Werte Kugelsportler und Kugelsportlerinnen,

nie war es einfacher, einen Beitrag zum Wohle der Gemeinschaft zu leisten – in Zeiten von Corona macht man einfach: nichts. Jedenfalls nichts im Rahmen größerer Ansammlungen von Menschen.

Solche Ansammlungen sind in der Regel – und erfreulicher Weise – die vielen Turniere, Qualifikationen und Meisterschaften, die über das Jahr verteilt in Deutschland, Europa und überall auf der Welt stattfinden. Dort ist aktuell bekanntermaßen definitiv auch ein Virus zu Gast, das insbesondere für ältere Menschen schnell zur Gefahr werden kann.

Das Präsidium des DPV hat deshalb beschlossen, sämtliche Aktivitäten im organisierten Wettkampfsport in Deutschland bis auf Weiteres (unbefristet) abzusagen. Es folgt damit einer Handlungsempfehlung des internationalen Dachverbandes.

Die Entwicklung in Sachen Corona ist in alle Richtungen dynamisch, es kann deutlich schlimmer werden, es kann sich aber auch Stück für Stück entspannen. Es hat jedenfalls keinen Sinn, sich von einem vorläufigen Termin bis zum nächsten zu „hangeln“, wenn es darum geht, wann wir uns endlich wieder auf dem Platz treffen.

Selbstverständlich freuen wir uns und bitten darum, dass alle Ausrichter, die für das Jahr 2020 zugesagt haben, darauf vorbereitet bleiben, dass einzelne Events durchaus kurzfristig doch wieder möglich werden.

Der DPV bleibt in diesem Zusammenhang im engen und regelmäßigen Kontakt mit den Landesverbänden, die ihrerseits ebenfalls entsprechende Meldungen auf ihren Homepages pflegen und aktualisieren.

Bleibt gesund, passt auf Euch selbst und die Menschen um Euch herum auf – und wir sehen uns irgendwann sicher wieder auf dem Platz!

Sport und Leistung sind ein lebendiges System, das immer wieder Entwicklungen und Änderungen unterliegt.

Im Sport werden Leistungen regelmäßig bewertet, werden Perspektiven und Entwicklungen eingeordnet und dann zu einer Entscheidung zusammengeführt, unter Berücksichtigung möglicher Höchstleistungen und erreichbarer Erfolge. Aus diesem Grund verändert sich der Bereich der Kader des DPV gerade in der personellen Besetzung immer wieder.

Persönliche Lebensläufe und Veränderungen in der Lebensplanung, aber auch neue Talente, persönliche Entwicklungen und daraus erfolgte Leistungen werden von den Verantwortlichen mit perspektivischen Blick auf die Saisonhöhepunkte abgestimmt. Die daraus entstehenden Personal-Entscheidungen erfolgen dabei nicht durch Votum gegen eine*n Spieler*in, sondern sind Entscheidungen für die zu erwartenden Besten.

Da das System des Leistungssports in Deutschland genau auf diesen Aspekt, der Potentiale, durch die Leistungssportreform aufgebaut ist und gleichzeitig in der Spitze ein natürlicher Wettbewerb durch die begrenzten Plätze in einem solchen System entsteht, müssen die Verantwortlichen auch immer einmal den/die Eine*n oder Andere*n mit Dank für die zurückliegenden Einsätze und Leistungen verabschieden. Das ist nicht immer ein endgültiger Abschied sondern lässt immer auch die Chance offen, zurück zu kommen.

Ein besonderer Dank gilt daher im Seniorenbereich den Spielerinnen Anita-Dolores Barthelemy, Krista Bisoke, Muriel Hess, Anne Hübchen, Julia Reimers und Carolin Wienrich, die in diesem Jahr nicht mehr zum Frauenkader gehören.

Bei den Männern werden 2020 Pascal Keller, Robin Stentenbach, Jannik Schaake und Jan Garner nicht mehr zum engeren Kreis gehören und auch hier bedanken wir uns herzlich für ihre Einsätze.

Bei den Espoirs bedanken wir uns, wo im weiblichen Kader in diesem Jahr Lea Becker, Anna Nguyen, Anna Scherer und Celine Ungerer und bei den männlichen Espoirs Maurice Förster und Daniel Burkardsmaier nicht mehr im Kreis des Kaders sind.

