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Gleichstellung – Prämien für Projekte

Neben den Turnieren und Workshops im Rahmen der Fete de Pétanque fand am späten Nachmittag des 19.09.2020 eine besondere Ehrung statt.

Geehrt wurden Landesverbände, die sich in der Vergangenheit verstärkt dafür eingesetzt haben, die Stellung der Frauen in unserem Sport zu stärken.

Bis zum Amtseintritt von Susanne Schmidt belief sich das Budget der Gleichstellungsbeauftragten auf € 200,- pro Jahr. Nach einer Bedarfsermittlung und einer Umfrage an die Landesverbände konnte der Etat im Rahmen der Frauenförderung auf € 2.000,- aufgestockt werden.

Mit diesen zusätzlichen finanziellen Mitteln konnten in einer ersten gemeinsamen Aktivität mit Lisa Kamrad, Simone Kempf und Claudia Auer Netzwerktreffen in Feudenheim und Groß Gerau durchgeführt werden. Diese Treffen stießen auf große Resonanz, jedoch konnten weitere geplante Treffen aufgrund der Pandemie bisher leider nicht stattfinden.

Ziel dieser Netzwerktreffen, aber auch der vereinzelt angebotenen Trainings, war es, Frauen für die Verbandsarbeit zu interessieren, Netzwerke zu knüpfen, eine Möglichkeit des Austausches zu schaffen und Multiplikatorinnen in den einzelnen Landesverbänden zu finden, die regelmäßiges Stützpunkttrainings für Frauen anbieten können.

Im Januar 2020 wurde dann im Präsidium beschlossen, besondere Projekte und Aktivitäten im Bereich der Frauenförderung im Verband zu prämieren. Und so wurden in der Folge die Landesverbände angefragt und um Rückmeldung gebeten.

Zwei Aktionsbeschreibungen, und zwar diejenigen aus BaWü und Hessen wurden in Abstimmung mit dem Präsidium für die Prämierung nominiert.

Besonders zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass aus den genannten Landesverbänden, mit Lisa Kamrad und Claudio Auer Landespräsidentinnen hervorgehen.

Zwei Preise konnten also am 19.09.2020 überreicht werden, Simone Kempf, Frauenreferentin im LV Baden-Württemberg und Claudia Auer die Präsidentin des LV Hessen erhielten für Ihre Landesverbände jeweils einen Scheck über € 1.000,- in Anerkennung des Geleisteten, der für die weitere Förderung der Frauen in den LVs zu verwenden ist.

Im LV Baden-Württemberg gibt es seit 2006 eine Frauenreferentin, in fünf der sechs Regionen Frauenbeauftragte, die sechste Stelle ist vakant.

Im LV werden auch regelmäßige Frauentrainings angeboten.
Schwerpunkte dieser Trainings sind neben taktische Übungen auch die Technik, das Schießen und das Legen.
Zusätzlich gibt es zwei Stützpunkttrainings des LV pro Jahr, wobei alle Trainings mehr als ausgebucht sind.
Der Ladies Cup und regionale Frauenturniere ergänzen die Trainings ebenso wie die Landesmeisterschaften Doublette Frauen und Tireur Frauen. All das führt zu einer Verbesserung der taktischen und spielerischen Qualität, wobei auch der Spaß am Spiel nicht zu kurz kommt.

Im LV Hessen sind neben Claudia Auer in der Leitung des Landesverbandes zwei weitere Frauen vertreten, Martina Becker, die Vorsitzende des Rechtsausschusses und Sabine Wagner als Obfrau für das Marketing.
Zudem sind von den mehr als 13 Schiedsrichterinnen regelmäßig 4-5 im Einsatz.
Im LV werden ebenfalls seit 2010 Frauentrainings angeboten.
2015 hat sich der Schwerpunkt verändert und zu den Frauentrainings werden zusätzlich Mixed-Trainings angeboten, außerdem erfolgt eine aktive Förderung der Kommunikation und Vernetzung der Frauen in den einzelnen Vereinen.

