young-meeting und Jugendverbandstag in Duisburg

Ein Bericht aus der Zeit vor dem Shutdown

Am 07./08. März kamen in der Sportschule Wedau die Vertreter*innen der Landes-Pétanquejugenden und der Jugendvortand zum alljährlichen Treffen zusammen. Parallel dazu trafen sich wieder interessierte Jugendliche zum young-meeting (dazu im Folgenden mehr).

 

Die Delegierten tauschten sich untereinander und mit dem Jugendvorstand über die Jugendarbeit in Ihren Landesverbänden und in der dpj aus. Besonderes Augenmerk lag neben diesem Austausch auf der Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt (PsG), für die die dpj und der DPV in 2020 noch einige strukturelle Änderungen vornehmen müssen. Leider blieben bei den Wahlen der Vorstandsmitglieder zwei Posten vakant, sodass der Jugendvorstand noch engagierte Menschen zur Mitarbeit sucht (bei Interesse bitte melden unter jugend@petanque-dpv.de).

Dass ein solches Engagementjede Menge gute Ergebnisse bringen kann, zeigt der Bericht zum young-meeting von der jungen Engagierten Marie Hoffmann:

Dieses Jahr, am 7./8. März, hat wiederholt das young-meeting mit dem Jugendverbandstag stattgefunden. Dazu haben sich der dpj-Vorstand, sowie die Jugendwarte aller vertretenden Bundesländer und 6 Jugendliche aus Hessen, NiSa und NRW in der Sportschule Duisburg-Wedau zusammengefunden.

Am Samstag, den 7. März, sind alle nach und nach um 13:00 Uhr in Duisburg angekommen. Nachdem sich jeder in seinem Zimmer eingecheckt hat wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen in das Wochenende gestartet. Um 13:45 Uhr hat der Jugendverbandstag begonnen, indem die Jahresberichte von den Landesverbänden vorgestellt worden sind. Danach wurde Stück für Stück die vorgegebene Tagesordnung abgearbeitet. Wir, die Jugend, konnten somit etwas hinter die Kulissen der Landesverbände schauen und entdecken welche Arbeit hinter den Jahresereignissen steckt.

Gegen 15:30 Uhr hat das young-meeting begonnen. Daran haben dieses Jahr Pascal Neu und Kati Kuipers aus Niedersachsen, Kim Stenzel und Julia Pfeiffer aus Hessen und Jamie-Lee Busse und Marie Hoffmann aus NRW unter der Leitung von Andreas Endler teilgenommen. Während den 2 Tagen haben wir uns mit diesen 3 Hauptthemen beschäftigt:

1)      Wie kann man Boule „noch cooler“ gestalten?

2)      Kalender mit allen Terminen

3)      Juniorteam

Dazu, wie man Boule „noch cooler“ gestalten kann, sind uns Motto-Turniere in den Sinn gekommen. Darunter haben wir uns Turniere mit bestimmten Themen wie Hawaii, Schwarzlichtlicht, Handicap oder Cocktails vorgestellt.

Unter dem Kalender mit allen Terminen verstehen wir ein App in der man jegliche Turniere eintragen kann, sodass man eine vollständige Übersicht hat, auf die jeder zugreifen kann. Dennoch steht dazu noch nichts fest.

Das Juniorteam war ein Punkt über den am meisten gesprochen wurde. Das Juniorteam ist eine Gruppe Jugendlicher aus jeglichen Landesverbänden, die sich übers Jahr hin selbstausgewählten Projekten widmen und somit im Kontakt mit dem dpj stehen, um diese auch durchzuführen. Am Wochenende ist das Juniorteam entstanden, sodass schon viel geplant worden ist. Zum Beispiel gibt es eine Whatsapp-Guppe sowie eine Instagram-Seite und in Zukunft sind Treffen sowie Absprachen geplant.

Nachdem wir am Sonntag unsere Ideen vorgestellt haben und die Erwachsenen Verbesserungsvorschläge geben und Kritik ausführen konnten ließen wir das Zusammenkommen mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen und verabschiedeten uns gegen 14:00 Uhr.

