Jürgen Albers, der Herausgeber des Magazins “Au fer“, das die Berichterstattung über Boule und Pétanque in Deutschland lange Zeit geprägt hat, hat in den 90er Jahren ein sehr schönes Essay über den „Knoten im Arm“ veröffentlicht. Beschrieben hat Albers in diesem Text eine Situation, die jeder ambitionierte Boule-Spieler wahrscheinlich schon einmal erlebt hat: wenn plötzlich „gar nichts mehr geht“. Eine Blockade der „Augen-Hand-Koordination“, die beim Pétanque für Fehlschüsse und verlegte Kugeln sorgt.

Wenn man die einzelnen Techniken des Legens und Schießens beherrscht, trifft die folgende Feststellung in der Regel zu: „Eine Partie Pétanque wird zu 90% im Kopf gewonnen!“ Es ist das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Konzentration und Zerstreuung, zwischen der Euphorie, die einer genialen Kugel folgt und der Frustration über das genaue Gegenteil. Und hier spielt nicht nur das persönliche Befinden eine Rolle, sondern auch die Beziehung, die Spielerinnen und Spieler in einer Mannschaft zueinander haben. Die mentale Disposition, die Fähigkeit der Anpassung und der Anspruch an den Verlauf der Partie sollten bei einzelnen Team-Mitgliedern nicht zu weit auseinander liegen. Ein Spieler, der mit dem Vorsatz antritt, eine Partie gewinnen zu wollen, wird mit einem Spieler im eigenen Team, dessen oberstes Ziel es ist, die Partie nicht zu verlieren, nur schwer erfolgreich sein. Zu weit liegen bei beiden die entsprechenden Taktiken auseinander.

Eben weil insbesondere die Spieler und Spielerinnen des DPV-Kaders die Techniken des Legens und Schießens in besonderer Weise beherrschen, drehte sich beim ersten Workshop unserer Pétanque-Leistungssportler 2019 im saarländischen Gersweiler alles um den „Kopf“ und darum, die passenden „Köpfe“ zu erfolgreichen Mannschaften zusammenzustellen.

Eine Auswahl der Spielerinnen und Spieler des DPV-Kaders 2019 mit dem Trainerteam.

Mit dieser Zielsetzung im eigenen Kopf, hatte Bundestrainer Philipp Zuschlag bereits über einen längeren Zeitraum nach Co-Trainern gesucht, die den Herausforderungen, die mit einem solchen Richtungswechsel in der Qualifizierung unserer Nationalmannschaften einhergehen, am ehesten gerecht werden  – und er hat sie gefunden.

Co-Trainer Frank Lückert aus dem hessischen Rüsselsheim bringt schon als Sportwart in seinem Landesverband eine Menge Pétanque-Erfahrung jenseits des eigenen Spiels mit. Neben der Welt der Eisenkugeln hat Frank allerdings noch eine ganz andere Qualifikation: er ist (wenn auch ebenfalls als Hobby) professioneller Artist. Und wer bei dem Wort „Artist“ direkt an einen Zirkus denken muss, liegt bei Frank Lückert genau richtig, die Manege war über mehr als zwanzig Jahre seine zweite Heimat.

Nun, welche besonderen Fähigkeiten kann ein Star aus der Manege einem Nationalspieler des DPV vermitteln? Da ist zum einen das Zauberwort „standardisierte Bewegungen“. Wer mit seinem Körper wie auch immer geartete Kunststücke vorführt, hat – spätestens vor dem großen Publikum – keine Gelegenheit mehr, über das nachzudenken, was er da gerade tut. Und hier ist auch schon das zweite Stichwort gefallen: „Publikum“. Es ist die eine Sache, ob ich mit zwei Sportsfreunden zu einem Dorf-Turnier fahre, um mir das Preisgeld für den ersten Platz abzuholen – und eine völlig andere Herausforderung, wenn ich vor großer Kulisse in einer Halle für mein Land antrete. Letzteres darüber hinaus noch in dem Wissen, dass vor den heimischen Monitoren in der Spitze mehr als 500 Leute ebenfalls gespannt beobachten, ob und wie erfolgreich ich bin. Es erübrigt sich, weiter darauf einzugehen, welche Beiträge Frank Lückert mit seiner speziellen Qualifikation zur Ausbildung der Deutschen Nationalmannschaften leisten soll.

Nun fällt es auch nicht schwer, den Bogen zum zweiten Co-Trainer zu schlagen: Martin Peter aus Bensheim. Der leidenschaftliche und erfahrene Boulespieler im Landesverband Hessen folgt beruflich ebenfalls einer Profession, die die Ziele einer mentalen Stabilität und gelungenen Team-Bildung in den deutschen Nationalmannschaften perfekt unterstützen. Martin leitet mit einer Partnerin das „Institut für musikalisches Lernen“ in Bensheim. Auch er kennt als staatlich anerkannter Berufsmusiker und Pädagoge in seinem Bereich die Bedeutung von „standardisierten Bewegungen“. Wer als Pianist einen kurzen Moment überlegen muss, welche Tasten jetzt in welcher Kombination als nächstes zu drücken sind, sorgt nicht nur optisch, sondern vor allen Dingen auch akustisch für einen wenig glänzenden Auftritt. Auch „Lampenfieber“ ist Martin nicht fremd, insbesondere in seiner Arbeit als Coach für Bands im Bereich Populärmusik als auch für Musiker der Klassik. Er ist außerdem Feldenkraislehrer, eine Qualifikation, die er auch jenseits der schönen Klänge zum Einsatz bringt. Mit einer Abhandlung zu letzterer Technik wollen wir den Rahmen dieser Veröffentlichung nicht sprengen. Wen es interessiert, der oder die möge den Begriff bei Google eingeben – und sollte es nicht versäumen, dort auch direkt nach „Neuronaler Plastizität“ zu fragen.