Auch in der Jugend haben sich kleine Änderungen ergeben und hier bedanken wir uns bei Chalisa Klein und Quentin Nitsch für ihren bisherigen Einsatz.

Die Saisonhöhepunkte in den einzelnen Kaderbereichen werfen natürlich jetzt schon ihre Schatten voraus und Trainer und Athleten beginnen mit ihren Vorbereitungen nach dem großen Lehrgang in Gersweiler.

Jugend

Der Höhepunkt in diesem Jahr wird natürlich die Europameisterschaft in Saint-Pierre-lès-Elbeuf/Frankreich vom 1. bis 4. Oktober 2020 sein, die in diesem Jahr zum ersten Mal als getrennter Wettbewerb für die weibliche und männliche Jugend ausgetragen wird.

Vorbereitend wird der Jugendkader bei einem internationalen Jugendturnier in Annecy/Frankreich mit je einem weiblichen und männlichen Triplette in Begleitung der beiden Trainer starten.

Espoirs

Zeit- und Ortsgleich zur Jugend EM findet auch die Europameisterschaft der Espoirs für Frauen und Männer statt. Dort startet man nach dem fulminanten Ergebnis 2019 (Gold im Schießen Frauen, Silber im Triplette Männer, Bronze im Triplette Frauen und beim Schießen Männer) und Sieger im Medaillenspiegel natürlich mit großen Ambitionen. Eine erste Vorbereitung nach dem Lehrgang in Gersweiler wird mit je 2 Tripletten beim Masters in Viernheim stattfinden und dann am darauffolgenden Sonntag mit einer nachbereitenden Lehrgangseinheit mit den beiden Trainern fortgesetzt.

Senior*innen

Mit gleich mehreren Höhenpunkten ist der Bereich in diesem Jahr gespickt: Europameisterschaft der Frauen in Torrelavega/Spanien vom 4. bis 7. Juni, Europameisterschaft im Einzel, Doublette w + m und mixte in Riga/Lettland vom 17. bis 20. September und der Weltmeisterschaft in Lausanne/Schweiz vom 16. bis 19. Juli im Triplette.

Auch hier sind die Vorbereitungen schon im vollen Gange und je 2 Tripletten werden beim International in Sete/Frankreich starten und mit 2 Trainern das Turnier besuchen, während die Frauen ihren Einsatz schon kurz danach in Cannes haben werden.

Der Leistungssportausschuss mit Martin Schmidt, Linus Schilling und Jürgen Hatzenbühler begleiten mit konstruktiv kritischem Auge die vielfältigen Maßnahmen und freuen sich auf die Entwicklungen und Höhepunkte.

 

 

DPV-Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler begrüßt die Sportler/innen beim ersten Hauptlehrgang zum DPV-Kader 2020.

Mitte Januar 2020 fand in der Boulehalle im saarländischen Gersweiler der Hauptlehrgang aller DPV-Kader – von den U18-Junioren bis hin zu den Senioren der 55+ Kategorie – statt. Die Direktive der Trainerstäbe aller Kader, rund um Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler, lautete: Prüfung, Abgleich und Ergänzung der Instrumente und Methodik in der Wettkampf-Vorbereitung. Der internationale Pétanque-Sport gewinnt immer mehr an Athletik. Faktoren wie Fitness, Kondition, gezielte Koordination und mentale Disposition haben heute ein viel größeres Gewicht, als es noch vor fünf bis zehn Jahren war. Mit Jürgen Hatzenbühler sprechen wir über die Vorbereitung, Durchführung und die Ergebnisse des Lehrgangs.

DPV: Jürgen, mehr als 50 Spielerinnen und Spieler der unterschiedlichsten Altersklassen, vom Teenager bis zum Aktiven, in einer für unsere Sportart auch relevanten Gruppe, der Ü55 unter einem Dach. Und das alles gleichzeitig und das alles mit der Maßgabe, den Ansprüchen aller Teilnehmenden individuell genauso wie denen einzelner Teams gerecht zu werden – geht das?

