Mit herzlichen Video-Grüßen von einigen der vielen ehrenamtlich Engagierten im DPV, sowie Spielerinnen und Spielern aus unseren Nationalkadern, wünscht der DPV ruhige, erholsame Festtage und einen gelungenen Rutsch in ein ganz großartiges, gemeinsames Jahr 2021!

In einer abendlichen Telefonkonferenz am 11. Dezember 2020 mit der Spitze des DOSB, unter der Leitung von dessen Präsident Alfons Hörmann, konnten als Vertreter des DBBPV e.V. Präsident Joachim Kamrad mit Jürgen Hatzenbühler und DPV-Präsident Michael Dörhöfer den Pétanque-Sport und die besonderen Anliegen seines Dachverbandes ausführlich vorstellen.

Die drei Kernpunkte, die hierbei erreicht werden sollten, lauten:

  • Pétanque wird in allen Ausprägungen (Tir, Tet, Doub., Trip.) als Individualsport anerkannt
  • Die drei Pétanque-Hallen in Gersweiler, Düsseldorf und Rastatt werden offiziell zu Kaderstützpunkten ernannt
  • Etwa 30 SportlerInnen aus den DPV-Nationalkadern erhalten eine Ausnahmeregelung für die Durchführung von DPV-Kader-Maßnahmen.

Allen drei Kernpunkten wurde im Ergebnis der Konferenz entsprochen. Als Beleg dieser Bestätigung hat der DOSB-Präsident Alfons Hörmann dem DBBPV die beiden hier hinterlegten Anschreiben zur Verfügung gestellt. Eines bezieht sich hierbei auf den DPV-Leistungssport, bei dem anderen geht es um den Boule- und Pétanque-Breitensport in Deutschland.

Selbstverständlich sind beide Ausführungen kein „Freibrief“ zur sportlichen Betätigung mit den Kugeln, wann und wo immer man möchte. Ausdrücklich muss darauf hingewiesen werden, dass in Zeiten der Pandemie immer die örtlichen Behörden die entscheidenden Vorgaben definieren und festsetzen. Die Zustimmung des DOSB zum Thema „Individual-Sportarten“ greift insbesondere dann, wenn genau diese wieder weiträumiger zugelassen werden.

Die allgemeine Bestimmung
Die Bestimmung für den Leistungssport

In großer Fleißarbeit hat der Kommunikations-Ausschuss jede Menge neuen Inhalt (Neudeutsch: Content) auf die DPV-Homepage gebracht. Unter der Federführung von Heinz Zabel, der auch die meiste Zeit in diese Arbeit investiert hat, und maßgeblich unterstützt von Marina Regelin, bleiben nun kaum noch Fragen offen. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die beiden, aber natürlich auch an Dirk Engelhard (Breitensport), Holger Franke (Schiedsrichter), Martin Koch (Trainerwesen) und Werner Prix (Schiedsrichter-Ausschuss) für deren tatkräftige Unterstützung.

Aufgrund der vielen neuen Informationen und Themenbereiche musste auch die Struktur des Hauptmenüs auf der DPV-Homepage angepasst werden. Alle wesentlichen Bereiche, die den Sport betreffen, finden sich hier jetzt unter (keine große Überraschung) „Sport“. Neu vertreten ist hier u.a. der gesamte Themenkomplex rund um das Boule-Sportabzeichen.

Neu aufgenommen wurde dort auch der Bereich „Trainerwesen“. Hier finden sich nicht nur Informationen zum Trainerwesen allgemein und zur Ausbildung. Insbesondere die Liste der Trainer in Deutschland, die noch nicht ganz vollständig ist, wird als echte Bereicherung angesehen. Hier bekommt jede/r Interessierte und jeder Verein ganz schnell die Information, wo in seiner Nähe ein Trainer verfügbar ist, was deren Schwerpunkte sind – und viele weitere Details. Hier kann man sich diese Liste schon einmal ansehen. Der DPV-Kommunikationsausschuss wünscht sich, gemeinsam mit dem Trainerwesen, dass diese Liste auch auf den Internet-Seiten der Landesverbände verlinkt wird.

Ebenfalls neu ist der Bereich „Breitensport“. Neben dem Ausschuss und seinen Konzepten findet sich hier auch der Bildungsplan für die laufende Saison, der auch unterjährig aktualisiert wird. Hier lohnt es sich also auch, zwischendurch einmal reinzuschauen. Neue Angebote werden aber natürlich auch prominent auf der Startseite veröffentlicht.

Erheblich erweitert wurden die Informationen rund um das Thema „Schiedsrichter“. Auch sämtliche DPV-Schiedsrichter und -Anwärter finden sich hier nun. Es gibt Unterlagen zur Schulung und Ausbildung, sowie ein Online-Training, das direkt auch am heimischen PC durchgeführt werden kann. Dies ist sicher nicht nur für Schiedsrichter interessant, sondern auch für Spieler/innen, die das Bedürfnis haben, gerne ein bisschen regelfester zu werden.

Schon seit längerem hat auch eine „DPV-Galerie“ Einzug auf der Homepage gefunden. Hier finden sich eine Menge Bilder von allen möglichen Veranstaltungen des DPV. Wer einzelne Motive für die eigene Öffentlichkeitsarbeit verwenden möchte, ist herzlich eingeladen, sich direkt unter kommunikation@petanque-dpv.de per E-Mail zu melden.

Außerdem behandelt wird an dieser Stelle das Thema „Anti-Doping“, noch in Arbeit ist ein Punkt „Presse“, an dem sich die verbandsunabhängigen Medien mit Informationen versorgen können.

