DPV-Präsident Michael Dörhöfer

Liebe Pétanque-Begeisterte in Nah und Fern,

der DPV blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. Sowohl sportliche Erfolge als auch ein Weiterkommen in strukturellen und organisatorischen Fragen sind die erfreulichen Ergebnisse zum Jahresende.

Es wurden nicht alle, aber viele Ziele erreicht – und hier steht der positive Aspekt im Vordergrund: es bleibt spannend.

Der Vorstand dankt all den ehrenamtlich Tätigen vor und hinter den Kulissen, den hauptamtlichen Mitarbeiter/innen – und natürlich unseren Sportlerinnen und Sportlern, die die Nationalfarben weltweit einmal mehr würdig vertreten haben.

Hier Zuhause freut uns besonders die positive sportliche Entwicklung des Landesverbandes Ost, bei dem vor Allem das Auftreten beim diesjährigen DPV-Länderpokal zu nennen ist. Es wurde kein Spiel verloren gegeben, Siege waren greifbar nah, insbesondere bei der knappen 11:13-Niederlage im entscheidenden Spiel gegen die späteren Sieger aus Bayern. Stellvertretend für seinen Landesverband bekommt Heiko Kastner einen Sonderpreis!

Wir wünschen allen Kugel-Freundinnen und -Freunden eine gesegnete, geruhsame Weihnachtszeit im Kreise ihrer Lieben – und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2020, voller Gesundheit, Glück und Frieden!

Michael Dörhöfer
im Namen des DPV-Vorstands

Am Wochenende des 8./9. Februar 2020 findet in Münster/Westfalen eine Klausurtagung des DPV zum Thema „Kommunikation“ statt.

Die unterhaltsame Information der Interessierten in Pétanque-Deutschland funktioniert am besten, wenn möglichst unterschiedliche Personen die Berichterstattung übernehmen. Eine „Monokultur“ beim Verfassen von Texten, bei Live-Übertragungen oder Interviews wird schnell einseitig und damit auch langweilig.

Aus diesem Grunde hat der DPV alle Landesverbände eingeladen, zur Klausurtagung Kommunikation jeweils eine/n Vertreter/in zu entsenden. Denn via RSS-Feeds (die LV Ost und Nord sind hier schon beispielhaft aktiv) soll die Homepage des Deutschen Pétanque-Verbandes jeweils auch zeitnah Informationen aus den LV zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus sind bis zu 10 weitere Personen eingeladen, an der Tagung teilzunehmen und ihr Know-How im Anschluss daran in die Öffentlichkeitsarbeit des DPV einzubringen. Hierfür ist eine Bewerbung an verbandssekretaer@petanque-dpv.de erwünscht. 

Was die Teilnehmenden auf der Klausur erwartet, ist der unten angefügten Agenda zu entnehmen. Was das Ressort „Kommunikation“ von denjenigen erwartet, die an der Veranstaltung teilnehmen, findet sich in dem Dokument dahinter.

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen und neue Mitstreiter/innen – am Ende der Klausurtagung wird auch ein DPV-Kommunikationsausschuss konstituiert.

Es sollte aber allen Interessierten klar sein, dass eine Mitarbeit in der DPV-Kommunikation auch und vor allen Dingen MitARBEIT ist. Eine gesunde Portion Enthusiasmus und Liebe für den Pétanque-Sport ist da schon erforderlich!

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung zur Klausurtagung trägt der DPV, für die Reisekosten kann ein Zuschuss beantragt werden, über dessen Höhe der DPV-Vorstand entscheidet.

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Aufgrund eines Missverständnisses zwischen der Redaktion und den Dienstleistern sind auf der Homepage des Deutschen Pétanque Verbandes am Sonntag, dem 9. Dezember 2019, vorübergehend Werbeanzeigen mit automatisch generiertem Inhalt angezeigt worden.

Die Themen dieser Anzeigen richten sich nach dem Surf-Verhalten der jeweiligen User im Internet und werben beispielsweise bei Hobbyköchen für Rezepte, bei Musikern für Instrumente oder bei Motorradfahrern für entsprechendes Zubehör.

Auf Sicht der nächsten Wochen wird es auf der DPV-Homepage mit Sicherheit auch Werbepartner geben, allerdings solche, zu denen ein persönliches Verhältnis und mit denen lineare Verträge bestehen. Wir werden allerdings auch insbesondere darauf achten, dass die Platzierung und Größe von Werbung proportional den Informationsgehalt der Homepage nicht beeinträchtigt.

