Einträge von Christoph Roderig

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Sönke Backens verstärkt das DPV-Trainerteam

Der DPV-Leistungssportausschuss freut sich, mit Sönke Backens einen echten Hochkaräter zur Unterstützung – in erster Linie des Damen-Kaders – gewonnen zu haben.

Der Freiburger ist lizensierter B-Trainer, was dem höchsten Trainergrad im Pétanque-Sport entspricht. Neben dem Ausbilderzertifikat des Deutschen Olympischen Sportbundes ist er Dozent in den Fächern Anatomie und Physiologie. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich Mentaltraining, insbesondere für den Boule- und Pétanquesport.

Sönke bringt persönliche Erfahrungen als DPV-Nationalspieler mit: 2011 trat er im Deutschen Trikot bei der Europameisterschaft in Göteborg an, 2012 bei der WM in Marseille und 2016 bei der WM in Antananarivo. National wurde er mehrfach Landesmeister im Saarland und in Baden Württemberg, sowie ebenfalls nicht nur einmal Sieger der DPV-Masters-Serie – und er stand auch schon ganz oben auf dem Siegertreppchen Deutscher Meisterschaften.

Das gesamte Team im DPV-Leistungssport freut sich über die Verstärkung – und auf eine spannende und erfolgreiche Zusammenarbeit in den kommenden Jahren!

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Rücktritte im DPV-Senioren-Herren-Kader

Mit Schreiben vom 5. Mai 2020 wurden die Bundestrainer Martin Peter und Philipp Zuschlag durch den DPV persönlich schriftlich darüber informiert, dass die Zusammenarbeit aufgekündigt wird.

In der Folge dieser Entscheidung erklärten die Trainer Fritz Gerdsmeier, Andreas Kreile und Frank Lückert solidarisch ihren Rücktritt aus dem DPV-Trainerstab.

In weiterer Folge zogen Manuel Strokosch, Sascha Löh, Moritz Rosik, Christoph Fisch und Marco Lonken die Konsequenz, auf ihren Status als Nationalspieler zu verzichten.

Der DPV bedauert die Rücktritte im DPV-Herren-Senioren-Kader und bedankt sich bei allen Betroffenen für die teilweise jahrelange Unterstützung und die Leistungen auf internationalem Parkett.

Im Folgenden nimmt das Präsidium nun Stellung zu verschiedenen „offenen Briefen“ der Spieler und Trainer.

Was ist die Strategie für eine Trainerentwicklung beim DPV?

In 2018 und den folgenden Jahren wurden umfangreiche Maßnahmen seitens des neuen Präsidiums unternommen, einen eigenen Trainerstab aus Spielern und Spielerinnen des DPVs auszubilden. Seinerzeit gab es nur zwei Trainer für den gesamten Kaderbereich.

Die neuen Trainer wurden zum Teil direkt vom DPV ausgebildet und/oder die Kosten dafür vom DPV getragen. Selbst nach den Rücktritten stehen dem DPV noch fünf Trainer (ein Trainer mit B-Schein, drei Trainer mit C-Schein, ein Trainer in Ausbildung) zur Verfügung, weitere Verpflichtungen stehen kurz vor dem Abschluss.

Wie kam es zu den Entlassungen im Seniorenbereich?

Im Senioren-Kader gab es einen ungewöhnlichen personellen Aufbau an Trainern, da man aus zeitlichen Gründen die vielen Veranstaltungen auf mehrere Schultern verteilen wollte. Dies wurde vom Präsidium genehmigt.

In Folge dessen entwickelte sich eine Eigendynamik im Bereich Kommunikation, einhergehend mit immer größeren Autonomiebestrebungen. Diese „Schieflage“ in der Fremd- und Selbsteinschätzung der Rolle als DPV-Bundestrainer wurde erstmalig am 26. Januar 2020 durch die DPV-Verantwortlichen in einem umfangreichen Dokument analysiert und den Trainern zur Verfügung gestellt. Es folgten persönliche Treffen/Videokonferenzen in unterschiedlichen Besetzungen, die überwiegend ergebnislos blieben.

Eine ausschlaggebende Eskalationsstufe wurde erreicht, als der DPV-Leistungssportausschuss mit den Trainern der Senioren-Kader das neue Organigramm in einer Video-Konferenz besprechen wollte. Hier kam es dann sehr kurz vor dem Meeting zu einem eigenen, recht umfangreichen Papier der Trainer, das einer zeitintensiven Neubewertung bedurfte.