Abgerundet wird das Trainerteam rund um Philipp Zuschlag durch den Präsidenten des Bayerischen Pétanque-Verbandes, Sebastian Lechner und den Münchener Andreas Kreile. Die beiden Boule-Urgesteine werden dafür sorgen, dass das Mental-Training kein Übergewicht bekommt. Kreile spielt seit 1991 und hat in dieser Zeit sämtliche bayerischen Titel mindestens einmal gewonnen – Lechner ist ein Boule-Kosmopolit, bei dem die Frage, in welchen Ländern er noch nicht gespielt hat, schneller beantwortet ist als umgekehrt.

Die „Marschrichtung“, die Philipp Zuschlag in der Kaderarbeit des DPV mit dem Präsidium abgestimmt hat und nun durchsetzt ist klar: Kampf dem Knoten im Arm.

In diesem ersten Workshop unter der neuen Überschrift ging es insbesondere darum, dass sich die Coaches und Spieler/innen einander vorstellen. Sicher kannten sich schon viele über eine lange Zeit, aber einige eben auch nicht. So wurde auch nicht nur spezifische Fragen rund um Technik und Taktik gestellt, sondern zum Beispiel auch solche, wie: „Hast Du schon mal eine Partie vor dem Ende abgebrochen – und wenn ja, warum?“, „Auf was freust Du Dich am Wochenende?“ oder „In welcher Situation hast Du beim Boule das letzte Mal richtig herzlich gelacht?“

Nach dieser Runde aus Gesprächen und Theorie ging es am Samstag-Morgen in die Praxis. Ein erstes Training der Spieler und Spielerinnen in der Halle wurde von Videomitschnitten in Zeitlupe begleitet, die anschließend besprochen und bewertet wurden. Es war erfreulich, dass sich selbst „alte Hasen und Häsinnen“ auf die Vorschläge der Trainer einließen, woran sie grundsätzlich noch einmal arbeiten sollten. Nach der Mittagspause ging es dann mit einem kleinen Turnier weiter, im Verlaufe dessen Mannschaftsaufstellungen probiert und das taktische Verhalten der einzelnen Teams beobachtet und zur späteren Besprechung dokumentiert wurde.

Der Sonntag war wiederum geprägt von Einzelgesprächen, die ohne Zeitdruck und sehr intensiv geführt wurden. Hier ging es nicht nur um die Erwartungshaltung des DPV an die Leistungsstärke seiner Nationalmannschaften, sondern auch darum, was denn die Spielerinnen und Spieler an Vorschlägen und Wünschen in Richtung des Trainer-Teams loswerden wollten. In einer Abschlussrunde wurde der Workshop als absolute Bereicherung in der Entwicklung des DPV-Kaders bewertet.

Der Kaderspieler Jannik Schaake hat kurz nach dem Wochenende bereits aus erster Hand einen lesenswerten Artikel auf seinem Info-Portal www.petanque-aktuell.de veröffentlicht – ein Klick auf den Link lohnt sich.

Informationen zum Espoir-Kader und Jugend-Kader, die ebenfalls ihre ersten Treffen 2019 absolviert haben, folgen in Kürze.

Am Samstag den 26.Januar 2019 hat das Präsidium des DPV die Spielorte für die Bundesliga 2019 beschlossen.

Die ersten Begegnungen finden am Samstag, den 13.4.2019 in den Boulehallen Düsseldorf und Rastatt statt. Der zweite Spieltag am 25.Mai 2019 wird in Raunheim und Mülheim gespielt und den Abschluß findet die Bundesligasaison am Wochenende 31.August /1.September mit dem 3. und 4. Spieltag in Denzlingen beim Boule95 Denzlingen.

Der DPV bedankt sich bei allen Bewerbern für ihre Bereitschaft einen Bundesligaspieltag auszurichten. 

Das Präsidium des DPV hat auf seiner Sitzung am Wochenende folgende DPV Schiedsrichteranwärter zu DPV Schiedsrichtern ernannt:

  • Christian Lang, Landesverband Baden-Württemberg
  • Paul Borst, Landesverband Bayern
  • Detlef Pohl, Landesverband Niedersachsen
  • Erich Müller. Landesverband Niedersachsen
  • Tino Doerfert, Landesverband Niedersachsen
  • Thomas Hein, Landesverband Rheinland-Pfalz

Glückwunsch!

Natürlich wünschen wir den „Neuen“ immer eine ruhige Hand beim Messen, immer einen kühlen Kopf bei Entscheidungen und immer die Souveränität, getroffene Entscheidungen durchzusetzen.