Wir gratulieren beiden LVs zu dieser Auszeichnung und freuen uns auf weitere Aktivitäten, Trainings und Netzwerktreffen in allen Landesverbänden, bitte nehmt Euch diese Beispiele als Vorbild.



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Fete de Pétanque – Eine Woche Dauereinsatz in Fürth

Wir haben versucht, Euch an allen Tagen auf dem Laufenden zu halten, aber es war bis jetzt zu wenig Zeit, über die zu berichten, die die ganze Veranstaltung hier in Fürth geplant haben für den reibungslosen Ablauf verantwortlich waren – und die es in den letzten Minuten der Fete de Pétanque immer noch sind.
Alfons Schulze-Niehues und sein DM-Team bestehend aus Klaus-Dieter (K-D) Kielgast, Jan Mensing, Bernd (Meico) Meyer-Kirschner, Peter Schauseil, Hugo Port und Claudia Ziegler waren früh vor Ort, an jedem Tag die Ersten auf dem Platz und mit Ausnahme einiger unentwegter Spieler die Letzten, die den Platz verliessen.
Die Arbeit begann aber nicht erst auf dem Platz, lange vorher war das Team in die Planung eingebunden und als klar war, daß eine ungerade Zahl an Teams hier in Fürth antreten würde, wurde in Windeseile der Tireur-Wettbewerb aus dem Hut gezaubert, der fester Bestandteil der Turniere an beiden Wochenenden war.


Peter Schauseil / Bernd Mexer-Kirchner / Claudia Ziegler / Alfons Schulze Niehues / Martin Schmidt / Holger Farke / Hugo Port / Jan Mensing / Klaus Dieter Kielgast

Bei einem solche Event geschehen immer unvorhergesehene Dinge, geht immer etwas schief, aber das Organisationstalent dieses Teams hat diese Veranstaltung erfolgreich werden lassen.
„Alfons, hast Du …“ war der wohl am häufigsten gehörte Satz in diesen Tagen – und Alfons hatte. Auf jede Frage eine Antwort, für jedes Problem eine Lösung, die nicht immer von ihm selbst, sein ganzes Team war im Einsatz. Jeder hatte klar den Eindruck, die „Roten“, die mit den roten Polohemden mit dem Aufdruck „DM-Team“ waren eine Einheit, die zusammen nichts umwerfen kann.
Notiz am Rande: In einer kleinen Lücke seines engen Terminplans hat sich Alfons auf den Platz gestellt und mal eben die Übungen des Boule-Sportabzeichens absolviert – die Freude über Silber stand ihm deutlich im Gesicht geschrieben.
Alfons, wir freuen uns riesig auf die nächste Veranstaltung die Du mit Deinem Team organisierst, wir wollen auf jeden Fall dabei sein.

 

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18.09.2020 Fete de Pétanque Die Breitensportwoche geht zu ende

Die Breitensportwoche des Deutschen Pétanque Verbandes beim TV Fürth 1860 neigt sich dem Ende zu.
Über die Erfolge beim Boule Sportabzeichen haben wir bereits berichtet, aber der Tag brachte ein weiteres Highlight mit sich.
Nach einer kleinen ruhigen Phase, die der Vorbereitung des DPV Cup der Senioren gewidmet war, begann das Rapid Boule, ein Wettbewerb, bei dem 24 Teams in vier Gruppen zu sechs Teams aufgeteilt wurden. In diesen Gruppen spielte zunächst Jeder gegen Jeden, was bei regulärer Spielweise und Spielbeginn um 17:00 Uhr durchaus eine Mitternachtspartie erwarten ließe. Nein, beim Rapid Boule werden nur drei Aufnahmen gespielt, dann ist die Partie zu Ende. Nach 15 Aufnahmen pro Team wurde die Rangliste erstellt, die ersten drei jeder Partie spielten die Zwischenrunde A, die anderen die Zwischenrunde B, jeweils wieder in Gruppen zu sechs.

