Die Resonanz auf die Klausur-Tagung zum Thema „Kommunikation im DPV und in den Landesverbänden“ am 8./9. Februar 2020 in Münster ist ein großer Grund zur Freude. Es haben sich heute schon mehr Interessierte gemeldet, als zu diesem ersten Termin berücksichtigt werden können. 

Nach wie vor können natürlich trotzdem Bewerbungen eingereicht werden, hierfür gilt nun ein Meldeschluss am 13. Januar 2020 (es war ursprünglich versäumt worden, einen solchen zu nennen) – anschließend berät das DPV-Präsidium – alle Teilnehmenden werden bis zum 20. Januar 2020 informiert.

Aufgrund des großen Interesses wird es wahrscheinlich auch noch einen Folgetermin für weitere potenzielle Mitarbeitende in Sachen „Kommunikation“ geben. Was ursprünglich als Schritt zu mehr Vielfalt in diesem Bereich gedacht war, könnte auf Sicht ein leistungsstarkes Netzwerk für den DPV und die LV werden.

Nach wie vor werden Plätze für diejenigen Landesverbände freigehalten, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben. Auch hier gilt der Meldeschluss. Sollten bis dahin aus diesem Bereich keine Anmeldungen vorliegen, werden diese Plätze an andere Interessierte vergeben.

Der „Olympic Day“ soll an die Gründung des Internationalen Olympischen Komitees vom 23. Juni 1894 erinnern. Vom Kap der guten Hoffnung bis Skandinavien, von Kanada bis Australien, feiern in über 130 Nationen an diesem Tag Millionen von Menschen den Erhalt der olympischen Werte. Die jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees werden hierzu durch das IOC aufgerufen. Die Deutsche Olympische Akademie richtet den Olympic Day in Deutschland im Auftrag des DOSB aus.

Der Olympic Day verbindet Sport, Bewegung und Begegnung mit den olympischen Werten. Menschen aller Altersgruppen können auf der Grundlage des Leitbildes „Move“ (Bewegen), „Learn“ (Lernen) und „Discover“ (Entdecken) eine umfangreiche Palette an Sportarten kennenlernen, dabei auch Stars aus dem internationalen Sport treffen – und, ganz wichtig: mitmachen! Über 3200 Teilnehmer/innen nahmen das Angebot in diesem Jahr wahr. Der DPV und die Deutsche Pétanque Jugend beteiligten sich nun schon zum dritten mal mit einem Aktionsstand auf dem Dach des „Deutschen Sport & Olympia Museum“ in Köln.

Pétanque direkt neben Volleyball, Lacrosse und Rollstuhlbasketball – eine große Chance unseren schönen Sport zu präsentieren und damit für viel Spaß bei den Schülerinnen und Schülern aber auch bei deren Lehrerkräften zu sorgen.

Zum Einen konnte ausprobiert werden aus einer Entfernung von 6 Metern Juniorkugeln in eine der 5 Öffnungen des Zielkastens zu „legen“, zum Anderen konnte aus 4 Meter Entfernung versucht werden, Crossboccia-Säckchen in einen Ziel-Eimer zu „werfen“.  Aus sicherheitstechnischen Gründen – und um den Kunstrasen auf dem Dach zu schonen – durften keine Wettkampfkugeln eingesetzt werden. So wurde angeboten Indoorkugeln, Stoffsäckchen und Juniorkugeln auszuprobieren. Kerstin Lisner, Jan Mensing und Dirk Beckschulte erklärten die Wurftechniken, gaben Tipps, wie die Ziele leichter erreicht werden können und waren Schiedsrichter bei den „Wettkämpfen“ unter den Lehrern.

Bei aller Neugier und allem Eifer der Kinder und Jugendlichen waren es jedoch eher die Lehrkräfte, deren Interesse geweckt wurde. Sie nahmen eine ganze Reihe von Anregungen mit, wie sich verschiedene Spielformen mit ein wenig Fantasie hervorragend in den Unterricht, in Projekte und AGs oder in die Pausengestaltung einbinden lassen. Zudem bietet das Spiel mit den Kugeln letztlich, genau wie der Pétanque-Sport insgesamt, die Chance, all jene mitzunehmen, für die viele leistungsbezogene Sportarten nicht mehr in Frage kommen, darüber hinaus die olympischen Werte zu vermitteln oder einfach einmal Neues zu entdecken.