JH: Natürlich funktioniert das – und hier hatten wir auch nicht die geringsten Bedenken. Es funktioniert, weil es dem DPV über die knapp zwei Jahre gelungen ist, einen personell und mit Bezug auf die Kompetenzen entsprechend leistungsstarken Kreis an Trainerinnen und Trainern, der sich immer noch weiterentwickelt und selbst fort- und weiterbildet, aufzubauen. Hier sind die Strukturen und Aufgaben in den einzelnen Bereichen definiert und dies führt zu einer sehr zielgerichteten Arbeit, die schneller messbare Ergebnisse liefert. Trotz des breit aufgestellten Teams hatten alle – insbesondere im Zusammenhang mit den neueren Trainingsmethoden – drei Tage lang ein extrem volles Programm mit ihren Leistungskadern. Die Aufgaben sind dabei klar zugeordnet: Stefanie Schwarzbach und Martin Kuball betreuen die Junioren, Daniel Dias und Marco Kowalski die Espoirs. Die Arbeit rund um die Kader der Senioren Damen und Herren koordiniert Philipp Zuschlag. Einen besonderen Fokus auf das Damen-Team hat Sebastian Lechner, bei den Senioren-Herren ist Martin Peter der Ansprechpartner für die Spieler. Die Themen „Fitness und Athletik“ bekommen mehr Aufmerksamkeit im Kadertraining, diese Schwerpunkte betreuen Andreas Kreile und Fritz Gerdsmeier.

Trotz dieser Zuordnungen wollen wir hier die „Systemkomponente Trainer“ noch offener über die hier gemachten Zuordnungen weiter entwickeln und noch mehr zwischen diesen Gruppen Synergien schaffen.

In der Summe stehen hier also 10 Trainer und Coaches einer Gruppe von fast 60 Spieler/innen zur Verfügung. Das ist ein Verhältnis, das in Ordnung ist, aber am ehesten noch „Luft nach oben“ hat, als in die andere Richtung.

Die Video-Analyse ist fester Bestandteil der Trainings und Sichtungen.

DPV: Nun hast Du alle Kader genannt, bis auf das neue, die Altersklasse 55+. Wer steht dieser Gruppe als Coach zur Seite?

JH: Zunächst einmal bin ich froh, dass wir im DPV nun den Schritt getan habe, ein Kader der Altersklasse 55+ ins Leben zu rufen. Wenn wir uns die letzten Europameisterschaften der sogenannten „Veteranen“ anschauen, dann stellen wir fest, dass sogar Frankreich diesen Wettbewerb inzwischen so ernst nimmt, dass sie den „Jahrhundertspieler“ Christian Fazzino und eine weitere Legende – die Bezeichnung hat er verdient – wie Marco Foyot ins Rennen schickt. Das ist nicht der einzige Grund, warum es sich kein Nationalverband mehr erlauben will, die jeweiligen Meister eines Jahres als Vertreter dort hin zu schicken. Und, machen wir uns nichts vor, diese Altersklasse ist auch im DPV zahlenmäßig beachtlich vertreten.

Für uns als sportlich Verantwortliche, ist dieses Kader natürlich Neuland. Wir haben es hier mit extrem erfahrenen Spielern zu tun, die alle gleich mehrere nationale Titel aufeinander summieren. Wir stehen hier am Anfang eines Prozesses, der dann auch klare Zuordnungen noch bringen wird.

DPV: Ist denn schon abschließend geklärt, welche Spielerinnen und Spieler in welchem Kader den DPV ab, bzw. im Jahr 2020 auf internationalem Parkett vertreten?

JH: Nein. Die Nominierungen sind ein Prozess, in den nicht nur die Trainer, sondern auch die Spieler/innen involviert sind. Man darf eines nicht vergessen: neben den technischen Qualitäten, der mentalen und taktischen Stärke, müssen die DPV-Kaderspieler/innen auf lange Sicht vor allem eines zur Verfügung stellen – und das ist Zeit. Nach wie vor ist auch die Teilnahme an Welt- oder Europameisterschaften aus Sicht der Sportler/innen ein – natürlich anspruchsvolles – „Hobby“. Das heißt, sie opfern hierfür Freizeit und Urlaubstage. Manch eine/r bekommt auch von seinem Arbeitgeber nicht die passenden Zeitfenster zur Verfügung gestellt, um „mal eben“ in Europa oder interkontinental für den DPV im Kreis zu stehen. Und das ist ein Faktor, der viel zu wenig berücksichtigt wird, wenn es aus den Reihen der Interessierten und Fans rund um den DPV heißt: „Wieso haben die den- oder diejenigen aufgestellt?“ Nicht selten haben solche Entscheidungen damit zu tun, ob die Personen Zeit haben, bzw. sich die Zeit nehmen können.