Rapid Boule führt so zu schnellen Ergebnissen, wenigen und vor allem kurzen Pausen, eine eigene Strategie ist zu entwickeln, bei der es darauf ankommt, möglichst wenig Punkte abzugeben, eine Führung durch einen Sauschuss abzusichern oder den Gegner eher ins Risiko zu zwingen.
Jan Mensing, der in der Teamleitung die Ergebnisse entgegennahm, zeigte nicht nur einmal ein erstauntes Gesicht, die Ergebnisse in Vor- und Zwischenrunde brachten so manche Überraschung mit sich.
Weniger überraschend waren die Paarungen in den , im B-Finale setzten sich Vincent Behrens und Matthias Ress gegen Regis Pfortner und Uli Moritz durch, A gewannen Patrick und Michel Fournier vor Vincent und Markus Probst.
Allen Teilnehmern einen herzlichen Glückwunsch.
Die anschließenden Gespräche mit den Teilnehmern ließen den Wunsch nach mehr aufkommen, vielleicht setzt sich dieser spannende neue Spielmodus ja als eine Variante unseres Spiels durch.

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18.09.2020 Fete de Pétanque in Fürth – Neue Rekorde beim Boule-Sportabzeichens

Seit dem frühen Vormittag sind auch die ersten Kaderspieler in Fürth vor Ort.

Beim Rundgang über das Gelände fand der Aufbau zur Abnahme des Boule-Sportabzeichens besondere Beachtung – und nicht nur das: Die Übungen mussten einfach sofort absolviert werden.

Bei bisher 91 angenommenen Prüfungen wurde nun das erste dreistellige Ergebnis erreicht: Herzlichen Glückwunsch an Matthias Laukart, der im Wettstreit mit dem zweiten Goldjungen, Tobias Müller Gold mit 101 Punkten erreichte.

Mal sehen, ob das für die weiteren Kaderspieler Ansporn genug ist, ebenfalls diese Breitensportübung zu absolvieren.


Tobias Müller und Matthias Laukart mit ihren Urkunden.

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17.09.2020 Fete de Pétanque in Fürth – Boule als Gesundheitssport und Boule & Bike

Und weiter geht’s:
Werner Prix ist dauerbeschäftigt, den ganzen Tag über nimmt er bei Einem nach dem Anderen das Boule Sportabzeichen ab. Wieder zeigt sich, daß die Legeübungen weitaus mehr Schwierigkeiten bereiten als die Schiessübungen – der glatte Boden fordert Tribut. Ab 17:00 Uhr kommen auch die Mitglieder des Gastgebervereins, die von der Möglichkeit zur Abnahme regen Gebrauch machen – wir sind neugierig, wieviele Absolventen wir am Ende der Veranstaltung melden können.

Der Workshoptag stand wieder unter der Regie von Dirk Engelhard, der die zwei Themen des Tages begleitete.

Boule als Gesundheitssport: Wie man Boule als Gesundheitssport nicht nur im Verein sondern auch im Quartier verankern kann, wurde mit konkret erlebten Beispielen bildhaft dargestellt. Es beginnt hier beim simplen Bewegen an der frischen Luft und reicht bis hin zu Boule als Sport  in Rehakliniken. Das Beispiel „Boule in Rehaklinken“ aus NRW fand hier besondere Erwähnung. Ein Teilthema, „gesunde Ernährung“ wird zunehmend akzeptiert, aber muss noch seinen Weg in den Breitensport finden.

 


DPV_Fete de Petanque Workshop Tag4 3
Dirk Engelhard in Aktion

Boule und Bike: Hier führten Janne und Henry Jürgens die Gruppe der 12 Boulebiker über vier Touren am Europakanal entlang und durch die Innenstadt von Fürth. Besonders beeindruckend waren ein altes Wasserschöpfrad an der ersten Spielstation und das wunderschöne Bild der Fürther Altstadt. Die E-Bikes sorgten dafür, daß der beim Biathlon übliche Anstrengungslevel bei weitem nicht erreicht wurde und so konnten die drei Spiele auf drei verschiedenen Plätzen nicht im Stress dafür aber mit viel Spaß gespielt werden.


