als auch beim Schießen beobachten konnte, gestand er aber ein, dass er das „in dieser Form“ nicht kannte.

Interessiert ließ er sich darüber aufklären, dass es sich hier tatsächlich um eine Deutsche National-Mannschaft handelt, und dass es in der Tat Welt-, Europameisterschaften und weitere internationale Pétanque-Wettbewerbe gibt, bei denen der DPV „gar nicht mal so schlecht“ abschneidet.

Am Ende nahm er dann selbst (frisch desinfizierte) Kugeln in die Hand, um sich mit den Profis für ein Foto ablichten zu lassen, dass in seinem aktuellen Buch verwendet werden soll – wir sind gespannt.

Johann Lafer ließ es sich nicht nehmen, für ein Foto, das in seinem nächsten Buch erscheinen soll, auch eine Kugel mit den „Profis“ zu werfen.

Der Sonntag gehörte dann bis in die Mittagsstunden wieder den Senioren allein mit Bundestrainer Sebastian Lechner. Hier wurden technische Details besprochen und Bewegungsabläufe auf Verbesserungspotenzial hin überprüft. Ein weiterer wichtiger Punkt waren Diskussionsrunden über taktische Vorgehensweisen – und darüber wie wichtig es ist, sich auf ein Modell von Gegner zu Gegner zu einigen.

Nach dem Mittagessen ging es dann für alle Protagonisten wieder in Richtung Heimat. Es herrschte große Einigkeit darüber, dass die elektronischen Medien weiter einer wichtige Rolle in der Kaderarbeit spielen werden. Genauso einig war man sich aber auch über den Wert der persönlichen Begegnung, des Austauschs und des unmittelbaren Empfindens, wie sich das jeweilige Gegenüber gerade fühlt.

Rund heraus: schön war es – schön, Euch zu sehen!

Selbstverständlich waren alle Teilnehmenden für die entsprechenden Situationen auch mit einem DPV-Mund-Nasen-Schutz ausgestattet.

Heute möchten wir Linus Schilling und die dpv-Jugend unseren Lesern vorstellen.

Frage: Linus, wie bist Du darauf gekommen, Pétanque zu Deinem Sport zu machen?
Linus Schilling: Ach, Pétanque ist zu meinem Sport geworden, weil wir neben einen Bouleplatz gezogen sind und da hat meine Familie angefangen, zu spielen. Anfangs war ich noch zu klein, aber nach und nach haben wir alle gespielt, Spaß daran gefunden und schließlich kam dann der sportliche Ehrgeiz dazu.

Frage: Was hat Dich motiviert, Dich über das Spielen hinaus zu engagieren?
Linus Schilling: Grundsätzlich habe ich viel Freude daran, auch etwas für Andere, also für die Gesellschaft zu tun. Den Sport sehe ich da als ganz wichtiges Instrument. Ich sehe so etwas als Anreiz und als ich gefragt wurde, habe ich mir gedacht, das ist eine gute Sache, da kann ich mich engagieren.

Frage: Beim Besuch der dpj-Homepage fällt auf, daß Ihr ein eigenes Logo habt – was bedeutet es?
Linus Schilling: Das Logo ist entstanden, als ich gerade in den Vorstand der dpj gewählt war. Es symbolisiert drei kleine „j“ für Jugend. Das kleinste steht für die Minimes (bis 11 Jahre), das mittlere für die Cadets (bis 14 Jahre), das größte für die Juniors (bis 17 Jahre). Mit der Gestaltung der Deutschland-Farben passt das prima. Allerdings gehören seit einiger Zeit auch die Espoirs (bis 22 Jahre) zur dpj, angepasst an die Deutsche Sport-Jugend, die sogar die bis zu 27-jährigen einschließt. Auch hier findet noch Entwicklungsförderung statt und so bräuchten wir eigentlich noch ein viertes Symbol, aber das passt nicht zur Farbgebung in schwarz-rot-gold, da suchen wir noch nach einer Alternative.

Frage: Welche Aufgaben hat die deutsche pétanque jugend im DPV übernommen?
Linus Schilling: Grundsätzlich teilen sich die Aufgaben in zwei Bereiche, das Sportliche und die persönliche Entwicklung.
Persönliche Entwicklung bedeutet hier: wie gehe ich mit anderen Menschen um, wie akzeptiere ich andere Menschen, welche Werte und Normen habe ich. Dazu kommen die Themen Nachhaltigkeit, Spaß an der Bewegung und am Miteinander.
Die sportliche Förderung soll mit uns Talente im Sport nach oben bringen und mit ihnen auch Erfolge feiern.
Zu den Aufgaben gehört außerdem die Umsetzung des gesellschaftlichen Auftrags, sich gegen Gewalt, auch gegen sexualisierte Gewalt einzusetzen und für sauberen Sport, auch gegen Doping. Dazu wollen wir die Landesverbände und Vereine verbinden und im Austausch miteinander unterstützen.

