Aufgrund eines Missverständnisses zwischen der Redaktion und den Dienstleistern sind auf der Homepage des Deutschen Pétanque Verbandes am Sonntag, dem 9. Dezember 2019, vorübergehend Werbeanzeigen mit automatisch generiertem Inhalt angezeigt worden.

Die Themen dieser Anzeigen richten sich nach dem Surf-Verhalten der jeweiligen User im Internet und werben beispielsweise bei Hobbyköchen für Rezepte, bei Musikern für Instrumente oder bei Motorradfahrern für entsprechendes Zubehör.

Auf Sicht der nächsten Wochen wird es auf der DPV-Homepage mit Sicherheit auch Werbepartner geben, allerdings solche, zu denen ein persönliches Verhältnis und mit denen lineare Verträge bestehen. Wir werden allerdings auch insbesondere darauf achten, dass die Platzierung und Größe von Werbung proportional den Informationsgehalt der Homepage nicht beeinträchtigt.

Unter keinen Umständen werden wir uns mit diesem Medium einem Konzept anschließen, bei dem wir nur mutmaßen können, was den Besuchern unserer Seite prominent offeriert wird.

Am 24. November 2019 fand in Düsseldorf der DPV-Verbandstag statt. Gemeinsam mit den Vertretern der Landesverbände (nur Ost und das Saarland fehlten entschuldigt) zog der DPV-Vorstand die Bilanz eines ereignisreichen Jahres 2019. Hierbei lohnte sich sowohl ein Blick auf die Ergebnisse, die die DPV-Teams auf internationalem Parkett eingefahren hatten, als auch „hinter die Kulissen“ des Sportbetriebs. Und natürlich schaute man auch „nach vorn“: welche Schwerpunkte will man in Zukunft zum Thema „Förderung des Pétanquesports“ setzen?

Den Reigen der Berichte eröffnete Martin Schmidt, der das Amt des DPV-Vizepräsidenten Sport bis zu diesem Verbandstag kommissarisch inne hatte und sich später zur Wahl stellte. Sein Thema war unter anderem die erfolgreiche Premiere des Länderpokals 55+, der nun eine feste Größe im Wettkampf-Kalender des DPV wird. Weiterhin verwies Martin auf die erfolgreiche Besetzung der Ämter des Bundesliga- und Länderpokal-Beauftragten, sowie eines Beauftragten für die Rangliste. Mit Herbert Dressbach und Marcus Faltermann konnten hier ebenso engagierte wie kompetente Mitstreiter gefunden werden. Ebenfalls wieder neu ins Leben gerufen wurde der DPV-Sportausschuss, in dem neben Hubert Dressbach(Hessen), Jürgen Hatzenbühler (Rhld.-Pfalz) und Uwe Büttner (Bayern), mit Ingeborg Weber (BaWü) und Sabine Friedel (Ost) auch zwei Frauen aktiv sind. Der Sportausschuss wird sich zunächst um die notwendige Aktualisierung der Sportordnung und Richtlinien kümmern, hat aber auch das Thema „2. Bundesliga“ auf der Agenda.

Weiterhin ging Martin auf die Kaderarbeit ein, die aus seiner Sicht in Zusammenarbeit mit den Leistungsportreferenten und Bundestrainern auf einem erfolgreichen Weg ist. Für das Thema „sauberer Sport“ werden aktuell noch ehrenamtliche Helfer aus den Landesverbänden gesucht, u.a. um den Umgang mit der sportlichen Rechtsliteratur breiter aufzustellen.

Wurde mit einem herzlichen Dank verabschiedet, der ehemalige DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke.

Der DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke, erlebte seinen letzten Verbandstag in dieser Funktion, er erklärte, sich aus Zeitgründen nicht mehr zur Wiederwahl stellen zu können. Seinem Ressort war es in 2019 einmal mehr gelungen, den reibungslosen Ablauf sämtlicher Deutschen Meisterschaften sicherzustellen. Ein Highlight war hierbei mit Sicherheit die DM Triplette in Bad Pyrmont, die vom Ambiente und der Gastfreundlichkeit her die Messlatte für solche Wettkämpfe sehr hoch gelegt hat. Auch für das Jahr 2020 konnte Wilfried wieder Ausrichter für alle Deutschen Meisterschaften gewinnen und wusste darüber hinaus zu berichten, dass die bewährte Unterstützung durch den DM-Beauftragten Alfons Schulze-Niehues dem Verband erhalten bleibt. Der Kopf des DM-Teams fordert hierzu allerdings eine Optimierung der Logistik rund um das DM-Equipments, ein entsprechendes Konzept ist in Arbeit.

Ebenfalls kommissarisch hatte Christoph Roderig das Amt des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation seit einigen Monaten übernommen. Er konnte persönlich nicht anwesend sein, hatte aber einen ausführlichen Bericht seiner Tätigkeiten eingereicht, in dem es u.a. um die Live-Übertragungen von sportlichen Highlights im deutschen und im internationalen Pétanque mit DPV-Beteiligung ging. Mehr als 100 Begegnungen haben es im Verlaufe des Jahres auf die heimischen Monitore der Fans geschafft. Rund 200.000 Aufrufe in diesem Zeitraum sind eine beachtliche Zahl für eine Randsportart wie es das Pétanque in Deutschland nach wie vor ist. Mit gut 200 redaktionellen Beiträgen zwischen Januar und November 2019 (Vorjahr: 132) hat sich auch die Frequenz der Berichterstattung auf der DPV-Homepage erheblich gesteigert. Auch Roderig kündigt in seinem Bericht an, einen Kommunikations-Ausschuss ins Leben rufen zu wollen und darüber hinaus weitere Mitstreiter in Sachen Öffentlichkeitsarbeit im DPV zu akquirieren. Nicht zuletzt bedauerte er, dass aus Kapazitätsgründen die Berichterstattung im Bereich des Damen-Pétanque auf nationaler Ebene in 2019 zu kurz gekommen ist und versprach Besserung.