Also nochmal: sicher wissen wir schon zu 80%, wer in den einzelnen Kadern zu einer festen Größe werden wird. Aber: es ist noch nicht spruchreif, es muss noch abgewogen – und aus den beschriebenen Gründen mit den betreffenden Spieler/innen abschließend geklärt werden. Da sind nicht immer alle Kalender griffbereit, wenn es darum geht, wer denn überhaupt die Zeit zu den jeweiligen Terminen opfern kann.

Die Espoirs bei einer Zwischenbesprechung zum Stand der Dinge.

DPV: Beim Hauptlehrgang war von „neuer Methodik, neuen Instrumenten“ in der sportlichen Vorbereitung die Rede, was darf man sich darunter vorstellen.

JH: Das Trainer-Team hat hier die Hinweise aus den Kreisen der sportlichen Führung und die eigenen Erkenntnis aus eigenen Antrieb und mit sehr guten neuen Ansätzen entwickelt und eine sehr gute Blaupause für die weitere Arbeit geschaffen, die sich nun Stück für Stück erweitert und konkret umgesetzt wird.

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier nur mit Stichworten konkreter werde  – und das fängt ganz harmlos an: „Fitness / Kondition“. Es ist nicht so, dass da in der Vergangenheit überhaupt kein Wert darauf gelegt wurde, aber nach unserer Beobachtung – insbesondere bei den letzten internationalen Einsätzen unserer Teams – ist auch hier noch „Luft nach oben“. Es ist nichts Neues, dass man bei einer WM oder EM bis gleich mehrere Spiele an einem Tag bestreitet, aber es ist eine sehr junge Entwicklung, dass einige Teams deutlich schneller abbauen, als andere. Und wir wollen halt mit den DPV-Mannschaften zukünftig zu denen gehören, die einen längeren Atem mitbringen. Ob und wie sich das im Einzelfall realisieren lässt, haben wir an diesem Wochenende getestet und kommen mit belastbaren Ergebnissen zurück.

Zweites Stichwort: „Taktik und Spielzüge“. Hier bringen alle Kaderspieler – ein paar Jugendliche vielleicht weniger – eine Menge eigener Erfahrung und Einschätzungen mit. Aber: das ist halt nicht einheitlich. Durch eine gemeinsame Arbeit an diesen Themen wird es dem Trainerstab gelingen, eine „DPV“-Taktik zu etablieren, entlang derer sehr klar und ohne großes Grübeln umzusetzen ist, wie sich unsere  Nationalspieler/innen in bestimmten spielerischen Situationen verhalten. Das reduziert Unsicherheiten, das reduziert Diskussionen – und das wirkt vor allen Dingen mental in Richtung der gegnerischen Teams, wenn eine Mannschaft ebenso ge- wie entschlossen agiert.

DPV: Wann können wir mit Informationen der einzelnen Trainer über deren individuelle Erkenntnisse in ihren Kadern rechnen?

JH: Wenn es nach mir geht: gar nicht! Sorry, wenn ich das so deutlich sage, ich weiß, Ihr seid als „Sprachrohr des DPV“ immer heiß darauf, möglichst zeitnah und möglichst detailliert zu berichten – aber auf dem Niveau wäre das eher kontraproduktiv. Denn: die Informationen, die Ihr über einzelne Spieler und Team-Zusammenstellungen verbreitet, die lesen diese Personen auch selbst. Und das ist nicht immer besonders erbauend. Darüber hinaus haben wir – wie in allen Sportarten in Deutschland – eine Menge Experten, die sich auf solche Informationen stürzen, diese bewerten und wenig hilfreiche Vorschläge machen, was man mit wem wo besser machen kann. Und das braucht kein Mensch, vor allen Dingen nicht unsere Spieler/innen, wenn sie befreit und erfolgreich aufspielen sollen.

Außerdem laufen da auch noch eine ganze Zeit lang die Auswertung der Berichtsbögen, der Zeitlupen-Video-Mitschnitte, der taktischen und strategischen Erkenntnisse. Auch unsere Coaches und Trainer/innen erledigen diese Aufgaben neben ihrem normalen Berufsleben – und da wäre es schlicht unangemessen, Informationen einzufordern, bevor sie für den sportlichen Erfolg dann gebraucht werden.

DPV: Ein schönes Schlusswort – Danke für das Gespräch.