Frage: Das machst Du ja nicht alleine, wie sind diese Aufgaben in Deinem Team verteilt – wer gehört dazu?
Linus Schilling: Zum Team gehören fünf Vorstandsmitglieder, das sind neben mir Andreas Endler als zweiter Vorsitzender und Martin Kuball, der für den Leistungssport zuständig ist. Er ist auch gleichzeitig mit Stefanie Schwarzbach Bundestrainer. Die Posten für den Breitensport und der oder die Jungendsprecher/in sind zur Zeit nicht besetzt, hier suchen wir Mitstreiter oder Mitstreiterinnen. Jan Mensing darf ich nicht vergessen; er ist zwar kein stimmberechtigtes Vorstandsmitglied, ist uns aber als Jugendsekretär eine große Stütze und erledigt unheimlich viel für uns.

Frage: Jugendliche lernen ja unseren Sport in der Regel irgendwo auf einem Bouleplatz kennen, vielleicht sogar in einem Verein. Wie kannst Du die Vereine unterstützen, damit sie Kinder und Jugendliche für unseren Sport gewinnen, halten und fördern?
Linus Schilling: Eine sehr umfassende Frage. Seit ich im Vorstand bin, geht es immer darum, daß es in einigen Landesverbänden zu wenige Jugendliche gibt und deshalb unsere Unterstützung durchaus gewünscht ist. Da es in anderen Landesverbänden vorbildlich funktioniert, versuchen wir den Austausch zwischen den LVn intensiv zu unterstützen, also die Möglichkeit zu schaffen, voneinander zu lernen.
Zusätzlich schaffen wir Angebote in Form verschiedener Veranstaltungen die wir initiieren, beispielsweise durch ein Sommercamp, das wir eigentlich in diesem Sommer durchführen wollten oder durch die Schaffung des Juniorteams, das in jedem Jahr mehrere Veranstaltungen zum Austausch und zur Planung und Durchführung von Projekten nutzt. Aber auch, um ein weiteres Beispiel zu nennen, durch die Erweiterung der Deutschen Meisterschaften um den Espoir-Bereich.
Wir bilden Trainer aus, gerne auch aus dem Kader-Espoir-Bereich, damit unsere Spieler mehr Spaß am Spiel und am Engagement für unseren Sport finden und darüber weitere Spieler zu motivieren.

Frage: Welche Unterstützung erwartest Du von den Vereinen und den Landesverbänden?
Linus Schilling: Das Wichtige ist das Miteinander, an einem Strang zu ziehen. Leider hat das in der Vergangenheit an einigen Stellen auch manchmal nicht so gut geklappt, aber am Ende wollen wir Alle das Gleiche. Insofern erwarte ich einfach, daß wir alle miteinander arbeiten.

Frage: Gibt es noch etwas, wobei der DPV Dich unterstützen kann?

Linus Schilling: Auch hier geht es nur um das Miteinander. Die große Unterstützung erfahre ich dadurch, daß mir Vertrauen entgegengebracht wird. Beispielsweise habe ich bei der Aufarbeitung der strukturellen Probleme im Leistungssportbereich sehr viel positive Unterstützung erhalten.

Frage: Spieler für den Jugendbereich wurden gefunden, gehalten und gefördert, aber es geht ja weiter: Ziel der besonders Begeisterten ist sicherlich, die Nominierung für den Kader. Was sind die Kriterien, nach denen Spieler von Dir in den Kader berufen werden?
Linus Schilling: Ich stelle den Kader ja gar nicht zusammen, das machen die Bundestrainer, also Steffi und Martin.
Taktische und technische Grundfähigkeiten sind zwingende Voraussetzung für eine Nominierung – hier muss ein bestimmtes Potenzial erkennbar sein. Das Alter muss passen, wobei wir auf den Zyklus der Weltmeisterschaften achten; zur WM müssen die Spieler an der Spitze sein. Last but not least brauchen wir natürlich teamfähige Spieler auf dem Platz.

Frage: Bekommt Ihr ausreichend Hinweise auf gute Spieler aus den Landesverbänden? Braucht Ihr mehr, um aus einem größeren Potenzial wählen zu können?
Linus Schilling: Wir besprechen das regelmäßig bei den Jugendverbandstagen. Wir bekommen Hinweisbogen mit den Profilen der Spieler, die für uns sehr hilfreich sind und die Bundestrainer beobachten diese bei den verschiedenen Events. Grundsätzlich kann sich der beiderseitige Austausch aber auch in Zukunft noch weiter verbessern.