 

Mit Werner Prix, LV NRW, ist auch der Schiedsrichterausschuss wieder vollständig. Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit.


Bereits seit 2008 gibt es die Turnierserie Grand Prix d’Allemagne, unter der die Ergebnisse unterschiedlichster Boule-Turniere in Deutschland gesammelt und jeweils zum Jahresende zu einer abschließenden Rangliste (mit den entsprechenden Preisgeldern für die Besten) zusammengefasst werden.

Waren es in den „Gründerjahren“ noch keine 10 Vereine, die sich am GPdA beteiligt haben, so ist es umso beeindruckender, dass es im Jahr 2019 fast 30 Turniere sind, die unter dem Dach dieser Serie zusammengefasst werden. Dass der DPV nun als Partner des GPdA seine Aktivitäten verstärkt, hat mehrere Gründe.

 

Gelungene Symbiose aus Breitensport und Leistungssport

Die GPdA-Serie richtet sich seit je her an Boule-Begeisterte mit und ohne DPV-SpielerInnen-Lizenz. Die Betreuung des Breitensports hat seitens des DPV, aufgrund des rasanten Wachstums und der damit einhergehenden Professionalisierung des Leistungssports, etwas gelitten – das soll sich ändern. Der Nationalverband arbeitet derzeit an gleich mehreren Instrumenten, mit Hilfe derer die Begeisterung für den Boule- und Pétanque-Sport eine deutlich breitere Gruppe der Gesellschaft erreichen soll. Natürlich werden diese Instrumente nur greifen, wenn sie auch von möglichst vielen Vereinen und Engagierten in Deutschland eingesetzt werden.

 

Dynamischeres Wachstum durch weitere Verbreitung

Sowohl die Veranstalter des GPdA, als auch die Verantwortlichen im DPV versprechen sich von einer möglichen Kooperation, einhergehend mit deutlich umfangreicherer Kommunikation, ein weiteres Wachstum der Turnierserie. Da die hier zusammengefassten Ergebnisse unterschiedlichster Wettkämpfe aus ganz Deutschland zusammengetragen werden, ist es sicher im Sinne einer besseren Transparenz der Leistungsstärke aller TeilnehmerInnen, wenn es ein möglichst dichtes Netz an Turnieren gibt. Dies erreicht man am ehesten durch weitere Ausrichter, die sich dem Konzept anschließen. Dem Boule- und Pétanque-Sport kann es in der öffentlichen Wahrnehmung nur gut tun, wenn einzelne Veranstaltungen durch einen einheitlichen Auftritt (z.B. die Plakatserie der GPdA-Turniere) als „Großes und Ganzes“ verstanden werden.

 

Breit aufgestellte Zeichen für Fairplay, gegen Gewalt und Rassismus

Die politischen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen in Europa und der Welt sind teilweise besorgniserregend. Diese Entwicklungen sind eine deutliche Aufforderung an den Sport, gesellschaftlich die Verantwortung für die Wahrung von Werten wie Respekt und Fairplay zu übernehmen. Respekt, nicht nur im Umgang mit den Spielpartnern und Gegnern, sondern insbesondere z.B. gegenüber Schiedsrichtern oder solchen Menschen, die ehrenamtlich ihre Freizeit opfern, um Verantwortung zu tragen. Fairplay zeigt sich nicht nur in der Einhaltung der Regeln, sondern – und hier gibt es längst die erforderlichen Regularien und Sanktionen – auch durch den Verzicht auf leistungsfördernde Mittel.

Ein ganz klarer Auftrag ist es für alle SportlerInnen, dem Einsatz von Gewalt entgegenzuwirken, diese kann niemals ein probates Mittel zur Lösung von Konflikten sein. Auch – und insbesondere – Rassismus und Ausgrenzung haben im Boule- und Pétanque-Sport, der dafür berühmt ist, unzählige Ethnien und Religionen sowie Menschen mit und ohne Handicap im Wettkampf zu vereinen, nichts zu suchen. Die Vielfalt macht insbesondere unseren Sport aus – und das bezieht sich nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf die immer unterschiedlichen Umstände (Boden, Wetter, Umfeld etc.), unter denen wir versuchen, erfolgreicher zu spielen als unsere GegnerInnen.

Die weit verbreiteten Plakate des GPdA sind ein idealer Multiplikator für die aktuelle Kampagne des DPV gegen Rassismus und Gewalt und für Respekt und Fairplay. Beispiele aus Frankreich, dem Mutterland des Pétanque, zeigen, dass man auch hier darauf setzt, die Gesellschaft, durch entsprechende Signale aus dem Sport, als Gemeinschaft zu stärken und zu schützen. Auf den Plakaten des GPdA finden sich ab diesem Jahr entsprechend die verschiedenen Signets der DPV-Kampagne.

 

„Grand Slam“-Turniere im GPdA

Seit letztem Jahr werden in der jungen Geschichte des Grand Prix d’Allemagne vier Turniere zu einer „Grand Slam“-Serie zusammengefasst: das Salatgartentunier (3:3) in Berlin, das Hofgartenturnier (3:3) in München, der Mittelrheinpokal (3:3) in Bacharach und das Turnier (3:3) der Groß-Gerauer Bouletage. Wer es schafft, vier Grand-Slam-Turniere in Folge zu gewinnen, wird mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Insofern haben zumindest die Sieger aus Groß-Gerau von 2018 in diesem Jahr die Möglichkeit, diesen speziellen Preis zu erkämpfen.