Für DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer war ein Highlight seiner Arbeit im Jahr 2019 die Einladung zu einem Vortrag beim französischen Kongress im Heimatland des Pétanque-Sports. Einige hundert Verantwortliche der lokalen Verbände und Vereine interessierten sich für seinen Bericht zu den Strukturen im deutschen Pétanque, zu den Entwicklungen, die hierzu geführt haben, sowie zu den Zukunftsplänen des DPV als zweitgrößtem Pétanque-Verband der Welt.

Weiterhin vertrat Dörhöfer den DPV beim Europäischen Verband in Luxemburg und war als Chef d’Equipe bei den Weltmeisterschaften in Spanien sowie den Europameisterschaften in Frankreich vor Ort. Zu letzteren hat der DPV historisch die meisten Medaillen seiner Geschichte gewinnen können und lag am Ende damit im Medaillenspiegel auf Platz 1, noch vor starken Pétanque-Nationen wie Frankreich, Spanien oder Schweden.

Repräsentative Termine nahm der DPV-Präsident auch in Deutschland, bei der Jugend-DM, der DM 55+, dem Jugend-Ländermasters sowie dem Länderpokal wahr. Er war außerdem zu Gast bei den großen nationalen Turnieren in Düsseldorf und Travemünde, beim Verbandstag im Saarland und in Rheinland-Pfalz, sowie bei einer groß angelegten Breitensport-Veranstaltung in NRW, die über drei Tage angelegt war.

Insbesondere dem Boule- und Pétanque-Breitensport in Deutschland will Michael Dörhöfer zukünftig eine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Abschließend bedankte sich der DPV-Präsident bei allen Aktiven, die im Vorstand und in den Landesverbänden daran mitwirken, den Pétanque-Sport in Deutschland nach vorne zu treiben. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Herkules-Aufgabe, dem Dachverband DBBPV e.V. neues, nachhaltiges Leben einzuhauchen, sind auch hier die Weichen für die zukünftige Förderung durch die öffentliche Hand bestens gestellt.

Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Schmidt fehlte ebenfalls entschuldigt, aber auch sie hatte einen umfangreichen Bericht zu ihrer Arbeit zur Verfügung gestellt. Das Ziel ihres Ressorts ist es, Multiplikator*innen in den einzelnen Landesverbänden zu finden, die Stützpunkt-Trainings und -Turniere für Frauen durchführen. Mit Ingeborg Weber, Lisa Kamrad und Simone Kempf konnte Susanne Referentinnen für ein erfolgreiches Netzwerktreffen in Groß Gerau gewinnen. Hier wurden Lege- und Schieß-Trainings durchgeführt, sowie die grundsätzliche Organisation von Stützpunkt-Trainings für Frauen besprochen. Weitere geplante Netzwerktreffen in zwei Landesverbänden konnte aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden. Ein nächstes Ziel ist es nun, Anfang 2020 solche Veranstaltungen durchzuführen. Den Abfragen des DOSB zur Verbandsstruktur im Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit im Ehrenamt konnte Susanne Schmidt für den DPV gerecht werden und wies darauf hin, dass dieses Thema unterjährig durchgängig begleitet werden muss.

Der DPV-Vizepräsident Finanzen, Hartmut Lohß, hatte den Delegierten bereits im Vorfeld einen ausführlichen Bericht zur finanziellen Lage des DPV zur Verfügung gestellt. Er berichtet unter anderem von einer unberechtigten Kürzung der Fördermittel in 2018, die aufgrund einer Nichtbeteiligung an den World Games zustande gekommen worden war und erst im Nachgang korrigiert werden konnte. Dies hatte zur Folge, dass die Einstellung der Rücklagen angepasst werden musste. Weitere Einnahmeverluste musste der DPV aufgrund eines vorübergehenden personellen Ausfalls in Kauf nehmen, Einnahmen aus Bildungsangeboten blieben aus, da diese erst zeitverzögert umgesetzt werden konnten.

Insgesamt war sein Bericht sowie die Etat-Planung für 2020 gegenüber den Vertreter/innen der Landesverbände aber schlüssig, die Kassenprüfer Achim Fischer, Heiko Kastner und Klaus-Dieter Kielgast bestätigten ihm eine einwandfreie Führung der Finanzen im DPV – und am Ende führte dies dann auch zur einstimmigen Entlastung des DPV-Vorstands für das abgelaufenen Jahr.

Wahlen zum DPV-Präsidium

Ganz – und nicht mehr ganz – neue Köpfe im DPV-Vorstand: Martin Schmidt, Bettina Tittes und Christoph Roderig.

Für den ausscheidenden DPV-Vizepräsidenten Inneres, Wilfried Falke, kandidierte auf Vorschlag des Präsidiums Bettina Tittes aus NRW. Dort war sie im Landesverband vor allem im Bildungsbereich und in der Frauenförderung tätig und engagierte sich darüber hinaus als C-Trainerin für eine leistungsorientierte Verbesserung des Pétanque-Sports der Frauen. Sie wurde einstimmig gewählt.

Eher pro Forma erfolgte dann die Wahl von Martin Schmidt, der – wie beschrieben – bereits seit geraumer Zeit kommissarisch das Amt des DPV-Vizepräsidenten Sport inne hatte. Auch die Entscheidung, ihn ordentlich in das DPV-Präsidium zu berufen fiel einstimmig.

In Abwesenheit wurde ebenfalls einstimmig Christoph Roderig zum neuen DPV-Vizepräsidenten Kommunikation gewählt.

