Neue Ausrichtung des Deutschen Pétanque Verbands

Der Deutsche Pétanque Verband stellt die Weichen für die Zukunft mit Blick auf die World Games 2029 in Karlsruhe. Bei diesen World Games werden neben Pétanque auch eine Disziplin des Lyonnaise-Sports ausgetragen. Als Gastgeberland erhält Deutschland in beiden Sportarten jeweils einen Startplatz.

Dies bedeutet für den Deutschen Pétanque Verband, dass wir neben Pétanque eine zweite Sportart aufbauen müssen, die in dieser Form aktuell bei uns noch nicht etabliert ist. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, die Kräfte im Leistungssportbereich neu zu bündeln.
 
Nach intensiven Gesprächen haben wir uns von unserer Sportdirektorin, Frau Pia Mackenzie getrennt. Wir danken ihr ausdrücklich für die geleistete Arbeit und blicken gemeinsam auf eine erfolgreiche sportliche Entwicklung zurück. Für ihre berufliche und private Zukunft wünschen wir ihr alles Gute.
 
Neuer Sportdirektor wird Sebastian Lechner, der bereits zuvor dieses Amt innehatte und in den vergangenen drei Jahren als Cheftrainer tätig war. In dieser Zeit hat er maßgeblich dazu beigetragen, das Trainerwesen auf ein neues Niveau zu heben. Das Motto „Ein Team“ spiegelt sich heute auch in unserer Trainerstruktur wider. Auch wenn weiterhin Entwicklungsarbeit notwendig ist, sehen wir uns mit dem stabilen Trainerteam gut für die Zukunft aufgestellt.
 
Im Hinblick auf die neuen Herausforderungen sind Affinität zum Kugel-Sport, Kreativität und fachliches Know-how gefragt. Ziel ist es, in den kommenden drei bis vier Jahren geeignete Athletinnen und Athleten für den Lyonnaise-Bereich aufzubauen. Unsere Strategie ist es, insbesondere aus dem jüngeren Kaderbereich Talente zu gewinnen. Hier konnten bereits erste Interessenten identifiziert werden. Leider wird aktuell dieser Bereich nicht gefördert. 
 
Lyonnaise ist bekanntlich eine sehr körperlich anspruchsvolle Sportart, bei der intensive Schusswettbewerbe mit Anlauf über mehrere Minuten stattfinden. Bei den World Games in Chengdu konnten wir uns selbst von den hohen physischen Anforderungen überzeugen. Gemeinsam mit unseren Kaderspielern und Trainern sind wir zuversichtlich, hier schrittweise wettbewerbsfähige Strukturen aufzubauen.
 
Mit Pascal Verbregue steht uns zudem ein erfahrener Ansprechpartner für diese Sportart zur Verfügung. Auch wenn der Aufbau kein leichter und kein geförderter Weg ist, sind wir überzeugt, mit vereinten Kräften konkurrenzfähige Teams entwickeln zu können.
 
Parallel dazu werden unsere Nationalteams weiterhin wie gewohnt betreut. Nach den jüngsten Erfolgen sehen wir uns hier auf einem guten Weg. Wer die hohe Leistungsdichte zuletzt in Gersweiler erleben konnte, weiß, dass wir auch künftig wettbewerbsfähig sein werden.
 
Michael Dörhöfer 
Präsident DPV