Aktivitäten jenseits des organisierten Wettkampf-Sports

Der DPV plant in enger Abstimmung mit den Landesverbänden vom 12. – 20. September 2020 ein mehrtägiges Pétanque-Fest mit unterschiedlichen Turnier-Formen, Workshops, Vorträgen und einem kulturellen Rahmen-/ Unterhaltungs-Programm.

Sehr wahrscheinlich wird die DPV-Fête de la Pétanque auf dem großzügigen Gelände des TSV 1877 Waldhof-Mannheim stattfinden. Die Stadt und der Veranstaltungsort sind für alle Teilnehmer/innen gut erreichbar und verfügt über eine ausgezeichnete Anbindung via öffentlicher Verkehrsmittel. Der besondere Dank für die Bereitstellung der Plätze und Einrichtungen gilt dem Leiter der dortigen Boule-Sparte, Dieter Stohr. Ein entsprechendes Hygiene-Konzept mit sanitären Anlagen, Raum-Aufteilungen drinnen und draußen, Catering und sonstigen Erfordernissen in Krisen-Zeiten ist mit der DBBPV-Beauftragten Dr. Miriam Zago in Arbeit. An dieser Stelle muss allerdings schon erwähnt werden, dass die Durchführung sehr stark davon abhängt, wo Deutschland und insbesondere die betreffende Kommune zu diesem Zeitpunkt in Sachen „Covid-19-Bewältigung“ stehen. Den Planern und Planerinnen ist es klar, dass jeglicher Aufwand in dieser Sache kurzfristig umsonst gewesen sein kann. Trotzdem gilt der positive Blick nach vorne.

Eröffnet werden soll der Reigen mit einem „DPV 55+ Cup“. Hier treten die Veteranen in einem auf 128 Teams limitierten Feld am Samstag und Sonntag gegeneinander an. Jedes Team nimmt zu viert teil: drei Spieler/innen plus Ersatz, der auch in der laufenden Partie eingewechselt werden kann. Es werden für diesen Wettbewerb (genau wie für alle anderen) im Rahmen des Events keine Ranglisten-Punkte vergeben. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich niemand bemüßigt fühlen soll, dort teilnehmen zu müssen, um in der Rangliste nicht ins Hintertreffen zu geraten. Dafür werden bei diesem und den anderen Turnieren Preisgelder ausgeschüttet. Ebenfalls für alle Turniere gilt, dass den Ausgeschiedenen Mini-Turniere angeboten werden.

Die folgende Woche bietet dann zu unterschiedlichen Uhrzeiten Workshops, Seminare und Vorträge in Sachen Pétanque – sowohl in Bezug auf den Wettkampfsport, als auch (und insbesondere) in Bezug auf den Breitensport. Themen werden neben „Training“ und „Regelkunde“ auch „Turnierformen“ sowie die erfolgreichen Programme des Landesverbandes NRW „Bewegt älter werden“ und „Bewegt gesund bleiben“ sein. Letztere beschäftigen sich u.a. mit der spannenden Frage, wie es gelingt, mehr Menschen für das Boulespiel und den Pétanque-Sport zu begeistern. Abgerundet werden diese Tage durch die Möglichkeit, das neue „DPV-Breitensport-Abzeichen“ in Bronze, Silber oder Gold zu absolvieren – nähere Informationen hierzu folgen. Und natürlich werden über die ganze Woche unterschiedlichste Turnierformen angeboten.

Der Plan ist es, die Angebote so zeitlich versetzt zu gestalten, dass grundsätzlich jede/r die Möglichkeit hat, z.B. an allen Workshops einmal teilgenommen zu haben. Hierfür kann man einen oder mehrere Tage einplanen. Die Regelungen zum Besucher/innen-Fluss und der damit einhergehenden Maximal-Zahl von Teilnehmer/innen pro Tag werden noch ausgearbeitet. Voraussichtlich wird es eine Online-Anmeldung zu den einzelnen Events geben.

Abgerundet wird die DPV-Fête de la Pétanque am Wochenende vom 19. auf den 20. September 2020 durch einen DPV-Quartett-Cup. Auch hier können pro Team vier Spieler/innen gemeldet werden – und auch dieses Turnier ist auf 128 Mannschaften begrenzt. Ebenfalls werden keine Ranglistenpunkte vergeben, den ausgeschiedenen Teams bieten sich Miniturniere – und für die vorderen Plätze werden am Sonntag Preisgelder ausgeschüttet.