DPV_Fete de Petanque Workshop Tag4 6
Station mitten in Fürth

Schon vor Ende der Tour begannen die Miniturniere zum Abschluss des Tages, denn bei aller Arbeit soll auch der Spaß am Spiel gefördert werden und das Miteinander hilft, noch besser zusammenzuarbeiten.

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15.09.2020 Fete de Pétanque in Fürth

Der zweite Tag

beginnt wieder mit Workshops, auch heute ganz im Zeichen des Breitensportes.
Werner Prix und Hanjo Fingerle besprechen mit sieben Anwärtern, die Prüfer für das Boule Sportabzeichen werden wollen, die allgemeinen Fragen, die die Prüflinge aus ihrer Vorbereitung mitgebracht haben.
Allgemeine Pétanque-Regeln, besondere Voraussetzungen für die Prüfer oder die Abnahme des Boule Sportabzeichens wurden diskutiert, die Fragen dazu beantwortet.

Die einzelnen Prüfungen wurden anhand der Infotafeln zunächst besprochen und dann mit allen überlegt, wie der Aufbau exakt, schnell und nachvollziehbar vorgenommen werden kann.In zwei Gruppen wurde dann der Aufbau der Stationen geübt und gleich danach für die ersten Prüfungen genutzt.

Werner und Hanjo nahmen sich die Zeit,  die Schwierigkeiten der einzelnen Stationen noch einmal vor Ort darzustellen und praktische Tipps für eine erfolgreiche Prüfung zu geben. Gleich die ersten Prüflinge zeigten, wie’s richtig geht: Ein klares Bronze für Dagmar und das sichere Erreichen von Silber und nur knapp verfehltes Gold für Wolfgang waren die positiven Ergebnisse des ersten Durchgangs.

Zweiter Programmpunkt des Tages war der Workshop „Bouleangebot in Groß- und Spartenvereinen“. Viele ehemalige Leistungssportler stellen mit der Zeit fest, dass sie ihren Sport nicht mehr in der gewohnten Art und Weise ausführen können und suchen nach Alternativen.
Hier können Boule als Freizeitsport und Pétanque als Wettkampfsport gute Alternativen bieten, denn körperliche Betätigung, soziale Kontakte und nicht zuletzt das sich Messen im Wettkampf können beim Boule und Pétanque bis in das höhere Alter gelebt werden.

Es folgte als weiterer Workshop das Thema „betriebliche Gesundheitsförderung“, der ebenfalls unter der Moderation von Dirk Engelhard durchgeführt wurde. Hier wurden die Möglichkeiten der Vernetzung von Betrieben/Verwaltungen/Dienstleistern mit den Vereinen diskutiert, um unseren Sport auch außerhalb von Vereinen in anderen Gruppen zu verankern. Der Topf der Ideen füllte sich, eine weiterer Topf musst auf die Schnelle angeschafft werden, der auch nicht leer blieb.

Nun müssen all die Ideen geordnet und bewertet werden, um ein strukturiertes Vorgehen zu entwerfen, mit dem wir unseren Sport erfolgreich auch als Breitensport platzieren können.
Der neu konstituierte Breitensportausschuss wird so seine erste große Aufgabe zu bewältigen haben – viel Erfolg dabei.
Letztlich blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke, wie an den Vortagen begannen gegen 17:00h die Mini-Turniere, die diesmal Andrea aus Fürth als Siegerin sahen.

