Einträge von Christoph Roderig

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Pétanque einmal mehr im Rampenlicht

Die bayerische Landeshauptstadt zeichnet jedes Jahr Sportlerinnen und Sportler aus, um deren persönliche Leistung und ihre Bedeutung für die Sportstadt München zu würdigen. Dabei ist sowohl das überregionale Image der Stadt als auch die Vorbildwirkung für den Nachwuchs von Bedeutung.

Die DPV-Nationalspielerinnen Luzia Beil und Domino Probst haben es mit ihrem dritten Platz bei den Espoirs-Europameisterschaften 2019 in Frankreich auf die große Bühne geschafft. Tobias  Moritz wurde für seinen Sieg bei den Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse Cadets geehrt. Ein großer Auftritt, nicht nur für den DPV-Nachwuchs, sondern für den Pétanque-Sport allgemein.


Deutsche Meister unter sich: Niklas Süle vom FC Bayern München hat sich gerne hinter Tobias Moritz eingereiht.

Präsident Michael Dörhöfer war vor Ort, als die DPV-Espoirs-Damen in St. Elbeuf/Frankreich 2019 den dritten Platz bei den Europameisterschaften errungen hatten. Gerne folgte er der Einladung der beiden Sportlerinnen, auch zu der Ehrung dabei zu sein.

Alles ist Kommunikation

Zur Klausurtagung „Kommunikation im DPV“ im westfälischen Münster waren 18 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland angereist. Der Einladung gefolgt waren Vertreter/innen der DPV-Ressorts „Sport“, „Jugend“, „Schiedrichter“ und „Gleichstellung“, darüber hinaus Vertreter/innen der Landesverbände BaWü, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nord und NRW. Abgerundet wurde das Feld durch fünf Kandidaten, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit im neu zu konstituierenden „DPV-Kommunikationsausschuss“ erklärt hatten. An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank für die vielen Bewerbungen, die auf die Ausschreibung des DPV erfolgt waren! Geleitet wurde die Klausurtagung vom DPV-Vizepräsidenten Kommunikation, Christoph Roderig.

Die Eingangsfrage „Was sind die Ziele der Kommunikation im DPV?“ ließ sich sehr einfach mit dem Zweck des Verbandes beantworten: „Die Förderung des Boule- und Pétanque-Sports in Deutschland“. Eine engere Definition des Begriffes hatte zum Ergebnis: „Alles ist Kommunikation“. Soll heißen, nicht nur Veröffentlichungen auf der Homepage des Verbandes, Flyern oder sonstigem Info-Material, sondern auch das Auftreten der Verantwortlichen, der National-Spieler/innen auf internationalem Parkett, das Erscheinungsbild von Wettbewerben wie Deutschen Meisterschaften, Masters-Turnieren oder dem Länderpokal, vermitteln Botschaften.

„Kommunikation“ ist also nicht nur einseitig, sondern spiegelt sich z.B. auch in den Teilnehmer/innen bei Turnieren wieder: einheitliche Spielkleidung, der Umgang miteinander, ein sportlich faires Auftreten – und das gelebte Bewusstsein, dass man sich nicht auf einem der vielen „Spaß-Turniere“ irgendwo in Deutschland befindet, sondern bei einem Wettbewerb des Deutschen Pétanque Verbandes.

Um es kurz zu machen: eine Ist-Analyse der beschriebenen Faktoren hatte zum Ergebnis, dass es hier sogar noch Verbesserungspotenzial gibt. Selbiges lässt sich umso leichter heben, je besser und enger u.a. die Vereine als Ausrichter von DPV-Wettbewerben bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden. Der zukünftige DPV-Kommunikationsausschuss wird Material erarbeiten, das es leichter macht, Pressemitteilungen zu erarbeiten, Print-Medien zum Event zu erstellen, Sponsoren aus dem Umfeld der Veranstaltung zu gewinnen und die lokale Presse, Funk und sonstige Publizisten vor Ort zu haben. Auch in der Nachberichterstattung ist Unterstützung geplant – und natürlich hat es sich längst etabliert, dass ein Team der DPV-Kommunikation vor Ort ist, um Partien live im Internet zu übertragen und die Interessierten zuhause auch mit weiteren Neuigkeiten zu versorgen.