Spätestens jetzt war klar, dass zumindest einzelne Personen unter den Trainern nicht das geringste Verständnis dafür entwickeln wollten, wer im DPV Konzepte erstellt und wer selbige eigenverantwortlich umsetzt. Der DPV-Sportdirektor hat die anberaumte Konferenz daraufhin zunächst auf die Folgewoche verschoben. Als Reaktion hierauf erhielt er unmittelbar die harsche Reaktion eines Trainers, der sich massiv über die Verschiebung beschwerte. Dieser Trainer bekam ebenso unmittelbar eine Indikation, dass man sich auf dem nun erreichten Niveau des Umgangs miteinander von ihm trennen möchte.

In einer eigens hierfür angesetzten Video-Konferenz des DPV-Vorstands wurden dann die Briefe/Gesprächsprotokolle der letzten 3 Monate gesichtet und bewertet. Danach stimmte das DPV-Präsidium einstimmig für eine Trennung von Teilen der Trainer.

Warum nicht schon früher und warum nicht mehr Kommunikation mit den Spielern /-Innen im Vorfeld?

Das Präsidium hatte sich mit Blick auf anstehende Nominierungen und internationale Einsätze dazu entschieden, dass der Leistungssportausschuss genügend Zeit bekommt eine Einigung über ein gemeinsames Konzept mit den Trainern zu erzielen. Spieler und Spielerinnen sollten sich ungestört auf die Meisterschaften fokussieren.

Was erfolgte nach den Kündigungen?

Vor und in der Folge dieser Kündigungen gab es sowohl schriftliche als auch fernmündliche Kommunikation von Spielern zu Funktionären als auch umgekehrt. Dies ist ein völlig normaler Vorgang, der unter anderem in der DPV-Athleten-Erklärung unter Punkt 9 beschrieben wird. Dort wird auch beschrieben, dass Spieler/innen frei in der Wahl sind, mit wem sie beim DPV sprechen möchten.

Zu diesem völlig normalen Vorgang gehört es auch, dass das Präsidium versucht Nationalspieler, die eine Absicht äußern den Kader verlassen zu wollen, zu halten und umzustimmen.

Ist der DPV konzeptlos?

Der DPV hat 2018 einen Strukturplan mit dem DOSB erarbeitet, der bis 2021 Gültigkeit hat. Ferner existiert ein Dokument „Kaderkriterien für den Leistungssport im Deutschen Pétanque-Verband“ welches zusammen mit dem Strukturplan eingereicht wurde. Auf dieser Grundlage erfolgen die Fördermittelbewilligungen mit der Freiheit, Anpassungen in der sportfachlichen Hoheit vornehmen zu dürfen.

Das Dokument für 2021 ist bereits in Vorbereitung und wird noch detaillierter unser Leistungssport-Konzept beschreiben. Zu den Elementen gehören:

  • Einheitliches Leistungssportkonzept durch alle Kaderbereiche (Zusammenführung Jugendliche / Erwachsene)
  • Trainerausbildung (auf aktuellstem Stand)
  • Stützpunktstruktur (in Arbeit)
  • Leistungssportpersonalkonzept (Vorschlag liegt vor)
  • Qualitätsmanagement (in Arbeit)
  • Kaderkonzept (Kaderrichtlinien erledigt)

Fazit :

Wir hoffen Vertrauen, welches wir bei dem einen oder anderen verloren haben, wieder zurückzugewinnen und werden die vergangenen Wochen bei der nächsten Präsidiumssitzung besprechen und entsprechend Anpassungen aus dem Gelernten vornehmen.

In einer nicht einfachen Zeit mit vielen Absagen und sportlichem Stillstand ist es auch normal, dass sich Emotionen ein Ventil suchen. Eine alte Weisheit sagt: „Man trifft sich immer zweimal im Leben.“ Wir sind uns sicher, dass mit der Rückkehr in eine weitestgehende Normalität, sich alle Beteiligten und Betroffenen auf den Bouleplätzen des Landes und der Welt über den Weg laufen, in die Augen schauen und die Hand reichen können.

