Rote Karte jetzt auch beim Pétanque

in Deutschland

Dem Vorbild des Mutterlandes des Pétanquespiels folgend führt der Deutsche Pétanque Verband für seine Wettbewerbe das Anzeigen von Spielsanktionen durch Karten ein. Die gelbe Karte steht für eine Verwarnung, die orange Karte für den Entzug von einer oder zwei Kugeln und die rote Karte für den Ausschluss für das Spiel oder die Disqualifikation für den Wettbewerb.

Die Einführung von Karten hat sich in Frankreich bereits bewährt und dient dazu bei Spielern, Mit- und Gegenspielern und Zuschauern eine Sanktion zu signalisieren und damit für mehr Transparenz bei  Schiedsrichterentscheidungen zu sorgen.

Das Präsidium des DPV hat diese Regelung bereits 2009 beschlossen, ab der Saison 2010 wird sie für alle Wettbewerbe des DPV wie Bundesliga, Deutsche Meisterschaften und Länderpokal angewendet.

 

Bei der Fußball-WM 1966 kam es bei dem Spiel Argentinien/England zu turbulenten Szenen auf dem Spielfeld, die unter anderem darauf zurückzuführen waren, dass ein argentinischer Spieler den durch den deutschen Schiedsrichter Kreitlein mündlich ausgesprochenen Platzverweis nicht verstand oder verstehen wollte und noch fast 9 Minuten auf dem Platz verblieb. In den folgenden Tumulten wurden sogar Verwarnungen gegen englische Spieler von diesen nicht wahrgenommen. Auch die Zuschauer bekamen dies nicht mit.

Um derartige Missverständnisse zu vermeiden, schlug der englische Schiedsrichter Aston vor, analog zu den international bekannten Verkehrsampel gelbe und rote Karten zu verwenden. Bei der Fußball-WM 1970 wurde diese Regelung zum ersten Mal verwendet  und setzte sich schnell  bei den meisten Mannschaftssportarten durch.

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