Abschließend soll hier noch einmal ein herzliches „Danke schön!“ an Heinz Zabel wiederholt werden, der in stundenlanger Arbeit diesen neuen Content hinterlegt hat. Ansprechpartnerin für alle Trainer, die sich nicht in der Liste wiederfinden, dort aber gerne aufgenommen werden möchten, bleibt Marina Regelin, marina-regelin@dpvpetanque.de die sich entsprechend vor den Veröffentlichungen immer noch einmal mit dem Beauftragten für das Trainerwesen, Martin Koch, kurzschließt. Auch an Marina geht noch einmal ausdrücklich ein herzlicher Dank für ihr tolles Engagement!

Der 5. Dezember ist der internationale Tag des Ehrenamtes. Ins Leben gerufen wurde er von den Vereinten Nationen bereits im Jahr 1986, übrigens zwei Jahre und vier Tage nach der Gründung des DPV – ein Zusammenhang ist allerdings nicht bekannt.

Leider wissen die Wenigsten um die Bedeutung dieses Tages, leider wird viel zu wenig die Gelegenheit genutzt, einmal „Danke schön!“ zu sagen. Denn hierfür wurde dieser Tag ins Leben gerufen. Als Dank an all die, die in den Verbänden und Vereinen ihre Freizeit opfern, um sich für die Gemeinschaft nützlich zu machen, ohne selbst hierdurch irgendeinen unmittelbaren Vorteil zu haben.

Wie viele Menschen das auch im Boule- und Pétanque-Sport sind und welche Leistungsfähigkeit und Verantwortung sie ehrenamtlich auf sich vereinen, ist ebenfalls den wenigsten bekannt.

Dabei reicht schon ein Blick auf diejenigen, die sich in der Administration des DPV, als Zusammenschluss der Pétanque-Landesfachverbände, engagieren. Hier gibt es neben dem Präsidium noch die unterschiedlichen Gremien und Ausschüsse. Wenn man die Beauftragten, die Mitglieder im DM-Team,  im Finanzausschuss, im Sportausschuss, im Breitensportausschuss, im Schiedsrichterausschuss inkl. aller Schiedsrichter, im Kommunikationsausschuss, im Trainerausschuss und im Verbandsgericht zusammenzählt, kommt man schon auf fast 100 Personen. Alles Menschen, die in den Farben des Verbandes ihre Freizeit zum guten Gelingen der Wettbewerbe und ihrer Administration opfern.

Bis hierhin ist aber nur ein sehr kleiner Kreis der Ehrenamtlichen im DPV genannt. Wenn man die Landesfachverbände und die dort organisierten Vereine hinzurechnet, findet man weit über 3000 Menschen, auf die das oben genannte ebenfalls mindestens genauso zutrifft.

Bei all diesen Ehrenamtlichen möchte sich der DPV an diesem 5. Dezember 2020, dem Internationalen Tag des Ehrenamtes, ganz herzlich bedanken!

Wem fällt in den Verbänden und Vereinen noch jemand ein, bei dem oder der er oder sie sich einmal ganz gezielt bedanken möchte?

Wir freuen uns auf entsprechende Zuschriften, die wir gerne an dieser Stelle auch veröffentlichen. Sicher kann man vielen Menschen damit eine Freude machen und ein bisschen was von ihrem Engagement zurückgeben.

Hast Du Lust, dass wir Dein persönliches „Danke schön!“ an einen besonderen Boule- und Pétanque-Menschen hier veröffentlichen? Dann schick Deinen Text zum Thema bis zum 6.12.2020, 13:00 Uhr per E-Mail an kommunikation@petanque-dpv.de .

Die ersten zehn Einsender/innen erhalten einen Gutschein-Code über 10,– Euro für einen Einkauf im DPV-Online-Shop!

Ein „Danke schön!“ hat uns aus NRW erreicht, Alexis Jeremias schreibt: 

Danke an Wolfgang Dietrich und Harry Ziegert, die uns durch ihre tollen und professionell gestalteten VHS-Kurse in Kaarst zum Boulesport gebracht haben! 

Und Harry hat gesagt: „Sag‘ denen immer auch, dass ich dich trainiert habe😉“. 
Harry? Habe ich gemacht! 
Und unser „Pusher“ Wolfgang hat übrigens bereits rund 150 Leute mittels seiner VHS Kurse zum Boulesport gebracht!
Weiter so, gebt die Fackel weiter, das ist gelebter Breitensport. Bravo.
Alexis Jeremias und Miriam Zago

Ein weiterer Vorschlag aus NRW:

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt dem Geschäftsführer der Boulegemeinschaft Kettwig e.V.

Als „Spätberufener“ mit Haut und Haar dem Boulesport verfallen, ist er nach kürzester Zeit in die Mitverantwortung für einen der führenden Boulesportvereine in NRW eingestiegen.

Seit seinem unermüdlichen Engagement ist die Mitgliederzahl auf rd. 100 angestiegen, sieben Mannschaften sind für den Ligabetrieb vorgesehen.

Außerhalb Corona finden jede Woche unter seiner Leitung Turniere und Veranstaltungen in Kettwig statt. Die vereinseigene Boulehalle erlaubt durchgängigen Sommer und Winterbetrieb. Friedhelms Engagement kennt keine Jahreszeiten.

Besonders die Jedermann- Veranstaltungen Donnerstags und die Abendturniere Freitags finden auch überregionalen Zuspruch und dann lässt sich auch schon mal Spitzenspieler/innen in Kettwig sehen.