Reger Austausch bei der DPV-Klausurtagung Kommunikation am 8. und 9. Februar 2020 in Münster/Westfalen.

Aus dem Kreis der Teilnehmer/innen wurde ausdrücklich bedauert, dass am zweiten Tag einer Deutschen Meisterschaft in der Regel die meisten Teams abreisen, sobald sie ausgeschieden sind. Dies ist einer wünschenswerten Atmosphäre bei der Sieger-Ehrung der Deutschen Meister natürlich nicht zuträglich. Hier wird überlegt, wie man Anreize schaffen kann, dass möglichst viele Pétanque-Freunde noch dabei sind, wenn die Pokale für die Besten der Saison übergeben werden. Auch die Choreografie im Zusammenhang mit den Endspielen wurde als verbesserungsfähig angesehen, dies ist ebenfalls eines der ersten Themen im Kommunikationsausschuss.

Neben den Diskussionen über das „Große und Ganze“ in der DPV-Kommunikation, wurden auch einige Details besprochen. So berichtete ein Teil der in ihren Landesverbänden und Vereinen aktive Publizisten z.B., dass es Außenstehende oft irritiert, im Pétanque-Sport „so viele“ Deutsche Meisterschaften vorzufinden. Als ein kleiner Schritt, diese Irritationen abzuschwächen, wurde vorgeschlagen, die Titel Deutscher Meisterschaften leicht abzuwandeln. Nicht mehr „Deutsche Pétanque Meisterschaft Doublette“ oder „Deutsche Pétanque Meisterschaft Triplette“, sondern „Deutsche Meisterschaft Doublette“ oder „Deutsche Meisterschaft Triplette“. Dass es sich um „Pétanque“-Meisterschaften handelt, sollte sich den Betrachtern von Plakaten oder den Lesern entsprechender Berichte von selbst erschließen.

Jenseits der Online-Berichterstattung wird darüber nachgedacht, ein Print-Medium für die Pétanque-Szene in Deutschland ins Leben zu rufen. Quartalsweise oder dreimal im Jahr soll es auf diese Art jeweils Zusammenfassungen aus sportlicher aber auch organisatorischer Sicht des DPV und der Landesverbände geben. Dass dieser Weg der Information längst nicht so „tot“ ist, wie viele im Zeitalter des Internet behaupten, konnte Christoph Roderig am Beispiel anderer „Special Interest“-Publikationen belegen, die sich in ihrer Leserschaft allergrößter Beliebtheit erfreuen. Die Idee wurde in der Runde überwiegend begeistert aufgenommen, Martin Beikirch aus Berlin bietet sich an, die grafischen Arbeiten zu übernehmen, Antje Freudenthal aus dem LV BaWü stellt sich zur redaktionellen Leitung des Mediums zur Verfügung. Es kann allerdings noch kein konkreter Termin genannt werden, wann die erste Zeitschrift erscheint.

Machte sich eifrig Notizen zur späteren Diskussion im Kommunikationsausschuss: DPV-Vizepräsident Christoph Roderig.

Zurück zum Medium Internet erklärte der DPV-Beauftragte Heinz Zabel zunächst rudimentär die Funktionalität der DPV-Homepage, insbesondere, wie hier Beiträge veröffentlicht und einzelne Seiten modifiziert werden. Durch eine spezielle Applikation, das jüngst installiert wurde, gestaltet sich dies kinderleicht – und der DPV darf sich auf eine besondere Vielfalt freuen, wenn es um die zukünftige Berichterstattung geht.

Gleiches gilt für die Präsenz des DPV-Ressorts „Kommunikation“ bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Hier soll das Team auf drei Personen aufgestockt werden, da sich zu zweit gerade einmal eine spannende Live-Übertragung realisieren lässt, viele weitere Informationen aber „auf der Strecke“ bleiben. Weiterhin unterstützt wird das Team vor Ort zukünftig von einem Kollegen am heimischen Schreibtisch. Es wird spannend sein, zu beobachten, welche Qualitätssteigerung entlang dieser neuen Strukturen möglich sind.