Unter keinen Umständen werden wir uns mit diesem Medium einem Konzept anschließen, bei dem wir nur mutmaßen können, was den Besuchern unserer Seite prominent offeriert wird.

Die Zerstörung der DPV-Homepage am 22. November 2019 fiel in eine Zeit, in der ohnehin bereits am neuen Auftritt des Verbandes gearbeitet wurde. Geplant war der Launch spätestens zum Jahreswechsel 2019/20.

Der Versuch, diesen Termin um einige Wochen vorzuziehen, zeigte, dass die „heiße Nadel“ einem solchen Projekt nicht gerecht wird. Andererseits muss es auch ausgeschlossen sein, dass der Deutsche Pétanque Verband über einen längeren Zeitraum überhaupt keine aktuellen News veröffentlicht.

Insofern wurde beschlossen, diese Interims-Lösung hier online zu stellen, bis die neue Homepage abschließend fertiggestellt ist.

Zum 3. Dezember 2019 wird die neue Präsenz live geschaltet.

Am 22. November 2019 um 06:06 Uhr wurde die Internetseite des Deutschen Pétanque Verbandes mutwillig und nachhaltig zerstört. Das letzte Backup, das brauchbar aufgespielt werden konnte, ist vom 19. November 2019. Wir verzichten darauf, an dieser Stelle aktuellere Inhalte nachzupflegen, da zum 3. 12. 2019 ohnehin der komplett neue Auftritt des Verbandes online gestellt wird.

Sicher wird es auch nach dieser Freischaltung noch Ergänzungs- und Anpassungswünsche der einzelnen Ressorts im Verband geben. Diese werden selbstverständlich berücksichtigt und so schnell wie möglich umgesetzt.

Die DPV-Gleichstellungsbeauftragte Susanne Schmidt weist darauf hin, dass für das Netzwerktreffen im November keine Anmeldungen mehr berücksichtigt werden können – die Veranstaltung ist ausgebucht und es gibt bereits eine Warteliste mit Nachrückenden.

Die Nachfrage ist erfreulich groß und Susanne plant deshalb bereits ein weiteres Treffen, das Anfang nächsten Jahres stattfinden soll – weitere Informationen hierzu folgen!

Der „Olympic Day“ soll an die Gründung des Internationalen Olympischen Komitees vom 23. Juni 1894 erinnern. Vom Kap der guten Hoffnung bis Skandinavien, von Kanada bis Australien, feiern in über 130 Nationen an diesem Tag Millionen von Menschen den Erhalt der olympischen Werte. Die jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees werden hierzu durch das IOC aufgerufen. Die Deutsche Olympische Akademie richtet den Olympic Day in Deutschland im Auftrag des DOSB aus.

Der Olympic Day verbindet Sport, Bewegung und Begegnung mit den olympischen Werten. Menschen aller Altersgruppen können auf der Grundlage des Leitbildes „Move“ (Bewegen), „Learn“ (Lernen) und „Discover“ (Entdecken) eine umfangreiche Palette an Sportarten kennenlernen, dabei auch Stars aus dem internationalen Sport treffen – und, ganz wichtig: mitmachen! Über 3200 Teilnehmer/innen nahmen das Angebot in diesem Jahr wahr. Der DPV und die Deutsche Pétanque Jugend beteiligten sich nun schon zum dritten mal mit einem Aktionsstand auf dem Dach des „Deutschen Sport & Olympia Museum“ in Köln.

Pétanque direkt neben Volleyball, Lacrosse und Rollstuhlbasketball – eine große Chance unseren schönen Sport zu präsentieren und damit für viel Spaß bei den Schülerinnen und Schülern aber auch bei deren Lehrerkräften zu sorgen.

Zum Einen konnte ausprobiert werden aus einer Entfernung von 6 Metern Juniorkugeln in eine der 5 Öffnungen des Zielkastens zu „legen“, zum Anderen konnte aus 4 Meter Entfernung versucht werden, Crossboccia-Säckchen in einen Ziel-Eimer zu „werfen“.  Aus sicherheitstechnischen Gründen – und um den Kunstrasen auf dem Dach zu schonen – durften keine Wettkampfkugeln eingesetzt werden. So wurde angeboten Indoorkugeln, Stoffsäckchen und Juniorkugeln auszuprobieren. Kerstin Lisner, Jan Mensing und Dirk Beckschulte erklärten die Wurftechniken, gaben Tipps, wie die Ziele leichter erreicht werden können und waren Schiedsrichter bei den „Wettkämpfen“ unter den Lehrern.