Veranstaltungen des Verbandes, Liga und Meisterschaften, haben ebenso einen erprobten Veranstalter in Friedhelm.

Es vergeht kaum ein Tag, ohne das Friedhelm im Boulodrôme gesichtet wird und er sich auch um die Dinge des Alltags wie Einkauf, Entsorgung, Abrechnung und vieles andere mehr kümmert.

Friedhelms Leistung ist schlicht herausragend und außergewöhnlich.

Danke und Glückauf von Dieter Nakelski

Friedhelm Meiß, Boulegemeinschaft Essen-Kettwig e.V.

Am 22. November 2020 fand der ordentliche Verbandstag der DPV-Landesverbände statt – natürlich in virtueller Form. Vertreter/innen aller Landesverbände sowie das vollständige DPV-Präsidium, versammelten sich vor den heimischen Monitoren. Ergänzt wurde die Runde durch einige Beauftragte des DPV: Susanne Schmidt (Gleichstellung), Herbert Dressbach (Bundesliga und Länderpokal), Heinz Zabel (Video- und Live-Berichterstattung) sowie Volker Hübchen (Lager und Archiv). Der DBBPV-Präsident Joachim Kamrad und das DPV-Ehrenmitglied Peter Blumenröther nahmen ebenfalls als Gäste an diesem Verbandstag teil. Etwa 30 Menschen gleichzeitig in einer Video-Konferenz, das erfordert eine Menge Disziplin und Organisationstalent.

DPV-Präsident Michael Dörhöfer eröffnete pünktlich den Verbandstag und berichtete von dem Stand der „Hausaufgaben“, die nach dem letzten Hauptausschuss durch die Landesverbände aufgegeben wurden.

  1. Der Geschäftsverteilungsplan wurde gendergerecht umgestellt, alle anderen Dokumente werden nach und nach angepasst. Es wird noch kleine Korrekturen geben zur Verdeutlichung der Aufgaben.
  2. Die Entwicklung der Fördermittel und der eingesetzten Eigenmittel wurden graphisch dargestellt. Es konnte ein deutlicher Fördermittelzuwachs ohne Steigerung der eingesetzten Eigenmittel verzeichnet werden. Offensichtlich werden dadurch die Aktivitäten im Bereich DBBPV respektive die Hygienekonzepte des DPVs und des DBBPVs honoriert.
  3. Ein Hygienekonzept ist derzeit in Abstimmung mit dem DOSB / TÜV Rheinland und soll im Dezember im Grobkonzept fertiggestellt sein. Dies soll Vereine und Verbände bei der Verhandlung mit den zuständigen Behörden unterstützen.

Der DPV-Präsident bedankte sich bei allen Funktionären für die geleistete Arbeit in einem vermeintlich ruhigem Geschäftsjahr 2020. Natürlich waren die sportlichen Events in 2020 rar gesät, allerdings die überregionalen Aufwände und die organisierten Maßnahmen deutlich aufwendiger.

Der Präsident des LV Nord, Andreas Creutzberg, unterstrich dies und bedankte sich im Namen aller Landesverbände beim Präsidium und den Beauftragten für die hervorragende Arbeit in 2020.

Die Berichte der Präsidiums-Mitglieder waren den Landesverbänden im Vorfeld zur Verfügung gestellt worden.

Das „nichts los“ war, wurde auch durch den Tätigkeitsbericht des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation nicht bestätigt. Über 120 Mitteilungen und Berichte, über 50 Spielreportagen, finden sich auf der neu aufgesetzten Homepage des DPV seit Anfang 2020. Hier natürlich der durch den Landesverband NRW dominierte Länderpokal 55+, als vorläufig letztem organisiertem Wettkampf im DPV. Es finden sich dann aber halt auch eine ganze Reihe von Informationen über das „Boule in der Pandemie“ – und breiten Raum greift darüber hinaus die „Fête de la Pétanque“ in Fürth. Hier waren sich auf dem Verbandstag alle einig, dass diese Tage des Breitensports, eingerahmt vom „Deutschland-Cup 55+“ am ersten und dem „Deutschland-Cup Espoirs und Senioren“ am zweiten Wochenende keine Eintagsfliege bleiben sollen. Ein herzlicher Dank ging an dieser Stelle noch einmal an die Verantwortlichen vor Ort, allen voran Klaus Junge und Ulrich Blendinger vom TSV 1860 Fürth e.V.

Die größte Aufmerksamkeit bekam naturgemäß der Bericht des DPV Vizepräsidenten Hartmut Lohß, der wiederum wie gewohnt keine Gründe zur Beanstandung lieferte. Selbiges bestätigten auch die Kassenprüfer Klaus-Dieter Kielgast, Heiko Kastner, René Franke und Achim Fischer. Im Anschluss an deren Berichte wurde der DPV-Vorstand einstimmig durch die Landesverbände entlastet.

Bei den anschließenden Wahlen ging es um die Bestätigung des DPV-Vizepräsidenten Inneres, Dirk Engelhard, der in der laufenden Periode als Ersatz für die aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedene Bettina Tittes eingesprungen war. Dirk Engelhard hat in der noch kurzen Zeit seines Wirkens bereits enorm viel im Zusammenhang mit DPV-Breitensport-Aktivitäten auf den Weg gebracht. So war zum Beispiel die gesamte „Themenwoche Breitensport“ in Fürth unter seiner Ägide ins Leben gerufen und durchgeführt worden. Nicht nur hierfür erntete er reichlich Komplimente und wurde entsprechend einstimmig vom Verbandstag in seinem Amt für die kommenden drei Jahre bestätigt.