Fokus auf das Thema Breitensport

Zu Gast war beim DPV-Verbandstag auch Dirk Engelhard, derzeit Vorsitzender im Bildungsausschuss des Landesverbandes NRW. Er erläuterte die drei Säulen des dortigen Breitensportkonzeptes, das besonders durch vielfältige Bildungs-Maßnahmen, Projekte für Ältere und einzelne Förderprogramme sowie Trainingsangebote überzeugt.

Laut Engelhard sind es:
1. Boule als Breitensport
2. Boule als Gesundheitssport
3. Boule als Bildungsangebot
die die wesentlichen Stützpfeiler einer erfolgreichen Verbreitung unseres Sports darstellen.

Sein Vortrag konnte überzeugen und er betonte, die Inhalte und Ziele gerne allen Landesverbänden zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich lud er alle Interessierten herzlich ein, sich in diese Arbeit übergreifend einzubringen und wies auf finanzielle Mittel hin, die über die Ehrenamtspauschale hinaus in einem entsprechenden Budget öffentlicher Gelder verfügbar sind.

Abschließend wurde auf dem DPV Verbandstag 2019 noch ein Vorschlag vom Präsidenten des LV Berlin, Martin Beikirch, der gleichzeitig Organisator der erfolgreichen Turnier-Serie „Grand Prix d’Allemagne“ ist, unterbreitet.

Um den nicht organisierten Freizeitspielern im deutschen Pétanque einen weiteren Anreiz zu bieten, sich einem der vielen Vereine als Lizenzspieler anzuschließen, kann bei den GPdA-Turnieren ab 2020 eine höhere Anmeldegebühr für Spieler ohne Lizenz erhoben werden. Martin schwebt ein Betrag von 3,– Euro vor, die es mehr kosten könnte, als Nicht-Lizenzspieler an einem Turnier der GPdA-Serie teilzunehmen. Diese Zusatzeinnahmen sollen für die Jugendarbeit im Verein/Landesverband oder für andere, den Boulesport fördernde Maßnahmen eingesetzt werden.

Die Zerstörung der DPV-Homepage am 22. November 2019 fiel in eine Zeit, in der ohnehin bereits am neuen Auftritt des Verbandes gearbeitet wurde. Geplant war der Launch spätestens zum Jahreswechsel 2019/20.

Der Versuch, diesen Termin um einige Wochen vorzuziehen, zeigte, dass die „heiße Nadel“ einem solchen Projekt nicht gerecht wird. Andererseits muss es auch ausgeschlossen sein, dass der Deutsche Pétanque Verband über einen längeren Zeitraum überhaupt keine aktuellen News veröffentlicht.

Insofern wurde beschlossen, diese Interims-Lösung hier online zu stellen, bis die neue Homepage abschließend fertiggestellt ist.

Zum 3. Dezember 2019 wird die neue Präsenz live geschaltet.

Am 22. November 2019 um 06:06 Uhr wurde die Internetseite des Deutschen Pétanque Verbandes mutwillig und nachhaltig zerstört. Das letzte Backup, das brauchbar aufgespielt werden konnte, ist vom 19. November 2019. Wir verzichten darauf, an dieser Stelle aktuellere Inhalte nachzupflegen, da zum 3. 12. 2019 ohnehin der komplett neue Auftritt des Verbandes online gestellt wird.

Sicher wird es auch nach dieser Freischaltung noch Ergänzungs- und Anpassungswünsche der einzelnen Ressorts im Verband geben. Diese werden selbstverständlich berücksichtigt und so schnell wie möglich umgesetzt.

Jugendverbandstag in Heigenbrücken

 

Am 09./10.03.2019 trafen sich die Vertreter der Pétanquejugenden aus den Landesfachverbänden sowie die Mitglieder des Jugendvorstands zum jährlichen Jugendverbandstag (JVT). Diesmal waren wir im Tagungshotel Hochspessart in Heigenbrücken bei Aschaffenburg zu Gast. Da auf dem alten Termin des Jugendverbandstages inzwischen der Länderpokal stattfindet, hat die dpj beschlossen, ihren Verbandstag ab 2019 Anfang März abzuhalten. Bis auf Hessen waren alle Landesfachverbände vertreten und mit Maurice Racz aus dem Saarland und Leon Jentsch aus Niedersachsen konnte der Versammlungsleiter und dpj-Vorsitzende Linus Schilling wieder zwei neue und erfreulich junge Jugendwarte begrüßen. Neben regem Austausch, verschiedenen organisatorischen Dingen und einigen Änderungen im Regelwerk ging es um die Wahl von drei Mitgliedern des Jugendvorstandes. Andreas Endler wurde wieder zum stellvertretenden Vorsitzenden der dpj gewählt und Martin Kuball besetzt den Posten des Beauftragten für Leistungssport. Francisco Torres, der seit 2015 das Amt des Beauftragten für Breitensport ausgeführt hat, stellte sich nicht für Wiederwahl zur Verfügung. Wir danken in diesem Zuge Francisco für seine sehr engagierte und mit Hingabe ausgeführte Arbeit im dpj-Vorstand. Der Vorstand wird sich darum bemühen, diesen Posten möglichst bald kommissarisch zu besetzen.

Die große Runde …

young-meeting

 

Parallel zum JVT fand erneut das young-meeting statt, an dem erfreulicherweise 12 Jugendliche teilnahmen.

Am Samstag beschäftigten sich die Jugendlichen mit der übergeordneten Thematik eines Jugendcamps im Sommer. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es zunächst um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Was läuft gut im Sport, wie jugendfreundlich sind die Vereine, welche Trainingsmöglichkeiten gibt es und wo gibt es Verbesserungsbedarf. Schnell wurde klar: überall da, wo in den Vereinen schon einzelne Jugendliche aktiv sind, gibt es einen Kristallisationspunkt, der zum Teil weit über die eigentliche Region hinauswirkt.