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Masken beim Boule – zwischen „besser“ und „am besten“ oder „jein“

Das Boulespiel mit einem Mund-/Nasen-Schutz (MNS), wie er in der aktuellen Pandemie zum weltweiten Straßenbild gehört, ist keine wahre Freude. Grundsätzlich ist das Tragen von MNS auch in Deutschland ausschließlich in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen verpflichtend. An der frischen Luft reicht es in der Regel, den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten, um eine Übertragung durch kleinste Tröpfchen, die insbesondere beim ausatmen und sprechen abgesondert werden, weitestgehened zu vermindern oder zu verhindern.

Die Medizinerin und Hygiene-Beauftragte des DBBPV, Dr. Miriam Zago, ist unentschlossen, wenn es darum geht, Empfehlungen pro oder contra Maskenpflicht auf dem Boule-Platz auszusprechen. Mund-/Nasenschutz dient in erster Linie dazu andere nicht anzustecken, wenn man zwar schon infektiös sein könnte, aber noch keine Krankheitssymptome verspürt. Der MNS sollte einen zusätzlichen Schutz zum 2 Meter Abstand gewährleisten, kann den Mindestabstand aber nicht ersetzen. Leider wiegen sich viele mit MNS in falscher Sicherheit und halten den Mindestabstand dann mit MNS nicht mehr ein.

„Wenn es um Prävention geht, gibt es in der Medizin kein ,zu viel‘ sondern nur ein ,zu wenig‘“, erklärt Miriam im Gespräch mit der DPV-Redaktion. „Deshalb ist ein MNS zusätzlich zum 2 Meter Mindestabstand insbesondere im Spiel mit Risikogruppen dringend empfohlen.“

„Ich bin mir sicher, dass es für die Mehrheit der Spielerinnen und Spieler in unserem Sport schwierig wird, sich darauf verpflichten zu lassen“, sagt die Medizinerin, die selbst leidenschaftlich gerne Boule spielt. „Eine Empfehlung meinerseits ist es jedenfalls, die Handlungsempfehlungen (siehe Blatt) und insbesondere die 2 Meter Sicherheitsabstand immer einzuhalten und zumindest für den Aufenthalt in geschlossenen Räumen, WC oder Clubräumen, die, wenn auch nur einzeln, betreten werden dürfen, oder Ähnlichem, einen MNS immer dabei zu haben.“

Grundsätzlich dringend ans Herz zu legen ist auch das ständige Tragen eines MNS auf jeden Fall im Spiel mit Risikogruppen, Boule-Begeisterte mit ernst zu nehmenden Vorerkrankungen und der Gruppe 60+ um diese zu schützen.

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CEP-Wettbewerbe 2020 abgesagt

Auch Mike Pegg, der Präsident der CEP, hat nun die Mitgliedsverbände darüber informiert, dass sämtliche Wettkämpfe auf europäischer Ebene für 2020 abgesagt werden.

In seiner Information an die National-Verbände schreibt er:

„Seitdem die CEP vor einigen Wochen nur die Triplette-Europameisterschaft der Damen verschoben hat, wurden inzwischen sogar fast alle Grenzübergänge in Europa aufgrund der Pandemie geschlossen. Obwohl es Mut macht, zu sehen, dass einige Länder bereits das andere Ende dieses Tunnels erreichen, besteht noch viel Unsicherheit darüber, wann Europa sich wieder ganz öffnen wird.

Es gibt zu viel, was Wissenschaftler und Gesundheitsexperten – und damit die Regierungen – über Covid-19 noch nicht wissen. Die Vereine und Verbände beschäftigen sich fast täglich neu allein mit der grundsätzlichen Frage, ob und in welcher Form überhaupt Pétanque gespielt werden kann.

Vor diesem Hintergrund muss klar sein, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Grenzen in ganz Europa geöffnet und internationale Turniere wieder möglich werden. Allein diese Unsicherheit im Zusammenhang mit der Frage, wann einzelne Nationen wieder ins Ausland reisen dürfen, hat den CEP-Vorstand zu der außergewöhnlichen Entscheidung veranlasst, alle unsere Turniere für 2020 abzusagen.

Dieser Schritt ist sicher einerseits eine Enttäuschung für die Verbände und insbesondere die Spielerinnen und Spieler, andererseits erhoffen wir uns Verständnis dafür, dass den CEP-Verantwortlichen keine andere Wahl blieb.

Wir arbeiten weiter an den Vorbereitungen für die Saison 2021 und 2022, in der Erwartung, dass bis dahin das Leben für uns alle zu einer gewissen Normalität zurückgekehrt sein wird.

