Star Masters-Turnier in Thailand

Internationales Wettkampftraining erfüllt die Erwartungen

Die deutsche Delegation zum Star Masters in Pattaya/Thailand

Hinten von links nach rechts:
DPV-Ehrenpräsident Klaus Eschbach (hier als Schiedsrichter im Einsatz)
der „Colonel“ Prarop, Coach der thailändischen Nationalmannschaften
Raphael Gharany, Vincent Probst, DPV-Bundestrainer Philipp Zuschlag

Vorne von links nach rechts:
Sascha Löh, Pascal Keller, Marco Lonken, Moritz Rosik

Beide DPV-Teams schaffen es bis zum Viertelfinale, Team Keller/Lonken/Rosik im A- und Team Gharany/Löh/Probst im B-Turnier.

Insgesamt kann ein positiver Schlussstrich unter die Beteiligung der deutschen Teams beim Starmasters gezogen werden. Deutschland erzielt einige Erfolge gegen Top-Mannschaften und glänzt immer wieder mit geschlossenen Mannschaftsleistungen – und dies war eines der Hauptziele bei diesem internationalen Wettkampftraining.

Vincent Probst, Raphael Gharany und Sascha Löh vor einer Partie gegen eine thailändische Mannschaft.

Natürlich freut man sich auch über die sportlichen Erfolge: Sascha Löh gewinnt das Sponsoren Triplette-Turnier. Marco Lonken und Vincent Probst erreichen das Finale im Doublette Vorbereitungs-Turnier – und müssen sich erst hier einem ehemaligen Weltmeister geschlagen geben. Im Hauptturnier Doublette erreichen die deutschen Mannschaften das 1/8 Finale. Sogar die bärenstarke Pétanque-Nation Thailand wird im eigenen Land geschlagen. Weitere Siege gab es auch gegen andere starke Teams wie denen aus La Réunion, Malaysia, Indonesien…

Die beiden deutschen Teams zeigen immer wieder, dass Sie auf diesem internationalen Top-Niveau auch gewinnen können. Als Beobachter stellt man fest, dass die Leistungen mit den Herausforderungen wachsen. Je stärker und präziser die jeweiligen Gegner auftraten, umso hochklassiger wurden auch die Kugeln unserer Nationalspieler. Ganz wichtig hierbei: die mentale Disposition stimmt, die Nerven sind da, die deutschen Teams zeigen starke spielerische Leistungen auch auf schwerem Untergrund und teils extremen Bedingungen. Der Eindruck reiht sich auch ein wenig ein in die Ergebnisse bei den letzten WM & EM.

DPV-Bundestrainer Philipp Zuschlag mit Moritz Rosi, Marco Lonken und Pascal Keller – vor einem Spiel gegen Mauritius.

Die „beiläufigen“ Bedingungen, die bei internationalen Fern-Einsätzen dazu gehören, wie die frühzeitige Anreise, ungewohnte Ernährung, Jetlag, Klima etc., werden von unseren Spielern inzwischen eindrucksvoll gemeistert. An dieser Stelle muss sich der DPV einmal mehr bei allen Teilnehmern bedanken, die nicht nur diese Strapazen auf sich nehmen, sondern immer auch Freizeit und Urlaubstage opfern – und in einem gewissen Umfang private Kosten in Kauf nehmen.

Fest steht für die Verantwortlichen im DPV-Leistungssport jedenfalls, dass solche internationalen Wettkampftrainings unabdingbar sind, wenn sich Deutschland mit seinen Mannschaften auf den Sieger-Podesten von Europa- und Weltmeisterschaften wiederfinden will. Das Niveau, auf dem hier um Punkte gekämpft wird, bietet sich unseren National-Teams nicht auf heimischem Boden. Bei Turnieren wie dem Star Masters in Pattaya trifft man vom ersten Spiel an auf Gegner, die durchaus das Potenzial haben, das Gesamt-Turnier zu gewinnen. Abschließend sei noch das Kompliment der vermeintlich „größeren“ Pétanque-Nationen an den DPV weitergegeben, das von allen Seiten immer wieder zu hören war: „Ihr seid auf dem richtigen Weg!“

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