Junioren landen bei der EM auf dem 5. Platz

Bericht über das Wochenende von Bernd Wormer

Tag 5 der aktuellen EM-Jugend 2016 in Monaco
(
Sonntag, 30.10.)

Spanien war auch heute eine Stufe zu hoch für uns: 6:13
Sicher hatten wir mehr Spielanteile als beim ersten Spiel gegen Spanien, aber leider haben alle Aktionen von uns nicht den gewünschten Effekt gebracht. Beide Teams hatten einen sehr nervösen Beginn und jeder wusste, dass er sich nicht sehr viele Ausrutscher leisten konnte, wenn er hier bestehen wollte. Ausrutscher waren auf ebenfalls auf beiden Seiten vorhanden – von uns kamen allerdings einfach etwas mehr Fehlkugeln oder eben wichtige Kugeln nicht. Die spanische Mannschaft war schlicht das abgezocktere Team und hat absolut verdient das Halbfinale erreicht.
Das Minimalziel war mit dem Viertelfinale erreicht – aber sobald das „hätte-wäre-wenn“ außen vor gelassen wird, war an diesem Wochenende das Viertelfinale auch das Maximum des Erreichbaren. Natürlich „hätte“ man Italien schlagen können und „wäre“ dann nicht gerade auf Spanien oder Frankreich gestoßen, sondern „hätte“ vieleicht die „machbaren“ Gegner, wie Belgien, Schweiz oder gar Tschechien als Viertelfinalgegner haben können – WAR aber eben nicht und damit können wir mit unseren Möglichkeiten an diesem Wochenende mit dem 5 Platz schlicht zufrieden sein.

Spanien hat „leider“ gegen uns doch sehr viele Energiereserven aufgebraucht, so dass sie ihrem Halbfinalgegner Frankreich kaum noch was entgegensetzen konnten und schließlich mit 2:13 untergingen.
Italien unterlag im zweiten Halbfinale nach ausgeglichenem Kampf Belgien – damit stehen Frankreich und Belgien im Finale.
Ohne vorweg greifen zu wollen, ist allerdings an diesem Wochenende Frankreich (wieder mal) konkurrenzlos. Aber in unserem Sport ist schließlich alles möglich, …

An dieser Stelle möchten wir uns erstens bei allen bedanken, die uns auch aus der Ferne mit vielen, vielen Grüßen und Zusprüchen unterstützt haben. Nicht zuletzt für die haben wir hier alles abgerufen, was wir auf dieser EM möglich machen konnten – wenn es auch noch längst nicht das Maximum dessen ist, was die Spieler/innen leisten können und auch in Zukunft sicher weiter anvisieren können und werden.
Ebenso möchten wir uns bei all den mitgereisten Eltern bedanken, die für alle Maßnahmen, die wir zur „Abschottung“ unserer Spieler/innen getroffen haben, um sie durchgehend über all die 4 Tage konzentriert Einzig auf die EM zu fokusieren, vollstes Verständnis zeigten und auch damit unsere Arbeit hier unterstützten.
Und schließlich wollen wir uns bei allen Spieler/innen Luzia, Eileen, Maurice und Leon bedanken, die sich hier in Monaco als würdige Vertreter Deutschlands über die ganze Zeit absolut diszipliniert und vorbildlich präsentiert haben. Dies schließt ebenso die komplette Vorbereitungszeit über das ganze Jahr mit ein, bei der sie sich speziell auf dieses Highlight mit allen Maßnahmen eingestimmt haben – dazu gehören allerdings durchaus alle Kaderspieler/innen der dpj und speziell die Nachrücker Sven Laube und Temur Kurbanov, die grundsätzlich hinter dem Team standen.

Für uns ist hier zwar der Druck abgebaut, aber dennoch werden wir weiter nicht vergessen, dass wir nach wie vor als Botschafter Deutschlands und der dpj und des DPV hier sind: Jetzt gehen wir zwar erst mal mit allen Eis essen und genießen etwas die herrliche sonne und das Meer. Aber gleich danach werden wir vorbildlich wieder auf dem Boulegelände „in Rot“ auftreten und pünktlich das Finale begleiten und der Siegerehrung beiwohnen.
Auch heute Abend beim Abschlussdinner wird Deutschland als geschlossenes Team den Abschluss und unser durchaus zufriedenstellendes Abschneiden feiern.