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CEP Kongress 2020

Am 27.06.2020 fand der jährliche Kongress der CEP (Confédération Européenne de Pétanque) statt, diesmal als Zoom-Konferenz mit 29 stimmberechtigten Teilnehmern. Der DPV wurde durch den Präsidenten Michael Dörhöfer vertreten, die Ausrichtung und besonders die Technik unterstützte der Sportdirektor des DPV, Jürgen Hatzenbühler.

Nach Begrüßung und Genehmigung des Protokolls 2019 stellte der Präsident der CEP, Mike Pegg, den Jahresbericht vor.
Als eine besondere Herausforderung nannte er die Probleme mit internationalen Lizenzwechseln, bei denen häufig Betrugsversuche mit manipulierten Geburtsdaten und Namen auftauchten. Der Prozess für den internationalen Lizenzwechsel wurde im Mai neu aufgesetzt und auch schon verprobt, wie es funktioniert, ist hier nachzulesen. Zu den Teilnahmen an diversen nationalen Tagungen wies er auf eine Fülle von neuen Ideen hin, die er mitnehmen konnte und bedankte sich bei allen Funktionären für die geleistete Arbeit

Der Jahresbericht der Generalsekretärin führte in bewährter Art die durchgeführten Meisterschaften und den Euro-Cup sowie deren Sieger und Platzierte auf.

Gratulation an „unsere“ erfolgreichen Teilnehmer:

  • Präzisionsschiessen Espoirs Damen: 1. Platz – Eileen Jenal
  • Espoirs Herren: 2. Platz – Leon Gotha, Paul Möslein, Marco Kowalski, Pascal Müller
  • Espoirs Damen: 3. Platz – Luzia Beil, Eileen Jenal, Dominique Probst, Jennifer Schüler
  • Präzisionsschiessen Espoirs Herren: 3. Platz – Pascal Müller

Der Bericht des Kassenwartes zeigte keine Besonderheiten; dank eines Zuschusses des Luxemburger Sportministeriums konnte ein leichter Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben erreicht werden und nach der Korrektur zweier Fehlbuchungen aus 2018 zeigt sich die CEP solide aufgestellt. Die ausgeglichenen Budgets für 2021 und 2022 wurden – wie der Jahresabschluss 2019 von der Versammlung genehmigt.

 

Danach erfolgten die Berichte der Kommissionen für:

  • Technik: kleine Anpassungen der Regeln für EM und Euro-Cup, Shorts sind nun erlaubt.
  • Schiedsrichter: die in 2019 für 2020 geplanten Seminare mussten abgesagt werden, dafür wird an einem späteren online-Seminar gearbeitet.
  • Trainer: Das im letzten Jahr erfolgreiche „Coaching for Coaches“ musste ebenfalls abgesagt werden, der Einsatz von Videokonferenzen und -seminaren wird geprüft.
  • Medizinisches / Doping: 100 Alkoholkontrollen, davon 100 negativ.
  • Marketing: Der Markenname, die EM und die Medienrechte sollen mit Sponsoren und Werbenden verknüpft werden; wegen der Absage der EM wird nun an der Strategie für 2021 und die Folgejahre gearbeitet.

Die Mitgliederentwicklung ist positiv, allerdings steigt der Anteil Ü55, der inzwischen bei zum Namen passenden 55% liegt, während der Anteil der U22 kontinuierlich auf nun knapp 5,5% gesunken ist. In einem länderübergreifenden Workshop sollen Wege gefunden werden, für jüngere Spieler attraktiver zu werden und diese wieder in größerer Anzahl für uns zu gewinnen.

Mike Pegg und der Großteil vom Präsidium wurden im Amt bestätigt, neu dabei ist der italienische Erfolgscoach Riccardo Cappaccioni. Wir wünschen dem neuen Präsidium alles Gute, bedanken uns herzlichst bei den Ausgeschiedenen und werden auch weiterhin mit Rat und Tat unterstützen.

