Die Resonanz auf die Klausur-Tagung zum Thema „Kommunikation im DPV und in den Landesverbänden“ am 8./9. Februar 2020 in Münster ist ein großer Grund zur Freude. Es haben sich heute schon mehr Interessierte gemeldet, als zu diesem ersten Termin berücksichtigt werden können. 

Nach wie vor können natürlich trotzdem Bewerbungen eingereicht werden, hierfür gilt nun ein Meldeschluss am 13. Januar 2020 (es war ursprünglich versäumt worden, einen solchen zu nennen) – anschließend berät das DPV-Präsidium – alle Teilnehmenden werden bis zum 20. Januar 2020 informiert.

Aufgrund des großen Interesses wird es wahrscheinlich auch noch einen Folgetermin für weitere potenzielle Mitarbeitende in Sachen „Kommunikation“ geben. Was ursprünglich als Schritt zu mehr Vielfalt in diesem Bereich gedacht war, könnte auf Sicht ein leistungsstarkes Netzwerk für den DPV und die LV werden.

Nach wie vor werden Plätze für diejenigen Landesverbände freigehalten, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben. Auch hier gilt der Meldeschluss. Sollten bis dahin aus diesem Bereich keine Anmeldungen vorliegen, werden diese Plätze an andere Interessierte vergeben.

Unter „Der DPV“ / „Dokumente“ werden folgende Unterlagen in ihrer aktuellen Fassung zur Verfügung gestellt:

DPV-Finanzordnung
DPV-Richtlinie Ranglistenturniere
DPV-Richtlinie Länderpokal 55+
DPV-Formular Team-Meldung zum Länderpokal 55+

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die DPV-Finanzordnung ist nicht in jüngster Zeit angepasst worden, es handelt sich um die Fassung vom 28. November 2018, die noch nicht in dieser Form online zur Verfügung stand.

DPV-Präsident Michael Dörhöfer

Liebe Pétanque-Begeisterte in Nah und Fern,

der DPV blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. Sowohl sportliche Erfolge als auch ein Weiterkommen in strukturellen und organisatorischen Fragen sind die erfreulichen Ergebnisse zum Jahresende.

Es wurden nicht alle, aber viele Ziele erreicht – und hier steht der positive Aspekt im Vordergrund: es bleibt spannend.

Der Vorstand dankt all den ehrenamtlich Tätigen vor und hinter den Kulissen, den hauptamtlichen Mitarbeiter/innen – und natürlich unseren Sportlerinnen und Sportlern, die die Nationalfarben weltweit einmal mehr würdig vertreten haben.

Hier Zuhause freut uns besonders die positive sportliche Entwicklung des Landesverbandes Ost, bei dem vor Allem das Auftreten beim diesjährigen DPV-Länderpokal zu nennen ist. Es wurde kein Spiel verloren gegeben, Siege waren greifbar nah, insbesondere bei der knappen 11:13-Niederlage im entscheidenden Spiel gegen die späteren Sieger aus Bayern. Stellvertretend für seinen Landesverband bekommt Heiko Kastner einen Sonderpreis!

Wir wünschen allen Kugel-Freundinnen und -Freunden eine gesegnete, geruhsame Weihnachtszeit im Kreise ihrer Lieben – und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2020, voller Gesundheit, Glück und Frieden!

Michael Dörhöfer
im Namen des DPV-Vorstands

Aufgrund eines Missverständnisses zwischen der Redaktion und den Dienstleistern sind auf der Homepage des Deutschen Pétanque Verbandes am Sonntag, dem 9. Dezember 2019, vorübergehend Werbeanzeigen mit automatisch generiertem Inhalt angezeigt worden.

Die Themen dieser Anzeigen richten sich nach dem Surf-Verhalten der jeweiligen User im Internet und werben beispielsweise bei Hobbyköchen für Rezepte, bei Musikern für Instrumente oder bei Motorradfahrern für entsprechendes Zubehör.

Auf Sicht der nächsten Wochen wird es auf der DPV-Homepage mit Sicherheit auch Werbepartner geben, allerdings solche, zu denen ein persönliches Verhältnis und mit denen lineare Verträge bestehen. Wir werden allerdings auch insbesondere darauf achten, dass die Platzierung und Größe von Werbung proportional den Informationsgehalt der Homepage nicht beeinträchtigt.