Bei aller Neugier und allem Eifer der Kinder und Jugendlichen waren es jedoch eher die Lehrkräfte, deren Interesse geweckt wurde. Sie nahmen eine ganze Reihe von Anregungen mit, wie sich verschiedene Spielformen mit ein wenig Fantasie hervorragend in den Unterricht, in Projekte und AGs oder in die Pausengestaltung einbinden lassen. Zudem bietet das Spiel mit den Kugeln letztlich, genau wie der Pétanque-Sport insgesamt, die Chance, all jene mitzunehmen, für die viele leistungsbezogene Sportarten nicht mehr in Frage kommen, darüber hinaus die olympischen Werte zu vermitteln oder einfach einmal Neues zu entdecken.

Der Deutsche Pétanque Verband präsentiert seine Aktivitäten zukünftig in neuen Online-Gewändern. Im Rahmen der Hauptausschuss-Sitzung vom 16. März 2019 hatten die Vertreter der Landesverbände den DPV-Vorstand mit dieser Maßnahme beauftragt. Der neue Auftritt soll moderner und flexibler sein, außerdem müssen aktuelle Schwachstellen in Sachen Sicherheit behoben und für die Zukunft ausgeschlossen werden. Überzeugt wurden die Vertreter der Landesverbände und des DPV durch eine Präsentation von Marco Ripanti, Geschäftsführer der Online-Dienstleister „42medien“, denen auch der entsprechende Auftrag erteilt wurde.

Marco Ripantis Firma bekam den Zuschlag zu diesem Auftrag nicht nur, weil er selbst seit über 30 Jahren aktiver Pétanque-Sportler (1999 Deutscher Meister Tête) ist, und entsprechend weiß, welche Prioritäten ein solcher Auftritt setzen muss. Die 42medien ist darüber hinaus auch für andere Verbände verschiedenster Sportarten aktiv und bringt umfangreiche Erfahrung u.a. darin mit, wie sich über eine Internet-Präsenz auch wirtschaftliche Vorteile erwirken lassen.

Neben technischen Details ist es eines der Ziele, die derzeit getrennten Präsentationen des Deutschen Pétanque Verbandes und der Deutschen Pétanque Jugend wieder zusammen zu führen. Außerdem soll der Kreis derer, die Administratoren-Rechte für den Auftritt bekommen, breiter aufgestellt werden. Der DPV-Vorstand verspricht sich hiervon eine größere Vielfalt und Frequenz an Informationen, sowie zeitnähere Berichterstattungen von geplanten, laufenden oder durchgeführten Events.

In Absprache mit dem DPV-Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, Christoph Roderig, wurde das Modell einer Überarbeitung des bestehenden Auftritts verworfen. Der DPV möchte einen echten Neustart seiner Präsentation und sieht hier wesentlich mehr Gestaltungsspielraum in einer frisch installierten Basis, als auf Grundlage der bestehenden Präsenz. Ob und in welchem Umfang Informationen, die älter als fünf Jahre sind (natürlich abgesehen von Statistiken, Protokollen und anderen langfristigen Erhebungen) in den neuen Auftritt übernommen werden, wird sich aus der laufenden Arbeit an der neuen Internetseite ergeben. Eventuell wird ein, vom eigentlichen Auftritt unabhängiges, Archiv eingerichtet.

Marco Ripanti, Pétanquesportler und Geschäftsführer der 42medien.