Breiten Raum nahm auch das Thema „Kritik“ ein, mit dem Publizisten seit jeher zu tun haben, das aber in Zeiten von Social Media regelmäßig ein wesentlich höheres Volumen erreicht. Hier gibt es den Rat, sich zunächst einmal anzuschauen, von wem die jeweilige Kritik im Einzelnen kommt, wenn man diejenigen nicht ohnehin schon kennt. Ein kurzer Blick auf die Online-Profile der entsprechenden Personen reicht in der Regel zur Entscheidungsfindung, ob es sich lohnt, hier in eine längere Diskussion einzusteigen. Interessant war auch die Erkenntnis, dass es im „richtigen Leben“ – auf Turnieren und zu anderen Anlässen – nach Jahren der „Funkstille“ Komplimente für die Kommunikation des DPV „hagelt“, andererseits aber in Social-Media selten ein gutes Haar an selbiger gelassen wird. Ein zumindest etwas „dickeres“ Fell sollte man also schon mitbringen, wenn man unter seinem Klarnamen veröffentlicht. 

Das Boulodrôme des SC Gremmendorf e.V. in Münster.

Zum Abschluss des theoretischen Teils der Klausurtagung wurde noch die Übertragungstechnik gezeigt und erklärt, mit der die Live-Berichterstattung auf die Monitore der Daheimgebliebenen gestreamt wird. Und damit es nicht gar zu „trocken“ wurde, machte sich die Runde im Anschluss an das Abendessen auf den Weg zum Boulezelt des SC Gremmendorf e.V. im Südwesten Münsters. Hier gilt ein besonderer Dank dem Leiter der Boulesparte des Vereins, Ingo Holz, der den Platz und das Zelt für die Teilnehmer geöffnet hat und während der Exkursionen mit Rat und Tat zur Seite stand.

Im Zelt bekamen diejenigen, die Interesse bekundet hatten, die Live-Übertragungen des DPV zukünftig zu unterstützen, die Gelegenheit, den Umgang mit der Technik auszuprobieren.

Der Verlauf und die Ergebnisse dieser Übungen waren überwiegend sehr unterhaltsam. Ein Highlight war ein Kommentator, der so laut gesprochen hat, dass die Spieler/innen auf der sechs Meter entfernten Bahn jedes Wort mitbekommen haben. „Oh, schon das fünfte Loch in Folge, langsam sollte sich das Team entscheiden zu drehen!“ 


„Trockenübung“, anstatt live zu übertragen wurden Bild und Kommentar natürlich nur aufgezeichnet.

Man nahm es mit Humor. Selbstverständlich muss eine Live-Übertragung so kommentiert werden, dass die Protagonisten auf dem Platz nach Möglichkeit gar nichts davon mitbekommen. 

Ebenfalls lustig war ein Kommentator, der das falsche Spiel beschrieben hat. Um das „Gewusel im richtigen Einsatz“ einigermaßen zu simulieren, stand die Übertragungskamera in ca. 2,50 m Höhe an Bahn 1, auf der eine Partie gespielt wurde. Tatsächlich im Bild übertragen wurde aber die Partie dahinter, auf Bahn 2. Der Mann an der Kamera-Steuerung übertrug also nun sorgfältig die Geschehnisse auf Bahn 2, während der Kommentator beschrieb, was gerade auf Bahn 1 passierte. Insbesondere am nächsten Morgen, als die Aufzeichnungen noch einmal exemplarisch durchgegangen wurden, sorgte dies für große Heiterkeit.

Der DPV-Vizepräsident Kommunikation freut sich nun jedenfalls, neben der bewährten Hilfe durch den Beauftragten für Live-Berichterstattung und Video, Heinz Zabel, gleich fünf weitere Unterstützer für dieses Ressort gewonnen zu haben. Im Rahmen seiner nächsten Sitzung werden dem DPV-Vorstand die Kandidaten für den Kommunikationsausschuss vorgeschlagen – und alle haben sich eindrucksvoll als wertvolle Ergänzung des Teams erwiesen, so, dass einer tatsächlichen Nominierung nichts im Wege stehen sollte.