Mehr zu den Kandidaten:

Termine und Orte für die Europameisterschaften 2021 und 2022 wurden wie folgt festgelegt:

Zunächst 2021:

  • EM der Veteranen
    und 7. EM der Männer / Triplette
    vom 19. bis 21. September in Albertville (F).
  • EM der Espoirs Triplette (m+w)
    und 12. EM der Junioren triplette (m+w)
    vom 3. bis 6. Juni in Santa Susanna (E).
  • Euro-Cup-Finale
    vom 2. bis 5. Dezember in Saint-Yrieix-Sur-Charente (F)

Und in 2022:

  • EM der Damen / Triplette
    vom 3. bis 5. Juni in Torrelavega (S)
  • EM Tete a tete
    und 1. EM Doublette und Doublette Mixte
    vom 13. bis 17. Juli in ´s-Hertogenbosch (NL)
  • EM der Espoirs Triplette (m+w)
    und 13. EM der Junioren Triplette (m+w)
    vom 29. September bis 2. Oktober in Almerimar (E).
  • Euro-Cup-Finale
    vom 1. bis 4. Dezember in Saint-Yrieix-Sur-Charente (F)

Mit dem TOP Sonstiges und nochmaligem Dank an die Teilnehmer wurde die Konferenz dann beendet.

Abschliessend noch das Stimmungsbild des DPV-Präsidenten:
Eine tolle Gemeinschaft, in der wir uns gut aufgehoben fühlen und in der wir gerne mitarbeiten, Danke für die positive Zusammenarbeit.

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Interview mit Linus Schilling, Vizepräsident Jugend des DPV

Heute möchten wir Linus Schilling und die dpv-Jugend unseren Lesern vorstellen.

Frage: Linus, wie bist Du darauf gekommen, Pétanque zu Deinem Sport zu machen?
Linus Schilling: Ach, Pétanque ist zu meinem Sport geworden, weil wir neben einen Bouleplatz gezogen sind und da hat meine Familie angefangen, zu spielen. Anfangs war ich noch zu klein, aber nach und nach haben wir alle gespielt, Spaß daran gefunden und schließlich kam dann der sportliche Ehrgeiz dazu.

Frage: Was hat Dich motiviert, Dich über das Spielen hinaus zu engagieren?
Linus Schilling: Grundsätzlich habe ich viel Freude daran, auch etwas für Andere, also für die Gesellschaft zu tun. Den Sport sehe ich da als ganz wichtiges Instrument. Ich sehe so etwas als Anreiz und als ich gefragt wurde, habe ich mir gedacht, das ist eine gute Sache, da kann ich mich engagieren.

Frage: Beim Besuch der dpj-Homepage fällt auf, daß Ihr ein eigenes Logo habt – was bedeutet es?
Linus Schilling: Das Logo ist entstanden, als ich gerade in den Vorstand der dpj gewählt war. Es symbolisiert drei kleine „j“ für Jugend. Das kleinste steht für die Minimes (bis 11 Jahre), das mittlere für die Cadets (bis 14 Jahre), das größte für die Juniors (bis 17 Jahre). Mit der Gestaltung der Deutschland-Farben passt das prima. Allerdings gehören seit einiger Zeit auch die Espoirs (bis 22 Jahre) zur dpj, angepasst an die Deutsche Sport-Jugend, die sogar die bis zu 27-jährigen einschließt. Auch hier findet noch Entwicklungsförderung statt und so bräuchten wir eigentlich noch ein viertes Symbol, aber das passt nicht zur Farbgebung in schwarz-rot-gold, da suchen wir noch nach einer Alternative.

Frage: Welche Aufgaben hat die deutsche pétanque jugend im DPV übernommen?
Linus Schilling: Grundsätzlich teilen sich die Aufgaben in zwei Bereiche, das Sportliche und die persönliche Entwicklung.
Persönliche Entwicklung bedeutet hier: wie gehe ich mit anderen Menschen um, wie akzeptiere ich andere Menschen, welche Werte und Normen habe ich. Dazu kommen die Themen Nachhaltigkeit, Spaß an der Bewegung und am Miteinander.
Die sportliche Förderung soll mit uns Talente im Sport nach oben bringen und mit ihnen auch Erfolge feiern.
Zu den Aufgaben gehört außerdem die Umsetzung des gesellschaftlichen Auftrags, sich gegen Gewalt, auch gegen sexualisierte Gewalt einzusetzen und für sauberen Sport, auch gegen Doping. Dazu wollen wir die Landesverbände und Vereine verbinden und im Austausch miteinander unterstützen.