Marie Hoffmann

Im Zuge der Aktualisierung der gültigen Corona-Schutz-Verordnung sind auch die Corona-Regeln zum Boule- und Pétanque-Sport aktualisiert worden.

In Abstimmung mit der Hygiene-Beauftragten des DBBPV, Dr. Miriam Zago, sind hier zwei wesentliche Erleichterungen eingeflossen.

  1. ein Mundschutz muss nur noch in geschlossenen Räumen getragen werden, solange an der frischen Luft der gesetzliche Mindestabstand eingehalten wird.
  2. es sind wieder sportliche Wettkämpfe mit bis zu insgesamt 10 Personen zulässig, z.B. Fußball mit fünf gegen fünf Spieler/innen. Für den Pétanque-Sport bedeutet dies, dass – unter Einhaltung des Mindestabstandes – auch wieder Triplette-Partien gespielt werden dürfen.

Was größere und kleinere Turniere angeht, sind die Regelungen sehr stark von den Vorgaben in den einzelnen Bundesländern abhängig und können entsprechend nicht pauschal mitgeteilt werden.

Im Zuge der Prozessoptimierung im administrativen Bereich des Deutschen Pétanque Verbandes startet in Kürze ein neues Online-Portal. Hier können sich alle Haupt- und Ehrenamtlichen im DPV einloggen und mit allem eindecken, was sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen. Dem abschließenden Bestell-Vorgang sind jeweils zwei Kontroll-Instanzen vorgeschaltet, um Fehler zu verhindern oder zumindest zu vermindern.

Die Vielfalt der inzwischen eingesetzten Bekleidung, Gast-Geschenke für internationale Einsätze, sonstigen Werbemitteln, Arbeits- und Informationsmaterial, hat in den letzten Jahren einen immer weiter steigenden Aufwand, Fehlerquellen und Terminkollisionen generiert. Zukünftig lässt sich alles rund um diese Themen annähernd automatisiert gestalten und verwalten. Zu den Nutzer/innen des neuen Online-Portals gehören hierbei nicht nur die Aktiven aus dem Team rund um den DPV-Leistungssportausschuss, wie Trainer/innen oder Kaderspieler/innen. Auch das DM-Team, die Mitglieder in den Ausschüssen und die Schiedsrichter, sollen an dem neuen System partizipieren.

Die Unterschiede in den jeweiligen Ausstattungen reichen hierbei von „minimal“ bis „offensichtlich“ – eine Bandbreite, die ohne elektronische Unterstützung nur schwer zu beherrschen wurde. So ist es z.B. so, dass ausschließlich die sportlich Aktiven das Hoheitszeichen, den Bundesadler, auf ihrer Kleidung tragen. Bei der Ausstattung des Kommunikationsteams wird der Aufdruck „Team Broadcast Communication“ ergänzt, die Kleidung des DM-Teams ist in der Grundfarbe nicht weiß, sondern rot – und bei den Schiedsrichtern gibt es noch wesentlich deutlichere Unterscheidungen.

Das neue Online-Portal für die Offiziellen im DPV

Zu den Give-Aways zählen neben PINs, Wimpeln, Urkunden oder Zielkugeln inzwischen auch Tassen, Multifunktionstücher und einiges mehr. All dies, plus der Adressen der Empfänger, deren Bekleidungsgrößen, Bestand und Bedarf wird nun zukünftig in einem transparenten Online-Prozess abgebildet.

Gesponsert wird das neue Instrument aus dem Kreis der Dienstleistungsunternehmen, die den DPV jeweils mit unterschiedlichsten Artikeln beliefern.

DBBPV kann Ärztin als Hygiene-Beauftragte gewinnen

Auf seiner nächsten Sitzung möchte der DBBPV-Vorstand die Dermatologin Frau Dr. med. Miriam Zago in das neue Amt der Hygiene-Beauftragten berufen. Miriam wird den Vorständen in Verbänden und Vereinen mit Rat und Tat zur Seite stehen, sollte es im weiteren Verlauf der Corona-Krise im Bezug auf Belange des Pétanque-Sports Informationsbedarf geben. Außerdem ist ihre Expertise gefragt, sollte es zu neuen, erweiterten oder modifizierten Leitlinien seitens des DOSB oder der Bundesregierung kommen.