Der designierte DPV-Kommunikations-Ausschuss (v.l.n.r.): Michael Regelin, Martin Becker, Soeren Voigt, Martin Koch, Hein Fuhrmann.

Für die Pétanque-Sportler/innen im Verband bedeutet dies mehr Vielfalt und mehr Volumen rund um die Ereignisse im DPV. Und mit einer entsprechend weiter gesteigerten Präsenz, auch in anderen Medien als der DPV-Homepage, wird die Unterstützung der Arbeit im Verband gleichzeitig für potenzielle Sponsoren interessanter. Vielversprechende Gespräche laufen in diesem Zusammenhang bereits seit geraumer Zeit – und erste Verträge konnten schon geschlossen werden.

Tag 2 der Klausurtagung wurde ebenfalls noch kurz genutzt, um das Thema „Merchandising“ und „Fan-Shop“ für den DPV zu umreißen. Die ersten Schritte, die in diese Richtung gemacht werden, sind vielversprechend, das Ressort „Kommunikation“ ist guter Dinge, dass noch im ersten Quartal 2020 ein Online-Shop auf der Homepage eröffnet werden kann, der dann z.B. auch den Verantwortlichen im DPV: Trainer/innen, Spieler/innen, Funktionär/innen, die Möglichkeit eröffnet, ihre Ausstattung komfortabel über diese Quelle zu beziehen.

Die Klausurtagung endete relativ abrupt, weil insbesondere diejenigen, die mit der Deutschen Bahn angereist waren, schnellstmöglich vor dem anrückenden Sturm „Sabine“ flüchten wollten. Am Ende sind alle heil nach Hause gekommen und hatten einen großen Koffer neuer, toller Ideen mit dabei – dies wird für alle Pétanque-Begeisterten im DPV zeitnah spürbar werden.

Alfons Schulze-Niehues mit seinem Modell der „DM-Kiste“.

Ein absolutes Highlight der Klausurtagung bot Alfons Schulze-Niehues, der die zukünftige „DM-Kiste“ präsentierte. In dieser sollen alle Materialien, die für eine Deutsche Meisterschaft gebraucht werden, zukünftig verstaut, transportiert und gelagert werden. Um das Ganze möglichst anschaulich zu präsentieren, hat er tatsächlich die Kiste inkl. sämtlichem Inhalt im Maßstab 1:10 nachgebaut. Ein Video seiner Präsentation folgt in Kürze!

Für seine Verdienste um die Entwicklung Deutscher Pétanque Meisterschaften wurde Alfons Schulze-Niehues im Rahmen der Klausurtagung geehrt – hier geht es zu dem entsprechenden Beitrag.

Netzwerktreffen für Frauen

29.03.2020 von 10:00 – 16:00 Uhr

in der Boulehalle in Groß-Gerau (Sportpark 64521 Groß-Gerau Europaring 5)

Zu unserem nächsten Netzwerktreffen für Frauen wollen wir Euch gerne noch einmal nach Groß-Gerau einladen.

Schwerpunkte dieses Treffens wird ein Schießtraining sein, daneben werden wir uns mit taktischen Fragestellungen und Übungen beschäftigen.

Danach werde ich Euch über die Frauenförderung und die neusten Entwicklungen im Petanque Sport informieren.

Programmpunkte:

  • vormittags ca. zwei Stunden Trainingseinheit (Schießen)
  • Danach folgt eine einstündige Mittagspause. Es wäre schön, wenn jede Frau wieder eine Kleinigkeit für ein gemeinsames Buffet mitbringen könnte. Das letzte Buffet war sehr vielfältig und wir haben die mitgebrachten Leckereien genießen können. Getränke sind vor Ort erhältlich
  • Nach dem Mittagessen folgen weitere Trainingseinheiten (ca. 3 Stunden)

Wer im Anschluss noch Lust und Zeit hat Boule zu spielen, ist herzlich eingeladen!

