dpj-Team gewinnt drei der ersten vier Vorrundenspiele in Monaco

Bericht über den Freitag von Bernd Wormer

Tag 3 der aktuellen EM-Jugend 2016 in Monaco
(
Freitag, 28.10.)

Beim ersten Vorrundenspiel heute Morgen die Niederlande zu 5 geschlagen und anschließend gegen Israel ebenfalls mit lediglich 5 Gegenpunkten als Sieger vom Platz – das ließ sich doch ganz gut an.
Nach der Mittagspause hatten wir es im dritten Spiel mit Spanien zu tun. Allerdings waren die Spanier am heutigen Tag, ähnlich wie beim Internationalen Jugendturnier in Langenburg, für uns eine Nummer zu hoch: Mit einem klassischen Royal gleich in der ersten Aufnahme hatten sie uns schon „den Zahn gezogen“ und nach der übernächsten Aufnahme vollends überrollt – 0:13. Auch nach der gemeinsamen ausführlichen Analyse anschließend konnten wir nur sehr wenige Punkte finden, die wir in dem (leider nur kurzen) Spiel hätten ändern können, um der deutlichen Niederlage zu entgehen – wir mussten auch bei keineswegs ausgelassener Selbstkritik einfach anerkennen, dass Spanien ein nahezu perfektes Spiel gegen uns abgeliefert hatte.
Trotz all dem Schock nach der ernüchternden Niederlage konnten wir einen (positiven) Nebeneffekt für uns nutzen: Durch die kurze Spieldauer hatte das Team nun die Möglichkeit, sich für knapp eine Stunde ins Hotel zurückzuziehen, um dort abgeschottet von allen verwunderten Nachfragen („Wie konnte das passieren?„) wieder zur nötigen Ruhe und Gelassenheit zu finden.  Ganz deutlich bekamen das dann die Polen im vierten Spiel zu spüren, denen lediglich ein Punkt gegönnt wurde. Keineswegs waren alle Unsicherheiten komplett abgelegt und das Selbstvertrauen in vollem Umfang wieder vorhanden, aber die Teamgeschlossenheit war allen ganz deutlich anzumerken. Obwohl das Spiel ganz und gar nicht reibungslos als Selbstläufer durchgezogen werden konnte, war nicht ein Moment dabei, bei dem nicht bis zur letzten Kugel um jeden einzelnen Punkt gekämpft wurde und die Spieler/innen sich nicht bei jeder Kugel gemeinsam gepusht haben.
3 gewonnene und 1 verlorenes Spiel ist eine durchaus zufriedenstellende Bilanz des ersten Turnier-Tages. Die Bekanntgabe der letzten Vorrundenpaarungen wurde auf morgen früh festgelegt, um hiermit eventuellen Absprachen oder „Mauscheleien“ vorzubeugen.

Am Abend stand dann (um 17.30Uhr) noch die Repéchage an. Der anstrengend Tag war an Luzia leider nicht spurlos vorrübergegangen und hatte doch einige Energiereserven verschlungen: Auch hier kam Luzia nach durchaus vielversprechendem Beginn nicht über 21 Punkte hinaus und ist damit im weiteren Verlauf des Schusswettbewerbes ausgeschieden.
Hier kommt üblicherweise der inzwischen obligatorische Satz „Mit dem Ausscheiden konnte man sich ab hier Einzig auf den eigentlichen Team-Wettbewerb konzentrieren, …“ – durchaus richtig, aber doch natürlich im ersten Moment wenig tröstlich. Als Deutsche Tireur-Jugend-Meisterin hatte sich Luzia für diese EM selbstverständlich mehr ausgerechnet – sollte aber einfach nicht sein.
Nichts-desto-trotz war die Stimmung nach dem Abendessen und spätestens nach der gemeinsamen Abschlussbesprechung im Hotel wieder bestens und wir freuen uns auf den morgigen Tag – komme, was da wolle!

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