Andreas moderiert.

Im zweiten Schritt wurden Probleme gesammelt und im gemeinsamen Gespräch daraus Wünsche abgeleitet. Ob mehr und besser ausgebildete Trainer und Trainingspläne, mehr Turniere, die sich vor allem an Jugendliche richten oder das bessere Kennenlernen junger BoulespielerInnen aus anderen Landesverbänden. Die Sammlung der Ideen und Vorschläge wurde immer länger.

 

Am Ende mussten sich die Teilnehmer jedoch begrenzen. Aus den gesammelten Vorschlägen mussten sich drei Kleingruppen einen Punkt heraussuchen und einen ersten Konzeptualisierungsvorschlag erarbeiten. So wurden zu den Themen Training, Öffentlichkeitsarbeit und Jugendturniere weiterführende Vorschläge erarbeitet, wie, wann und wer etwas zum erfolgreichen Jugendboule beitragen kann. Die Erarbeiteten Konzepte wurden abschließend der Gruppe vorgestellt und diskutiert.

In Kleingruppen wurden die Themen bearbeitet.

Am Sonntagvormittag arbeiteten beide Gruppen (JVT & young-meeting) zusammen und verteilten sich auf die Workshops „Leistungssport“ und „Breitensport“. In intensiver Arbeit fand ein Austausch zu den Begriffen, Erwartungen und Ideen für zukünftige Entwicklungen und Verbesserungen statt. Als Gast durften wir dazu auch den angereisten DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer begrüßen.

Nach dem Zusammentragen der Ergebnisse, einer Abschlussrunde und einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedete Linus Schilling die Teilnehmenden und wünschte eine gute Heimreise.

Es war ein Stück des Weges, den Deutschen Boule-, Boccia- und Petanque-Verband e.V. als Dachverband des Kugelsports in Deutschland wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen. Seit über einem Jahr gehörte (neben dem „Tagesgeschäft“) diese Neuausrichtung zu den Mammutaufgaben der Präsidien des DPV e.V. (Deutscher Pétanque-Verband) und des BBD e.V. (Boccia Bund Deutschland). Die seinerzeit jeweils frisch gewählten Präsidenten beider Spitzenverbände hatten sich früh entschlossen, aus dem Nebeneinander von Boule und Raffa endlich ein Miteinander zu machen.

Ähnlich wie Petanque (Boule) aus Frankreich importiert wurde, fand Raffa (Boccia) den Weg aus Italien nach Deutschland – wird allerdings noch vornehmlich in Süddeutschland gespielt. Während der DPV bundesweit über 20.000 Mitglieder zählt möchte der BBD in einer nächsten Etappe bald die 500 Mitgliedergrenze überschreiten, was vor allen Dingen dann gelingen wird, wenn auch in anderen Regionen Deutschlands Fans für dieses schöne Spiel gefunden werden.

Die „Größenunterschiede“ zwischen beiden Verbänden werden aber schnell kleiner, wenn man betrachtet, welche enorm professionelle Infrastruktur die Boccia-Spieler sich im Vergleich zum DPV bereits aufgebaut haben. Klein aber fein verfügt der BBD über eine Reihe von Hallen und hat sogar fahrbare Bahnen, die bei Wettbewerben eingesetzt werden. Mit großer Selbstverständlichkeit wird 2019 in Deutschland eine Jugend-Europameisterschaft ausgerichtet. Es gibt sowohl eine 1. als auch eine 2. Bundesliga, bis runter in eine Amateurliga – und es werden Deutsche Meisterschaften in fünf Disziplinen ausgerichtet. Auf internationale Events, Europa- und Weltmeisterschaften bereitet sich der BBD durch eine beispielhafte Kaderarbeit vor.

Der DPV muss hier trotzdem sein Licht nicht unter den Scheffel stellen: die Freunde der italienischen Kugelsport-Variante interessieren sich insbesondere für die professionellen Strukturen in der Organisation des Pétanque-Verbandes und dessen bundesweiten Ausbau über die Schaffung von Landesverbänden.

Es wurden eine Menge Synergie-Potenziale identifiziert, für die es sich lohnt, in einem gemeinsamen Haus der Kugelsportarten näher zusammen zu rücken. Beide Verbände setzen sich außerdem das Ziel eines zeitgemäßeren, moderneren Auftritts, der es unterstützen wird, attraktiver für neue Mitglieder – insbesondere auch jüngere Erwachsene, Jugendliche und Kinder – zu werden.

Dem guten Willen mussten Taten folgen: es musste u.a. eine neue Satzung, Geschäftsordnung und Finanzordnung erarbeitet werden. Was wie die Erstellung dreier Standard-Dokumente klingt, war hierbei eine echte Herkulesaufgabe, weil das Dach des Kugelsports in Deutschland schon länger keine Handwerker mehr gesehen hatte. Und das Ziel war es ja nicht nur, ein paar Ziegel auszutauschen, sondern es sollte auch eine topmoderne Dämmung plus Solar-Anlage für langfristige Freude aller Beteiligten – bis runter in den Breitensport beider Sportarten –sorgen.

Besonderer Dank für den erfolgreichen Abschluss dieser Arbeiten geht hier an Dirk Engelhard (NRW) und Uwe Büttner (Bayern), die federführend an der Entstehung der Dokumente mitwirkten. Auch gilt es für die Unterstützung aus dem LV BBPV (BaWü) und dem LV SBVS (Saarland) zu danken, die bereits in der Vergangenheit den Dachverband in seinem „alten“ Zustand tatkräftig unterstützten. Die Verantwortlichen in beiden Landesverbänden haben ebenfalls maßgebliche Beiträge dazu geleistet, dem DBBPV den Weg zur leistungsstarken Institution zu ebnen.