Im Herbst wird das nächste Netzwerktreffen in Berlin stattfinden, die Einladung dafür wird zeitnah an Euch verschickt.

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen per E-Mail!

Schöne Grüße, Susanne Schmidt, Natascha Sieling, Loic Elitog

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DPV-Nationalspielerin als Sportlerin des Jahres

Silvana Lichte bietet dem Pétanque die nächste große Bühne

Mit dem, nicht zuletzt durch das Standard-Werk „Boule-Praxis“, international bekannten Trainer Norbert Koch hat sie schon als Kind viele Stunden beim Pétanque-Training verbracht. Ihre Auffassungsgabe, ihr Talent – und nicht zuletzt ihr Ehrgeiz – haben dafür gesorgt, dass ihr von dort aus der Sprung in die Nationalmannschaft gelungen ist.

Nun steht sie als Spielerin des SV Siemens-Mülheim e.V., wo sie aktuell Ihre Lizenz hat, als „Sportlerin des Jahres“ in eben dieser Stadt an der Ruhr zur Wahl.

Der DPV freut sich für Silvana und für unseren Sport, wenn möglichst viele Petanque-Enthusiasten ihre Stimme für sie abgeben. 

Zum Online-Voting geht es hier!

Ehrung für Alfons Schulze-Niehues

Überraschung für „Mr. Pétanque DM“, Alfons Schulze-Niehues

Im Rahmen einer Klausurtagung zum Thema „Kommunikation im Deutschen Pétanque Verband“ überraschte der DPV den „Macher“ der modernen Deutschen Pétanque Meisterschaften, Alfons Schulze-Niehues, mit einer Ehrung.

Der DPV Vizepräsident Kommunikation, Christoph Roderig, bat im Rahmen der Klausurtagung „willkürlich“ Alfons Schulze-Niehues und Wilfried Falke (der natürlich eingeweiht war) sich vor den „Green Screen“ zu stellen, um dort einmal die Möglichkeiten der Technik in diesem Bereich darzustellen.

Tatsächlich wurde Alfons Schulze-Niehues durch den ehemaligen DPV-Vizepräsendenten Inneres, Wilfried Falke, für seine Verdienste um die Deutschen Pétanque Meisterschaften geehrt.

Alles Weitere im (vorgeblich zu „Schulungs-Zwecken“) gedrehten Video:

Ehrung: Klaus Endress rückt Pétanque ins Rampenlicht

Seit 1996 wird der Trainerpreis Baden-Württemberg verliehen. Mit ihm werden Trainerinnen und Trainer gewürdigt, die durch herausragende Leistungen, außergewöhnliche sportliche Erfolge ihrer Athleten sowie besondere pädagogische Fähigkeiten auf sich aufmerksam gemacht haben. Diese und mehr Faktoren vereint der Baden-Württemberger Pétanque-Trainer Klaus Endress auf sich – und der ganze DPV platzt vor Stolz darüber, dass ihm zum einen diese verdiente Trophäe verliehen wurde und er zum anderen dadurch dafür gesorgt hat, dass der Pétanque-Sport sich in so einem exklusiven Umfeld präsentieren konnte.


Winfried Götz (links), Landesgeschäftsführer der BARMER Baden-Württemberg, überreichte Klaus Endress den Sonderpreis dieser Institution.

Klaus Endress engagiert sich sowohl im Mannheimer SC Käfertal, als auch im TSV Badenia Feudenheim als Trainer. Darüber hinaus ist er kompetenter Ansprechpartner im Landesfachverband Baden Württemberg. Sein besonderes Augenmerk gilt der Jugendarbeit, fast ganzjährig – jedenfalls in der Freiluft-Saison – ist er mit Nachwuchstalenten  auf Turnieren präsent. Seine besondere Art, technische Feinheiten und taktisches Verhalten zu vermitteln, ist insbesondere deshalb so erfolgreich, weil er immer auch darauf achtet, dass die jungen Sportler/innen darüber nicht den Spaß am Spiel aus den Augen verlieren.