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Leitlinien zum Pétanque-Sport in Corona-Zeiten

Das Dokument mit den Leitlinien des DBBPV zum Pétanque-Sport in Corona-Zeiten wurde noch einmal modifiziert. Es wurde der Hinweis auf die Spielstandanzeiger ergänzt. 

Ausschreibung zum Leistunssportreferenten (m/w/d)

Der DPV sucht als Ersatz für Dirk Beckschulte, der sich nach vielen Jahren des Engagement in dieser Position zukünftig anderen Herausforderungen widmen möchte, eine/n neue/n Leistungssportreferenten. Bewerbungen sind bis zum 24.05.2020 an Jürgen Hatzenbühler möglich.

Der DPV bedankt sich herzlich für die langjährige Unterstützung bei Dirk und freut sich, ihn zu gegebener Zeit auch angemessen zu verabschieden.

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Mitgliedsbeiträge 2020 – ist eine Rückforderung zulässig?

Vereine überlegen, für einige Monate ihren Mitgliedern den Beitrag oder zumindest den Abteilung- bzw. Spartenbeitrag zu erstatten. Laut dem aktuellen Rechtstelegramm der DOSB-Führungsakademie widerspricht die Rückzahlung von Abteilungsbeiträgen dem Gesetz und der Satzung eines gemeinnützigen Vereins und gefährdet die Gemeinnützigkeit.

Auch ist eine temporäre Aussetzung der der Beitragserhebung durch den Vorstand nicht zulässig. Im Rahmen seiner Geschäftsführungspflichten ist er für die Erhaltung des Vereinsvermögens und der Vermögensinteressen des Vereins verantwortlich. Dazu gehört auch das Erheben der fälligen Beiträge nach der Satzung des Vereins. D.h. der Vorstand macht sich gegenüber dem Verein haftbar, wenn er die Beiträge nicht erhebt. Daraus folgt, dass der Vorstand nicht ohne Rechtsgrund und ohne Ermächtigung zumindest der Mitgliederversammlung auf die Erhebung von Beiträgen generell verzichten kann. Der (anteilige) Verzicht auf Beiträge einzelner Mitglieder aufgrund von sozialen Erwägungen bleibt davon natürlich unberührt.

Kreativität gefragt!

Wenn denn dann einst (vielleicht schon in diesem Jahr 2020) wieder größere Pétanque-Veranstaltungen möglich werden, was wären die schönsten Ideen für gemeinsame Wettbewerbe, die die ausgefallenen DM und andere Highlights einigermaßen kompensieren könnten? 

Der DPV freut sich über Vorschläge, die vom bundesweiten 6tete bis zu Feier in der großen Halle mit den besten Spielern des Landes im Kampf um einen dann neu kreierten Titel reichen können: schießen, legen, taktische Finessen!

Unter den besten Vorschlägen verlost der DPV spannende Preise, die deutlich über „eine Kleinigkeit“ hinaus gehen werden!

Statement des DPV-Vizepräsidenten Sport, Martin Schmidt, zur Beendigung der Zusammenarbeit mit den Bundestrainern.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es wiederholt deutliche Unterschiede bzgl. der Bewertung von Rollen innerhalb des DPV-Leistungssports gegeben.

So gab es bei den Trainern der Senioren-Kader zunehmend stärkere Abkoppelungstendenzen bis hin zur Autonomie von den verantwortlichen Personen im DPV.  Der von mir im Auftrag des Präsidiums gesteckte Rahmen wurde immer wieder, sowohl in persönlichen Treffen als auch in späteren Videokonferenzen, in Frage gestellt.

Dies betraf Entscheidungen, wie konkret die Zuständigkeiten einzelner Trainer für bestimmte Kader (Frauen, Herren, Senioren 55+) definiert sein und eingehalten werden müssten. Darüber hinaus wurde beansprucht, Entscheidungen über die Teilnahme an Turnieren überwiegend eigenverantwortlich im Trainerstab zu fällen. Hier gab es den klaren Trend, fast nur noch international, und hier am liebsten in Frankreich, anzutreten. Meine Vorschläge (weniger Frankreich, mehr Deutschland/Belgien/Niederlande/Dänemark usw.) verhallten ungehört und wurden im Nachgang zusätzlich wissentlich verkehrt wiedergegeben. Ebenso gab es keine Reaktion auf den Vorschlag, französische Spitzenspieler nach Deutschland zum Training einzuladen.