Das ist im Wesentlichen neu: der Dachverband besteht zukünftig nur aus den Spitzensportverbänden DPV und BBD. Das Präsidium hat einen frei gewählten Präsidenten, zusätzlich neu einen Geschäftsführer und ebenfalls neu jeweils Athletenvertreter der Spitzen­sportverbände. Die neue Satzung (vorbehaltlich der Eintragung) wurde einstimmig verabschiedet und ein neues Präsidium für den DBBPV auf Vorrat ebenfalls einstimmig gewählt. 

Sie gaben dem DBBPV den abschließenden Feinschliff (v.l.n.r.): Ulrich Reißer, DPV-Verbandssekretär, Achim Fischer, Vizepräsident BBPV Baden-Württemberg, Hartmut Lohß, DPV Vizepräsident Finanzen und DBBPV Bundesschatzmeister, Bernd Stegmaier, BBD, Ralf Meier, BBD-Vizepräsident, Michael Dörhöfer, DBBPV- und DPV-Präsident, Giuseppe Garieri, BBD-Präsident, Jürgen Hatzenbühler, DPV-Sportdirektor – nicht im Bild: Reinhard Weih, BBD-Vizepräsident.

Neben dem neuen Präsidenten Joachim Kamrad  an der Spitze gibt es eine Reihe von neuen Präsidiumsmitgliedern. Bundesjugendwart wird Sven Orend von Seiten des BBD, der BBD-Vize-Präsident Ralf Meier wurde zum Athletenvertreter Boccia gewählt, DPV-Kaderspielerin Carsta Glaser wurde für das Pétanque in dieses Amt gewählt. Die Wahlen zu DBBPV-Vizepräsidenten fielen für den BBD auf Giuseppe Garieri und für den DPV auf Michael Dörhöfer. Jürgen Hatzenbühler wurde zum Bundesgeschäftsführer gewählt und Hartmut Lohß in seinem Amt als Bundesschatzmeister bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Insbesondere Joachim Kamrad wird als neuer DBBPV-Präsident eine Menge Impulse für den frisch sanierten Dachverband einbringen. Er bringt beruflich eine Menge Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichsten Institutionen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler  Ebene mit.

Die vielen neuen Gesichter, die in diesem Zusammenhang ihr Engagement für den Kugelsport in Deutschland einbringen wollen, werden nach erfolgter Eintragung der komplett überarbeiteten  Rechtsliteratur des DBBPV auch noch einmal ausführlicher persönlich vorgestellt. Alle Beteiligten freuen sich auf die zukünftig engere Zusammenarbeit und die sich hieraus ergebenden Synergien für einen weiteren, erfolgreichen Ausbau des Kugelsports in Deutschland. Alle, die dem Kugel-Virus auf die eine oder andere Art verfallen sind, sind herzlich eingeladen, dieses neue Team in den weitestgehend neuen Strukturen nach Kräften zu unterstützen.

Der DPV-Vizepräsident Kommunikation, Ulrich Becker, hat den Vorstand des Deutschen Pétanque Verbandes am 12. September 2019 darüber informiert, dass er mit diesem Datum von seinem Amt zurücktritt. Ulrich Becker stellt sich einem/einer Nachfolger/in gerne zur geordneten Übergabe der Unterlagen, Daten und Online-Prozesse, die mit dem Amt zusammenhängen, zur Verfügung. Bis zur Neubesetzung der Position übernehmen der Referent für Öffentlichkeitsarbeit im DPV, Christoph Roderig, sowie der Verbandssekretär Ulrich Reißer die Erledigung der in diesem Ressort anfallenden Arbeiten. Der DPV-Vorstand bedankt sich bei Ulrich Becker für die langjährige Unterstützung und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.

Michael „Mischa“ Dörhöfer, seit 2017 Präsident des Deutschen Pétanque Verbandes, zieht im Gespräch mit der Online-Redaktion eine erste Bilanz der auslaufenden Saison 2019. Außerdem bietet er Einblicke in Themenfelder, die den DPV noch bis zum Ende dieses Jahres erwarten.

Foto: Heinz Zabel

DPV: Mischa, die „klassischen“ Deutschen Meisterschaften für die Saison 2019 sind Geschichte – und wir freuen uns noch auf die 55+DM und die Triplette-DM der Damen. Darüber hinaus ist der letzte Spieltag der Deutschen Pétanque Bundesliga gelaufen und wir haben einen neuen Deutschen Vereinsmeister: Düsseldorf SurPlace. Welche Eindrücke hast Du von den bisherigen Höhepunkten 2019 mitgenommen?

MD: Zunächst einmal bin ich wieder beeindruckt von dem hohen sportlichen Niveau, das wir inzwischen auf Deutschen Meisterschaften beobachten dürfen. Weder beim Tête noch beim Doublette Mixte, erst recht nicht beim Doublette oder Triplette kann man ab dem 8tel-Finale noch von „eindeutigen“ Favoriten sprechen. Es waren immer alle Teams noch für eine Überraschung gut – und ich möchte hier in diesem Jahr insbesondere Jan Garner als Deutschen Meister Tête hervorheben, der es als „alter Hase“ des Deutschen Pétanque einmal mehr allen gezeigt hat.

Richtig begeistert bin ich von der Deutschen Meisterschaft Triplette in Bad Pyrmont: „Hut ab“ vor den Verantwortlichen im Landesverband Niedersachsen, die hier einen Spielort mit atemberaubend schöner Atmosphäre organisiert haben. Insbesondere bei der Triplette-DM gilt das, was ich eben meinte: ab dem Viertelfinale war für alle noch alles drin. Spannende Partien auf höchstem Niveau, manche Überraschung – und am Ende ein verdienter Deutscher Meister mit Florian Korsch, Robin Stentenbach und Moritz Rosik!