Unter keinen Umständen werden wir uns mit diesem Medium einem Konzept anschließen, bei dem wir nur mutmaßen können, was den Besuchern unserer Seite prominent offeriert wird.

Am 24. November 2019 fand in Düsseldorf der DPV-Verbandstag statt. Gemeinsam mit den Vertretern der Landesverbände (nur Ost und das Saarland fehlten entschuldigt) zog der DPV-Vorstand die Bilanz eines ereignisreichen Jahres 2019. Hierbei lohnte sich sowohl ein Blick auf die Ergebnisse, die die DPV-Teams auf internationalem Parkett eingefahren hatten, als auch „hinter die Kulissen“ des Sportbetriebs. Und natürlich schaute man auch „nach vorn“: welche Schwerpunkte will man in Zukunft zum Thema „Förderung des Pétanquesports“ setzen?

Den Reigen der Berichte eröffnete Martin Schmidt, der das Amt des DPV-Vizepräsidenten Sport bis zu diesem Verbandstag kommissarisch inne hatte und sich später zur Wahl stellte. Sein Thema war unter anderem die erfolgreiche Premiere des Länderpokals 55+, der nun eine feste Größe im Wettkampf-Kalender des DPV wird. Weiterhin verwies Martin auf die erfolgreiche Besetzung der Ämter des Bundesliga- und Länderpokal-Beauftragten, sowie eines Beauftragten für die Rangliste. Mit Herbert Dressbach und Marcus Faltermann konnten hier ebenso engagierte wie kompetente Mitstreiter gefunden werden. Ebenfalls wieder neu ins Leben gerufen wurde der DPV-Sportausschuss, in dem neben Hubert Dressbach(Hessen), Jürgen Hatzenbühler (Rhld.-Pfalz) und Uwe Büttner (Bayern), mit Ingeborg Weber (BaWü) und Sabine Friedel (Ost) auch zwei Frauen aktiv sind. Der Sportausschuss wird sich zunächst um die notwendige Aktualisierung der Sportordnung und Richtlinien kümmern, hat aber auch das Thema „2. Bundesliga“ auf der Agenda.

Weiterhin ging Martin auf die Kaderarbeit ein, die aus seiner Sicht in Zusammenarbeit mit den Leistungsportreferenten und Bundestrainern auf einem erfolgreichen Weg ist. Für das Thema „sauberer Sport“ werden aktuell noch ehrenamtliche Helfer aus den Landesverbänden gesucht, u.a. um den Umgang mit der sportlichen Rechtsliteratur breiter aufzustellen.

Wurde mit einem herzlichen Dank verabschiedet, der ehemalige DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke.

Der DPV-Vizepräsident Inneres, Wilfried Falke, erlebte seinen letzten Verbandstag in dieser Funktion, er erklärte, sich aus Zeitgründen nicht mehr zur Wiederwahl stellen zu können. Seinem Ressort war es in 2019 einmal mehr gelungen, den reibungslosen Ablauf sämtlicher Deutschen Meisterschaften sicherzustellen. Ein Highlight war hierbei mit Sicherheit die DM Triplette in Bad Pyrmont, die vom Ambiente und der Gastfreundlichkeit her die Messlatte für solche Wettkämpfe sehr hoch gelegt hat. Auch für das Jahr 2020 konnte Wilfried wieder Ausrichter für alle Deutschen Meisterschaften gewinnen und wusste darüber hinaus zu berichten, dass die bewährte Unterstützung durch den DM-Beauftragten Alfons Schulze-Niehues dem Verband erhalten bleibt. Der Kopf des DM-Teams fordert hierzu allerdings eine Optimierung der Logistik rund um das DM-Equipments, ein entsprechendes Konzept ist in Arbeit.