Frage: Wie sieht die Kaderarbeit zu „normalen“ Zeiten aus?
Linus Schilling: „Normal“ ist: Es gibt einen Jahreszyklus bei dem wir zum Ende eines Jahres bei der DM sichten. Anschließend wird im Dezember eine Sichtungsveranstaltung mit Einladungen durchgeführt, um das aktuelle Potenzial festzustellen.
Danach folgt zum Jahresbeginn die erste Kadermaßnahme im Januar, ein Lehrgang, danach im Februar ein zweiter. Beides finden die Jugendlichen immer aufregend und neu und Vieles muss sich dabei erst einspielen.
Es geht um das Kennenlernen, Techniktraining, taktische Varianten und zukünftig auch mehr um die sportliche Komponente in Bezug auf körperliche Leistungsfähigkeit. Es geht aber auch darum den Spielerinnen und Spielern Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben. Im April folgt meist noch ein Stützpunkttraining, in dem auch die Landesverbände mit ihren Spielerinnen und Spielern aus dem D-Kader teilnehmen, ehe dann die Saison der Turniere startet.
Höhepunkt ist zum Jahresende die Welt- oder die Europameisterschaft, für die direkt vorher ebenfalls noch eine Vorbereitung erfolgt. Das ist der Zyklus, der nun wieder von vorne beginnt.

Frage: …und was findet jetzt, zu Corona-Zeiten überhaupt statt?
Linus Schilling: Jetzt machen wir Versuche – es ist ja neu, deshalb Versuche – mit den Spielern auch digital zu arbeiten. Wir geben Ihnen Aufgaben, die sie lösen sollen und wir bekommen entsprechendes Feedback. Auch der regelmäßige Austausch um in Kontakt zu bleiben ist hier enorm wichtig.

Frage: Ich glaube, darüber, welche Einsätze national und international in diesem Jahr noch geplant sind, brauchen wir uns derzeit gar nicht zu unterhalten?
Linus Schilling: Stimmt.

Frage: Möchtest Du vor meiner abschließenden Frage unseren Lesern noch etwas mitteilen?
Linus Schilling: einfach nur Eines: bleibt in Bewegung.
Da ich neben meiner Tätigkeit für den DPV auch beruflich sportlich tätig bin, ist mir das ein ganz, ganz wichtiges Anliegen.

Frage: Zum Schluss stelle ich natürlich die Frage, die unsere Leser am meisten interessiert: Linus, hast Du eigentlich eine Schmusedecke?
Linus Schilling: (lacht) Äh, ich hatte eine ganze Zeit lang eine, die mir auch sehr lieb geworden ist. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo die jetzt ist. Jetzt, da Du mich erinnerst, hätte ich sie gerne wieder.

Keine Frage: Linus, Dir vielen Dank und viel Erfolg für die Zukunft.

Die Fragen stellte Michael Regelin am 19.05.2020

Es blieb sicher nicht unbemerkt, dass auch im Zusammenhang mit der DPV-Rangliste in den letzten Monaten viel in Bewegung war. Ein neuer Beauftragter, diverse Bauarbeiten an der Software – und am Ende hat dann die Corona-Krise für eine Vollbremsung im organisierten Wettkampfsport gesorgt. Soll heißen: kein weiteres „Futter“ für Platzierungen und Veränderungen.

Auch wenn die Rangliste jetzt soweit funktioniert, wurde von den Landesverbänden entschieden, auf die Suche nach einer qualifizierteren Software u.a. für dieses Instrument zu gehen. Hierfür laufen aktuell Gespräche und bis spätestens Anfang 2021 soll eine reibungslos funktionierende DPV-Rangliste aktuell und übersichtlich abrufbar sein.

Sicher ist es auch aufgefallen, dass manche Spieler/innen in der aktuellen Rangliste gefehlt haben. Leider können diese erst vollständig gelistet werden, wenn die Meldung der Lizenzspieler/-wechsler durch die Landesverbände erfolgt ist. Dies lief dieses Jahr – auch bedingt durch Corona – sehr schleppend. Von einzelnen LV liegen bis heute noch keine Meldungen vor, so dass eine Reihe von Spieler/innen immer noch fehlen. Es wurde in einer der letzten Videokonferenzen besprochen, dass diese Meldungen in Zukunft deutlich früher im Jahr erfolgen sollen.

Es wurde ebenfalls durch die Landesverbände beschlossen, die Ergebnisse aus dem einzigen DPV-Masters das 2020 stattfinden konnte (Viernheim) nicht mit in die Rangliste aufzunehmen und somit das Jahr 2020 komplett aus der Wertung zu streichen – ebenso die Master of Masters-Turnierserie.

Die DPV-Rangliste zum  01.01.2021 wird also mit den Turnierergebnissen aus 2019 in doppelter Wertung und den Ergebnissen 2018 mit einfacher Wertung starten. Die Saison 2021 fließt dann mit 3facher Wertung ein.

Bis alle Meldungen der Landesverbände vorliegen und die neue Software steht, wird die Ranglisten nun vorübergehend offline gestellt. Über die weiteren Entwicklungen zum Thema wird natürlich jeweils zeitnah berichtet.