Besonders gefreut hat mich hier im Finale natürlich auch der Besucher-Rekord: rund 500 Begeisterte waren live vor Ort und weitere über 500 Menschen zuhause bei der Live-Übertragung vor den Monitoren.

DPV: Das Jahresende 2019 markiert auch die erste Hälfte Deiner Amtszeit als DPV-Präsident. Was hattest Du Dir vorgenommen und was davon hast Du bis jetzt erreicht.

MD: Obwohl ich bereits als Präsident des BPV Erfahrungen in den Gremien des DPV gesammelt hatte, musste ich mich zunächst einmal im Detail hier einfinden. Anders als in den Landesverbänden haben wir es ja hier nicht ausschließlich mit Ehrenamtlichen zu tun. Der DPV beschäftigt – neben dem ehrenamtlichen Präsidium – auch Angestellte, Beauftragte und Honorarkräfte.

Ganz ehrlich musste ich mich insbesondere von meinen Kollegen im DPV-Präsidium zunächst etwas „zurückpfeiffen“ lassen, weil ich vom Start weg die Aufgaben so angepackt habe, wie ich es als Führungskraft in der Industrie gewohnt bin. Das heißt: in erster Linie auf Effizienz getrimmt, Rollen verteilen, Verantwortung delegieren, Termine setzen und Ergebnisse einfordern. Das kam insbesondere bei den ehrenamtlich Tätigen nicht besonders gut an, was ich auch schnell verstanden habe. Nach dem Motto „in der Ruhe liegt die Kraft“ konnte wir dann Schritt für Schritt die ersten Dinge auf den Weg bringen.

Ein Beispiel ist hier die Kaderarbeit der Senioren unter der eigenverantwortlichen Leitung der Bundestrainer, die sich inzwischen einen wirksamen Stab an weiteren Trainern rekrutiert haben. Der neue Schwerpunkt „Team-Spirit“, den Philipp Zuschlag als Bundestrainer in das Kader gebracht hat, trug bereits bei den ersten internationalen Einsätzen unserer Spitzen-Spieler Früchte. Mit der zum Teil Sisyphus-Arbeit eines hauptamtlichen Sportdirektors Jürgen Hatzenbühler und seinem Team darf der DPV ebenfalls sehr zufrieden sein.

Ein glückliches Händchen hat der DPV auch mit dem Engagement von Martin Schmidt als Vizepräsidenten Sport bewiesen. Martin hat aus heutiger Sicht nach seinem „Sprung ins kalte Wasser“ bis jetzt alles richtig gemacht. Der DPV verfügt nun jüngst über einen wirksamen Sportausschuss, bei dem es mich besonders freut, dass es dort eine Mischung aus Frauen und Männern gibt. Ein Punkt, der im DPV noch nicht ganz den Ansprüchen gerecht wird, die ich grundsätzlich habe, nämlich möglichst paritätisch die Positionen auch mit Frauen zu besetzen.

Martin Schmidt hat darüber hinaus zwei weitere, wichtige Baustellen im DPV erfolgreich besetzt, indem er mit Marcus Faltermann einen leistungsstarken Beauftragten für die Rangliste gewinnen konnte – und mit Herbert Dressbach eine ebensolche Verstärkung in Sachen Länderpokal und Bundesliga

Durch diese Besetzungen werden auch Signale an weitere Interessierte gesendet, nämlich, dass ein ehrenamtliches Engagement den persönlichen Alltag bereichert. Ich habe hier in Deutschland in diesem Jahr so viele tolle Veranstaltungen erlebt, die von diesem Engagement getragen werden, bei denen auch jederzeit deutlich wurde, welche Freude – bei allem Aufwand der betrieben werden muss – auch die „Macher/innen“ dieser Events erleben. Dies ist nun übrigens auch eine schöne Gelegenheit einmal „Danke!“ zu sagen, an all die Helfer/innen und Organisator/innen dieser vielen Boule- und Pétanque-Aktionen – natürlich auch derjenigen, bei denen niemand vom DPV-Präsidium persönlich anwesend sein konnte.

DPV: Zurück zur Frauen-Quote: der DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke, hat erklärt, aufgrund seines vielfältigen Engagements in anderen Bereichen, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen – und der DPV-Vizepräsident Kommunikation, Ulrich Becker, hat ebenfalls seinen Rückzug aus dem Amt angekündigt. Wie stehen die Chancen, diese beiden Positionen im – aktuell ausschließlich von Männern dominierten – DPV-Präsidium mit Frauen zu besetzen?

MD: Nicht falsch verstehen: ich halte nichts von „Quoten“, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Aber natürlich würde es uns im Präsidium besonders freuen, wenn auch Frauen den Arm heben und sich für die Aufgaben im DPV zur Verfügung stellen. Und ja: tatsächlich würden wir Angesichts dieses aktuellen Männer-Zirkels wahrscheinlich sogar bevorzugt auf die Bewerbungen von Frauen eingehen.

Aber am Ende des Tages entscheidet doch die jeweilige Qualifikation, das Verständnis dafür, wieviel Zeit man sich in seinem Alltag für die Aufgaben abzweigen kann – und nicht zuletzt die persönliche Einstellung zu bestimmten Herausforderungen in allererster Linie darüber, wer welches Amt besetzt.

DPV: In Zeiten des Internet im Allgemeinen sowie den Social Media-Plattformen im Besonderen spielt aber sicher auch die „Öffentlichkeit“, in der man als Mitglied des DPV-Präsidiums plötzlich steht, eine Rolle bei der Entscheidung ein solches Amt zu übernehmen. Welche Erfahrungen hast Du mit Deinen Präsidiumskollegen in diesem Zusammenhang?