Frage: Das machst Du ja nicht alleine, wie sind diese Aufgaben in Deinem Team verteilt – wer gehört dazu?
Linus Schilling: Zum Team gehören fünf Vorstandsmitglieder, das sind neben mir Andreas Endler als zweiter Vorsitzender und Martin Kuball, der für den Leistungssport zuständig ist. Er ist auch gleichzeitig mit Stefanie Schwarzbach Bundestrainer. Die Posten für den Breitensport und der oder die Jungendsprecher/in sind zur Zeit nicht besetzt, hier suchen wir Mitstreiter oder Mitstreiterinnen. Jan Mensing darf ich nicht vergessen; er ist zwar kein stimmberechtigtes Vorstandsmitglied, ist uns aber als Jugendsekretär eine große Stütze und erledigt unheimlich viel für uns.

Frage: Jugendliche lernen ja unseren Sport in der Regel irgendwo auf einem Bouleplatz kennen, vielleicht sogar in einem Verein. Wie kannst Du die Vereine unterstützen, damit sie Kinder und Jugendliche für unseren Sport gewinnen, halten und fördern?
Linus Schilling: Eine sehr umfassende Frage. Seit ich im Vorstand bin, geht es immer darum, daß es in einigen Landesverbänden zu wenige Jugendliche gibt und deshalb unsere Unterstützung durchaus gewünscht ist. Da es in anderen Landesverbänden vorbildlich funktioniert, versuchen wir den Austausch zwischen den LVn intensiv zu unterstützen, also die Möglichkeit zu schaffen, voneinander zu lernen.
Zusätzlich schaffen wir Angebote in Form verschiedener Veranstaltungen die wir initiieren, beispielsweise durch ein Sommercamp, das wir eigentlich in diesem Sommer durchführen wollten oder durch die Schaffung des Juniorteams, das in jedem Jahr mehrere Veranstaltungen zum Austausch und zur Planung und Durchführung von Projekten nutzt. Aber auch, um ein weiteres Beispiel zu nennen, durch die Erweiterung der Deutschen Meisterschaften um den Espoir-Bereich.
Wir bilden Trainer aus, gerne auch aus dem Kader-Espoir-Bereich, damit unsere Spieler mehr Spaß am Spiel und am Engagement für unseren Sport finden und darüber weitere Spieler zu motivieren.

Frage: Welche Unterstützung erwartest Du von den Vereinen und den Landesverbänden?
Linus Schilling: Das Wichtige ist das Miteinander, an einem Strang zu ziehen. Leider hat das in der Vergangenheit an einigen Stellen auch manchmal nicht so gut geklappt, aber am Ende wollen wir Alle das Gleiche. Insofern erwarte ich einfach, daß wir alle miteinander arbeiten.

Frage: Gibt es noch etwas, wobei der DPV Dich unterstützen kann?

Linus Schilling: Auch hier geht es nur um das Miteinander. Die große Unterstützung erfahre ich dadurch, daß mir Vertrauen entgegengebracht wird. Beispielsweise habe ich bei der Aufarbeitung der strukturellen Probleme im Leistungssportbereich sehr viel positive Unterstützung erhalten.