Für die 42medien ist die Erstellung der neuen Präsentation keine große Herausforderung, seit mehr als 20 Jahren sind die Profis in allen möglichen Bereichen von Industrie und Handwerk über den Dienstleistungs-Sektor und eben den Sport erfolgreich. „Wir trauen uns zu, den neuen Auftritt bereits vor dem vierten Quartal 2019 online stellen zu können“, so Marco Ripanti. „Wir können sicher voraussetzen, dass die Abstimmungsprozesse auf einem so professionellen Level laufen, dass an dieser Stelle keine Verzögerungen zu erwarten sind.“

Signale für einen Wandel im DPV gingen nicht nur von dem im Vorfeld kleingeredeten Länderpokal 55+ aus, dessen Premiere zu einem solchen Erfolg wurde, dass die Sportler/innen der teilnehmenden Landesverbände die nächste Auflage nicht erwarten können. Von den „Alten“ war die Rede, von „Ausgrenzung“ und „Respektlosigkeit“. Im Ergebnis war es eine Verbeugung vor den Legenden des Deutschen Pétanque-Sports, ein Aufeinandertreffen von Routiniers, das unter sportlichen Aspekten hinter keinem sportlichen Großereignis im DPV zurücksteht.

v.l.n.r.: Schneider, Jacobs, Jochum

Legenden im Sportbetrieb des DPV sind auch die langjährigen Vorstandsmitglieder im Landesverband Saar, Ralf Schneider, Volker Jacobs und Harald Jochum. Die Wenigsten wissen, wie sehr der Präsident, Vize-Präsident und der Schatzmeister aus dem kleinen Landesverband mit der großen Nähe zum Pétanque-Mutterland Frankreich in über 25 vergangenen Jahren der Geschichte des DPV, diese beeinflusst haben. Ein Großteil des Regelwerks im Deutschen Pétanque wurde in dieser Sterne-Küche zubereitet und als das serviert, was heute Grundlage unserer Wettbewerbe ist.

Verantwortung in jungen Händen: Maurice Racz

Alle drei zogen sich auf dem letzten Verbandstag im Saarland zurück und übergaben den Staffelstab an Nachfolger, die näher an den u.a. durch Internet und Social Media beeinflussten Herausforderungen, die solche Ämter mitbringen, dran sind. Der DPV wünscht dem neuen Team unter der Leitung von Christoph Maurer ein glückliches Händchen und viel Erfolg. Gallionsfigur in der Verjüngung des Vorstandes hier ist mit Sicherheit der Espoirs-Spieler Maurice Racz, der als neuer Jugendwart im Saarland bereit ist, den großen Herausforderung in diesem Amt gerecht zu werden.

Ein weiterer Blick in die Landesverbände geht nach Hessen. Hier wurde – nach Elisabeth Kamrad in Baden-Württemberg – eine weitere Frau zur Präsidentin gewählt. Claudia Auer wird ab sofort die Entwicklung hier hauptverantwortlich begleiten – auch ihr gelten die gedrückten Daumen aus dem DPV-Vorstand.

Frauenpower an den LV-Spitzen: Elisabeth Kamrad und Claudia Auer.

Ein Wermutstropfen in diesen Erfolgsmeldungen kommt aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz. Trotz hervorragender Zahlen und beeindruckender Bilanz in Sachen Projektmanagement – insbesondere bei der Breitensportentwicklung – konnte hier nur lückenhaft ein neuer Vorstand ab 2019 motiviert werden. Nach dem Rücktritt des Präsidenten und weiterer Vorstandspositionen, konnten nicht alle Ämter lückenlos neu besetzt werden. Der DPV sagt hier jegliche Unterstützung zu, die dabei helfen kann, die Dynamik dieses Landesverbandes nicht durch fehlende Köpfe auszubremsen.

 


Bereits seit 2008 gibt es die Turnierserie Grand Prix d’Allemagne, unter der die Ergebnisse unterschiedlichster Boule-Turniere in Deutschland gesammelt und jeweils zum Jahresende zu einer abschließenden Rangliste (mit den entsprechenden Preisgeldern für die Besten) zusammengefasst werden.

Waren es in den „Gründerjahren“ noch keine 10 Vereine, die sich am GPdA beteiligt haben, so ist es umso beeindruckender, dass es im Jahr 2019 fast 30 Turniere sind, die unter dem Dach dieser Serie zusammengefasst werden. Dass der DPV nun als Partner des GPdA seine Aktivitäten verstärkt, hat mehrere Gründe.

 

Gelungene Symbiose aus Breitensport und Leistungssport

Die GPdA-Serie richtet sich seit je her an Boule-Begeisterte mit und ohne DPV-SpielerInnen-Lizenz. Die Betreuung des Breitensports hat seitens des DPV, aufgrund des rasanten Wachstums und der damit einhergehenden Professionalisierung des Leistungssports, etwas gelitten – das soll sich ändern. Der Nationalverband arbeitet derzeit an gleich mehreren Instrumenten, mit Hilfe derer die Begeisterung für den Boule- und Pétanque-Sport eine deutlich breitere Gruppe der Gesellschaft erreichen soll. Natürlich werden diese Instrumente nur greifen, wenn sie auch von möglichst vielen Vereinen und Engagierten in Deutschland eingesetzt werden.