Aktuelles Plakat aus Frankreich mit Appellen an die Werte eines friedvollen Miteinanders.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum GPdA finden sich unter:
http://www.grand-prix-allemagne.de

 

Jannik Schaake, Initiator und Betreiber des Info-Portals petanque-aktuell.de

Mitte 2018 hat Jannik Schaake das neue Internet-Portal petanque-aktuell.de ins Leben gerufen, eine Plattform rund um den Pétanque-Sport in Deutschland und darüber hinaus. Da er im Vergleich zum Durchschnitt der Pétanque-Spieler in Deutschland noch recht jung an Jahren ist, darf man wohl ohne Weiteres davon sprechen, dass mit seiner Initiative eine neue Generation an Boulisten sich an das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ heranwagt. Grund genug, ihm einmal einige Fragen zu seiner Intention zu stellen – und ihm ein wenig dabei zu helfen, mit seinem Projekt dynamisch vorwärts zu kommen.

Jannik, auf welchen deutschen Internet-Seiten – jenseits der offiziellen Homepages der Verbände – hast Du Dich selbst in der Vergangenheit zum Thema Boule und Pétanque informiert?

Jenseits der LV-Homepages und DPV-Page habe ich mich hauptsächlich auf Ptank, der von Ulli Brülls geführten News-Page, informiert. Immer kritische Meinungen und News, die die Boulewelt interessierten. Ulli hatte dann aber vor einiger Zeit zwischenzeitlich den Betrieb eingestellt und ich hatte außer den LV-Pages (die teilweise miserabel geführt waren) quasi nichts mehr. Daraufhin hatte ich irgendwann den Wunsch unseren Boulesport News-technisch zu versorgen. Ich habe, seit Petanque Aktuell existiert, nun auch durch die große Community von mehreren Webseiten erfahren, die ich vorher gar nicht kannte.

 

Was möchtest Du mit petanque-aktuell anders (nicht unbedingt „besser“) machen, als man es von anderen Boule-Info-Portalen kennt?

Ursprünglich wollte ich Boule-News aus ganz Deutschland zusammenführen. Quasi eine Seite erstellen, auf der man die wichtigsten News erhält, egal aus welchem LV man kommt. Ergebnisse großer Turniere zeitnah veröffentlichen oder beispielsweise alle Ranglisten in einen Überblick schaffen. Es gab in der Vergangenheit viele Turniere, von denen man erst Tage bis Wochen später die Ergebnisse erfuhr. Da ich eine gute Verbindung zu fast allen TOP-Spielern in Deutschland habe und zudem selbst regelmäßig bei solchen Veranstaltungen vor Ort bin, fällt es mir deutlich leichter an Infos zu kommen, als vielleicht manch einem anderen.

Zudem hatte ich in letzter Zeit Ideen, wie beispielsweise einen deutschlandweiten Turnierkalender, in dem wirklich alle Turniere aus Deutschland in Zukunft ihren Platz finden sollen, um nicht mehr auf 10 verschiedene LV-Seiten nach dem passenden Turnier suchen zu müssen. Oder die Spielerbörse, bei der suchende Spielerinnen und Spieler Partner/innen für die jeweiligen Turniere finden können. Ein weiterer Punkt ist der/die „Spieler/in der Woche“, unter dem wir im Moment jede Woche einen TOP-Spieler oder eine TOP-Spielerin vorstellen um vor allem Neulingen unsere Randsportart etwas anschaulicher und attraktiver zu präsentieren. Ich liebe unseren Sport und möchte helfen, dass er sich weiterentwickelt – aber um wirklich vielleicht irgendwann olympisch zu werden, muss man Petanque attraktiver gestalten.

Wie viele und was für Menschen sind es bis jetzt, die Dich dabei unterstützen, die Internet-Seite lebendig zu halten?

Mittlerweile sind es viele „kleine“ helfende Hände. Seit circa einem Monat hilft mir Nils Perleberg vom BC Sandhofen bei der Einarbeitung der Termine in unseren Terminkalender, in dem (Stand Januar 2019) bereits 400 Termine zu finden sind.

Aber allen vorweg möchte ich hier Micha Ballmann vom BC Herxheim erwähnen, der mir bei technischen und IT-Problemen jederzeit unter die Arme greift. Ab und an gibt es den einen oder anderen Boulespieler, der mal einen Bericht über ein besuchtes Turnier schreibt.

Die große Stundenzahl, die ich wöchentlich unentgeltlich in Petanque Aktuell investiere, wäre ohne meine verständnisvolle Partnerin ebenso unmöglich. Auch eine zweite Meinung oder ein offenes Ohr bringt sie bei fast allem mit ein.

Ansonsten muss ich gestehen, dass ich bis heute die Seite komplett alleine verwalte. Vom Aufbau bis hin zur Spielervermittlung läuft bislang noch alles über mich. Ich hoffe, dass wir vielleicht in absehbarer Zukunft ein paar weitere helfende Hände an unserer Seite haben werden.

