Der Boule-Virus ist auch nicht zu unterschätzen. Tausende Kugelfreundinnen und -freunde drücken sich dieser Tage die Nase an der Scheibe platt oder ziehen einsam ihre Kreise, fernab von Gegnern oder Teampartnern. Denn eine gute Vorbereitung auf die Zeit, in der es dann endlich wieder los geht mit den Portées und Carreaux, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen!

Und diese Vorbereitung funktioniert auch in der grauen Theorie: „Regelkunde“ ist das Stichwort!

Der NRW-Lehrschiedsrichter Werner Prix, Mitglied im DPV-Schiedsrichterausschuss, hat ein Online-Modul entwickelt, das zur Aus- und Weiterbildung von Schiedsrichtern zum Einsatz kommt.

Aber: warum sollte sich nicht einmal jede/r durch die Lehren des ordnungsgemäßen Petanque-Sports wühlen? „Da wird man nicht dümmer von!“, sagen nicht nur die Westfalen.

Hier, auf der DPV-Homepage, findet sich ein Link zu Werners Online-Modul unter dem Menüpunkt „Schiedsrichter“ – und für alle die schneller dorthin möchten reicht ein Klick an dieser Stelle.

Der DPV dankt Werner herzlich für sein Engagement und die tollen Ergebnisse seiner Arbeit!

Die Liste der zugelassenen Kugeln und Zielkugeln ist von der FIPJP mit Datum 01.08.19 aktualisiert worden.

Zu finden ist das unter Regeln, Dokumente und Einsatzliste oder direkt mit einem Klick hier.

Wir bitten um Beachtung.

Gemäß Artikel 6 des internationalen Reglements in der aktuellen Fassung des DPV vom 26.01.17 wird der Wurfkreis zurückgelegt, wenn ein Spieler ihn aufgehoben hat, obwohl noch Kugeln zu spielen sind.

Hierzu legt der SRA folgendes fest:

Der Wurfkreis gilt dann als aufgehoben, wenn er keine Berührung mehr zum Boden hat!

 Er kann nur dann eindeutig zurückgelegt werden, wenn er gem. Art. 6, Abs. 7 vor Anwurf der Zielkugel markiert wurde.

Wird der Wurfkreis bei fehlender Markierung aufgehoben, ist wie folgt zu verfahren:

  • Der Kreis wird an den Punkt zurückgelegt, den beide Mannschaften als den vorherigen, gültigen Platz ansehen. Einigen sich die Mannschaften nicht, muss der Schiedsrichter gerufen werden, der dann über die Lage entscheidet.
  • Die Mannschaften ziehen sich eine Verwarnung (gelbe Karte) zu und nur der Gegner der schuldigen Mannschaft darf seine restlichen Kugeln spielen.

Begründung:

Die Mannschaften sind für die Einhaltung der Regeln mitverantwortlich, daher müssen beide  darauf achten, dass die Lage des Wurfkreises markiert wird. Spielen beide Mannschaften aus einem Wurfkreis, dessen Lage nicht markiert war, ziehen sich beide durch den hinzugerufenen Schiedsrichter eine Verwarnung zu. In diesem Fall ist es unerheblich, wer die Lage des Reifes hätte markieren müssen.

siehe auch: https://deutscher-petanque-verband.de/docs/fragen-und-antworten/regelauslegung/

 

Das Präsidium des DPV hat auf seiner Sitzung am Wochenende folgende DPV Schiedsrichteranwärter zu DPV Schiedsrichtern ernannt:

  • Christian Lang, Landesverband Baden-Württemberg
  • Paul Borst, Landesverband Bayern
  • Detlef Pohl, Landesverband Niedersachsen
  • Erich Müller. Landesverband Niedersachsen
  • Tino Doerfert, Landesverband Niedersachsen
  • Thomas Hein, Landesverband Rheinland-Pfalz

Glückwunsch!

Natürlich wünschen wir den „Neuen“ immer eine ruhige Hand beim Messen, immer einen kühlen Kopf bei Entscheidungen und immer die Souveränität, getroffene Entscheidungen durchzusetzen.

 

Mit Werner Prix, LV NRW, ist auch der Schiedsrichterausschuss wieder vollständig. Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit.

Aufheben von Kugeln, die auf das Nachbarfeld geraten
(Bezug Art. 13, 25, 27)
Es hat sich eingebürgert, Kugeln, die auf das bespielte Nachbarfeld geraten, zu markieren und aufzuheben, um das Spiel neben der eigenen Bahn nicht unnötig aufzuhalten, zu stören.
Hierzu folgende Auslegung:
Kugeln und/oder Zielkugel, welche im Lauf einer Aufnahme auf ein Nachbarfeld gelangen und dort in einer gültigen Position liegenbleiben, können im gegenseitigen Einvernehmen vorübergehend entfernt werden, nachdem sie markiert worden sind. Die eigene Aufnahme ist nun zu unterbrechen, bis die Aufnahme im Nachbarfeld beendet ist. Dann werden Kugeln und/oder Zielkugel an ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt und die Aufnahme beendet.
Begründung:
Das Reglement beschreibt eindeutig, dass unter normalen Umständen das linke und das rechte Nachbarfeld kein verbotenes Gelände sind, also „mitspielen“. Geraten im Laufe einer Aufnahme Zielkugel oder Kugel dorthin, bleiben sie gültig und die Aufnahme wird fortgesetzt. Es darf jedoch das dort stattfindende Spiel nicht behindert werden. Eine der beiden Aufnahmen ist daher zu unterbrechen, während die andere Aufnahme zu Ende gespielt wird. Idealerweise wird die Aufnahme zuerst beendet, die auf ihrem Spielgelände stattfindet und danach die Aufnahme, welche auf das Nachbarfeld gelangt ist. Damit aber Kugeln oder Zielkugel der einen Aufnahme nicht die andere Aufnahme behindern (weil sie zum Beispiel im Weg liegen) sollen diese entfernt werden können, ohne dass sie dadurch ungültig werden, da dies ein Nachteil für das betroffene Team sein kann.