Ebenfalls neu gewählt werden musste der Vorsitzende des DPV-Verbandsgerichtes. Über lange Jahre hatte Michael Fey (NRW) diesen Posten inne, der allerdings bereits vor geraumer Zeit angekündigt hatte, hierfür nicht mehr zur Verfügung stehen zu wollen. Der DPV bedankte sich u.a. mit einem kleinen Geschenk bei Michael Fey für die geleistete Arbeit. Es war klar, dass es nicht einfach werden würde, einen annähernd ähnlich kompetenten Menschen zur Neubesetzung dieses Amtes zu finden. Dies ist aber gelungen. Mit Simon Bergmann erreichte den DPV-Verbandstag aus Berlin eine Bewerbung, die es nicht schwierig machte, auch ihn einstimmig in diese Position zu wählen. Simon Bergmann bringt umfangreiche Erfahrung als Justiziar im Dienst des Sportes mit in das Amt. Unter anderem gehören der DOSB, die FIFA, weitere nationale und internationale Verbände, Vereine und Spitzensportler zu seinen Klienten.  Der DPV freut sich, solch einen hochkarätigen Nachfolger für die großen Fußabdrücke, die Michael Fey hinterlassen hat, gewonnen zu haben.

Den Wahlen folgte die Vorstellung des Rekord DPV-Etats für die Saison 2021.  Sowohl der DOSB als auch das Bundesministerium für Inneres haben wegen der Pandemie zusätzliche Budgets zur Verfügung gestellt, um den Spitzensport in Deutschland wettbewerbsfähig zu halten. Der Anteil dieser Mittel darf allerdings auch nur an diesen Zweck gebunden verwendet werden. Dieser Posten hat zwar einen beachtlichen Anteil von etwa 40 %, es bleiben aber auch ausreichend Mittel zur besonderen Förderung von Leistungen, die nicht direkt dem Spitzensport zugeordnet werden. Drei wesentliche Punkte zur Investition in die Zukunft hat der DPV-Verbandstag in diesem Zusammenhang aufgegriffen: eine höhere Förderung der Breitensport-Aktivitäten, dasselbe für die Jugendarbeit und den Auftrag zur Entwicklung einer leistungsstarken Verbandssoftware. Ziel ist es neue sportliche Angebote für die Mitglieder, Vereine und Landesverbände zu schaffen und gleichzeitig den administrativen Aufwand bei der Organisation deutlich zu senken.

Die DPV-Verbandssoftware wird eine zentrale Lösung für alle Landesverbände und deren angeschlossenen Vereine sein. Hier werden regional und national die Mitglieder mit und ohne Lizenz, genauso wie die von LV zu LV unterschiedlichen Gebühren, verwaltet. Die Liga-Ergebnisse, quer über alle Landesverbände, von der Kreisliga bis zur Landes- und Bundesliga werden hier erfasst, verwaltet und veröffentlicht. Die Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften und Masters-Turniere werden hier ebenso zentral verwaltet und veröffentlicht, wie die jeweils aktuelle DPV-Rangliste und die regionalen Ranglisten aus den Landesverbänden. Diese Software-Lösung wird modular aufgebaut und zunächst in Baden-Württemberg und dem Saarland in einen Testbetrieb genommen, bevor sich weitere Landesverbände anschließen. Im ersten Jahr hat der DPV-Verbandstag hierfür einen Etat-Posten von 30.000,– Euro beschlossen. In den Folgejahren ist geplant die laufenden Kosten zur Hälfte vom DPV und zur anderen Hälfte – abhängig von der jeweiligen Mitgliederzahl –  von den Landesverbänden getragen. Auch das Leistungsportfolio dieser gemeinschaftlichen Software-Lösung soll regelmäßig erweitert werden. In der Spitze ist es das Ziel, mit Hilfe der Software eine vollständig kontaktlose Turnierleitung zu realisieren. Keine Warteschlangen oder Aufläufe bei der Auslosung, Ergebnismeldung oder Bekanntgabe der nächsten Runde mehr. Weder bei Deutschen Meisterschaften noch bei Veranstaltungen der Landesverbände – am Ende soll dieses Leistungsmerkmal von jedem Verein genutzt werden können.

Die Software bringt darüber hinaus den wichtigen Effekt, den Aufwand der Ehrenamtlichen in den verschiedenen Gremien wesentlich zu reduzieren. Dies kann ein wichtiges Instrument dazu sein, die Hemmschwelle bei der Entscheidung für die Übernahme eines Ehrenamtes wesentlich zu senken. Diese Lösung ist gleichzeitig so ausgelegt, dass bestehende, funktionierende und bewährte Systeme, mit denen in einzelnen Landesverbänden teilweise schon lange gearbeitet wird, integriert werden können. Es soll ausdrücklich nicht das ganze „Rad neu erfunden“ werden.

Der DPV-Verbandstag startete um 10:00 Uhr morgens und endete gegen 16:30 Uhr, nur unterbrochen von einer einstündigen Mittagspause. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – in schwierigen Zeiten wie diesen gilt es, besonders kreativ zu sein, neue Impulse zu setzen und sich für die Zukunft stabil zu positionieren. Die DPV-Landesverbände haben sich selbst und ihr Präsidium an diesem Sonntag hierfür bestens ausgestattet.

Der DPV bekommt einen eigenen Online-Shop. Was ursprünglich als verbandsinternes Portal zur Koordination der Bekleidung von DPV-Offiziellen, Mitgliedern der Kader, der Ausschüsse oder z.B. dem DM-Team, gedacht war, beinhaltet nun auch darüber hinaus gehende Angebote: Info-Material und klassische Merchandising-Artikel.