Bereits seit 2008 gibt es die Turnierserie Grand Prix d’Allemagne, unter der die Ergebnisse unterschiedlichster Boule-Turniere in Deutschland gesammelt und jeweils zum Jahresende zu einer abschließenden Rangliste (mit den entsprechenden Preisgeldern für die Besten) zusammengefasst werden.

Waren es in den „Gründerjahren“ noch keine 10 Vereine, die sich am GPdA beteiligt haben, so ist es umso beeindruckender, dass es im Jahr 2019 fast 30 Turniere sind, die unter dem Dach dieser Serie zusammengefasst werden. Dass der DPV nun als Partner des GPdA seine Aktivitäten verstärkt, hat mehrere Gründe.

 

Gelungene Symbiose aus Breitensport und Leistungssport

Die GPdA-Serie richtet sich seit je her an Boule-Begeisterte mit und ohne DPV-SpielerInnen-Lizenz. Die Betreuung des Breitensports hat seitens des DPV, aufgrund des rasanten Wachstums und der damit einhergehenden Professionalisierung des Leistungssports, etwas gelitten – das soll sich ändern. Der Nationalverband arbeitet derzeit an gleich mehreren Instrumenten, mit Hilfe derer die Begeisterung für den Boule- und Pétanque-Sport eine deutlich breitere Gruppe der Gesellschaft erreichen soll. Natürlich werden diese Instrumente nur greifen, wenn sie auch von möglichst vielen Vereinen und Engagierten in Deutschland eingesetzt werden.

 

Dynamischeres Wachstum durch weitere Verbreitung

Sowohl die Veranstalter des GPdA, als auch die Verantwortlichen im DPV versprechen sich von einer möglichen Kooperation, einhergehend mit deutlich umfangreicherer Kommunikation, ein weiteres Wachstum der Turnierserie. Da die hier zusammengefassten Ergebnisse unterschiedlichster Wettkämpfe aus ganz Deutschland zusammengetragen werden, ist es sicher im Sinne einer besseren Transparenz der Leistungsstärke aller TeilnehmerInnen, wenn es ein möglichst dichtes Netz an Turnieren gibt. Dies erreicht man am ehesten durch weitere Ausrichter, die sich dem Konzept anschließen. Dem Boule- und Pétanque-Sport kann es in der öffentlichen Wahrnehmung nur gut tun, wenn einzelne Veranstaltungen durch einen einheitlichen Auftritt (z.B. die Plakatserie der GPdA-Turniere) als „Großes und Ganzes“ verstanden werden.

 

Breit aufgestellte Zeichen für Fairplay, gegen Gewalt und Rassismus

Die politischen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen in Europa und der Welt sind teilweise besorgniserregend. Diese Entwicklungen sind eine deutliche Aufforderung an den Sport, gesellschaftlich die Verantwortung für die Wahrung von Werten wie Respekt und Fairplay zu übernehmen. Respekt, nicht nur im Umgang mit den Spielpartnern und Gegnern, sondern insbesondere z.B. gegenüber Schiedsrichtern oder solchen Menschen, die ehrenamtlich ihre Freizeit opfern, um Verantwortung zu tragen. Fairplay zeigt sich nicht nur in der Einhaltung der Regeln, sondern – und hier gibt es längst die erforderlichen Regularien und Sanktionen – auch durch den Verzicht auf leistungsfördernde Mittel.

Ein ganz klarer Auftrag ist es für alle SportlerInnen, dem Einsatz von Gewalt entgegenzuwirken, diese kann niemals ein probates Mittel zur Lösung von Konflikten sein. Auch – und insbesondere – Rassismus und Ausgrenzung haben im Boule- und Pétanque-Sport, der dafür berühmt ist, unzählige Ethnien und Religionen sowie Menschen mit und ohne Handicap im Wettkampf zu vereinen, nichts zu suchen. Die Vielfalt macht insbesondere unseren Sport aus – und das bezieht sich nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf die immer unterschiedlichen Umstände (Boden, Wetter, Umfeld etc.), unter denen wir versuchen, erfolgreicher zu spielen als unsere GegnerInnen.