Vielen Dank für Eure anhaltende Unterstützung – und bitte bleibt vorsichtig.“

Das Original-Dokument in englischer Sprache kann hier geöffnet werden.

Auch mit vielen Neustarts: es bleibt das schöne Spiel

Am Freitag, dem 08.05.2020, schloss sich der Kreis der Landesverbände, die der mehrheitlichen Entscheidung zur Absage der ansonsten üblichen Wettbewerbe einer Pétanque-Saison für 2020 ihre Zusage gaben. Diese nun allgemein gültige Entscheidung schafft Platz in den Terminkalendern und eine neue Planungssicherheit für alternative Wettkämpfe, die entlang der bestehenden Einschränkungen möglich sind oder werden.

Der Vorstand dankt den Verantwortlichen in den DPV-Landesverbänden für die Unterstützung einer einheitlichen Vorgehensweise zum Wohle und Schutz unserer Mitglieder.

Zur strategischen Neuausrichtung angesichts der besonderen Herausforderungen gehört auch die Berufung einer Verbandsärztin für alle Kugelsportarten unter dem Dach des DBBPV. Hier stehen zunächst die Maßnahmen im Vordergrund, die im Zusammenhang mit Covid-19 zu entwicklen sind, um ein – wie auch immer geartetes – Wettkampfgeschehen überhaupt möglich zu machen. Natürlich werden in diesem Ressort auch noch weitere Themen folgen.

 

Hinweise am Vereinsheim des Klub für Kugelsport Münster e.V.


Der Stadtsportbund Münster lobt die Ausarbeitung des DBBPV zum Thema „Pétanque in Zeiten von Corona"


Eine PDF-Datei der Info „Pétanque in Zeiten von Corona“ kann zum ausdrucken und weiterleiten hier geöffnet werden.

Eine gelungene Argumentationshilfe gegenüber den Kommunen, Landkreisen und Städten, ist das Arbeitspapier des DBBPV unter dem Titel „Petanque in Zeiten von Corona“.

Die Ansprechpartner in den Behörden zeigen sich recht beeindruckt von der Ausarbeitung – sie ist ein klares Signal, dass sich die Verantwortlichen im Pétanque-Sport dezidiert mit den besonderen Herausforderungen der Corona-Zeit auseinandergesetzt haben. 

Es kann allen Vereinen und Spielgemeinschaften nur empfohlen werden, bei entsprechenden Diskussionen mit den Behörden vor Ort, auf das Papier zu verweisen – und es ggfls. ein- oder mehrfach direkt am Spielort auszuhängen.

In der Folge dieser Regelungen, die den Breitensport betreffen, hat der DPV bereits ein erstes Konzept zum Thema „Wettkampfsport in Zeiten von Corona“ erarbeitet.


Ein Klick auf das Bild öffnet die entsprechende PDF-Datei.

Die Konzepte sämtlicher Dachverbände, die beim DOSB eingereicht wurden um politische Entscheidungsvorlagen zu unterstützen, finden sich hier.

Innerhalb des DPV werden die 14tägigen Konferenzen der Landesverbände untereinander, moderiert vom Vorstand, weiter fortgesetzt – auch, um von Fall zu Fall rasche Entscheidungen treffen und auf den Weg bringen zu können. In einem nächsten Schritt wird es um einen Ideenwettbewerb gehen, zu dem die Verbände genauso wie die Vereine und einzelne Personen eingeladen sind, Vorschläge zu machen, wie spannende Wettkampf-Variationen auch mit den aktuellen Einschränkungen realisiert werden können.

Auf der DPV-Homepage werden dann regelmäßig die besten Beispiele vorgestellt, gleiches gilt für Ideen rund um’s Training oder (neuartige) Spielformen, die die geltenden Regelungen berücksichtigen.

Beispiel einer schönen Idee: die „mobile“ Boulebahn inkl. Bastelanleitung

© www.kfk-muenster.de – ein Blick auf die Aktivitäten des Vereins lohnt sich!