Ebenfalls kommissarisch hatte Christoph Roderig das Amt des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation seit einigen Monaten übernommen. Er konnte persönlich nicht anwesend sein, hatte aber einen ausführlichen Bericht seiner Tätigkeiten eingereicht, in dem es u.a. um die Live-Übertragungen von sportlichen Highlights im deutschen und im internationalen Pétanque mit DPV-Beteiligung ging. Mehr als 100 Begegnungen haben es im Verlaufe des Jahres auf die heimischen Monitore der Fans geschafft. Rund 200.000 Aufrufe in diesem Zeitraum sind eine beachtliche Zahl für eine Randsportart wie es das Pétanque in Deutschland nach wie vor ist. Mit gut 200 redaktionellen Beiträgen zwischen Januar und November 2019 (Vorjahr: 132) hat sich auch die Frequenz der Berichterstattung auf der DPV-Homepage erheblich gesteigert. Auch Roderig kündigt in seinem Bericht an, einen Kommunikations-Ausschuss ins Leben rufen zu wollen und darüber hinaus weitere Mitstreiter in Sachen Öffentlichkeitsarbeit im DPV zu akquirieren. Nicht zuletzt bedauerte er, dass aus Kapazitätsgründen die Berichterstattung im Bereich des Damen-Pétanque auf nationaler Ebene in 2019 zu kurz gekommen ist und versprach Besserung.

Für DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer war ein Highlight seiner Arbeit im Jahr 2019 die Einladung zu einem Vortrag beim französischen Kongress im Heimatland des Pétanque-Sports. Einige hundert Verantwortliche der lokalen Verbände und Vereine interessierten sich für seinen Bericht zu den Strukturen im deutschen Pétanque, zu den Entwicklungen, die hierzu geführt haben, sowie zu den Zukunftsplänen des DPV als zweitgrößtem Pétanque-Verband der Welt.

Weiterhin vertrat Dörhöfer den DPV beim Europäischen Verband in Luxemburg und war als Chef d’Equipe bei den Weltmeisterschaften in Spanien sowie den Europameisterschaften in Frankreich vor Ort. Zu letzteren hat der DPV historisch die meisten Medaillen seiner Geschichte gewinnen können und lag am Ende damit im Medaillenspiegel auf Platz 1, noch vor starken Pétanque-Nationen wie Frankreich, Spanien oder Schweden.

Repräsentative Termine nahm der DPV-Präsident auch in Deutschland, bei der Jugend-DM, der DM 55+, dem Jugend-Ländermasters sowie dem Länderpokal wahr. Er war außerdem zu Gast bei den großen nationalen Turnieren in Düsseldorf und Travemünde, beim Verbandstag im Saarland und in Rheinland-Pfalz, sowie bei einer groß angelegten Breitensport-Veranstaltung in NRW, die über drei Tage angelegt war.

Insbesondere dem Boule- und Pétanque-Breitensport in Deutschland will Michael Dörhöfer zukünftig eine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Abschließend bedankte sich der DPV-Präsident bei allen Aktiven, die im Vorstand und in den Landesverbänden daran mitwirken, den Pétanque-Sport in Deutschland nach vorne zu treiben. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Herkules-Aufgabe, dem Dachverband DBBPV e.V. neues, nachhaltiges Leben einzuhauchen, sind auch hier die Weichen für die zukünftige Förderung durch die öffentliche Hand bestens gestellt.

Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Schmidt fehlte ebenfalls entschuldigt, aber auch sie hatte einen umfangreichen Bericht zu ihrer Arbeit zur Verfügung gestellt. Das Ziel ihres Ressorts ist es, Multiplikator*innen in den einzelnen Landesverbänden zu finden, die Stützpunkt-Trainings und -Turniere für Frauen durchführen. Mit Ingeborg Weber, Lisa Kamrad und Simone Kempf konnte Susanne Referentinnen für ein erfolgreiches Netzwerktreffen in Groß Gerau gewinnen. Hier wurden Lege- und Schieß-Trainings durchgeführt, sowie die grundsätzliche Organisation von Stützpunkt-Trainings für Frauen besprochen. Weitere geplante Netzwerktreffen in zwei Landesverbänden konnte aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden. Ein nächstes Ziel ist es nun, Anfang 2020 solche Veranstaltungen durchzuführen. Den Abfragen des DOSB zur Verbandsstruktur im Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit im Ehrenamt konnte Susanne Schmidt für den DPV gerecht werden und wies darauf hin, dass dieses Thema unterjährig durchgängig begleitet werden muss.

Der DPV-Vizepräsident Finanzen, Hartmut Lohß, hatte den Delegierten bereits im Vorfeld einen ausführlichen Bericht zur finanziellen Lage des DPV zur Verfügung gestellt. Er berichtet unter anderem von einer unberechtigten Kürzung der Fördermittel in 2018, die aufgrund einer Nichtbeteiligung an den World Games zustande gekommen worden war und erst im Nachgang korrigiert werden konnte. Dies hatte zur Folge, dass die Einstellung der Rücklagen angepasst werden musste. Weitere Einnahmeverluste musste der DPV aufgrund eines vorübergehenden personellen Ausfalls in Kauf nehmen, Einnahmen aus Bildungsangeboten blieben aus, da diese erst zeitverzögert umgesetzt werden konnten.