 

Dynamischeres Wachstum durch weitere Verbreitung

Sowohl die Veranstalter des GPdA, als auch die Verantwortlichen im DPV versprechen sich von einer möglichen Kooperation, einhergehend mit deutlich umfangreicherer Kommunikation, ein weiteres Wachstum der Turnierserie. Da die hier zusammengefassten Ergebnisse unterschiedlichster Wettkämpfe aus ganz Deutschland zusammengetragen werden, ist es sicher im Sinne einer besseren Transparenz der Leistungsstärke aller TeilnehmerInnen, wenn es ein möglichst dichtes Netz an Turnieren gibt. Dies erreicht man am ehesten durch weitere Ausrichter, die sich dem Konzept anschließen. Dem Boule- und Pétanque-Sport kann es in der öffentlichen Wahrnehmung nur gut tun, wenn einzelne Veranstaltungen durch einen einheitlichen Auftritt (z.B. die Plakatserie der GPdA-Turniere) als „Großes und Ganzes“ verstanden werden.

 

Breit aufgestellte Zeichen für Fairplay, gegen Gewalt und Rassismus

Die politischen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen in Europa und der Welt sind teilweise besorgniserregend. Diese Entwicklungen sind eine deutliche Aufforderung an den Sport, gesellschaftlich die Verantwortung für die Wahrung von Werten wie Respekt und Fairplay zu übernehmen. Respekt, nicht nur im Umgang mit den Spielpartnern und Gegnern, sondern insbesondere z.B. gegenüber Schiedsrichtern oder solchen Menschen, die ehrenamtlich ihre Freizeit opfern, um Verantwortung zu tragen. Fairplay zeigt sich nicht nur in der Einhaltung der Regeln, sondern – und hier gibt es längst die erforderlichen Regularien und Sanktionen – auch durch den Verzicht auf leistungsfördernde Mittel.

Ein ganz klarer Auftrag ist es für alle SportlerInnen, dem Einsatz von Gewalt entgegenzuwirken, diese kann niemals ein probates Mittel zur Lösung von Konflikten sein. Auch – und insbesondere – Rassismus und Ausgrenzung haben im Boule- und Pétanque-Sport, der dafür berühmt ist, unzählige Ethnien und Religionen sowie Menschen mit und ohne Handicap im Wettkampf zu vereinen, nichts zu suchen. Die Vielfalt macht insbesondere unseren Sport aus – und das bezieht sich nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf die immer unterschiedlichen Umstände (Boden, Wetter, Umfeld etc.), unter denen wir versuchen, erfolgreicher zu spielen als unsere GegnerInnen.

Die weit verbreiteten Plakate des GPdA sind ein idealer Multiplikator für die aktuelle Kampagne des DPV gegen Rassismus und Gewalt und für Respekt und Fairplay. Beispiele aus Frankreich, dem Mutterland des Pétanque, zeigen, dass man auch hier darauf setzt, die Gesellschaft, durch entsprechende Signale aus dem Sport, als Gemeinschaft zu stärken und zu schützen. Auf den Plakaten des GPdA finden sich ab diesem Jahr entsprechend die verschiedenen Signets der DPV-Kampagne.

 

„Grand Slam“-Turniere im GPdA

Seit letztem Jahr werden in der jungen Geschichte des Grand Prix d’Allemagne vier Turniere zu einer „Grand Slam“-Serie zusammengefasst: das Salatgartentunier (3:3) in Berlin, das Hofgartenturnier (3:3) in München, der Mittelrheinpokal (3:3) in Bacharach und das Turnier (3:3) der Groß-Gerauer Bouletage. Wer es schafft, vier Grand-Slam-Turniere in Folge zu gewinnen, wird mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Insofern haben zumindest die Sieger aus Groß-Gerau von 2018 in diesem Jahr die Möglichkeit, diesen speziellen Preis zu erkämpfen.

Aktuelles Plakat aus Frankreich mit Appellen an die Werte eines friedvollen Miteinanders.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum GPdA finden sich unter:
http://www.grand-prix-allemagne.de