MD: Da kann und will ich zunächst einmal nur für mich selbst sprechen – auch wenn ich von dem einen oder anderen schon weiß, dass er in erheblichem Maße für bestimmte Entscheidungen insbesondere im Internet recht massiv angefeindet wurde und wird.

Auf den bekannten Social-Media-Plattformen bin ich schon seit gut 10 Jahren unterwegs, also lange vor der Zeit, die ich aktuell als DPV-Präsident aktiv bin. Das hat sich für jemanden wie mich, der über das Pétanque in vielen Ländern der Welt viele – zum Teil „echte“ – Freunde gefunden hat, als besonders vorteilhaft erwiesen. Man hält auf einfachstem Weg Kontakt, lässt sich gegenseitig an dem teilhaben, was man gerade so in Sachen Pétanque erlebt – und verliert sich nicht so schnell aus den Augen.

Nun erlebe ich aber, dass es einige „Zaungäste“ auf meinem – ausschließlich privaten – Account gibt, die nur darauf lauern, irgendeine meiner dort beschriebenen Aktivitäten aufzugreifen, um sie in der Öffentlichkeit negativ darzustellen und mich nach Möglichkeit zu diskreditieren. Das ist eine unschöne Mischung aus gelangweilt und selbst langweilig sein, die solche Charaktere antreibt. Nun kann man sagen, dass Personen, die in der Öffentlichkeit unterwegs sind, damit leben müssen. Das gelingt mir auch jederzeit im Bezug auf meine eigene Person. Wenn ich nun allerdings auch schon erleben musste, dass meine Familie ebenfalls Zielscheibe eines solchen Personenkreises wurde und wird, dann werden selbst die ausgedehnten Grenzen meiner Toleranz erheblich überschritten.

DPV: Vor dem Hintergrund, dass einzelne engagierte Ehrenamtliche angesichts solcher massiven Angriffe in das persönliche Umfeld hinein die Lust verlieren und ihre Arbeit einstellen könnten, sollte man doch auch als Sportverband Instrumente haben, so ein Verhalten zu sanktionieren, oder? Auf dem Rechtsweg entstehen doch allen Protagonisten nur Kosten und Zeitaufwand.

MD: Dazu möchte ich mich aus nachvollziehbaren Gründen nicht öffentlich äußern. Das einfachste wäre es doch, wenn die beschriebenen Personen ihr Handeln überdenken, oder?

Schließlich wollen wir doch alle das Gleiche : Unseren geliebten Sport nach vorne bringen. Übrigens: über die unterschiedlichsten Gremien kann jeder seine Ideen einbringen oder Vorschläge unterbreiten.

DPV: Dem DPV stehen noch insgesamt fünf spannende Einsätze bei internationalen Turnieren ins Haus – sollen wir die aufzählen, oder möchtest Du selbst etwas dazu sagen?

MD: Da kann ich gerne etwas dazu sagen. Den Anfang machen gleich unsere Erfahrensten bei den Europameisterschaften der Veteranen, einer Gruppe von Spielern, die hierzulande als „55+“ bekannt ist. Mit Rosario Italia, Armin Hogh, Peter Weise und Kamel Mohammed Bourouba schickt der DPV eine Mannschaft nach Albena in Bulgarien, die sich im internationalen Wettbewerb mehr als behaupten kann. Ich bin sehr gespannt, mit welchen Ergebnissen das Team unter der Leitung von Dirk Beckschulte zurückkehrt.

Unmittelbar darauffolgend finden an derselben Stätte die Triplette-Europameisterschaften der Herren statt. Mit Moritz Rosik, Raphael Gharany, Marco Lonken und Andre Skiba sind hier ebenfalls DPV-Spitzenspieler am Start, die sich nicht mit den hinteren Plätzen zufriedengeben werden.

Von beiden Events wollen wir die Spiele der DPV-Mannschaften live für die Daheimgebliebenen übertragen – ich wünsche mir sehr, dass das reibungslos funktioniert und das eine positive Stimmung auf die weiteren anstehenden Wettbewerbe überschwappt.

Aber es geht ja dann noch weiter: in Saint Pierre Les Elbeuf in Frankreich starten Anfang Oktober die Europameisterschaften der Espoirs. Leon Gotha, Paul Möslein, Marco Kowalski und Pascal Müller bei den jungen Männern, genauso wie Luzia Beil, Eileen Jenal, Dominique Probst und Jennifer Schüler bei den jungen Damen, werden die Zuschauer zuhause vor den Monitoren sicher nicht enttäuschen.

Letzter Höhepunkt auf internationalem Parkett werden in diesem Jahr dann die Weltmeisterschaften der Jugend und der Damen in Kambodscha sein. Auch hier macht sich Eileen Jenal auf den weiten Weg, gemeinsam mit Carsta Glaser – die einen tollen Auftritt bei den diesjährigen Europameisterschaften für den DPV in Spanien hatte – sowie Verena Gabe und die Espoirs-Europameisterin vergangener Jahre, Anna Lazaridis. Ich wünsche mir, dass die Damen dort so auftrumpfen, dass sich die Zuschauer zuhause vor den Monitoren die Wecker stellen.

Für die Jugend gehen dort Silvana Lichte, Fabio Trampler, Gabriel Huber und Justin Neu an den Start. Dieses Team wird nicht nur wegen des internationalen Parketts, sondern auch wegen der weiten Distanz von Zuhause, sicher mit besonderer Aufregung zu kämpfen haben. Aber sie sind in der Delegation in den besten Händen und finden hoffentlich zu „ihrem Spiel“, mit dem sie an anderer Stelle schon begeistert und überzeugt haben.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie sehr es die Spieler lieben, Unterstützung von zu Hause in aller Form zu erleben. Das Schönste im letzten Jahr war ein Motivationsvideo von den Daheimgebliebenen. Seid kreativ und lasst uns aus jedem Event ein Fest machen.