Insgesamt war sein Bericht sowie die Etat-Planung für 2020 gegenüber den Vertreter/innen der Landesverbände aber schlüssig, die Kassenprüfer Achim Fischer, Heiko Kastner und Klaus-Dieter Kielgast bestätigten ihm eine einwandfreie Führung der Finanzen im DPV – und am Ende führte dies dann auch zur einstimmigen Entlastung des DPV-Vorstands für das abgelaufenen Jahr.

Wahlen zum DPV-Präsidium

Ganz – und nicht mehr ganz – neue Köpfe im DPV-Vorstand: Martin Schmidt, Bettina Tittes und Christoph Roderig.

Für den ausscheidenden DPV-Vizepräsidenten Inneres, Wilfried Falke, kandidierte auf Vorschlag des Präsidiums Bettina Tittes aus NRW. Dort war sie im Landesverband vor allem im Bildungsbereich und in der Frauenförderung tätig und engagierte sich darüber hinaus als C-Trainerin für eine leistungsorientierte Verbesserung des Pétanque-Sports der Frauen. Sie wurde einstimmig gewählt.

Eher pro Forma erfolgte dann die Wahl von Martin Schmidt, der – wie beschrieben – bereits seit geraumer Zeit kommissarisch das Amt des DPV-Vizepräsidenten Sport inne hatte. Auch die Entscheidung, ihn ordentlich in das DPV-Präsidium zu berufen fiel einstimmig.

In Abwesenheit wurde ebenfalls einstimmig Christoph Roderig zum neuen DPV-Vizepräsidenten Kommunikation gewählt.

Fokus auf das Thema Breitensport

Zu Gast war beim DPV-Verbandstag auch Dirk Engelhard, derzeit Vorsitzender im Bildungsausschuss des Landesverbandes NRW. Er erläuterte die drei Säulen des dortigen Breitensportkonzeptes, das besonders durch vielfältige Bildungs-Maßnahmen, Projekte für Ältere und einzelne Förderprogramme sowie Trainingsangebote überzeugt.

Laut Engelhard sind es:
1. Boule als Breitensport
2. Boule als Gesundheitssport
3. Boule als Bildungsangebot
die die wesentlichen Stützpfeiler einer erfolgreichen Verbreitung unseres Sports darstellen.

Sein Vortrag konnte überzeugen und er betonte, die Inhalte und Ziele gerne allen Landesverbänden zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich lud er alle Interessierten herzlich ein, sich in diese Arbeit übergreifend einzubringen und wies auf finanzielle Mittel hin, die über die Ehrenamtspauschale hinaus in einem entsprechenden Budget öffentlicher Gelder verfügbar sind.

Abschließend wurde auf dem DPV Verbandstag 2019 noch ein Vorschlag vom Präsidenten des LV Berlin, Martin Beikirch, der gleichzeitig Organisator der erfolgreichen Turnier-Serie „Grand Prix d’Allemagne“ ist, unterbreitet.

Um den nicht organisierten Freizeitspielern im deutschen Pétanque einen weiteren Anreiz zu bieten, sich einem der vielen Vereine als Lizenzspieler anzuschließen, kann bei den GPdA-Turnieren ab 2020 eine höhere Anmeldegebühr für Spieler ohne Lizenz erhoben werden. Martin schwebt ein Betrag von 3,– Euro vor, die es mehr kosten könnte, als Nicht-Lizenzspieler an einem Turnier der GPdA-Serie teilzunehmen. Diese Zusatzeinnahmen sollen für die Jugendarbeit im Verein/Landesverband oder für andere, den Boulesport fördernde Maßnahmen eingesetzt werden.

Die Zerstörung der DPV-Homepage am 22. November 2019 fiel in eine Zeit, in der ohnehin bereits am neuen Auftritt des Verbandes gearbeitet wurde. Geplant war der Launch spätestens zum Jahreswechsel 2019/20.