Die Trainer sind lt. ihren Verträgen individuelle „Auftragnehmer“ und haben jederzeit auch die Freiheit, Aufträge abzulehnen. Vom Leistungssportausschuss ist ausdrücklich gewünscht, dass die Trainer in einem klar strukturierten Team arbeiten. Dies bedeutet, dass einzelne Trainer auch Kadergruppen übergreifend eingesetzt werden (z.B. in Sachen Athletik, Ernährung, Mental) und dass andere Trainer festen Kadergruppen zugeordnet sind.

Gerade in Bezug auf die Verantwortlichkeiten gab es keine Anzeichen, aus denen sich eine Bewegung aufeinander zu erkennen ließ. Der O-Ton eines Bundestrainers in einem Interview: „…haben wir auf Bitten des DPV Namen zu den Kadergruppen geschrieben“, zeigte, dass über eine Umsetzung nicht ernsthaft nachgedacht wurde.

In den Differenzen, die sich aus dieser unterschiedlichen Sicht zwischen DPV-Leistungssport-Ausschuss und Trainerstab auf die beschriebenen Aspekte ergaben, standen die nun betroffenen Bundestrainer als Wort- und Meinungsführer im Vordergrund. Nicht nur der Ton wurde in diesen Auseinandersetzungen immer schärfer, auch der Druck, den die Trainer in Richtung der Verantwortlichen aufzubauen versuchten, nahm zu.

Die komplette Kommunikation mit den Trainern wurde dem Präsidium vorgelegt inkl. deren Vorhaltungen dem DPV-Vizepräsident Sport gegenüber, die an Verunglimpfungen grenzten.

Auf der erreichten Eskalationsstufe blieb dem gesamten DPV-Vorstand keine andere Möglichkeit, als sich in letzter Konsequenz von den beiden betroffenen Trainern zu trennen. Eine weitere, vertrauensvolle Zusammenarbeit konnte ab einem bestimmten Zeitpunkt ausgeschlossen werden. Der DPV bedauert dies zutiefst, sieht sich aber dem sportlichen Erfolg des Verbandes deutlich mehr verpflichtet, als dem Wohlwollen einzelner Personen oder einzelner Gruppen im Pétanque-Sport Deutschlands.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung des DPV-Vorstandes wurden zunächst die betroffenen Trainer – vor der entsprechenden Meldung auf der DPV-Homepage – schriftlich informiert, anschließend gab es durch den Sportdirektor eine detailliertere Darstellung der Umstände für die Kaderspieler – und parallel hierzu wurden alle anderen Bundestrainer in persönlichen Gesprächen über den Stand der Dinge informiert. Dies alles geschah innerhalb eines Tages.

Abschließend stelle ich fest: es soll zukünftig der Team-Geist dominieren, nämlich der eines Teams, bestehend aus den Verantwortlichen im Leistungssport-Ausschuss, allen Trainern und allen Spielerinnen und Spielern. Getragen von gegenseitigem Respekt, übergreifender Leistungsbereitschaft und einem der Sache angemessenen Ton im Umgang miteinander und gegenüber Dritten. Das verspricht Erfolg.

 

In der turnusgemäßen Video-Konferenz der DPV-Landesverbände mit dem Vorstand am 06. Mai 2020 wurde eine abschließende Regelung zum organisierten Wettkampfsport der diesjährigen Saison verabschiedet.

Die Vertreter der Landesverbände stimmten dem Vorschlag des DPV-Vorstands zu, sämtliche geplante Veranstaltungen der Saison 2020, regional und überregional, abzusagen.

Sechs Landesverbände konnten hierfür noch am selben Abend grünes Licht geben, vier weitere Vertreter von Landesverbänden konferieren zu diesem Thema noch einmal am 07. bzw. 08. Mai 2020 mit ihren LV-Vorständen, signalisierten allerdings bereits, dass auch von dieser Stelle ein Konsens zu erwarten ist.