Tag 4 der aktuellen EM-Jugend 2016 in Monaco
(
Samstag, 29.10.)

Gleich am frühen Morgen der erwartete Kracher fürs 5. Vorrundenspiel: Frankreich – und wir noch immer nicht auf der EM richtig „angekommen“ – heißt, keiner ist tatsächlich auf dem Level, das er eigentlich zu spielen in der Lage ist: 0:13, obwohl wir eigentlich gar nicht schlecht gespielt haben. Aber „gar nicht schlecht“ zu spielen ist für den Gegner auf diesem Niveau einfach zu wenig. Fast hätte man meinen können, Frankreich hätte immer zwei Kugeln mehr im Spiel, als wir. Ein oder zwei Fehlkugeln und schon bist du grundsätzlich im Hintertreffen, wenn von dort eben keine Aussetzer kommen – und die kamen nicht, zumal wir es nicht schaffen konnten, die Franzosen mal wirklich unter Druck zu setzen.“Zu Null“ liest sich immer sehr deutlich – Ganz so deutlich war es allerdings nicht. Tatsächlich hatten wir durchaus unsere Momente, in denen wir taktisch uns den Gegner zurecht legen konnten, aber die dann entscheidende Kugel zur Vollstreckung hat zu dem Zeitpunkt einfach gefehlt.

3:2 in der Vorrunde; Ranglisten-Platz 7 und damit für die Gruppenphase qualifiziert – wenn auch leider nicht als gesetztes Team.
In unserer Gruppe hatten wir die Türkei und Italien (als gesetztes Team) – demnach 2 Spiele gewinnen und wir hätten das Viertelfinale der EM als unser Minimal-Ziel erreicht.
Den Auftakt hatten wir mit Türkei recht souverän gemeistert: 13:7.
Italien sollte uns eigentlich liegen und wir hatten auch recht schnell die Situation im Griff. Allerdings ist Italien erfahren genug, um sich so schnell nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Umstellungen im italienischen Team und ihre dadurch offensiver gestalteter Spieltaktik konnten wir nicht in der gleichen Geschwindigkeit angleichen und verloren das Spiel schließlich mit 7:13.
Einfach kann Jeder – nur wir Deutsche nicht: Nachsitzen mit der Türkei als Play Off!
Uns war klar, dass es uns nicht ganz so einfach gelingen würde, die Türkei wieder, wie im ersten Spiel, zu „überrennen“. Tatsächlich hatten die Türken ihr Team in den Positionen verändert und präsentierte sich in völlig anderer Manier, wie wir es aus dem Auftaktspiel der Gruppenrunde angetroffen hatten. Natürlich steckte auch das verlorenene Spiel gegen Italien noch in den Köpfen fest und das Selbstvertrauen war nicht gerade auf dem höchsten Niveau, das genau in dieser Situation nötig gewesen wäre. Trotzdem entwickelte sich ein tatsächlich extrem spannendes Spiel mit allen Höhen und Tiefen, bei dem sich das deutsche Team in beeindruckender Weise nie aufgegeben hat: 0:4 – 2:4 – 3:4 – 3:5 – 3:6 – 9:6 – 10:6 – 11:6 – 11:8 – 11:12 – 13:12 – Viertelfinale!!!

Wie schon erwähnt:
Das Minimalziel ist damit erreicht – und jetzt erst recht – gerade deshalb!

Viertelfinalgegner ist wieder Spanien  –  Wir freuen uns allerdings auf  die Revanche!

PS:
Auch wenn die Spieler/innen ihre Handys ausschließlich im Hotel nutzen und sich auf dem Boulegelände voll auf ihre Aufgabe konzentieren:
Sie registrieren durchaus, wie viele Daheimgebliebene sich für ihre EM interessieren und ihre Spiele hier verfolgen (Likes, Seitenaufrufe, Nachrichten per soziale Medien, …)
Danke für die großartige Unterstützung, die unsere Spieler/innen zusätzlich motiviert und immer weiter voran treibt!

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