Insbesondere die steigende Nachfrage nach Info-Material zum Thema Boule und Pétanque gaben den Anstoss, hier ein offenes Verkaufsportal einzurichten. Auf diversen Deutschen Meisterschaften und ganz aktuell bei den Wettbewerben in Fürth 2020, wurde ebenfalls wiederholt nachgefragt, ob man DPV-Zielkugeln, Kappen, Tassen, Schals und Ähnliches irgendwo erwerben kann. All dies findet sich nun nun in dem Online-Shop, der ab Montag, dem 23. November 2020, offiziell zur Verfügung steht.

Die Angebote sind aktuell noch übersichtlich, sollen aber Stück für Stück, auch durch Impulse und Vorschläge aus dem Kreis der Interessierten, aufgestockt werden. Natürlich sind auch gute Ideen Dritter herzlich willkommen. Der „Praxis-Leitfaden Boule“ von Michael Weise und Norbert Koch aus NRW ist ebenso im Angebot, wie demnächst das Lehrbuch „100 Tipps…“ des DPV-Bundestrainers Daniel Dias. Wer sich das Angebot schon einmal anschauen möchte, ist mit einem Klicke hier schon im Shop.

 

Das Präsidium hat Jannik Schaake und Gabriel Huber, Betreiber des Internet-Portals Petanque aktuell, mit der goldenen DPV-Ehrennadel ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel wird für besondere sportliche Leistungen oder besondere Verdienste überreicht. Häufiger Anlass hierzu sind Jubiläen von ehrenamtlich Tätigen, die sich über einen Zeitraum von 25 Jahren oder mehr in ihren Ämtern engagiert haben. Jannik und Gabriel dürften damit die jüngsten Aktiven sein, die diese Auszeichnung jemals erhalten haben.

Mit dem Auftreten der Corona-Pandemie in Deutschland 2020 und dem damit einhergehenden gesellschaftlichen Lockdown durch die Bundesregierung, Länder und Kommunen, sind die beiden Geehrten aktiv geworden.

Über ihre Internet-Plattform und über soziale Medien habe sie einen Online-Schusswettbewerb ins Leben gerufen und durchorganisiert. Die Teilnehmenden haben hierbei ihre Schüsse live dokumentiert, die Ergebnisse wurden von Pétanque aktuell gesammelt und ausgewertet. Beim größten dieser Wettbewerbe waren über 200 Spieler/innen beteiligt. Insgesamt über alle Corona-Shootings bis zur Jahresmitte 2020 gab es über 500 Teilnehmende.

Jannik und Gabriel haben nicht nur viel Freizeit für die Begleitung der Wettbewerbe geopfert, sondern auch die große Verantwortung für eine saubere Auswertung und Platzierung der Spielerinnen und Spieler übernommen.

Durch ihr Engagement haben sie einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, den Petanque-Sport in Deutschland, auch in Zeiten des allgemeinen Stillstands, lebendig zu halten. Der DPV bedankt sich herzlich für diese großartige Leistung und empfindet die Auszeichnung mit der goldenen DPV-Ehrennadel als absolut gerechtfertigt.

Zum neuerlichen Stillstand in Deutschland ab dem 01. November 2020 hat Pétanque Aktuell die Corona-Shootings wiederbelebt.

Jannik Schaake (links) und Gabriel Huber.

Am 17. und 18. Oktober 2020 fand auf der hessischen Tromm eine Sitzung des DPV-Hauptausschusses statt. In einem ersten Teil am Samstag-Abend und in der Fortsetzung ab dem Sonntag-Morgen diskutierten die DPV-Landesverbände untereinander und gemeinsam mit dem Präsidium die abgelaufene Saison 2020 und die Pläne für die Saison 2021. Die wenigsten können sich daran erinnern, dass es – wie an diesem Wochenende – schon einmal gelungen war, wirklich sämtliche Vertreter/innen der unterschiedlichen Gremien zu einer gemeinsamen Sitzung mit am (teils virtuellen) Tisch zu haben.

Es war eine sogenannte „Hybrid-Konferenz“: das DPV-Präsidium, ergänzt durch die Beauftragten Susanne Schmidt (Gleichstellung), Dale Smith (Anti-Doping), Martin Koch (Trainerwesen) und Heinz Zabel (Kommunikation), teilte sich einen großen Raum. Die Vertreter/innen der Landesverbände, ergänzt durch den DPV-Vizepräsidenten Inneres Dirk Engelhard und den DBBPV-Präsidenten Joachim Kamrad, waren per Videoschalte über eine große Leinwand an den Diskussionen beteiligt. Deutlich überwiegend wurde diese Form einer Konferenz von den Teilnehmenden – nach einer entsprechenden Eingangsfrage – als positiv und zielführend bewertet.

Der Rückblick auf die ablaufende Saison 2020 war diesmal (der Pandemie geschuldet) natürlich ein ganz anderer. Die zum Teil sehr unterschiedlichen Auflagen einzelner Bundesländer und Kommunen zum lokalen Sportbetrieb bringen neue Verantwortungen, die zu bewältigen sind. Der Abstimmungsprozess in einem föderalen System kann sich unglaublich schwierig gestalten. Umso beeindruckender war die deutlich überwiegende Bereitschaft, diese Herausforderungen anzunehmen, eben nicht den „Kopf in den Sand“ zu stecken. Auch wenn weniger Veranstaltungen stattfinden konnten, haben die DPV-Landesverbände, genauso wie eine Vielzahl von Vereinen, dafür gesorgt, dass der Petanque-Sport in Deutschland lebendig geblieben ist. Boule und Pétanque bieten deutlich eher als die meisten anderen Sportarten die Chance, an der frischen Luft aktiv zu bleiben – und diese Chance wurde vorbildlich genutzt. Der DPV-Präsident Michael Dörhöfer bedankte sich ausdrücklich bei allen Aktiven für die ein nomineller „Stillstand“ plötzlich im Gegenteil viel mehr Aufwand und Einsatz bedeutete und erforderte. Die große Boule-Familie in Deutschland hat allen Grund, stolz auf das geleistete zu sein.