Damit sind sämtliche Liga-Aktivitäten, Qualifikationsturniere, Landes- und Deutsche Meisterschaften für die Saison 2020 im Geltungsbereich des Deutschen Pétanque Verbandes abgesagt.

Liebe Boule- und Pétanque-Freundinnen und Freunde,

tonnenweise Stahl und Eisen würden in normalen Zeiten an diesen Tagen, fein aufgeteilt in kugelrunde Portionen zwischen 680 und 800 g, auf großen Turnieren durch die Gegend geworfen und wieder aufgehoben.

Auf den Bouleplätzen, in den Vereinen unseres Landes, ständen eine Menge Menschen hinter Biertisch-Garnituren, Theken, in Küchen oder hinter Grills. Sie würden Brötchen schmieren, Kaffee kochen und ausschenken, Salate verkaufen oder Würstchen wenden.

Und die Helfer, die diese Arbeit zu den Turnieren gerne und mit Freude erledigen, sind häufig die älteren Menschen in unseren Clubs. Rentner, zum Teil hochbetagt, die an solchen Tagen auf ihr geliebtes Spiel verzichten und lieber dafür sorgen, dass es allen anderen gut geht.

 

Zur Zeit wirft aber niemand Kugeln. Und zur Zeit sitzen gerade diese zuverlässigen, hilfsbereiten und fleißigen Menschen aus unserem Sport, die älteren „Semester“, zuhause und schauen vielleicht eher sorgenvoll in die Zukunft.

Wollen wir zur Osterzeit nicht gerade diese tollen Menschen aus unseren Vereinen besonders herzlich grüßen? Wollen wir nicht einfach mal „Danke!“ sagen, für Ihre Unterstützung, die sie im Moment nicht leisten dürfen?

Uns hier im DPV würde es besonders freuen, wenn jeder und jede aus den Vereinen einfach mal zum Telefon greift und ein paar aufmunternde Worte für „seine“ oder „ihre“ Veteranen findet.

„Am Ende wird alles gut sein. Wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende.“, hat John Lennon gesagt.

Das schöne Wetter an diesen Feiertagen macht die Vorfreude besonders groß, darauf, dass sich die Türen wieder öffnen, dass das Flatterband rund um unsere Bahnen verschwindet – und darauf, dass uns jemand sorglos und fröhlich eine Bratwurst in ein Brötchen legt!

Wir wünschen Euch eine hoffnungsvolle, eine frohe und fröhliche Osterzeit!

Für den DPV-Vorstand und alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,

Michael Dörhöfer
DPV-Präsident

Das Coronavirus und die Folgen für den Spielbetrieb im Petanque. Der Deutsche Petanque-Verband mit dem aktuellen Überblick und den wichtigsten Informationen – von den Nationalmannschaften bis zu den lokalen Vereinen.

Was ist grundsätzlich beim Petanque zu beachten?

Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie die Aussetzung der Saison, Spielabsagen oder Turniere müssen sich im Zuge des Coronavirus‘ streng an den Vorgaben und Verfügungen der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten orientieren und danach richten. Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens und der zielgerichteten Bekämpfung der Corona-Krise sind zu berücksichtigen, der Petanquesport stellt hier lediglich einen Teilbereich dar. Petanque kennt keine Grenzen und so sind Entscheidungen auch von unseren Nachbarländern zu berücksichtigen.

Aktueller Stand EM / WM 2020

Verschoben: 
EM Damen Torrelavega, Spanien von Juni zum 29.10 – 01.11.2020
Worlgdames Damen Birmingham, USA von 2021 auf 15.07 – 25.07.2022
 
Offen:
WM Herren Lausanne, Schweiz 16.07 – 19.07.2020
Eurocup Vorrunde 23.07 – 26.07.2020
EM TaT, Doub, Mixet Doub Riga, Lettland 18.09 – 20.09.2020
EM Espoirs / Jugend, Saint Pierre les Elbeufs, Frankreich 01.10 – 04.10.2020
Eurocup Finale, Saint Yreix sur Charente, Frankreich 26.11 – 29.11.2020

Aktueller Stand nationale Turniere (ohne Masters)