Den Anlauf, der jetzt in Richtung bewährter, aber auch neuer, angepasster Wettbewerbe genommen werden kann, nutzen die DPV-Landesverbände und der Vorstand aber auch noch in anderer Weise. Sämtliche Tools und Prozesse, die in den LV und zu DPV-Veranstaltungen zum Einsatz kommen, durchlaufen gerade eine kritische Prüfung. Sicher sind hier auch Erweiterungen und Ergänzungen möglich und nötig. Einzelne Punkte, die der DPV-Präsident in seinem Info-Blatt beschreibt, lassen sich ohne neue Funktionalitäten nicht realisieren. Beispielhaft sei hier die Turnierleitung via Smartphone genannt. Kontaktloses Melden von Ergebnissen in einem Turnier, genauso wie die Auslosung der nächsten Runde inkl. Bekanntgabe der Spielfelder direkt auf das eigene Mobil-Telefon.

Die Trainer und Spieler im DPV-Kader sind beim Thema „Online-Kaderarbeit“ schon einen ganzen Schritt weiter. Via Internet werden hier Videos ausgetauscht, in einer geschlossenen Community diskutiert, Anregungen gegeben und Fortschritte erzielt. Sicher ist ein solches Arbeiten kein Ersatz für den persönlichen Kontakt bei Kader-Trainings und -Sichtungen. Aber es bleibt genauso sicher eine sinnvolle Ergänzung in der Zeit nach der Krise, die eine Menge Kosten für Fahrten und Unterkünfte einsparen kann.

Es kommen neue Zeiten auf den Pétanque-Sport in Deutschland zu – und sie werden so gut, wie wir sie alle miteinander machen.

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Aktuelle Kurzmitteilungen

DBBPV kann Ärztin als Hygiene-Beauftragte gewinnen

Auf seiner nächsten Sitzung möchte der DBBPV-Vorstand die Dermatologin Frau Dr. med. Miriam Zago in das neue Amt der Hygiene-Beauftragten berufen. Miriam wird den Vorständen in Verbänden und Vereinen mit Rat und Tat zur Seite stehen, sollte es im weiteren Verlauf der Corona-Krise im Bezug auf Belange des Pétanque-Sports Informationsbedarf geben. Außerdem ist ihre Expertise gefragt, sollte es zu neuen, erweiterten oder modifizierten Leitlinien seitens des DOSB oder der Bundesregierung kommen.


Klick auf das Bild öffnet die PDF-Datei zum drucken und abspeichern

Leitlinien zum Pétanque-Sport in Corona-Zeiten

Das Dokument mit den Leitlinien des DBBPV zum Pétanque-Sport in Corona-Zeiten wurde noch einmal modifiziert. Es wurde der Hinweis auf die Spielstandanzeiger ergänzt. 

Ausschreibung zum Leistunssportreferenten (m/w/d)

Der DPV sucht als Ersatz für Dirk Beckschulte, der sich nach vielen Jahren des Engagement in dieser Position zukünftig anderen Herausforderungen widmen möchte, eine/n neue/n Leistungssportreferenten. Bewerbungen sind bis zum 24.05.2020 an Jürgen Hatzenbühler möglich.

Der DPV bedankt sich herzlich für die langjährige Unterstützung bei Dirk und freut sich, ihn zu gegebener Zeit auch angemessen zu verabschieden.


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Mitgliedsbeiträge 2020 – ist eine Rückforderung zulässig?

Vereine überlegen, für einige Monate ihren Mitgliedern den Beitrag oder zumindest den Abteilung- bzw. Spartenbeitrag zu erstatten. Laut dem aktuellen Rechtstelegramm der DOSB-Führungsakademie widerspricht die Rückzahlung von Abteilungsbeiträgen dem Gesetz und der Satzung eines gemeinnützigen Vereins und gefährdet die Gemeinnützigkeit.

Auch ist eine temporäre Aussetzung der der Beitragserhebung durch den Vorstand nicht zulässig. Im Rahmen seiner Geschäftsführungspflichten ist er für die Erhaltung des Vereinsvermögens und der Vermögensinteressen des Vereins verantwortlich. Dazu gehört auch das Erheben der fälligen Beiträge nach der Satzung des Vereins. D.h. der Vorstand macht sich gegenüber dem Verein haftbar, wenn er die Beiträge nicht erhebt. Daraus folgt, dass der Vorstand nicht ohne Rechtsgrund und ohne Ermächtigung zumindest der Mitgliederversammlung auf die Erhebung von Beiträgen generell verzichten kann. Der (anteilige) Verzicht auf Beiträge einzelner Mitglieder aufgrund von sozialen Erwägungen bleibt davon natürlich unberührt.

Kreativität gefragt!