Neben den Kinder und Jugendlichen, die durch Freude oder Familie an den Pétanque-Sport herangeführt wurden, betreut Klaus Endress seit 14 Jahren eine Kooperation mit den Feudenheimer und Käfertaler Grundschulen, wo aufgrund seiner Initiative Pétanque zum Sportunterricht gehört.

Der DPV gratuliert herzlich zu dieser tollen Auszeichnung für jahrelanges Engagement und bedankt sich noch einmal für die Möglichkeit dieses öffentlichkeitswirksamen Auftritts unseres schönen Spiel-Sports bei Klaus Endress!

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Sportliches Spiel ersetzt spielerischen Sport

DPV-Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler begrüßt die Sportler/innen beim ersten Hauptlehrgang zum DPV-Kader 2020.

Mitte Januar 2020 fand in der Boulehalle im saarländischen Gersweiler der Hauptlehrgang aller DPV-Kader – von den U18-Junioren bis hin zu den Senioren der 55+ Kategorie – statt. Die Direktive der Trainerstäbe aller Kader, rund um Sportdirektor Jürgen Hatzenbühler, lautete: Prüfung, Abgleich und Ergänzung der Instrumente und Methodik in der Wettkampf-Vorbereitung. Der internationale Pétanque-Sport gewinnt immer mehr an Athletik. Faktoren wie Fitness, Kondition, gezielte Koordination und mentale Disposition haben heute ein viel größeres Gewicht, als es noch vor fünf bis zehn Jahren war. Mit Jürgen Hatzenbühler sprechen wir über die Vorbereitung, Durchführung und die Ergebnisse des Lehrgangs.

DPV: Jürgen, mehr als 50 Spielerinnen und Spieler der unterschiedlichsten Altersklassen, vom Teenager bis zum Aktiven, in einer für unsere Sportart auch relevanten Gruppe, der Ü55 unter einem Dach. Und das alles gleichzeitig und das alles mit der Maßgabe, den Ansprüchen aller Teilnehmenden individuell genauso wie denen einzelner Teams gerecht zu werden – geht das?

JH: Natürlich funktioniert das – und hier hatten wir auch nicht die geringsten Bedenken. Es funktioniert, weil es dem DPV über die knapp zwei Jahre gelungen ist, einen personell und mit Bezug auf die Kompetenzen entsprechend leistungsstarken Kreis an Trainerinnen und Trainern, der sich immer noch weiterentwickelt und selbst fort- und weiterbildet, aufzubauen. Hier sind die Strukturen und Aufgaben in den einzelnen Bereichen definiert und dies führt zu einer sehr zielgerichteten Arbeit, die schneller messbare Ergebnisse liefert. Trotz des breit aufgestellten Teams hatten alle – insbesondere im Zusammenhang mit den neueren Trainingsmethoden – drei Tage lang ein extrem volles Programm mit ihren Leistungskadern. Die Aufgaben sind dabei klar zugeordnet: Stefanie Schwarzbach und Martin Kuball betreuen die Junioren, Daniel Dias und Marco Kowalski die Espoirs. Die Arbeit rund um die Kader der Senioren Damen und Herren koordiniert Philipp Zuschlag. Einen besonderen Fokus auf das Damen-Team hat Sebastian Lechner, bei den Senioren-Herren ist Martin Peter der Ansprechpartner für die Spieler. Die Themen „Fitness und Athletik“ bekommen mehr Aufmerksamkeit im Kadertraining, diese Schwerpunkte betreuen Andreas Kreile und Fritz Gerdsmeier.

Trotz dieser Zuordnungen wollen wir hier die „Systemkomponente Trainer“ noch offener über die hier gemachten Zuordnungen weiter entwickeln und noch mehr zwischen diesen Gruppen Synergien schaffen.

In der Summe stehen hier also 10 Trainer und Coaches einer Gruppe von fast 60 Spieler/innen zur Verfügung. Das ist ein Verhältnis, das in Ordnung ist, aber am ehesten noch „Luft nach oben“ hat, als in die andere Richtung.

Die Video-Analyse ist fester Bestandteil der Trainings und Sichtungen.