Verschoben: 
Bundesliga / Ligen, 1. Spieltag 18.04.2020, Termin offen
DPJ Jugendländermasters 25.04.2020, Termin offen
 
Abgesagt:
Qualifikationen Doublette, Landesverbände 02.05 – 03.05.2020
DM Doublette, Halle 16.05 – 17.05.2020
 
Offen (LM inkl. Quali):
Bundesliga / Ligen 2. Spieltag 23.05.2020
LMs Triplette, Landesverbände 29.05 – 30.05.2020
DM Triplette, Tromm 13.06 – 14.06.2020 
LMs Mixte, Landesverbände 04.07 – 05.07.2020
DM Mixte, Diefflen 18.07 – 19.07.2020
LMs TaT, Landesverbände 08.08 – 09.08.2020
DM TaT, Tromm, 22.08 – 23.08.2020
Bundesliga 3/4 Spieltag / Ligen, 29.08 – 30.08.2020
LMs Ü55, Landesverbände 29.08 – 30.08.2020
DM Ü55, Berlin, 12.09 – 13.09.2020
DM Jugend, Boostedt, 12.09 – 13.09.2020
DM Frauen Triplette/Tireur, Mannheim, 19.09 – 20.09.2020
Bundesligaaufstiegsrunde, Düsseldorf, 24.10 – 25.10.2020
Länderpokal, Gersweiler, 07.11 – 08.11.2020
Sichtung, 13.11.2020

Aktueller Stand Nachbarländer

Frankreich: keine französischen Meisterschaften in 2020; Teamwettbewerbe sollen stattfinden; alle Turniere bis 30.06. abgesagt.

Luxemburg: keine Veranstaltungen in 2020.

Belgien: (alle 3 Verbände) alle Meisterschaften abgesagt.

Aktueller Stand Masters / Turniere

Es gibt derzeit keine Zusage für ein Turnier aufgrund der gesetzlichen Vorgaben.

Das gilt für Landes-/Regionalligen und darunter

Der Spielbetrieb im regionalen Petanque ist derzeit bundesweit ausgesetzt. Da alle öffentlichen und privaten Sportanlagen für den Publikumsverkehr gesperrt sind, kann auch kein Trainingsbetrieb stattfinden. Dieser Anordnung ist im Sinne der Bekämpfung des Coronavirus‘ streng Folge zu leisten.

Für diese Spielklassen sind die einzelnen Landesverbände (insgesamt 10) zuständig. Auch hier gilt in Bezug auf mögliche Eingriffe in den Spielbetrieb durch den Coronavirus folgendes: Entscheidend sind die Verfügungen der zuständigen Gesundheitsbehörden, an ihnen wird sich streng orientiert.

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesverbände haben im Rahmen diverser Telefon­konferenzen deutschlandweit für den Petanquesport beschlossen, den Spielbetrieb aufgrund der jeweiligen staatlichen Verfügungslagen bis auf Weiteres auszusetzen. Hier gilt ebenfalls, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs mindestens 10 Tage vorher angekündigt werden soll.

Die Landesverbände sind bestrebt, möglichst einheitliche Lösungen für das weitere Vorgehen zu finden. Mit Blick auf die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Voraussetzungen sind individuelle Entscheidungen und Maßnahmen der Landesverbände für ihre Wettbewerbe gleichwohl nicht ausgeschlossen.

Aufgrund der föderalen Struktur des DPV ist jeder Verband in seinem Verbandsgebiet für den Ligabetrieb satzungsgemäss zuständig. Dies gilt auch für Pokal- oder sämtlichen anderen Wettbewerbsformen. Grundsätzlich liegt es im Interesse aller Vereine und Verbände, wenn Nachholtermine gefunden, alle Spiele der Saison 2020 ausgetragen und die Spielzeit regulär beendet werden könnte.

Derzeit ist es allerdings nicht möglich, eine seriöse Einschätzung abzugeben, wann die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Einklang mit den Empfehlungen bzw. Vorgaben der zuständigen Behörden umzusetzen ist und ob dies noch in der aktuellen Spielzeit geschehen kann. Wenn es nötig ist, wird die Aussetzung erneut verlängert oder möglicherweise auch der Spielbetrieb der aktuellen Saison komplett eingestellt – immer abhängig und in Einklang mit der behördlichen Verfügungslage.