Frage: Spieler für den Jugendbereich wurden gefunden, gehalten und gefördert, aber es geht ja weiter: Ziel der besonders Begeisterten ist sicherlich, die Nominierung für den Kader. Was sind die Kriterien, nach denen Spieler von Dir in den Kader berufen werden?
Linus Schilling: Ich stelle den Kader ja gar nicht zusammen, das machen die Bundestrainer, also Steffi und Martin.
Taktische und technische Grundfähigkeiten sind zwingende Voraussetzung für eine Nominierung – hier muss ein bestimmtes Potenzial erkennbar sein. Das Alter muss passen, wobei wir auf den Zyklus der Weltmeisterschaften achten; zur WM müssen die Spieler an der Spitze sein. Last but not least brauchen wir natürlich teamfähige Spieler auf dem Platz.

Frage: Bekommt Ihr ausreichend Hinweise auf gute Spieler aus den Landesverbänden? Braucht Ihr mehr, um aus einem größeren Potenzial wählen zu können?
Linus Schilling: Wir besprechen das regelmäßig bei den Jugendverbandstagen. Wir bekommen Hinweisbogen mit den Profilen der Spieler, die für uns sehr hilfreich sind und die Bundestrainer beobachten diese bei den verschiedenen Events. Grundsätzlich kann sich der beiderseitige Austausch aber auch in Zukunft noch weiter verbessern.

Frage: Wie sieht die Kaderarbeit zu „normalen“ Zeiten aus?
Linus Schilling: „Normal“ ist: Es gibt einen Jahreszyklus bei dem wir zum Ende eines Jahres bei der DM sichten. Anschließend wird im Dezember eine Sichtungsveranstaltung mit Einladungen durchgeführt, um das aktuelle Potenzial festzustellen.
Danach folgt zum Jahresbeginn die erste Kadermaßnahme im Januar, ein Lehrgang, danach im Februar ein zweiter. Beides finden die Jugendlichen immer aufregend und neu und Vieles muss sich dabei erst einspielen.
Es geht um das Kennenlernen, Techniktraining, taktische Varianten und zukünftig auch mehr um die sportliche Komponente in Bezug auf körperliche Leistungsfähigkeit. Es geht aber auch darum den Spielerinnen und Spielern Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben. Im April folgt meist noch ein Stützpunkttraining, in dem auch die Landesverbände mit ihren Spielerinnen und Spielern aus dem D-Kader teilnehmen, ehe dann die Saison der Turniere startet.
Höhepunkt ist zum Jahresende die Welt- oder die Europameisterschaft, für die direkt vorher ebenfalls noch eine Vorbereitung erfolgt. Das ist der Zyklus, der nun wieder von vorne beginnt.

Frage: …und was findet jetzt, zu Corona-Zeiten überhaupt statt?
Linus Schilling: Jetzt machen wir Versuche – es ist ja neu, deshalb Versuche – mit den Spielern auch digital zu arbeiten. Wir geben Ihnen Aufgaben, die sie lösen sollen und wir bekommen entsprechendes Feedback. Auch der regelmäßige Austausch um in Kontakt zu bleiben ist hier enorm wichtig.

Frage: Ich glaube, darüber, welche Einsätze national und international in diesem Jahr noch geplant sind, brauchen wir uns derzeit gar nicht zu unterhalten?
Linus Schilling: Stimmt.

Frage: Möchtest Du vor meiner abschließenden Frage unseren Lesern noch etwas mitteilen?
Linus Schilling: einfach nur Eines: bleibt in Bewegung.
Da ich neben meiner Tätigkeit für den DPV auch beruflich sportlich tätig bin, ist mir das ein ganz, ganz wichtiges Anliegen.

Frage: Zum Schluss stelle ich natürlich die Frage, die unsere Leser am meisten interessiert: Linus, hast Du eigentlich eine Schmusedecke?
Linus Schilling: (lacht) Äh, ich hatte eine ganze Zeit lang eine, die mir auch sehr lieb geworden ist. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo die jetzt ist. Jetzt, da Du mich erinnerst, hätte ich sie gerne wieder.

Keine Frage: Linus, Dir vielen Dank und viel Erfolg für die Zukunft.

Die Fragen stellte Michael Regelin am 19.05.2020