DPV: Nun hast Du alle Kader genannt, bis auf das neue, die Altersklasse 55+. Wer steht dieser Gruppe als Coach zur Seite?

JH: Zunächst einmal bin ich froh, dass wir im DPV nun den Schritt getan habe, ein Kader der Altersklasse 55+ ins Leben zu rufen. Wenn wir uns die letzten Europameisterschaften der sogenannten „Veteranen“ anschauen, dann stellen wir fest, dass sogar Frankreich diesen Wettbewerb inzwischen so ernst nimmt, dass sie den „Jahrhundertspieler“ Christian Fazzino und eine weitere Legende – die Bezeichnung hat er verdient – wie Marco Foyot ins Rennen schickt. Das ist nicht der einzige Grund, warum es sich kein Nationalverband mehr erlauben will, die jeweiligen Meister eines Jahres als Vertreter dort hin zu schicken. Und, machen wir uns nichts vor, diese Altersklasse ist auch im DPV zahlenmäßig beachtlich vertreten.

Für uns als sportlich Verantwortliche, ist dieses Kader natürlich Neuland. Wir haben es hier mit extrem erfahrenen Spielern zu tun, die alle gleich mehrere nationale Titel aufeinander summieren. Wir stehen hier am Anfang eines Prozesses, der dann auch klare Zuordnungen noch bringen wird.

DPV: Ist denn schon abschließend geklärt, welche Spielerinnen und Spieler in welchem Kader den DPV ab, bzw. im Jahr 2020 auf internationalem Parkett vertreten?

JH: Nein. Die Nominierungen sind ein Prozess, in den nicht nur die Trainer, sondern auch die Spieler/innen involviert sind. Man darf eines nicht vergessen: neben den technischen Qualitäten, der mentalen und taktischen Stärke, müssen die DPV-Kaderspieler/innen auf lange Sicht vor allem eines zur Verfügung stellen – und das ist Zeit. Nach wie vor ist auch die Teilnahme an Welt- oder Europameisterschaften aus Sicht der Sportler/innen ein – natürlich anspruchsvolles – „Hobby“. Das heißt, sie opfern hierfür Freizeit und Urlaubstage. Manch eine/r bekommt auch von seinem Arbeitgeber nicht die passenden Zeitfenster zur Verfügung gestellt, um „mal eben“ in Europa oder interkontinental für den DPV im Kreis zu stehen. Und das ist ein Faktor, der viel zu wenig berücksichtigt wird, wenn es aus den Reihen der Interessierten und Fans rund um den DPV heißt: „Wieso haben die den- oder diejenigen aufgestellt?“ Nicht selten haben solche Entscheidungen damit zu tun, ob die Personen Zeit haben, bzw. sich die Zeit nehmen können.

Also nochmal: sicher wissen wir schon zu 80%, wer in den einzelnen Kadern zu einer festen Größe werden wird. Aber: es ist noch nicht spruchreif, es muss noch abgewogen – und aus den beschriebenen Gründen mit den betreffenden Spieler/innen abschließend geklärt werden. Da sind nicht immer alle Kalender griffbereit, wenn es darum geht, wer denn überhaupt die Zeit zu den jeweiligen Terminen opfern kann.


Die Espoirs bei einer Zwischenbesprechung zum Stand der Dinge.

DPV: Beim Hauptlehrgang war von „neuer Methodik, neuen Instrumenten“ in der sportlichen Vorbereitung die Rede, was darf man sich darunter vorstellen.

JH: Das Trainer-Team hat hier die Hinweise aus den Kreisen der sportlichen Führung und die eigenen Erkenntnis aus eigenen Antrieb und mit sehr guten neuen Ansätzen entwickelt und eine sehr gute Blaupause für die weitere Arbeit geschaffen, die sich nun Stück für Stück erweitert und konkret umgesetzt wird.