Für den Jugend-Bereich wird nach einer anderen Lösung gesucht, hier gibt es noch Diskussionen über Art und Ort diverser Veranstaltungen, die ebenfalls Rückenwind in die Saison 2021 geben sollen.

In der nächsten Video-Konferenz der DPV-Landesverbände mit dem Vorstand werden weitere Details besprochen. Unter anderem die Frage danach, mit welchen Instrumenten die LV ihre Teilnehmer/innen für die beiden DPV-Cups in Mannheim bestimmen. Ein Vorschlag ist es, dass sich dieser Verteilschlüssel an denen der üblichen DPV-Meisterschaften orientiert. Weitere Informationen folgen auf der DPV-Homepage.

Den Vereinen und LV, die bereits wieder Veranstaltungen durchführen dürfen, wünscht der DPV ein gutes Gelingen und sportlich bereichernde Momente mit ein- und umsichtigen Teilnehmer/innen. Bleibt alle gesund!

Das Boulespiel mit einem Mund-/Nasen-Schutz (MNS), wie er in der aktuellen Pandemie zum weltweiten Straßenbild gehört, ist keine wahre Freude. Grundsätzlich ist das Tragen von MNS auch in Deutschland ausschließlich in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen verpflichtend. An der frischen Luft reicht es in der Regel, den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten, um eine Übertragung durch kleinste Tröpfchen, die insbesondere beim ausatmen und sprechen abgesondert werden, weitestgehened zu vermindern oder zu verhindern.

Die Medizinerin und Hygiene-Beauftragte des DBBPV, Dr. Miriam Zago, ist unentschlossen, wenn es darum geht, Empfehlungen pro oder contra Maskenpflicht auf dem Boule-Platz auszusprechen. Mund-/Nasenschutz dient in erster Linie dazu andere nicht anzustecken, wenn man zwar schon infektiös sein könnte, aber noch keine Krankheitssymptome verspürt. Der MNS sollte einen zusätzlichen Schutz zum 2 Meter Abstand gewährleisten, kann den Mindestabstand aber nicht ersetzen. Leider wiegen sich viele mit MNS in falscher Sicherheit und halten den Mindestabstand dann mit MNS nicht mehr ein.

„Wenn es um Prävention geht, gibt es in der Medizin kein ,zu viel‘ sondern nur ein ,zu wenig‘“, erklärt Miriam im Gespräch mit der DPV-Redaktion. „Deshalb ist ein MNS zusätzlich zum 2 Meter Mindestabstand insbesondere im Spiel mit Risikogruppen dringend empfohlen.“

„Ich bin mir sicher, dass es für die Mehrheit der Spielerinnen und Spieler in unserem Sport schwierig wird, sich darauf verpflichten zu lassen“, sagt die Medizinerin, die selbst leidenschaftlich gerne Boule spielt. „Eine Empfehlung meinerseits ist es jedenfalls, die Handlungsempfehlungen (siehe Blatt) und insbesondere die 2 Meter Sicherheitsabstand immer einzuhalten und zumindest für den Aufenthalt in geschlossenen Räumen, WC oder Clubräumen, die, wenn auch nur einzeln, betreten werden dürfen, oder Ähnlichem, einen MNS immer dabei zu haben.“

Grundsätzlich dringend ans Herz zu legen ist auch das ständige Tragen eines MNS auf jeden Fall im Spiel mit Risikogruppen, Boule-Begeisterte mit ernst zu nehmenden Vorerkrankungen und der Gruppe 60+ um diese zu schützen.

Die Leitlinien zum sicheren Boulespiel in der aktuellen Krisenzeit sind eindeutig. Aktuell erreichten uns zwei gelungene Beispiele dafür, wie sich sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen.

Wichtig ist nun nur noch, dass sich wirklich alle, die am Spiel teilnehmen möchten, diszipliniert an diese vorläufigen Zusatz-Regelungen halten.

Die Boulefreude Waiblingen haben uns die Nutzung dieses Videos freigegeben, in dem anschaulich erklärt wird, wie auf dem Platz die nötigen Abstände gewährleistet werden. Herzlichen Dank hierfür an Peter Jäckel und seinen Club.

Boulebahn „to go“!