Die spielleitenden Stellen der Verbände stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DPV und den Landesverbänden bespricht sich unter Leitung des DPV-Präsidiums wöchentlich und stimmt weitere Maßnahmen ab.

Der DPV setzt sich gemeinsam mit seinen 10 Landesverbänden intensiv mit allen Szenarien auseinander. Dazu gehören auch die denkbaren Varianten, wie in Bezug auf die nächste Saison verfahren wird, wenn ein Abbruch der laufenden Spielzeit nötig werden sollte. Es wird versucht, im Sinne der Vereine die bestmöglichen Lösungen zu entwickeln und in Abstimmung mit den Klubs das sinnvollste Vorgehen umzusetzen.

Es können zu diesem Zeitpunkt keine seriösen Informationen dazu veröffentlicht werden, wann der Pétanque-Sport in Deutschland wieder zur Normalität zurückfindet. In Absprache mit den Verantwortlichen in den Landesverbänden erfolgt ein Update zum 23. April 2020.

Termine zum organisierten Wettkampfsport

Das DBBPV- und das DPV-Präsidium stehen im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen in den Landesverbänden. In regelmäßigen Video-Konferenzen wird an einer einheitlichen Linie zum Umgang mit der Corona-Krise und ihren Auswirkungen auf den Pétanque-Sport in Deutschland gearbeitet. Innerhalb dieses Kreises ist man sich einig, dass es keine „Alleingänge“ geben soll, was bedeutet, dass der offizielle Spielbetrieb in Deutschland entweder vollständig oder gar nicht wieder gestartet wird.

Es liegt auf der Hand, dass individuell angesetzte Turniere zu einem aktuell nicht zu verantwortenden „Boule-Tourismus“ führen würden. Der derzeitige Stillstand wird dazu genutzt, dezidiert die Zeit zu planen, die nach einer Normalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu Verfügung steht, um einzelne Wettbewerbe, die ausfallen werden, eventuell nachzuholen.

Die nächste Konferenz der Verantwortlichen findet am 8. April statt. Es herrscht weiterhin Einigkeit darüber, keine Termine zu planen, ab denen ein Spielbetrieb wieder möglich sein könnte, sondern lediglich solche, zu denen weitere Informationen folgen.

DOSB reagiert auch für Trainerlizenzen auf Corona

Dass auch das Bildungswesen der Spitzenverbände mit den Auswirkungen von Kontaktverboten zu kämpfen hat, braucht man kaum erwähnen. Allerdings ergeben sich durch die geänderten und unplanbaren Umstände auch viele organisatorische Unwägbarkeiten, die nichts mehr so lassen, wie es war.

Neben der grundsätzlichen Absage aller Veranstaltungen des DPV bis zum Zeitpunkt von weiteren Entscheidungen des Präsidiums und damit auch der Veranstaltungen zur Trainerausbildung, hat der DOSB-Vorstand am 23. März 2020 beschlossen, die Vorgaben für die DOSB-Lizenzverlängerung und für die maximale Ausbildungsdauer während der Corona-Krise dahingehend zu verändern, dass die Ausbildungsträger bei Bedarf DOSB-Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages verlängern können.

Ebenso kann die Ausbildungsdauer von DOSB-Lizenzausbildungen, die aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden können oder unterbrochen sind, um ein Jahr und damit auf maximal 3 Jahre verlängert werden.

Vereinsversammlungen zukünftig auch virtuell zulässig

Derzeit sieht das Vereinsrecht im BGB vor, dass Mitgliederversammlungen nur als Präsenzversammlungen möglich sind. Nur in der Versammlung können die Vereinsmitglieder ihre Mitgliederrechte ausüben. Wer nicht persönlich kommt, kann bislang nicht abstimmen. Der Gesetzgeber hat nun eine Lösung erarbeitet, die diese Regelung (zumindest vorübergehend) aufhebt.

Künftig sollen virtuelle Mitgliederversammlungen möglich sein, zu denen sich Vorstand und Mitglieder online zusammenschalten können. Mitgliedern soll auch ermöglicht werden, ihre Stimmen schriftlich vor Beginn der Mitgliederversammlung abzugeben.