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier nur mit Stichworten konkreter werde  – und das fängt ganz harmlos an: „Fitness / Kondition“. Es ist nicht so, dass da in der Vergangenheit überhaupt kein Wert darauf gelegt wurde, aber nach unserer Beobachtung – insbesondere bei den letzten internationalen Einsätzen unserer Teams – ist auch hier noch „Luft nach oben“. Es ist nichts Neues, dass man bei einer WM oder EM bis gleich mehrere Spiele an einem Tag bestreitet, aber es ist eine sehr junge Entwicklung, dass einige Teams deutlich schneller abbauen, als andere. Und wir wollen halt mit den DPV-Mannschaften zukünftig zu denen gehören, die einen längeren Atem mitbringen. Ob und wie sich das im Einzelfall realisieren lässt, haben wir an diesem Wochenende getestet und kommen mit belastbaren Ergebnissen zurück.

Zweites Stichwort: „Taktik und Spielzüge“. Hier bringen alle Kaderspieler – ein paar Jugendliche vielleicht weniger – eine Menge eigener Erfahrung und Einschätzungen mit. Aber: das ist halt nicht einheitlich. Durch eine gemeinsame Arbeit an diesen Themen wird es dem Trainerstab gelingen, eine „DPV“-Taktik zu etablieren, entlang derer sehr klar und ohne großes Grübeln umzusetzen ist, wie sich unsere  Nationalspieler/innen in bestimmten spielerischen Situationen verhalten. Das reduziert Unsicherheiten, das reduziert Diskussionen – und das wirkt vor allen Dingen mental in Richtung der gegnerischen Teams, wenn eine Mannschaft ebenso ge- wie entschlossen agiert.

DPV: Wann können wir mit Informationen der einzelnen Trainer über deren individuelle Erkenntnisse in ihren Kadern rechnen?

JH: Wenn es nach mir geht: gar nicht! Sorry, wenn ich das so deutlich sage, ich weiß, Ihr seid als „Sprachrohr des DPV“ immer heiß darauf, möglichst zeitnah und möglichst detailliert zu berichten – aber auf dem Niveau wäre das eher kontraproduktiv. Denn: die Informationen, die Ihr über einzelne Spieler und Team-Zusammenstellungen verbreitet, die lesen diese Personen auch selbst. Und das ist nicht immer besonders erbauend. Darüber hinaus haben wir – wie in allen Sportarten in Deutschland – eine Menge Experten, die sich auf solche Informationen stürzen, diese bewerten und wenig hilfreiche Vorschläge machen, was man mit wem wo besser machen kann. Und das braucht kein Mensch, vor allen Dingen nicht unsere Spieler/innen, wenn sie befreit und erfolgreich aufspielen sollen.

Außerdem laufen da auch noch eine ganze Zeit lang die Auswertung der Berichtsbögen, der Zeitlupen-Video-Mitschnitte, der taktischen und strategischen Erkenntnisse. Auch unsere Coaches und Trainer/innen erledigen diese Aufgaben neben ihrem normalen Berufsleben – und da wäre es schlicht unangemessen, Informationen einzufordern, bevor sie für den sportlichen Erfolg dann gebraucht werden.

DPV: Ein schönes Schlusswort – Danke für das Gespräch.

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Hauptlehrgang des DPV-Kaders

Am Wochenende des 18./19. Januar 2020 fand in der Boulehalle Saarbrücken/Gersweiler ein Hauptlehrgang des DPV-Kaders statt. Pünktlich um 9:00 Uhr begann am Samstag, dem 18. Januar 2020 der Lehrgang aller Kadergruppen des DPV. Die Kader der Jugend, Espoirs, Senioren und der Altersgruppe 55+ (alle w/m) und ihre Trainer und Coaches wurden kurz von Sportdirektor Jürgen […]

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DPV-Turnierserie „Masters“ auf Erfolgskurs

Nach aktuellem Stand wird es 2020 in Deutschland acht DPV-Masters-Turniere geben, zwei in der Disziplin Doublette, die anderen als Triplette. Neben den seit vielen Jahren etablierten Turnieren in Düsseldorf, Edingen und  Stuttgart begrüßt der DPV in der Saison 2020 auch drei „Neulinge“ in der Masters-Serie: Diefflen, Münster und Viernheim – außerdem werden Fürth und Fehmarn […]