Diese schöne Idee stammt von Henry und Janne Jürgens, beide Mitglied im Klub für Kugelsport Münster. Sie haben jeweils drei blaue und drei rote Beutel genäht, die mit je 300g Aquariumsand gefüllt sind. Verbunden sind die Beutel mit einer 12m langen Schnur, wobei ein Beutel jeweils am Ende angebracht ist und einer genau in der Mitte auf 6m Distanz.

Praktischer Weise habe sie das Set gleich um blaue und rote Zielkugeln ergänzt, mit denen jeweils die unterschiedlichen Teams spielen. Jede/r Spieler/in hat hierbei sein eigenes „Schweinchen“.

Mit diesem Set lässt sich in kürzester Zeit auf jedem Gelände eine Boule-Bahn „definieren“.

Die Schnüre werden einfach ausgerollt und in beliebigem (so vorhandenem) Abstand parallel zueinander auf den Boden gelegt. Dort stabil gehalten werden sie durch die gefüllten Beutel.

Hier ist dann auch klar definiert, dass Team Rot sich während der Partei nur auf der roten Seite und Team Blau nur auf der blauen Seite aufhalten darf. Beim Doublette hat hier bei eine Person die oberen drei Meter, die andere die unteren drei Meter zur Verfügung.

Auf der Schnur sind (hier leider nicht zu erkennen) jeweils zusätzlich 2m-Abstände markiert, so, dass jede/r den korrekten Abstand schnell kontrollieren kann.

Der DPV freut sich auf weitere tolle Ideen! Sowohl nach Waiblingen als auch nach Münster gehen als „Danke schön!" jeweils 10 Original-DPV-Zielkugeln!

Die Konzepte, die die DPV-Landesverbände beim DOSB für einen Pétanque-Sport entlang der 10 Hygiene-Leitplanken des Bundes eingereicht haben, sollen nicht nur Lippenbekenntnisse sein. Hier gibt es nun einen ersten Vorschlag, wie insbesondere der nötige Abstand im Verlaufe einer Partie problemlos gewahrt werden kann.

Anders, als wir es aus unserem Regelwerk kennen, sind vorläufig nicht nur 2m Abstand zum Gegner und zum Schiedsrichter einzuhalten, sondern auch zu den Mitspieler/innen unseres eigenen Teams.

Um das möglichst einfach zu gestalten, gibt es diesen Vorschlag, wie eine Boulebahn in 2m-Zonen eingerichtet wird. Gleichzeitig wird klar definiert, in welchem Bereich sich Spieler/innen von Team A aufzuhalten haben, wenn sie gerade keine Kugel werfen dürfen, und in welchem Bereich Team B.

Und auch, wenn sich beide Spieler/innen eines Teams auf dem Spielfeld befinden, bieten die 2m-Einteilungen (Zonen) eine gute Orientierung, ob man gerade den Abstand einhält, der gefordert ist.

Alles weitere erklärt sich in dem kleinen Video:

DPV-Gleichstellungbeauftragte Susanne Schmidt

Das nächste Netzwerktreffen für Frauen, am 29. März 2020 in der Boulehalle Groß-Gerau ist vollständig ausgebucht. Hier können nur noch die Nachrückerinnen auf der entsprechenden Liste berücksichtigt werden.

Im Herbst wird das nächste Netzwerktreffen in Berlin stattfinden – die Einladung hierzu wird zeitnah verschickt.

Die Macher des Trainings-Leitfadens „Boule-Praxis“, Norbert Koch und Michael Weise, bieten in der Vorweihnachtszeit einen Sonder-Rabatt. Mit einem Nachlass von 10% kann der Ordner, der aktuell rund 80 wetterfeste Trainingsfolien plus einem Begleitheft bietet, ambitionierten Pétanque-Freunden unter den Weihnachtsbaum gelegt werden.

Wie gehabt beinhaltet der Praxis-Leitfaden auch einen Code, mit dem auf der Homepage zum Thema Videos angeschaut werden können, die die Übungen noch nachvollziehbarer darstellen.

Der Trainings-Leitfaden „Boule-Praxis“ wird vom DPV empfohlen. Wir freuen uns, wenn er eine möglichst breite Verteilung findet und so einen wichtigen Beitrag zur Steigerung des sportlichen Pétanque in Deutschland leistet.

Mit einem Klick auf das Bild geht es zur Website des Leitfadens, wer beim Abschluss der Bestellung den Code

TT2019BPO

eingibt, erhält die 10% Nachlass.