 

Welche Unterstützung wünscht Du Dir vom DPV oder von den Landesverbänden bei Deinen Aktivitäten?

Unterstützung kann man natürlich immer gebrauchen. Gerade bei etwas derart zeitaufwendigem wie Petanque Aktuell. Im Moment erreiche ich erst das Ende meines Studiums und habe noch relativ viel Zeit, mich um Petanque Aktuell zu kümmern, doch auch das wird sich ändern.

Ich habe viele Ideen, mit denen wir unseren Boulesport noch attraktiver machen könnten, doch um all das umzusetzen fehlt es, wie bei so vielem leider, auch an Geld.

Natürlich wäre es schön, wenn uns speziell der DPV unterstützen würde und uns als Möglichkeit sieht, das deutsche Petanque voranzutreiben. Hier denke ich vor allem an den Informationszugriff und die Bereitschaft zu weiteren Interviews, um eine klare und transparente Kommunikation in die Boulewelt zu gewährleisten. Wir finden es gut, dass der DPV bereit war auch die kritischsten Fragen zu beantworten und hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.

Aber Unterstützung wünschen wir uns eigentlich von jedem einzelnen in Boule-Deutschland. Das muss natürlich nicht zwingend finanziell sein, sondern kann jegliche Form annehmen (Turnierbericht schreiben, Ergebnisse melden, Verbesserungen vorschlagen, uns Infos zukommen lassen, …). Das alles bringt uns voran und erspart uns Zeit, sei es bei der Recherche oder beim Verfassen von Artikeln.

 

Welchen Stellenwert hat für Dich Meinungsvielfalt – und wie möchtest Du eine solche sicherstellen?

Meinungsvielfalt gibt es auf dem Bouleplatz zur Genüge. Direkt auf Petanque Aktuell möchten wir aber eigentlich kein Forum für Diskussionen bieten. Wir wollen lediglich informieren und den Leuten die bestmögliche Ausgangslage schaffen, sich eine objektive Meinung zu bilden.

Nehmen wir das Beispiel WM-Nominierungen. Hier gibt es jedes Jahr aufs Neue zig Meinungen. Wohl kaum ein Boulespieler würde jedes Jahr das exakt gleiche Team aufstellen, wie es die Bundestrainer tun – und immer wieder wird heiß diskutiert „wieso der und nicht der?“. Das soll auch so bleiben und ist wichtig, doch wir wollen den Boulesport etwas transparenter machen. Besonders die Angelegenheiten der Nationalmannschaften sollen deutlich klarer werden. Vor jeder Fußball-WM stellt sich der Bundestrainer (zur Zeit Jogi Löw) hin und beantwortet alle Fragen, die die Fußballwelt interessieren. In unserer Sportart wurde in den vergangenen Jahren nominiert ohne jegliche Begründung. Wir wollen mit Petanque Aktuell auch versuchen ein wenig Licht hinter die Nominierungen zu bringen. Nur so können Meinungen zusammengeführt und vor allem auch verstanden werden.

Auch beim Spieler der Woche fragen wir die Nominierten beispielsweise, was sie sich für Boule-Deutschland wünschen oder wie man unseren Sport verbessern könnte. Auch hier kann jeder seine Meinung wiedergeben, ohne dass direkt auf unserer Plattform heiße Diskussionen entfacht werden sollen.

 

Der Schriftsteller Max Frisch hat bereits lange vor dem Internet-Zeitalter einmal gesagt: „Wer veröffentlicht, muss einstecken können!“ Wie würdest Du diese Aussage für Dich definieren?

Damit hat er vollkommen recht. Ich bin aber ein Mensch, der relativ gut mit Kritik umgehen kann und weiß auch, dass man es nicht jedem auf diesem Planeten recht machen kann. Das muss man aber auch nicht.

Zudem bin ich immer für jede Art konstruktiver Kritik offen und freue mich über andere Meinungen oder Sichtweisen, die ich vielleicht aus jener Perspektive noch nicht betrachtet habe.

Klar habe auch ich schon bei dem einen oder anderen Artikel eingesteckt, aber ich muss zugeben, dass ich bei der Menge an Menschen, die sich für Petanque Aktuell interessieren, mit viel mehr Kritik als der Bisherigen gerechnet habe.

 

Lieber Jannik, herzlichen Dank für Deine offenen Worte. Wir wollen aber dieses kleine Interview nicht enden lassen, ohne gleich ein ganzes Feuerwerk an Komplimenten für Dich zu zünden! Spaß beiseite…

 

Die Idee, Jannik Raum auf der DPV-Homepage zur Präsentation seiner Plattform und seiner damit einhergehenden Ideen zu bieten, kam uns aus mehreren Gründen. Zunächst einmal ist extrem beeindruckend, dass ein Spieler, der wie er das Pétanque selbst auf einem Niveau beherrscht, das locker reicht, um auf den großen Turnieren in Deutschland um die vorderen Plätze zu kämpfen, seine Freizeit für ein Projekt wie „Pétanque Aktuell“ opfert. Ein junger Mann, in einem sicher nicht ganz anspruchslosen Studium, in einer festen Beziehung, der sich Raum schafft und große Mühe macht, um einen Beitrag für den Boule- und Pétanque-Sport in Deutschland zu leisten. Danke dafür!