Ein Highlight aus DPV-Sicht war natürlich die „Fête de la Pétanqe“ in Fürth, mit den beiden Wochenenden zu den Deutschland Cups und den zehn dazwischen liegenden Workshops und Vorträgen zu unterschiedlichen Themen des Pétanque-Breitensports. Hier bedankte sich Dirk Engelhard für die rege Teilnahme vor Ort und berichtete, dass er mit großer Zuversicht auf die Entwicklung des Themas in Kooperation mit den Landesverbänden blickt. DPV-Präsident Michael Dörhöfer bedankte sich ausdrücklich auch hier bei allen Beteiligten. Tolle Fortschritte hat auch die DPV-Homepage gemacht. Im Detail und im „Großen und Ganzen“ hat hier insbesondere Heinz Zabel in stundenlanger Fleißarbeit für große Schritte in die richtige Richtung gesorgt. Die Fertigstellung des DPV-Online-Shops ist ebenfalls in der finalen Phase, spätestens zum DPV-Verbandstag wird auch diese Plattform den Pétanque-Sport in Deutschland bereichern.

Detaillierte Berichte zur abgelaufenen Saison in den einzelnen Ressorts liefern die jeweiligen DPV-Vizepräsidenten zum DPV-Verbandstag 2020.

Online waren alle Landesverbände vertreten, auf dem Bild fehlt Thomas Schorr, der für das Saarland teilgenommen hat.

Die Berichte aus den Landesverbänden

Im NPV wurden als Ersatz der vielen ausgefallenen Veranstaltungen ein Pokal ausgespielt und einzelne Vereins-Turniere besonders gefördert. Außerdem hat man die Zeit genutzt um eine „Zukunftswerkstatt“ für die weitere Entwicklung des Landesverbandes zu konstituieren. Die alternativen Angebote im LV Nord stießen hingegen nur auf übersichtliche Resonanz. Der BPV NRW hat ebenfalls erfolgreich und mit erweitertem Teilnehmer-Feld einen Pokal ausgespielt, außerdem konnte dort der Vorstand des LV wieder komplettiert werden. Ein lizenzfreier Charity-Cup, der in Hessen durchgeführt wurde, verlief sehr zufriedenstellend. 

Die Hessen befinden sich außerdem in der Zielgeraden zur Aufnahme in den Hessischen Landessportbund. In einem nächsten Termin am 7. November 2020 werden hier die nächsten Schritte besprochen. Im LV Baden-Württemberg wurde man besonders kreativ. Hier half ein „Boule-Kunst-Fotowettbewerb“ durch die kontakt- und ereignislosen Zeiten. Die Endrunde des BPV 4er-Cps in Rastatt musste dort allerdings leider noch einmal verschoben werden. Im kleinen Landesverband Berlin ist es überraschend gelungen, viele reguläre Wettbewerbe auf den drei großen Vereinsgeländen der Stadt durchzuführen. Ein Liga-Spielbetrieb fand allerdings auch hier nicht statt. Letzteres galt auch für Rheinland-Pfalz, wo allerdings ein Trainingsbetrieb und einzelne Vereinsturniere reibungslos liefen. Bayern meldete für das zweite Quartal einen kompletten Stopp der Pétanque-sportlichen Aktivitäten, zum Start des zweiten Halbjahres wurden allerdings, wie in andere LV, alternative Cups zum üblichen Sportgeschehen durchgeführt. Der LV Saarland konnte von drei Landesmeisterschaften und diversen Turnieren berichten, die trotz der erheblichen Einschränkungen durchgeführt wurden. Auch im von der Anzahl der Spieler/innen übersichtlichen Landesverband Ost standen die Räder nicht still. Die Durchführung des PV Ost-Cup war ein Erfolg, Liga und Landesmeisterschaften mussten allerdings abgesagt werden. Ein Wettkampfsport wurde durch kleinere Turniere einzelner Vereine lebendig gehalten. Die LV, die dabei waren, lobten insgesamt die Veranstaltungen in Fürth und sprachen sich für eine Fortsetzung der Deutschland-Cups in dieser oder leicht modifizierter Form aus.

Die Berichte der Beauftragten

Martin Koch, neuer Beauftragter für das Trainerwesen, plant in seinem Verantwortungsbereich einen Strategiewechsel. In der Ausbildung von Trainern sollen spezifische Workshops jeweils für die Bereiche „Leistungssport“ und „Breitensport“ etabliert werden – eine entsprechende Richtlinie ist in Arbeit. Ein weiteres Ziel im Trainerwesen ist es, dass alle National-Trainer die Ausbildung zum Trainer B absolviert haben sollen. Dies gilt für die jetzigen und für alle zukünftigen Trainer. Darüber hinaus ist eine Stärkung der frauenspezifischen Trainerausbildung in Arbeit.

Auch das DPV-Präsidium tagte im Vorfeld der Hauptausschuss-Sitzung in einer hybriden Variante.