Im September empfing Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Hallenser Engelbert Eising und den Husumer Wolfgang Lorenzen in Berlin – beide sind Silber- und mehrfach Bronze-Gewinner im Pétanque und Tischtennis bei den World Transplant Games in Newcastle (UK), die im August dieses Jahres stattfanden.

Für Eising und Lorenzen, die beide nierentransplantiert sind, ist der Sport nicht nur wichtig für die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch Ansporn. Mit der Teilnahme an diesen weltweit beachteten Meisterschaften schaffen sie ein Bewusstsein dafür, dass es sich lohnt die Hoffnung niemals aufzugeben.

„Transdia Sport Deutschland e.V.“ gibt Transplantierten und Dialyse-Patienten eine sportliche Heimat, denn Sport hat immer positive Auswirkungen für die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der körperlichen Leistungsfähigkeit, auf das Selbstbewusstsein sowie generell für die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Lebensqualität. Ganz besondere Highlights sind die aller zwei Jahre stattfindenden Weltspiele für Organtransplantierte sowie die Europäischen Spiele der Organtransplantierten und Dialysepatienten.
Bei den World Transplant Games in Newcastel 2019 nahmen 2300 Athleten aus 59 Nationen teil. Im Petanque Einzel konnte sich Wolfgang Lorenzen unter 46 Teilnehmern in seiner Altersklasse 60 – 69 Jahre den 9. Platz erkämpfen und Engelbert Eising den 28. Platz von 46 Teilnehmern in der Altersklasse 50 – 59 Jahre.

Die drei Bestplatzierten auf dem Siegertreppchen. Foto: Stefan Endrich

Als Doublette konnte das deutsche Team sogar Bronze erspielen, leider mussten sich Eising/Lorenzen gegen Van der Westhuizen/Lombard aus Süd Afrika geschlagen geben. Den ersten Platz erreichten hier die Thailänder Phakchiraphatthansasiri/Kailas.

Erst im Frühling hatte Engelbert Eising Unterstützung vom „Bamboule Halle e.V.“ erhalten, um einige Tricks zu erlernen. Zur gleichen Zeit ist Wolfgang Lorenzen im Verein  „Die Geest-Bouler“ eingetreten, um auch dort Unterstützung zu erhalten. „Für die erste Teilnahme im internationalen Wettbewerb waren wir sehr zufrieden“ sagte Eising. Im nächsten Jahr finden die Spiele für Dialysepatienten und Transplantierte in Dublin statt und die nächsten World Transplant Games im Jahr 2021 in Housten/Texas.

Bei der Deutschen Meisterschaft 2020 in Simmern (Rheinland-Pfalz), die von Transdia Deutschland e.V. ausgetragen wird, möchte das Petanque-Doublette Eising/Lorenzen nochmals starten.  

Ende des vergangenen Jahres standen rund 9.400 Patienten in Deutschland auf der Warteliste, um ein lebensrettendes Organ zu erhalten. Statistisch gesehen sterben täglich etwa 3 von ihnen, da für sie nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Ziel sollte sein in der Gesellschaft eine Akzeptanz für die Widerspruchsregelung bei der Organspende zu schaffen, wie sie in fast allen EU Nachbarländern schon praktiziert wird z.B. in Belgien, Bulgarien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei und Ungarn.

Seit dem 07.08.2019 verfügt der Deutsche Pétanque Verband über einen neuen Sportausschuss. Die ersten Themen, die das Gremium aufgegriffen hat, drehen sich um die Chancen für eine 2. Bundesliga, um den EuroCup und die DPV-Masters-Turnierserie. Außerdem steht als „zarte Blüte“ das Thema „Breitensport“ auf der Agenda – Angebote für Petanque-Begeisterte jenseits der Ranglisten und Meisterschaften.

DPV-Vizepräsident Martin Schmidt freut sich auf die Unterstützung durch den Ausschuss, der unter seiner Ägide aktiv die sportlichen Belange im Verband gestalten wird:

Ingeborg Weber
Generalsekretärin
LV BaWü
Sabine Friedel
Sportchefin
LV Ost

Uwe Büttner
LV Bayern

Herbert Dressbach
Länderpokal-
Beauftragter DPV
Jürgen Hatzenbühler
Sportdirektor DPV
Martin Schmidt
Vizepräsident Sport