Der Versuch, diesen Termin um einige Wochen vorzuziehen, zeigte, dass die „heiße Nadel“ einem solchen Projekt nicht gerecht wird. Andererseits muss es auch ausgeschlossen sein, dass der Deutsche Pétanque Verband über einen längeren Zeitraum überhaupt keine aktuellen News veröffentlicht.

Insofern wurde beschlossen, diese Interims-Lösung hier online zu stellen, bis die neue Homepage abschließend fertiggestellt ist.

Zum 3. Dezember 2019 wird die neue Präsenz live geschaltet.

Am 22. November 2019 um 06:06 Uhr wurde die Internetseite des Deutschen Pétanque Verbandes mutwillig und nachhaltig zerstört. Das letzte Backup, das brauchbar aufgespielt werden konnte, ist vom 19. November 2019. Wir verzichten darauf, an dieser Stelle aktuellere Inhalte nachzupflegen, da zum 3. 12. 2019 ohnehin der komplett neue Auftritt des Verbandes online gestellt wird.

Sicher wird es auch nach dieser Freischaltung noch Ergänzungs- und Anpassungswünsche der einzelnen Ressorts im Verband geben. Diese werden selbstverständlich berücksichtigt und so schnell wie möglich umgesetzt.

Jugendverbandstag in Heigenbrücken

 

Am 09./10.03.2019 trafen sich die Vertreter der Pétanquejugenden aus den Landesfachverbänden sowie die Mitglieder des Jugendvorstands zum jährlichen Jugendverbandstag (JVT). Diesmal waren wir im Tagungshotel Hochspessart in Heigenbrücken bei Aschaffenburg zu Gast. Da auf dem alten Termin des Jugendverbandstages inzwischen der Länderpokal stattfindet, hat die dpj beschlossen, ihren Verbandstag ab 2019 Anfang März abzuhalten. Bis auf Hessen waren alle Landesfachverbände vertreten und mit Maurice Racz aus dem Saarland und Leon Jentsch aus Niedersachsen konnte der Versammlungsleiter und dpj-Vorsitzende Linus Schilling wieder zwei neue und erfreulich junge Jugendwarte begrüßen. Neben regem Austausch, verschiedenen organisatorischen Dingen und einigen Änderungen im Regelwerk ging es um die Wahl von drei Mitgliedern des Jugendvorstandes. Andreas Endler wurde wieder zum stellvertretenden Vorsitzenden der dpj gewählt und Martin Kuball besetzt den Posten des Beauftragten für Leistungssport. Francisco Torres, der seit 2015 das Amt des Beauftragten für Breitensport ausgeführt hat, stellte sich nicht für Wiederwahl zur Verfügung. Wir danken in diesem Zuge Francisco für seine sehr engagierte und mit Hingabe ausgeführte Arbeit im dpj-Vorstand. Der Vorstand wird sich darum bemühen, diesen Posten möglichst bald kommissarisch zu besetzen.

Die große Runde …

young-meeting

 

Parallel zum JVT fand erneut das young-meeting statt, an dem erfreulicherweise 12 Jugendliche teilnahmen.

Am Samstag beschäftigten sich die Jugendlichen mit der übergeordneten Thematik eines Jugendcamps im Sommer. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es zunächst um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Was läuft gut im Sport, wie jugendfreundlich sind die Vereine, welche Trainingsmöglichkeiten gibt es und wo gibt es Verbesserungsbedarf. Schnell wurde klar: überall da, wo in den Vereinen schon einzelne Jugendliche aktiv sind, gibt es einen Kristallisationspunkt, der zum Teil weit über die eigentliche Region hinauswirkt.

Andreas moderiert.

Im zweiten Schritt wurden Probleme gesammelt und im gemeinsamen Gespräch daraus Wünsche abgeleitet. Ob mehr und besser ausgebildete Trainer und Trainingspläne, mehr Turniere, die sich vor allem an Jugendliche richten oder das bessere Kennenlernen junger BoulespielerInnen aus anderen Landesverbänden. Die Sammlung der Ideen und Vorschläge wurde immer länger.

 

Am Ende mussten sich die Teilnehmer jedoch begrenzen. Aus den gesammelten Vorschlägen mussten sich drei Kleingruppen einen Punkt heraussuchen und einen ersten Konzeptualisierungsvorschlag erarbeiten. So wurden zu den Themen Training, Öffentlichkeitsarbeit und Jugendturniere weiterführende Vorschläge erarbeitet, wie, wann und wer etwas zum erfolgreichen Jugendboule beitragen kann. Die Erarbeiteten Konzepte wurden abschließend der Gruppe vorgestellt und diskutiert.