Die Auslegung ist natürlich im Bereich Regeln / Regelauslegung zu finden und auch als pdf. zum Download hinterlegt.

Unserem Mitspieler Michael Lindhof (Erlenbacher Krebsbachbouler) fiel beim Studium des Reglements eine Unstimmigkeit auf, an dieser Stelle vielen Dank für die Mitarbeit!

Der Verweis in Artikel 16 Absatz 4 auf Artikel 8 Absatz 2 ist falsch, richtig muss der Verweis auf Artikel 8 zu Absatz 3 führen.

Der falsche Verweis war in der Praxis unschädlich, weil völlig unlogisch. Zusätzlich sind einige kleine redaktionelle Änderungen eingeflossen, die aber an den Artikeln nichts ändern.

Wir bitten, die Änderung auf diesem Weg zur Kenntnis zu nehmen, die Regelheftchen können in Artikel 16 Absatz 4 leicht korrigiert werden, streiche an betreffender Stelle Absatz 2,

setze Absatz 3.

…. Auszug Artikel 16 Absatz 4

Geworfene Kugeln dürfen nicht noch einmal gespielt werden. Jedoch müssen Kugeln noch einmal gespielt werden, die zwischen Wurfkreis und Zielkugel durch eine Kugel oder Zielkugel aus einem anderen Spiel, durch ein Tier oder irgendeinen beweglichen Gegenstand (Ball usw.) angehalten oder von ihrer Bahn abgelenkt werden, sowie in der in Artikel 8 Absatz 3 beschriebenen Situation.

….

 

Das Reglement auf unserer Website sowie die links zur französischen und englischen Ausgabe sind auf neuem Stand und können unter

https://deutscher-petanque-verband.de/regeln/

eingesehen werden.

Bei der nächsten Auflage des Regelheftes fließen die Änderungen selbstverständlich ein.

Geballtes Auftreten der Schiedsrichter im neuen Shirt macht Eindruck.

(von links nach rechts, stehend: Peter Kühner, Dirk Hillmann, Hansi Dörr, Uli Junginger, Paul Borst, Philippe Brillault, Cornelia Rombach sitzend Gebhard Maier, Thomas Schwander, Bernd Fechner und Holger Franke)

Heute fand in Rastatt die erste diesjährige Schiedsrichterweiterbildung statt, eine gute und informative Veranstaltung. In erster Linie gab es einen Erfahrungs- und Erlebnisaustausch zum gegenwärtig aktuellen Reglement. Der Rückblich auf eine gesamte Saison im Zeichen des neuen Reglements ergab durchweg positive Urteile. Geburtswehen und Stolpersteine gibt es bei allen Neuerungen, aber Spieler und Schiedsrichter zeigten sich zufrieden. Da heute Ligaspieltag in Rastatt war, war es uns ein Bedürfnis, die neuen Shirts vorzustellen, was überall positive Resonanz hervorrief.

Nach erheblichen Verwirrungen und daraus resultierenden Diskussionen ziehe ich die Festlegung zu Zusatzaufnahmen Rev. 1 zurück und ersetze diese durch Rev.2

Die CEP Regelung zur dritten Zusatzaufnahme wird national nicht umgesetzt.

In der gültigen Festlegung bleibt die CEP Weisung als Info hinterlegt, damit evtl. betroffene Spieler oder Schiedsrichter bei internationalen Veranstaltungen nicht überrascht werden.

Zur jetzt gültigen Fassung der Festlegung geht’s hier weiter.

Mit Stand 16.01.2018 ist die neue Liste zugelassener Kugeln durch die FIPJP herausgegeben worden.

Wir bitten um Beachtung.

Zum Dokument geht es hier

Der Schiedsrichterausschuss hat zum Aufheben des Wurfkreises folgende Festlegung getroffen:

Aufheben des Wurfkreises vor Ende der Aufnahme

Gemäß Artikel 6 des internationalen Reglements in der aktuellen Fassung des DPV vom 26.01.17

wird der Wurfkreis zurückgelegt, wenn ein Spieler ihn aufgehoben hat, obwohl noch Kugeln zu spielen sind.

Hierzu legt der SRA folgendes fest:

Der Wurfkreis gilt dann als aufgehoben, wenn er keine Berührung mehr zum Boden hat!

 

Begründung:

Oftmals wird schon ein Anfassen oder Anheben des Wurfkreises vor Ende der Aufnahme als Aufheben angesehen und die entsprechenden Maßnahmen gefordert. Das ist nicht im Sinne des Reglements, daher ist die eindeutige Regelung zwingend.

Spielern und eingesetzten Schiedsrichtern ist hiermit geholfen.

Die Auslegung ist hier hinterlegt:

https://deutscher-petanque-verband.de/wp-content/uploads/2018/01/Regelauslegung-1801-1-zu-Art-6-Aufheben-des-WK-2.pdf