DPV: Das verspricht ein spannendes Restjahr im Deutschen Pétanque-Sport zu werden! Möchtest Du abschließend noch etwas los werden, was wir bis hierhin noch nicht gefragt haben?

MD: Ja, und ich denke, das ist auch in meiner Stellungnahme von eben schon deutlich geworden: ich wünsche mir für alle, die sich ehrenamtlich oder beruflich für den Pétanque-Sport in Deutschland engagieren, dass sie niemals den Spaß an diesen Aufgaben verlieren – und dass sogar der Spaß für alle hier immer im Vordergrund steht. Gleichzeitig wünsche ich mir für alle anderen Protagonisten in der deutschen Pétanque-Szene, dass sie in ihrem Tun und Handeln immer auch insbesondere darauf achten, niemandem den Spaß zu verderben. Konstruktive Kritik ist jederzeit angebracht, wenn diese aber in Richtung persönlicher Anfeindungen abdriftet, gibt es am Ende mehr Geschädigte, als Menschen, die davon einen Vorteil hätten.

Zuletzt möchte ich alle Interessierten aufrufen, sich auf ein Engagement im Deutschen Pétanque-Verband, in den Landesverbänden und den Vereinen einzulassen. Eines hat die erste Hälfte meiner Amtszeit mir eindrucksvoll bewiesen: mit den richtigen Leuten werden Prozesse effektiver gestaltet und Ziele schneller und mit größerer Sicherheit erreicht.

Seit dem 07.08.2019 verfügt der Deutsche Pétanque Verband über einen neuen Sportausschuss. Die ersten Themen, die das Gremium aufgegriffen hat, drehen sich um die Chancen für eine 2. Bundesliga, um den EuroCup und die DPV-Masters-Turnierserie. Außerdem steht als „zarte Blüte“ das Thema „Breitensport“ auf der Agenda – Angebote für Petanque-Begeisterte jenseits der Ranglisten und Meisterschaften.

DPV-Vizepräsident Martin Schmidt freut sich auf die Unterstützung durch den Ausschuss, der unter seiner Ägide aktiv die sportlichen Belange im Verband gestalten wird:

Ingeborg Weber
Generalsekretärin
LV BaWü
Sabine Friedel
Sportchefin
LV Ost

Uwe Büttner
LV Bayern

Herbert Dressbach
Länderpokal-
Beauftragter DPV
Jürgen Hatzenbühler
Sportdirektor DPV
Martin Schmidt
Vizepräsident Sport

Der Deutsche Pétanque Verband präsentiert seine Aktivitäten zukünftig in neuen Online-Gewändern. Im Rahmen der Hauptausschuss-Sitzung vom 16. März 2019 hatten die Vertreter der Landesverbände den DPV-Vorstand mit dieser Maßnahme beauftragt. Der neue Auftritt soll moderner und flexibler sein, außerdem müssen aktuelle Schwachstellen in Sachen Sicherheit behoben und für die Zukunft ausgeschlossen werden. Überzeugt wurden die Vertreter der Landesverbände und des DPV durch eine Präsentation von Marco Ripanti, Geschäftsführer der Online-Dienstleister „42medien“, denen auch der entsprechende Auftrag erteilt wurde.

Marco Ripantis Firma bekam den Zuschlag zu diesem Auftrag nicht nur, weil er selbst seit über 30 Jahren aktiver Pétanque-Sportler (1999 Deutscher Meister Tête) ist, und entsprechend weiß, welche Prioritäten ein solcher Auftritt setzen muss. Die 42medien ist darüber hinaus auch für andere Verbände verschiedenster Sportarten aktiv und bringt umfangreiche Erfahrung u.a. darin mit, wie sich über eine Internet-Präsenz auch wirtschaftliche Vorteile erwirken lassen.

Neben technischen Details ist es eines der Ziele, die derzeit getrennten Präsentationen des Deutschen Pétanque Verbandes und der Deutschen Pétanque Jugend wieder zusammen zu führen. Außerdem soll der Kreis derer, die Administratoren-Rechte für den Auftritt bekommen, breiter aufgestellt werden. Der DPV-Vorstand verspricht sich hiervon eine größere Vielfalt und Frequenz an Informationen, sowie zeitnähere Berichterstattungen von geplanten, laufenden oder durchgeführten Events.

In Absprache mit dem DPV-Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, Christoph Roderig, wurde das Modell einer Überarbeitung des bestehenden Auftritts verworfen. Der DPV möchte einen echten Neustart seiner Präsentation und sieht hier wesentlich mehr Gestaltungsspielraum in einer frisch installierten Basis, als auf Grundlage der bestehenden Präsenz. Ob und in welchem Umfang Informationen, die älter als fünf Jahre sind (natürlich abgesehen von Statistiken, Protokollen und anderen langfristigen Erhebungen) in den neuen Auftritt übernommen werden, wird sich aus der laufenden Arbeit an der neuen Internetseite ergeben. Eventuell wird ein, vom eigentlichen Auftritt unabhängiges, Archiv eingerichtet.

Marco Ripanti, Pétanquesportler und Geschäftsführer der 42medien.

Für die 42medien ist die Erstellung der neuen Präsentation keine große Herausforderung, seit mehr als 20 Jahren sind die Profis in allen möglichen Bereichen von Industrie und Handwerk über den Dienstleistungs-Sektor und eben den Sport erfolgreich. „Wir trauen uns zu, den neuen Auftritt bereits vor dem vierten Quartal 2019 online stellen zu können“, so Marco Ripanti. „Wir können sicher voraussetzen, dass die Abstimmungsprozesse auf einem so professionellen Level laufen, dass an dieser Stelle keine Verzögerungen zu erwarten sind.“