Wenn denn dann einst (vielleicht schon in diesem Jahr 2020) wieder größere Pétanque-Veranstaltungen möglich werden, was wären die schönsten Ideen für gemeinsame Wettbewerbe, die die ausgefallenen DM und andere Highlights einigermaßen kompensieren könnten? 

Der DPV freut sich über Vorschläge, die vom bundesweiten 6tete bis zu Feier in der großen Halle mit den besten Spielern des Landes im Kampf um einen dann neu kreierten Titel reichen können: schießen, legen, taktische Finessen!

Unter den besten Vorschlägen verlost der DPV spannende Preise, die deutlich über „eine Kleinigkeit“ hinaus gehen werden!

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Gestalten anstatt zu verwalten

Statement des DPV-Vizepräsidenten Sport, Martin Schmidt, zur Beendigung der Zusammenarbeit mit den Bundestrainern.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es wiederholt deutliche Unterschiede bzgl. der Bewertung von Rollen innerhalb des DPV-Leistungssports gegeben.

So gab es bei den Trainern der Senioren-Kader zunehmend stärkere Abkoppelungstendenzen bis hin zur Autonomie von den verantwortlichen Personen im DPV.  Der von mir im Auftrag des Präsidiums gesteckte Rahmen wurde immer wieder, sowohl in persönlichen Treffen als auch in späteren Videokonferenzen, in Frage gestellt.

Dies betraf Entscheidungen, wie konkret die Zuständigkeiten einzelner Trainer für bestimmte Kader (Frauen, Herren, Senioren 55+) definiert sein und eingehalten werden müssten. Darüber hinaus wurde beansprucht, Entscheidungen über die Teilnahme an Turnieren überwiegend eigenverantwortlich im Trainerstab zu fällen. Hier gab es den klaren Trend, fast nur noch international, und hier am liebsten in Frankreich, anzutreten. Meine Vorschläge (weniger Frankreich, mehr Deutschland/Belgien/Niederlande/Dänemark usw.) verhallten ungehört und wurden im Nachgang zusätzlich wissentlich verkehrt wiedergegeben. Ebenso gab es keine Reaktion auf den Vorschlag, französische Spitzenspieler nach Deutschland zum Training einzuladen.

Die Trainer sind lt. ihren Verträgen individuelle „Auftragnehmer“ und haben jederzeit auch die Freiheit, Aufträge abzulehnen. Vom Leistungssportausschuss ist ausdrücklich gewünscht, dass die Trainer in einem klar strukturierten Team arbeiten. Dies bedeutet, dass einzelne Trainer auch Kadergruppen übergreifend eingesetzt werden (z.B. in Sachen Athletik, Ernährung, Mental) und dass andere Trainer festen Kadergruppen zugeordnet sind.

Gerade in Bezug auf die Verantwortlichkeiten gab es keine Anzeichen, aus denen sich eine Bewegung aufeinander zu erkennen ließ. Der O-Ton eines Bundestrainers in einem Interview: „…haben wir auf Bitten des DPV Namen zu den Kadergruppen geschrieben“, zeigte, dass über eine Umsetzung nicht ernsthaft nachgedacht wurde.

In den Differenzen, die sich aus dieser unterschiedlichen Sicht zwischen DPV-Leistungssport-Ausschuss und Trainerstab auf die beschriebenen Aspekte ergaben, standen die nun betroffenen Bundestrainer als Wort- und Meinungsführer im Vordergrund. Nicht nur der Ton wurde in diesen Auseinandersetzungen immer schärfer, auch der Druck, den die Trainer in Richtung der Verantwortlichen aufzubauen versuchten, nahm zu.

Die komplette Kommunikation mit den Trainern wurde dem Präsidium vorgelegt inkl. deren Vorhaltungen dem DPV-Vizepräsident Sport gegenüber, die an Verunglimpfungen grenzten.

Auf der erreichten Eskalationsstufe blieb dem gesamten DPV-Vorstand keine andere Möglichkeit, als sich in letzter Konsequenz von den beiden betroffenen Trainern zu trennen. Eine weitere, vertrauensvolle Zusammenarbeit konnte ab einem bestimmten Zeitpunkt ausgeschlossen werden. Der DPV bedauert dies zutiefst, sieht sich aber dem sportlichen Erfolg des Verbandes deutlich mehr verpflichtet, als dem Wohlwollen einzelner Personen oder einzelner Gruppen im Pétanque-Sport Deutschlands.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung des DPV-Vorstandes wurden zunächst die betroffenen Trainer – vor der entsprechenden Meldung auf der DPV-Homepage – schriftlich informiert, anschließend gab es durch den Sportdirektor eine detailliertere Darstellung der Umstände für die Kaderspieler – und parallel hierzu wurden alle anderen Bundestrainer in persönlichen Gesprächen über den Stand der Dinge informiert. Dies alles geschah innerhalb eines Tages.