In Kleingruppen wurden die Themen bearbeitet.

Am Sonntagvormittag arbeiteten beide Gruppen (JVT & young-meeting) zusammen und verteilten sich auf die Workshops „Leistungssport“ und „Breitensport“. In intensiver Arbeit fand ein Austausch zu den Begriffen, Erwartungen und Ideen für zukünftige Entwicklungen und Verbesserungen statt. Als Gast durften wir dazu auch den angereisten DPV-Präsidenten Michael Dörhöfer begrüßen.

Nach dem Zusammentragen der Ergebnisse, einer Abschlussrunde und einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedete Linus Schilling die Teilnehmenden und wünschte eine gute Heimreise.

Es war ein Stück des Weges, den Deutschen Boule-, Boccia- und Petanque-Verband e.V. als Dachverband des Kugelsports in Deutschland wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen. Seit über einem Jahr gehörte (neben dem „Tagesgeschäft“) diese Neuausrichtung zu den Mammutaufgaben der Präsidien des DPV e.V. (Deutscher Pétanque-Verband) und des BBD e.V. (Boccia Bund Deutschland). Die seinerzeit jeweils frisch gewählten Präsidenten beider Spitzenverbände hatten sich früh entschlossen, aus dem Nebeneinander von Boule und Raffa endlich ein Miteinander zu machen.

Ähnlich wie Petanque (Boule) aus Frankreich importiert wurde, fand Raffa (Boccia) den Weg aus Italien nach Deutschland – wird allerdings noch vornehmlich in Süddeutschland gespielt. Während der DPV bundesweit über 20.000 Mitglieder zählt möchte der BBD in einer nächsten Etappe bald die 500 Mitgliedergrenze überschreiten, was vor allen Dingen dann gelingen wird, wenn auch in anderen Regionen Deutschlands Fans für dieses schöne Spiel gefunden werden.

Die „Größenunterschiede“ zwischen beiden Verbänden werden aber schnell kleiner, wenn man betrachtet, welche enorm professionelle Infrastruktur die Boccia-Spieler sich im Vergleich zum DPV bereits aufgebaut haben. Klein aber fein verfügt der BBD über eine Reihe von Hallen und hat sogar fahrbare Bahnen, die bei Wettbewerben eingesetzt werden. Mit großer Selbstverständlichkeit wird 2019 in Deutschland eine Jugend-Europameisterschaft ausgerichtet. Es gibt sowohl eine 1. als auch eine 2. Bundesliga, bis runter in eine Amateurliga – und es werden Deutsche Meisterschaften in fünf Disziplinen ausgerichtet. Auf internationale Events, Europa- und Weltmeisterschaften bereitet sich der BBD durch eine beispielhafte Kaderarbeit vor.

Der DPV muss hier trotzdem sein Licht nicht unter den Scheffel stellen: die Freunde der italienischen Kugelsport-Variante interessieren sich insbesondere für die professionellen Strukturen in der Organisation des Pétanque-Verbandes und dessen bundesweiten Ausbau über die Schaffung von Landesverbänden.

Es wurden eine Menge Synergie-Potenziale identifiziert, für die es sich lohnt, in einem gemeinsamen Haus der Kugelsportarten näher zusammen zu rücken. Beide Verbände setzen sich außerdem das Ziel eines zeitgemäßeren, moderneren Auftritts, der es unterstützen wird, attraktiver für neue Mitglieder – insbesondere auch jüngere Erwachsene, Jugendliche und Kinder – zu werden.

Dem guten Willen mussten Taten folgen: es musste u.a. eine neue Satzung, Geschäftsordnung und Finanzordnung erarbeitet werden. Was wie die Erstellung dreier Standard-Dokumente klingt, war hierbei eine echte Herkulesaufgabe, weil das Dach des Kugelsports in Deutschland schon länger keine Handwerker mehr gesehen hatte. Und das Ziel war es ja nicht nur, ein paar Ziegel auszutauschen, sondern es sollte auch eine topmoderne Dämmung plus Solar-Anlage für langfristige Freude aller Beteiligten – bis runter in den Breitensport beider Sportarten –sorgen.