Am Wochenende des 18./19. Januar 2020 fand in der Boulehalle Saarbrücken/Gersweiler ein Hauptlehrgang des DPV-Kaders statt.

Pünktlich um 9:00 Uhr begann am Samstag, dem 18. Januar 2020 der Lehrgang aller Kadergruppen des DPV. Die Kader der Jugend, Espoirs, Senioren und der Altersgruppe 55+ (alle w/m) und ihre Trainer und Coaches wurden kurz von Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler begrüßt. Er gab in seiner Ansprache einen Ausblick auf die diesjährigen Welt- und Europameisterschaften, verwies aber auch schon auf das nächste Jahr, in dem die World Games in Birmingham/USA stattfinden.

Die erfolgreichen DPV-Espoirs von 2019 durften sich jeweils über einen neuen Satz Kugeln aus dem Angebot der Firma Boule-Paradies freuen. Ebenso erhielt der DPV-Jugendspieler Justin Neu diese Anerkennung.

In den anschließenden Begrüßungen durch den DPV Vizepräsidenten Sport Martin Schmidt und den DPV Vizepräsidenten Jugend Linus Schilling wurde dann auch noch einmal das Jahr 2019 mit den tollen sportlichen Erfolgen gefeiert. Die Spielerinnen und Spieler der U23 und der Trainer Daniel Dias aus dem letzten Jahr durften sich über ein tolles Kugelgeschenk aus den Händen der Vizepräsidenten freuen und zusammen mit dem anwesenden Kader noch einmal das „Gold, Silber, Bronze, Bronze“ nachvollziehen. Darüber hinaus wurde Justin Neu geehrt, der für die Jugend bei der letztjährigen Tireur-Weltmeisterschaft in Phnom Penh/Kambodscha eine ausgezeichnete Performance hingelegt hatte. Sein „Lauf“ wurde dort leider durch ein zwischenzeitliches leichtes Unwohlsein eingetrübt, sonst wäre für diesen jungen Spieler auf dieser großen Bühne sicher noch mehr drin gewesen.

Natürlich ist der Hauptlehrgang auch und insbesondere durch zwei Neuerungen geprägt. Zum einen wird aktuell das Fundament für ein Senioren-Kader 55+ gelegt. Die Herausforderungen in dieser Altersklasse haben inzwischen ein Niveau erreicht, dem die ursprüngliche Vorgehensweise des DPV, jeweils die Deutschen Meister zu internationalen Events zu entsenden, nicht mehr gerecht wird. Hier gibt es nun analog zu den anderen Kadern gezielte Vorbereitungen der Spieler und Spielerinnen auf die entsprechenden Einsätze. Der DPV freut sich, für das Leistungssport-Konzept der Altersklasse 55+ einen Sponsor aus der freien Wirtschaft gefunden zu haben, der sein Engagement ausdrücklich zweckgebunden für diese Gruppe einbringt.

Mit umfangreichen Unterlagen sorgt der DPV-Trainerstab für die nötige Stringenz im Ablauf des Lehrgangs.

Zum anderen kommen Veränderungen auf das DPV-Jugend-Kader zu. Hier wird es zukünftig ebenfalls nach Geschlechtern getrennte Wettbewerbe geben. Parallel zu den Triplette-Europameisterschaften der Espoirs (w/m), wird in St. Elbeuf/Frankreich, in diesem Jahr auch eine Triplette-Meisterschaft der Jugend (w/m) durchgeführt. Begleitet werden beide Turniere durch Tireur-Wettbewerbe. Auch im DPV-Jugend-Kader müssen also die Vorbereitungen auf internationale Einsätze entsprechend angepasst werden.

Nach der Begrüßung durch die Offiziellen begannen die Programme der Kadergruppen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten, die den ganzen Tag alle Energien den Spielerinnen und Spielern abverlangten. Weitere Informationen folgen in einem Nachbericht zum Hauptlehrgang.

 

 

Für die DPV-Ranglistenturniere können noch Bewerbungen von interessierten Ausrichtern bis zum 15.02.2020 eingereicht werden. Die Teilnahme an diesen Turnieren ist für Lizenz-Spieler/innen im DPV besonders interessant, da diese in eine Einzelrangliste einfließen, die Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften und DPV-Ranglistenturnieren berücksichtigt. Aus dieser Einzelrangliste wird außerdem eine Vereinsrangliste generiert.