Darüber hinaus begeistert die zeitgemäße Modernität seines „Petanque Aktuell“: die Interaktion bei der Spielerbörse, die Präsentation spannender Partien und Aufnahmen als Video – und nicht zuletzt z.B. die Tatsache, dass es seine Plattform bereits auch als App für das Smartphone gibt.

Eine konkrete Kooperation zwischen der DPV-Redaktion und seiner Präsenz schließt sich natürlich weitestgehend aus, damit die Unabhängigkeit seiner Arbeit gewährleistet bleibt. Zwei Dinge möchten wir trotzdem zu seinem Erfolg beitragen. Zum einen, dass er jeweils einen „heißen Draht“ bekommt, wenn unsere Nationalmannschaften bei ihren internationalen Einsätzen von jemandem aus der DPV-Redaktion ausschließlich zur Berichterstattung begleitet werden.

Zum anderen, indem wir hier und jetzt alle Boule-Begeisterten, sei es aus dem Breitensport oder aus der Spitze unserer Tabellen, aufrufen, Jannik mit seinem Projekt nach Kräften zu unterstützen. Wenn jede/r sich vornimmt auch nur hin und wieder Kleinigkeiten zu liefern, ist das in der Summe sicher eine Menge an Informationen, die das Portal „Pétanque Aktuell“ zu einem attraktiven und unabhängigen Anbieter von interessanten Aspekten rund um unseren Sport in Deutschland macht!

Weitere Informationen unter www.petanque-aktuell.de

DPV-Präsident Michael Dörhöfer bei seinem Vortrag zur FFPJP-Hauptversammlung 2019.

Rund 500 Zuhörer aus dem organisierten Pétanque-Sport in Frankreich hatte der Präsident des Deutschen Pétanque Verbandes, Michael Dörhöfer, bei deren jährlichem Kongress in Troyes/Aube. Und es war mehr als freundlicher Applaus, den er für seine Ausführungen erhielt, ein beachtlicher Teil der Vertreter aus allen Teilen des Landes zeigte sich sehr angetan.

Es war eine Premiere, dass ein Deutscher Verbandspräsident in diesem Rahmen zu einem Vortrag eingeladen wurde. Und so spann Dörhöfer zunächst einen recht großen Bogen darüber, wie der Pétanque-Sport in Deutschland Fuß fassen konnte. Das französische Militär, das nach 1945 in Deutschland verblieben war, fand genauso Erwähnung, wie die begeisterten Urlauber, die aus Frankreich mit Boule-Kugeln nach Hause gereist waren. Einen weiteren Schub erhielt der Spiel-Sport durch das Möbelhaus IKEA, das in kürzester Zeit über eine Million Freizeitkugeln unter die Deutschen brachte – auch diese Anekdote war den wenigsten Zuhörern bekannt.

Der DPV-Präsident kam aber auch schnell auf den organisierten Wettkampf-Sport in Deutschland zu sprechen. Er beschrieb die Funktion der Aufteilung in

Die Tribüne der Delegierten im Kongress-Zentrum.

die zehn Landesverbände, in denen über 20.000 Boulisten organisiert sind. Die Vielzahl der Disziplinen, in denen Deutsche Meisterschaften durchgeführt werden, Tét, Doublette, Doublette-Mixte, Triplette, Triplette 55+, Triplette Damen, Tireur sowie die Jugend-Wettbewerbe, sorgte ebenso für Erstaunen wie der Hinweis auf die vielen Ligen in den Landesverbänden, aus denen die Bundesliga und hier die Teilnahme der Deutschen Meister an Europäischen Wettbewerben erwächst.

Der Pétanque-Sport ist und bleibt voraussichtlich in Deutschland die am dynamischsten wachsende nicht-olympische Disziplin – auch dies fand im Vortrag des Präsidenten Erwähnung. In Frankreich ist hingegen das Wachstum proportional geringer. Ob und wie diese lokale Situation eine neue Dynamik bekommen kann, wäre auch ein spannendes Thema für einen länderübergreifenden Austausch.

Reihe vorne (v.l.n.r.): Claude Azema, Mike Pegg, Michael Dörhöfer, Lars Friis.

Michael Dörhöfer nutzte außerdem die Gelegenheit, einmal mehr für eine engere Kooperation und für Freundschaften der regionalen Verbände und einzelnen Vereine in Frankreich und in Deutschland zu werben. Sein Hinweis auf die großen deutschen Pétanque-Events, wie das Holstentor-Turnier in Travemünde oder das Hofgarten-Turnier in München, wollte er auch gleich als Einladung an die Franzosen verstanden wissen, Deutschlands Kugelwelt einmal zu besuchen.

Insbesondere dem deutsch/französischen Jugendaustausch widmete Dörhöfer dann noch einen separaten Teil seines Vortrages. Hier verwies er auf den fruchtbaren Austausch sowohl mit den Verantwortlichen in der FFPJP, als auch mit Claude Azema, dem Präsidenten des Internationalen Pétanque-Verbandes. Letzterer ist darüber hinaus eine der treibenden Kräfte, wenn es darum geht, dass Pétanque im Jahr 2024 olympische Disziplin wird. Mit einigen Bildern belegte Michael Dörhöfer, dass die dazugehörige Kampagne auch in Deutschland nach Kräften unterstützt wird.