Susanne Schmidt bedauerte, dass im Bereich „Gleichstellung“ zwei für 2020 angesetzte Treffen in Hessen und Berlin abgesagt werden musste. Erfreulich war es hingegen, dass in Fürth zwei Landesverbände prämiert wurden, die sich besonders für die Stärkung der Frauen im Pétanque-Sport eingesetzt haben. Die LV Baden-Württemberg und Hessen konnten sich jeweils über einen Scheck zur weiteren Förderung in Höhe von 1.000,– Euro freuen.

Der Anti-Doping-Beauftragte Dale Smith betonte in seinem Bericht, dass die Arbeit eines Ressorts wie seinem mittlerweile eine absolute Grundlage für die finanzielle Förderung von Sportverbänden ist. Er stellte Schulungen in den einzelnen Landesverbänden für 2021 in Aussicht, um bei deren Beauftragten das Bewusstsein für das Thema entsprechend zu erweitern. Dale nutzte auch das persönliche Treffen vor Ort mit dem Kommunikationsbeauftragten Heinz Zabel, um die Hinterlegung entsprechender Informationen auf der DPV-Homepage auf den Weg zu bringen. Dies wurde in kürzester Zeit erledigt, alle Informationen sind dort nun verfügbar.

Heinz Zabel wiederum kündigte darüber hinaus eine wesentliche Erweiterung der Informationen zu den Themen „Breitensport“ und „Training / Trainerwesen“ auf der DPV-Homepage an.

Der Ausblick auf die Saison 2021

Nach Rücksprache mit dem CEP und FFPJP wurde bestätigt, dass alle internationalen Events 2021 geplant und vorbereitet werden. Auch der Kongress im April 2021 findet statt. Analog hierzu wird sich natürlich auch der DPV entsprechend vorbereiten und ebenfalls alle nationalen Events planen und vorbereiten.

Mit Rücksicht auf die nicht vorhersehbaren Möglichkeiten des Pandemie-Jahres 2021 schlägt der DPV eine Umstrukturierung der ansonsten üblichen Abläufe nationaler Veranstaltungen vor. Mit Blick auf die Abhängigkeit von den Außentemperaturen – in Zeiten von Corona finden alle Großveranstaltungen im Außenbereich statt – lautet eine Maxime entsprechend: „So spät wie möglich starten, so früh wie möglich abschließen.“ Darüber hinaus soll es eine „Ampel“ geben, die von den Vorgaben der jeweiligen Kommunen, Bundesländern oder der Bundesregierung in Sachen „Status der Infektionen“ gesteuert wird. Ist die Situation entspannt genug (grün), werden z.B. Deutsche Meisterschaften in gewohnter Form durchgeführt. Gibt es Grund zur Besorgnis (gelb), soll das Teilnehmerfeld bei den DM halbiert werden. Ist die Situation nicht beherrschbar (rot), finden DM in diesen Zeiträumen nicht statt.

Aufgrund der geringeren Zahl an Teilnehmenden, soll zunächst am Wochenende 22./23.05.2021 die DM Tête à Tête und Tireur stattfinden. Es folgt am 19./20.06.2021 die DM Doublette. Vom 15.–18.07.2021 soll in Lausanne die WM Triplette ausgerichtet werden. Am Wochenende 17./18.07.2021 ist ein DPV-Länderpokal aller Altersklassen (inkl. 55+), analog zur „Fürther Fête“, geplant, im Rahmen dessen es Live-Übertragungen von der WM auf großen Video-Leinwänden geben soll. Die DM Doublette Mixte ist für den 24./25.07.2021 geplant, die Triplette-DM für den 28./29.08.2021. Die DM 55+ soll am 18./19.09.2021 stattfinden. Abgerundet wird die DM-Saison 2021 durch die Triplette- und Tir-DM der Frauen am 25./26.09.2021. Grundsätzlich gilt noch einmal: alle Wettbewerbe werden im Freien durchgeführt.

Einigkeit herrschte in dem Punkt, dass es unter allen Umständen möglich gemacht werden soll, in der Saison 2021 die Deutsche Pétanque-Bundesliga stattfinden zu lassen.

Der DPV ist zuversichtlich, auch bei einer Gefahrenlage in Sachen Covid 19, wie sie zur Veranstaltung in Fürth vorlag, die Wettbewerbe durchführen zu können. Nicht zuletzt war die „Fête de la Pétanque“ ja auch so etwas wie eine „Generalprobe“ für die Durchführbarkeit großer Wettbewerbe im Jahr 2021.

Der Etat 2021 – inklusive der Betrachtung der Beiträge für das Folgejahr – wird auf dem DPV-Verbandstag am 21./22.11.2020 besprochen (hierzu werden Szenarien auf Wunsch der DPV-Landesverbände berechnet) und verabschiedet. Dieser Verbandstag wird dann allerdings (ebenfalls der sich abzeichnenden Situation zu dieser Zeit geschuldet) wieder als rein virtuelle Veranstaltung, mit den jeweiligen Teilnehmenden am heimischen Monitor, durchgeführt.

Das Abebben der Infektionszahlen in Deutschland von Ende Mai bis Ende September war eine willkommene Gelegenheit, schon wieder die eine oder andere sportliche und administrative Präsenzveranstaltung durchzuführen. Nun steigen seit einigen Wochen die Werte wieder, und es geht zurück auf die Bildschirme, in den virtuellen Raum.