Weitere Informationen finden sich in der PDF-Datei, die sich mit einem Klick auf das Bild laden lässt.

Neuer Termin für die World Games in Birmingham

Die International World Games Association (IWGA) und das Birmingham Organising Committee (BOC) haben vereinbart, die XI World Games, die ursprünglich vom 15. – 25. Juli 2021 geplant waren, auf den Zeitraum vom 7. – 17. Juli 2022 zu verschieben.

Auch hierzu finden sich weitere Informationen in der PDF-Datei (Klick auf das Bild).

DPV-Kaderarbeit in der Isolation

Der DPV-Leistungssportausschuss wird in den nächsten Tagen erste organisatorische Wege beschreiten, die den Beteiligten auf Grund der erzwungenen persönlichen Distanzierung zwar in der einen oder anderen Form neu entgegen kommen werden, die aber die DPV-Kader mit zeitgemäßen Mitteln auch zu neuen Ufern der Wahrnehmung von Gemeinsamkeiten und Gemeinsinn bringen können.

Dazu werden u.a. gehören:

  • Zugang zu Webspace auf denen die Spieler/innen persönliche Trainingsanleitungen finden.
  • die Möglichkeit eigene Videos oder andere Dokument hochzuladen, die mit anderen geteilt werden können,
  • Ausschreibung eines Ideen-Wettbewerbes mit Prämierung von Beiträgen für die Homepage

Im Kern geht es bei dieser Art der Kaderarbeit darum, einen regelmäßigen Austausch zu gewährleisten und das Miteinander der Teams lebendig zu halten.

Über die Wirksamkeit dieser Instrumente, die dazu dienen sollen, das erforderliche Training als Vorbereitung nicht nur für internationale Einsätze lebendig zu halten, wird auf der DPV-Homepage laufend berichtet. Sicher lassen sich die Ergebnisse aus dieser Art der Kaderarbeit auch für die Landesverbände oder Vereine nutzen.

Espoir-Bundestrainer Daniel Dias hat per Videobotschaft ein Konzept vorgestellt, das bereits auf breite Zustimmung stößt. 

Anfrage über das DPV-Kontaktformular

Als letzte Meldung in diesem Block noch eine Nachricht, die den DPV über das Kontaktformular auf der Homepage erreichte – und die eines von vielen hoffnungsvollen Signalen für die „Nach-Corona-Zeit“ ist:

Nachricht: Hallo

Ich bin der Gastwirt auf der Tennisanlage des TC an der Sieg. Da die Mitgliederzahlen im Tennis zurückgehen, wurde ein Platz von fünfen stillgelegt. Dort sollen jetzt 3-4 Bouleplätze entstehen. Kann ich von ihnen Informationen zum Bau und Materialbedarf erhalten. Freundliche Grüße Achim K.

Die Resonanz auf die Klausur-Tagung zum Thema „Kommunikation im DPV und in den Landesverbänden“ am 8./9. Februar 2020 in Münster ist ein großer Grund zur Freude. Es haben sich heute schon mehr Interessierte gemeldet, als zu diesem ersten Termin berücksichtigt werden können. 

Nach wie vor können natürlich trotzdem Bewerbungen eingereicht werden, hierfür gilt nun ein Meldeschluss am 13. Januar 2020 (es war ursprünglich versäumt worden, einen solchen zu nennen) – anschließend berät das DPV-Präsidium – alle Teilnehmenden werden bis zum 20. Januar 2020 informiert.

Aufgrund des großen Interesses wird es wahrscheinlich auch noch einen Folgetermin für weitere potenzielle Mitarbeitende in Sachen „Kommunikation“ geben. Was ursprünglich als Schritt zu mehr Vielfalt in diesem Bereich gedacht war, könnte auf Sicht ein leistungsstarkes Netzwerk für den DPV und die LV werden.

Nach wie vor werden Plätze für diejenigen Landesverbände freigehalten, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben. Auch hier gilt der Meldeschluss. Sollten bis dahin aus diesem Bereich keine Anmeldungen vorliegen, werden diese Plätze an andere Interessierte vergeben.