Besonderer Dank für den erfolgreichen Abschluss dieser Arbeiten geht hier an Dirk Engelhard (NRW) und Uwe Büttner (Bayern), die federführend an der Entstehung der Dokumente mitwirkten. Auch gilt es für die Unterstützung aus dem LV BBPV (BaWü) und dem LV SBVS (Saarland) zu danken, die bereits in der Vergangenheit den Dachverband in seinem „alten“ Zustand tatkräftig unterstützten. Die Verantwortlichen in beiden Landesverbänden haben ebenfalls maßgebliche Beiträge dazu geleistet, dem DBBPV den Weg zur leistungsstarken Institution zu ebnen.

Das ist im Wesentlichen neu: der Dachverband besteht zukünftig nur aus den Spitzensportverbänden DPV und BBD. Das Präsidium hat einen frei gewählten Präsidenten, zusätzlich neu einen Geschäftsführer und ebenfalls neu jeweils Athletenvertreter der Spitzen­sportverbände. Die neue Satzung (vorbehaltlich der Eintragung) wurde einstimmig verabschiedet und ein neues Präsidium für den DBBPV auf Vorrat ebenfalls einstimmig gewählt. 

Sie gaben dem DBBPV den abschließenden Feinschliff (v.l.n.r.): Ulrich Reißer, DPV-Verbandssekretär, Achim Fischer, Vizepräsident BBPV Baden-Württemberg, Hartmut Lohß, DPV Vizepräsident Finanzen und DBBPV Bundesschatzmeister, Bernd Stegmaier, BBD, Ralf Meier, BBD-Vizepräsident, Michael Dörhöfer, DBBPV- und DPV-Präsident, Giuseppe Garieri, BBD-Präsident, Jürgen Hatzenbühler, DPV-Sportdirektor – nicht im Bild: Reinhard Weih, BBD-Vizepräsident.

Neben dem neuen Präsidenten Joachim Kamrad  an der Spitze gibt es eine Reihe von neuen Präsidiumsmitgliedern. Bundesjugendwart wird Sven Orend von Seiten des BBD, der BBD-Vize-Präsident Ralf Meier wurde zum Athletenvertreter Boccia gewählt, DPV-Kaderspielerin Carsta Glaser wurde für das Pétanque in dieses Amt gewählt. Die Wahlen zu DBBPV-Vizepräsidenten fielen für den BBD auf Giuseppe Garieri und für den DPV auf Michael Dörhöfer. Jürgen Hatzenbühler wurde zum Bundesgeschäftsführer gewählt und Hartmut Lohß in seinem Amt als Bundesschatzmeister bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Insbesondere Joachim Kamrad wird als neuer DBBPV-Präsident eine Menge Impulse für den frisch sanierten Dachverband einbringen. Er bringt beruflich eine Menge Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichsten Institutionen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler  Ebene mit.

Die vielen neuen Gesichter, die in diesem Zusammenhang ihr Engagement für den Kugelsport in Deutschland einbringen wollen, werden nach erfolgter Eintragung der komplett überarbeiteten  Rechtsliteratur des DBBPV auch noch einmal ausführlicher persönlich vorgestellt. Alle Beteiligten freuen sich auf die zukünftig engere Zusammenarbeit und die sich hieraus ergebenden Synergien für einen weiteren, erfolgreichen Ausbau des Kugelsports in Deutschland. Alle, die dem Kugel-Virus auf die eine oder andere Art verfallen sind, sind herzlich eingeladen, dieses neue Team in den weitestgehend neuen Strukturen nach Kräften zu unterstützen.

Der DPV-Vizepräsident Kommunikation, Ulrich Becker, hat den Vorstand des Deutschen Pétanque Verbandes am 12. September 2019 darüber informiert, dass er mit diesem Datum von seinem Amt zurücktritt. Ulrich Becker stellt sich einem/einer Nachfolger/in gerne zur geordneten Übergabe der Unterlagen, Daten und Online-Prozesse, die mit dem Amt zusammenhängen, zur Verfügung. Bis zur Neubesetzung der Position übernehmen der Referent für Öffentlichkeitsarbeit im DPV, Christoph Roderig, sowie der Verbandssekretär Ulrich Reißer die Erledigung der in diesem Ressort anfallenden Arbeiten. Der DPV-Vorstand bedankt sich bei Ulrich Becker für die langjährige Unterstützung und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.