Der Applaus, den der DPV-Präsident für seine Ausführungen erhielt, war – wie beschrieben – nicht nur höflicher Natur. Die Delegierten waren mit Sicherheit auch dankbar für die kurze Abwechslung durch diesen Ausflug in das Pétanque-Nachbarland. Denn die Hauptversammlung der FFPJP hat in diesem Jahr ein strammes Programm. So sind einige wichtige Posten im Vorstand neu zu besetzen. Interessant ist es hierbei, dass jedem Bewerber, der sich und seine Ideen vorstellen möchte, exakt 2 Minuten Zeit hierfür gegeben werden. Es läuft tatsächlich eine Uhr mit – und nach Ablauf der Redezeit wird ebenso konsequent wie unmittelbar das Mikrofon ausgeschaltet.

Einen emotionalen Höhepunkt erlebte der Kongress, als es darum ging, einen Nachfolger für den viel zu jung verstorbenen FFPJP-Präsidenten Michel Desbois zu bestimmen. Hier fiel die Wahl auf Joseph Cantarelli, einen engen persönlichen Freund von Desbois, der nun zunächst für die verbleibende Amtszeit des Verstorbenen die Geschäfte des Verbandes leitet. Aus der Sicht von Michael Dörhöfer eine ausgezeichnete Entscheidung. Er steht bereits seit längerem im Kontakt mit dem neuen Vorsitzenden und ist sich sicher, durch diese Partnerschaft die Ziele beider Nationalverbände besonders dynamisch weiter verfolgen zu können.

Was genau der aktuelle FFPJP-Präsident Joseph Cantarelli auf dem Smartphone von Mike Pegg bestaunt, ist nicht überliefert.

Ohnehin sind die Ergebnisse der vielen Gespräche am runden Tisch zwischen den Präsidenten des Internationalen Pétanque-Verbandes, des CEP, der FFPJP und des DPV am Rande dieses Kongresses schon Grund genug, die Teilnahme in Troyes/Aube als kleinen Meilenstein für den deutschen Pétanque-Sport zu werten. Weitere Informationen hierzu folgen.

Die Präsidenten des Dänischen, Europäischen und Deutschen Pétanque Verbandes, Lars Friis, Mike Pegg (in Begleitung seiner Frau Marie) und Michael Dörhöfer.

Der Vortrag, den der Präsident des Europäischen Pétanque Verbandes (CEP), Mike Pegg, im Vorjahr bei der Hauptversammlung des Französischen Pétanque-Verbandes (FFPJP) über seine Arbeit halten durfte, hat bei unseren Nachbarn im Mutterland des Pétanque „Lust auf mehr“ gemacht.

Man mag es kaum glauben, aber unter den einigen hundert Vertretern der einzelnen französischen Departements auf diesem jährlichen Treffen gibt es eine beachtliche Zahl von Menschen, die nur sehr wenig darüber wissen, dass und in welcher Form jenseits ihrer Staatsgrenzen organisierter Pétanquesport stattfindet.

So war es für die Verantwortlichen der FFPJP naheliegend, in diesem Jahr weitere Vertreter der nächstgrößeren europäischen Pétanque-Nationen einzuladen. Zu selbigen gehört neben Belgien, Spanien, den Niederlanden und Dänemark auch Deutschland.

DPV-Präsident Michael Dörhöfer nutzt also die Gelegenheit, vor den Repräsentanten im Kongress-Zentrum von Troyes einen Vortrag über die Entwicklung und Strukturen im Deutschen Pétanque-Verband zu halten. Darüber hinaus ist eine solche Veranstaltung natürlich bestens geeignet, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu pflegen und auszubauen. Neben Mike Pegg ist auch Claude Azema, Präsident des Pétanque-Weltverbandes, vor Ort, sowie weitere hochrangige Vertreter anderer Nationen.

Über den Verlauf der Veranstaltung und Ergebnisse der Diskussionen (natürlich wird auch „Pétanque als olympische Disziplin“ ein Thema sein) werden wir an dieser Stelle nach dem Wochenende berichten.

In die letzte Meldung zum Länderpokal 55+ / 65+ hat sich ein redaktioneller Fehler eingeschlichen. Richtig muss es heißen, dass darum gebeten wird, dass die Landesverbände bis zum 31.01.2019 ihre Teilnahme per E-Mail an Sport@petanque-dpv.de bestätigen. Zu diesem Zeitpunkt müssen allerdings die Spieler/innen noch nicht namentlich genannt werden – letzteres kann auch später erfolgen, analog zum Procedere beim traditionellen Länderpokal. Wir bitten diese Irritation zu entschuldigen.

Die sportlichen Wettbewerbe im deutschen Pétanque erleben eine weitere Bereicherung. Zum ersten Mal wird am 2. und 3. März 2019 ein Länderpokal als Wettbewerb der zehn im DPV organisierten Landesfachverbände Pétanque für die Altersklassen 55+ und 65+ ausgetragen.