Als Effekt hieraus ergibt sich für die einzelnen Aktiven sowie die Vereine ein bundesweiter Vergleich zu deren sportlichem Erfolg über einen längeren Zeitraum hinweg. Die sportlich Verantwortlichen im DPV können diese Langzeit-Analyse als zusätzliches Kriterium für die Besetzung der Leistungskader nutzen.

Natürlich gelten bei Turnieren in einer Serie von diesem Gewicht bestimmte Kriterien, die der Richtlinie für DPV-Ranglistenturnieren entnommen werden können.

Die Bewerbung für ein DPV-Ranglistenturnier kann hier geladen, ausgefüllt und an den DPV geschickt werden:

Für das Jahr 2020 stehen als DPV-Ranglistenturniere bereits Stuttgart, Fürth, Fehmarn und Edingen fest, eine Bewerbung von Viernheim liegt vor, über die noch entschieden werden muss. Entlang der entsprechenden Richtlinie können noch bis zu sieben Termine vergeben werden.

Der DPV unterstützt die Werbung für DPV-Ranglistenturniere nicht nur durch eine besondere Darstellung auf der Verbandshomepage mit entsprechender Verbindung in die Social-Media-Kanäle, sondern auch durch Poster, Aufkleber und Flyer, die den Ausrichtern individualisiert zur Verwendung vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Es ist eine besondere Unterstützung des Pétanque-Sports in Deutschland, wenn der Kreis von 12 Turnieren geschlossen wird, um den Wert dieser Serie zu erhalten und auszubauen.

NRW siegt gegen BaWü mit 3:2 und hievt das Bayern-Team auf den 1. Platz

In der Runde 9 waren noch einige Kandidaten auf den Gesamtsieg möglich, vorausgesetzt, BaWü verliert die Begegnung gegen NRW. Damit hatte aber, nachdem sich die Auswahl dieses Landesverbandes doch durchgängig desolat präsentiert hatte, niemand gerechnet. Bayern lauerte auf diese Niederlage – genauso, wie das Saarland sich über eine Niederlage sowohl der Bayern als auch BaWü gefreut hätte, um selbst ganz oben auf dem Treppchen zu landen. Wie auch immer: es kommt meist anders als man denkt. BaWü verliert wegen eines einzigen Punktes, der in der Partie der Senioren 1 gefehlt hat, mit 2:3 gegen NRW – und der Pokal rutscht durch die Finger des Kaders aus dem Ländle direkt in die Hände der Bayern, die zum ersten Mal diesen Pokal erkämpfen konnten.

Die Abschlusstabelle nach Runde 9.
Die Bayerische Kaderauswahl mit dem heiß begehrten Pokal.
Platz zwei am Ende für die Mannschaft aus dem Saarland.
Von der Siegerstrasse abgekommen und am Ende Dritte: die BaWü-Auswahl.
Bestes Junior-Team: Bayern mit Gabriel Huber, Julian Gammer, Matthias Weiß, Vinh Nguyen – Coach: Dietmar Huber
Bestes Espoir-Team: Nord mit David Berndt, Sebastian Junique, Oscar Hodonou, Melvyn Lange – Coach: Andreas Creutzberg
Bestes Frauen-Team: Rheinland-Pfalz mit Carsta Glaser, Anja Deubel, Gina Müller, Jenny Wagner – Coach: Stefan Zwirtz
Bestes Senioren 1-Team: Rheinland-Pfalz mit Pascal Müller, Steffen Kleemann, Mounir Andour, Stefan Thies – Coach: Stefan Zwirtz
Bestes Senioren 2-Team: Baden-Württemberg mit Sascha Koch, André Skiba, Sascha Rosentritt, Johannes Hirte – Coach: Uwe Anne
…und die Bayern feiern…
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN ALLE SIEGREICHEN!

DPV-Länderpokal 2019 – die neunte Runde

Live: Die Damenteams aus NRW und Baden-Württemberg gegeneinander. BaWü ist schnurstracks auf dem Weg zum Titel, wenn drei von fünf Partien in dieser Begegnung gewonnen werden. Andererseits dürfen u.a. die Bayern noch hoffen…

DPV-Länderpokal 2019 – die achte Runde

Live: Senioren 1 aus Hessen gegen die Senioren 1 aus dem Saarland – für letztere geht es um Einiges: wenn sie im Rennen um den Titel vorne mit dabei bleiben wollen, müssen sie die Hessen in dieser Runde schlagen!