Die DPV-Vizepräsidentin Inneres, Bettina Tittes, hat ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Sie bleibt dem DPV allerdings erfreulicher Weise erhalten und wird insbesondere bei dem Thema Gleichstellung und Breitensport unterstützen. Nicht nur in diesem Zusammenhang ergeben sich Verschiebungen in den Zuständigkeiten des DPV-Präsidiums, die in Kürze den Landesverbänden vorgestellt werden. Bettinas Rücktritt hat das Präsidium selbstverständlich akzeptiert, bedankt sich herzlich für die bis dahin erbrachten Leistungen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Es ist besonders erfreulich, dass ihre Position im Präsidium nicht lange unbesetzt geblieben ist. Mit Dirk Engelhard aus dem Landesverband NRW konnte ein Fachmann für das Amt gewonnen werden, der Jahrzehnte lange Erfahrung im Sport aus seiner beruflichen Laufbahn mitbringt.

Dirk Engelhard

Bereits 1970 als Teenager war Dirk Engelhard Vorsitzender des Stadtjugendringes seiner Heimatstadt – und hat seitdem ununterbrochen ehrenamtliche Funktionen im Sport innegehabt. Seit 1981 bis zum Ende seiner beruflichen Laufbahn, 2019, war Dirk hauptberuflicher Mitarbeiter im Landessportbund NRW. Im Boule und Pétanque-Verband NRW ist er seit 2019 u.a. als Bildungsbeauftragter Mitglied des Vorstands.

In den Beginn seines Engagements als DPV-Vizepräsident Inneres (zunächst kommissarisch bis zum nächsten DPV-Verbandstag) fällt auch die Einführung eines „Boule-Sportabzeichens“, das Dirk mit Unterstützung einer starken Arbeitsgemeinschaft aus dem LV NRW ins Leben gerufen und durch den DOSB zertifizieren lassen hat. Seit Mitte 2020 ist dies nun das offizielle „Boule-Sportabzeichen des DPV e.V.“ (BSA).

Das BSA soll mit je 3 Prüfungen im Legen und Schießen zum Mitmachen, zum Wettstreit – aber auch zur Verbesserung der technischen Fähigkeiten aller – in unserem schönen Kugel-Sport beitragen. Hier sind alle Boule-Begeisterten eingeladen, auch außerhalb regulärer Wettkämpfe und mit Spaß an der sportlichen Herausforderung, ihr Können zu zeigen.

Das BSA ist so angelegt, dass viele Hobbyspieler*innen (auch Neulinge) mit etwas Training das Abzeichen und die Urkunde für Bronze erreichen können. Für den Abschluss in Silber oder Gold werden allerdings selbst Lizenzspieler*innen etwas Vorbereitung brauchen.

Die Lege- und Schießprüfungen des neuen DPV Boule-Sportabzeichens

Man kann in einem Durchgang mit denselben Prüfungen Bronze (ab 45 Punkten), Silber (ab 60 Punkten) und Gold (ab 75 Punkten) erreichen, je nach erreichter Punktzahl, analog zum Deutschen Sportabzeichen. Mit angepassten Distanzen funktioniert dies auch für Kinder und Jugendliche.

Wenn alle Prüfungen absolviert und die Ergebnisse in eine Prüfkarte eintragen sind, kann man diese über den Veranstalter der Prüfung oder persönlich bei der „Arbeitsgruppe BSA“ einreichen. Dann erhalten die Absolvent*innen eine Urkunde und das entsprechende Boule- Sportabzeichen.

Was braucht es dafür? Einige Interessierte, die mitmachen, einen Verein als Ausrichter mit passendem Boulegelände und eine*n ausgebildete*n „Boule-Sportabzeichen“-Prüfer*in. Die Prüfungen sind so ausgelegt, dass der Aufwand für den Aufbau minimal ist.

Alles Nähere dazu und wie man an einen ausrichtenden Bouleverein und eine*n Prüfer*in kommt,  findet sich demnächst hier auf der DPV-Homepage.

Die Arbeitsgemeinschaft des LV NRW zum Boule-Sportabzeichen: v.l.n.r. Hans Joachim Fingerle, Werner Prix, Regina Dreischer-Fingerle, Dirk Engelhard. Auf dem Bild fehlt Manfred Probst.

Die „Arbeitsgemeinschaft BSA“ kann bereits heute für weitere Informationen per E-Mail kontaktiert werden: bsa@petanque-dpv.de.