Abschließend stelle ich fest: es soll zukünftig der Team-Geist dominieren, nämlich der eines Teams, bestehend aus den Verantwortlichen im Leistungssport-Ausschuss, allen Trainern und allen Spielerinnen und Spielern. Getragen von gegenseitigem Respekt, übergreifender Leistungsbereitschaft und einem der Sache angemessenen Ton im Umgang miteinander und gegenüber Dritten. Das verspricht Erfolg.

 

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Schlussstrich – Wettkämpfe 2020 abgesagt

In der turnusgemäßen Video-Konferenz der DPV-Landesverbände mit dem Vorstand am 06. Mai 2020 wurde eine abschließende Regelung zum organisierten Wettkampfsport der diesjährigen Saison verabschiedet.

Die Vertreter der Landesverbände stimmten dem Vorschlag des DPV-Vorstands zu, sämtliche geplante Veranstaltungen der Saison 2020, regional und überregional, abzusagen.

Sechs Landesverbände konnten hierfür noch am selben Abend grünes Licht geben, vier weitere Vertreter von Landesverbänden konferieren zu diesem Thema noch einmal am 07. bzw. 08. Mai 2020 mit ihren LV-Vorständen, signalisierten allerdings bereits, dass auch von dieser Stelle ein Konsens zu erwarten ist.

Damit sind sämtliche Liga-Aktivitäten, Qualifikationsturniere, Landes- und Deutsche Meisterschaften für die Saison 2020 im Geltungsbereich des Deutschen Pétanque Verbandes abgesagt.

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Kreativität angefragt – tolle Antworten bekommen!

Die Leitlinien zum sicheren Boulespiel in der aktuellen Krisenzeit sind eindeutig. Aktuell erreichten uns zwei gelungene Beispiele dafür, wie sich sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen.

Wichtig ist nun nur noch, dass sich wirklich alle, die am Spiel teilnehmen möchten, diszipliniert an diese vorläufigen Zusatz-Regelungen halten.

Die Boulefreude Waiblingen haben uns die Nutzung dieses Videos freigegeben, in dem anschaulich erklärt wird, wie auf dem Platz die nötigen Abstände gewährleistet werden. Herzlichen Dank hierfür an Peter Jäckel und seinen Club.

Boulebahn „to go“!

Diese schöne Idee stammt von Henry und Janne Jürgens, beide Mitglied im Klub für Kugelsport Münster. Sie haben jeweils drei blaue und drei rote Beutel genäht, die mit je 300g Aquariumsand gefüllt sind. Verbunden sind die Beutel mit einer 12m langen Schnur, wobei ein Beutel jeweils am Ende angebracht ist und einer genau in der Mitte auf 6m Distanz.

Praktischer Weise habe sie das Set gleich um blaue und rote Zielkugeln ergänzt, mit denen jeweils die unterschiedlichen Teams spielen. Jede/r Spieler/in hat hierbei sein eigenes „Schweinchen“.

Mit diesem Set lässt sich in kürzester Zeit auf jedem Gelände eine Boule-Bahn „definieren“.

Die Schnüre werden einfach ausgerollt und in beliebigem (so vorhandenem) Abstand parallel zueinander auf den Boden gelegt. Dort stabil gehalten werden sie durch die gefüllten Beutel.

Hier ist dann auch klar definiert, dass Team Rot sich während der Partei nur auf der roten Seite und Team Blau nur auf der blauen Seite aufhalten darf. Beim Doublette hat hier bei eine Person die oberen drei Meter, die andere die unteren drei Meter zur Verfügung.

Auf der Schnur sind (hier leider nicht zu erkennen) jeweils zusätzlich 2m-Abstände markiert, so, dass jede/r den korrekten Abstand schnell kontrollieren kann.

Der DPV freut sich auf weitere tolle Ideen! Sowohl nach Waiblingen als auch nach Münster gehen als „Danke schön!" jeweils 10 Original-DPV-Zielkugeln!