Die weit verbreiteten Plakate des GPdA sind ein idealer Multiplikator für die aktuelle Kampagne des DPV gegen Rassismus und Gewalt und für Respekt und Fairplay. Beispiele aus Frankreich, dem Mutterland des Pétanque, zeigen, dass man auch hier darauf setzt, die Gesellschaft, durch entsprechende Signale aus dem Sport, als Gemeinschaft zu stärken und zu schützen. Auf den Plakaten des GPdA finden sich ab diesem Jahr entsprechend die verschiedenen Signets der DPV-Kampagne.

 

„Grand Slam“-Turniere im GPdA

Seit letztem Jahr werden in der jungen Geschichte des Grand Prix d’Allemagne vier Turniere zu einer „Grand Slam“-Serie zusammengefasst: das Salatgartentunier (3:3) in Berlin, das Hofgartenturnier (3:3) in München, der Mittelrheinpokal (3:3) in Bacharach und das Turnier (3:3) der Groß-Gerauer Bouletage. Wer es schafft, vier Grand-Slam-Turniere in Folge zu gewinnen, wird mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Insofern haben zumindest die Sieger aus Groß-Gerau von 2018 in diesem Jahr die Möglichkeit, diesen speziellen Preis zu erkämpfen.

Aktuelles Plakat aus Frankreich mit Appellen an die Werte eines friedvollen Miteinanders.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum GPdA finden sich unter:
http://www.grand-prix-allemagne.de

 

Alle 4 Jahre finden die „World Games“ statt, das nächste Mal in 2021 in Birmingham/UK. Die „World Games“ sind die „Olympischen Spiele der (noch) nicht olympischen Sportarten“ – in rund 30 verschiedenen athletische Disziplinen wird hier um Medaillen gekämpft.

Und natürlich wählen auch die „World Games“ jedes Jahr ihre Sportler/in des Jahres.

Für das vergangene Jahr 2018 hat es nun zum ersten Mal eine Boule-Sportlerin in die engere Auswahl der Kandidaten geschafft: Ke Leng aus Kambodscha, die dreimal in Folge Tireur-Weltmeisterin wurde.

Natürlich wäre es für den Boule-Sport (auch mit Blick auf die Möglichkeit, im Jahr 2024 tatsächlich selbst olympische Disziplin zu werden) eine Riesen-Werbung, wenn unsere Sportlerin es zumindest unter die TOP 10 der Kandidaten bei dieser Wahl schafft.

Deshalb gibt es die Bitte von Claude Azéma, dem Präsidenten des Internationalen Boule- und Petanque-Verbandes, dass sich alle Boulespieler/innen weltweit an der Abstimmung beteiligen.

Unter folgendem Link könnt Ihr Ke Leng Eure Stimme geben:

https://www.theworldgames.org/a…/Athlete-of-the-Year-2018-58

Man kann übrigens mehrfach – einmal am Tag – abstimmen. Die erste Auswertung erfolgt am 15. Januar, dann geht es darum, wer es in die TOP 10 geschafft hat. Die endgültige Entscheidung fällt am 31. Januar 2019.

Ke Leng, Kambodscha, © The Phnom Penh Post

Im Dezember 2018 hat der DPV Vizepräsident Thomas Schorr das Präsidium darüber informiert, dass er für dieses Amt mit sofortiger Wirkung nicht mehr zur Verfügung steht. Der DPV bedankt sich bei Thomas Schorr für seine langjährige Unterstützung und wünscht ihm persönlich und in sportlichen Belangen für die Zukunft alles Gute.

Erfreulicher Weise konnte dieses wichtige Amt im Nationalverband in kürzester Zeit neu besetzt werden. Mit Martin Schmidt, dem Präsidenten des Pétanque-Landesfachverbandes Hessen, wird sich ab sofort ein sehr erfahrener Funktionär für die sportlichen Belange des DPV einsetzen.

Martin Schmidt verfügt als ausgebildeter Pétanque-Trainer über substanzielles Know-How im direkten Umgang mit Spielern und Verantwortlichen. Aus seiner Erfahrung als LV-Präsident ist er darüber hinaus sehr sicher im Umgang mit überregionalen Ansprechpartnern und Institutionen.

Das DPV-Präsidium freut sich über diesen neuen Mitstreiter, der sowohl Verantwortung übernehmen, aber insbesondere auch delegieren kann. Wir rufen alle Beteiligten in den Landesverbänden auf, Martin nach Kräften bei einer erfolgreichen Leitung des Sports im Deutschen Pétanque Verband zu unterstützen.