Bereits seit 1992 kämpfen die Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nord, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Ostdeutschland einmal im Jahr um die Krone des jeweils besten Kaders. Bislang stellte hier jeder teilnehmende Verband fünf Triplette-Mannschaften (Dreierteams), bestehend aus 2 x „Senioren“, 1 x „Damen“, 1 x „Espoirs“ und 1 x „Jugend“. Naturgemäß sprengt die Menge an Mannschaften und Begegnungen heute schon den Rahmen, der in Deutschland an Spielfeldern in Boule-Hallen zur Verfügung gestellt werden kann.

Nach der erfolgreichen Einführung einer Deutschen Meisterschaft „55+“ im Jahr 2007 wurden allerdings insbesondere in den letzten drei Jahren Stimmen laut, die forderten, auch ein Senioren-Team pro Landesverband am regulären Länderpokal teilnehmen zu lassen. Allein, dies hätte tatsächlich und endgültig den Rahmen der Möglichkeiten gesprengt.

Die Lösung dieses Dilemmas feiert nun am 2. und 3. März in der Boulehalle im saarländischen Gersweiler seine Premiere. Ein Länderpokal, zu dem jeder Landesverband drei Triplette-Mannschaften entsenden darf, die jeweils einmal aus drei Herren besteht, die spätestens (Stand 2019) im Jahr 1964 geboren sind, darüber hinaus ein Damen-Triplette mit denselben Voraussetzungen, ergänzt durch eine weitere Triplette-Mannschaft, deren Mitglieder spätestens 1954 geboren sind, entsprechend zur Durchführung des Länderpokals 65 Jahre alt oder älter sind.

Das Regelment dieser neuen Veranstaltung ist an den bestehenden Länderpokal angelehnt, bedarf aber noch einiger Anpassungen, über die in Kürze berichtet werden wird.

Dieser Länderpokal dient den sportlich Verantwortlichen im DPV gleichzeitig als Sichtung der potenziellen Vertreter/innen Deutschlands bei der Europameisterschaft dieser Altersklasse 2019 in Bulgarien.

Der DPV versucht durch eine finanzielle Unterstützung die Kosten für die Landesverbände und die jeweiligen Teilnehmer/innen in einem beherrschbaren Rahmen zu halten. Gleichzeitig stellt der Saarländische Bouleverband e.V. seine Halle für diese Premieren kostenlos zur Verfügung – von dieser Stelle aus ein herzliches „Dankeschön“ dafür.

Zum Rahmen der Veranstaltung hat der DPV für alle Teilnehmer/innen ein Zimmerkontingent im örtlichen „Mercure Süd“-Hotel zu Sonderkonditionen reserviert.

Alle teilnehmenden Landesverbände sind gebeten, ihre Teilnahme bis spätestens zum 31.01.2019 an die E-Mail-Adresse sport@petanque-dpv.de zu bestätigen. Die Namen der einzelnen Spieler/innen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht erforderlich, diese Informationen können auch später erfolgen.

Für weitere Fragen zu den Modalitäten, Anreise und Unterkunft stehen der DPV-Vizepräsident Sport Martin Schmidt und sein Team jederzeit gerne zur Verfügung.

Wir sind uns sicher, dass in der Altersklasse dieses Wettbewerbs eine ganze Reihe von Routiniers und Deutsche Meister der vergangenen Jahre und Jahrzehnte von ihren Landesverbänden ins Rennen geschickt werden. Sobald die Teilnehmer-Listen vollständig sind, freuen wir uns darauf, hier auch einige Urgesteine, Väter und Mütter des Pétanque in Deutschland noch einmal persönlich vorstellen zu dürfen.

Alle 4 Jahre finden die „World Games“ statt, das nächste Mal in 2021 in Birmingham/UK. Die „World Games“ sind die „Olympischen Spiele der (noch) nicht olympischen Sportarten“ – in rund 30 verschiedenen athletische Disziplinen wird hier um Medaillen gekämpft.

Und natürlich wählen auch die „World Games“ jedes Jahr ihre Sportler/in des Jahres.

Für das vergangene Jahr 2018 hat es nun zum ersten Mal eine Boule-Sportlerin in die engere Auswahl der Kandidaten geschafft: Ke Leng aus Kambodscha, die dreimal in Folge Tireur-Weltmeisterin wurde.

Natürlich wäre es für den Boule-Sport (auch mit Blick auf die Möglichkeit, im Jahr 2024 tatsächlich selbst olympische Disziplin zu werden) eine Riesen-Werbung, wenn unsere Sportlerin es zumindest unter die TOP 10 der Kandidaten bei dieser Wahl schafft.

Deshalb gibt es die Bitte von Claude Azéma, dem Präsidenten des Internationalen Boule- und Petanque-Verbandes, dass sich alle Boulespieler/innen weltweit an der Abstimmung beteiligen.

Unter folgendem Link könnt Ihr Ke Leng Eure Stimme geben:

https://www.theworldgames.org/a…/Athlete-of-the-Year-2018-58

Man kann übrigens mehrfach – einmal am Tag – abstimmen. Die erste Auswertung erfolgt am 15. Januar, dann geht es darum, wer es in die TOP 10 geschafft hat. Die endgültige Entscheidung fällt am 31. Januar 2019.

Ke Leng, Kambodscha, © The Phnom Penh Post