Nicht nur die Trainer des DPV arbeiten immer umfangreichere Maßnahmen aus, entlang derer die Kader-Spieler/innen auch ohne persönliche Treffen Unterstützung in Sachen Koordination, Ausdauer, Technik und Taktik erfahren können. Hilfreich sind hier insbesondere die zahlreichen Mitschnitte von Spielen der Deutschen Nationalmannschaften, die räumlich getrennt aber doch miteinander von Trainern und Spieler/innen angeschaut, analysiert und bewertet werden. Hierbei geht es nicht nur um Technik und Taktik, es geht auch um das Auftreten der Teams. Sieht man ihnen die Sorge vor einer Niederlage an? Ist die Mannschaft wegen einer hohen Führung zu selbstsicher und sorglos? Wie sind die Aufgaben im Team verteilt und wie werden sie erledigt?

Auch die DPV-Schiedsrichter koordinieren die Erledigungen der letzten Themen bis zum Ende der Saison 2020 rein virtuell – es lebe die Video-Konferenz.

Last but not least werden zum DPV-Verbandstag 2020 ebenfalls wieder alle Beteiligten vor ihren heimischen Monitoren teilnehmen, anders als bei der gerade durchgeführten „Hybrid“-Hauptausschuss-Sitzung, zu der das DPV-Präsidium plus Beauftragter gemeinsam einen großen Raum auf der Tromm nutzten – und alle LV-Vertreter per Zoom auf eine Leinwand übertragen wurden. (Bericht zu letzterem Treffen folgt noch)

Bis zum Ende des Jahres 2020 hat das DPV-Präsidium sämtliche Präsenz-Veranstaltungen abgesagt – gemeinsam freuen wir uns auf bessere Zeiten mit einem beherrschbaren oder gar besiegten Covid19-Virus.

young-meeting und Jugendverbandstag in Duisburg

Ein Bericht aus der Zeit vor dem Shutdown

Am 07./08. März kamen in der Sportschule Wedau die Vertreter*innen der Landes-Pétanquejugenden und der Jugendvortand zum alljährlichen Treffen zusammen. Parallel dazu trafen sich wieder interessierte Jugendliche zum young-meeting (dazu im Folgenden mehr).

 

Die Delegierten tauschten sich untereinander und mit dem Jugendvorstand über die Jugendarbeit in Ihren Landesverbänden und in der dpj aus. Besonderes Augenmerk lag neben diesem Austausch auf der Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt (PsG), für die die dpj und der DPV in 2020 noch einige strukturelle Änderungen vornehmen müssen. Leider blieben bei den Wahlen der Vorstandsmitglieder zwei Posten vakant, sodass der Jugendvorstand noch engagierte Menschen zur Mitarbeit sucht (bei Interesse bitte melden unter jugend@petanque-dpv.de).

Dass ein solches Engagementjede Menge gute Ergebnisse bringen kann, zeigt der Bericht zum young-meeting von der jungen Engagierten Marie Hoffmann:

Dieses Jahr, am 7./8. März, hat wiederholt das young-meeting mit dem Jugendverbandstag stattgefunden. Dazu haben sich der dpj-Vorstand, sowie die Jugendwarte aller vertretenden Bundesländer und 6 Jugendliche aus Hessen, NiSa und NRW in der Sportschule Duisburg-Wedau zusammengefunden.

Am Samstag, den 7. März, sind alle nach und nach um 13:00 Uhr in Duisburg angekommen. Nachdem sich jeder in seinem Zimmer eingecheckt hat wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen in das Wochenende gestartet. Um 13:45 Uhr hat der Jugendverbandstag begonnen, indem die Jahresberichte von den Landesverbänden vorgestellt worden sind. Danach wurde Stück für Stück die vorgegebene Tagesordnung abgearbeitet. Wir, die Jugend, konnten somit etwas hinter die Kulissen der Landesverbände schauen und entdecken welche Arbeit hinter den Jahresereignissen steckt.

Gegen 15:30 Uhr hat das young-meeting begonnen. Daran haben dieses Jahr Pascal Neu und Kati Kuipers aus Niedersachsen, Kim Stenzel und Julia Pfeiffer aus Hessen und Jamie-Lee Busse und Marie Hoffmann aus NRW unter der Leitung von Andreas Endler teilgenommen. Während den 2 Tagen haben wir uns mit diesen 3 Hauptthemen beschäftigt:

1)      Wie kann man Boule „noch cooler“ gestalten?

2)      Kalender mit allen Terminen

3)      Juniorteam

Dazu, wie man Boule „noch cooler“ gestalten kann, sind uns Motto-Turniere in den Sinn gekommen. Darunter haben wir uns Turniere mit bestimmten Themen wie Hawaii, Schwarzlichtlicht, Handicap oder Cocktails vorgestellt.

Unter dem Kalender mit allen Terminen verstehen wir ein App in der man jegliche Turniere eintragen kann, sodass man eine vollständige Übersicht hat, auf die jeder zugreifen kann. Dennoch steht dazu noch nichts fest.

Das Juniorteam war ein Punkt über den am meisten gesprochen wurde. Das Juniorteam ist eine Gruppe Jugendlicher aus jeglichen Landesverbänden, die sich übers Jahr hin selbstausgewählten Projekten widmen und somit im Kontakt mit dem dpj stehen, um diese auch durchzuführen. Am Wochenende ist das Juniorteam entstanden, sodass schon viel geplant worden ist. Zum Beispiel gibt es eine Whatsapp-Guppe sowie eine Instagram-Seite und in Zukunft sind Treffen sowie Absprachen geplant.

Nachdem wir am Sonntag unsere Ideen vorgestellt haben und die Erwachsenen Verbesserungsvorschläge geben und Kritik ausführen konnten ließen wir das Zusammenkommen mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen und verabschiedeten uns gegen 14:00 Uhr.

Marie Hoffmann